Das Fleischerhandwerk wächst 2006 um 2,8 %

Oktober 23, 2007

Quelle: Geschäftsbericht des Deutschen Fleischerverbandes 2007

„Das Fleischerhandwerk konnte im vergangenen Jahr seinen Gesamtumsatz erneut um 545 Mio. auf 17,18 Mrd. Euro steigern. Dies entspricht einer Verbesserung um 3,3 Prozent“, sagte Fleischerpräsident Manfred Rycken bei der traditionellen I.H.M. – Pressekonferenz im März. Weder die 3,3 % noch die 17,18 Mrd. haben etwas mit dem realen Geschäftsjahr zu tun. Der Jahresumsatz lag mit 15,776 Mrd. Euro (brutto) um 435 Mio. Euro oder 2,8 Prozent über 2005 und damit immer noch 304 Mio. € unter dem des Jahres 2002. Die Märzpressekonferenz ist [hier] nachzulesen. Aber lesen Sie nun selber die aktuelle Zusammenfassung des neuesten Geschäftsberichtes aus der Kennedyallee in Frankfurt:

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2006 kräftig gewachsen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt stieg um 2,7 Prozent. Das ist die stärkste wirtschaftliche Belebung seit dem Boomjahr 2000. Die Wachstumsimpulse kamen sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland. Mit ihnen hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt deutlich verbessert. Zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts haben fast alle Wirtschaftsbereiche beigetragen. Die deutschen Anlageinvestitionen, insbesondere die Ausrüstungsinvestitionen, sind so stark gestiegen wie noch nie seit der deutschen Vereinigung.

In 2006 wurde nicht nur mehr investiert, sondern auch stärker konsumiert als im Vorjahr. Der private Konsum legte nach zwei nahezu stagnierenden Jahren um 0,6 Prozent zu. Angesichts der bevorstehenden Mehrwertsteuererhöhung waren in der zweiten Jahreshälfte langjährige Gebrauchsgüter besonders gefragt. Auch der Staat erhöhte seine Konsumausgaben um 1,7 Prozent.

Das Fleischerhandwerk hat nach fünfjähriger Durststrecke seit BSE im Jahr 2006 verlorengegangenes Terrain zurückerobert. Trotz erneut weniger Betrieben und Filialen konnte die Branche mit einem deutlichen Umsatzplus ihre Marktposition in einem schrumpfenden Absatzmarkt wieder ausbauen. Die Konsumnachfrage nach Fleisch, Fleischerzeugnissen und Geflügel entwickelte sich insgesamt schwach.

Zwar hatten zur Jahresmitte noch das gute Wetter und die gute Stimmung der Fußballweltmeisterschaft zu einer ausgeglichenen Halbjahresbilanz verholfen und auch die Skandalmeldungen zur Jahreswende 2005/2006 über verdorbenes Fleisch in Supermarktregalen Großküchen und Imbissbetrieben schienen in Vergessenheit geraten zu sein. Die Rekordtemperaturen im Juli haben zwar die Nachfrage nach Grillfleisch belebt, die starken Verluste bei den klassischen Fleischteilstücken konnten damit aber längst nicht ausgeglichen werden. Die Konsumnachfrage schwächte sich ab.

Das erneute bekannt werden unlauterer Machenschaften mit verdorbenem Fleisch im September schlugen vielen auf den Appetit und die anhaltenden Spekulationen über eine Ausbreitung der Vogelgrippe dämpften den Konsum an Geflügelfleisch empfindlich. Am Jahresende wurde dementsprechend eine geringere Gesamtfleischnachfrage der privaten Haushalte bilanziert. Dieser Rückgang konnte weder mengenmäßig durch den leichten Zuwachs des Außerhaus-Verzehrs ausgeglichen werden, noch wertmäßig durch den moderaten Anstieg der Ladenpreise.

Die allgemeine Sensibilisierung für Fleisch und seine Herkunft führte zu einer verstärkten Qualitätsorientierung der Verbraucher und zu einer Nachfragebelebung der Bedienungstheken. Der Trend zu vorverpacktem Fleisch wurde vorübergehend gestoppt. In diesem Szenario konnte das Fleischerhandwerk mit einem klaren Umsatzplus seine Marktposition festigen und verlorengegangenes Marktpotenzial zurückgewinnen. Dabei verlief die Entwicklung im westdeutschen Fleischerhandwerk erneut besser als bei den Betrieben in den neuen Bundesländern.

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2006 kräftig gewachsen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt stieg um 2,7 Prozent. Das ist die stärkste wirtschaftliche Belebung seit dem Boomjahr 2000. Die Wachstumsimpulse kamen sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland. Mit ihnen hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt deutlich verbessert.

Zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts haben fast alle Wirtschaftsbereiche beigetragen. Die deutschen Anlageinvestitionen, insbesondere die Ausrüstungsinvestitionen, sind so stark gestiegen wie noch nie seit der deutschen Vereinigung.

