Tiefkühlkost in Deutschland weiter gut gefragt

Oktober 30, 2007

Quelle: meat-n-more.info

Situationsbericht von Manfred Sassen, Geschäftsführer Deutsches Tiefkühlinstitut anlässlich der Anuga

Das Deutsche Tiefkühlinstitut rechnet für den mengenmäßigen Verbrauch vorsichtig geschätzt für das gesamte Jahr 2007 im Bereich der privaten Haushalte mit einem Anstieg von einem Prozent. Für den Großverbraucherbereich, also bei den Restaurants, Kantinen, Schulen, Krankenhäusern und anderen Einrichtungen der Außer-Haus-Restauration, geht es von einer Mengensteigerung von 2,7 Prozent aus.

Konjunkturelle Situation in der Ernährungswirtschaft
Sie werden alle die Statements der großen Verbände der Ernährungswirtschaft aus der Wirtschaftspressekonferenz vom 26. September hier in Köln kennen. Die deutsche Ernährungsindustrie meldet zwar für die erste Jahreshälfte eine Umsatzsteigerung um 5,2 Prozent; preisbereinigt immerhin noch 2,8 Prozent. Für den deutschen Markt ergibt sich aber ein Nullwachstum, denn das nominale Wachstum von drei Prozent geht nach Aussagen der Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie hauptsächlich auf Preissteigerungen zurück.

Völlig unzufrieden ist der Bundesverband des deutschen Lebensmittelhandels. Der Umsatz lag nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes in den ersten sieben Monaten des Jahres nominal minus 0,8 Prozent unter dem Vorjahr. Preisbereinigt ergibt sich sogar ein Minus von 2,8 Prozent.

Auch der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband spricht beim Gastgewerbe-Umsatz im ersten Halbjahr 2007 von einer Stagnation auf niedrigem Niveau. In Zahlen heißt das: Umsatzsteigerung nominal um 0,4 Prozent, real jedoch

2,1 Prozent weniger. Besser entwickelten sich die Kantinen und Caterer mit einem nominalen Umsatzplus von 1,9 Prozent und einem leichten realen Umsatzminus von 0,7 Prozent. Sie sehen, der Aufschwung hat die großen Bereiche der Ernährungswirtschaft noch nicht erreicht.

Im Nachfolgenden die wichtigsten Eckpunkte der nach wie vor positiven Branchenentwicklung im Tiefkühlmarkt: Diese Einschätzung der Marktentwicklung beruht auf den Daten und Trends, wie sie uns bis Ende August vorliegen. Daraus leiten wir eine vorsichtige Hochrechnung auf das Gesamtjahr ab.

Tiefkühlkost weiter auf Wachstumskurs
Der Verbrauch von tiefgefrorenen Lebensmitteln wird auch in diesem Jahr weiter ansteigen. Die Nachfrage nach tiefgefrorenen Lebensmitteln ist nach wie vor ungebrochen und die Produkte aus der Tiefkühlkette stehen nach wie vor ganz oben auf der Einkaufsliste der privaten Verbraucher und der Verwender in der Außer-Haus-Verpflegung.

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland pro Kopf der Bevölkerung 37,7 Kilogramm Tiefkühlkost verbraucht. Dieser Wert dürfte nach unseren Schätzungen am Ende dieses Jahres bei ca. 38,4 Kilogramm liegen.

Für den mengenmäßigen Verbrauch rechnen wir nach vorsichtiger Schätzung für das gesamte Jahr 2007 im Bereich der privaten Haushalte mit einem Anstieg von einem Prozent. Für den Großverbraucherbereich, also bei den Restaurants, Kantinen, Schulen, Krankenhäusern und anderen Einrichtungen der Außer-Haus-Restauration, gehen wir von einer Mengensteigerung von 2,7 Prozent aus.

Nach diesen Annahmen erwarten wir für beide Teilmärkte zusammen bis zum Jahresende für die Tiefkühlkost einen Mengenzuwachs von etwa 1,8 Prozent. Das ist ein Wachstum auf höchstem Niveau, denn ein Prozent Mengensteigerung im Lebensmittelhandel bedeutet einen Mehrverbrauch von fast 16.700 Tonnen und die 2,7 Prozent Mengensteigerung im Großverbraucherbereich stehen für ein Plus von 38.800 Tonnen. Das ist im Vergleich zu den meisten anderen Segmenten der Ernährungswirtschaft ein sehr gutes Ergebnis. Auf die Daten der Ernährungsindustrie, des Lebensmittelhandels und des Gaststättenbereiches habe ich schon hingewiesen.

Hinter dieser Entwicklung steht für das Jahr 2007 insgesamt ein geschätzter Tiefkühlverbrauch von über 3,1 Millionen Tonnen mit einem Plus von 1,8 Prozent. Das sind immerhin 55.500 Tonnen mehr als im Jahr 2006.

Der Gesamtumsatz mit tiefgekühlten Lebensmitteln erreichte im vergangenen Jahr insgesamt 10,05 Milliarden Euro. Unter Fortschreibung der Entwicklung im ersten Halbjahr dürfte der Umsatz für das aktuelle Jahr 2007 am Jahresende einen Wert von 10,41 Milliarden Euro erreichen. Dies würde einer Steigerungsrate von 3,6 Prozent entsprechen. Ich setze hier bewusst den Konjunktiv, denn wir werden ja praktisch im Wochenrhythmus mit Preiserhöhungen im Rohwarensegment konfrontiert. Beispiel Milch, Sahne, Getreide, Butter und Öl. Dazu kommen die Preisausschläge im Energiesektor.

Diese Eckdaten gelten für den Gesamtmarkt, also den Absatz an private Verbraucher und an Abnehmer in der Außer-Haus-Verpflegung.

Der Tiefkühlmarkt in Deutschland bewegt sich auf zwei fast gleichgewichtigen Feldern: Einmal geht es um den privaten Verbrauch. Nach den vorliegenden Daten und Trends werden zirka 54 Prozent der Gesamtverbrauchsmenge von den privaten Haushalten gekauft.

Zum anderen geht es um den Bereich des Großverbrauchs, also die einzelnen Segmente der Außer-Haus-Restauration von der allgemeinen Gastronomie über die Systemgastronomie, die Kantinen, die Schulen bis hin zum Sozialbereich der Krankenhäuser und Heime. In diese Kanäle gehen 46 Prozent des Gesamtverbrauchs.

Tiefkühlkost: Starke Sortimente für den privaten Verbraucher
Überdurchschnittlich im Interesse der privaten Verbraucher liegt einmal mehr das vielfältige Pizzaangebot. Hier rechnen wir wiederum mit einem Mengenzuwachs von zwei Prozent. Hier ist es die Vielfalt, die den Verbraucher reizt: Neben der traditionellen Pizza, der amerikanischen Pizza kommt die Steinofenpizza in immer neuen Varianten. Die Bio-Pizza erobert sich einen ähnlich starken Marktanteil im Bio-Sortiment des Handels, wie das im konventionellen Pizzabereich schon lange der Fall ist. Daneben kommt der nach wie vor erfolgreiche Siegeszug der miniaturisierten Pizzaangebote als Snack für zwischendurch.

Ähnlich stark entwickelt sich das Sortiment der tiefgefrorenen Backwaren im Endverbraucherbereich. Auch hier gehen wir von einer Mengensteigerung von über zwei Prozent zum Jahresende aus. Getrieben wird das Wachstum durch das immer breitere Sortiment der Brötchen, die Innovationen im Tortenbereich und die Teiglinge.

Tiefgefrorenes pfannenfertiges Bratfleisch legt ebenfalls um zwei Prozent zu. Hier steht das Vertrauen in Qualität und insbesondere in hygienische Sicherheit im Vordergrund.

