Außer-Haus Markt 2007: Cocktails steigen im Vergleich zu Longdrinks

April 14, 2008

Quelle: GfK, April 2008

Im Außer-Haus Markt greifen die jungen Erwachsenen in der Altersklasse 16 bis 29 Jahre nach wie vor gerne zu Mischgetränken. Der Markt der Cocktails und Longdrinks ist dennoch leicht im Minus (2007 vs. Vorjahr). Im 3. Tertial 2007 haben insgesamt 2% der 16-29-jährigen weniger einen Cocktail oder Longdrink Außer-Haus konsumiert als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Vergleicht man die Beliebtheit der Cocktails mit den Longdrinks, so sind die Cocktails auf dem Vormarsch. Bei den Longdrinks halten sich insbesondere die Klassiker wie Wodka Energy und Bacardi Cola auf den vorderen Plätzen.

Die Preissteigerung bei den Cocktails und Longdrinks in dieser Altersklasse liegt von 2006 auf 2007 bei knapp 2% (je Getränk). Berücksichtigt man die Mehrwertsteuererhöhung hat der Gastwirt nichts verdient.

In den Discotheken haben die Cocktails und Longdrinks den größten Anteil am Getränkeumsatz (über 40%). Da aber hier in absehbarer Zeit nirgends mehr geraucht werden darf, werden die Auswirkungen des Rauchverbots nicht nur auf den Umsatz mit Mixgetränken spannend zu beobachten sein.

Die Datenbasis ist das Online-Consumerpanel „GfK TrinkTrends+“ der GfK Panel Services in Nürnberg.


Ausser-Haus-Markt – Zahl des Monats April 2008: 146 Liter Kaffee pro Kopf pro Jahr

April 1, 2008

Pressemitteilung von CHD Expert Deutschland, 01. April 2008

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Kaffee ist nach wie vor das meist konsumierte Getränk Deutschlands. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch lag zuletzt bei 146 Litern im Jahr (Quelle: Deutscher Kaffeeverband). Zum Vergleich: Der Pro-Kopf-Verbrauch von Bier betrug zuletzt nur noch 112,5 Liter im Jahr. Deutschland ist weltweit der drittgrößte Kaffeemarkt nach USA und Brasilien. Selbst im Espresso-Land Nr. 1 Italien wird zehn Prozent weniger Kaffee getrunken. Im Kaffee steckt der Gewinn – die altbekannte Weisheit gewinnt mit der verstärkten Nachfrage nach Kaffeespezialitäten wie Espresso oder Latte Macchiato neu an Bedeutung. Paradebeispiel ist der Ausschank von Cappuccino: Rund 97 Prozent der Restaurants servieren die Kaffeeart ihren Gästen den schaumigen Seelenschmeichler. In der Hotellerie und in Kneipen/Bars wird Cappuccino jeweils bei 83 Prozent der Betriebe regelmäßig ausgegeben.

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Quelle: Deutscher Kaffeeverband / Fachbefragung „Bedeutung von Kaffeespezialitäten in Hotellerie und Gastronomie“, 2.300 befragte Betriebe im deutschen Gastgewerbe, Dezember 2007; CHD Expert Deutschland

Weitere Zahlen aus dem Außer-Haus-Markt:
http://www.chd-expert.de/zahl_des_monats.php

Über CHD Expert: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien.

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Gute Zeiten für Winzer

März 18, 2008

Gelesen in “Die Welt“, 18. März 2007

In Deutschland wird immer mehr Wein getrunken. Dabei besetzt mit Dornfelder eine Neuzüchtung die Hauptrolle. Nur Sekt ist ein Ladenhüter - es sei denn, er ist alkoholfrei
Der Durst auf Riesling oder Cabernet Sauvignon scheint unstillbar, und die heimische Weinwirtschaft feiert immer neue Rekorde. Mit 20,6 Litern pro Kopf erreichte der Verbrauch im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand, meldete das Deutsche Weininstitut zum Auftakt der Fachmesse Prowein am Sonntag in Düsseldorf. Einen halben Liter mehr als im Vorjahr trank jeder Deutsche durchschnittlich, in zehn Jahren stieg der Konsum um 2,5 Liter. Während deutscher Wein im In- und Ausland Erfolge verbucht, bleiben französische oder australische Tropfen oft im Regal stehen. Und vor allem leichte Weine sind gefragt.

  

Biowelle erfasst die Weinwelt 
Lange blieb der Wein hinter dem allgemeinen Biotrend zurück, nun wachsen laut Erzeugerverband Ecovin die Umsätze. Die meisten Bioweine tragen italienische oder französische Etiketten. In Italien stehen 30 000 Hektar im Öko-Anbau, in Frankreich ist es immerhin die Hälfte. In Deutschland werden nur 2500 Hektar Rebfläche ökologisch bewirtschaftet - 2,5 Prozent.
Größtes Handicap des Bioweins ist, dass sich das EG-Biosiegel nur auf die Behandlung der Trauben im Weinberg bezieht. Synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel sind zwar tabu. Keine besonderen Auflagen gibt es für die Weinbereitung, bei der wie in konventionellen Betrieben Zusatz- und Hilfsstoffe verwendet werden dürfen. Daher heißt Biowein nach der offiziellen EU-Sprachregelung “Wein aus biologisch angebauten Trauben”. Kritiker fordern seit langem, die biologische Kellerwirtschaft verbindlich zu regeln. “Die Liste der erlaubten und der verbotenen Mittel hat keine nachvollziehbare Grundlage”, sagt etwa der Moselwinzer Reinhard Löwenstein, ein prominenter Verfechter der naturnahen Weinerzeugung.

  

Leichte Weine im Kommen 
Je weiter südlich ein Anbaugebiet auf dem Globus liegt, desto alkoholreicher fallen die Weine in der Regel aus. Keine Seltenheit sind kalifornische oder australische Merlot oder Chardonnay mit mehr als 14 Volumenprozent Alkohol. Wo die Reben mehr Sonne bekommen, steigt der Zuckergehalt der Trauben und damit der Alkoholgehalt des vergorenen Safts. Zu Beginn des Jahrtausends waren schwere Spielarten in Mode, derzeit entsprechen bekömmlichere Wein eher dem Zeitgeist. Davon profitiert heimischer Weißwein, der traditionell mit einem Alkoholgehalt von etwa zwölf Volumenprozent auskommt. Deutsche Weine verzeichneten 2007 ein Plus von 2,7 Prozent. Auch österreichische Spezialitäten wie Grüner Veltliner legten zu.
Wer’s ganz leicht mag, greift neuerdings zu alkoholfreiem Sekt. Der Sektmarkt ist zwar in den vergangenen zehn Jahren deutlich geschrumpft und der Konsum stagniert bei einem jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von etwa dreieinhalb Litern.
Zulegen können allerdings die Light-Varianten. “Mit nur einem Drittel soviel Kalorien wie halbtrockener Sekt sind alkoholfreie Schaumweine vor allem bei jungen Frauen gefragt”, sagt Getränkeingenieur Jürgen Petershans. Er profitiert davon: Sein “Entalkoholisierungszentrum Baden-Württemberg” macht Bier, Wein und Sekt im Kundenauftrag jugendfrei.