In 2006 wurde nicht nur mehr investiert, sondern auch stärker konsumiert als im Vorjahr. Der private Konsum legte nach zwei nahezu stagnierenden Jahren um 0,6 Prozent zu. Angesichts der bevorstehenden Mehrwertsteuererhöhung waren in der zweiten Jahreshälfte langjährige Gebrauchsgüter besonders gefragt. Auch der Staat erhöhte seine Konsumausgaben um 1,7 Prozent.

Das deutsche Fleischerhandwerk war Ende des Jahres 2006 mit insgesamt 27.871 Verkaufsstellen am Markt präsent. Diese Zahl setzt sich zusammen aus 17.138 eigenständigen Meisterbetrieben und 10.733 weiteren Verkaufsstellen, die neben den Stammgeschäften als Filialen geführt werden. Bei der Anzahl der Filialen ist nur ein kleiner Teil derjenigen weiteren Verkaufsstellen berücksichtigt, die regelmäßig auf Wochenmärkten ihren Stammplatz haben oder im Fahrverkauf im Streckendienst tätig sind. In seiner Gesamtheit ist das Fleischerhandwerk weiterhin die zahlenmäßig stärkste Anbietergruppe.

In Jahre 2006 standen insgesamt 1.512 Betriebsstilllegungen einer Zahl von 1.045 Betriebsgründungen gegenüber. Von den Gründungen sind 605 echte Neugründungen und 539 Unternehmerwechsel bestehender Betriebe. Damit ist die Gesamtzahl der selbstständigen Betriebe um 467 zurückgegangen, das entspricht geringfügig mehr als im Jahr zuvor, jedoch weniger als im Durchschnitt des letzten halben Jahrzehnts. Erneut konzentrierten sich zwei Drittel des Rückgangs auf die erste Jahreshälfte.

Der langfristige Trend signalisiert, dass der Abschmelzungsprozess im Fleischerhandwerk noch nicht vollständig abgeschlossen ist. Zum Einen sind es wirtschaftliche und wettbewerbsbedingte Faktoren, die zur Aufgabe von Betrieben führen. Hinzu kommen ständig wachsende administrative Anforderungen und bürokratische Auflagen, die Investitionen und Folgekosten nach sich ziehen, den unternehmerischen Gestaltungsspielraum einengen, die betriebswirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Betriebe überfordern und zur Unrentabilität führen.

Bei den am Markt verbleibenden Betrieben zeigt sich ein langfristiger Trend in Richtung größerer und leistungsfähigerer Betriebseinheiten. Das einzelbetriebliche Wachstum wird realisiert durch Eröffnung von Filialen oder Spezialisierung auf das Liefergeschäft, den Party- und Plattenservice, das Catering, den Imbiss und mit zunehmender Tendenz auch den mobilen Verkauf.

Die Anzahl der Filialen ist in 2006 um 380 gesunken, davon um 233 allein in der ersten Jahreshälfte. Dies ist der stärkste Rückgang seit Jahren. In der Vergangenheit trug die stetige Zunahme an Filialen dazu bei, den Betriebsrückgang im Fleischerhandwerk zu einem Teil zu kompensieren.

Bei der Filialisierung vollzieht sich zur Zeit ein Strukturwandel. Der Abbau von Filialen erfolgt hauptsächlich bei Unternehmen mit einer bis zu fünf Filialen, bei stärker filialisierten Unternehmen bleibt der Grad der Filialisierung weitgehend konstant. Im Jahresverlauf sind 1.614 Filialen neu eröffnet oder übernommen worden, 1.994 Filialen wurden geschlossen oder gingen an andere handwerkliche Unternehmen.

295 ehemalige Filialen sind in eigenständige Betriebe umgewandelt worden. Häufig handelt es sich dabei um bisherige Filialleiter, die auf diesem Wege den Schritt in die Selbstständigkeit gehen. Die vergleichsweise hohe Fluktuation bei den Filialen im Fleischerhandwerk ist Ausdruck einer flexiblen Reaktion auf veränderte Marktbedingungen.

Ende 2006 waren 4.606 fleischerhandwerkliche Betriebe, und damit mehr als jeder vierte, filialisiert. Die Zahl der Filialbetriebe hat im Gegensatz zu den Filialen selbst lediglich um 100 gegenüber dem Vorjahr abgenommen. Auch daran wird eine tendenzielle Spezialisierung bei den bereits filialisierten Unternehmen deutlich. Bei den auf Filialisierung spezialisierten Unternehmen gewinnen Franchisesysteme zunehmend an Bedeutung.

Das Fleischerhandwerk erzielte im Jahr 2006 einen Gesamtumsatz von 15,776 Mrd. Euro, einschließlich Umsatzsteuer. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Anstieg um 435 Mio. Euro oder 2,8 Prozent. Die Umsatzeinbuße aus dem Vorjahr konnte damit deutlich überkompensiert werden. Nach einem verhaltenen Start zu Jahresbeginn 2006 hat sich der positive Umsatztrend, entgegen der allgemeinen Marktentwicklung, zunehmend verfestigt.

