Hotel-Wolkenkratzer in Warschau geplant

März 27, 2008

Quelle: bfai, 26. März 2008

Orbis will eines der höchsten Gebäude Europas erreichten 

Die größte polnische Hotelkette, Orbis, will in der Hauptstadt ein 350 m hohes Hotel mit integrierten Büroflächen errichten. Diesem spektakulären Projekt muss noch die Stadtverwaltung zustimmen. Der Orbis-Tower soll wie 500 weitere Hotels bis zur Fußball-EM 2012 fertiggestellt werden. Während der Vorbereitungen zur EM erwarten Experten Investitionen von knapp 5 Mrd. Zl (rund 1,4 Mrd. Euro, 1 Euro = 3,54 Zl) in Hotelprojekte (ohne Orbis-Tower).

Partner von Orbis soll die Firma Orco sein, die auch das von Daniel Libeskind entworfene Gebäude in der Nähe baut. In dem Orbis-Tower sind laut der Tageszeitung „Polska“ 250 luxuriöse Hotelzimmer in den oberen Etagen geplant. Das Gebäude soll auf einem Grundstück der Orbis-Gruppe entstehen, auf dem sich derzeit noch das Holiday Inn befindet. Die Lizenz für dessen Betreibung läuft Ende 2009 aus.

In Warschau bestehen bereits Vorhaben zur Errichtung von 37 sehr hohen Gebäuden; noch fehlen allerdings Baugenehmigungen. Hotelzimmer sind auch in dem sehr hohen Wohnhaus Big Boy Building der Firma Hossa an der Danziger Küste geplant.

Bis zur Fußball-EM 2012 sind weitere rund 500 weniger spektakuläre Hotels mit 32.000 Zimmern geplant. In- und ausländischen Investoren werden dabei einfache und auch Luxushäuser im Gesamtwert von 4,7 Mrd. Zl errichten. Nachdem 2007 das erste Hilton mit fünf Sternen in Warschau eröffnet wurde, folgen solche in Lodz und Wroclaw. Auch weitere Mariott- sowie Sheraton-Häuser sind geplant, und Louvre Hotels will unter anderem seine Marke Campanile noch stärker etablieren.

Die neue polnische Kette Hotel De Silva eröffnet zur Zeit ihr erstes Dreisternehaus in Piaseczno bei Warschau; ein weiteres soll Mitte 2008 beim Flughafen von Katowice folgen, und ab 2018 will De Silva rund 100 solche Objekte betreiben. Das Unternehmen für Hotel- und touristische Dienste PUHiT vergrößert die Kette seiner einfacheren Start-Häuser und will Ende 2010 bereits 150 solche Objekte betreiben. Die Franchising-Kette Chaber der Polnischen Hotelkammer PIH soll 2017 etwa 500 Häuser umfassen. Die börsennotierte Warimpex S.A. errichtet ebenfalls Familienhotels.

Auch ausländische Investoren expandieren. Die an Orbis beteiligte französische Accor-Gruppe konzentriert sich auf einfachere Marken wie Ibis mit zwei Sternen und Etap mit einem Stern. Diese Kategorie soll mittelfristig die Hälfte aller Orbis-Häuser ausmachen. Orbis führt auf dem polnischen Markt mit rund 12.000 Betten deutlich vor Gromada mit 5.000, Golebiewski mit 2.500, Qubus Hotel mit 2.100, Starwood Hotel&Resorts (Sheraton, Westin, Bristol) mit 2.000, Inter Continental Hotel Group mit 1.600 Betten und anderen.

Zahl und Einnahmen der Hotels (in Mrd. Zl)

2002 2003 2004 2005 2006 2007*
Einnahmen 2,6 3,2 3,9 4,3 4,6 5,2
Zahl 1.071 1.155 1.202 1.231 1.295 1.390
*Schätzung
Quelle: Instytut Turystyki

Die steigenden Einnahmen erzielte die Hotelbranche trotz letztens sinkender Touristenzahlen. Dieser Trend soll mit weiteren Werbemaßnahmen wieder umgekehrt werden. In Mode kommen Wellness-Hotels, die unter anderem die Firma Hotele Spa Dr Irena Eris errichtet. Noch 2008 will die Salwator-Gruppe zwei solche Fünfsterne-Einrichtungen am Meer in Dzwirzyn und in den Bergen in Zakopane eröffnen. Salwador betreibt bereits vier einfachere Hotels der Marke „System“; 2008 soll noch eines in Katowice hinzu kommen, anschließend weitere in anderen Großstädten.