  

Plastik statt Korken 
Für den angestammten Korkenzieher wird der Weintrinker der Zukunft wohl einen neuen Namen finden müssen. “Der Kork als traditioneller Verschluss bekommt immer mehr Konkurrenz”, sagt Ernst Büscher vom Deutschen Weininstitut. Das schon im fünften vorchristlichen Jahrhundert verwendete Material ist in Verruf geraten, denn es ist für eine wachsende Zahl so genannter “Korkschmecker” verantwortlich. Bei bis zu zehn Prozent der Flaschen vermengt sicht der Korkgeschmack mit dem des Weines. Nach Schätzungen der EU-Kommission entsteht so allein in Europa jährlich 500 Millionen Euro Schaden. Zudem ist qualitativ guter Kork - er wird aus der Rinde der Korkeiche gewonnen - ein Mangelprodukt und somit relativ teuer.
Mit zahlreichen alternativen Verschlüssen wird noch experimentiert, durchgesetzt haben sich bislang Kunststoffkork, Drehverschluss und Glaspfropfen. Entwickelt im Jahr 2004 von der Firma Alcoa in Worms, ist der Glasverschluss bei hochwertigen Weinen eine gefragte Alternative zu Naturkork. Der weniger elegante Drehverschluss kommt vorwiegend in der Gastronomie zum Einsatz.
Neben der klassischen Glasflasche findet eine neue Verpackungsart ebenfalls immer mehr Anhänger. Weine aus dem Karton, englisch Bag-in-Box genannt. Außen Pappe, innen eine Art Beutel, der per Zapfhahn geleert wird. Der Vorteil: Die angebrochene Packung bleibt länger frisch als eine geöffnete Flasche, denn von außen gelangt kein Sauerstoff an die Flüssigkeit.

  

Dornfelder kurbelt Umsätze an 
Wer hätte das gedacht: Eine Kreation der staatlichen Weinbauingenieure hat die Supermarktregale erobert. Dornfelder, eine schon 1956 entwickelte Kreuzung aus völlig unbekannten Rotweinrebsorten, ist 50 Jahre später zum Kassenschlager geworden. Die in Supermärkten und Discountern inzwischen meistverkaufte Rotweinsorte legte 2007 laut Marktforschungsinstitut A.C. Nielsen noch einmal knapp 20 Prozent zu. Bei der Anbaufläche in Deutschland liegt die Traube nach Riesling Müller-Thurgau und Spätburgunder (”Pinot Noir”) auf Platz vier. “Der süffige und unkomplizierte Wein kommt bei vielen Verbrauchern an, sagt Eberhard Abele, verantwortlich für Marktforschung beim Deutschen Weininstitut. Spätburgunder verzeichnete gar ein Absatzplus von über 26 Prozent. Und getrunken wird immer mehr Pinot Noir heimischer Erzeugung. Die Hälfte davon wächst in Baden.

  

Rosé hat sich etabliert 
Roséweine fristeten lange ein Schattendasein, und das schon bei der Herstellung. Oft verwendeten Erzeuger Rotweintrauben dafür, die nicht die gewünschte Qualität erreicht hatten. Inzwischen hat sich die Sorte besser etabliert. Knapp neun Prozent Marktanteil hat Rosé heute, etwa die Hälfte davon stammt aus Deutschland. Hierzulande - wenn er sortenrein ist - auch Weißherbst genannt, wird Rosé aus roten Trauben hergestellt, die verarbeitet werden wie Weißweintrauben. Obwohl er in der Regel nicht weniger Alkohol hat als Weiß- oder Rotwein, gilt er vielen als bekömmlicher und profitiert offenbar vom allgemeinen Trend zu leichter Ernährung.
Deutsch-asiatische Allianz 
Im Ausland war deutscher Riesling lange als süß bekannt, was seinem Ansehen dort ziemlich geschadet hat. “Sweet and cheap” nannten die Briten die Massenware von Rhein und Mosel der siebziger und achtziger Jahre. Zwischen trockenen Varianten und sehr süßen Spezialitäten wie Eiswein wurden halbtrockene Weine von Kennern kaum wahrgenommen. Das änderte ausgerechnet die asiatische Küche. “Zu exotischen Aromen und pikanten Gewürzen passt eine leichte Süße, weil sie die Schärfe am Gaumen etwas dämpft, während alkoholstarke Weine sie verstärken”, meint Ernst Büscher vom Deutschen Weininstitut. Vor allem in den USA habe halbtrockener Riesling dank Ingwer und Koriander Zugang zur Spitzengastronomie gefunden.
Wein als Exportschwergewicht 
Die Werbung zeigt gerne beschauliche Fasskeller und kleine, individualistische Winzer. Tatsächlich ist Wein meist Big Business. Für die großen europäischen Erzeugerländer ist das Genussmittel ein bedeutender Exportartikel. Frankreich führt jedes Jahr Wein im Gegenwert von 129 Airbus-Flugzeugen aus. Kein Wunder, dass die wichtigsten Importmärkte, darunter Deutschland, umkämpft sind. Neue Anbaugebiete und ein sich schnell wandelnder Verbrauchergeschmack mischen den Weinmarkt kräftig auf.
Im Lebensmittelhandel ist der Marktanteil des einstigen Champion Frankreich in den vergangenen fünf Jahren von knapp 20 Prozent auf unter 15 Prozent gesunken, wie die Gesellschaft für Konsumforschung ermittelte. Italien und Spanien legten zu. Deutsche Weine sowie Einfuhren aus den drei großen Lieferländern machen zusammen fast drei Viertel des Markts aus. Das verbleibende Viertel teilen sich mit wechselnden Erfolgen Herkünfte von Mazedonien bis Neuseeland.

Russlands Bierproduktion erstmals über 100 Millionen Hektoliter

Februar 28, 2008

Quelle: bfai, Februar 2008

Premium- und in Lizenz hergestellte Sorten gewinnen Marktanteile / Neue Verpackungen und Geschmacksrichtungen gefragt

Die russischen Brauereien bleiben weiter auf Rekordkurs. Erstmals konnten die Bierhersteller im Land 2007 die Produktionsgrenze von 100 Mio. Hektolitern überschreiten. Die Zuwachsraten sind immer noch zweistellig. Die großen Konzerne investieren jetzt vor allem in den Regionen. Allerdings könnte sich das Produktionswachstum in den kommenden Jahren etwas abschwächen. Gründe sind eingeschränkte Werbemöglichkeiten und steigende Rohstoffpreise. (Kontaktanschrift)

Mit einem Volumen von 116 Mio. Hektolitern (hl) Bier legte das russische Brauvolumen 2007 um 16% gegenüber dem Vorjahr zu. Das war der höchste Zuwachs in den vergangenen sieben Jahren. Im Vergleich zum Tiefstand von 1995 hat sich die Bierproduktion in Russland damit mehr als versechsfacht.