Die Haushaltsnachfrage nach Fleisch, Wurst und Geflügel fiel auf das Gesamtjahr bezogen um 3,3 Prozent geringer aus als in 2005. In den Versorgungsbilanzen wird ein um 700 g auf 59,0 kg gesunkener Pro-Kopf-Verzehr ausgewiesen. Dem Mengenrückgang steht ein deutlich geringerer Preisanstieg gegenüber. Das Statistische Bundesamt beziffert die Teuerungsrate für die Warengruppe Fleisch und Fleischwaren im letzten Jahr auf durchschnittlich 1,1 Prozent. In diesem mengen- und wertmäßig geschrumpften Markt bedeutet die Umsatzsteigerung im Fleischerhandwerk nicht nur eine Festigung, sondern sogar einen Ausbau seiner Marktposition.

Vom Umsatz des Fleischerhandwerks entfielen 13,41 Mrd. Euro auf den Absatz von Fleisch und selbstproduzierten Fleischerzeugnissen und 2,37 Mrd. Euro auf den Verkauf von Handelswaren. Der Anteil des Fleischerhandwerks am Gesamtmarkt, bewertet zu Endverbraucherpreisen, lag einschließlich der neben dem Thekenverkauf erzielten Umsätze bei deutlich über 40 Prozent.

Die ersten sechs Monate in 2007 konnten nicht mit dem dynamischen Umsatzwachstum des Vorjahres mithalten. Während zu Jahresbeginn noch etwas Schwung aus dem Jahr 2006 mitgenommen werden konnte, hat sich im weiteren Verlauf der Aufwärtstrend spürbar abgeflacht. Dies steht in engem Zusammenhang mit dem in der ersten Jahreshälfte 2007 um gut 2 Prozent höheren Ladenpreisen für Fleisch und Fleischwaren, einer stagnierenden Haushaltsnachfrage nach Fleisch und einer rückläufigen Haushaltsnachfrage nach Fleischerzeugnissen.

Der Beschäftigungsabbau im Fleischerhandwerk hat sich in 2006 gegenüber dem Vorjahr mehr als halbiert. Im Durchschnitt des letzten Jahres waren im Fleischerhandwerk 159.400 Personen beschäftigt, einschließlich Betriebinhaber, Auszubildenden und mithelfenden Familienangehörigen. Gegenüber 2005 entspricht dies einem Rückgang um 2.700 oder 1,7 Prozent. In 2005 hatte dieser Rückgang noch 5.900 Arbeitsplätze betragen.

Der gesunkene Bestand an Betrieben und Filialen ging damit auch im letzten Jahr einher mit einem Verlust an Beschäftigung, der Ausbildungssektor blieb davon jedoch unberührt. Ein stetiger Beschäftigungsrückgang ist während des gesamten letzten Jahrzehnts zu beobachten, vor allem aber seit der Jahrtausendwende, als die Wirren um BSE einsetzten. In den Folgejahren waren es neben dem Rückgang an Betrieben und Filialen vor allem die extreme Wettbewerbssituation und der anhaltende Kostendruck, die zur Ausschöpfung von Einsparpotenzialen auch im Personalbereich gezwungen haben.

Seit 1996 sind im Fleischerhandwerk fast 60.000 Arbeitsplätze, darunter auch Ausbildungsplätze, weggefallen, das entspricht 27 Prozent des damaligen Bestandes. Gleichzeitig hat sich der Umsatz je Beschäftigtem um rund 12 Prozent erhöht. Im Mittel betrug dieser zuletzt 98.971 Euro. Da der Rückgang an Betrieben im letzten Jahr etwas stärker ausgefallen ist als der Rückgang an Beschäftigten, hat sich die durchschnittliche Anzahl an Beschäftigten je Betrieb wieder etwas erhöht. Im Durchschnitt aller Betriebe waren 9,3 Personen beschäftigt, rund 60 Prozent davon im Verkaufsbereich.

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American Express: Weltweit deutlich höhere Hotel- und Flugpreise in 2008

Oktober 23, 2007

Quelle: Pressemitteilung

In Deutschland ist mit weitaus höheren Preisanstiegen als in den Jahren zuvor zu rechnen – Hotelpreissteigerung zwischen 7 und 12 Prozent, Flugtariferhöhung zwischen 3 und 8 Prozent 
 
Nach einem Anstieg der Hotel- und Flugpreise im Jahr 2007 werden sich die Tarife auch im Jahr 2008 weltweit weiter verteuern, so das zentrale Ergebnis des Global Business Travel Forecast 2008 von American Express, dem weltweit führenden Anbieter von Geschäftsreisen. Im Hotelsektor ist mit Teuerungsraten bis zu 14 Prozent zu rechnen. Vor allem in Europa und Nordamerika ziehen die Preise für Kurz- und Langstrecke mit bis 5 bzw. 10 Prozent an. In Deutschland werden die Preise für Inlandsflüge moderater steigen, die Kosten für Hotelübernachtungen dagegen deutlich zulegen.
 