2003 2004 2005 2006 2007*
Ausländische 13,7 14,3 15,2 15,7 15
Inländische 19,7 17,6 16,8 16,4 16

*Schätzung
Quelle: Instytut Turystyki

Die Fußball-EM dürfte 2012 mehr als 0,5 Mio. ausländische Fans nach Polen locken. Als Reaktion bietet die Hauptstadt Warschau als erste Steuervergünstigungen für Projekte an, die in Zusammenhang mit der Euro 2012 stehen. So entfällt ab 1.1.08 für maximal fünf Jahre die Grundsteuer für neue Investitionen in Hotels, Pensionen, touristische und sportliche Aktivitäten etc. Bedingung dabei ist, dass die Objekte bis Ende 2011 fertig gestellt werden.

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Rauchverbot in der Gastronomie: Zahlen lügen nicht – Umsätze sind erheblich eingebrochen – Stellungnahme zur Veröffentlichung des Deutschen Krebsforschungszentrums

März 25, 2008

Quelle: Pressemitteilung von CHD Expert, 25. März 2008

Die Umsätze in der Gastronomie sind infolge des Rauchverbotes weiter eingebrochen. Dies geht aus den Veröffentlichungen der Landesstatistikämter und des Statistischen Bundesamtes hervor. Die offiziellen Statistiken stehen im Gegensatz zu den aktuellen Behauptungen von Martina Pötschke-Langer, Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg. Die Krebsforscherin hatte gegenüber dem „Spiegel“ (Ausgabe 12/2008 vom 17. März) behauptet, je länger das Gastro-Rauchverbot gelte, „umso positiver entwickeln sich die Umsätze“. In Niedersachsen und Baden-Württemberg – hier gilt das Gastro-Rauchverbot (seit August 2007) am längsten – erlitten 58 Prozent der Gastronomen zum Teil erhebliche Umsatzrückgänge. Nach einer aktuellen Untersuchung des internationalen Marktforschungsinstitutes CHD Expert Deutschland, Scheeßel bei Hamburg, vermeldeten sogar über 40 Prozent der Restaurant- und Kneipenbetreiber einen Gästerückgang von über zehn Prozent.

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Die jüngsten Veröffentlichungen des Landesstatistikamtes in Baden-Württemberg untermauern dies: Im letzten Quartal 2007 musste die speisegeprägte Gastronomie einen Umsatzverlust von -5,6 Prozent (im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) hinnehmen. In der getränkeorientierten Gastronomie betrug das Umsatzminus sogar -6,7 Prozent.
In Niedersachsen ergibt sich ein ähnliches düsteres Bild: Die Jahresumsätze der getränkegeprägten Gastronomie fielen um über 13 Prozent (im Vergleich zu 2006). Den Zahlen des Landesstatistikamtes zufolge sank 2007 der Umsatz von Schankwirtschaften um rund zwölf Prozent, der von Restaurants noch um -2,5 Prozent.

Auch aus der bundesweiten Erhebung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) geht der allgemeine Umsatzrückgang hervor: Im vergangenen Jahr musste das Gaststättengewerbe in Deutschland ein Minus von -4,9 Prozent verzeichnen. Allein im Dezember betrug der Umsatzverlust -8,1 Prozent.

„Die offiziellen Statistiken ergeben ein eindeutiges Bild“, konstatiert Thilo Lambracht, Geschäftsführer von CHD Expert Deutschland. „Die Umsätze in der Gastronomie sind gegen Ende des vergangenes Jahres zum Teil erheblich eingebrochen, hauptsächlich infolge des Rauchverbotes.“ Die Nichtraucherschutzgesetze sind nicht der alleinige Grund für das teilweise existenzbedrohende Umsatzminus (vor allem in der Einraum-Gastronomie), wohl aber der Auslöser. „Der Nichtraucherschutz ist ein wichtiges Ziel“, so Lambracht, „jedoch die aktuellen Zahlen als positives Ergebnis umzudeuten, ist unangebracht.“