Jahr 1991 1995 2000 2005 2006 2007
Menge 32,9 17,6 55,4 89,2 99,8 116,0

Quelle: Union der russischen Bierbrauer

Nach Angaben der Zeitschrift Kompanija sind derzeit rund 300 Brauereien in Russland tätig, die etwa 1.500 Biermarken produzieren. Größter russischer Brauer war auch 2007 wieder der Baltika-Konzern mit einem Marktanteil von 37,6% (1,5 Prozentpunkte mehr als 2006). Dahinter folgten Sun InBev Russia (19,1%), Heineken Russia (12,8%), South African Breweries (SAB Miller, 9,8%), Efes Beverages Group (9,4%) und Otschakowo (3,3%).

Nach Untersuchungen von Business Analytica hatte der russische Biermarkt 2007 ein Wertvolumen von insgesamt 393 Mrd. Rubel (11,2 Mrd. Euro, Jahresdurchschnittskurs 2007: 1 Euro = 35,02 Rubel). Für internationale Bierkonzerne wird das riesige Land immer wichtiger. Efes Breweries International zum Beispiel verkauft bereits 75% seiner Gesamtproduktion in Russland. Die ausländischen Anbieter profitieren von den steigenden Realeinkommen, die wiederum höhere Einzelverkaufspreise für Bier ermöglichen. Dadurch gewinnen Premiummarken und in Lizenz hergestellte ausländische Biersorten immer mehr Marktanteile, während das mittlere Preissegment an Boden verliert. Im 2. Halbjahr 2007 kosteten 0,5 Liter Premiumbier durchschnittlich 23,45 Rubel (0,67 Euro), in Lizenz hergestellte ausländische Biermarken 33,48 Rubel (0,96 Euro) und importiertes Bier 82,21 Rubel (2,35 Euro).

Bei den Verpackungen sind die PET-Flaschen weiter auf dem Vormarsch. Im Jahresverlauf 2007 stieg ihr Anteil um zwei Prozentpunkte auf 47,1% des abgefüllten Biervolumens. Galten sie bisher dem unteren und mittleren Preissegment vorbehalten, verkaufen sich dank gezielter Marketingaktionen inzwischen auch Premiummarken in Kunststoffflaschen.

Im Unterschied zu anderen europäischen Märkten setzen sich 0,33-Liter-Verpackungen in Russland kaum durch. Nach Untersuchungen von Business Analytica liegt ihr Marktanteil derzeit bei unter 2%. Immer populärer werden dagegen große PET-Flaschen mit mehr als zwei Litern Inhalt. Sie konnten in den vergangenen drei Jahren ihren Marktanteil um acht Prozentpunkte steigern.

Verpackungsart 2. Halbjahr 2006 2. Halbjahr 2007
Glasflasche 41,1 38,3
PET-Flasche 45,2 47,1
Aluminiumverpackung (Dose oder Flasche) 13,6 14,6
5-Liter-Fässchen 0,1 0,1

*) Anteil nach Volumen
Quellen: Union der russischen Bierbrauer, Business Analytica

Trotz des stürmischen Wachstums in den letzten Jahren bietet die Bierherstellung in Russland noch Potenzial. Auf den Gerstensaft entfallen erst 22% des Konsums an alkoholischen Getränken im Land, während Spirituosen bei 70% liegen. Mit rund 68 Litern Bier im Jahr beträgt der Pro-Kopf-Verbrauch in Russland nur halb so viel wie in Deutschland. Auch das HoReCa-Segment (Hotels und Gaststätten) spielt mit einem Anteil von 8% am Gesamtabsatz bislang eine weitaus geringere Rolle als in Westeuropa. Für die nächsten Jahre erwarten Markexperten deshalb weiterhin gute Wachstumschancen für Bierprodukte, wenngleich mit abgeschwächten Zuwachsraten.

Die führenden Brauereigruppen Baltika, Heineken, InBev, Efes und SABMiller werden vor allem in den Regionen weiter in neue Produktionskapazitäten investieren. Einige Großprojekte hat die Investmentgesellschaft Krasnaja swesda ( www.redstar-capital.ru) angekündigt. Bei Stawropol in Südrussland will das Unternehmen für bis zu 100 Mio. Euro eine Brauerei für jährlich 4 Mio. hl alkoholfreies Bier errichten lassen (geplante Inbetriebnahme: Ende 2010). Mitte 2008 sollen darüber hinaus bei Kemerowo in Sibirien die Bauarbeiten für eine ähnlich große Brauerei beginnen.

Marktführer Baltika hat für 2008 Investitionen über 300 Mio. Euro angekündigt (inklusive Marketing und Qualitätsmanagement). Unter anderem sollen am Standort Woronesch die Kapazitäten verdoppelt werden. Der Konzern konnte seine Umsätze 2007 um fast ein Drittel auf 2,25 Mrd. Euro steigern. Das Absatzvolumen kletterte um 19% auf 44,3 Mio. hl. Die Exportlieferungen vergrößerten sich um 23% auf 2 Mio. hl.

Da fast alle großen Hersteller inzwischen auf modernen Anlagen produzieren, spielen Qualitätsunterschiede keine so große Rolle mehr für die Kaufentscheidung wie noch vor einigen Jahren. Der Wettbewerb wird nun vor allem durch neue Geschmacksrichtungen und innovative Verpackungen geführt. Das bietet Herstellern von Verpackungsmaschinen neue Geschäftschancen im russischen Brauereisektor.

Gefahren für das Wachstum der Bierindustrie sieht die Union der russischen Bierbrauer in den steigenden Preisen für wichtige Ausgangsstoffe wie Gerste und Hopfen sowie für einige Verpackungsmaterialien (Aluminium). Außerdem hat Russland die Werbemöglichkeiten für alkoholische Getränke eingeschränkt, was dem Bierkonsum ebenfalls schaden könnte. So darf Bier nur noch nach 22 Uhr im Fernsehen beworben werden. Da gleichzeitig die Preise für TV-Spots deutlich angestiegen sind, habe sich die Markteinführung neuer Geschmacksrichtungen enorm verteuert, beklagen russische Brauereien.

Ende Februar 2008 ist immerhin ein Entwurf für Gesetzesänderungen zur Reklame in Stadien ins russische Parlament eingebracht worden. Bislang ist es Brauereien nicht erlaubt, in Sportstätten für ihre Produkte zu werben. Wegen des bevorstehenden Endspiels der Uefa Champions League in Moskau (21.5.0 8) sind aber Änderungen am “Gesetz über die Reklame” nötig, da der Hauptsponsor des Finales ein internationaler Bierkonzern ist. Die Staatsduma soll nun auf Initiative einiger Abgeordneter das Bierwerbeverbot in Stadien aufheben, um so dem einheimischen Sport generell mehr Sponsoreneinnahmen zu ermöglichen.