„Wir erwarten, dass im weltweiten Durchschnitt die Kosten für eine Inlandsreise inklusive Flug, Mietwagen und Hotelübernachtung um sechs Prozent oder 63 US-Dollar zunehmen werden. Dadurch erhöhen sich die Durchschnittsreisekosten auf rund 1.110 US-Dollar. Für eine internationale Reise rechnen wir mit einem Zuwachs um annähernd sieben Prozent oder rund 205 US-Dollar. Der Gesamtpreis steigt dadurch auf 3.171 US-Dollar“, so Marc Hildebrand, Vice President und General Manager American Express für Mitteleuropa.
 
Nachfrage-Boom bei Flügen
2008 werden die Inlands- und Kurzstreckenflüge in der Economy Class weltweit zwischen einem und vier Prozent anziehen. Bei den Langstreckentarifen in der Business Class werden Steigerungsraten zwischen fünf und acht Prozent erwartet. In Nordamerika und Europa fallen die Preissteigerungen am stärksten aus. Zu den wichtigsten preistreibenden Faktoren zählen das verbesserte Leistungsangebot der Fluggesellschaften, die hohen Treibstoffpreise sowie die Konsolidierung in der Luftfahrtbranche. Demgegenüber stehen preissenkende Faktoren wie effizientere Flugzeuge mit höheren Kapazitäten und optimierte Arbeitsprozesse der Fluggesellschaften, das Wachstum der Billigflieger, der stärkere Wettbewerb und die größere Freiheit durch das „USA-EU Open Skies“-Abkommen.

Im europäischen Raum wird dennoch von einer spürbaren Erhöhung der Flugtarife 2008 ausgegangen. Die starke Wirtschaft und die hohe Nachfrage nach Reisen in die Regionen Osteuropa, Fernost, Südasien sowie nach transatlantischen Reiserouten tragen wesentlich zu den Preiserhöhungen bei. Größere Erweiterungen der Kapazitäten auf den bedeutenden Reiserouten werden nicht erwartet – von daher wird das Angebot an Flügen weiterhin begrenzt bleiben. Die Einführung des neuen Airbus A380 wird sich kurzfristig nicht bemerkbar machen.
 
Gebremst wird der Preisanstieg jedoch durch die weiterhin wachsende Bedeutung von Billigflug-Anbietern, die ihre Marktanteile im Segment der Kurzstreckenflüge ausbauen. Dies gilt insbesondere für die klassischen Billigflieger-Standorte Großbritannien und Deutschland. In Großbritannien werden aufgrund dieser Entwicklung sogar sinkende Tarife um bis zu zehn Prozent für Kurzstrecken erwartet. In Deutschland dürfte sich der Preisanstieg für Kurzstrecken bei bis zu vier Prozent bewegen. In Frankreich bleiben die Preise für Inlandsflüge aufgrund mangelnder Konkurrenz der nationalen Fluggesellschaft und durch die Zunahme an Hochgeschwindigkeitszügen nahezu unverändert. 
 
Stark wachsende Hotelpreise
Nach den Ergebnissen des Global Business Travel Forecast wird der internationale Hotelmarkt auch 2008 ein Verkäufermarkt bleiben. Die weiterhin hohe Nachfrage nach Hotelübernachtungen und das nur gering wachsende Angebot an verfügbaren Zimmern werden – mit Ausnahme von Nordamerika – die Hoteltarife weltweit um zweistellige Zuwachsraten steigen lassen. So sind in den Regionen Asien-Pazifik und Lateinamerika & Karibik Preissteigerungen zwischen 18 und 22 Prozent in der mittleren und Premium-Kategorie zu erwarten.
 
Insbesondere Hotels der gehobenen Kategorie konnten in der Vergangenheit hohes Wachstum verbuchen – es ist deshalb davon auszugehen, dass gerade die Hotelketten der unteren Kategorien ihre Häuser künftig ausbauen und renovieren werden. Die Reisenden profitieren von den neuen Annehmlichkeiten, werden hierfür jedoch auch höhere Preise zahlen müssen. 
 
In Europa sind infolge der steigenden Nachfrage nach Geschäftsreisen und der hohen Belegungsrate der Hotels ebenfalls hohe Preissteigerungen zwischen 12 und 14 Prozent in der mittleren und Premium-Kategorie zu erwarten. In Deutschland wird mit Preiserhöhungen zwischen sieben und neun Prozent in der mittleren Kategorie gerechnet; in der Premium-Kategorie zwischen zehn bis zwölf Prozent. Damit werden die Preise aber weniger stark steigen als 2007, als die Mehrwertsteuer erhöht wurde. Die Hoteltarife in den größten deutschen Städten werden um bis zu vier Prozent teurer. Berlin bildet die Ausnahme – hier können die Tarife wegen Überkapazitäten um bis zu zehn Prozent zurückgehen. 
 