CHD Expert untersucht regelmäßig die Umsatzentwicklung im deutschen Gastgewerbe. Die Zahlen werden regelmäßig in der Fachzeitung „AHGZ“ veröffentlicht. Die aktuelle Studie „Die Folgen des Rauchverbots – Sechs Monate Erfahrungen mit dem Nicht-raucherschutz in der Gastronomie in Baden-Württemberg und Niedersachsen“ (113 Seiten, erschienen Ende Februar 2008, EUR3.050 zzgl. MwSt.) ist zu bestellen per Telefon (04263/301300) oder eMail (info@chd-expert.de).

Über CHD Expert Deutschland: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert Deutschland gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien.

Mehr unter:
http://www.chd-expert.de
http://www.tophotelprojects.com


Tophotelprojects.com: Alle großen Hotelprojekte im Überblick

März 20, 2008

Quelle: Pressemitteilung tophotelprojects.com, 20. März 2008 

Relaunch der Datenbank – Über 1.600 Bauvorhaben abrufbar

Frühzeitig wissen, wo welches neue Hotel entsteht: Die international bekannte Datenbank www.tophotelprojects.com bietet neue Recherchemöglichkeiten zu den großen Hotelprojekten weltweit. Mit dem Relaunch des Onlineauftritts wurden die Auswahlmöglichkeiten für professionelle Nutzer verfeinert – so können die Hotelprojekte noch genauer auf die Anforderung des Zulieferers oder Ausstatters selektiert werden. International stehen rund 1.600 Hotel-Neubauprojekte als komplette Datensätze mit allen wichtigen Projektangaben, Beschreibungen und Ansprechpartnern zur Verfügung – und dies für eine Jahrespauschale von 950 bis maximal 2.500 Euro. „Im Laufe dieses Jahres kommen rund 1.000 neue Hotelprojekte in die Datenbank – so kostet der Abruf eines kompletten Datensatzes nur rund einen Euro“, sagt Andreas Rohde, Salesmanager tophotelprojects.com. Allen am Hotelmarkt interessierten Unternehmen – vom Architekten und Planer bis zum Luxusausstatter – bietet tophotelprojects.com eine wertvolle Fachinformation und damit den entscheidenden Vorsprung vor dem Wettbewerb.

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Verbesserter Rechercheservice
Die Datenbank von tophotelpojects.com wurde um nützliche Funktionen erweitert. So lässt sich die Recherche zum Beispiel genau einstellen, um „Business Hotels“ in der Region „Asien“ mit „bis zu 500 Gästezimmern“ zu selektieren. Die Datensätze werden übersichtlich in einer Tabelle angezeigt und können entweder gesammelt oder einzeln exportiert werden – zum Beispiel als Excel-Tabelle oder PDF-Datenblätter. „Für komplexe Recherchevorhaben stehen wir auch gern telefonisch zur Verfügung“, sagt Rohde. Anruf genügt: Tel. +49 (0)4263 301-300.

Professionelle Researcher
Das Researchteam von tophotelprojects.com wird ständig erweitert. Am Deutschland-Sitz der Herausgebers, die Unternehmensgruppe CHD Expert, hält das Rechercheteam um Andreas Rohde die Fäden in der Hand – aus allen internationalen Niederlassungen der CHD Expert Group werden täglich neue Hotelprojekte gemeldet. Jeder Datensatz wird sorgfältig in Primärquellen nachrecherchiert und erst nach eingehender Prüfung frei geschaltet. Zudem werden alle publizierten Datensätze regelmäßig aktualisiert.

Service auch für potentielle Abonnenten
Neu bei tophotelprojects.com ist auch der eMail-Newsletter, der kostenfrei bezogen werden kann. Monatlich wird darin über neue Hotelprojekte aus dem Datenbestand von tophotelprojects.com und über Entwicklungen auf den Hotelmärkten berichtet. Der Service steht auch potentiellen Abonnenten zur Verfügung. Zur Bestellung senden Sie ein eMail mit Betreff „Newsletter“ an info@tophotelprojects.com.

