Vier Zielgruppen für die Bio-Branche

Juni 1, 2008

Quelle: W&V, 29. Mai 2008

Längst ist das Geschäft mit Bio-Lebensmitteln keine Nischenveranstaltung mehr, sondern ein milliardenschweres Business. Mittlerweile kaufen 93 Prozent aller Bundesbürger Bio-Ware. Trotzdem sind die Anbieter verunsichert, weil sie ihre Käufer nicht kennen. Die Studie “Bio-Markt 2.0″ der Strategieagentur Different skizziert jetzt vier Käufertypen.

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http://www.wuv.de/news/unternehmen/meldungen/2008/05/97184/index.php


Deutsche Verbraucher wollen wieder mehr Geflügelfleisch

Mai 14, 2008

Quelle: AFP, 14. Mai 2008

Deutsche Verbraucher wollen wieder mehr Geflügel. In den ersten drei Monaten dieses Jahres wurden 7,5 Prozent mehr Geflügelfleisch produziert als noch im Vorjahresquartal, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Besonders gefragt war demnach das Fleisch von Enten (+ 14 Prozent) und Jungmasthühnern (+ 8,7 Prozent). Grund für die gestiegene Geflügel-Nachfrage ist Marktforschern zufolge das Abebben der akuten Furcht vor der Vogelgrippe. “Die Nachfrage nach Geflügel hat sich mittlerweile weitgehend erholt, allerdings sind die Kosten für das Fleisch deutlich gestiegen”, sagte ein Sprecher der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg.

Insgesamt wurden im ersten Quartal 2008 1,9 Millionen Tonnen Fleisch produziert und damit 2,9 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Einen Zuwachs um 2,6 Prozent gab es beim Schweinefleisch, hier wurden 1,3 Millionen Tonnen erzeugt. Dies führte der GfK-Sprecher vor allem auf Exporte ins Ausland zurück, denn die Nachfrage in Deutschland sei weitgehend gleichbleibend. Die Produktion von Rindfleisch blieb mit insgesamt 286.300 Tonnen fast unverändert.


Backwaren und Gemüse führend - aber: Verbraucher greifen immer häufiger zu Tiefkühlkost

Mai 7, 2008

Quelle: fruchtportal.de, 05. Mai 2008

Schnell ein leckeres Menü zaubern oder Obst auch außerhalb der Saison genießen – variantenreiche Tiefkühlkost kommt vielen Verbraucherwünschen entgegen. Dafür spricht der enorme Anstieg des Konsums in den vergangenen 30 Jahren, berichtet der Landvolk-Pressedienst. 1977 verbrauchte nach einer Berechnung des Deutschen Tiefkühlinstituts jeder Bundesbürger statistisch gesehen erst 19,0 Kilogramm (kg) Tiefkühlkost. In den folgenden zehn Jahren kletterte der Pro-Kopf-Verbrauch auf 20,5 kg. Die neunziger Jahre bescherten der Tiefkühlbranche einen regelrechten Boom: Frische, Qualität und Geschmack der tiefge-kühlten Lebensmittel überzeugten immer mehr Verbraucher, so dass 1997 jeder Bundesbür-ger bereits 26,6 kg Gefrorenes aus dem Truhen des Handels kaufte. Das waren 29,76 Pro-zent mehr als zehn Jahre zuvor. Auch danach verbuchte der Absatz von Tiefkühlkost starke Zuwachsraten. Bis 2007 stieg der Pro-Kopf-Verbrauch um weitere 11,5 kg oder 43,2 Pro-zent auf 38,1 kg. Damit hat jeder Bundesbürger im vergangenen Jahr doppelt so viel tiefge-kühlte Ware konsumiert wie in 1977. Gegenüber 2006 griffen die Verbraucher im vergan-genen Jahr ebenfalls häufiger in die Tiefkühltruhen, der Pro-Kopf-Verbrauch wuchs um 400 Gramm. Dabei ist der Absatz von Speiseeis noch gar nicht in den Zahlen enthalten.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 3,14 Mio. Tonnen (t) Tiefkühlware (ohne Speiseeis) verbraucht, das waren 28.900 t oder 0,9 Prozent mehr Prozent mehr als 2006. Überdurch-schnittlich stark wuchs dabei der Absatz bei den „Klassikern“ im Tiefkühlsortiment. Wäh-rend die Nachfrage nach Fisch um 5,4 Prozent auf 299.902 t stieg, kletterte die Nachfrage nach Pizzas um 3,2 Prozent auf 252.588 t und die nach Backwaren um 2,8 Prozent auf 568.219 t. Damit beanspruchten die Backwaren auch im vergangenen Jahr den „Löwenan-teil“ am gesamten Tiefkühlsortiment für sich. Außerordentlich beliebt war außerdem das Gemüse mit 463.664 t, gefolgt von Kartoffelerzeugnissen mit 409.477 t und Hauptspeisen beziehungsweise Tiefkühlmenüs mit 406.803 t. Bei den privaten Verbrauchern stand dabei neben den Fischangeboten aus dem Eis auch Gemüse hoch im Kurs, beliebt waren vor allem Spinat und Kräuter. Im Lebensmitteleinzelhandel einschließlich Heimdienste und Discoun-ter wurden 2007 mit 1,71 Mio. t rund 0,5 Prozent mehr abgesetzt als im Jahr zuvor. Der zweite wichtige Absatzkanal für Tiefkühlprodukte ist der Außer-Haus-Markt. Hier stieg der Verbrauch gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Prozent auf 1,42 Mio. t. Ob in der Hotellerie, der Gastronomie oder in Mensen: Die Küchenchefs setzten ebenfalls auf Tiefkühlfisch in allen Variationen. In den Profiküchen waren außerdem Gemüsemischungen und Snackangebote „die Renner“.