Mietwagen-Markt durch Konkurrenzkampf geprägt
Trotz höherer Fahrzeugkosten, zusätzlichen lokalen Verbrauchssteuern und Abgaben wird für 2008 nur mit moderat steigenden Mietwagentarifen gerechnet. In Europa steigen die Mietwagenpreise zwischen einem und drei Prozent. Der Grund hierfür ist der weiterhin sehr intensiv geführte Wettbewerb auf dem Mietwagen-Markt.
 
Insbesondere in den großen US-Städten wird mit Hoteltarifsteigerungen von bis zu 14 Prozent gerechnet. Preistreibend wirkt hier insbesondere die hohe Nachfrage gegenüber den begrenzten Kapazitäten. Darüber hinaus haben die Hotels ihre Methoden zum Ertragsmanage­ment verbessert, um ihren Profit zu maximieren. 
 
Die Tariferhöhungen sind auch hier auf die hohe Nachfrage und die hohen Treibstoffpreise zurückzuführen. Preissenkend wirken sich hingegen die wachsenden Kapazitäten bei Flügen, die Expansion der Billig-Airlines und die für Ende 2008 geplanten neuen Hotelanlagen der mittleren Kategorie aus.  

Zu erwarten ist, dass die Olympischen Spiele in China die Preise und das Wirtschaftswachstum in der Region ankurbeln werden. Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass die Bevölkerung selbst zunehmend mobiler wird. Im Luftfahrtbereich werden vor allem die hohen Treibstoff­kosten, die verbesserte Ausstattung der Flugzeuge, die rapide zunehmende Nachfrage sowie die Konsolidierung der Fluggesellschaften für Preissteigerungen sorgen. Abhilfe bei den Kapazitätsproblemen soll insbesondere der Airbus A380 schaffen. Dem entgegen steht die Expansion der Billigflieger. Die hohen Grundstück- und Baukosten gepaart mit dem Wettkampf zwischen Freizeit- und Geschäftsreisenden sorgen für steigende Preise im Hotelsektor.
 
Weitere Trends für das Jahr 2008
 
Änderungen bei Prozessen und Unternehmensrichtlinien
„Um steigende Kosten besser in den Griff zu bekommen, sollten Unternehmen ihre Geschäftsabläufe im Reisemanagement überdenken, und bei der Implementierung von neuen Prozessen insbesondere das Top-Management stärker involvieren“, sagt Marc Hildebrand. Details einer neuen Geschäftsreise-Politik müssten in Zukunft noch besser kommuniziert werden.
 
Mögliche Maßnahmen zur Kontrolle von Kosten und Compliance 
–         Weniger Nutzung von erstattungsfähigen Flugtarifen
–         Verstärkte Nutzung von Frühbucherrabatten
–         Konkretere Bestimmung, wann First- bzw. Business-Class Raten genutzt werden können
–         Stärkerer Fokus auf Online-Buchungen
–         Verstärkte Zusammenarbeit mit bevorzugten Dienstleistern, insbesondere im Hotelbereich
 
Von Öko-Initiativen zur „nachhaltigen Geschäftsreise“
Von Unternehmen wird erwartet, dass sie sich stärker für Nachhaltigkeit auch auf dem Sektor Geschäftsreisen engagieren. Dazu zählt nicht nur umweltbewussteres Reisen, sondern auch die Sicherheit der Reisenden.
 
Vor allen Dingen werden Unternehmen zunehmend berücksichtigen müssen, welche Schadstoffemissionen bei einer Geschäftsreise anfallen. Zwar wird diese Gegenrechnung von Reisen und Klimaschutzbeiträgen kurzfristig ein bestimmender Faktor bleiben, doch ist davon auszugehen, dass dies zukünftig stärker mit langfristigen Unternehmensstrategien kombiniert wird.
 
Methodik
Die Prognosen des Global Business Travel Forecast beruhen auf einer Kombination aus statistischen Vorhersagen, einer genauen Untersuchung der Branchen und der Beobachtung regionaler Wirtschafts­entwicklungen. Hinzu kommen Interviews mit Branchenanalysten von American Express sowie die Auswertung interner und externer Daten. Darüber hinaus wurde die Firma Smith Travel Research für Untersuchungen der Hotelbranche und spezielle Märkte und Trends beauftragt.
 
Die Voraussagen dieses Reports basieren auf einer Vielzahl interner und externer Informationen – es kann keine Garantie für den Eintritt der Prognosen gegeben werden. Die tatsächliche Entwicklung der Geschäftsreisepreise kann darüber hinaus auf Grund von unerwarteten politischen, wirtschaftlichen und / oder Umweltereignissen von den prognostizierten Zahlen abweichen.


Convenience kommt an

Oktober 22, 2007

Quelle: AHGZ

Die Lebensmittelmesse Anuga verzeichnet auch einen Boom bei gesunden Nahrungsmitteln

Knete zum Essen, süße Schoko-Happen aus Surimi-Masse, Pizza aus der Tüte und Drinks aus Krokusextrakten: Zur diesjährigen Anuga, der weltgrößten Messe für die Ernährungswirtschaft, zeigte die Zulieferindustrie große Innovationskraft. Den Geschmacksnerv der Verbraucher treffen dabei vor allem gesunde und einfach zuzubereitende Speisen, wie Ernährungsindustrie, Konsumforscher und Koelnmesse einheitlich berichten. „Die Themen Convenience, Gesundheit und Genuss beherrschen die Szene“, so Wolfgang Kranz, Geschäftsführer der Koelnmesse.