  

Kontaktanschrift

Sojus rossijskich piwowarow
(Union der russischen Bierbrauer)
ul. Rossolimo 7, office 408, 119021 Moskau
Tel.             007 495/245 50 01       , -245 71 54
E-Mail: , Internet: www.beerunion.ru


Chinas Bierkonsum wächst, aber die Margen sinken

Februar 28, 2008

Quelle: bfai, Februar 2008

Brauereien leiden unter steigenden Produktionskosten / Deutsche Brauereitechnik unter Wettbewerbsdruck

Chinas Biermarkt gehört zu den attraktivsten weltweit. Kenner gehen auch 2008 von einem Umsatzzuwachs von 8 bis 10% aus. Steigende Produktions- und Rohstoffkosten lassen jedoch die Gewinne schmelzen. Analysten erwarten eine fortschreitende Marktkonsolidierung und den Aufbau weiterer Braukapazitäten. Dabei steigt die Gefahr von Überinvestitionen. Deutsche Brauanlagen bleiben gefragt, doch der starke Euro macht den Herstellern zu schaffen. Inländische Produzenten von Standardanlagen holen derweil auf.
Seit 2002 ist die VR China der größte Bierproduzent weltweit mit jährlichen Zuwächsen von deutlich über 10%. Mittelfristig dürfte die Branche Analysten zufolge im gleichen Tempo wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zulegen. Dies dürfte auch 2008 um rund 10% steigen. Für die Bierbranche, die in den gesättigten Märkten in Europa oder USA kaum noch wächst, ist China damit äußerst attraktiv. Doch die Gewinnmargen schmelzen und dürften bei einigen Brauereien bereits ein kritisches Maß erreicht haben. Mindestens 70% des Geschäfts mit dem Gerstensaft wird in der Volksrepublik im Niedrigpreissegment gemacht. Der Premiumbereich wird zu einem Großteil von internationalen Biermarken besetzt.

Kennzahlen der Bierproduzenten (Produktion in Mio. t, Umsatz in Mrd. RMB) *)

2004 2005 2006 2007
Produktion 29,1 30,6 35,2 39,3
Umsatz 62,4 67,1 83,9 91,1

*) Angaben von Unternehmen mit einem jährlichen Mindestumsatz von 5 Mio. RMB.
Quelle: China Economic Information Network (CEInet); www.cfiin.com

Sinkende Gewinne resultieren aus deutlichen Kostensteigerungen, die aufgrund des intensiven Wettbewerbs und der preissensitiven Kundschaft nur eingeschränkt weitergegeben werden. Ende 2007 prognostizierte die China Alcoholic Drinks Industry Association (CADIA) für 2008 eine Verdopplung der Importpreise für eine Tonne Braugerste auf circa 4.600 bis 5.200 Renminbi Yuan (RMB; etwa 434 bis 490 Euro; 1 Euro = 10,61 RMB). Auch das im Inland hergestellte Gerstenmalz dürfte fast doppelt so teuer werden. Die Kosten dürften auf ungefähr 5.000 RMB pro Tonne steigen, wobei die Importpreise noch darüber liegen. Darüber hinaus müssen die Brauereien für steigenden Verpackungs-, Energie- und Lohnkosten tiefer in die Tasche greifen.

Obwohl sich die Zahl von ursprünglich über 800 Brauereien auf inzwischen rund 500 reduziert haben soll, ist der Markt nach wie vor regional stark fragmentiert. Selbst die großen Vier in der Branche - China Resources Snow Breweries (CRSB), Tsingtao Brewery, InBev China, Beijing Yanjing Brewery - vereinigten 2006 weniger als die Hälfte des Marktes auf sich. Nur ihre regionalen Stammmärkte haben sie relativ fest im Griff.

Aufgrund des harten Preiswettbewerbs können Gewinnzuwächse nur durch Umsatzsteigerung bei gleichzeitiger Modernisierung und Erhöhung der Produktionseffizienz erreicht werden. Sowohl die Tsingtao Brewey als auch CRSB haben sich internationale Partner an Bord geholt. So hält Anheuser-Busch rund 27% an der Tsingtao Brewery und SABMiller 49% an CRSB. Nur die Beijing Yanjing Brewery hat bislang alle internationalen Beteiligungsangebote abgelehnt.

Im Kampf um Marktanteile wird in der Branche auch 2008 kräftig weiter investiert. Analysten warnen bereits vor Überinvestitionen, die teilweise durch die Lokalregierungen unterstützt werden. Im Fokus scheint dabei nicht länger Aufkauf von und Beteiligung an bestehenden Brauereien zu stehen. Laut Brancheninsidern ist die Zahl attraktiver Übernahmeobjekte deutlich zurückgegangen, während die Preise gestiegen sind.

So hat beispielsweise die Tsingtao Brewery damit begonnen, insgesamt 1,5 Mrd. RMB in die Erweiterung ihrer Produktionskapazität um 1 Mio. t zu investieren. Brauanlagen in Qingdao (Provinz Shandong, Kapazität: 0,3 Mio. t; Investition: 294 Mio. RMB) und Jinan (ebenfalls Shandong, 0,3 Mio. t, 560 Mio. RMB) stehen kurz vor der Betriebsaufnahme, während neue Projekte in Chengdu (Provinz Sichuan, 0,1 Mio. t, 250 Mio. RMB) und in Rizhao (Provinz Shandong, 0,2 Mio. t, 280 Mio. RMB) im Mai 2008 starten soll. Bereits beschlossen ist ebenfalls die Erweiterung der Malzherstellung in Qingdao um 100.000 t (bislang 27.000 t). Darüber hinaus investiert die Tsingtao Brewery, deren Biermarke im Ausland am bekanntesten sein dürfte, in ein Joint Venture in Thailand. Dies ist das erste Auslandsengagement in der chinesischen Bierbranche.

Auch die Beijing Yanjing Brewery plant eine Kapitalerhöhung um 1,8 Mrd. RMB durch Ausgabe neuer Aktien. Finanziert werden soll damit unter anderem der Bau von Brauereianlagen mit einer Gesamtkapazität von 975.000 t. Bereits im Mai 2008 soll in Yulin (Provinz Guangxi) eine neue Produktionsanlage mit einer Jahreskapazität von 0,15 Mio. t in Betrieb gehen. Auch einige mittelgroße Brauereien erweitern. So begann Chongqing Beer mit dem Bau einer neuen Brauereianlage (Gesamtkapazität: 0,5 Mio. t pro Jahr) in Chongqing in mehreren Phasen. Auch Guoren Beer, das zur Chongqing Beer Group gehört, investiert 2008 über 200 Mio. RMB in die Modernisierung bestehender Anlagen.

Deutsche Lieferanten von Brauereianlagen waren bislang am Markt gut positioniert. 2007 mussten sie jedoch einen deutlichen Einbruch ihrer Exporte nach China um fast 65% hinnehmen, während der gesamte Importmarkt um 33% schrumpfte. Insgesamt lieferten sie 2007 acht Anlagen im Wert von 3,34 Mio. $. Mit nur einer Lieferung im Wert von 5 Mio. $ lag Belgien als Lieferland wertmäßig erstmals an der Spitze. Die meisten Kleinanlagen kamen aus den Niederlanden. Minibrauereien liegen in China im Trend. Ihre Zahl ist in den vergangenen Jahren beständig gestiegen.

Insgesamt machen den europäischen Lieferanten der starke Euro und zunehmend die lokale Konkurrenz zu schaffen. Diese hat vor allem im mittleren Segment deutlich aufgeholt und nutzt ihren Heimvorteil. Laut Xu Gongjin, Leiter der deutsch-chinesischen Brautechnischen Akademie (BTA) in Wuhan, kaufen chinesische Brauereien jedoch nach wie vor die Kernanlagen aus Deutschland, während Förderbänder und Abfüllanlagen bereits lokal erworben werden.

