CHD-Expert-Studie: Über 60% der Gastronomie-Gäste im 40+ Segment

Juni 18, 2008

Quelle: CHD Expert, 18. Juni 2008

Mehr Männer als Frauen gehen regelmäßig aus – Wenig Jugendliche

Ausgehen ist überwiegend für „reifere Gäste“ eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Fast zwei Drittel der Besucher von Restaurants und Kneipen sind über 40 Jahre alt. Nahezu jeder fünfte Gast ist sogar 60 Jahre oder älter. Dies geht aus einer Studie des internationalen Marktforschungsinstitutes CHD Expert, Scheeßel bei Hamburg, hervor. Bei der Altersverteilung der Gäste wird deutlich, dass unterdurchschnittlich wenige Jugendliche regelmäßig in der klassischen Gastronomie anzutreffen sind. Obwohl 19 Prozent der Bevölkerung unter 18 Jahre alt ist, sind nur gut sechs Prozent der Gäste noch nicht volljährig.

„Nur etwa ein Drittel der Gäste sind im ‚Feieralter‘ zwischen 18 und 39 Jahren“, berichtet Thilo Lambracht, Geschäftsführer von CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH. Betrachtet man den Altersdurchschnitt der Gäste ohne die unter 18-Jährigen, stellt sich heraus, dass es keine Alterslücke mehr gibt. „Der Anteil der 18- bis 49-Jährigen ist somit fast genauso hoch wie der Anteil der über 50-Jährigen in der Gastronomie“, so Lambracht.

In den einzelnen Gastronomiearten sind die „reiferen Gäste“ (über 40 Jahre alt) in der Überzahl. Lediglich in Bars, Clubs oder Lounges ist der Anteil unter 39-Jährigen deutlich höher. Zum Vergleich: In A-la-carte-Restaurants sind rund 65 Prozent der Gäste älteren Semesters. „Regelmäßiges Ausgehen hat auch mit der Finanzkraft zu tun – und die ist beim reiferen Publikum einfach höher als bei jungen Leuten“, analysiert Lambracht. Alter hat auch etwas mit Gemeinschaftsgefühl und Überschaubarkeit zu tun: Der Anteil der über 60-Jährigen ist in Kneipen mit fast 22 Prozent besonders hoch. Zum Vergleich: In Bars sind lediglich rund zwölf Prozent der Gäste im Seniorenalter.

Rund 53 Prozent der Gäste sind männlich, 47 Prozent sind weiblich. Je nach Gastronomieart ist die Geschlechterverteilung sehr unterschiedlich: In Bars/Clubs/Lounges herrscht ein Männerüberschuss (59%). Dagegen sind mehr Damen in Cafés (55%) anzutreffen. Und in Kneipen sind die Verhältnisse noch klarer: 63 Prozent der Gäste sind Herren. „Diskussionen beim Bier an der Bar oder am Stammtisch ist eben immer noch Männersache“, so Lambracht.

Weitere Eckdaten der Gastronomie gehen aus den aktuellen Studienergebnissen von CHD Expert hervor: Der Durchschnittsbon in der deutschen Gastronomie beträgt 14,50 Euro. Über die Hälfte der Gäste bleibt zwischen 60 und 120 Minuten. Die wichtigsten Branchendaten sind in der Studie „Gastgewerbe in Deutschland 2008“ (290 Euro zzgl. MwSt.) zu finden; Bestellungen unter http://shop.chd-expert.de.
Über CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien.

Mehr unter:
www.chd-expert.de
http://shop.chd-expert.de
www.tophotelprojects.com


Neue Gastronomie-Studie: Weniger Zeit für die Kneipe

Juni 2, 2008

Quelle: CHD Expert, 02. Juni 2008

Verweildauer in der Gastronomie nimmt ab – Am längsten in der Bar

Die Konsumzurückhaltung trifft nun auch die Gastronomie: Die durchschnittliche Verweildauer der Gäste in Kneipen und Restaurants hat in den vergangenen sechs Monaten leicht abgenommen. Nach einer Studie des internationalen Marktforschungsinstitutes CHD Expert, Scheeßel bei Hamburg, bleiben nahezu zwei Drittel der Gäste von A-la-carte-Restaurants maximal zwei Stunden. „Dies sind einige Prozentpunkte weniger als in den vergangenen zwei Jahren“, sagt Geschäftsführer Thilo Lambracht. Dagegen hocken gut ein Drittel der Stammgäste in den klassischen Kneipen regelmäßig zu vier Stunden in ihrem „verlängerten Wohnzimmer“. Für die Studie wurden 1.050 Gastronomiebetriebe (Restaurants, Gasthöfe, Kneipen und Hotelrestaurants) im April 2008 befragt.

Auswärts essen muss heutzutage schneller gehen: Der Anteil der Langzeitgäste in Restaurants (zwei bis vier Stunden je Aufenthalt) liegt bei nur 16 Prozent. „Das Gourmetdinner mit Freunden im ‚Fresstempel‘ findet seltener statt“, so Lambracht. Zum Vergleich: In Segment der Clubs und Lounges bedeutet für rund 40 Prozent der Gäste der Einlass ein nahezu abendfüllendes Programm. „Hier schlägt der Eintrittspreis und der Eventcharakter der Betriebe durch“, berichtet Gastroexperte Lambracht.

In den kleineren Gastronomieformen ist die durchschnittliche Verweildauer der Gäste zum größten Teil wesentlich kürzer: In Bistros bleibt über die Hälfte der Gäste maximal eine Stunde. In Cafés liegt dieser Anteil sogar bei 63 Prozent. Für Kaffee und Kuchen nehmen sich gerade noch 32 Prozent etwas mehr Zeit (30 bis 60 Minuten). Viele Cafétiers kalkulieren heute mit einer höheren Gästefrequenz (mehr Gäste bei weniger Sitzplätzen) und versuchen Zusatzumsätze durch Verkauf von Spezialitäten zu generieren.