Kurzstudien über Hotelmärkte
Regelmäßig publiziert das Team von tophotelprojects.com auch Kurzstudien über wachsende Hotelmärkte wie zum Beispiel China, Dubai oder auch Berlin und Frankfurt/Main. Die Reports werden auf tophotelprojects.com veröffentlicht.
Über CHD Expert: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien.

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Gute Zeiten für Winzer

März 18, 2008

Gelesen in „Die Welt„, 18. März 2007

In Deutschland wird immer mehr Wein getrunken. Dabei besetzt mit Dornfelder eine Neuzüchtung die Hauptrolle. Nur Sekt ist ein Ladenhüter – es sei denn, er ist alkoholfrei
Der Durst auf Riesling oder Cabernet Sauvignon scheint unstillbar, und die heimische Weinwirtschaft feiert immer neue Rekorde. Mit 20,6 Litern pro Kopf erreichte der Verbrauch im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand, meldete das Deutsche Weininstitut zum Auftakt der Fachmesse Prowein am Sonntag in Düsseldorf. Einen halben Liter mehr als im Vorjahr trank jeder Deutsche durchschnittlich, in zehn Jahren stieg der Konsum um 2,5 Liter. Während deutscher Wein im In- und Ausland Erfolge verbucht, bleiben französische oder australische Tropfen oft im Regal stehen. Und vor allem leichte Weine sind gefragt.

  

Biowelle erfasst die Weinwelt 
Lange blieb der Wein hinter dem allgemeinen Biotrend zurück, nun wachsen laut Erzeugerverband Ecovin die Umsätze. Die meisten Bioweine tragen italienische oder französische Etiketten. In Italien stehen 30 000 Hektar im Öko-Anbau, in Frankreich ist es immerhin die Hälfte. In Deutschland werden nur 2500 Hektar Rebfläche ökologisch bewirtschaftet – 2,5 Prozent.
Größtes Handicap des Bioweins ist, dass sich das EG-Biosiegel nur auf die Behandlung der Trauben im Weinberg bezieht. Synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel sind zwar tabu. Keine besonderen Auflagen gibt es für die Weinbereitung, bei der wie in konventionellen Betrieben Zusatz- und Hilfsstoffe verwendet werden dürfen. Daher heißt Biowein nach der offiziellen EU-Sprachregelung „Wein aus biologisch angebauten Trauben“. Kritiker fordern seit langem, die biologische Kellerwirtschaft verbindlich zu regeln. „Die Liste der erlaubten und der verbotenen Mittel hat keine nachvollziehbare Grundlage“, sagt etwa der Moselwinzer Reinhard Löwenstein, ein prominenter Verfechter der naturnahen Weinerzeugung.

  

Leichte Weine im Kommen 
Je weiter südlich ein Anbaugebiet auf dem Globus liegt, desto alkoholreicher fallen die Weine in der Regel aus. Keine Seltenheit sind kalifornische oder australische Merlot oder Chardonnay mit mehr als 14 Volumenprozent Alkohol. Wo die Reben mehr Sonne bekommen, steigt der Zuckergehalt der Trauben und damit der Alkoholgehalt des vergorenen Safts. Zu Beginn des Jahrtausends waren schwere Spielarten in Mode, derzeit entsprechen bekömmlichere Wein eher dem Zeitgeist. Davon profitiert heimischer Weißwein, der traditionell mit einem Alkoholgehalt von etwa zwölf Volumenprozent auskommt. Deutsche Weine verzeichneten 2007 ein Plus von 2,7 Prozent. Auch österreichische Spezialitäten wie Grüner Veltliner legten zu.
Wer’s ganz leicht mag, greift neuerdings zu alkoholfreiem Sekt. Der Sektmarkt ist zwar in den vergangenen zehn Jahren deutlich geschrumpft und der Konsum stagniert bei einem jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von etwa dreieinhalb Litern.
Zulegen können allerdings die Light-Varianten. „Mit nur einem Drittel soviel Kalorien wie halbtrockener Sekt sind alkoholfreie Schaumweine vor allem bei jungen Frauen gefragt“, sagt Getränkeingenieur Jürgen Petershans. Er profitiert davon: Sein „Entalkoholisierungszentrum Baden-Württemberg“ macht Bier, Wein und Sekt im Kundenauftrag jugendfrei.