Chinas Einfuhr von Brauereianlagen und Bier 2005 bis 2007 (in Mio. US$, Veränderung im Vergleich zum Vorjahr in %) *)

2005 2006 2007 Veränderung
220300: Bier 27,0 22,3 27,4 22,9
.Deutschland (MF) 3,5 6,5 10,2 56,9
.Mexiko 16,4 13,7 8,2 -40,1
842220: Maschinen z. Reinigen o. Trocknen von Flaschen 29,2 23,4 23,0 -1,7
.Deutschland (MF) 12,7 8,9 11,6 30,3
.Japan 1,8 1,5 2,6 73,3
843840: Brauereimaschinen u. -anlagen 15,1 15,0 10,0 -33,3
.Deutschland 13,7 9,4 3,3 -64,9
.Belgien (MF) 0,1 0,1 5,0 5000,0

*) Darstellung des jeweiligen Marktführers (MF) und Deutschlands.
Quelle: General Admministration of Customs of the PR China

Um preislich attraktiv zu bleiben und von bestehenden Geschäftsverbindungen zu profitieren, haben sich deutsche Brauerei- und Getränkeanlagenbauer in den vergangenen Jahren bereits an lokalen Konkurrenten beteiligt. Andere haben vollständige Tochterunternehmen vor Ort aufgebaut. Damit werden in der Regel nicht mehr Komplettmaschinen, sondern nur noch Kernkomponenten und -teile aus Deutschland importiert.

Bislang dürften nahezu 50% des Anlagenbestands aus Deutschland stammen, so die Einschätzung Xus. Seit 1988 versorgt die BTA als einzige Ausbildungsstätte ihrer Art in der Volksrepublik die chinesische Bierindustrie mit rund 300 Brauern und Braumeistern pro Jahr. Über 3.000 hat sie seither vorwiegend an deutschen Anlagen ausgebildet. Dies hat, wie Xu weiß, bei mancher Kaufentscheidung den Ausschlag für “made in Germany” gegeben. Bei deutschen Brauanlagenherstellern sind die Absolventen für den Chinavertrieb begehrt. Erstmals kommen im Herbst 2008 Studenten für den neu geschaffenen deutsch-chinesischen Bachelor-Studiengang Brauwesen nach Wuhan, der ihnen auch den Bachelor-Erwerb in Deutschland ermöglicht.

Nach Xus Einschätzung wird 2008 der Wettbewerb zwischen den großen Brauereien um landesweit marktbeherrschende Positionen weitergehen. So setzen beispielsweise sowohl Yanjing Beer als auch Tsingtao Beer auf ein offizielles Sponsoring der Olympischen Spiele als Werbemaßnahme. Marktführer ist jedoch seit einigen Jahren mit einem Anteil von 17 bis 18% CRSB. Groß geworden ist die zunächst nur im Südosten bekannte Brauerei durch den Aufkauf kleinerer Brauereien. Allein 2007 übernahm CRSB für rund 79 Mio. $ vier Brauereien in Liaoning, Anhui und Hunan und verfügt damit in China über mehr als 50 Brauereien.

Auch internationale Brauereien haben zunächst bei ihren Joint Ventures und Beteiligungen regionale Schwerpunkte verfolgt. So konzentriert sich Inbev vor allem auf die Südostküste, Anheuser-Busch auf den Nordosten des Landes, während Carlsberg durch Beteiligungen an Tibet Beer, Huanghe Beer und Xinjiang Bier starke Präsenz im Nordwesten besitzt. Dort sowie in Zentralchina sehen Analysten auch künftig (zunächst vor allem im Niedrigpreissegment) großes Wachstumspotenzial, während der Biermarkt in einigen Zentren der Ostküste - allen voran Beijing - als nahezu gesättigt gilt. (C.A.)


Kraft Foods forciert Kaffeegeschäft

Januar 15, 2008

Quelle: AHGZ, 14. Januar 2008

Frischer Wind aus der Hansestadt: Der Lebensmittelkonzern Kraft Foods will seine jahrzehntelange Erfahrung im Kaffeegeschäft auf den Außer-Haus-Markt fokussieren. “Unter Jacobs Professional verstehen wir künftig den Geschäftsbereich, der sehr spezifisch und professionell auf die ureigenen Bedürfnisse unserer unterschiedlichen Kundengruppen im Kaffeegeschäft zugeschnitten ist”, sagt dazu Ulrich Mittmann, Direktor Außer-Haus-Marketing für Deutschland, Österreich und Schweiz.

Um dies umzusetzen, wird auch die Vertriebsmannschaft verstärkt. Von den rund 100 Außendienstmitarbeitern wird mehr als die Hälfte sich ausschließlich um den Heißgetränke-Sektor kümmern. Dazu passen die neuen Produkte: Exklusiv für die Gastronomie wurde die Premium-Kaffeemarke Jacobs Noir entwickelt. Die Ganze-Bohne-Kreationen (100 Prozent Arabica) sind Mischungen unterschiedlicher Herkunft. Sie eignen sich für alle Kaffeespezialitäten und Zubereitungsarten.

Außerdem greift der Konzern verstärkt aktuelle Verbrauchertrends auf: Nachhaltigkeit und biologischer Anbau. Mit dem Siegel der Rainforest Alliance sind verschiedene Varianten des hundertprozentig nachhaltig produzierten Kaffees im Angebot. Im Jahr 2007 setzte Kraft Foods bereits 20.000 Tonnen nachhaltig erzeugter Bohnen ab. Damit ist das Unternehmen nach eigenen Angaben der größte Abnehmer dieses Kaffees. Da das Unternehmen sämtliche McCafés in Deutschland mit Rainforest-Alliance-Kaffee beliefert, wird dieses Volumen weiter wachsen. Zusätzlich stammen einige Sorten aus biologischem Anbau. Ab dem zweiten Halbjahr 2008 soll es auch einen nachhaltig erzeugten Bio-Espresso geben. Weitere Neuigkeit: Nach zehn Jahren wird Kraft Foods mit Jacobs Professional erstmals wieder auf der Hamburger Fachmesse Internorga (7. bis 12. März 200 8) präsent sein.


Trinktrends: Nach bescheidenem Sommer wieder Plus-Entwicklung

Dezember 12, 2007

Quelle: cafe-future.net, 11. Dezember 2007

Nachdem der Sommer 2007 mit zweistelligen Minusraten das Getränke-Geschäft im Außer-Haus-Markt getroffen hat, zeigen die Daten (Außer-Haus Panel GfK TrinkTrends) im September/Oktober einen positiven Trend für das noch laufende 3. Tertial 2007 (Privatpersonen 16 – 39 Jahre). Insbesondere Restaurants, Cafés und die Kneipe um die Ecke zeigen sich positiver als im gleichen Zeitraum 2006.

Wohlgemerkt: Bei den 16- bis 39-Jährigen lag im 2. Quartal die Weggehfrequenz 3 % über dem Wert des 1. Tertials. Ausgaben pro Weggehtag: knapp 3 % weniger. In Discotheken sogar 10 % weniger als im 1. Tertial.