Eine herausragende Entwicklung verzeichnet auch in diesem Jahr das Sortiment der tiefgefrorenen Fische und Fischerzeugnisse. Wir rechnen im Endverbraucherbereich mit einem Mengenwachstum von 2,6 Prozent. Tiefkühlfischprodukte werden damit wie in den Vorjahren den Gesamtmarkt beim Fischverzehr bestimmen. Der Anteil von Tiefkühlfisch am Fischkonsum im Privathaushalt und in der Außer-Haus-Verpflegung in Deutschland lag 2006 mit 36 Prozent weit an der Spitze. Auf Frischfisch entfallen lediglich noch zehn Prozent. Bei den Haushaltseinkäufen für Fisch liegen Tiefkühlprodukte am häufigsten in den Warenkörben der Verbraucher und machen hier fast ein Drittel des Einkaufsvolumens aus.

Die Verbraucher schätzen die Vielfalt des Tiefkühlangebotes im Handel. Sie sind nicht mehr – wie in den vergangenen Jahren – so stark auf den Discount fixiert, sondern sie suchen verstärkt die Auswahl, die ihnen der Lebensmittelhandel mit seinem Vollsortiment bietet. Das trägt auch in diesem Jahr dazu bei, dass sich die Umsätze noch besser als die Mengensteigerungen entwickeln werden. Profilierung durch Sortimentspflege und Kompetenz durch Sortimentsvielfalt zahlen sich offensichtlich zunehmend aus. Durch diese Vielfalt erschließt sich erst die typische Vorteilskombination von Tiefkühlkost für den Verbraucher: Das sind unter anderem die Punkte Wellness, Convenience, Produktsicherheit, Qualitäts- und Gelinggarantie.

Diese Vielfalt fördert auch eine Entwicklung, die wir in der Branche seit Jahren beobachten: Alles Selberkochen ist out – Convenience ist in. Und das in der großen Bandbreite von Bio, exotischen Rezepturen (zum Beispiel indische Küche), vegetarischen Produkten und ethnischen Angeboten (zum Beispiel halal).

Und tiefgefrorene Convenience-Produkte liegen voll im Trend. Dies belegt die im vergangenen Jahr vorgelegte VerbraucherAnalyse der Bauer-Verlagsgruppe und der Axel Springer AG. 64,1 Prozent der Verbraucher sehen in Fertigprodukten eine sinnvolle Erleichterung und 50,8 Prozent kochen am liebsten Gerichte, die schnell gehen.

Auch die KommunikationsAnalyse 2006 der Zeitschrift „Brigitte“ unterstreicht diesen Trend. 80 Prozent der Frauen in Deutschland finden „es gut, dass es ein immer abwechslungsreicheres Angebot an Tiefkühlprodukten gibt.“ Und 75 Prozent stimmen der Aussage zu: „Tiefkühlkost ermöglicht es mir, jederzeit etwas Frisches auf den Tisch zu bringen.“

Tiefkühlkost hat mittlerweile bei den Privatverbrauchern eine sehr hohe Käuferreichweite mit 96,7 Prozent erreicht. Für Gemüse liegt dieser Wert bei 76,6 Prozent, für Fisch bei 73,8 Prozent und für Pizza bei 54,1 Prozent.

Tiefkühlkost als Qualitätsbasis für den Außer-Haus-Markt
Die Angebotsform Tiefkühlkost wird mit einer Mengensteigerung von geschätzten 2,7 Prozent ihren Marktanteil in der Außer-Haus-Restauration weiter ausbauen. Tiefkühlkost bedient hier alle Segmente. Das gilt für das Angebot der immer populärer werdenden deutschen regionalen Küche. Das gilt für den Bereich der Systemgastronomie, also Unternehmen, die über

ein standardisiertes und multipliziertes Konzept verfügen, das zentral gesteuert wird. Gerade der Erfolg der Systemgastronomie basiert auf einem starken Tiefkühl-Fundament. Einfacher gesagt: Ohne Tiefkühlkost gäbe es McDonald’s & Co. in der heutigen Form überhaupt nicht.

Aber auch in der gehobenen Gastronomie hilft die Tiefkühlkost bei der wirtschaftlichen Produktion hochwertiger Qualitäten. Die Tiefkühlbausteine haben höchste Qualität erreicht, die Zubereitungsarten werden immer raffinierter, das Angebot wird immer größer. Und die Tiefkühlkost wirkt durch ihre kalkulatorischen Vorteile zunehmend als Kostenbremse in der Gastronomie.

Eine hochwertige Tagungs- und Bankettgastronomie baut ebenfalls stark auf die Bausteine aus der Tiefkühlung. Angebote für große Kongresse beispielsweise sind ohne Tiefkühlung nicht darstellbar. Das zieht sich durch alle Produktkategorien. Auch hier möchte ich den Fisch herausheben: Das Fischangebot auf den Speisekarten der Gastronomie steigt, denn Fischereierzeugnisse stehen in der Gunst der Gäste weit oben. Auch hier bilden tiefgefrorene Seafood-Erzeugnisse mehr und mehr die Basis für ein vielfältiges und gesundes Angebot an Fischgerichten.

Die Konjunkturbelebung hat den Arbeitsmarkt erreicht. Das bringt mehr Frequenz in Kantinen. Dadurch steigt die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Verpflegungslösungen in einem stimmigen Preis-Leistungs-Verhältnis. Und hier kommen vermehrt Tiefkühlsysteme zum Zuge mit Dienstleistungskomponenten bis hin zum Vollcatering.

Tiefkühlkost ist also auch im Jahr 2007 erfolgreich. In der langfristigen Entwicklung der letzten zehn Jahre konnte der Verbrauch in Deutschland um fast 50 Prozent gesteigert werden. Dieses beträchtliche Mengenwachstum wurde mit knapp 51 Prozent Zuwachs im Lebensmittelhandel und mit einem Plus von fast 49 Prozent bei den Großverbrauchern erreicht.

Dass diese Entwicklung entscheidend mit der Qualität der Produkte zusammenhängt, beweist Jahr für Jahr das Ergebnis der Qualitätsprüfung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft.

Beim aktuellen „Tiefkühlkost“-Qualitätstest aus diesem Jahr wurden 94 Prozent aller eingereichten Produkte mit einem Preis ausgezeichnet. Mit fast 54 Prozent erhielten noch nie so viele Produkte die Medaille in Gold im Vergleich zu den Vorjahren. Der wissenschaftliche Leiter des DLG-Wettbewerbes Tiefkühlkost, Professor Dr. Jörg Oehlenschläger, sieht diese Entwicklung als logisch an: „Es ist nicht nur die steigende Zahl der Produkte auf dem Markt, wichtiger ist mir, dass sich bei wachsendem Angebot die Breite der Spitzenqualität vergrößert hat. Tiefgefrorene Produkte haben sich während der letzten 20 Jahre laufend in der Qualität verbessert und haben heute einen häufig vollkommen fehlerfreien Qualitätsstandard erreicht, der deshalb zwangsläufig zu Prämierungen führt. Ausgesuchte Qualität der verwendeten Rohwaren und Ausgangsstoffe zusammen mit der eingesetzten richtigen produktspezifischen Technologie sowie sachgerechte Lagerung und Transport garantieren diese hohe Medaillenausbeute.“

Interessant finde ich eine weitere Aussage in diesem Zusammenhang von Professor Oehlenschläger: „Viele Gerichte aus der Tiefkühltruhe sind heute nach der Zubereitung nicht mehr von frisch zubereiteten Gerichten zu unterscheiden. Sachverständige der DLG bestätigen dies immer wieder beim Qualitätswettbewerb.“

Das bestätigt auch eine aktuelle Studie der Universität Hamburg gemeinsam mit der Hochschule für angewandte Wissenschaften, Hamburg, am Beispiel von Tiefkühlgemüse. Ob Bohnen, Erbsen oder Rosenkohl: Gemüse aus der Tiefkühlung bewahrt über einen längeren Zeitraum optimal die für den Menschen wichtigen Vitamine und Nährstoffe. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass der Vitamin C-Gehalt beispielsweise von tiefgekühlten Bohnen bei minus 18 Grad Celsius nach einem Jahr noch bei 80 Prozent des Ausgangsgehaltes liegt. Werden Bohnen hingegen im Kühlschrank aufbewahrt, gehen bereits nach wenigen Tagen über 60 Prozent Vitamin C verloren.