Die durchschnittliche Verweildauer schlägt sich auch beim Durchschnittsbon nieder: In Cafés wird per Gast gerade einmal 6,50 Euro berechnet. In Bistros sind dies schon knapp über zehn Euro. Und in den teureren Restaurants und Clubs/Lounges liegt der Durchschnittsbon bei 14,50 Euro bzw. 13,90 Euro.
„Höhere Lebenshaltungskosten, steigende Energiepreise und zu einem guten Teil auch das Rauchverbot setzen der Gastronomie weiter zu“, analysiert Lambracht die aktuelle Marktlage. Neben einem generellen Umsatzeinbruch infolge des Rauchverbotes verstärke sich der Trend dadurch, dass Stammgäste kürzer als früher bleiben und etwas weniger konsumieren. „Nur wer sich im Marketing hervortun kann, wird Sieger im harten Gastro-Wettbewerb sein“, so Lambracht. Bei kleinen Gastronomiebetrieben, z.B. inhabergeführten Eckkneipen, wird weiterhin eine Marktbereinigung stattfinden.

Über CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien.

Mehr unter:
http://www.chd-expert.de
http://www.tophotelprojects.com


Fairtrade erobert den Mainstream - 33 Prozent plus

Mai 7, 2008

Quelle: csr-news.net, 07. Mai 2008

Vor 16 Jahren ist die Siegel-Initiative TRANSFAIR e.V. angetreten, um den fairen Handel in den Mainstream zu tragen. Über 90 Prozent der Deutschen kaufen in Discountmärkten ein. Dort sollen sie die Möglichkeit haben, sich für fair gehandelte Produkte zu entscheiden. Mit deutlichen Umsatzzuwächsen und vielen Produktneuheiten hat die Initiative Erfolg:

2007 kauften Verbraucherinnen und Verbraucher Fairtrade-gesiegelte Waren im Wert von rund 142 Millionen Euro, das sind 32 Millionen mehr gegenüber dem Vorjahr. Etwa 20 Millionen entfielen dabei auf Umsätze in den Weltläden, die ihren Anteil damit halten konnten. Die deutlichen Zuwächse stammen aus dem kommerziellen Handel. Nach dem positiven Ergebnis im ersten Quartal 2008 erwartet TRANSFAIR auch für 2008 weitere Zuwächse. Dafür sprechen weitere neue Projekte und Kooperationen:

So nehmen die Penny-Märkte seit Anfang des Jahres alle vier bis sechs Wochen ein neues fair gehandeltes Produkt in ihr Sortiment auf. Bisher sind es Kaffee, Orangensaft und Schokolade. Im Weinhandel entstand eine Kooperation mit fünf umsatzstarken Partnern. Bei den Südfrüchten laufen Bemühungen, um neben den fair gehandelten Bananen auch Ananas und Mangos anbieten zu können. Und Baumwoll-Textilien werden bald auch das Fairtrade-Siegel tragen.

Seit Januar 2007 hat TRANSFAIR seine Kontrollfunktionen an die international tätige Zertifizierungsgesellschaft FLO-CERT GmbH übergeben. Fairtrade-zertifizierte Waren erbrachten weltweit einen Umsatz von 2,4 Milliarden Euro, dies bedeutet ein Plus von 48 Prozent. England und die USA sind die umsatzstärksten Fairtrade-Märkte mit jeweils 700.000.000 Euro. Starke Wachstumsmärkte sind neben Deutschland auch Frankreich und die skandinavischen Länder.

“Fairtrade bietet für alle Vertriebsschienen ein passendes Konzept, vom klassischen Lebensmitteleinzelhandel über die Naturkostläden bis hin zum Außer-Haus Markt”, ist TRANSFAIR-Geschäftsführer Dieter Overath überzeugt. Die Zertifizierung geschieht nicht auf Unternehmens-, sondern auf Produktebene. Damit können Unternehmen auf der Ebene ihrer Produktauswahl ihre Corporate Social Responsibility unter Beweis stellen. Fairtrade-Produkte brauchen einen angemessenen Preis, eine gute Information und eine ansprechende Präsentation. Und dann ist es am Kunden, durch seine Kaufentscheidungen dem fairen Handel weiter zum Durchbruch zu verhelfen.


Backwaren und Gemüse führend - aber: Verbraucher greifen immer häufiger zu Tiefkühlkost