  

Plastik statt Korken 
Für den angestammten Korkenzieher wird der Weintrinker der Zukunft wohl einen neuen Namen finden müssen. „Der Kork als traditioneller Verschluss bekommt immer mehr Konkurrenz“, sagt Ernst Büscher vom Deutschen Weininstitut. Das schon im fünften vorchristlichen Jahrhundert verwendete Material ist in Verruf geraten, denn es ist für eine wachsende Zahl so genannter „Korkschmecker“ verantwortlich. Bei bis zu zehn Prozent der Flaschen vermengt sicht der Korkgeschmack mit dem des Weines. Nach Schätzungen der EU-Kommission entsteht so allein in Europa jährlich 500 Millionen Euro Schaden. Zudem ist qualitativ guter Kork – er wird aus der Rinde der Korkeiche gewonnen – ein Mangelprodukt und somit relativ teuer.
Mit zahlreichen alternativen Verschlüssen wird noch experimentiert, durchgesetzt haben sich bislang Kunststoffkork, Drehverschluss und Glaspfropfen. Entwickelt im Jahr 2004 von der Firma Alcoa in Worms, ist der Glasverschluss bei hochwertigen Weinen eine gefragte Alternative zu Naturkork. Der weniger elegante Drehverschluss kommt vorwiegend in der Gastronomie zum Einsatz.
Neben der klassischen Glasflasche findet eine neue Verpackungsart ebenfalls immer mehr Anhänger. Weine aus dem Karton, englisch Bag-in-Box genannt. Außen Pappe, innen eine Art Beutel, der per Zapfhahn geleert wird. Der Vorteil: Die angebrochene Packung bleibt länger frisch als eine geöffnete Flasche, denn von außen gelangt kein Sauerstoff an die Flüssigkeit.

  

Dornfelder kurbelt Umsätze an 
Wer hätte das gedacht: Eine Kreation der staatlichen Weinbauingenieure hat die Supermarktregale erobert. Dornfelder, eine schon 1956 entwickelte Kreuzung aus völlig unbekannten Rotweinrebsorten, ist 50 Jahre später zum Kassenschlager geworden. Die in Supermärkten und Discountern inzwischen meistverkaufte Rotweinsorte legte 2007 laut Marktforschungsinstitut A.C. Nielsen noch einmal knapp 20 Prozent zu. Bei der Anbaufläche in Deutschland liegt die Traube nach Riesling Müller-Thurgau und Spätburgunder („Pinot Noir“) auf Platz vier. „Der süffige und unkomplizierte Wein kommt bei vielen Verbrauchern an, sagt Eberhard Abele, verantwortlich für Marktforschung beim Deutschen Weininstitut. Spätburgunder verzeichnete gar ein Absatzplus von über 26 Prozent. Und getrunken wird immer mehr Pinot Noir heimischer Erzeugung. Die Hälfte davon wächst in Baden.

  