Mit diesen positiven Vorzeichen präsentiert sich die internationale Tiefkühlwirtschaft außerordentlich selbstbewusst auf der Anuga 2007. Eine abermalige Mengensteigerung in diesem Jahr von voraussichtlich 1,8 Prozent auf einen Pro-Kopf-Verbrauch von 38,4 Kilogramm ist eine gute Basis für weiteren Erfolg. Insofern steht die Angebotsform Tiefkühlkost vergleichsweise und insbesondere angesichts der immer noch nicht befriedigenden Konjunktur in Handel und Gastronomie sehr gut da. Die Branche wird auch in diesem Jahr in vielen Produktsegmenten ihren Marktanteil ausbauen können.

Positive Verbrauchereinstellung, prämierte Produktqualität und ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis mit Gelinggarantie sprechen nach wie vor für Tiefkühlkost.


Deutsche Gerichte und gesunde Kost immer beliebter

Oktober 25, 2007

Quelle: CaféFuture.net

Es muss nicht immer Pizza, Sushi oder Fast Food sein. Auch heimische Gerichte haben etwas für sich, finden immer mehr Verbraucher. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Küche und Kochen in Deutschland 2007“ der GfK Panel Services Deutschland. Ob schwäbisch oder bayerisch – die deutsche regionale Küche ist in den letzten Jahren deutlich beliebter geworden. Während 2003 nur 39 Prozent der Haushalte traditionelle Speisen auftischten, sind es nun bereits 42 Prozent. Als einen möglichen Grund für das Comeback nennt die aktuelle Studie den momentanen Boom der Fernsehkochshows und die FIFA-Fußball-WM im vergangenen Jahr.

Aus der nach 2003 und 2005 zum dritten Mal durchgeführten Erhebung geht außerdem hervor, dass es einen verstärkten Trend hin zu gesunder Kost gibt. Insgesamt 72 Prozent der 5 000 befragten Privathaushalte schätzen frische, selbst zubereitete Zutaten und lehnen industriell gefertigte Nahrungsmittel sowie Fertiggerichte ab. Im Jahr 2003 waren es nur 63 Prozent. Besonders willkommen ist Salat, den drei von vier Befragten mindestens einmal pro Woche zubereiten. Auch Fisch und Vegetarisches findet sich häufiger als 2003 auf dem Speiseplan. Pizza und Pasta sind indessen auf dem Rückzug. Nur noch 21 Prozent der Befragten kochen mindestens einmal pro Woche italienisch. Im Jahr 2003 waren es noch 24 Prozent. Fans von Hausmannskost wird das Ergebnis der Studie nicht wundern, denn sie wussten schon immer, dass auch die deutsche Küche mit Spätzle, Knödel und Co. schmackhafte Pendants zu Spaghetti oder Gnocchi zu bieten hat.


American Express Trendbarometer 2007: „Grünes“ Gastgewerbe – Deutsche Hotels und Restaurants setzen am stärksten in Europa auf Energieeffizienz

Oktober 25, 2007

Quelle: Pressemitteilung

Umweltengagement und Energiebewusstsein von Hotels und Restaurants wachsen

Die Klimaschutzdebatte ist angekommen in Hotellerie und Gastronomie: Innerhalb der vergangenen zwölf Monate haben 39 Prozent aller Hotels und Restaurants in Europa Energie-Einsparungen als ein Unternehmensziel definiert. Dennoch wird Umweltschutz längst nicht überall in Europa mit dem gleichen Nachdruck betrieben. Deutschlands Hotel- und Restaurantmanager sind im europäischen Vergleich deutlich sensibilisierter in punkto Energie- und Umweltbewusstsein: Bei 47 Prozent von ihnen steht effizienter Energieeinsatz ganz oben auf der Prioritätenliste. Die deutsche Hotellerie (63 Prozent) sticht im europäischen Vergleich besonders hervor (Restaurants: 30 Prozent), wie der American Express Hospitality Monitor 2007 zeigt.

Umweltengagement folgt wirtschaftlichem Kalkül

Frei von wirtschaftlichem Kalkül ist das Umweltengagement freilich nicht: Europaweit begründen 79 Prozent der Hotel- und Restaurantmanager ihre Nachhaltigkeitsstrategie mit Kostenreduzierung, während 21 Prozent ihr Image stärken möchten. Von den Hoteliers zielen 88 Prozent auf Kosteneinsparungen im Energiebereich, bei den Gastronomen sind es 69 Prozent. Dass umweltfreundliches Engagement nicht nur Kosten senken, sondern gleichzeitig das Image steigern kann, haben vor allem die Restaurantmanager in Europa erkannt: 31 Prozent der befragten Gastronomen versprechen sich ein Plus fürs Image. In der Hotellerie sind dies bislang erst 12 Prozent.

Der „grüne“ Weg führt über den Kunden

„Umweltschonend wirtschaften und auf die individuellen Wünsche der Kunden eingehen, muss kein Widerspruch sein“, so Carola Paschola, Vice President bei American Express. „Der ,grüne‘ Weg der Gastronomie und Hotellerie zielt direkt auf die Wünsche des Gastes“, so Paschola weiter. Das setzen vor allem europäische Hotelmanager um. Ihr umweltbewusstes Engagement mündet in drei Angebote an den Gast: Verzicht auf die tägliche Wäschereinigung (93 Prozent), Einsatz energiesparender Lampen (75 Prozent) sowie Vermeidung von Einzelpackungen zugunsten von Seifenspendern (59 Prozent). Ganz anders Europas Restaurantbranche: Ihre Bemühungen konzentrieren sich in erster Linie auf ein umweltgerechtes Abfallmanagement (72 Prozent).

Transparenz auf der Speisekarte

Auch in punkto Speisenangebot stellt sich die Branche immer mehr auf den umweltbewussten Konsumenten ein, der zunehmend wissen will, was er isst und woher die Produkte kommen. Transparenz und Offenheit haben daher Hochkonjunktur in Europas Gastronomie. Informationen über Inhaltsstoffe, Nährwert, Herkunft und Zubereitung der Speisen gehören immer öfter zum Standard. Sechs von zehn befragten Managern in europäischen Hotels und Restaurants informieren ihren Gast zudem über allergene Inhaltsstoffe.

Auch „Bio“ ist im Gastgewerbe auf dem Vormarsch: 40 Prozent der europäischen Restaurants und 24 Prozent der Hotels bieten ihren Gästen inzwischen mehr biologische Artikel an als noch vor zwölf Monaten. Schwach ist das Ergebnis allerdings noch in Deutschland: Hier liegt die Verwendung biologischer Produkte derzeit bei 17 (Hotels) bzw. 27 Prozent (Restaurants).

Mehr über die Studie: Das American Express Trendbarometer 2007 ist die zweite internationale Befragung von Hotel- und Restaurantmanagern. Insgesamt wurden 300 verantwortliche Manager aus dem Hotel- und Restaurantgewerbe aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien zu den Trends und Entwicklungen befragt. In die Studie einbezogen wurden Hotels, deren Jahresumsatz mindestens 1 Million Euro beträgt und Restaurants, die 200.000 Euro und mehr pro Jahr umsetzen. Durchgeführt wurde die jährliche Studie von Loudhouse Research im Auftrag von American Express.