Die 16- bis 19-Jährigen gaben im 2. Tertial über ein Drittel ihrer Getränkeausgaben außer Haus in Discotheken aus – gefolgt von Bars/Lounges, in denen weitere 14 % ausgegeben wurden. Restaurantbetriebe nehmen erst mit der Altersklasse ab 25 Jahren signifikant an Bedeutung zu.

Quelle: GfK TrinkTrends, ein Online-Konsumerpanel. Basis sind in Deutschland 21,3 Mio. Privatpersonen in der Altersklasse 16 – 39 Jahre. Die Stichprobe umfasst 1.800 Personen.
www.gfkps.com


Brause und Gerstensaft verbünden sich

November 14, 2007

Quelle: bestmalz.de, 12. November 2007

Coca-Cola und die Freiburger Brauerei Ganter haben eine Zusammenarbeit im Gastronomiegeschäft beschlossen. Beide Unternehmen werden ab Beginn des Jahres 2008 in der Belieferung von Gastronomiebetrieben mit alkoholfreien Getränken kooperieren. Dazu haben die Coca-Cola Erfrischungsgetränke (CCE) AG und die Brauerei Ganter GmbH & Co. KG jetzt einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen.
Die Brauerei Ganter wird ihren Gastronomie-Kunden verstärkt Produkte aus dem Hause Coca-Cola anbieten und gleichzeitig mit Coca-Cola gemeinsame Marketing- und Verkaufsförderungsaktionen im Gastronomiegeschäft durchführen. “Ganter gehört zu den erfolgreichsten Privatbrauereien in Baden-Württemberg mit einer starken Vernetzung zur heimischen Gastronomie. Wir freuen uns, dass wir künftig unser Know-how und unsere Ressourcen bündeln, um gemeinsam Absatzmöglichkeiten im wichtigen Außer-Haus-Markt-Geschäft noch besser nutzen zu können”, sagte Torsten Biermann, Coca-Cola Geschäftsleiter Baden-Württemberg.

“Wir freuen uns, dass wir unsere Geschäftsbeziehungen mit der Gastronomie unserer Region künftig mit Unterstützung von Coca-Cola weiter ausbauen können. Vor allem das starke Leistungsprogramm von Coca-Cola im alkoholfreien Getränkesegment für Hotels und Gaststätten hat uns überzeugt”, sagte Maximilian Erlmeier, Geschäftsführer der Brauerei Ganter.


Steigender Bierkonsum in Griechenland

November 8, 2007

Quelle: bfai, 2005

Deutlich mehr Importe aus Deutschland / Maschinenbedarf der Getränkeindustrie wächst 

Athen (bfai) - Um mehr als 20% hat sich der Pro-Kopf-Bierverbrauch in Griechenland im Zeitraum zwischen 1996 und 2004 erhöht. Beobachter rechnen damit, dass sich dieses Wachstum weiterhin fortsetzt, vor allem da die Griechen - verglichen mit anderen Europäern - noch immer recht selten zum Gerstensaft greifen. Ausländische Anbieter, die einen Markteintritt planen, müssen jedoch mit einem hohen Wettbewerb aufgrund der starken Konzentration rechnen und die lokalen Verbrauchsgewohnheiten beachten.

In dem Zeitraum 1996 bis 2004 hat sich der Bierkonsum in Griechenland kontinuierlich von 384 Mio. l auf 470 Mio. l erhöht. Dies entspricht einer Wachstumsrate von rd. 3% im Jahresdurchschnitt. Mit +6,5% p.a. wuchs im genannten Zeitraum das wertmäßige Marktvolumen weitaus schneller auf rd. 500 Mio. Euro im Jahr 2004. Verglichen mit dem europäischen Durchschnitt von 80 l Bier im Jahr 2003, ist der Pro-Kopf-Verbrauch hierzulande mit 40 l bedeutend geringer.

Die Nachfrage für Bier ist in Griechenland deutlich saisonabhängig: Bis zu 78% des Konsums wird im Sommerhalbjahr von April bis September realisiert. Darüber hinaus spielen für den Absatz die Preisgestaltung, das touristische Aufkommen, das Ausmaß der Werbekampagnen und schließlich die Trends auf dem allgemeinen Getränkemarkt eine entscheidende Rolle. Im Jahr 2004 ließ sich feststellen, dass sich die Konsumenten mehr den bekannten Lagerbiermarken zuwandten und mehr Bier zu Hause konsumierten. Eine direkte Konkurrenz für Bier stellen Getränke mit geringem Alkoholgehalt - hier vor allem die Ready-to-drink-Produkte - sowie alkoholfreie Fruchtsäfte und Erfrischungsgetränke dar.

In Griechenland waren 2004 sieben Brauereien mit rd. 1.800 Beschäftigten tätig; dies entspricht 0,42% der Brauereien in der EU und 1,7% der Beschäftigten. Die Betriebe sind überwiegend groß bis sehr groß (im Hinblick auf die Beschäftigtenzahlen), während im übrigen Verarbeitungssektor des Landes kleine und mittelständische Unternehmen vorherrschen. Was die Inlandsproduktion von Bier angeht, so wurde nach Angaben des Statistischen Amtes ESYE in Athen 2003 ein Rückgang des wertmäßigen Volumens von 2,1% auf 398,2 Mio. Euro verzeichnet.

Der Struktur nach weist die Branche Merkmale eines Oligopols auf. Marktführer mit einem Anteil von rd. 70% im Jahr 2004 ist das Unternehmen Athenian Brewery S.A.. Die Dominanz von Athenian Brewery war in den Jahren zuvor sogar noch deutlicher: 2001 hatte sich der Marktanteil der Gesellschaft auf rd. 90% belaufen. Hier fand mittlerweile eine Verschiebung zugunsten des zweitwichtigsten Unternehmens der Branche statt, der Mythos Brewery S.A. (eine Tochter des Boutari-Konzerns), die ihren Anteil bis 2004 auf 15% nahezu verdoppeln konnte. Mythos produziert neben den eigenen Biermarken auch zwei deutschen Marken, Henninger Lager und Henninger Kaiser Pilsner der Radeberger Gruppe.

Zu den größeren Brauereien zählen ferner Hellenic Brewery of Atalanti S.A., Brewery Thraki S.A. und Olympic Brewery S.A. Die finanzielle Situation der Branche stellt sich positiv dar. Im Zeitraum 1998 bis 2002 stiegen die Einnahmen aller tätigen Unternehmen, was sich in dem Rückgang der langfristigen Verbindlichkeiten um rd. 16% und dem Anstieg der Forderungen um rd. 43% widerspiegelt. Die meisten griechischen Brauereien betätigen sich zugleich als Importeure: Mythos führt das australische Fosters ein, das dänische Carlsberg und die irischen Biere Guiness und Kilkenny. Die Brauerei Atalanti importiert Franziskaner, Leffe, Hoegaarden und Boddington’s.