Rosé hat sich etabliert 
Roséweine fristeten lange ein Schattendasein, und das schon bei der Herstellung. Oft verwendeten Erzeuger Rotweintrauben dafür, die nicht die gewünschte Qualität erreicht hatten. Inzwischen hat sich die Sorte besser etabliert. Knapp neun Prozent Marktanteil hat Rosé heute, etwa die Hälfte davon stammt aus Deutschland. Hierzulande – wenn er sortenrein ist – auch Weißherbst genannt, wird Rosé aus roten Trauben hergestellt, die verarbeitet werden wie Weißweintrauben. Obwohl er in der Regel nicht weniger Alkohol hat als Weiß- oder Rotwein, gilt er vielen als bekömmlicher und profitiert offenbar vom allgemeinen Trend zu leichter Ernährung.
Deutsch-asiatische Allianz 
Im Ausland war deutscher Riesling lange als süß bekannt, was seinem Ansehen dort ziemlich geschadet hat. „Sweet and cheap“ nannten die Briten die Massenware von Rhein und Mosel der siebziger und achtziger Jahre. Zwischen trockenen Varianten und sehr süßen Spezialitäten wie Eiswein wurden halbtrockene Weine von Kennern kaum wahrgenommen. Das änderte ausgerechnet die asiatische Küche. „Zu exotischen Aromen und pikanten Gewürzen passt eine leichte Süße, weil sie die Schärfe am Gaumen etwas dämpft, während alkoholstarke Weine sie verstärken“, meint Ernst Büscher vom Deutschen Weininstitut. Vor allem in den USA habe halbtrockener Riesling dank Ingwer und Koriander Zugang zur Spitzengastronomie gefunden.
Wein als Exportschwergewicht 
Die Werbung zeigt gerne beschauliche Fasskeller und kleine, individualistische Winzer. Tatsächlich ist Wein meist Big Business. Für die großen europäischen Erzeugerländer ist das Genussmittel ein bedeutender Exportartikel. Frankreich führt jedes Jahr Wein im Gegenwert von 129 Airbus-Flugzeugen aus. Kein Wunder, dass die wichtigsten Importmärkte, darunter Deutschland, umkämpft sind. Neue Anbaugebiete und ein sich schnell wandelnder Verbrauchergeschmack mischen den Weinmarkt kräftig auf.
Im Lebensmittelhandel ist der Marktanteil des einstigen Champion Frankreich in den vergangenen fünf Jahren von knapp 20 Prozent auf unter 15 Prozent gesunken, wie die Gesellschaft für Konsumforschung ermittelte. Italien und Spanien legten zu. Deutsche Weine sowie Einfuhren aus den drei großen Lieferländern machen zusammen fast drei Viertel des Markts aus. Das verbleibende Viertel teilen sich mit wechselnden Erfolgen Herkünfte von Mazedonien bis Neuseeland.

CHD Expert: Gezielte Investitionen im Gastgewerbe – Knapp jeder fünfte Hotelbetrieb will Gästezimmer modernisieren – Weiterhin Boom in der Gemeinschaftsverpflegung

März 14, 2008

Quelle: Pressemitteilung/CHD Expert, 14. März 2008

Die Gäste sind anspruchsvoller geworden: Bei Renovierungen von Gästezimmern und Neuanschaffungen investieren die deutschen Hoteliers gezielter. Groß angelegte Modernisierungen in den Hotels werden zurück gestellt. Insgesamt fällt die Investitionsplanung im Gastgewerbe im Frühjahr 2008 verhalten aus. Insbesondere bei den Restaurants, Kneipen und Bars fallen die Budgets für neue Ausstattung geringer aus – Hauptgrund ist ein abermals negatives Wirtschaftsjahr 2007, das einen Umsatzverlust von drei Prozent (Quelle: Destatis, Wiesbaden) bescherte sowie eine anhaltende Umsatzdelle infolge des Gastro-Rauchverbotes. In der Hotellerie ist die Konjunkturlage etwas besser: Immerhin knapp 20 Prozent der Drei- bis Fünf-Sterne-Hotels haben Modernisierungen bei Gästezimmern für dieses Jahr fest eingeplant. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren dies rund 29 Prozent der Hotelbetriebe. Die positivsten Einschätzungen haben Betriebe des Gemeinschaftsverpflegung: Rund 60 Prozent der GV-Entscheider haben Neuanschaffungen bei Küchentechnik und Tischausstattungen vor (Quelle: Synovate).

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Trotz des starken Interesses an Neuheiten bei der wichtigsten Fachmesse Internorga treten die Entscheider in Hotellerie und Gastronomie in punkto Neuanschaffungen gezielter auf und investieren gezielt in die wichtigsten Gästebereiche, um den gestigenen Ansprüchen weiterhin gerecht werden zu können“, sagt Thilo Lambracht, Geschäftsführer von CHD Expert Deutschland. Nach einem eher verhaltenen Wirtschaftsjahr 2007 passen auch die Hoteliers ihre Investitionsplanungen den Ergebnissen an. Für das laufende Jahr haben nur noch rund 19 Prozent der Drei- bis Fünf-Sterne-Hotels Modernisierungen von Gäste- und Badezimmern fest eingeplant. Vor einem Jahr hatten noch rund 29 Prozent Renovierungen im gesamten Haus vorgesehen. Vor allem die Luxushotels halten sich zurück: Rund elf Prozent planen Modernisierungen ihrer Gästezimmer. Bei den Vier-Sterne-Hotels steigt der Anteil auf über 22 Prozent und in der mittleren Komfortklasse liegt er bei knapp 17 Prozent. Offensichtlich löst sich dagegen der Investitionsstau bei den  kleineren Häusern (bis 100 Zimmer): Etwa 45 Prozent der kleinen und mittelgroßen Hotels haben Modernisierungen fest vorgesehen. Dies geht aus einer Studie des internationalen Marktforschungsinstitutes CHD Expert hervor. Dafür wurden Mitte Februar 317 Hotelbetriebe in ganz Deutschland befragt.

