Tagungsmarkt Deutschland wächst weiter: über 50 neue Businesshotels geplant

Dezember 6, 2007

Tophotelprojects.com: Allein fünf große Konferenz-Häuser in Düsseldorf

Hamburg, 06. Dezember 2007

Das vor wenigen Tagen eröffnete Maritim Hotel Düsseldorf ist das größte Tagungshotel Deutschlands. Das 533-Zimmer-Haus bietet Konferenzflächen für mehr als 5.200 Tagungsteilnehmer und setzt auch bei der Technik neue Standards. Die Tagungs-hotellerie in Deutschland boomt seit Jahren. Bis 2011 werden über 50 neue spezialisierte Konferenz- und Tagungshotels eröffnet. Allein in der Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen planen internationale Investoren fünf weitere große Tagungshotels für Hotelketten wie Hyatt oder Meliá. Dies geht aus der Datenbank tophotelprojects.com hervor. Die Onlinedatenbank der internationalen Marktforschungs-gruppe CHD Expert bietet aktuell über 1.500 Neubauprojekte der Vier- und Fünf-Sterne-Hotellerie in allen wichtigen Hotelmärkten weltweit.

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In Berlin sind derzeit mindestens sechs Tagungs- oder Konferenzhotels in Planung. Größtes Projekt ist derzeit das Scandic Hotel am Potsdamer Platz, das 572 Zimmer umfasst und Mitte 2010 eröffnet werden soll. Zweitgrößtes Tagungshotelprojekt ist der Bau des Andel’s in Berlin. Markenbetreiber Vienna International startet Ende 2008 mit dem 60-Millionen-Euro-Projekt (für 557 Zimmer) sein Engagement auf dem deutschen Hotelmarkt. Drittes Großprojekt ist das Sol Meliá Tagungshotel in Berlin-Mitte. Bis Anfang 2010 entsteht auf dem Grundstück des ehemaligen DDR-Gesundheits-ministeriums ein Haus mit 421 Zimmern. Es ist dann das zweite Hotel der spanischen Hotelkette in der Hauptstadt.

„Die Zahl der Kongresse, Tagungen und Meetings in der Hotellerie nimmt weiter zu“, sagt Rolf W. Schmidt, Geschäftsführender Gesellschafter von CHD Expert / Marktplatz Hotel. „Zudem werden außergewöhnliche Eventlocations stärker nachgefragt.“

Über den Tagungsmarkt Deutschland
Der Markt der Geschäfts- und Tagungsreisen in Deutschland (2006) hat nach Angaben des German Convention Bureau (GCB) ein Umsatzvolumen von 63,3 Milliarden Euro. Den größten Anteil daran haben Geschäftsreisen mit einer oder mehr Übernachtungen (ca. 38,5 Milliarden Euro Umsatz in 2006). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beträgt 6,1 Tage. Pro Geschäftsreise werden durchschnittlich 628 Euro ausgegeben. Das Budget pro Übernachtung beträgt durchschnittlich 108 Euro – zum Vergleich: Bei Urlaubsreisen sind dies 74 Euro.

Bei der Art der Unterkunft werden zu 30 Prozent First-Class-Hotels und zu 39 Prozent Mittelklassehotels gebucht, überwiegend per Internet oder Reisedienstleister.

Bei der Art der Tagung dominieren sog. Corporate Meetings mit 48 Prozent Anteil an allen Tagungsarten. Nur 15 Prozent der Meetings sind gesellschaftlicher Natur und 16 Prozent dienen Kultur bzw. Unterhaltung. Der größte Teil (51%) der Tagungen wird für über 50 Teilnehmer geplant. Die meisten Veranstalter (77%) stellen pro Jahr ein Budget von bis zu 500.000 Euro für Tagungen und Veranstaltungen bereit. Die Auslastung der Tagungs- und Veranstaltungsflächen in Deutschland beträgt je nach Kategorie 43 bis 48 Prozent. Dabei haben Tagungshotels mit Konzentration auf Seminare/Tagungen mit 139 Veranstaltungstagen die beste Auslastung – im Gegensatz zu Kongresszentren. (Quelle: „Geschäftsreisemarkt Deutschland 200“ der Deutschen Zentrale für Tourismus – DZT)