Gastwirte in Baden-Württemberg beklagen Umsatzrückgang nach Rauchverbot: Rund 40 Prozent sehen ihre Existenz bedroht

Oktober 24, 2007

Quelle: Pressemitteilung

Über die Hälfte der Gastwirte in Baden-Württemberg (51 Prozent) musste seit Einführung des Rauchverbots in der Gastronomie Umsatzrückgänge verzeichnen.

Rund 40 Prozent der Gastronomen sehen durch das Rauchverbot sogar ihre unternehmerische Existenz bedroht. Dies sind die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid in Bielefeld im Auftrag der Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH.

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46 Prozent der Gaststättenbetreiber geben weiter an, durch das Rauchverbot viele rauchende Gäste verloren zu haben. Lediglich 13 Prozent stimmen der Aussage zu, dass sie nicht rauchende Gäste dazu gewonnen hätten. 23 Prozent der Befragten planen aufgrund des Rauchverbots Personal abzubauen.

TNS Emnid hat vom 17. bis zum 19. September 2007 insgesamt 100 gastronomische Betriebe per Zufallsverfahren telefonisch befragt. Seit dem 1. August 2007 ist das Rauchen in der Gastronomie in Baden-Württemberg nur in vollständig abgetrennten Raucherzimmern erlaubt.


Kaffee zum Verlieben: Die Mehrheit der Deutschen lädt den Flirtpartner zu einer Tasse Kaffee ein

Oktober 24, 2007

Quelle: Pressemitteilung

Wer sich in jemanden verguckt hat, möchte den oder die Angebetete natürlich besser kennenlernen. Wohin geht man bei einem Rendezvous? Wo ist der beste Platz, um sich näherzukommen? Eine repräsentative GEWIS-Umfrage* im Auftrag des Deutschen Kaffeeverbands kommt zu dem Ergebnis: Nur jeder Fünfte bevorzugt es, zu-sammen ein Glas Wein oder Bier in einer Kneipe zu trinken. Kaffeetrinken im Lieblingscafé ist dagegen für 63 Prozent der Befragten erste Wahl bei der Frage „Wenn Ihnen jemand gefällt – wozu laden Sie ihn ein?“ Kaffee ist der Klassiker unter den Flirthelfern: Schließlich ist ein Plausch bei einem Kaffee unverbindlich, der Einladende offenbart damit keine Hintergedanken.

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Der Liebling in deutschen Tassen ist gleichzeitig der Liebling der Flirtwilligen. 73 Prozent der Frauen, die sich verguckt haben, und 54 Prozent der Männer, die eine Dame anhimmeln, laden ihn oder sie zum Kaffeetrinken im Lieblingscafé ein. Schließlich ist Kaffee noch vor Bier und Mineralwasser das meistgetrunkene Getränk** in Deutschland. Kaum Chancen bei einem Rendezvous haben das Dinner in einem Restau-rant (fünf Prozent), die Einladung zur kulturellen Veranstaltung (drei Prozent) oder das gemeinsame DVD-Gucken zu Hause. „Daran sieht man: Kaffee ist nicht nur das Lieblingsgetränk der Deutschen, sondern auch der liebste Helfer in Sachen Liebe“, schlussfolgert Holger Preibisch, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kaffeeverbands.

Kaffee im Alltag: Am liebsten zu Hause oder bei der Arbeit
Gerade in Großstädten sieht man an jeder Ecke Kaffeefans, die einen Pappbecher in der Hand tragen oder plaudernd in einem Café sitzen. Mehr als 1.200 Coffeeshops*** haben mittlerweile in Deutschland eröffnet – doch trotzdem wird der Kaffee am häufigsten bei der Arbeit (41 Prozent) oder zu Hause (38 Prozent) getrunken. Den Kaffee auswärts gönnen sich die Deutschen seltener: Elf von hundert Befragten sagen, dass sie ihren Kaffee überwiegend „im Café oder Coffeeshop“ trinken.

Klönen und Kennenlernen: Kaffee als Kommunikationsmittel
Ob an der Bürokaffeemaschine, auf dem heimische Balkon oder im Stehcafé: Mit der Tasse Kaffee in der Hand lässt sich am besten plaudern. So sagt auch jeder dritte Deutsche: „Ich trinke Kaffee, weil er eine Gelegenheit für nette Gespräche und Kontaktaufnahme bietet.“ Der Genuss des Frühstückskaffees findet üblicherweise am heimischen Tisch statt. So ver-binden 43 Prozent der Befragten das Kaffeetrinken mit dem „Kick zum Wachwer-den/Wachbleiben.“ Fast jeder Fünfte assoziiert damit „Genuss im Alltag“ und „Treffen mit Freunden und Familie“. Der Hauptgrund, warum die Deutschen Kaffee trinken, lautet: „Weil er munter macht und belebt.“ Aber auch das Kaffeearoma weckt positive Gefühle. Denn 44 Prozent sagen: „Ich trinke Kaffee, weil er gut duftet.“

„Die Umfrage zeigt, dass Kaffee in keiner Lebenssituation wegzudenken ist“, so Preibisch. „Vor allem nicht, wenn es um die intensivsten und schönsten Stunden im Alltag geht.“

* Befragt wurden 1.064 Frauen und Männer zwischen 18 und 65 Jahren, Erhebungszeitraum: September 2007
** Im Jahr 2006 lag der Pro-Kopf-Verbrauch von Kaffee in Deutschland bei 146 Litern.
*** Jahresbericht des Deutschen Kaffeeverbands.


Neue deutsche Küche im Trend

Oktober 24, 2007

Quelle: Pressemitteilung

Leichte und pfiffige Kreationen aus heimischen Lebensmitteln mit Top-Qualität – die sogenannte „neue deutsche Küche“ liegt voll im Trend. Mittlerweile jeder vierte Gastronomiebetrieb in Deutschland bietet Geschmacksüberraschungen aus Rohwaren regionaler Herkunft an. Dies geht aus einer Studie des internationalen Marktforschungsinstitutes CHD Expert hervor. Deutsche Küche – sowohl traditionell/gut-bürgerlich als auch neu/jung – ist damit die mit Abstand beliebteste Geschmacksrichtung im deutschen Gastgewerbe. Internationale Küchenrichtungen, darunter Italienisch oder Asiatisch, stehen hinter den heimischen Rezepten im Gastronomieangebot weit zurück.
„Deutsche Profi-Küchen bieten heute eine Geschmacksvielfalt aus beliebten Klassikern. Da werden heimische Fleisch- und Fischsorten raffiniert gewürzt und mariniert, regionales Gemüse pfiffig mit Kräutern aus dem Garten angerichtet“, fasst Thilo Lambracht, Geschäftsführer von CHD Expert, zusammen. Eine weitere Beobachtung des Gastromarkt-Experten: Neue deutsche Küche begeistere sowohl Männer als auch Frauen und über alle Altersgrenzen hinweg.
Der deutsche Gastromarkt ist stark mittelständisch geprägt. Der Durchschnitt der Restaurants, Gaststätten und Kneipen erwirtschaftet einen Jahresumsatz von bis zu 250.000 Euro (maximal 50 Sitzplätze) und beschäftigt nicht mehr als vier Mitarbeiter. Im Großteil der Betriebe beträgt der Durchschnittsbon zwischen 12 und 17 Euro. Interessant dabei: Der Durchschnittsbon im Hauptteil der italienischen Gastronomie ist mit acht bis zwölf Euro vergleichsweise niedrig, im Großteil der asiatischen Restaurants mit 12 bis 17 Euro vergleichsweise hoch.
Die „Gesamtmarktbefragung Hotellerie-Gastronomie 2007“ kann zum Einzelpreis von €590 zzgl. MwSt. bezogen werden bei: CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH, Tel. (04263) 301300, info@chd-expert.de.