Branchenkenner rechnen damit, dass in den nächsten Jahren der Markt mit vielen neuen Marken überschwemmt wird. Der Anteil der neuen Produkte dürfte allerdings mittelfristig nicht mehr als 6% erreichen. Aufgrund der hohen Konzentration in der Branche schätzen die existierenden Brauereien die Gefahr, die von neuen Marken ausgeht, als relativ gering ein.

Um einen gelungenen Markteintritt sicherzustellen, muss beachtet werden, dass die griechischen Verbraucher verhalten auf neue Marken reagieren und eine relativ hohe Loyalität zu bisherigen Anbietern zeigen. Infolgedessen setzt die Platzierung eines neuen Produktes eine entsprechend langfristige Strategie voraus. Rund 90% des Bierabsatzes wird von den drei führenden Namen Heineken, Amstel und Mythos umgesetzt, während die mehr als 160 Importbiere nur etwa 5 bis 6% des Marktes auf sich vereinen.

Angesichts der stabilen Branchenkonjunktur wird sich in den nächsten Jahren ein zusätzlicher Maschinen- und Ausrüstungsbedarf ergeben, der deutschen Anbietern entsprechender Ausrüstungen zugute kommen kann. Die Gesamtimporte von Maschinen beliefen sich 2004 auf 57,7 Mio. Euro nach 54 Mio. Euro im Vorjahr (+6,8%). Höher noch wuchsen die Einfuhren aus der EU, nämlich um rd. 18% auf 48,9 Mio. Euro. Die höchste Nachfrage verzeichnete die Pos. 4822.40 (andere Verpackungsmaschinen) mit 32,7 Mio. Euro (+5,9%). Es folgten die Position 8422.30 (Maschinen zum Füllen, Verschließen oder Etikettieren von Flaschen, Dosen) mit 23,5 Mio. Euro 2004 gegenüber 22,5 Mio. Euro im Jahr 2003 und die Pos. 8422.20 (Maschinen zum Reinigen o. Trocken von Flaschen u.ä.), wo sich die Importe 2004 auf 1,5 Mio. Euro beliefen (+156,5%).

Die Importe entsprechender Abfüll- und Verpackungsmaschinen aus Deutschland wiesen im Jahr 2004 ein Volumen von 7,8 Mio. Euro auf. Auch die Biereinfuhren wuchsen. Der Anstieg bewegte sich zwischen 16 und 21%. Mindestens ein knappes Drittel bis zur Hälfte der Gesamtimporte stammten aus Deutschland.

  2003 2004 2004/03
2203.00.01/ Bier aus Malz in Behältnissen mit einem Inhalt von 10 l oder weniger, in Flaschen      
Insgesamt 7.784 8.586 10,3
EU 7.723 8.372 8,4
Deutschland 2.063 2.450 18,8
Niederlande 2.211 2.124 -3,9
Frankreich 1.090 1.561 43,2
Italien 2.103 820 -61,0
2203.00.09/ Anderes Bier aus Malz      
Insgesamt 15.074 20.021 32,8
EU 13.668 18.359 34,3
Deutschland 9.297 11.234 20,8
Niederlande 2.876 4.935 71,6
Italien 732 851 16,3
Großbritannien 189 115 -39,2
2203.00.10/ Bier aus Malz in Behältnissen mit einem Inhalt von mehr als 10 l      
Insgesamt 2.099 2.164 3,1
EU 1.812 1.963 8,3
Deutschland 998 1.156 15,8
Großbritannien 358 260 -27,4
Niederlande 216 260 20,4
Italien 240 163 -32,1

Coca-Cola macht jetzt auf gesund

Oktober 17, 2007

Quelle: Welt, 18. September 2007

Fruchtige Getränke wie Bionade und Smoothies erobern Deutschland. Nun will auch Coca-Cola mitmischen – und bringt eine neue Marke namens Fruitopia auf den Markt. Die Deutschlandchefin von Coca-Cola, Beatrice Guillaume-Grabisch erklärt die Wellness-Offensive.

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WELT ONLINE: Coca-Cola bringt einen Fruchtsaft mit gesundheitsfördernden Zusatzbestandteilen auf den Markt. Wollen Sie von Ihrem Zuckerlimo-Image ablenken?
Beatrice Guillaume-Grabisch: Wir sind mit unserem Image als Deutschlands größter Anbieter alkoholfreier Getränke sehr zufrieden. Und was unser neues Produkt Fruitopia by Minute Maid betrifft: Wir haben – natürlich – Marktforschung betrieben und dadurch festgestellt, dass der Konsument neben natürlichen Fruchtsäften gerade auch Fruchtsaftgetränke mit Zusatznutzen – etwa mit Phyto-Nährstoffen oder als Frühstücksergänzung für unterwegs – wünscht. Genau diese Produkte bieten wir ab sofort an.

WELT ONLINE: Und Sie glauben, die Kundschaft kauft Coca-Cola den Wandel zum Gesundheitskonzern ab?
Guillaume-Grabisch: Wir wollen dem Konsumenten die Produkte bieten, nach denen er verlangt. Im Übrigen ist Saft für Coca-Cola ja alles andere als ein neues Segment. Wir sind weltweit längst der größte Anbieter von Fruchtsäften und Fruchtsaftgetränken sowie Ready-to-Drink-Tees. Zudem sind wir die Nummer Drei bei Wasser. Aber zugegeben: In Deutschland steht Coca-Cola nach wie vor allem für unsere klassischen Softdrinks.

WELT ONLINE: Wird sich das ändern?
Guillaume-Grabisch: Wir haben bereits die Werbeaktivitäten für unsere Wassermarken verstärkt und werden nun den Start von Fruitopia mit umfangreichen Maßnahmen begleiten. Dies geht jedoch nicht zu Lasten der Etats für unsere Softdrinks.

WELT ONLINE: Wie viel Fruitopia wollen Sie im ersten Jahr verkaufen?
Guillaume-Grabisch: Sehen Sie es mir nach, wenn wir Planzahlen nicht öffentlich machen. Nur so viel: Das deutsche Saftsegment mit seinen mehr als 500 Marken ist ausgesprochen zersplittert. Dies gilt jedoch nur beschränkt für das Außer-Haus-Segment, in dem wir großes Wachstumspotenzial sehen und daher mit Fruitopia starten. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir unsere Ziele erreichen werden.

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WELT ONLINE: …die Sie uns nicht verraten.
Guillaume-Grabisch: So ist es. Ich möchte die anderen Marktteilnehmer nicht übervorteilen.

WELT ONLINE: Was bewirken eigentlich die Zusatzstoffe in Ihrem Saft?
Guillaume-Grabisch: Fruitopia bietet die Möglichkeit, mit pflanzlichen Nährstoffen zu einer ausgewogenen Ernährung beizutragen. So gibt es etwa ein Produkt mit prebiotischen Ballaststoffen, die sich positiv auf die Darmflora auswirken können, oder eines mit Antioxidantien, die freie Radikale neutralisieren können.

WELT ONLINE: Und das ist selbstverständlich wissenschaftlich bewiesen.
Guillaume-Grabisch: Ja.

WELT ONLINE: Bedeutet Zusatz-Nutzen für den Konsumenten gleichzeitig Zusatz-Rendite für Coca-Cola?
Guillaume-Grabisch: Wir bewegen uns in einem sehr wettbewerbsintensiven Markt. Aber ja, natürlich: Wir kalkulieren mit einer guten Rendite.