Tiefkühlkost weiter auf Erfolgskurs: Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei 38,1 Kilogramm

April 13, 2008

Quelle: Deutsches Tiefkühlinstitut, 08. April 2008

Immer mehr Verbraucher in Deutschland entscheiden sich für tiefgekühlte Lebensmittel. Auch 2007 verzeichnete die Branche sowohl Absatz- als auch Umsatzrekorde, meldet das Deutsche Tiefkühlinstitut (dti) in Köln. Der Verbrauch von Tiefkühlkost (ohne Speiseeis) im Lebensmittelhandel sowie im Außer-Haus-Markt kletterte um 0,9 Prozent auf insgesamt 3,14 Millionen Tonnen (plus 28.251 Tonnen).

Der Pro-Kopf-Verbrauch stieg erstmals über die 38-Kilogramm-Marke auf 38,1 Kilogramm und lag damit um 400 Gramm höher im Vergleich zum Vorjahr. Der Gesamtumsatz lag bei 10,5 Milliarden Euro, was einer wertmäßigen Steigerung von 4,5 Prozent entspricht. Überdurchschnittliche Nachfrage herrschte vor allem bei Tiefkühlfisch, Backwaren und Pizzas, dem Klassiker aus der Tiefkühlung.

Privatverbraucher lieben Tiefkühlfisch
Im Lebensmittelhandel (einschließlich Heimdienste und Discounter) wurden 1,71 Millionen Tonnen Tiefkühlkost im vergangenen Jahr verkauft. Dies entspricht einem Mengenplus von 0,5 Prozent. Der Umsatz wuchs auf 6,25 Milliarden Euro - eine Wertsteigerung von 4,6 Prozent. Besonders beliebt bei den Privatverbrauchern waren neben den Fischangeboten aus der Tiefkühlung auch tiefkühlfrisches Gemüse und hier vor allem Spinat und Kräuter.

Frische, Qualität und Vielfalt für Küchenprofis
Die Küchenchefs in den verschiedenen Bereichen des Außer-Haus-Marktes setzen ebenfalls verstärkt auf die tiefkühlfrischen Lebensmittel. Der Verbrauch von Tiefkühlkost in der Hotellerie und Gastronomie, der Betriebs- und Schulverpflegung sowie den Krankenhäusern und Senioreneinrichtungen stieg um 1,4 Prozent auf 1,42 Millionen Tonnen. Das wertmäßige Plus lag bei 4,5 Prozent und erreichte 4,25 Milliarden Euro. Frische, Qualität und Vielfalt wünschen die Tischgäste in der Außer-Haus-Verpflegung. Entsprechend kauften die Entscheider ein: Tiefkühlfisch in allen Variationen – von naturbelassen bis fertig zubereitet. Gemüsemischungen und Snackangebote waren die Renner.