Was ist die „neue deutsche Küche“?
Heinz Horrmann, Deutschlands meistgedruckter Hoteljournalist und Gastrokritiker definiert die Fachbegriffe:
• „Neue deutsche Küche“ steht für neue Einflüsse, Kreativität und baut auf alte Rezepte auf. Vorreiter der „neuen deutschen Küche“ war Gerhard Gartner, ehemaliger Starkoch mit zwei Michelin-Sternen, der Großmutters Regionalküche wieder entdeckte, aber leichter, gesünder, aromastärker und kalorienärmer gestaltete. Vorbild der „neuen deutschen Küche“ ist die Nouvelle Cuisine, die mit deutschen Regionalelementen neu umgesetzt wurde.

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„Traditionelle deutsche Küche“ steht für zweierlei: Positiv für die Basisküche, wie sie einst Karl Walterspiel und Lorenz Adlon pflegten und daher zu einem Begriff in ganz Europa wurde. Negativ für Mehlpampe und Eisbein oder Schweinebraten mit brauner Soße. Wie aus der „traditionellen deutschen Küche“ die „neue deutsche Küche“ wurde, beschreibt ein feiner Spott auf die gute alte Currywurst, die als „Boudin vom Landschwein an Curry-Tomaten-Coulis“ auf die Tageskarte kam. Aus der Currywurst wurde eine Création, aus der traditionellen Küche die neue deutsche Küche.
• Fusion Food / Crossover ist die Vermengung von verschiedensten Geschmacks- und Küchenrichtungen, oft mit Elementen aus japanischen, chinesischen oder Thai-Küchen, aber auch mit speziellen Grillmarinaden z.B. aus Australien. Prominentes Beispiel für Fusion Food ist der japanische Koch Nobu, der in Südamerika aufwuchs, von dort Einflüsse in die traditionelle japanische Küche importierte und in New York ein Star wurde. Die „Nobus“, trendige Restaurants u.a. in Tokio, New York City, London oder Mailand, stehen als Synonym für Fusion Food par excellence.
Heinz Horrmann ist einer der besten Hotelautoren und Gastrokritiker mit internationaler Reputation. Mit seinen Kolumnen u.a. für „Welt“, „Welt am Sonntag“ und „Berliner Morgenpost“ bewegt er Gourmands und Gourmets. Seine Rezensionen genießen im Top-Management höchste Priorität und üben entsprechenden Einfluss aus. Gerade veröffentlichte der meistverbreitete Hotelautor Deutschlands sein 30. Buch: „In fremden Betten – Hotelgeschichten von Heinz Horrmann, Band III“ (erschienen im Klocke Verlag, 240 Seiten, ISBN 978-3-934170-40-7).

Gutes Essen mehr denn je gefragt
Die Anzahl der neuen TV-Kochshows weist darauf hin: Genuss und gesunde Ernährung sind ein Megatrend. Über die Hälfte der Deutschen legen Wert auf „gutes Essen“ und die Qualität der Lebensmittel. Dies geht aus der aktuellen Apollinaris-Studie „Geschmack 2007“ (Stand: September 2007 / Quelle: Coco Cola GmbH, Berlin) hervor. Der Untersuchung zufolge gehen 61 Prozent der Deutschen mindestens einmal im Monat in ein Restaurant, dabei liegt der Anteil der berufstätigen Männer mit 69 Prozent etwas höher.
Für nahezu Jeden (91%) stehen die Frische der Zutaten sowie eine frische Zubereitung beim Restaurantbesuch an erster Stelle. Und rund 83 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass guter Service und freundliche Bedienung fast genauso wichtig sind, wie das Essen selbst. 68 Prozent schätzen vor allem ein schönes Ambiente. Auf eine gute Beratung bei der Speisen- und Weinauswahl legen etwa 40 Prozent Wert.
Über CHD Expert: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien.

Weitere Informationen zu CHD Expert


Nestlé: Neues Ausser-Haus-Geschäft Nestlé Professional gegründet

Oktober 23, 2007

Quelle: Cash

Nestlé will den Sektor Ausser-Haus-Verpflegung (Food Services) aufwerten und wandelt dazu diese Einheit in den neuen Geschäftsbereich Nestlé Professional um. Nestlé ist der Ansicht, dass das gesamte Marktpotential mit einer eigens dafür eingesetzten, auf das Segment spezialisierten Organisation besser genutzt werden kann, teilte der Nahrungsmittelkonzern am Donnerstag mit.

Nestlé Professional werde eine auf weltweiter Ebene geführte Geschäftseinheit für den Ausser-Haus-Markt mit Nahrungsmittel und Getränken. Die Einheit wird ab 2008 volle operationelle und ab 2009 volle finanzielle Verantwortung übernehmen, heisst es weiter. Die Einheit soll von Marc Caira, gegenwärtig Leiter der strategischen Geschäftseinheit FoodServices, geleitet werden.


Das Fleischerhandwerk wächst 2006 um 2,8 %

Oktober 23, 2007

Quelle: Geschäftsbericht des Deutschen Fleischerverbandes 2007

„Das Fleischerhandwerk konnte im vergangenen Jahr seinen Gesamtumsatz erneut um 545 Mio. auf 17,18 Mrd. Euro steigern. Dies entspricht einer Verbesserung um 3,3 Prozent“, sagte Fleischerpräsident Manfred Rycken bei der traditionellen I.H.M. – Pressekonferenz im März. Weder die 3,3 % noch die 17,18 Mrd. haben etwas mit dem realen Geschäftsjahr zu tun. Der Jahresumsatz lag mit 15,776 Mrd. Euro (brutto) um 435 Mio. Euro oder 2,8 Prozent über 2005 und damit immer noch 304 Mio. € unter dem des Jahres 2002. Die Märzpressekonferenz ist [hier] nachzulesen. Aber lesen Sie nun selber die aktuelle Zusammenfassung des neuesten Geschäftsberichtes aus der Kennedyallee in Frankfurt:

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2006 kräftig gewachsen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt stieg um 2,7 Prozent. Das ist die stärkste wirtschaftliche Belebung seit dem Boomjahr 2000. Die Wachstumsimpulse kamen sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland. Mit ihnen hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt deutlich verbessert. Zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts haben fast alle Wirtschaftsbereiche beigetragen. Die deutschen Anlageinvestitionen, insbesondere die Ausrüstungsinvestitionen, sind so stark gestiegen wie noch nie seit der deutschen Vereinigung.

In 2006 wurde nicht nur mehr investiert, sondern auch stärker konsumiert als im Vorjahr. Der private Konsum legte nach zwei nahezu stagnierenden Jahren um 0,6 Prozent zu. Angesichts der bevorstehenden Mehrwertsteuererhöhung waren in der zweiten Jahreshälfte langjährige Gebrauchsgüter besonders gefragt. Auch der Staat erhöhte seine Konsumausgaben um 1,7 Prozent.

Das Fleischerhandwerk hat nach fünfjähriger Durststrecke seit BSE im Jahr 2006 verlorengegangenes Terrain zurückerobert. Trotz erneut weniger Betrieben und Filialen konnte die Branche mit einem deutlichen Umsatzplus ihre Marktposition in einem schrumpfenden Absatzmarkt wieder ausbauen. Die Konsumnachfrage nach Fleisch, Fleischerzeugnissen und Geflügel entwickelte sich insgesamt schwach.