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„Die Investitionsplanungen fallen zaghaft aus, da die gesamtwirtschaftliche Lage und die Konjunkturaussichten für die Hotellerie nicht sehr verheißungsvoll sind“, fasst Thilo Lambracht, Geschäftsführer von CHD Expert, zusammen. Zwar wird investiert, aber begrenzt. Knapp 20 Prozent der geplanten Renovierungen sind zunächst nur für bis 25 Zimmereinheiten vorgesehen. Der Hauptaugenmerk liegt dabei auf Modernisierungen im Sanitärbereich – bei 83 Prozent der Investitionsplanungen sind neue Badezimmer oder teilweise Erneuerungen an Dusche & Co. terminiert. Bei den Gästezimmern selbst liegt der Fokus auf neuen Betten (rund 60%) und neuen Teppichen/Bodenbelägen (66%).

Über zehn Prozent der Hotels haben Erweiterungen und Modernisierungen in der Küche geplant. Mehr als vier Prozent wollen sogar in neue Küchengeräte, wie z.B. Heißluftdämpfer, investieren. Rund 17 Prozent der Häuser wollen auch ihrem Restaurantbereich einen neuen Auftritt verpassen – über sieben Prozent planen, neue Tische und Stühle anzuschaffen. „Der Investitionszyklus für den Restaurantbereich ist bei den meisten Häusern noch nicht erfüllt – daher muss das bisherige Ambiente noch ein Jahr länger halten“, kommentiert Lambracht.

Bei den Hotels, die über einen Tagungsbereich verfügen (rund 80%), ist die Investitionsbereitschaft ebenfalls gedämpft. Lediglich rund sieben Prozent dieser Hotels wollen in neue Bestuhlung und Tagungstische investieren. Neue Tagungstechnik steht nur bei rund fünf Prozent der Betriebe auf dem Plan.

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Auch im Segment Wellness ist ein gewisser Sättigungsgrad erreicht. Von den Hotels mit Wellness- oder Fitnessbereich (knapp über 50%) planen knapp elf Prozent, Fitnessgeräte anzuschaffen oder zu ersetzen. Interessant: Acht Prozent der befragten Hotels wollen in diesem Jahr erstmals einen Wellness-Bereich mit Fitnessgeräten einrichten. „Das Thema Erstinvestitionen bei Wellness ist noch lange nicht ad acta gelegt“, so Lambracht (Foto). „Die Nachfrage der Gäste steigt und der Haupttrend Wellness, insbesondere Medical Wellness, ist insgesamt als investitionsträchtig zu bezeichnen.“

In der Hotellerie wird auch weiterhin in technische Anlagen investiert. „Rund sechs Prozent der Betriebe wollen innovative Gäste-Technologie wie WLAN oder neue Hotel-TV-Systeme anschaffen“, sagt Lambracht. Rund fünf Prozent der Hotels haben Elektroinstallationen z.B. in neue Lichtanlagen budgetiert. Bei moderner Buchungstechnik ist die Ausgabenbereitschaft immer noch zurück haltend: Nur rund drei Prozent der Hotels wollen in neue Reservierungssysteme für Internet und elektronische Plattformen investieren. Ebenso sieht es bei Modernisierungen von Umweltsystemen, z.B. modernen Heizungen, aus – auch hier ist bei nur rund drei Prozent der Hotels Geld bereit gestellt. „Das Thema ‚Green Hotelier‘ sollte man noch nicht überbewerten“, konstatiert Lambracht. „Die Investitionsplanungen konzentrieren sich zunächst auf Gäste-relevante Bereiche, ehe der Umweltgedanke verfolgt wird.“

