Vier Zielgruppen für die Bio-Branche

Juni 1, 2008

Quelle: W&V, 29. Mai 2008

Längst ist das Geschäft mit Bio-Lebensmitteln keine Nischenveranstaltung mehr, sondern ein milliardenschweres Business. Mittlerweile kaufen 93 Prozent aller Bundesbürger Bio-Ware. Trotzdem sind die Anbieter verunsichert, weil sie ihre Käufer nicht kennen. Die Studie “Bio-Markt 2.0″ der Strategieagentur Different skizziert jetzt vier Käufertypen.

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http://www.wuv.de/news/unternehmen/meldungen/2008/05/97184/index.php


Der türkische Markt für Bioprodukte wächst

Februar 28, 2008

Quelle: bfai, Februar 2008

Regionale Förderung für ökologischen Anbau / Von Marcus Knupp

Mit den Methoden ökologischer Landwirtschaft hergestellte Produkte gewinnen auch in der Türkei langsam an Boden. Zwar behindern bürokratische Genehmigungsverfahren und eine bislang fehlende einheitliche Kennzeichnung noch den Marktzugang und die Markttransparenz. Wachsendes Bewusstsein zumindest bei den großstädtischen Kunden führt aber dennoch zu einer schrittweisen Ausweitung des Angebots von Bioprodukten. Weiter entwickelt ist die exportorientierte organische Landwirtschaft. (Kontaktanschriften)

Auf einer Konferenz zum Thema Bioprodukte, die im Januar 2008 in Izmir stattfand, definierten Vertreter der Branche Zielwerte für das Jahr 2012. Demnach soll der Anteil der nach den Regeln des organischen Landbaus bewirtschafteten Flächen in der Türkei von derzeit 0,8% auf 3% steigen. Für die Inlandsnachfrage erhoffen sich die Konferenzteilnehmer ein Anwachsen von aktuell lediglich 5 Mio. US$ auf mindestens das Zehnfache.

Viel wichtiger ist für die Branche jedoch der Export. Ausgehend von etwa 150 Mio. US$ sollen die Ausfuhren von Bioprodukten bis 2012 ein Volumen von 1 Mrd. US$ erreichen. In den zehn Jahren zwischen 1996 und 2006 ist die Zahl der Biobauern in der Türkei von 1.947 auf 14.256 gestiegen. Die von ihnen bebaute landwirtschaftliche Nutzfläche hat im selben Zeitraum um das 28-fache auf 192.789 ha zugenommen, die Erntemenge von etwa 10.000 t auf 458.000 t.

Mit Unterstützung der Stadtverwaltung Izmir beginnt 2008 eine auf zwei Jahre angelegte Pilotphase zur Förderung ökologischer Landwirtschaft im Umland der Ägäisstadt. An dem gemeinsam mit der Provinzdirektion für Landwirtschaft, der Ägäisuniversität und Verband für ökologische Landwirtschaft (Ekolojik Tarim Organizasyonu Dernegi, ETO) entwickelten Programm nehmen in 32 Gemeinden insgesamt rund 500 Produzenten teil. Auf etwa 10.000 Dönüm (9.200 ha) bauen sie Weintrauben, Oliven, sowie verschiedene Obst- und Gemüsesorten an.

Nach erfolgreicher Umstellung der Anbaumethoden sollen nach zwei Jahren die ersten Zertifikate für ökologischen Landbau vergeben werden. Die wichtigsten Absatzmärkte liegen in den Großstädten wie Izmir, Istanbul, Bursa oder Ankara, wo mittlerweile etliche besser sortierte Supermärkte über Regale mit Bioprodukten verfügen. Zwar müsse man die Produkte etwas teurer anbieten als konventionell angebaute Ware, da sie aber besser schmeckten als jene, erwarten die am Programm teilnehmenden Landwirte keine Absatzprobleme.

Auch immer mehr große Hersteller nehmen entsprechende Produkte in ihr Programm auf. Die Yasar Holding beispielsweise bietet seit Jahresbeginn 2008 unter der Markte Pinar eine “organik” Milch an. Der Konkurrent Dogan Organik will noch in diesem Jahr mit einem entsprechenden Produkt folgen. Eine erste Bio-Baby-Nahrung hat die Ülker-Gruppe unter der Marke Hero Baby auf den Markt gebracht. Der Käsehersteller Akgünes Gida startet mit einem ersten in der Türkei produzierten Biokäse unter dem Markennamen Özay Organik.