Zwar hatten zur Jahresmitte noch das gute Wetter und die gute Stimmung der Fußballweltmeisterschaft zu einer ausgeglichenen Halbjahresbilanz verholfen und auch die Skandalmeldungen zur Jahreswende 2005/2006 über verdorbenes Fleisch in Supermarktregalen Großküchen und Imbissbetrieben schienen in Vergessenheit geraten zu sein. Die Rekordtemperaturen im Juli haben zwar die Nachfrage nach Grillfleisch belebt, die starken Verluste bei den klassischen Fleischteilstücken konnten damit aber längst nicht ausgeglichen werden. Die Konsumnachfrage schwächte sich ab.

Das erneute bekannt werden unlauterer Machenschaften mit verdorbenem Fleisch im September schlugen vielen auf den Appetit und die anhaltenden Spekulationen über eine Ausbreitung der Vogelgrippe dämpften den Konsum an Geflügelfleisch empfindlich. Am Jahresende wurde dementsprechend eine geringere Gesamtfleischnachfrage der privaten Haushalte bilanziert. Dieser Rückgang konnte weder mengenmäßig durch den leichten Zuwachs des Außerhaus-Verzehrs ausgeglichen werden, noch wertmäßig durch den moderaten Anstieg der Ladenpreise.

Die allgemeine Sensibilisierung für Fleisch und seine Herkunft führte zu einer verstärkten Qualitätsorientierung der Verbraucher und zu einer Nachfragebelebung der Bedienungstheken. Der Trend zu vorverpacktem Fleisch wurde vorübergehend gestoppt. In diesem Szenario konnte das Fleischerhandwerk mit einem klaren Umsatzplus seine Marktposition festigen und verlorengegangenes Marktpotenzial zurückgewinnen. Dabei verlief die Entwicklung im westdeutschen Fleischerhandwerk erneut besser als bei den Betrieben in den neuen Bundesländern.

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2006 kräftig gewachsen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt stieg um 2,7 Prozent. Das ist die stärkste wirtschaftliche Belebung seit dem Boomjahr 2000. Die Wachstumsimpulse kamen sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland. Mit ihnen hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt deutlich verbessert.

Zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts haben fast alle Wirtschaftsbereiche beigetragen. Die deutschen Anlageinvestitionen, insbesondere die Ausrüstungsinvestitionen, sind so stark gestiegen wie noch nie seit der deutschen Vereinigung.

In 2006 wurde nicht nur mehr investiert, sondern auch stärker konsumiert als im Vorjahr. Der private Konsum legte nach zwei nahezu stagnierenden Jahren um 0,6 Prozent zu. Angesichts der bevorstehenden Mehrwertsteuererhöhung waren in der zweiten Jahreshälfte langjährige Gebrauchsgüter besonders gefragt. Auch der Staat erhöhte seine Konsumausgaben um 1,7 Prozent.

Das deutsche Fleischerhandwerk war Ende des Jahres 2006 mit insgesamt 27.871 Verkaufsstellen am Markt präsent. Diese Zahl setzt sich zusammen aus 17.138 eigenständigen Meisterbetrieben und 10.733 weiteren Verkaufsstellen, die neben den Stammgeschäften als Filialen geführt werden. Bei der Anzahl der Filialen ist nur ein kleiner Teil derjenigen weiteren Verkaufsstellen berücksichtigt, die regelmäßig auf Wochenmärkten ihren Stammplatz haben oder im Fahrverkauf im Streckendienst tätig sind. In seiner Gesamtheit ist das Fleischerhandwerk weiterhin die zahlenmäßig stärkste Anbietergruppe.

In Jahre 2006 standen insgesamt 1.512 Betriebsstilllegungen einer Zahl von 1.045 Betriebsgründungen gegenüber. Von den Gründungen sind 605 echte Neugründungen und 539 Unternehmerwechsel bestehender Betriebe. Damit ist die Gesamtzahl der selbstständigen Betriebe um 467 zurückgegangen, das entspricht geringfügig mehr als im Jahr zuvor, jedoch weniger als im Durchschnitt des letzten halben Jahrzehnts. Erneut konzentrierten sich zwei Drittel des Rückgangs auf die erste Jahreshälfte.

Der langfristige Trend signalisiert, dass der Abschmelzungsprozess im Fleischerhandwerk noch nicht vollständig abgeschlossen ist. Zum Einen sind es wirtschaftliche und wettbewerbsbedingte Faktoren, die zur Aufgabe von Betrieben führen. Hinzu kommen ständig wachsende administrative Anforderungen und bürokratische Auflagen, die Investitionen und Folgekosten nach sich ziehen, den unternehmerischen Gestaltungsspielraum einengen, die betriebswirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Betriebe überfordern und zur Unrentabilität führen.

Bei den am Markt verbleibenden Betrieben zeigt sich ein langfristiger Trend in Richtung größerer und leistungsfähigerer Betriebseinheiten. Das einzelbetriebliche Wachstum wird realisiert durch Eröffnung von Filialen oder Spezialisierung auf das Liefergeschäft, den Party- und Plattenservice, das Catering, den Imbiss und mit zunehmender Tendenz auch den mobilen Verkauf.

Die Anzahl der Filialen ist in 2006 um 380 gesunken, davon um 233 allein in der ersten Jahreshälfte. Dies ist der stärkste Rückgang seit Jahren. In der Vergangenheit trug die stetige Zunahme an Filialen dazu bei, den Betriebsrückgang im Fleischerhandwerk zu einem Teil zu kompensieren.

Bei der Filialisierung vollzieht sich zur Zeit ein Strukturwandel. Der Abbau von Filialen erfolgt hauptsächlich bei Unternehmen mit einer bis zu fünf Filialen, bei stärker filialisierten Unternehmen bleibt der Grad der Filialisierung weitgehend konstant. Im Jahresverlauf sind 1.614 Filialen neu eröffnet oder übernommen worden, 1.994 Filialen wurden geschlossen oder gingen an andere handwerkliche Unternehmen.

295 ehemalige Filialen sind in eigenständige Betriebe umgewandelt worden. Häufig handelt es sich dabei um bisherige Filialleiter, die auf diesem Wege den Schritt in die Selbstständigkeit gehen. Die vergleichsweise hohe Fluktuation bei den Filialen im Fleischerhandwerk ist Ausdruck einer flexiblen Reaktion auf veränderte Marktbedingungen.

Ende 2006 waren 4.606 fleischerhandwerkliche Betriebe, und damit mehr als jeder vierte, filialisiert. Die Zahl der Filialbetriebe hat im Gegensatz zu den Filialen selbst lediglich um 100 gegenüber dem Vorjahr abgenommen. Auch daran wird eine tendenzielle Spezialisierung bei den bereits filialisierten Unternehmen deutlich. Bei den auf Filialisierung spezialisierten Unternehmen gewinnen Franchisesysteme zunehmend an Bedeutung.

Das Fleischerhandwerk erzielte im Jahr 2006 einen Gesamtumsatz von 15,776 Mrd. Euro, einschließlich Umsatzsteuer. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Anstieg um 435 Mio. Euro oder 2,8 Prozent. Die Umsatzeinbuße aus dem Vorjahr konnte damit deutlich überkompensiert werden. Nach einem verhaltenen Start zu Jahresbeginn 2006 hat sich der positive Umsatztrend, entgegen der allgemeinen Marktentwicklung, zunehmend verfestigt.

Die Haushaltsnachfrage nach Fleisch, Wurst und Geflügel fiel auf das Gesamtjahr bezogen um 3,3 Prozent geringer aus als in 2005. In den Versorgungsbilanzen wird ein um 700 g auf 59,0 kg gesunkener Pro-Kopf-Verzehr ausgewiesen. Dem Mengenrückgang steht ein deutlich geringerer Preisanstieg gegenüber. Das Statistische Bundesamt beziffert die Teuerungsrate für die Warengruppe Fleisch und Fleischwaren im letzten Jahr auf durchschnittlich 1,1 Prozent. In diesem mengen- und wertmäßig geschrumpften Markt bedeutet die Umsatzsteigerung im Fleischerhandwerk nicht nur eine Festigung, sondern sogar einen Ausbau seiner Marktposition.