Auf der Anuga 2007 mit 163.000 Fachbesuchern (+3%) war Convenience für Privathaushalte und den Außer-Haus-Markt eines der Hauptthemen. Mit gutem Grund: „Hat man vor 20 Jahren für eine warme Mahlzeit noch zwei bis drei Stunden vor dem Kochtopf gestanden, investiert man dafür heute fünf Minuten, höchstens zehn“, berichtet Dierk Frauen, Präsident des Deutschen Lebensmittelhandels. Für Gastronomen bedeutet Convenience Zeit- und Personalersparnis, außerdem einfacheres Handling und mitunter neue Geschäftsfelder. Das schlägt sich auch im Absatz und Umsatz nieder: Convenience-Produkte verzeichnen im Lebensmitteleinzelhandel rasantes Wachstum, meldet etwa die CMA. Bei Komplettmenüs sind es beispielsweise 85 Prozent Plus, bei Snacks sogar mehr als 150 Prozent.


Trotz höherer Preise: Deutsche essen häufiger auswärts

Oktober 22, 2007

Quelle: gourmet-report.de

Deutsche gehen häufiger zum Essen aus, obwohl die Preise für einen Besuch im Bistro oder Restaurant durchschnittlich um zwei Prozent gestiegen sind. Das zeigen die Daten der ZMP/CMA-Marktforschung auf Basis des CREST (Consumer Reports On Eating Share Trends)-Verbraucherpanels.

Weitere Speisen wie ein Nachtisch oder Salat werden allerdings seltener bestellt. Trotzdem sind die Ausgaben je Besuch aufgrund der höheren Preise gestiegen. Im ersten Halbjahr 2007 hat sich der Umsatz in der Gastronomie und der Verpflegung am Arbeits- und Ausbildungsplatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als drei Prozent auf 21,5 Milliarden Euro erhöht.

Die Zahl der Besucher ist um rund ein Prozent auf 3,4 Milliarden gestiegen, informiert die Zentrale Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP). Besonders gut startete die Erlebnisgastronomie in die Saison: Durch die sommerlichen Temperaturen Anfang April konnten Cafés, Bistros und Eisdielen früh ihre Außenwirtschaften öffnen und zogen insgesamt 2,6 Prozent mehr Besucher an.

Der Bereich der Schnellverpflegung wächst bereits seit Jahren. Dabei melden die Bäckerimbisse den prozentual höchsten Zuwachs von knapp fünf Prozent mehr Kunden. Für das CREST-Verbraucherpanel dokumentieren 5.000 deutsche Haushalte seit Januar 1997 regelmäßig den Außer-Haus-Verzehr.


Internorga 2008 mit weiterer neuer Halle: Hamburger Fachmesse komplett ausgebucht

Oktober 22, 2007

Quelle: Pressemitteilung

Der Ausbau geht weiter: Der Internorga 2008 steht eine weitere Halle der Neuen Messe Hamburg erstmals zur Verfügung. In der neuen Halle B5 wird ein Großteil der Aussteller aus dem Bereich Einrichtung und Ausstattung angesiedelt. Auf der Leitmesse für den modernen Außer-Haus-Markt werden vom 7. bis 12. März 2008 auf dem Hamburger Messegelände rund 1.000 Aussteller und mehr als 100.000 Fachbesucher aus dem In- und Ausland erwartet.
Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Messe und Congress GmbH: „Die Internorga ist und bleibt Schrittmacher für die Neue Messe Hamburg. Wir freuen uns besonders, dass die Fachmesse auch 2008 komplett ausgebucht ist.“ Auf der Internorga sind nahezu alle marktführenden Anbieter aus allen Bereichen des modernen Außer-Haus-Marktes vertreten. Viele Unternehmen präsentieren hier ihre Innovationen.
Die Internorga A ist als Premierenschau, Trendbarometer und Ordermesse die bedeutendste Fachmesse ihrer Art in Europa. Sie informiert umfassend über Produktneuheiten und Marktgeschehen, innovative Konzepte und Komplettlösungen. Ihre Themenschwerpunkte Einrichtung und Ausstattung (Hallen B5 und 8), Nahrungsmittel und Getränke, Organisation und Kommunikation (Hallen 9-12 und A1), Bäckerei- und Konditoreibedarf, Ladenbau (Halle B6) sowie Küchentechnik und -ausstattung (Hallen A2 bis A4) decken die gesamte Bandbreite des modernen Außer-Haus-Marktes ab.
Begleitet wird die Internorga von einem hochklassigen Rahmenprogramm. Das 27. Internationale Foodservice-Forum, Europas größter Kongress für Systemgastronomie findet am 6. März statt. Der Deutsche Kongress für Gemeinschaftsverpflegung, der führende Kongress der deutschen GV-Branche startet am 10. März. Am 7. März gibt es die zweite Auflage des internationalen Backkongresses Hamburg Global Bake. Den fachlichen Treffpunkt der Internorga bildet das Forum Gastgewerbe mit seinem renommierten Wettbewerb „Der Große Preis der Köche“.
Die Internorga, 82. Internationale Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung, Bäckereien und Konditoreien, ist täglich vom 7. bis 12. März 2008 täglich von 10 bis 18 Uhr auf dem Hamburger Messegelände geöffnet. Eintritt: 24 Euro (Zweitageskarte 34 Euro), Fachschüler: 12 Euro. Der Einlass erfolgt nur nach Legitimation als Fachbesucher.