Auch das im thrakischen Lüleburgaz ansässige Molkereiunternehmen Eray Gida plant, ab 2009 Bio-Ziegenkäse herzustellen. Aus der den EU-Normen (92/46/EEC) entsprechenden Milcherzeugung des 2003 gegründeten Betriebs sollen dazu rund 5 t täglich verwendet werden. Die Umsetzung des Projekts will Eray Gida mit Gründung einer Fachschule für Milchwirtschaft begleiten. Wichtigster Absatzkanal ist die Zusammenarbeit mit der Metro-Gruppe in der Türkei und das Angebot des Bio-Käses in deren Real-Verbrauchermärkten am Bosporus, daneben denkt Eray Gida auch an den Export.

Die Großbäckerei Istanbul Halk Ekmek (IHE), die in ihren drei Fabriken circa 10% des in der türkischen Metropole konsumierten Brotes herstellt, hat in einem 2005 begonnenen Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit 1.500 Ökobauern biologisch hergestelltes Brot in ihr Programm aufgenommen. Sie ist Zeitungsberichten zufolge mit Kunden in Deutschland im Gespräch, Erzeugnisse der am Projekt beteiligten Landwirte dorthin zu exportieren. Das Unternehmen will außerdem die Vermarktung von Bioprodukten in vier “Biobazaren” in wohlhabenderen Istanbuler Stadtteilen fördern.

Der erste Straßenmarkt, auf dem ausschließlich Bioprodukte angeboten werden, entstand Mitte 2006 im Istanbuler Stadtteil Sisli. Initiatoren waren die Bezirksverwaltung Sisli und der Verband zur Förderung eines ökologischen Lebens Bugday. Auch in anderen Großstädten der Türkei wie Ankara, Bursa, Eskisehir, Samsun und Izmir hat die Nachfrage nach Bio-Produkten deutlich zugenommen, sagt der Projektkoordinator von Bugday, Batur Sehirlioglu. Noch 2008 will der Verband zwei weitere Bio-Märkte in Samsun und in Antalya ins Leben rufen.

Ein Problem ist die noch unzureichende Normung für Bio-Produkte in der Türkei. Mit dem zunehmenden Interesse der Konsumenten an entsprechenden Erzeugnissen hat auch die Zahl der Aufdrucke auf Produkten wie zum Beispiel Yoghurt zugenommen, die die Ware als “natürlich”, “100% natural” oder ähnlich anpreisen. Ohne verbindlichen Standard zur Kennzeichnung ist für die Kunden schwer zu erkennen, wann es sich tatsächlich um ein ökologisch hergestelltes Produkt handelt. Sehirlioglu hebt daher die Notwendigkeit hervor, das das Landwirtschaftsministerium einschlägige Gesetze und Verordnungen schafft oder erneuert sowie die Verwaltungspraxis entsprechend anpasst.

Der Verwaltungsaufwand und die mit den notwendigen Verfahren verbundene Papierflut schreckt nach Ansicht des Vorsitzenden des Verbandes der ökologischen Produzenten und Industrie (ORGÜDER), Ahmet Tiryakioglu, noch viele Produzenten ab, sich auf dem türkischen Markt zu engagieren. Auch er fordert deutliche Vereinfachungen und weist auf Fördermaßnahmen in anderen Ländern hin.

Die Türkei ist unterdessen zum größten Produzenten organisch angebauter Baumwolle weltweit geworden. In der Ernteperiode 2006/07 konnten nach Angaben der Organisation Organic Exchange mit 23.152 t über 61% mehr geerntet werden als in der voran gegangenen Saison. Der Marktanteil der türkischen Baumwollbauern beträgt in diesem Bereich 40%, gefolgt von Indien mit 32,4% und der VR China mit 7%. Etwa 85% der ökologisch angebauten Fasern werden für die Herstellung von Konfektionskleidung verwendet. Neben speziellen Marken wollen auch große Textilhersteller Kleidung aus Biofasern in ihr Programm aufnehmen. So sollen bis 2010 beziehungsweise 2012 rund 5% der von Firmen wie Nike, Timberland oder Marks&Spencer genutzten Fasern aus Betrieben der organischen Landwirtschaft stammen.