Tiefkühlkost ist frisch, weil tiefgefroren
„Das Tiefkühlkostsortiment wird auch zukünftig weiter seine Marktposition ausbauen“, schätzt dti-Geschäftsführer Manfred Sassen. Keine andere Angebotsform in der Ernährungswirtschaft garantiere die Frische der Lebensmittel in einer derart hohen Qualität über einen längeren Zeitraum. Dies sei nur aufgrund des ausschließlichen Einsatzes von Kälte beim Produktionsprozess möglich: „Tiefkühlkost kommt bei der Haltbarmachung ohne den Zusatz von Konservierungsstoffen aus. Ein Kaufargument, das für Konsumenten und Tischgäste immer wichtiger wird.“


Trend geht zu Spargel aus der Region

April 10, 2008

Quelle: Pressemitteilung CMA, 09. April 2008

Die Spargelsaison 2008 ist eröffnet. In diesen Tagen stechen heimische Anbauer die ersten Stangen. Anlässlich des Erntebeginns gaben CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH und ZMP Zentrale Markt- und Preisberichtstelle GmbH am 9. April 2008 in Berlin einen Ausblick auf die kommende Spargelsaison.

Die Vorliebe der Deutschen für heimischen Spargel steigt kontinuierlich. Nach Angaben der ZMP wurden 2007 gut 94.300 Tonnen deutscher Spargel geerntet, 15 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Auch für 2008 wird mit einer Ertragsmenge auf hohem Niveau gerechnet, trotz der wegen der kühlen Witterung zögerlich anlaufenden Ernte. Die ersten Stangen aus heimischem Anbau kommen im Süden des Landes ab der 15. Kalenderwoche auf den Markt. In Nord- und Ostdeutschland gehen die Fachleute von einem Erntebeginn ein bis zwei Wochen später aus.

Den Trend zu Spargel aus der Region belegen auch die rückläufigen Einfuhren. 2007 kamen 24.000 Tonnen frischer Spargel aus dem Ausland, 5.000 Tonnen weniger als 2006. “Das beste Argument für heimischen Spargel ist die Frische”, weiß CMA-Produkt-Manager Christian Zeisberger. “Spargel aus der Region ist hier klar im Vorteil: Er hat keine langen Transportwege und erreicht den Verbraucher meist tagesfrisch.”

Von der Qualität und dem Geschmack des frisch geernteten Spargels konnten sich die Anwesenden direkt vor Ort überzeugen. Fernsehkoch Carsten Dohrs servierte kulinarische Kreationen mit frischem Spargel aus Baden und gab Tipps rund um den König der Gemüse. Bis zum 24. Juni können Spargelfans das Frühlingsgemüse noch genießen. Am Johannistag ist die Spargelsaison traditionell vorbei, damit die Pflanzen sich erholen und Kraft sammeln können für das kommende Jahr.


Der türkische Markt für Bioprodukte wächst

Februar 28, 2008

Quelle: bfai, Februar 2008

Regionale Förderung für ökologischen Anbau / Von Marcus Knupp

Mit den Methoden ökologischer Landwirtschaft hergestellte Produkte gewinnen auch in der Türkei langsam an Boden. Zwar behindern bürokratische Genehmigungsverfahren und eine bislang fehlende einheitliche Kennzeichnung noch den Marktzugang und die Markttransparenz. Wachsendes Bewusstsein zumindest bei den großstädtischen Kunden führt aber dennoch zu einer schrittweisen Ausweitung des Angebots von Bioprodukten. Weiter entwickelt ist die exportorientierte organische Landwirtschaft. (Kontaktanschriften)

Auf einer Konferenz zum Thema Bioprodukte, die im Januar 2008 in Izmir stattfand, definierten Vertreter der Branche Zielwerte für das Jahr 2012. Demnach soll der Anteil der nach den Regeln des organischen Landbaus bewirtschafteten Flächen in der Türkei von derzeit 0,8% auf 3% steigen. Für die Inlandsnachfrage erhoffen sich die Konferenzteilnehmer ein Anwachsen von aktuell lediglich 5 Mio. US$ auf mindestens das Zehnfache.

Viel wichtiger ist für die Branche jedoch der Export. Ausgehend von etwa 150 Mio. US$ sollen die Ausfuhren von Bioprodukten bis 2012 ein Volumen von 1 Mrd. US$ erreichen. In den zehn Jahren zwischen 1996 und 2006 ist die Zahl der Biobauern in der Türkei von 1.947 auf 14.256 gestiegen. Die von ihnen bebaute landwirtschaftliche Nutzfläche hat im selben Zeitraum um das 28-fache auf 192.789 ha zugenommen, die Erntemenge von etwa 10.000 t auf 458.000 t.