Weitere Informationen zur Internorga 2008


Die Tabak-Lobby

Oktober 18, 2007

Quelle: FTD Financial Times Deutschland, 18. Oktober 2007

2008 wird die öffentliche Zigarette zum seltenen Genuss: Die meisten Kneipen sind dann qualmfrei. Nun öffnen zum stilvollen Inhalieren die ersten Raucherklubs.

„Jeder, der qualmt“, sagt Rainer Hollstein, wenn er die Zielgruppe seines Raucherklubs beschreiben soll. In ein paar Wochen wird „Porky’s Smokers‘ Club“ in der Düsseldorfer Innenstadt eröffnet. Und Hollstein rechnet mit einer Klientel, die sich zusammensetzt aus Topmanagern und den Toten Hosen. „Am Mittag werden wir da eine Lounge haben, am Abend eher After-Work-Atmosphäre, und nach 24 Uhr kommen dann Studenten, Kellner, Dealer und Polizisten“, sagt er. Wie sich das Ganze dann entwickeln werde, müsse man sehen. Doch was er jetzt schon weiß: Es soll keine verrauchte Höhle mit nikotingelber Tapete werden, sondern eine gepflegte Erscheinung. Die erste Voraussetzung für einen gut funktionierenden Raucherklub ist bereits eingebaut: eine Klimaanlage.

In einer Zeit, in der die Raucher gesetzlich in die Ecke gedrängt werden, muss man zusammenhalten. 2008 wird in den meisten Bundesländern das Rauchen in Restaurants und Kneipen verboten sein. Dann gibt es zwei Möglichkeiten: sich für die Zigarette wenig glamourös auf den Bürgersteig stellen, sich in die mit „R“ markierten Raucherräume der Gastronomie drängeln oder alle Freunde zum Rauchen nach Hause einladen, um dann im zurückgelassenen Qualm schlafen zu gehen.

Viel besser wäre es, eine Institution zu schaffen, die zur Abwechslung einmal die Raucher schützt. Einen Raucherklub, in dem sich niemand über Rauch, Asche und Zigarettenwerbung beschwert, sondern über zu wenig Aschenbecher. Die Anfragen, solch einen Klub zu gründen, häufen sich beim Deutschen Hotel- und Gaststättenverband. Aber wie sieht ein idealer Raucherklub eigentlich aus? Das geistige Auge entwirft sofort das Bild eines britischen Herrenklubs, mit ausladenden Sesseln und Männern in dreiteiligen Anzügen, Taschenuhren, einer dicken Zigarre oder kurzen Filterlosen in der Hand. Das mag ein Anfang sein, doch ein moderner Klub braucht viel mehr. Angefangen bei fachgerechter Lagerung des Tabaks bis hin zu stylischen Aschenbechern – und das alles in charmanter Atmosphäre und ohne schlechtes Gewissen.

Wenige Erfahrungen aus anderen Ländern

Erfahrungen aus anderen Ländern gibt es übrigens wenige, weil jedes Land unterschiedliche Nichtrauchergesetze hat und überall eine andere Rauchkultur herrscht. Bisher sind in Österreich, der Schweiz oder selbst in Italien und England nur wenige auf die Idee gekommen, das Rauchen wieder als genießerischen Akt zu etablieren. Dabei ist doch ein Raucherklub das stilvollste Mittel, um mit den neuen Gesetzen umzugehen. In den USA sind Raucherklubs elitäre Forts des blauen Dunsts, wie der Carnegie Club in New Yorks 56. Straße. Nicht einfach, da hineinzukommen. Und zumindest von außen werden wohl auch deutsche Klubs genauso aussehen wie die amerikanischen: anonym und ein bisschen geheimnisvoll – weil der Klub nicht zum Eintreten einladen darf. Die Tür öffnet sich nur, wenn sie von innen aufgetan wird.

Am Abend, beim entspannenden After-Work-Smoke, wird der Feierabend angezündet. Im Lounge-Ambiente stehen für Zigarrenraucher dicke Aschenbecher auf den Tischen. Am besten ein „Ambassador“ von Carl Mertens. Zigarettenraucher, die sich beim Pils an der Bar eine anstecken, könnten auf die Aschenbecher von Rosendahl zurückgreifen. Er hat die Form eines Donuts und verschluckt in seiner Mitte die Asche wie Puderzucker. Die sind für jedes Klubmitglied optisch ansprechend, egal ob mit Nadelstreifen oder Sicherheitsnadeln am Körper.

