Hotels werfen weniger ab

November 1, 2007

Quelle: Financial Times Deutschland, 01. November 2007

In deutschen Großstädten sinken die Renditen bei der Zimmervermietung. Der Markt kann bei weitem nicht an das WM-Jahr 2006 anknüpfen. Die Ausnahme ist München.

Deutsche Hotels sind zu begehrten Investmentobjekten geworden. Ausländische Private-Equity-Gesellschaften und Initiatoren geschlossener Fonds erhoffen sich ansehnliche Renditen von den Hotels – vor allem, nachdem 2006 das Übernachtungsgeschäft um teilweise bis zu zehn Prozent zugelegt hatte. Für 900 Mio. Euro wechselten allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres deutsche Objekte den Besitzer, hat Christoph Härle, Experte für die Hotelmärkte in West- und Zentraleuropa bei der Beratungsgesellschaft Jones Lang LaSalle (JLL), errechnet. „Rund 14 Prozent aller Hotelinvestments in Europa entfielen auf den hiesigen Markt.“

Doch das Geschäft mit der Zimmervermietung läuft bei Weitem nicht so gut, wie die Investmentzahlen vermuten lassen. Nach der neuen Halbjahresstudie des Treugast Institute of Applied Hospitality Sciences fuhr die Hotellerie zwischen Rhein und Oder im ersten Halbjahr 2007 effektiv einen Umsatzverlust von 0,8 Prozent ein.
Das ist keine gute Nachricht für Investoren, weil Hotelimmobilien meist nicht zu Festpreisen vermietet werden. In der Regel zahlen die Betreibergesellschaften den Inhabern der Objekte Mieten, die auf dem tatsächlichen Erlös aus der Zimmervermietung basieren.

Sinkende Übernachtungspreise
Zwar stieg die Zahl der Übernachtungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,2 Prozent von 155 Millionen auf 160 Millionen. „Erkauft wurde dieses Ergebnis jedoch mit reduzierten Zimmerraten“, berichten die Treugast-Experten. Zum einen ist seit Sommer 2006 eine ganze Reihe neuer Hotels auf den Markt gekommen. Zum anderen konnte die Branche die Mehrwertsteuererhöhung zu Beginn dieses Jahres nicht in voller Höhe an ihre Gäste weitergeben.

In etlichen Städten sanken sogar die Übernachtungspreise. Am kräftigsten reduzierten der Treugast-Untersuchung zufolge mit 11,9 Prozent die Bettenanbieter in Leipzig ihre Preisforderungen. Auch in Essen gingen die Übernachtungspreise mit 10,9 Prozent deutlich zurück. Kräftige Aufschläge konnten hingegen die Hoteliers in der Messestadt München durchsetzen. Um 12,3 Prozent verteuerten sich im Schnitt die Zimmerraten in der bayerischen Landeshauptstadt.

Dass der deutsche Hotelmarkt dieses Jahr nicht an die Top-Performance von 2006 anknüpfen konnte, hat auch einen simplen Grund: Vergangenes Jahr sorgte die Fußballweltmeisterschaft für eine Rekordnachfrage. „Die rückläufigen Zahlen im ersten Halbjahr dieses Jahres zeigen, welchen Stellenwert ein Globalevent wie die WM für den Hotelmarkt hat“, sagt Ursula Kriegl, Leiterin JLL Hotels in Deutschland. Sie hat in einer Studie die Entwicklung der Zimmerrendite näher untersucht.

hotels_gr.gif

München mit Sondereffekt
Diese sogenannte Room-Yield setzt sich aus dem Zimmerpreis und der Belegung zusammen und gilt als effektiver Gradmesser für die Performance eines Hotels. Nach ihren Berechnungen verzeichneten vier der sechs großen deutschen Hotelmärkte im Vier- und Fünf-Sterne-Segment in den ersten sechs Monaten dieses Jahres einen deutlichen Rückgang der Room-Yield gegenüber dem Vergleichszeitraum 2006. Einzig Hotels in München konnten ihre Renditen steigern – in den anderen deutschen Großstädten ging es zum Teil deutlich abwärts (siehe Grafik).

Dass der Himmel über dem Hotelmarkt der Isarmetropole in den blau-weißen Landesfarben strahlt, führt Kriegl auf einen Sondereffekt zurück: „Die Münchner Hotellerie profitierte vom Zusammentreffen zweier großer Leitmessen, die diesmal innerhalb eines Jahres stattfanden.“ Der Baustoffmesse BAU im Januar folgte im April die Baumaschinenmesse BAUMA. Dass zwei große Messen innerhalb von nur wenigen Monaten stattfanden, so Kriegl, habe es in München zuletzt 2001 gegeben. Als Folge lag der durchschnittliche Zimmerpreis in den Vier- und Fünf-Sterne-Hotels im April bei 177 Euro – ein Plus von 58 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.