  

Kontaktanschriften: 

Ekolojik Tarim Organizasyonu Dernegi (ETO, Verband der ökologischen Landwirtschaft)
Akdeniz Cad. Akdeniz Ishani 5, Kat: 4, D. 415/9, Pasaport - Izmir
Tel.:             0090 232/446 08-27       ; -32
E-Mail: Internet: www.eto.org.tr

Organik Ürün Üreticileri ve Sanayicileri Dernegi (ORGÜDER, Verband der ökologischen Produzenten und Industrie)
Büyükdere Cad. 64, Somer Apt., Kat: 5, D: 13, Mecidiyeköy - Istanbul
Tel.:             0090 212/347 25-60       ; Fax: -70
E-Mail: Internet: www.orguder.org.tr

Bugday (Verband zur Förderung eines ökologischen Lebens)
Kemankes Cad., Akce Sok. 14, Karaköy - Istanbul
Tel.:             0090 212/252 52-55       ; Fax: -56
E-Mail: Internet: www.bugday.org


Quo vadis Bio in der Außer-Haus-Verpflegung?

November 16, 2007

Quelle: Pressemitteilung, 16. November 2007

CMA-Expertenforum: Chancen und Lösungen für die Außer-Haus-Branche Bonn/Berlin, 16. November 2007. Wie sieht die Zukunft von Bio in der Außer-Haus-Verpflegung aus? Mögliche Lösungen für diese Frage erarbeiteten rund 65 Entscheider, Betriebsleiter und Köche auf dem Expertenforum “Quo vadis Bio in der Außer-Haus-Verpflegung”, das die CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH am 12. und 13. November 2007 in Frankfurt am Main veranstaltete.

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Bio aus regionaler Erzeugung ist die beste Lösung für die Außer-Haus-Branche. Dafür sprach sich Thomas Dosch, Bioland, auf dem CMA-Expertenforum “Quo vadis Bio?” aus.

“Herkunft, Beschaffung und Qualität der Bio-Produkte sind die entscheidenden Punkte, mit denen sich die Branche zukünftig auseinandersetzen muss”, fasste Sabine Jörg, verantwortlich für das Marketing Ökologischer Landbau bei der CMA, die Ergebnisse der Veranstaltung zusammen.

Bio bietet auch in Zukunft ein wichtiges Potenzial, darin waren sich die Teilnehmer einig. Welche möglichen Herausforderungen auf die Branche in den nächsten Jahren zukommen, prognostizierte Gastredner Thomas Dosch, Präsident des Anbauverbandes Bioland e.V.: Globalisierung, Ressourcenknappheit sowie die befürchtete Aufweichung der Qualitätsstandards durch die Revision der EG-Öko-Verordnung, all dies sehe die Bio-Branche zunehmend mit Sorge. “Die Lösung”, so Dosch, “liegt in kurzen Transportwegen, Transparenz, Frische, Qualität sowie einer engen und vertrauensvollen Beziehung zwischen Landwirt und Verwender.”

Sprachrohr ihrer Gäste
Die CMA hatte Vertreter der Außer-Haus-Branche exklusiv zum Expertenforum eingeladen. Jeder der 65 Teilnehmer hat im eigenen Unternehmen bereits Bio-Erfahrungen gesammelt. Das Erfahrungs-Spektrum reichte von Einsteigern bis hin zu Bio-Pionieren, die seit über 20 Jahren Lebensmittel aus ökologischem Anbau einsetzen; von Betrieben, die bislang nur einzelne Komponenten in Bio-Qualität anbieten bis hin zu Einrichtungen, die mit 100 Prozent Bio arbeiten. Sie alle vertraten im Forum aber nicht nur ihr eigenes Unternehmen, sondern insgesamt mehr als 400.000 Gäste, die täglich von ihnen bewirtet werden.