Mai 7, 2008

Quelle: fruchtportal.de, 05. Mai 2008

Schnell ein leckeres Menü zaubern oder Obst auch außerhalb der Saison genießen – variantenreiche Tiefkühlkost kommt vielen Verbraucherwünschen entgegen. Dafür spricht der enorme Anstieg des Konsums in den vergangenen 30 Jahren, berichtet der Landvolk-Pressedienst. 1977 verbrauchte nach einer Berechnung des Deutschen Tiefkühlinstituts jeder Bundesbürger statistisch gesehen erst 19,0 Kilogramm (kg) Tiefkühlkost. In den folgenden zehn Jahren kletterte der Pro-Kopf-Verbrauch auf 20,5 kg. Die neunziger Jahre bescherten der Tiefkühlbranche einen regelrechten Boom: Frische, Qualität und Geschmack der tiefge-kühlten Lebensmittel überzeugten immer mehr Verbraucher, so dass 1997 jeder Bundesbür-ger bereits 26,6 kg Gefrorenes aus dem Truhen des Handels kaufte. Das waren 29,76 Pro-zent mehr als zehn Jahre zuvor. Auch danach verbuchte der Absatz von Tiefkühlkost starke Zuwachsraten. Bis 2007 stieg der Pro-Kopf-Verbrauch um weitere 11,5 kg oder 43,2 Pro-zent auf 38,1 kg. Damit hat jeder Bundesbürger im vergangenen Jahr doppelt so viel tiefge-kühlte Ware konsumiert wie in 1977. Gegenüber 2006 griffen die Verbraucher im vergan-genen Jahr ebenfalls häufiger in die Tiefkühltruhen, der Pro-Kopf-Verbrauch wuchs um 400 Gramm. Dabei ist der Absatz von Speiseeis noch gar nicht in den Zahlen enthalten.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 3,14 Mio. Tonnen (t) Tiefkühlware (ohne Speiseeis) verbraucht, das waren 28.900 t oder 0,9 Prozent mehr Prozent mehr als 2006. Überdurch-schnittlich stark wuchs dabei der Absatz bei den „Klassikern“ im Tiefkühlsortiment. Wäh-rend die Nachfrage nach Fisch um 5,4 Prozent auf 299.902 t stieg, kletterte die Nachfrage nach Pizzas um 3,2 Prozent auf 252.588 t und die nach Backwaren um 2,8 Prozent auf 568.219 t. Damit beanspruchten die Backwaren auch im vergangenen Jahr den „Löwenan-teil“ am gesamten Tiefkühlsortiment für sich. Außerordentlich beliebt war außerdem das Gemüse mit 463.664 t, gefolgt von Kartoffelerzeugnissen mit 409.477 t und Hauptspeisen beziehungsweise Tiefkühlmenüs mit 406.803 t. Bei den privaten Verbrauchern stand dabei neben den Fischangeboten aus dem Eis auch Gemüse hoch im Kurs, beliebt waren vor allem Spinat und Kräuter. Im Lebensmitteleinzelhandel einschließlich Heimdienste und Discoun-ter wurden 2007 mit 1,71 Mio. t rund 0,5 Prozent mehr abgesetzt als im Jahr zuvor. Der zweite wichtige Absatzkanal für Tiefkühlprodukte ist der Außer-Haus-Markt. Hier stieg der Verbrauch gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Prozent auf 1,42 Mio. t. Ob in der Hotellerie, der Gastronomie oder in Mensen: Die Küchenchefs setzten ebenfalls auf Tiefkühlfisch in allen Variationen. In den Profiküchen waren außerdem Gemüsemischungen und Snackangebote „die Renner“.


Der Außer-Haus Markt bleibt Umsatzgarant

Januar 17, 2008

Quelle: VNR, 17. Januar 2008

Stetiges Wachstum verspricht der Außer-Haus Markt, damit ist er einer der wenigen Märkte, die anhaltend Stabilität garantieren. Im Jahr 1996 beliefen sich die Umsätze noch auf 83 Mrd. Euro. Zehn Jahre später, im Jahr 2006, war das Marktvolumen auf 94 Mrd. Euro angewachsen.

Vor allem Betriebe des Ernährungshandwerks wie Fleischereien, Bäckereien und Konditoreien konnten vom Wachstum auf dem Außer-Haus Markt profitieren, weiterhin gehörten Convenience-Gastronomien, Tankstellenbistros und Kioske zu den Gewinnern.

Die Kölner Unternehmensberatung BBE prognostiziert ein Wachstum um weitere 5% bis zum Jahr 2011, das sich besonders bei Anbietern von leichter und gesunder Küche bemerkbar machen wird.


Kraft Foods forciert Kaffeegeschäft

Januar 15, 2008

Quelle: AHGZ, 14. Januar 2008

Frischer Wind aus der Hansestadt: Der Lebensmittelkonzern Kraft Foods will seine jahrzehntelange Erfahrung im Kaffeegeschäft auf den Außer-Haus-Markt fokussieren. “Unter Jacobs Professional verstehen wir künftig den Geschäftsbereich, der sehr spezifisch und professionell auf die ureigenen Bedürfnisse unserer unterschiedlichen Kundengruppen im Kaffeegeschäft zugeschnitten ist”, sagt dazu Ulrich Mittmann, Direktor Außer-Haus-Marketing für Deutschland, Österreich und Schweiz.

Um dies umzusetzen, wird auch die Vertriebsmannschaft verstärkt. Von den rund 100 Außendienstmitarbeitern wird mehr als die Hälfte sich ausschließlich um den Heißgetränke-Sektor kümmern. Dazu passen die neuen Produkte: Exklusiv für die Gastronomie wurde die Premium-Kaffeemarke Jacobs Noir entwickelt. Die Ganze-Bohne-Kreationen (100 Prozent Arabica) sind Mischungen unterschiedlicher Herkunft. Sie eignen sich für alle Kaffeespezialitäten und Zubereitungsarten.

Außerdem greift der Konzern verstärkt aktuelle Verbrauchertrends auf: Nachhaltigkeit und biologischer Anbau. Mit dem Siegel der Rainforest Alliance sind verschiedene Varianten des hundertprozentig nachhaltig produzierten Kaffees im Angebot. Im Jahr 2007 setzte Kraft Foods bereits 20.000 Tonnen nachhaltig erzeugter Bohnen ab. Damit ist das Unternehmen nach eigenen Angaben der größte Abnehmer dieses Kaffees. Da das Unternehmen sämtliche McCafés in Deutschland mit Rainforest-Alliance-Kaffee beliefert, wird dieses Volumen weiter wachsen. Zusätzlich stammen einige Sorten aus biologischem Anbau. Ab dem zweiten Halbjahr 2008 soll es auch einen nachhaltig erzeugten Bio-Espresso geben. Weitere Neuigkeit: Nach zehn Jahren wird Kraft Foods mit Jacobs Professional erstmals wieder auf der Hamburger Fachmesse Internorga (7. bis 12. März 200 8) präsent sein.


Expansion der Gastro-Fachmessen – Internorga weiterhin führend

Dezember 13, 2007

Im Februar und März 2008 finden vier Veranstaltungen in Hamburg, Berlin und Stuttgart statt – ITB Supply wirbt um mehr Aussteller

Hamburg, 13. Dezember 2007

Von Mitte Februar bis Mitte März 2008 ist das Gastgewerbe im Messefieber. Neben der Internorga und Gastro Vision (beide in Hamburg) bieten auch die Intergastra (Stuttgart) und die Spezialschau ITB Supply (Berlin) Neuheiten für Hotellerie und Gastronomie. Die führende internationale Fachmesse ist nach wie vor die Internorga: Für über 40 Prozent der Gastronomen ist die Hamburger Gastro-Schau die bevorzugte Fachmesse. Dies geht aus einer Befragung des internationalen Marktforschungsinstitutes CHD Expert hervor. Die mit knapp 1000 Ausstellern größte deutsche Gastro-Fachmesse Internorga behauptet damit weiterhin ihren Führungsanspruch in ihrem Segment.