Vom Umsatz des Fleischerhandwerks entfielen 13,41 Mrd. Euro auf den Absatz von Fleisch und selbstproduzierten Fleischerzeugnissen und 2,37 Mrd. Euro auf den Verkauf von Handelswaren. Der Anteil des Fleischerhandwerks am Gesamtmarkt, bewertet zu Endverbraucherpreisen, lag einschließlich der neben dem Thekenverkauf erzielten Umsätze bei deutlich über 40 Prozent.

Die ersten sechs Monate in 2007 konnten nicht mit dem dynamischen Umsatzwachstum des Vorjahres mithalten. Während zu Jahresbeginn noch etwas Schwung aus dem Jahr 2006 mitgenommen werden konnte, hat sich im weiteren Verlauf der Aufwärtstrend spürbar abgeflacht. Dies steht in engem Zusammenhang mit dem in der ersten Jahreshälfte 2007 um gut 2 Prozent höheren Ladenpreisen für Fleisch und Fleischwaren, einer stagnierenden Haushaltsnachfrage nach Fleisch und einer rückläufigen Haushaltsnachfrage nach Fleischerzeugnissen.

Der Beschäftigungsabbau im Fleischerhandwerk hat sich in 2006 gegenüber dem Vorjahr mehr als halbiert. Im Durchschnitt des letzten Jahres waren im Fleischerhandwerk 159.400 Personen beschäftigt, einschließlich Betriebinhaber, Auszubildenden und mithelfenden Familienangehörigen. Gegenüber 2005 entspricht dies einem Rückgang um 2.700 oder 1,7 Prozent. In 2005 hatte dieser Rückgang noch 5.900 Arbeitsplätze betragen.

Der gesunkene Bestand an Betrieben und Filialen ging damit auch im letzten Jahr einher mit einem Verlust an Beschäftigung, der Ausbildungssektor blieb davon jedoch unberührt. Ein stetiger Beschäftigungsrückgang ist während des gesamten letzten Jahrzehnts zu beobachten, vor allem aber seit der Jahrtausendwende, als die Wirren um BSE einsetzten. In den Folgejahren waren es neben dem Rückgang an Betrieben und Filialen vor allem die extreme Wettbewerbssituation und der anhaltende Kostendruck, die zur Ausschöpfung von Einsparpotenzialen auch im Personalbereich gezwungen haben.

Seit 1996 sind im Fleischerhandwerk fast 60.000 Arbeitsplätze, darunter auch Ausbildungsplätze, weggefallen, das entspricht 27 Prozent des damaligen Bestandes. Gleichzeitig hat sich der Umsatz je Beschäftigtem um rund 12 Prozent erhöht. Im Mittel betrug dieser zuletzt 98.971 Euro. Da der Rückgang an Betrieben im letzten Jahr etwas stärker ausgefallen ist als der Rückgang an Beschäftigten, hat sich die durchschnittliche Anzahl an Beschäftigten je Betrieb wieder etwas erhöht. Im Durchschnitt aller Betriebe waren 9,3 Personen beschäftigt, rund 60 Prozent davon im Verkaufsbereich.


American Express: Weltweit deutlich höhere Hotel- und Flugpreise in 2008

Oktober 23, 2007

Quelle: Pressemitteilung

In Deutschland ist mit weitaus höheren Preisanstiegen als in den Jahren zuvor zu rechnen – Hotelpreissteigerung zwischen 7 und 12 Prozent, Flugtariferhöhung zwischen 3 und 8 Prozent 
 
Nach einem Anstieg der Hotel- und Flugpreise im Jahr 2007 werden sich die Tarife auch im Jahr 2008 weltweit weiter verteuern, so das zentrale Ergebnis des Global Business Travel Forecast 2008 von American Express, dem weltweit führenden Anbieter von Geschäftsreisen. Im Hotelsektor ist mit Teuerungsraten bis zu 14 Prozent zu rechnen. Vor allem in Europa und Nordamerika ziehen die Preise für Kurz- und Langstrecke mit bis 5 bzw. 10 Prozent an. In Deutschland werden die Preise für Inlandsflüge moderater steigen, die Kosten für Hotelübernachtungen dagegen deutlich zulegen.
 
„Wir erwarten, dass im weltweiten Durchschnitt die Kosten für eine Inlandsreise inklusive Flug, Mietwagen und Hotelübernachtung um sechs Prozent oder 63 US-Dollar zunehmen werden. Dadurch erhöhen sich die Durchschnittsreisekosten auf rund 1.110 US-Dollar. Für eine internationale Reise rechnen wir mit einem Zuwachs um annähernd sieben Prozent oder rund 205 US-Dollar. Der Gesamtpreis steigt dadurch auf 3.171 US-Dollar“, so Marc Hildebrand, Vice President und General Manager American Express für Mitteleuropa.
 
Nachfrage-Boom bei Flügen
2008 werden die Inlands- und Kurzstreckenflüge in der Economy Class weltweit zwischen einem und vier Prozent anziehen. Bei den Langstreckentarifen in der Business Class werden Steigerungsraten zwischen fünf und acht Prozent erwartet. In Nordamerika und Europa fallen die Preissteigerungen am stärksten aus. Zu den wichtigsten preistreibenden Faktoren zählen das verbesserte Leistungsangebot der Fluggesellschaften, die hohen Treibstoffpreise sowie die Konsolidierung in der Luftfahrtbranche. Demgegenüber stehen preissenkende Faktoren wie effizientere Flugzeuge mit höheren Kapazitäten und optimierte Arbeitsprozesse der Fluggesellschaften, das Wachstum der Billigflieger, der stärkere Wettbewerb und die größere Freiheit durch das „USA-EU Open Skies“-Abkommen.

Im europäischen Raum wird dennoch von einer spürbaren Erhöhung der Flugtarife 2008 ausgegangen. Die starke Wirtschaft und die hohe Nachfrage nach Reisen in die Regionen Osteuropa, Fernost, Südasien sowie nach transatlantischen Reiserouten tragen wesentlich zu den Preiserhöhungen bei. Größere Erweiterungen der Kapazitäten auf den bedeutenden Reiserouten werden nicht erwartet – von daher wird das Angebot an Flügen weiterhin begrenzt bleiben. Die Einführung des neuen Airbus A380 wird sich kurzfristig nicht bemerkbar machen.
 
Gebremst wird der Preisanstieg jedoch durch die weiterhin wachsende Bedeutung von Billigflug-Anbietern, die ihre Marktanteile im Segment der Kurzstreckenflüge ausbauen. Dies gilt insbesondere für die klassischen Billigflieger-Standorte Großbritannien und Deutschland. In Großbritannien werden aufgrund dieser Entwicklung sogar sinkende Tarife um bis zu zehn Prozent für Kurzstrecken erwartet. In Deutschland dürfte sich der Preisanstieg für Kurzstrecken bei bis zu vier Prozent bewegen. In Frankreich bleiben die Preise für Inlandsflüge aufgrund mangelnder Konkurrenz der nationalen Fluggesellschaft und durch die Zunahme an Hochgeschwindigkeitszügen nahezu unverändert. 
 
Stark wachsende Hotelpreise
Nach den Ergebnissen des Global Business Travel Forecast wird der internationale Hotelmarkt auch 2008 ein Verkäufermarkt bleiben. Die weiterhin hohe Nachfrage nach Hotelübernachtungen und das nur gering wachsende Angebot an verfügbaren Zimmern werden – mit Ausnahme von Nordamerika – die Hoteltarife weltweit um zweistellige Zuwachsraten steigen lassen. So sind in den Regionen Asien-Pazifik und Lateinamerika & Karibik Preissteigerungen zwischen 18 und 22 Prozent in der mittleren und Premium-Kategorie zu erwarten.
 