GV-Boom: Kantinen wollen immer mehr modernisieren
In der Gemeinschaftsverpflegung (GV) herrscht laut „GV-Barometer 2008“ (Herausgeber: Synovate, München) in weiten Teilen euphorischer Optimismus. Rund 68 Prozent der Betriebsrestaurants (Kantinen) planen Neuanschaffungen. Gleichzeitig wird das Investitionsklima von 66 Prozent der Kantinen als „gut“ (2007: 63%) bezeichnet. Damit liegt der Wert so hoch wie noch nie seit Einführung der Branchenuntersuchung vor fünf Jahren. Der Großteil der Investitionen sind größere Budgets für neue Kochanlagen, Herde und Spülmaschinen, aber auch Kassensysteme. In der Klinik- und Heimverpflegung wollen 61 Prozent der Betriebe investieren, hauptsächlich in Kochanlagen und Speisentransport-/Serviersysteme. Dabei wird im Care-Bereich aber das Investitionsklima verhaltener bewertet: nur 55 Prozent der Großküchen (Vorjahr: 58%) haben an die Bereitschaft für Investitionen im eigenen Betrieb eine „gute“ Erwartungshaltung.

Wachstum im Außer-Haus-Markt
Als führende Quelle für alle Daten aus dem sogenannten Außer-Haus-Markt gilt CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH. Das Marktforschungsinstitut wurde vor zehn Jahren gegründet und ist seit 2002 Teil der internationalen CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert wird in der Branche als Marktführer für Beschaffung, Bearbeitung und Analyse von Marktdaten im Außer Haus Markt bezeichnet und zählt namhafte Unternehmen u.a. aus der Lebensmittel- und Getränkebranche, Küchentechnik und Konsumgüterindustrie zu seinen Kunden.

Die Experten verfügen über eine Datenbank der Betriebe des Außer-Haus-Marktes, vom Kiosk über Szenegastronomie bis zum Grandhotel – mit detaillierten Angaben zu allen einzelnen Betrieben. „Wir recherchieren, pflegen und aktualisieren mehr als 2,5 Millionen Adressen in Europa, davon rund 400.000 in Deutschland“, so Rolf W. Schmidt, Gründer und Geschäftsführender Gesellschafter der Marktplatz Hotel GmbH.

Der Außer-Haus-Markt (alle Übernachtungs- und Verpflegungsleistungen, die Menschen außerhalb ihrer eigenen Wohnung in Anspruch nehmen) zählt zu den wenigen globalen Wachstumsmärkten. Allein in Europa werden hier pro Jahr mehr als 500 Milliarden Euro ausgegeben, mit rund 1.500 Euro pro Einwohner und Jahr etwa 30 Prozent aller Gesamtausgaben für Essen und Trinken. In den USA liegt die Quote des Außer Haus Verzehrs bereits bei über 50 Prozent; dieser Wert wird für die nächsten Jahre auch in Europa erwartet. Aus diesem Grund richten fast alle internationalen Unternehmen der Lebensmittel- und Getränkeindustrie mehr und mehr ihren Fokus auf diesen dynamischen Markt. Da jedoch die Strukturen und Prozesse vielfach anders sind als im klassischen Groß- und Einzelhandel, benötigen diese Unternehmen spezialisierte und professionelle Unterstützung in der Analyse und Bearbeitung des Außer Haus Marktes.

Über CHD Expert: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien.

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Außer Haus Markt – Zahl des Monats März 2008: 19% der Hotels wollen renovieren

März 11, 2008

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Jeder fünfte Hotelbetrieb in Deutschland will in diesem Jahr seine Gäste- und Badezimmer teilweise renovieren. Die Investitionsbereitschaft ist mit 57 Prozent in der Drei-Sterne-Hotellerie am höchsten; unter den Vier-Sterne-Häusern wollen in diesem Jahr 41 Prozent und unter den Fünf-Sterne-Hotels nur zwei Prozent in Gästezimmer investieren. Insgesamt ist die Budgetfreigabe in kleineren Häusern (bis 100 Zimmer) am höchsten: 88 Prozent der kleinen und mittelgroßen Hotels haben Modernisierungen fest vorgesehen.

Quelle: Fachbefragung „Hotel-Modernisierungen“, 317 befragte Drei-/Vier- und Fünf-Sterne-Hotels, Februar 2008; CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH (Foto: istockphoto)