Über tophotelprojects.com
Welche neuen Hotels kommen national und international auf den Markt? Mit http://www.tophotelprojects.com behalten Zulieferer, Ausstatter und Berater stets den Überblick. Die Onlinedatenbank von CHD Expert / Marktplatz Hotel bietet aktuell über 1.500 Neubauprojekte der Vier- und Fünf-Sterne-Hotellerie; in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind aktuell rund 380 Hotelprojekte der Drei-, Vier- und Fünf-Sterne-Kategorie erfasst. „Bei der Recherche achten wir stets auf die Authentizität der Quellen“, so Andreas Rohde, Sales Manager tophotelprojects.com. Bei allen Datenerhebungen wird ein streng gefasster Kriterien- und Recherchekatalog eingehalten. Die Datensätze umfassen neben Betreiber und Ketten- oder Gruppenzugehörigkeit auch wichtige Hintergrundinformationen wie Architekten und Baupartner – alles mit vollständiger Adresse und Ansprechpartner.

Über CHD Expert: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien.

Mehr unter:
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http://www.tophotelprojects.com


Frankreich: Fast jedes vierte Hotel renovierungsbedürftig

Dezember 5, 2007

Gelesen in „Süddeutsche Zeitung„, 05. Dezember 2007

Unhöfliches Personal, unangenehme Gerüche, Lärm: Für viele französische Hotels braucht der Gast Nervern. Jetzt schlägt sogar ein Branchenverband Alarm.

Der Zustand vieler Hotels in Frankreich lässt laut einem Branchenverband schwer zu wünschen übrig. Rund ein Viertel der 18.000 registrierten Hotels müsse dringend renoviert werden, erklärte der Ausschuss für die Modernisierung der französischen Hotellerie in Paris.

Am schlimmsten sei die Lage in wenig touristischen Gebieten, aber selbst in Großstädten wie Paris gebe es heruntergekommene Häuser. „Im Großteil der Hotels, die älter als drei Jahre als sind, ist die fehlende Instandhaltung bei Farbe, Möbeln und Armaturen deutlich sichtbar“, heißt es in einer Studie des Gremiums. „Abdrücke von Schuhen und Koffern an Wänden bleiben manchmal über Jahre.“

24 Prozent der Gäste beschwerten sich zudem über unhöfliches oder unfähiges Personal in den Hotels, hieß in der Untersuchung der Vereinigung weiter, in der Hotelbesitzer, Angestellte und Handelskammern vertreten sind.

Bei Mängeln an den Häusern werde am häufigsten über Lärm geklagt, gefolgt von unangenehmen Gerüchen und schlechter Hygiene.

Im Management habe die französische Hotelbranche es an der Einführung moderner Methoden fehlen lassen, hieß es. „Die Branche hat über Generationen immer wieder dieselben Verhaltensmuster und dieselben Fehler produziert.“

Laut dem Bericht hat Frankreich, das Land mit der höchsten Zahl von Touristen weltweit, in den vergangenen zehn Jahren 1500 Hotels verloren – teils auch, weil die Häuser nicht mehr heutigen Feuerschutzbestimmungen entsprachen oder nicht über behindertengerechte Ausstattung verfügten.

In den kommenden fünf Jahren erwarten die Autoren, dass nochmals die gleiche Zahl von Häusern schließen wird.


Ausser Haus Markt – Zahl des Monats Dezember 2007: 28%

Dezember 4, 2007

28 Prozent der Gastronomen in Niedersachsen und Baden-Württemberg haben in den ersten Monaten nach Einführung des Gastro-Rauchverbotes über zehn Prozent weniger Gäste verzeichnet.

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In Niedersachsen bemerken über 25 Prozent der Gastronomen einen Verlust an Stammgästen und knapp 29 Prozent stellen fest, dass (rauchende) Stammgäste seltener kommen. In Baden-Württemberg sind dies sogar noch mehr: Fast 42 Prozent der Gastronomen berichten von seltener gewordenen Besuchen ihrer Stammgäste und über 31 Prozent haben einige Stammgäste seit Einführung des Rauchverbotes Anfang August nicht mehr gesehen.

Quelle: CHD Expert Studie „Auswirkungen des Nichtraucherschutzgesetztes auf die Gastronomie in Niedersachsen und Baden-Württemberg 2007″, November 2007