„Neben der Internorga Hamburg expandiert ebenso die Intergastra Stuttgart, die im Februar 2008 erstmals auf dem neuen Messegelände stattfindet und damit über 25 Prozent mehr Fläche verfügt“, sagt Rolf W. Schmidt, Geschäftsführender Gesellschafter von CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH. „Aber auch die Fachschau ITB Supply auf der weltgrößten Tourismus-Fachmesse in Berlin gewinnt an Bedeutung und will der Internorga zunehmend Konkurrenz machen.“

chd-grafik-gastro-fachmessen_13122007_mittel.jpg

Die 82. Internorga Hamburg (7. bis 12. März 2008, http://www.internorga.de) ist mit einem Anteil an ausländischen Ausstellern von rund 20 Prozent auch die wichtigste Fachmesse für den europäischen Außer-Haus-Markt. Das stark erweiterte und modernisierte Messegelände in der Hamburger Innenstadt ist für 2008 wieder ausgebucht und wird rund 1000 Aussteller beherbergen. Parallel findet im Hotel Empire Riverside Hamburg die Fachschau Gastro Vision (7. bis 11. März 2008, http://www.gastro-vision.com) mit rund 40 Ausstellern statt.

Die 24. Intergastra Stuttgart (9. bis 13. März 2008, http://www.intergastra.de) findet alle zwei Jahre statt und ist beim nächsten Mal auf dem neuen Messegelände nahe dem Flughafen zu finden. In insgesamt sieben Hallen werden sich rund 750 Aussteller den rund 72.000 erwarteten Besuchern präsentieren.

Die ITB Supply (Hallen 7.1a und 7.2b während der ITB Berlin, 5. bis 9. März 2008, http://www.itb-berlin.de, Fachbesuchertage: 5./6./7. März 200 8) entwickelt sich mehr und mehr zu einer kleinen Fachausstellung für Zulieferer und Ausstatter der Hotellerie. Rund 30 Hauptaussteller haben einen Stand neben den „Hotelhallen“ 8.1 und 9 gebucht. Die ITB Supply wird eigens von der Messe Berlin und dem neuen Medienpartner „AHGZ“ (http://www.ahgz.de) beworben.

Im Reigen der Gastro-Fachmessen behaupten sich auch regionale Schauen wie z.B. die Gäste Leipzig (15. bis 18. November 2009, http://www.gaeste.de). Obwohl mit nur 338 Ausstellern und rund 19.900 Besuchern eine vergleichsweise kleine Fachmesse ist die Gäste Leipzig aber mit einem sehr hohen Anteil an Fachbesuchern (93%) und einem ausgeprägten Servicegedanken für potentielle Einkäufer aus dem Gastgewerbe eine interessante Leistungsschau.

Die wichtigsten Gastro-Fachmessen im Überblick:

Messe

Datum

Anzahl Aussteller

Anzahl Besucher

Internorga Hamburg

7. bis 12. März 2008

976*

108.459*

Gastro Vision Hamburg

7. bis 11. März 2008

40*

k.A.

Intergastra Stuttgart

9. bis 13. Februar 2008

728**

68.240**

ITB Supply (Hallen 7.1a/7.1b während der ITB Berlin

5. bis 9. März 2008 (Fachbesuchertage: 5./6./7. März 200 8)

12.879* (ca. 23% Hotels)

156.206* (davon rund 108.000 Fachbesucher)

Anuga Köln

10. bis 14. Oktober 2009

6.294*

158.817*

Hogatec Düsseldorf

28. September bis 1. Oktober 2008

520**

35.152**

Gäste Leipzig

15. bis 18. November 2009

338*

19.901*

Ambiente Frankfurt/M.

8 bis 12. Februar 2008

4.597*

146.697*

BioFach Nürnberg

21. bis 24. Februar 2008

2.547*

45.469*

Igeho Basel

21. bis 25. November 2009

832*

78.052*

Host Mailand

23. bis 27. Oktober 2009

2.368*

129.000*

Equip’Hotel

15. bis 19. November 2008

1.292**

102.802**

* 2007, ** 2006 / Quellen: Angaben der Veranstalter, AUMA

Über CHD Expert: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien.

Mehr unter:
http://www.chd-expert.de
http://www.tophotelprojects.com


Studie von CHD-Expert über Gastro-Rauchverbot: Jeder vierte Betrieb erleidet deutlichen Gästeschwund

November 27, 2007

Quelle: Pressemitteilung, 26. November 2007

Über 70% können keinen Raucherraum einrichten – Repräsentative Befragung von 550 Gastronomen in Niedersachsen und Baden-Württemberg

Hamburg, 26. November 2007
Jeder vierte gastronomische Betrieb in Niedersachsen und Baden-Württemberg hat seit Einführung des Rauchverbotes Anfang August einen Einbruch bei den Gästen von über zehn Prozent zu verkraften. Besonders betroffen sind Einraum-Kneipen (85% der befragten Betriebe). Interessant: Nur sechs Prozent der Gastronomen haben seit der Einführung neue Gäste hinzu gewonnen ohne gleichzeitig Stammgäste zu verlieren. Dies geht aus einer aktuellen Studie* des internationalen Marktforschungsinstitutes CHD Expert / Marktplatz Hotel hervor. In der zweiten Oktoberhälfte wurden 550 Entscheider der speisen- und getränkeorientierten Gastronomie in Niedersachsen und Baden-Württemberg telefonisch befragt. Die Quotierung nach Marktsegmenten erfolgte entsprechend den Gesamtmarktanteilen: Befragt wurden 286 Restaurant- und Gasthofbetreiber und 226 Kneipenwirte sowie 38 Bar- und Lounge-Betreiber.