Fachwerbung bringt neue Kunden

November 1, 2007

Quelle: Pressemitteilung, 31.10.2007

CHD Expert: 80 Prozent der führenden Zuliefererunternehmen im Außer-Haus-Markt setzen auf Anzeigen in Fachzeitschriften

Gut gemachte Fachwerbung bringt neue Kunden. Über 80 Prozent der führenden Zulieferunternehmen im Außer-Haus-Markt schaltet Anzeigen in Fachzeitschriften. Dies geht aus einer Untersuchung des internationalen Marktforschungsunternehmens CHD Expert hervor. Fachwerbung rangiert im Mediamix noch vor Direktmarketing, Hausmessen oder Newsletters.

chd-grafik_marketingmix-zulieferer_31102007.jpg

„Die gute alte Fachanzeige ist aus dem Kommunikations- und Medienkonzept der Zulieferer und Ausstatter nicht wegzudenken“, sagt Thilo Lambracht, Geschäftsführer von CHD Expert. Regelmäßige Veröffentlichungen in der Fachpresse – nicht nur zu Fachmessen – korrespondieren mit Produkt- und Firmeninfos auf der UnternehmensWebsite, so Lambracht. Insbesondere für Anbieter aus den Bereichen Dienstleistung und Ausrüstung sind Fachanzeigen ein zentrales Element der Marktkommunikation.

Fachzeitschriften sind für die Zulieferer und Ausstatter auch eine wichtige Informationsquelle. Über 70 Prozent der befragten Unternehmen werten Branchenmagazine auf neue Marktdaten aus. Dagegen liegt die Nutzung der Internetportale noch zurück: Nur 56 Prozent der Zulieferer und Anbieter suchen Marktinfos online. „Doch die Bedeutung der Onlinerecherche steigt stark an“, berichtet Lambracht. Internetarchive und Onlinedatenbanken rücken immer mehr in den Fokus der Entscheider in Marketing und Business Development.

Über die Studie: Über 600 Entscheider aus führenden Zuliefer- und Ausstattungsfirmen im Außer-Haus-Markt wurden im Sommer 2007 schriftlich zu ihrer Markt- und Unternehmenseinschätzung befragt. 76 Prozent der führenden Zulieferunternehmen berichten von einer erheblich positiveren Marktstimmung in den ersten sechs Monaten des Jahres. „Die Konjunkturlage hat merklich angezogen und lässt die Absatzprognosen der Zulieferer für das zweite Halbjahr noch einmal ansteigen“, analysiert GF Thilo Lambracht die Marktstudie. Lediglich fünf Prozent der befragten Marketingentscheider haben mit einer Verschlechterung der Marktlage bei ihren Kunden in Hotellerie, Gastronomie und GV zu kämpfen gehabt. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Erwartungen an das eigene Unternehmen für Umsatz- und Ertragssteigerungen im zweiten Halbjahr steigen: 78 Prozent rechnen mit einer Verbesserung in ihren Marktanteilen.

Über CHD Expert: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien.

Mehr unter:
http://www.chd-expert.de
http://www.tophotelprojects.com


Neues Fast-Food: McFischstäbchen mit Pflaume

November 1, 2007

Quelle: „Die Welt„, 31. Oktober 2007

Die Restaurantkette McDonald’s holt Käpt’n Iglo ins Boot. Der Hersteller von Tiefkühlkost liefert den in Quader gepressten Fisch zum passenden Softbrötchen. Als Gesicht einer neuen Werbekampagne soll TV-Moderator Kai Pflaume herhalten.

fischstab_dw_wirtsc_422745g.jpg

McDonald’s in Deutschland setzt seit kurzem auf Regionalisierung. In einigen der Schnellrestaurants ließ das Unternehmen neue Gerichte auftischen. Unter anderem gab es Soljanka, eine Suppe nach russischem Rezept, die sich früher vor allem in Ostdeutschland großer Beliebheit erfreut. Der Westen Deutschlands wächst seit Jahrzehnten mit einem bärtigen Fernsehonkel auf, der sich Käpt’n Iglo nennt und angeblich von weit her über das Meer reist, um den Kindern Tiefkühlfisch zu bringen.

Für eine neue Speise-Kampagne haben sich Fischstäbchen-Produzent Iglo und McDonald’s zusammengetan. Ergebnis: Eine Art Fischstäbchenbrötchen. Der Brotanteil ist in Form eines Fisches gebacken. Die Stäbchen – je zwei pro McFischstäbchen – liegen zwischen den Hälften. Mit einer Soße wird das Mahl verfeinert.

Zielgruppe sind eindeutig Eltern in Deutschland, die ihren jüngsten nebst McFischstäbchen am liebsten ein ganzes Happy Meal kaufen sollen: Das sind außer Fisch die obligatorischen Pommes und eine Apfelschorle. Sogar Bio-Milch bietet die Fast-Food-Kette inzwischen zum Auschank an: Die neuen Produkte gibt es ab 1. November.

pflaume_dw_wirtscha_422765c.jpg

In einer Werbekampagne gibt Herzschmerz-Moderator Kai Pflaume („Nur die Liebe zählt“) sein Fernsehgesicht her. Er soll das McFischstäbchen auf den reichweitenstärksten TV-Sendern präsentieren. Pflaume arbeitet bisher schon für die McDonald’s Kinderhilfe Stiftung. Die Restaurantkette jedenfalls rechnet mit einem Erfolg des gemeinsamen Produkts mit Iglo: „Unsere Marken passen wunderbar zusammen“, sagt Gerhard R. Schöps, Marketingvorstand des Fast-Food-Giganten in Deutschland.