WELT ONLINE: Macht Ihnen der Erfolg der Öko-Limo Bionade Angst?
Guillaume-Grabisch: Nein. Wir beobachten zwar den Erfolg von Bionade, die ja auch von der Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG mit vertrieben wird, sehr genau. Aber wir überschneiden uns allenfalls bei einem Teil der relevanten Zielgruppen.

WELT ONLINE: Sind Gesundheitsgetränke eine Mode oder bleibt die Nachfrage dauerhaft auf hohem Niveau?
Guillaume-Grabisch: Ich glaube, dass der Wellnesstrend weltweit langfristig Bestand haben wird. Man kann ihn auch in anderen Produktbereichen, etwa in der Kosmetik, erkennen. Der Konsument ist heute bereit, auch mehr Geld für Produkte auszugeben, mit denen er etwas für seine Gesundheit und für sein Wohlbefinden tun kann.

WELT ONLINE: Sie haben vergangenes Jahr die Wassermarke Apollinaris übernommen und wollen langfristig Marktführer werden. Noch sind Sie aber kaum in den Top Ten. Wie lange dauert’s noch?
Guillaume-Grabisch: Abgesehen davon, dass Apollinaris im Lebensmitteleinzelhandel unter den Top Ten steht und in der Gastronomie gar zu den großen Drei zählt: Mit dem Launch des stillen Mineralwassers Vio, einer neuen Kampagne und weiteren Maßnahmen haben wir in diesem Jahr erste wichtige Schritte auf dem Weg zur Revitalisierung dieser großen Marke gemacht. Gemeinsam mit unseren weiteren Wässern wollen wir langfristig die Nummer Eins auf dem deutschen Markt werden. Wir sehen hier große Wachstumschancen bei stillen Wässern, bei solchen mit Geschmack und jenen mit Zusatznutzen.

WELT ONLINE: Sie haben kein Kaffee-Produkt mehr auf dem deutschen Markt, seit Sie die Kooperation mit Nestlé beendet haben.
Guillaume-Grabisch: Dieser Zustand muss ja nicht in Stein gemeißelt sein.

WELT ONLINE: Wie entwickeln sich eigentlich Cokes kleine Schwestern Fanta, Sprite und Mezzo Mix?
Guillaume-Grabisch: Sie wachsen und gedeihen. Die Einführung von Zero-Varianten hat allen drei Marken einen weiteren Schub gegeben.

WELT ONLINE: Coke Zero, also das Produkt ohne Zucker, verkauft sich exzellent. Hatten Sie damit gerechnet?
Guillaume-Grabisch: Man darf nicht vergessen, dass Coke Zero nach dem Start von Coke Light in Deutschland 1983 die bislang wichtigste Produkteinführung der vergangenen beiden Jahrzehnte war. Entsprechend hoch waren die Erwartungen. Und selbst diese wurden übertroffen. Der Absatz von Coke Zero besteht lediglich zu einem Drittel aus Kannibalisierungseffekten mit anderen unserer Marken. Zwei Drittel sind reines Neugeschäft. Das ist ein hervorragender Wert.

WELT ONLINE: Man hört, Light und Zero seien eigentlich weitgehend dasselbe Getränk und nur mit ein paar Geschmacksänderungen auf Frauen-, bzw. Männer-Getränk getrimmt.
Guillaume-Grabisch: Es ist zutreffend, dass Light überwiegend von Frauen bevorzugt wird und wir daher ein neues Produkt auf den Markt bringen wollten, das eher Männer anspricht. Zero tut das. Mit großem Erfolg. Dabei sind Light und Zero eigenständige Produkte mit unterschiedlicher Positionierung.

WELT ONLINE: Ganz unterschiedlich?
Guillaume-Grabisch: Aber ja doch.

WELT ONLINE: Was ist denn Ihre Lieblings-Coke?
Guillaume-Grabisch: Ich bin Light treu geblieben.

WELT ONLINE: Wie oft trinken Sie die eigenen Produkte?
Guillaume-Grabisch: Den ganzen Tag über. Morgens neuerdings Fruitopia, danach Coke Light und dann viel Wasser. Nachmittags, wenn ich neuen Schwung brauche, gerne wieder eine Light und abends…

WELT ONLINE: … endlich mal Rotwein?
Guillaume-Grabisch: Bisweilen ja. Aber ich muss Sie enttäuschen: Gerne trinke ich abends auch unseren Nestea.

WELT ONLINE: Sind Sie laut Arbeitsvertrag dazu verpflichtet?
Guillaume-Grabisch: Nein. Diese Getränke mochte ich schon, als ich noch nicht für Coca-Cola gearbeitet habe.

WELT ONLINE: Haben Sie schon mal Vita Cola getrunken.
Guillaume-Grabisch: Na klar. Aber bei allem gebührenden Respekt vor unserem Mitbewerber: Es gab keinen geschmacklichen Anlass, Coca-Cola untreu zu werden.

WELT ONLINE: Wurmt es Sie, dass Vita Cola in Ostdeutschland vor Ihnen Marktführer ist?
Guillaume-Grabisch: Segmentführer in Ostdeutschland ist Coca-Cola. Und dies deutlich vor Vita Cola. Deren Erfolg ist Ausdruck eines Konsumentenverhaltens, das wir in Ostdeutschland vielfach beobachten können. Nehmen Sie beispielsweise die Kosmetik: Florena hat in den neuen Bundesländern hohe Marktanteile. Dennoch: Wir werden unsere Anstrengungen auf diesen Märkten intensiveren.

WELT ONLINE: Es wurmt Sie!
Guillaume-Grabisch: Irrtum. Ich sehe den Wettbewerb um den Verbraucher als sportliche Herausforderung. Und ich mag Herausforderungen.

WELT ONLINE: Dieser Sommer war nicht gerade Getränkehersteller-freundlich. Hat er Ihnen die Bilanz verregnet?
Guillaume-Grabisch: Der gesamte Bereich der alkoholfreien Getränke in Deutschland verzeichnete im Juli ein Minus von 23 Prozent.

WELT ONLINE: Und Sie?
Guillaume-Grabisch: So viel kann ich sagen: Wir waren besser als der Markt und haben dadurch im Juli Marktanteile gewonnen.

WELT ONLINE: Sie haben zuletzt Schlagzeilen gemacht, weil Sie angeblich Werbeplakate an Hamburger Schulen aufhängen wollten. Jetzt soll es doch keine „Coca-Cola Gymnasien“ geben. Was war da los?
Guillaume-Grabisch: Das fragen wir uns auch. In Hamburg hat man wohl einen griffigen Begriff für die politische Diskussion über Werbung an Schulen gesucht. Eine „Coca-Cola Schule“ stand jedoch nie zur Diskussion. Wie denn auch? Wir haben uns schon vor rund zwei Jahren dazu verpflichtet, keine Werbung an Schulen zu machen. Daran halten wir uns selbstverständlich. Wir haben sogar bis zu den Sommerferien das traditionelle Branding unserer Getränkeautomaten an Schulen durch ein neutrales Design ersetzt.