chd-grafik_nr-studie-1.jpg

„43 Prozent der Gastronomen sind als Verlierer zu bezeichnen, da sie mindestens Gästeeinbußen im einstelligen Bereichen verzeichnen“, sagt Thilo Lambracht, Geschäftsführer von CHD Expert. „Gut die Hälfte von ihnen meldet sogar einen Gästeschwund von mehr als zehn Prozent. Erfahrungsgemäß sind unter diesen Betrieben wiederum viele, deren Verluste so groß sind, dass sie existenzbedrohend wirken können.“ Allerdings habe auch die Hälfte der Unternehmer keine Auswirkungen des Gastro-Rauchverbotes auf den Anteil der Stammgäste festgestellt.
Zu den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen des Nichtraucherschutzes in der Gastronomie nimmt Prof. Dr. Gertrud Höhler Stellung: „Niemand bestreitet die tödliche Gefahr durch Nikotin. Niemand empfiehlt Raucherförderung als Staatsziel. Aber die Folgen des gesetzgeberischen Engagements für Nichtraucher müssen sorgsam abgewogen werden und verlangen auf der Zeitachse lange Vorlaufzeiten. Für Gastronomen ist der überfallartige Anspruch des Staates, unter großen materiellen Opfern an seinen neuen Konzepten zur Bürgerbevormund mitzuwirken, bisher in ihrem Berufsbild nicht angelegt.“
(Das gesamt Statement von Prof. Gertrud Höhler lesen Sie unten stehend.)

* Die Studie „Auswirkungen des Nichtraucherschutzes in der Gastronomie in Baden-Württemberg und Niedersachsen“ wurde unabhängig erstellt und ist für 3.150 Euro zzgl. MwSt. erhältlich bei: CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH, Tel. (04263) 301 300, info@chd-expert.de.

chd-grafik_nr-studie-2.jpg

Die Untersuchungsergebnisse im Einzelnen:

Räumliche Voraussetzungen für separate Raucherräume
Nur jeder zweite gastronomische Betrieb der hauptsächlich betroffenen Segmente Restaurants, Bars und Kneipen verfügt über mehr als einen Gastraum. Bei den Bars (Spannbreite von American Bar bis Nachtbar) sind es sogar zwei Drittel, die ohne bauliche Maßnahmen keinen separaten Raucherraum einrichten können. Entgegen vieler Erwartungen verfügen schon knapp 30 Prozent der Betriebe während der Saison über eine bewirtschaftete Außenfläche mit Sitzgelegenheiten. Zu beachten ist, dass in vielen Fällen unabhängig von der meteorologischen Situation auch Lärmschutzverordnungen eine Bewirtschaftung am Abend unattraktiv machen können. Bei nur 20 Prozent der Einraum-Betriebe besteht die grundsätzliche bauliche Möglichkeit zur Abtrennung eines weiteren Gastraums. Damit sind Tausende von Kneipen und Bars von den Ausnahmemöglichkeiten des Gesetzes von Beginn an ausgeschlossen!

Auswirkungen des Gesetzes auf die Anzahl der Gäste
43 Prozent der Betriebe sind als Verlierer der Nichtraucherschutzgesetzgebung zu bezeichnen, da sie einen Gästeschwund im mindestens einstelligen Bereich aufweisen. Gut die Hälfte von ihnen meldet sogar einen Gästeschwund von mehr als zehn Prozent. Erfahrungsgemäß sind unter diesen Betrieben wiederum viele, deren Verluste existenzbedrohend wirken können. Allerdings gibt es je nach Betriebstyp Unterschiede. Am geringsten betroffen sind grundsätzlich Betriebe mit mehr als einem Gastraum. Interessanterweise hat die Übergangsfrist in Niedersachsen offensichtlich den Effekt gehabt, dass sich weniger Gastronomen an die Vorschriften gehalten haben und sie den Gästen noch keine Änderungen zugemutet haben. In Baden-Württemberg hat sich nämlich das Verhältnis von Gewinnern und Verlierern schon stärker polarisiert.

Auswirkungen des Gesetzes auf die Zusammensetzung der Gäste
Wiederum insgesamt die Hälfte der Betriebe bemerkt auch keine Änderungen in der Zusammensetzung ihrer Gäste (Männer, Frauen, Junge und Alte, Stammgäste und Gelegenheitsgäste). Trotzdem sind 35 Prozent der Betriebe „Verlierer“, denn sie haben keinerlei Ausgleich der verlorenen Stammgäste durch neue Gästegruppen registrieren können. Als „Gewinner“ können sich nur sechs Prozent bezeichnen, denn sie haben keine Stammgäste verloren und trotzdem neue Zielgruppen (Frauen, Familien, junge Gäste) erobert. Gasthöfe und Restaurants sind die Betriebstypen, denen es am besten gelingt neue Gästegruppen zu aktivieren. Die Einraum-Betriebe (hauptsächlich Kneipen und Bars) haben den häufigsten Verlust an Stammgästen. Frühere Untersuchungen von CHD Expert haben festgestellt, dass der Anteil der Raucher in der Majorität der Kneipen mindestens fünfzig Prozent beträgt und in vielen Fällen mehr als drei Viertel der Gäste umfasst.

Auswirkungen des Gesetzes auf die Verweildauer der Gäste
Die Verweildauer der Gäste nach Einführung des Nichtraucherschutzgesetzes ist abhängig vom Betriebstyp und damit der Funktion des Aufenthalts. Aber selbst bei ihren Stammgästen in den Restaurants haben 22% der Betreiber die Erfahrung gemacht, dass diese ihren Aufenthalt verkürzen. Gelegentliche Gäste reagieren weniger eindeutig (18%) und bei den Gästegruppen mit Kindern sind es nur noch neun Prozent, die eine deutlich kürzere Verweildauer zeigen. Es sind auch Frauen und Familien, die am ehesten ihren Aufenthalt verlängern. Insgesamt wird jedoch übereinstimmend berichtet, dass die Gäste weniger lange bleiben, womit Umsatzausfälle praktisch vorprogrammiert sind!