Von der KiTa bis zum Altenheim
Bio ist in der Außer-Haus-Branche angekommen. “Mittlerweile kann man über den gesamten Lebenszyklus Bio konsumieren”, stellt Rainer Roehl vom ÖGS, der das Expertenforum organisierte, fest. “Von der Kindertagesstätte bis hin zum Altenheim. Für immer mehr Verbraucher ist das Bio-Angebot ein wichtiges Kriterium bei der Wahl der Einrichtung.”

In vier branchenspezifischen Foren tauschten die Teilnehmer Erfahrungen aus und erarbeiteten Lösungsansätze für Schulen und Kindertagesstätten, Betriebsgastronomie und Studentenwerke, Kliniken und Heime sowie für Gastronomie und Hotellerie. Neben einer kritischen Bestandsanalyse standen vor allem Visionen und Einschätzungen der weiteren Entwicklung im Fokus.

Die “Top 5″ der Bio-Zukunft
In einem gemeinsamen Ranking stimmten die Teilnehmer über die fünf wichtigsten Herausforderungen in der Zukunft ab. Platz 1 bis 3 nahmen dabei die Kriterien Beschaffung, Qualität und Herkunft ein. Die Kommunikation gegenüber den Gästen erachteten alle Teilnehmer als weniger problematisch und wählten sie auf Platz 4. Den fünften Platz erhielt die Bio-Zertifizierung. In ihr sahen die meisten Teilnehmer weniger Pflicht als vielmehr Chance zur Sicherung der Qualität ihres Bio-Angebotes. Die Gewichtung der Faktoren sowie die Kernprobleme erwiesen sich als branchenspezifisch sehr verschieden. So sehen Kliniken und Heime Bio zunehmend als ein Muss an, um sich langfristig im Wettbewerb zu positionieren. In der Schulverpflegung dagegen ist der enorme Kostendruck weiterhin begrenzender Faktor. Betriebsgastronomie und Studentenwerke haben weniger mit den Kosten als mit der mangelnden Verfügbarkeit von Bio-Produkten in der Region zu kämpfen. Die Gastronomie dagegen wünscht eine stärkere Vernetzung des lokalen Bio-Angebotes, da es oft erhebliche logistische und organisatorische Hürden gibt.

In einem aber waren sich alle Teilnehmer einig: Eines der wichtigsten Kriterien für eine sichere und erfolgreiche Bio-Vermarktung ist die regionale Herkunft der Produkte.

Wunsch und Wirklichkeit
Regional erzeugt, frisch geliefert und am besten vom Bauern nebenan - so sieht für die meisten Außer-Haus-Unternehmen die ideale Lösung aus. In der täglichen Praxis ist dieses Ideal jedoch nicht immer erreichbar. Produkte mit einem hohen Conveniencegrad beispielsweise kann der Landwirt nicht anbieten. Oft sind die Produkte auch nicht in ausreichenden Mengen verfügbar, so dass nur der Griff zu überregionaler oder auch konventioneller Ware bleibt. Die Angebotsstruktur könnte besser an die Bedürfnisse der Großküchen angepasst werden. Die Verbesserung der Rohstoffsituation und eine bessere Vernetzung des regionalen Bio-Angebotes waren daher ausdrücklicher Wunsch vieler Teilnehmer.

Bio ist Teil von mehr
Immer mehr Menschen nehmen ihre Mahlzeiten nicht mehr zu Hause ein, sondern am Arbeitsplatz, in der Schule oder in Restaurants. Frequenz und Wertschätzung der Außer-Haus-Verpflegung nehmen zu - und damit der Einfluss, den die Branche auf das Ernährungsverhalten, auf die Einstellung der Verbraucher zu Bio-Lebensmitteln nehmen kann. Bio ist ein wichtiger Baustein für ein qualitativ hochwertiges Angebot, kann jedoch nur Erfolg haben als “Teil von mehr”, im Rahmen eines gastorientierten, ganzheitlichen Gesamtkonzeptes, in dem Qualität und Nachhaltigkeit ihren festen Platz haben.


American Express Trendbarometer 2007: “Grünes” Gastgewerbe - Deutsche Hotels und Restaurants setzen am stärksten in Europa auf Energieeffizienz

Oktober 25, 2007

Quelle: Pressemitteilung

Umweltengagement und Energiebewusstsein von Hotels und Restaurants wachsen

Die Klimaschutzdebatte ist angekommen in Hotellerie und Gastronomie: Innerhalb der vergangenen zwölf Monate haben 39 Prozent aller Hotels und Restaurants in Europa Energie-Einsparungen als ein Unternehmensziel definiert. Dennoch wird Umweltschutz längst nicht überall in Europa mit dem gleichen Nachdruck betrieben. Deutschlands Hotel- und Restaurantmanager sind im europäischen Vergleich deutlich sensibilisierter in punkto Energie- und Umweltbewusstsein: Bei 47 Prozent von ihnen steht effizienter Energieeinsatz ganz oben auf der Prioritätenliste. Die deutsche Hotellerie (63 Prozent) sticht im europäischen Vergleich besonders hervor (Restaurants: 30 Prozent), wie der American Express Hospitality Monitor 2007 zeigt.

Umweltengagement folgt wirtschaftlichem Kalkül

Frei von wirtschaftlichem Kalkül ist das Umweltengagement freilich nicht: Europaweit begründen 79 Prozent der Hotel- und Restaurantmanager ihre Nachhaltigkeitsstrategie mit Kostenreduzierung, während 21 Prozent ihr Image stärken möchten. Von den Hoteliers zielen 88 Prozent auf Kosteneinsparungen im Energiebereich, bei den Gastronomen sind es 69 Prozent. Dass umweltfreundliches Engagement nicht nur Kosten senken, sondern gleichzeitig das Image steigern kann, haben vor allem die Restaurantmanager in Europa erkannt: 31 Prozent der befragten Gastronomen versprechen sich ein Plus fürs Image. In der Hotellerie sind dies bislang erst 12 Prozent.

Der “grüne” Weg führt über den Kunden

“Umweltschonend wirtschaften und auf die individuellen Wünsche der Kunden eingehen, muss kein Widerspruch sein”, so Carola Paschola, Vice President bei American Express. “Der ,grüne’ Weg der Gastronomie und Hotellerie zielt direkt auf die Wünsche des Gastes”, so Paschola weiter. Das setzen vor allem europäische Hotelmanager um. Ihr umweltbewusstes Engagement mündet in drei Angebote an den Gast: Verzicht auf die tägliche Wäschereinigung (93 Prozent), Einsatz energiesparender Lampen (75 Prozent) sowie Vermeidung von Einzelpackungen zugunsten von Seifenspendern (59 Prozent). Ganz anders Europas Restaurantbranche: Ihre Bemühungen konzentrieren sich in erster Linie auf ein umweltgerechtes Abfallmanagement (72 Prozent).

Transparenz auf der Speisekarte

Auch in punkto Speisenangebot stellt sich die Branche immer mehr auf den umweltbewussten Konsumenten ein, der zunehmend wissen will, was er isst und woher die Produkte kommen. Transparenz und Offenheit haben daher Hochkonjunktur in Europas Gastronomie. Informationen über Inhaltsstoffe, Nährwert, Herkunft und Zubereitung der Speisen gehören immer öfter zum Standard. Sechs von zehn befragten Managern in europäischen Hotels und Restaurants informieren ihren Gast zudem über allergene Inhaltsstoffe.

Auch “Bio” ist im Gastgewerbe auf dem Vormarsch: 40 Prozent der europäischen Restaurants und 24 Prozent der Hotels bieten ihren Gästen inzwischen mehr biologische Artikel an als noch vor zwölf Monaten. Schwach ist das Ergebnis allerdings noch in Deutschland: Hier liegt die Verwendung biologischer Produkte derzeit bei 17 (Hotels) bzw. 27 Prozent (Restaurants).

Mehr über die Studie: Das American Express Trendbarometer 2007 ist die zweite internationale Befragung von Hotel- und Restaurantmanagern. Insgesamt wurden 300 verantwortliche Manager aus dem Hotel- und Restaurantgewerbe aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien zu den Trends und Entwicklungen befragt. In die Studie einbezogen wurden Hotels, deren Jahresumsatz mindestens 1 Million Euro beträgt und Restaurants, die 200.000 Euro und mehr pro Jahr umsetzen. Durchgeführt wurde die jährliche Studie von Loudhouse Research im Auftrag von American Express.