Insbesondere Hotels der gehobenen Kategorie konnten in der Vergangenheit hohes Wachstum verbuchen – es ist deshalb davon auszugehen, dass gerade die Hotelketten der unteren Kategorien ihre Häuser künftig ausbauen und renovieren werden. Die Reisenden profitieren von den neuen Annehmlichkeiten, werden hierfür jedoch auch höhere Preise zahlen müssen. 
 
In Europa sind infolge der steigenden Nachfrage nach Geschäftsreisen und der hohen Belegungsrate der Hotels ebenfalls hohe Preissteigerungen zwischen 12 und 14 Prozent in der mittleren und Premium-Kategorie zu erwarten. In Deutschland wird mit Preiserhöhungen zwischen sieben und neun Prozent in der mittleren Kategorie gerechnet; in der Premium-Kategorie zwischen zehn bis zwölf Prozent. Damit werden die Preise aber weniger stark steigen als 2007, als die Mehrwertsteuer erhöht wurde. Die Hoteltarife in den größten deutschen Städten werden um bis zu vier Prozent teurer. Berlin bildet die Ausnahme – hier können die Tarife wegen Überkapazitäten um bis zu zehn Prozent zurückgehen. 
 
Mietwagen-Markt durch Konkurrenzkampf geprägt
Trotz höherer Fahrzeugkosten, zusätzlichen lokalen Verbrauchssteuern und Abgaben wird für 2008 nur mit moderat steigenden Mietwagentarifen gerechnet. In Europa steigen die Mietwagenpreise zwischen einem und drei Prozent. Der Grund hierfür ist der weiterhin sehr intensiv geführte Wettbewerb auf dem Mietwagen-Markt.
 
Insbesondere in den großen US-Städten wird mit Hoteltarifsteigerungen von bis zu 14 Prozent gerechnet. Preistreibend wirkt hier insbesondere die hohe Nachfrage gegenüber den begrenzten Kapazitäten. Darüber hinaus haben die Hotels ihre Methoden zum Ertragsmanage­ment verbessert, um ihren Profit zu maximieren. 
 
Die Tariferhöhungen sind auch hier auf die hohe Nachfrage und die hohen Treibstoffpreise zurückzuführen. Preissenkend wirken sich hingegen die wachsenden Kapazitäten bei Flügen, die Expansion der Billig-Airlines und die für Ende 2008 geplanten neuen Hotelanlagen der mittleren Kategorie aus.  

Zu erwarten ist, dass die Olympischen Spiele in China die Preise und das Wirtschaftswachstum in der Region ankurbeln werden. Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass die Bevölkerung selbst zunehmend mobiler wird. Im Luftfahrtbereich werden vor allem die hohen Treibstoff­kosten, die verbesserte Ausstattung der Flugzeuge, die rapide zunehmende Nachfrage sowie die Konsolidierung der Fluggesellschaften für Preissteigerungen sorgen. Abhilfe bei den Kapazitätsproblemen soll insbesondere der Airbus A380 schaffen. Dem entgegen steht die Expansion der Billigflieger. Die hohen Grundstück- und Baukosten gepaart mit dem Wettkampf zwischen Freizeit- und Geschäftsreisenden sorgen für steigende Preise im Hotelsektor.
 
Weitere Trends für das Jahr 2008
 
Änderungen bei Prozessen und Unternehmensrichtlinien
„Um steigende Kosten besser in den Griff zu bekommen, sollten Unternehmen ihre Geschäftsabläufe im Reisemanagement überdenken, und bei der Implementierung von neuen Prozessen insbesondere das Top-Management stärker involvieren“, sagt Marc Hildebrand. Details einer neuen Geschäftsreise-Politik müssten in Zukunft noch besser kommuniziert werden.
 
Mögliche Maßnahmen zur Kontrolle von Kosten und Compliance 
–         Weniger Nutzung von erstattungsfähigen Flugtarifen
–         Verstärkte Nutzung von Frühbucherrabatten
–         Konkretere Bestimmung, wann First- bzw. Business-Class Raten genutzt werden können
–         Stärkerer Fokus auf Online-Buchungen
–         Verstärkte Zusammenarbeit mit bevorzugten Dienstleistern, insbesondere im Hotelbereich
 
Von Öko-Initiativen zur „nachhaltigen Geschäftsreise“
Von Unternehmen wird erwartet, dass sie sich stärker für Nachhaltigkeit auch auf dem Sektor Geschäftsreisen engagieren. Dazu zählt nicht nur umweltbewussteres Reisen, sondern auch die Sicherheit der Reisenden.
 
Vor allen Dingen werden Unternehmen zunehmend berücksichtigen müssen, welche Schadstoffemissionen bei einer Geschäftsreise anfallen. Zwar wird diese Gegenrechnung von Reisen und Klimaschutzbeiträgen kurzfristig ein bestimmender Faktor bleiben, doch ist davon auszugehen, dass dies zukünftig stärker mit langfristigen Unternehmensstrategien kombiniert wird.
 
Methodik
Die Prognosen des Global Business Travel Forecast beruhen auf einer Kombination aus statistischen Vorhersagen, einer genauen Untersuchung der Branchen und der Beobachtung regionaler Wirtschafts­entwicklungen. Hinzu kommen Interviews mit Branchenanalysten von American Express sowie die Auswertung interner und externer Daten. Darüber hinaus wurde die Firma Smith Travel Research für Untersuchungen der Hotelbranche und spezielle Märkte und Trends beauftragt.
 
Die Voraussagen dieses Reports basieren auf einer Vielzahl interner und externer Informationen – es kann keine Garantie für den Eintritt der Prognosen gegeben werden. Die tatsächliche Entwicklung der Geschäftsreisepreise kann darüber hinaus auf Grund von unerwarteten politischen, wirtschaftlichen und / oder Umweltereignissen von den prognostizierten Zahlen abweichen.


Convenience kommt an

Oktober 22, 2007

Quelle: AHGZ

Die Lebensmittelmesse Anuga verzeichnet auch einen Boom bei gesunden Nahrungsmitteln

Knete zum Essen, süße Schoko-Happen aus Surimi-Masse, Pizza aus der Tüte und Drinks aus Krokusextrakten: Zur diesjährigen Anuga, der weltgrößten Messe für die Ernährungswirtschaft, zeigte die Zulieferindustrie große Innovationskraft. Den Geschmacksnerv der Verbraucher treffen dabei vor allem gesunde und einfach zuzubereitende Speisen, wie Ernährungsindustrie, Konsumforscher und Koelnmesse einheitlich berichten. „Die Themen Convenience, Gesundheit und Genuss beherrschen die Szene“, so Wolfgang Kranz, Geschäftsführer der Koelnmesse.

Auf der Anuga 2007 mit 163.000 Fachbesuchern (+3%) war Convenience für Privathaushalte und den Außer-Haus-Markt eines der Hauptthemen. Mit gutem Grund: „Hat man vor 20 Jahren für eine warme Mahlzeit noch zwei bis drei Stunden vor dem Kochtopf gestanden, investiert man dafür heute fünf Minuten, höchstens zehn“, berichtet Dierk Frauen, Präsident des Deutschen Lebensmittelhandels. Für Gastronomen bedeutet Convenience Zeit- und Personalersparnis, außerdem einfacheres Handling und mitunter neue Geschäftsfelder. Das schlägt sich auch im Absatz und Umsatz nieder: Convenience-Produkte verzeichnen im Lebensmitteleinzelhandel rasantes Wachstum, meldet etwa die CMA. Bei Komplettmenüs sind es beispielsweise 85 Prozent Plus, bei Snacks sogar mehr als 150 Prozent.