Auswirkungen des Gesetzes auf den Getränkekonsum der Gäste
Weniger Gäste und geringere Verweildauer müssen konsequenterweise Auswirkungen auf den Getränkekonsum haben. Aus den Kneipen wird der stärkste Rückgang beim Konsum von Fass- oder Flaschenbier berichtet. Allein 40% Prozent aller Betriebe stellen eine Verringerung fest und 14 Prozent sogar einen deutlich niedrigeren Absatz von Fassbier, der „Brotmarke“ der meisten Kneipen. Aber auch bei allen anderen Getränkekategorien gibt es erhebliche Einbußen. Da Kneipen naturgemäß praktisch ausschließlich vom Getränkeverkauf leben, sind mit diesen Einbußen auch erhebliche und im Einzelfall Existenz bedrohende Umsatzveränderungen verbunden.
Es treten jedoch Unterschiede bei den Betriebstypen und Getränkekategorien auf. Auch in den Restaurants berichten die Betreiber von deutlich wahrnehmbaren Verringerungen des Bierabsatzes und anderer alkoholischer Getränke, die zum Essen oder danach konsumiert werden. Bei einem Teil der Betriebe hat sich jedoch gleichzeitig der Absatz von alkoholfreien Getränken und Kaffee erhöht. Dies ist aller Wahrscheinlichkeit nach dem häufigeren Besuch von Frauen und Familien geschuldet. Eine Minderheit der Betreiber von Bars berichtet von wahrnehmbar besseren Getränkeabsätzen, jedoch kann dies in der Branche insgesamt den Absatz- und Umsatzverlust in allen Getränkekategorien nicht aufwiegen. Dazu sind die verfügbaren Öffnungszeiten auch weniger attraktiv für die größten Nutznießer rauchfreier Gasträume, nämlich der Familien und Eltern mit Kindern.

Statement von Prof. Dr. Gertrud Höhler zur CHD-Expert-Studie „Folgen des Nichtraucherschutzes in der Gastronomie in Baden-Württemberg und Niedersachsen“:

prof-dr-phil-gertrud-hohler.jpg

„Der fürsorgliche Staat macht Deutschland Schritt für Schritt zu einer Verbotsgesellschaft. Mit respektablen Argumenten schützt er die einen vor den anderen, hier die Nichtraucher vor den Rauchern und die Raucher vor sich selbst. Wer beiden Gastlichkeit anbietet, muss vom höchsten Wohltäter Staat natürlich Nachteile einstecken. Der Mittelständler zum Beispiel, dessen Einkommen aus dem Gastronomiebetrieb nicht reicht, um beiden getrennt glücklich zu machen – die einen im blauen Dunst, die anderen in klarer Kneipenlust.
Niemand bestreitet die tödliche Gefahr durch Nikotin. Niemand empfiehlt Raucherförderung als Staatsziel. Aber die Folgen des gesetzgeberischen Engagements für Nichtraucher müssen sorgsam abgewogen werden und verlangen auf der Zeitachse lange Vorlaufzeiten.
Für Gastronomen ist der überfallartige Anspruch des Staates, unter großen materiellen Opfern an seinen neuen Konzepten zur Bürgerbevormundung mitzuwirken, bisher in ihrem Berufsbild nicht angelegt. Ebenso wenig waren sie bisher angehalten, den Alkoholkonsum ihrer Gäste kritisch zu begleiten.
Die Regel, an die der Gesetzgeber sich halten könnte, lautet im Alltagsverständnis der Bürger so: Wenn der Schutz des einen vor den schädlichen Gewohnheiten des andern einen Dritten im Markt die Existenz kosten kann, dann stehen Bürgerrechte zur Disposition, die der Staat zu schützen hätte.
Der Nichtraucherschutz ist nur ein Schauplatz der neuen Hypermoral. Gleichzeitig dauert die Bagatellisierung von Rauchdrogen an, die viele junge Menschen auf einen Weg ohne Umkehrchance schicken, weil sie Gehirnprogramme verändern. Auch die Nikotinsucht kann am wirksamsten bei Heranwachsenden, in den Schulen und Jugendclubs bekämpft werden. Das moralische Strebertum der Gutmenschen weicht aber vor diesen anspruchsvollen Aufgaben zurück, um die imagewirksame öffentliche Aktion am Tatort Gastronomie als Pluspunkt zu buchen: der Staat schützt die Guten vor den Bösen.
Im Ansatz nur vorläufig steckengeblieben sind noch viel dramatischere Zugriffe auf Bürgerfreiheit und Persönlichkeitsrechte von Seiten der Gesundheitspolitik. Es ist eine Frage der Zeit, bis das Projekt erneut auf den Tisch kommt: Der informationell ausgespähte Bürger soll nun auch seine künftige Krankheitsgeschichte und sein genetisch vorbestimmtes Leidenspensum frühzeitig kennenlernen und dem Versicherer überlassen – zu entsprechend himmelstürmenden Tarifen, je nach Prognose. Millionenfach steht damit das Recht auf Nichtwissen und das Lebensglück der Bürger auf dem Spiel.
Aggressiver Nichtraucherschutz von Seiten der Politik als Auflage an Gastronomen soll davon ablenken, dass die wirksamere Maßnahme gar nicht erst geplant wird: den Menschen in einer wohlhabenden Gesellschaft soviel Lust auf ein gesundes, drogenfreies Leben zu machen, dass die Droge Nikotin zum Prestigekonsum völlig ungeeignet würde. Solange ergraute Herren aber Prestige holen mit Hasch- und Koksgeschichten aus ihrer Jugend, solange ganze Berufsgruppen ihr Partypensum nur mit Partydrogen durchstehen können, wirkt der Aktionismus in Sachen Nichtraucherschutz in Kneipen eher wie ein Ablenkungsmanöver.“