Mit Unterstützung der Stadtverwaltung Izmir beginnt 2008 eine auf zwei Jahre angelegte Pilotphase zur Förderung ökologischer Landwirtschaft im Umland der Ägäisstadt. An dem gemeinsam mit der Provinzdirektion für Landwirtschaft, der Ägäisuniversität und Verband für ökologische Landwirtschaft (Ekolojik Tarim Organizasyonu Dernegi, ETO) entwickelten Programm nehmen in 32 Gemeinden insgesamt rund 500 Produzenten teil. Auf etwa 10.000 Dönüm (9.200 ha) bauen sie Weintrauben, Oliven, sowie verschiedene Obst- und Gemüsesorten an.

Nach erfolgreicher Umstellung der Anbaumethoden sollen nach zwei Jahren die ersten Zertifikate für ökologischen Landbau vergeben werden. Die wichtigsten Absatzmärkte liegen in den Großstädten wie Izmir, Istanbul, Bursa oder Ankara, wo mittlerweile etliche besser sortierte Supermärkte über Regale mit Bioprodukten verfügen. Zwar müsse man die Produkte etwas teurer anbieten als konventionell angebaute Ware, da sie aber besser schmeckten als jene, erwarten die am Programm teilnehmenden Landwirte keine Absatzprobleme.

Auch immer mehr große Hersteller nehmen entsprechende Produkte in ihr Programm auf. Die Yasar Holding beispielsweise bietet seit Jahresbeginn 2008 unter der Markte Pinar eine “organik” Milch an. Der Konkurrent Dogan Organik will noch in diesem Jahr mit einem entsprechenden Produkt folgen. Eine erste Bio-Baby-Nahrung hat die Ülker-Gruppe unter der Marke Hero Baby auf den Markt gebracht. Der Käsehersteller Akgünes Gida startet mit einem ersten in der Türkei produzierten Biokäse unter dem Markennamen Özay Organik.

Auch das im thrakischen Lüleburgaz ansässige Molkereiunternehmen Eray Gida plant, ab 2009 Bio-Ziegenkäse herzustellen. Aus der den EU-Normen (92/46/EEC) entsprechenden Milcherzeugung des 2003 gegründeten Betriebs sollen dazu rund 5 t täglich verwendet werden. Die Umsetzung des Projekts will Eray Gida mit Gründung einer Fachschule für Milchwirtschaft begleiten. Wichtigster Absatzkanal ist die Zusammenarbeit mit der Metro-Gruppe in der Türkei und das Angebot des Bio-Käses in deren Real-Verbrauchermärkten am Bosporus, daneben denkt Eray Gida auch an den Export.

Die Großbäckerei Istanbul Halk Ekmek (IHE), die in ihren drei Fabriken circa 10% des in der türkischen Metropole konsumierten Brotes herstellt, hat in einem 2005 begonnenen Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit 1.500 Ökobauern biologisch hergestelltes Brot in ihr Programm aufgenommen. Sie ist Zeitungsberichten zufolge mit Kunden in Deutschland im Gespräch, Erzeugnisse der am Projekt beteiligten Landwirte dorthin zu exportieren. Das Unternehmen will außerdem die Vermarktung von Bioprodukten in vier “Biobazaren” in wohlhabenderen Istanbuler Stadtteilen fördern.

Der erste Straßenmarkt, auf dem ausschließlich Bioprodukte angeboten werden, entstand Mitte 2006 im Istanbuler Stadtteil Sisli. Initiatoren waren die Bezirksverwaltung Sisli und der Verband zur Förderung eines ökologischen Lebens Bugday. Auch in anderen Großstädten der Türkei wie Ankara, Bursa, Eskisehir, Samsun und Izmir hat die Nachfrage nach Bio-Produkten deutlich zugenommen, sagt der Projektkoordinator von Bugday, Batur Sehirlioglu. Noch 2008 will der Verband zwei weitere Bio-Märkte in Samsun und in Antalya ins Leben rufen.

Ein Problem ist die noch unzureichende Normung für Bio-Produkte in der Türkei. Mit dem zunehmenden Interesse der Konsumenten an entsprechenden Erzeugnissen hat auch die Zahl der Aufdrucke auf Produkten wie zum Beispiel Yoghurt zugenommen, die die Ware als “natürlich”, “100% natural” oder ähnlich anpreisen. Ohne verbindlichen Standard zur Kennzeichnung ist für die Kunden schwer zu erkennen, wann es sich tatsächlich um ein ökologisch hergestelltes Produkt handelt. Sehirlioglu hebt daher die Notwendigkeit hervor, das das Landwirtschaftsministerium einschlägige Gesetze und Verordnungen schafft oder erneuert sowie die Verwaltungspraxis entsprechend anpasst.

Der Verwaltungsaufwand und die mit den notwendigen Verfahren verbundene Papierflut schreckt nach Ansicht des Vorsitzenden des Verbandes der ökologischen Produzenten und Industrie (ORGÜDER), Ahmet Tiryakioglu, noch viele Produzenten ab, sich auf dem türkischen Markt zu engagieren. Auch er fordert deutliche Vereinfachungen und weist auf Fördermaßnahmen in anderen Ländern hin.

Die Türkei ist unterdessen zum größten Produzenten organisch angebauter Baumwolle weltweit geworden. In der Ernteperiode 2006/07 konnten nach Angaben der Organisation Organic Exchange mit 23.152 t über 61% mehr geerntet werden als in der voran gegangenen Saison. Der Marktanteil der türkischen Baumwollbauern beträgt in diesem Bereich 40%, gefolgt von Indien mit 32,4% und der VR China mit 7%. Etwa 85% der ökologisch angebauten Fasern werden für die Herstellung von Konfektionskleidung verwendet. Neben speziellen Marken wollen auch große Textilhersteller Kleidung aus Biofasern in ihr Programm aufnehmen. So sollen bis 2010 beziehungsweise 2012 rund 5% der von Firmen wie Nike, Timberland oder Marks&Spencer genutzten Fasern aus Betrieben der organischen Landwirtschaft stammen.

  

Kontaktanschriften: 

Ekolojik Tarim Organizasyonu Dernegi (ETO, Verband der ökologischen Landwirtschaft)
Akdeniz Cad. Akdeniz Ishani 5, Kat: 4, D. 415/9, Pasaport - Izmir
Tel.:             0090 232/446 08-27       ; -32
E-Mail: Internet: www.eto.org.tr

Organik Ürün Üreticileri ve Sanayicileri Dernegi (ORGÜDER, Verband der ökologischen Produzenten und Industrie)
Büyükdere Cad. 64, Somer Apt., Kat: 5, D: 13, Mecidiyeköy - Istanbul
Tel.:             0090 212/347 25-60       ; Fax: -70
E-Mail: Internet: www.orguder.org.tr

Bugday (Verband zur Förderung eines ökologischen Lebens)
Kemankes Cad., Akce Sok. 14, Karaköy - Istanbul
Tel.:             0090 212/252 52-55       ; Fax: -56
E-Mail: Internet: www.bugday.org


2007 wieder mehr Appetit auf Fleisch

Februar 6, 2008

Quelle: ZMP, 06. Februar 2008

Die privaten Haushalte in Deutschland haben im vergangenen Jahr wieder mehr Fleisch nachgefragt (ohne Außer-Haus-Verzehr). Die Käufe von Rind- und Kalbfleisch, Schweine- und Lammfleisch erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Prozent. Die Nachfrage nach Geflügel nahm um 5,1 Prozent zu. Wurst und andere Verarbeitungsprodukte aus Fleisch wurden in geringeren Mengen eingekauft, im Jahresdurchschnitt betrug das Minus 1,6 Prozent.
Das Geschäft mit Rind- und Kalbfleisch, Schweine- und Lammfleisch - den sogenannten Rotfleischarten - profitierte 2007 vom frühen Einstieg in die Grillsaison; außerdem vom kühlen Sommer, in dem zwar weniger gegrillt wurde, der aber insgesamt mehr Appetit auf Fleisch machte. Zudem wurde Rotfleisch weiterhin günstig angeboten.

Die Nachfrage nach Geflügelfleisch, die 2006 wegen der Fälle von Vogelgrippe eingebrochen war, erholte sich deutlich, trotz der spürbar gestiegenen Preise. Anders stellt sich die Situation auf dem Markt für Fleischwaren und Wurst dar. Obwohl die Preise weitgehend stabil blieben, ist die private Nachfrage gesunken.

In der Summe der drei Warengruppen ergibt sich ein leichtes Absatzplus von 0,3 Prozent. Die Einkaufsmenge der privaten Haushalte in den betrachteten Warengruppen macht etwa zwei Drittel der Inlandsnachfrage nach Fleisch und Fleischwaren aus.


Nielsen TrendNavigator Bioprodukte: Der Boom geht weiter

Januar 24, 2008

Quelle: Pressemitteilung von AC Nielsen, 19. Oktober 2007

In den letzten Jahren konnte der Lebensmitteleinzelhandel seinen Umsatzanteil im Gesamtmarkt der Bioprodukte deutliche ausweiten: Fast jeder zweite Euro für Bioprodukte wird im LEH ausgegeben. Dabei erhielten die Discounter inkl. Aldi mit 38,5% im ersten Halbjahr 2007 das größte Stück vom Umsatzkuchen im LEH. Angesichts einer Wachstumsrate von rund 70% ist damit zu rechnen, dass die Discounter ihren Umsatzanteil auch noch weiter ausbauen werden. Insgesamt legten die Umsätze mit Bioprodukten in den von ACNielsen beobachteten Warengruppen (ohne Babynahrung) um mehr rund 41% zu. Entsprechend stiegen auch die Anteile der Bioprodukte in zahlreichen Warengruppen – vom Quark über Teigwaren und Tiefkühlgemüse bis hin zu pflanzlichen Brotaufstrichen und Gemüsesäften. „Wachstumsgrenzen scheinen sich derzeit vor allem aus der Verfügbarkeit von Rohstoffen in Bioqualität zu ergeben“, so Brigitte Arndt-Rausch, Nielsen-Expertin für Bioprodukte.

Verbraucherinteresse an Bioprodukten ist konstant
Das Interesse der Konsumenten an Bioprodukten ist jedenfalls ungebrochen: Die Einstellung der Verbraucher zu naturreinen Produkten und ihr Interesse am Öko-Siegel ist in den letzten Jahren konstant. Die aktuelle Einstellungsbefragung der Konsumenten im Nielsen Haushaltspanel Homescan zeigt zudem, dass besonders ältere Verbraucher auf Öko-Siegel und naturreine Produkte achten und bereit sind, dafür auch mehr Geld auszugeben (siehe Abbildung 2).

Insgesamt ist die Gesundheit – sowohl die eigene als auch die der Kinder – Hauptgrund für den Kauf von Bioprodukten. Mehr als 60% der Deutschen gaben diese Gründe in einer weltweiten Nielsen Online Studie an. Neben der Gesundheit ist den Deutschen auch der Tierschutzaspekt wichtig: 15% kaufen Bioprodukte, weil das besser sei für die Tiere (globaler Schnitt: 3%).

Preis bleibt wichtige Kaufbarriere
Auch wenn Bioprodukte mittlerweile beim Discounter zu haben sind: Für viele Verbraucher bleibt der Preis ein wichtiges Kriterium. Mehr als die Hälfte der Kaufverweigerer in Deutschland gibt an, Bioprodukte wegen des höheren Preises nicht zu kaufen. Die Preisabstände können in der Tat erheblich sein: Je nach Warengruppe ermittelt Nielsen Preisaufschläge für Bioqualität zwischen 14% (Biojoghurt) und 175% (Pflanzliche Brotaufstriche).

Der TrendNavigator Bioprodukte kann per Telefon/Fax bei ACNielsen in Frankfurt
(Tel.-Nr. 069/7938-532, Fax 069/7938-8532, Brigitte Arndt-Rausch) zum Preis von € 1.250,- zzgl. MwSt. bestellt werden. Eine kostenfreie Kurzfassung steht unter www.acnielsen.de zum Download zur Verfügung.

Die Charts zur Pressemeldung können Sie hier als PPT-Version herunterladen.

Die kostenfreie Kurzfassung der Analyse als PDF-Dokument finden Sie unter diesem Link.

Abbildung 1: In zahlreichen Warengruppen steigt der Umsatzanteil der Bioprodukte

 

Abbildung 2: Je nach Zusatznutzen akzeptieren die Konsumenten deutliche Preisaufschläge

 


Mehr Fritten aus deutscher Produktion

Januar 15, 2008

Quelle: ZMP, 14. Januar 2008

Vor wenigen Jahren noch stammte mehr als jede zweite Fritte in Deutschland aus dem Ausland, inzwischen aber haben sich die hiesigen Produzenten mit großem Vorsprung am heimischen Markt etabliert: Im Wirtschaftsjahr Juli 2006 bis Juni 2007 konnten sie den Einfuhranteil am Inlandsverbrauch erstmals seit langem auf unter 40 Prozent zurückdrängen.
Die Erzeugung tiefgekühlter Kartoffelerzeugnisse – dabei handelt es sich hauptsächlich um Pommes frites – ist in Deutschland von Jahr zu Jahr gestiegen und erreichte 2006/07 den Rekordumfang von fast 446.000 Tonnen Produktgewicht. Der Export spielt dabei eine immer größere Rolle. Denn der Inlandsverbrauch von Fritten ist rückläufig: Er belief sich 2006/07 auf rund 452.000 Tonnen gegenüber 472.000 Tonnen in 2005/06 und 522.000 Tonnen in 2004/05.

Die vor einigen Jahren diskutierte Acrylamid-Problematik dürfte dabei nur eine untergeordnete Rolle spielen: Denn die Fritteneinkäufe der privaten Haushalte für die Zubereitung zu Hause haben in den vergangenen Jahren wieder deutlich zugenommen, von 2003 bis 2006 um nahezu 17 Prozent. Diese Entwicklung lässt deshalb auf einen rückläufigen Frittenkonsum in der Außer-Haus-Verpflegung schließen und offensichtlich erfolgreiche Kampagnen zur Imageverbesserung von Fast Food in Bezug auf den Ernährungswert und damit verbundene Angebotsumstellungen der Schnellverpflegungsketten.

Insgesamt errechnet sich für 2006/07 ein Pro-Kopf-Verbrauch an tiefgekühlten Kartoffelprodukten in Deutschland von 5,48 Kilogramm gegenüber 5,72 Kilogramm in 2005/06 und 6,33 Kilogramm in 2004/05.


Griechenlands Markt für Brot- und Backwaren wächst stabil

Januar 11, 2008

Quelle: bfai

Konzentration nimmt zu / Importe von Maschinen zur Herstellung von Backwaren steigen

Der griechische Markt für Brot- und Backwaren zeichnet sich seit Jahren durch ein stabiles Wachstum von rund 6% pro Jahr aus. Dieser Trend dürfte sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Die Branche weist eine hohe Konzentration und infolgedessen einen intensiven Wettbewerb auf, was sich vor allem auf die Preispolitik der Anbieter auswirkt. Eine Verschärfung der Konsolidierung wird von einem neuen Gesetz erwartet, das den Vertrieb von Waren aus Bake-Off-Stationen ermöglicht.

Der griechische Markt für handelsübliche Brot- und Backwaren verzeichnete im Zeitraum 1995 bis 2006 ein jährliches Wachstum von 5,5%. Die wichtigste Produktkategorie war Toastbrot mit einem Marktanteil von rund 59%. Es folgten Brotlaibe mit 29% sowie Sandwichbrote und Brot deutschen Typs mit jeweils rund 6%. Das Absatzvolumen von Zwieback blieb im vorgenannten Zeitraum relativ unverändert, während Crisp-Artikel schwedischen Typs einen Absatzrückgang von rund 5% pro Jahr verzeichneten. Dagegen erhöhte sich die Nachfrage nach Zwieback-Artikeln traditionellen griechischen Typs sowie nach italienischen Grissini deutlich. Schätzungen beziehungsweise Prognosen der Marktforscher von Icap S.A. zufolge dürfte der Markt für Brot- und Backwaren im Zeitraum 2007 bis 2009 mit jährlichen Wachstumsraten um 5% weiter zulegen.

Gleichzeitig dürften auch die Importe von Lebensmittelverarbeitungsmaschinen steigen, da im Inland kaum entsprechende Maschinen produziert werden. Wachstumsimpulse werden auch für die Verpackungsindustrie erwartet. Seit 1996 und insbesondere seit 2000 investiert die Lebensmittelbranche kräftig in neue Technologien, um ihre Produktionskapazitäten zu erhöhen. Anreize lieferten das Entwicklungsgesetz und europäische Förderprogramme. Ein wichtiger Teil der Investitionen ging zudem in die Entwicklung von neuen Produkten und die Anschaffung von Qualitätssicherungssystemen für alle Produktionsphasen. Auch der Nachfrageanstieg, den die Supermärkte verzeichneten, belegt das Wachstumspotenzial der Branche: Der Umsatz der 65 existierenden Supermarktketten erhöhte sich 2006 um 6,5% auf 8,4 Mrd. Euro, so die Marktforschungsgesellschaft Hellastat S.A.

Griechenlands Markt für Brot- und Backwaren ist durch intensiven Wettbewerb zwischen den größten Industrieanbietern, die den Markt im Wesentlichen kontrollieren, gekennzeichnet. Beim Kampf um Marktanteile variieren die Anbieter ihre Produkte beziehungsweise entwickeln neue. Impulse werden von einem im Januar 2007 verabschiedeten Gesetz erwartet, das dem Lebensmitteleinzelhandel die Produktion und den Verkauf von Produkten nach der sogenannten Bake-off-Methode gestattet, das heißt das Ausbacken vorgebackener, tiefgekühlter Brote und Backwaren direkt an der Verkaufsstelle. Diese Entwicklung schafft einen neuen Markt, der nach Ansicht von Branchenvertretern den Wettbewerb in den kommenden Jahren weiter verschärfen wird. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach entsprechenden Öfen, mit denen die Brotabteilungen der Supermärkte ausgerüstet werden können.

Mit einer geringen Anzahl großer Industrieunternehmen und nur wenigen KMU weist der Markt eine hohe Konzentration auf. Folglich verfügen die meisten Akteure über ein gut ausgebautes, landesweites Vertriebsnetz und moderne Produktionsmethoden, die ihnen ein wettbewerbsfähiges Preisangebot ermöglichen. Angesichts der Wachstumsperspektiven der Supermärkte ist davon auszugehen, dass die Konzentration weiter voranschreiten wird. Zudem kommen die Eigenmarkenprodukte der großen Lebensmittelhandelsketten zum Angebot hinzu.

Während die neun größten Brot- und Backwaren-Produzenten 2006 ihren Umsatz um 4,5% erhöhen konnten, ging ihre Nettogewinnspanne um 27% zurück, so die Ergebnisse einer Untersuchung der Marktforscher von Icap S.A. Backöfen für Brot und Backwaren aus Inlandsproduktion wurden 2005 laut dem Statistischen Amt ESYE im Wert von 3,0 Mio. Euro abgesetzt, während andere Brotmaschinen (Teigknetmaschinen etc.) ein Absatzvolumen von 2,2 Mio. Euro erreichten.

Bei den Importen von entsprechenden Maschinen konnte 2006 nur bei Apparaten der Zolltarifposition 8438.10.10 (Maschinen und Apparate zum Herstellen von Backwaren) ein Anstieg um 24,2% auf 26,9 Mio. Euro verzeichnet werden. Von dieser Entwicklung konnten die deutschen Anbieter mit +61,4% auf 4,6 Mio. Euro überproportional profitieren.

Griechenlands Importe von Brot- und Backmaschinen (Volumen in 1.000 Euro, Veränderungen in %)

ZT-Pos. Warenbezeichnung Hauptlieferländer 2005 2006 Veränd. 2006/05 1. Hj. 2007
8417.20 Backöfen        
  Gesamt 3.929,2 3.514,2 -10,6 1.983,2
  Deutschland 1.926,5 841,6 -56,3 662,8
8438.10.10 Maschinen und Apparate z. Herstellen von Backwaren        
  Gesamt 21.640,1 26.884,6 24,2 11.932,8
  Deutschland 2.864,2 4.623,7 61,4 2.146,6
8438.10.90 Maschinen und Apparate z. Herstellen von Teigwaren        
  Gesamt 13.613,4 11.901,4 -12,6 611,4
  Deutschland 0,4 0,0 -100 0,0
8438.20.00 Maschinen und Apparate z. Herstellen von Süßwaren, Kakao oder Schokolade        
  Gesamt 5.684,3 3.428,0 -39,7 1.160,6
  Deutschland 2.994,5 1.250,5 -58,2 29,7

Quelle: Statistisches Amt ESYE in Athen

Es gibt zahlreiche Fachmessen für die Lebensmittelbranche, von denen die Detrop in Thessaloniki die wichtigste ist. Veranstalter ist Helexpo S.A.; nächster Ausstellungstermin ist im März 2009. Die Infacoma (ebenfalls von Helexpo S.A.) präsentiert unter anderem Kühltechnik für die Lebensmittelbranche und wird das nächste Mal vom 21. bis 24. Februar 2008 stattfinden. Auf der Syskeasia (14. bis 18. März 2008, Ort: Gelände von Expoathens in Athen) werden neben Verpackungsmaterialien auch die entsprechenden Maschinen ausgestellt; die Messe ist nur gewerblichen Kunden zugänglich.