Auch eine Lounge mit britischem Flair würde sich gut machen. Dazu gehört zum Beispiel ein Billardtisch, den Rainer Hollstein für das „Porky’s“ auch schon fest eingeplant hat. Die Lounge, als Konsens für guten Ausgehgeschmack, ist angesagt. Und auch für Raucher gibt es viele Accessoires, die sich diesem Stil anpassen.

Rauchen ist wieder etwas Besonderes

So ist das Feuerzeug für einen stilbewussten Raucher nicht zum Wegwerfen designt, sondern ein wohlgeformter Handschmeichler. Auch in einem Raucherklub sollten die Feuerspender etwas Besonderes sein. So könnten Tischfeuerzeuge wieder größeren Zuspruch erfahren. Im zeitgemäßen Design gibt das „Crystal“-Tischfeuerzeug von Philippi Flamme. Das Teil aus verchromtem Blei und Kristallglas ist viereckig schlicht, aber irgendwie sieht man ihm an, dass es aus gutem Haus kommt – und deshalb sollte er auch in guten Häusern stehen. Für Tabakzündung im kleineren Format bietet sich das „Bugatti 2“ an, das man in einem guten Raucherklub erwarten kann.

Und wenn Sie nach Hause gehen, bleibt Ihr Tabak jetzt im Klub. Aber auch er sollte sich ausruhen können. Wasserkissen sind die eleganteste Lösung. Sie halten die Luft in ihrer unmittelbaren Umgebung frisch und feucht, so wie es die Zigaretten mögen. Man könnte auch während des Barbetriebs die Zigarretten zwischen die Kissen stecken, dann haben die Besucher frischen Nachschub und müssen nicht zum Automaten laufen. In jedem Fall wird eine Atmosphäre entstehen, die sich von all jenen Etablissements, die sich bisher Klubs nennen, abhebt. Die neuen Raucherklubs werden Ausgelassenheit ausstrahlen, und das Gesetz bekommt, was es will: Rauchen ist wieder etwas Besonderes.


Weltgrößte Ernährungsmesse Anuga setzt auf Wellfood

Oktober 18, 2007

Quelle: Pressemitteilung

Bisher noch Nischendasein in Naturkostläden und bei Öko-Bauern

Die weltgrößte Ernährungsmesse Anuga setzte in diesem Jahr auf Wellfood. Dieser Trend zeichnet sich schon seit einiger Zeit ab: Lebensmittel sollen gut schmecken und satt machen, aber auch der Gesundheit zugute kommen. Die Marktforschung bestätigt dies: In den vergangenen fünf Jahren sind einer GfK-Studie  zufolge die Ausgaben der deutschen Haushalte für Wellfood um 25 Prozent gestiegen, während der Markt für Ernährung insgesamt nur um fünf Prozent wuchs.

Doch noch fristet Wellfood oft ein Nischendasein. Gekauft werden diese Produkte in der Regel im Naturkostladen oder bei Öko-Bauern. Die Supermärkte haben nach Einschätzung von Experten noch Nachholbedarf. Bisher kaufen nur 4,2 der 38 Millionen Haushalte in Deutschland überwiegend Wellfood, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). „Wenn sie richtig angesprochen würden, wären noch viel mehr Menschen dazu zu motivieren“, sagte Sabine Eichner Lisboa, Geschäftsführerin der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE).

Das Kölner Unternehmen Vivamangiare Wellfood grenzt sich von einem reinen „Bio-Image“ ab und kombiniert Wellfood mit Fastfood. „Wir passen uns damit den Ernährungsgewohnheiten von Millionen Menschen in Deutschland an. Sie haben mittags oder abends oft wenig Zeit, um frische Sachen einzukaufen, Salat und Gemüse zu putzen und dann auch noch eine längere Zeit am Herd zu verbringen. Dieses Problem haben nicht nur gestresste und unter Termindruck leidende Manager, sondern breite Teile der Bevölkerung. Bei uns kann man von morgens bis abends gesund und ausgewogen essen und trinken. Man kann – wie in einem herkömmlichen Fastfood-Restaurant – die Speisen im Lokal verzehren oder mit auf den Weg oder ins Büro nehmen“, erläuterte Vivamangiare-Inhaber Ulrich Overdiek gegenüber pressetext.

Zudem verzeichnet der so genannte Convenience-Markt schon seit Jahren die höchsten Zuwachsraten aller Sparten. Und auch hier steigt nach Ansicht von Eichner Lisboa das Gesundheitsbewusstsein. Ein Beispiel für die Kombination von Wellfood und Convenience sind die aus den USA stammenden Smoothies. Diese Ganzfruchtsaftgetränke sind eine Art püriertes Obst für den Unterwegs-Verzehr.