Prof. Dr. phil. Gertrud Höhler war Professorin für Literatur an der Universität Paderborn und ist eine international gefragte Publizistin und zählt zu den renommiertesten Beraterpersönlichkeiten im deutschsprachigen Raum. Nach langjähriger Tätigkeit als Universitätsprofessorin für Literaturwissenschaft entschloss sie sich, ihre Begabung für scharfe Analysen und problemorientiertes Denken in andere Bahnen zu lenken und als freie Beraterin von Wirtschaft und Politik zu arbeiten. Die Autorin zahlreicher Managementbücher ist Mitglied in Verwaltungsräten internationaler Konzerne und eine vielgefragte Rednerin. In ihren Vorträgen behandelt sie das Thema Führung unter den veränderten Bedingungen der heutigen Unternehmenswelt. Sogenannte „weiche Faktoren“ wie die Emotionale Intelligenz wurden in den Manageretagen viel zu lange vernachlässigt – die Zukunft liege in Mixed Leadership: Männer und Frauen als unschlagbares Team, nicht als Konkurrenten, sondern als konstruktive Ergänzung, so Höhler. Untermauert durch viele praktische Beispiele und die Visualisierung der Kernaussagen werden diese Vorträge zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Ihre jüngste Veröffentlichung „Aufstieg für alle. Was die Gewinner den Verlierern schulden.“ (erschienen September 2007 im Econ Verlag, 267 Seiten, ISBN-10: 3430200288 / ISBN-13: 978-343020028 8) prangert sie den neuen Protektionismus an: Die Politik betreibt Abstiegsmanagement. Der „vorsorgende“ Staat macht Verlierer. Ohne Aufstiegsvision haben wir keine andere Wahl als den Abstieg. Darum ist der Kampfruf „Aufstieg für alle“ ohne Alternative. Aufsteiger sind auch Stellvertreter. Sie schulden uns Aufstiegsziele. Sie müssen Garanten für den Wertbesitz der Gesellschaft sein. Wo die klugen Köpfe nicht das Herz auf ihrer Rechnung haben, scheitern alle Projekte. Die Erfolgreichen müssen ihr Bestes geben, damit die Verlierer von heute morgen an ihrer Seite sind. Wo die Gewinner diskriminiert werden, haben auch die Verlierer keine Chance. Wo die Starken sich abkoppeln, sind die Schwachen bald isoliert. Sie werden auch die Starken stürzen. Wir brauchen ein neues Ethos für Aufsteiger. Sein Kerngebot: Aufstieg verpflichtet!

Über CHD Expert: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien.

Mehr unter:
http://www.chd-expert.de
http://www.tophotelprojects.com


Quo vadis Bio in der Außer-Haus-Verpflegung?

November 16, 2007

Quelle: Pressemitteilung, 16. November 2007

CMA-Expertenforum: Chancen und Lösungen für die Außer-Haus-Branche Bonn/Berlin, 16. November 2007. Wie sieht die Zukunft von Bio in der Außer-Haus-Verpflegung aus? Mögliche Lösungen für diese Frage erarbeiteten rund 65 Entscheider, Betriebsleiter und Köche auf dem Expertenforum “Quo vadis Bio in der Außer-Haus-Verpflegung”, das die CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH am 12. und 13. November 2007 in Frankfurt am Main veranstaltete.

bild-1-zur-meldung-quo-vadis-bio.jpg
Bio aus regionaler Erzeugung ist die beste Lösung für die Außer-Haus-Branche. Dafür sprach sich Thomas Dosch, Bioland, auf dem CMA-Expertenforum “Quo vadis Bio?” aus.

“Herkunft, Beschaffung und Qualität der Bio-Produkte sind die entscheidenden Punkte, mit denen sich die Branche zukünftig auseinandersetzen muss”, fasste Sabine Jörg, verantwortlich für das Marketing Ökologischer Landbau bei der CMA, die Ergebnisse der Veranstaltung zusammen.

Bio bietet auch in Zukunft ein wichtiges Potenzial, darin waren sich die Teilnehmer einig. Welche möglichen Herausforderungen auf die Branche in den nächsten Jahren zukommen, prognostizierte Gastredner Thomas Dosch, Präsident des Anbauverbandes Bioland e.V.: Globalisierung, Ressourcenknappheit sowie die befürchtete Aufweichung der Qualitätsstandards durch die Revision der EG-Öko-Verordnung, all dies sehe die Bio-Branche zunehmend mit Sorge. “Die Lösung”, so Dosch, “liegt in kurzen Transportwegen, Transparenz, Frische, Qualität sowie einer engen und vertrauensvollen Beziehung zwischen Landwirt und Verwender.”

Sprachrohr ihrer Gäste
Die CMA hatte Vertreter der Außer-Haus-Branche exklusiv zum Expertenforum eingeladen. Jeder der 65 Teilnehmer hat im eigenen Unternehmen bereits Bio-Erfahrungen gesammelt. Das Erfahrungs-Spektrum reichte von Einsteigern bis hin zu Bio-Pionieren, die seit über 20 Jahren Lebensmittel aus ökologischem Anbau einsetzen; von Betrieben, die bislang nur einzelne Komponenten in Bio-Qualität anbieten bis hin zu Einrichtungen, die mit 100 Prozent Bio arbeiten. Sie alle vertraten im Forum aber nicht nur ihr eigenes Unternehmen, sondern insgesamt mehr als 400.000 Gäste, die täglich von ihnen bewirtet werden.

Von der KiTa bis zum Altenheim
Bio ist in der Außer-Haus-Branche angekommen. “Mittlerweile kann man über den gesamten Lebenszyklus Bio konsumieren”, stellt Rainer Roehl vom ÖGS, der das Expertenforum organisierte, fest. “Von der Kindertagesstätte bis hin zum Altenheim. Für immer mehr Verbraucher ist das Bio-Angebot ein wichtiges Kriterium bei der Wahl der Einrichtung.”

In vier branchenspezifischen Foren tauschten die Teilnehmer Erfahrungen aus und erarbeiteten Lösungsansätze für Schulen und Kindertagesstätten, Betriebsgastronomie und Studentenwerke, Kliniken und Heime sowie für Gastronomie und Hotellerie. Neben einer kritischen Bestandsanalyse standen vor allem Visionen und Einschätzungen der weiteren Entwicklung im Fokus.

Die “Top 5″ der Bio-Zukunft
In einem gemeinsamen Ranking stimmten die Teilnehmer über die fünf wichtigsten Herausforderungen in der Zukunft ab. Platz 1 bis 3 nahmen dabei die Kriterien Beschaffung, Qualität und Herkunft ein. Die Kommunikation gegenüber den Gästen erachteten alle Teilnehmer als weniger problematisch und wählten sie auf Platz 4. Den fünften Platz erhielt die Bio-Zertifizierung. In ihr sahen die meisten Teilnehmer weniger Pflicht als vielmehr Chance zur Sicherung der Qualität ihres Bio-Angebotes. Die Gewichtung der Faktoren sowie die Kernprobleme erwiesen sich als branchenspezifisch sehr verschieden. So sehen Kliniken und Heime Bio zunehmend als ein Muss an, um sich langfristig im Wettbewerb zu positionieren. In der Schulverpflegung dagegen ist der enorme Kostendruck weiterhin begrenzender Faktor. Betriebsgastronomie und Studentenwerke haben weniger mit den Kosten als mit der mangelnden Verfügbarkeit von Bio-Produkten in der Region zu kämpfen. Die Gastronomie dagegen wünscht eine stärkere Vernetzung des lokalen Bio-Angebotes, da es oft erhebliche logistische und organisatorische Hürden gibt.

In einem aber waren sich alle Teilnehmer einig: Eines der wichtigsten Kriterien für eine sichere und erfolgreiche Bio-Vermarktung ist die regionale Herkunft der Produkte.

Wunsch und Wirklichkeit
Regional erzeugt, frisch geliefert und am besten vom Bauern nebenan - so sieht für die meisten Außer-Haus-Unternehmen die ideale Lösung aus. In der täglichen Praxis ist dieses Ideal jedoch nicht immer erreichbar. Produkte mit einem hohen Conveniencegrad beispielsweise kann der Landwirt nicht anbieten. Oft sind die Produkte auch nicht in ausreichenden Mengen verfügbar, so dass nur der Griff zu überregionaler oder auch konventioneller Ware bleibt. Die Angebotsstruktur könnte besser an die Bedürfnisse der Großküchen angepasst werden. Die Verbesserung der Rohstoffsituation und eine bessere Vernetzung des regionalen Bio-Angebotes waren daher ausdrücklicher Wunsch vieler Teilnehmer.

Bio ist Teil von mehr
Immer mehr Menschen nehmen ihre Mahlzeiten nicht mehr zu Hause ein, sondern am Arbeitsplatz, in der Schule oder in Restaurants. Frequenz und Wertschätzung der Außer-Haus-Verpflegung nehmen zu - und damit der Einfluss, den die Branche auf das Ernährungsverhalten, auf die Einstellung der Verbraucher zu Bio-Lebensmitteln nehmen kann. Bio ist ein wichtiger Baustein für ein qualitativ hochwertiges Angebot, kann jedoch nur Erfolg haben als “Teil von mehr”, im Rahmen eines gastorientierten, ganzheitlichen Gesamtkonzeptes, in dem Qualität und Nachhaltigkeit ihren festen Platz haben.


CHD-Expert-Studie über Firmen-Weihnachtsfeiern: Vorsichtiger Optimismus in der Gastronomie

November 7, 2007

Quelle: Pressemitteilung, 07. November 2007

Rund ein Drittel der Restaurants in Deutschland erwartet steigende Umsätze mit Firmen-Weihnachtsfeiern im Advent 2007. Die Erwartungshaltung ist bei den Restaurateuren, die einen Durchschnittsbon zwischen 30 bis 40 Euro je Firmengast erwirtschaften, besonders hoch. Dies geht aus einer aktuellen Studie des internationalen Marktforschungsinstitutes CHD Expert hervor. Rund 40 Prozent der Profi-Gastgeber gehen von gleich bleibenden Umsätzen mit Firmenfeiern im Advent aus. Bei rund 24 Prozent der Restaurants wird mit Umsatzrückgängen gerechnet.

chd-grafik-firmen-weihnachtsfeiern-in-der-gastronomie-2007.jpg

“Unter den Gastronomen macht sich vorsichtiger Optimismus breit“, sagt Thilo Lambracht, Geschäftsführer von CHD Expert. Zwei Drittel der Betriebe, die eine steigende Anzahl von Firmen-Weihnachtsfeiern für den Advent 2007 verzeichnen, rechnen auch mit leicht steigenden Umsätzen. Lediglich ein Drittel erwartet keine weiteren Umsatzsteigerungen: „Zahlreiche Firmen laden zwar zu Weihnachtsfeiern ein, aber gestalten diese durchaus bescheidener“, so Lambracht.
Der Durchschnittsbon bei Firmen-Weihnachtsfeiern im vergangenen Jahr betrug bei rund 45 Prozent der befragten Restaurantbetreiber bis zu 30 Euro. Immerhin fast 20 Prozent der Gastronomen kassierten einen Durchschnittsbon zwischen 30 und 40 Euro. Über 40 Euro je Firmengast konnten nur rund drei Prozent der Befragten in Rechnung stellen.

Umsatzwachstum bei Firmen-Weihnachtsfeiern flacht ab
Führende Restaurants, die bereits im Hochpreissegment (Durchschnittsbon über 40 Euro) Firmen-Weihnachtsfeiern ausrichten, erwarten nur zu 25 Prozent eine Umsatzsteigerung für diesen Advent. Bei Anbietern im mittleren Preissegment (Durchschnittsbon zwischen 30 und 40 Euro) erwarten rund ein Drittel Umsatzsteigerungen und lediglich 14 Prozent der Befragten Umsatzeinbrüche.
Über die Studie: Im November 2007 wurden in einer Blitzumfrage 140 repräsentativ ausgewählte Restaurants zu ihren Erwartungen im Geschäft mit Firmen-Weihnachtsfeiern/-essen im Vergleich zu 2006 befragt.
Über CHD Expert: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien.

Weitere Informationen über CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH