Internorga Hamburg 2009 – Neue Getränkeideen: Tropische Früchte, Quellwasser aus der Leitung und immer wieder Bio

Januar 23, 2009

Quelle: Hamburg Messe, 23. Januar 2009

Der Durst hält an. Nach vorläufigen Schätzungen der Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke e.V. (WAFG) wird der Pro-Kopf-Verbrauch an alkoholfreien Getränken in Deutschland 2008 gegenüber dem Vorjahr (292 Liter) leicht zulegen und damit nur knapp den Rekord aus dem WM-Jahr 2006 (296,4 Liter) verfehlen. Im Trend liegen Erfrischungsgetränke und Near Water Produkte, die mit Vitaminen, Mineralien und anderen gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen angereichert sind. Auch Smoothies legten 2007 stark zu. Für 2008 erwartet die WAFG eine positive Entwicklung und rechnet bei kalorienarmen Erfrischungsgetränken und Durstlöschern aus dem Bio-Segment mit deutlichen Zuwächsen. Neue Produkte, Mixturen und Geschmacksrichtungen stellen die Unternehmen auf der Außer-Haus-Leitmesse Internorga vom 13. bis 18. März auf dem Hamburger Messegelände vor.

Hamburg Messe / Michael Zapf

Getränkeideen 1 - Internorga Hamburg – Foto: Hamburg Messe / Michael Zapf

Optimistisch geht Eckes-Granini, einer der führenden Anbieter von fruchthaltigen Getränken, ins neue Jahr. Katja Weinerth, Produkt- und Trade Marketing Managerin, setzt vor allem auf Fruchtsäfte: „Die liegen im deutschen Außer-Haus-Markt und auch international voll im Trend. Unser Schwerpunkt im klassischen Gastro-Geschäft wird 2009 unsere Stamm-Marke ‚Granini‘ sein. Wir stellen die neue Sorte ‚Granini Apfel-Cranberry‘ im Zweikammerdispenser vor und positionieren uns darüber hinaus im Frischebereich mit unserem neuen Frische-Spezialisten Elka.“ Das Convenience-Angebot wird Eckes-Granini jeweils um eine neue Sorte bei ‚FruchtTiger Fruchtsnack‘, ‚Hohes C Naturelle‘ und ‚Granini Frucht Prickler‘ erweitern.

Mit einem Cocktailkonzept unterstützt Bauer Fruchtsaft die Gastronomie und erweitert seine erfolgreiche Reihe tropischer Säfte. Neu im Sortiment sind die Geschmacksrichtungen „Graviola“, eine leicht säuerliche Frucht aus der Karibik sowie Granatapfel. Mit „Polpas de Fruta“ bietet Bauer auch Fruchtpürees an, die nach dem Passieren und Schockfrosten des Fruchtmarks bei unter -18 Grad gelagert werden. So bleiben das besondere Aroma und der Geschmack der Früchte ebenso erhalten wie die wertvollen Vitamine und Mineralstoffe. Das Bio-Sortiment von Bauer umfasst 16 verschiedene Sorten.

Im Bereich der Near Water Produkte präsentiert das Hamburger Unternehmen Drinks&More auf der Internorga mit „Ganicwater“ ein neues Produkt aus dem hohen Norden Europas. Das Quellwasser aus Norwegen ist mit natürlichen Extrakten und Aromen angereichert und hat keine Kalorien. Es enthält weder künstliche Inhaltsstoffe noch Konservierungsmittel oder Zucker und ist in 15 verschiedenen Sorten erhältlich. Auch für Peter Kowalsky, Geschäftsführer von Bionade, steht Natürlichkeit und Gesundheit ganz oben auf der Wunschliste der Konsumenten. Das Unternehmen aus der Rhön bietet dafür die mit Magnesium und Kalzium angereicherte „Bionade Aktiv“ an. Außerdem kündigt Kowalsky für die Internorga ein neues Produkt an.

Hamburg Messe / Michael Zapf

Getränkeideen 2 - Internorga Hamburg – Foto: Hamburg Messe / Michael Zapf

Zum 60. Jubiläum präsentiert die Bioland-Kelterei Perger auf der Internorga ihre neue „Lucullus“-Serie, eine Mischung hochwertiger Direktsäfte. Der natürliche Geschmack der Säfte wird weder durch Zucker noch durch künstliche Aromen oder Zusatzstoffe verfälscht. Der Jubiläumssaft „Lucullus Maximus“ ist eine Mischung aus Apfelsaft, rotem Traubensaft, schwarzem Johannisbeersaft und Holundersaft. Daneben bietet Perger den feinherben „Lucullus Romanus“ aus Birnen-, Holunder- und Kirschsaft sowie weitere Mischungen an.

Ein neues Erfrischungsgetränk, das an einen Mix aus Sekt und Softdrink erinnert, präsentiert Schampaqua auf der Internorga. Hergestellt nach einem neuen, patentierten Fermentierungsverfahren und mit zugesetzter Kohlensäure will das österreichische Unternehmen damit ein neues Marktsegment erschließen. Während anderen alkoholfreien Produkten der Alkohol im Nachhinein entzogen wird, hat das gleichnamige Schampaqua dank der neuartigen Fermentierung nie Alkohol enthalten und ist 100 Prozent alkoholfrei.

Mit Frozen Drinks der Marke „Slushyboy“ und dem entsprechenden Zubehör feiert das Unternehmen Freunde der Erfrischung aus Bremen Erfolge. Frozen Drinks, auch als Slush-Ice bekannt, sind eine Mischung aus erfrischendem Kaltgetränk und gefrorenem Wassereis mit oder ohne Alkohol. Das umfangreiche Sortiment mit mehr als 20 verschiedenen Geschmacksrichtungen (von Kirsche über Lakritze bis hin zum Klassiker Waldmeister) wird um Slush-Ice mit Kohlensäure erweitert. Dabei wie die Kohlensäure durch das Frieren in den Eiskristallen eingeschlossen. Die Herstellung erfolgt in eigens dafür entwickelten Geräten.

Ein innovatives Verfahren zur Veredlung von Leitungswasser stellt der Heidenheimer Gastronomie-Zulieferer Gfw auf der Internorga vor. Das System beruht auf einer vergoldeten Scheibe, die in den Wasserveredler eingearbeitet ist. Zusätzlich sind in einer ebenfalls vergoldeten Kartusche Silizium-Kugeln mit den Informationen von 69 Spurenelementen enthalten, mit denen das Wasser in Kontakt kommt und aufgewertet wird. Ähnlich wie bei einer Quelle wird das Wasser dabei durch mechanische Verwirblung zusätzlich mit frischem Sauerstoff angereichert. Der Wasserveredler von Gfw richtet sich an die gehobene Gastronomie zum Kochen oder Backen, für Kaffee oder Tee.

Advertisements

GV-Barometer 2009: Fast zwei Drittel der GV-Betriebe planen neue Investitionen

Januar 15, 2009

Trotz Finanz- und Wirtschaftskrise will die deutliche Mehrheit der GV-Betriebe in diesem Jahr größere Investitionen tätigen. Fast zwei Drittel der Betriebsrestaurants und GV-Großküchen wollen neue Kochanlagen, Spültechnik, Kassensysteme oder Geschirr und Besteck anschaffen. Dies ist Ergebnis der aktuellen Studie GV-Barometer 2009, die von der Hamburg Messe, Veranstalter der Außer-Haus-Leitmesse Internorga (9. bis 13. März 2009), vorgestellt wurde. Die Studie wird seit sieben Jahren durchgeführt und ist stets der erste Gradmesser im Jahr für die Konjunkturlage im Außer-Haus-Markt.

Dehoga/Cordula Giese

Kombidämpfer – Foto: Dehoga/Cordula Giese

Bei den Betriebsrestaurants stehen Anschaffungen von neuem Geschirr und Besteck im Vordergrund; 45 Prozent der 135 befragten Küchen (mehr als 500 warme ausgegebene Essen pro Tag) haben dies angekündigt. 36 Prozent der Kantinen wollen in neue Kochtechnik investieren. 20 Prozent noch in Gastmöbel.

Bei den Großküchen der Kliniken und Heime (es wurden 170 Betriebe befragt) sieht es ähnlich aus: 39 Prozent kündigten an, in allgemeine Ausstattung (Besteck, Geschirr) investieren. Knapp ein Drittel der Großküchen in Kochtechnik und 17 Prozent in Gastmöbel. Aber: 27 Prozent der Care-Verpfleger sind an neuen Speisentransport- und Serviersystemen interessiert. Zum Vergleich: Bei den Firmenkantinen sind dies nur 18 Prozent.

Der Studienanalyse zufolge wird ein Großteil der Investitionsvorhaben auch umgesetzt werden. Über die Hälfte der GV-Entscheidungsträger (53%) bezeichnen das sog. Investitionsklima als gut. Nur 18 Prozent der Befragten sind skeptisch, ob die Budgets für Neuanschaffungen tatsächlich ausgegeben werden können.

Lesen Sie den gesamten Beitrag in der Onlineausgabe der Fach-Illustrierten für das Hotelmanagement „Top hotel“:
http://www.tophotel.de/index.php?gv-barometer-2009-geplante-investitionen-kuechen


Außer-Haus-Markt – Zahl des Monats Januar 2009: 1,5 Billionen Euro Weltumsatz in Außer-Haus-Märkten

Januar 9, 2009

Der weltweite Foodservice-Umsatz beträgt 1.588 Milliarden Euro pro Jahr. Rund ein Drittel davon wird in den USA umgesetzt; hier betragen die Pro-Kopf-Ausgaben für Essen außer Haus pro Jahr 1.287 Euro. Westeuropa hat rund 19 Prozent Anteil an den jährlichen Foodservice-Ausgaben. Die durchschnittlichen Pro-Kopf-Ausgaben für Essen außer Haus pro Jahr betragen 815 Euro, in Deutschland dagegen nur 804 Euro.

(Quelle: FACET – Foodservice Annual Count on Expenditures and Trends / CHD-Marktreport „Außer-Haus-Markt 2008“ – erhältlich im Foodservice Webshop)

Köche beschäftigt in Profiküche

Köche beschäftigt in Profiküche

Weitere interessante Zahlen zum Außer-Haus-Markt:

  • Dezember 2008 – Über 994 Millionen Essen in der Mitarbeiterverpflegung
  • November 2008 – Über 220.000 Betriebe im Commercial Foodservice
  • Oktober 2008 – 9,2 Milliarden Essen wurden 2007 in Deutschland ausgegeben
  • September 2008 – Pizza in der Kantine kostet nur 3,14 Euro
  • August 2008 – Nur 33% der Franzosen gehen mittags in ein Restaurant
  • Juli 2008 – Durchschnittsbon in einem deutschen Restaurant beträgt 14,50 Euro

Lesen Sie weitere Daten unter:
http://www.chd-expert.de/zahl_des_monats.php

Über CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien. Mehr unter: www.chd-expert.de.


Der Erfolg der schwarzen Bohne: Kaffee beliebt wie nie zuvor – Alle Trends auf der Internorga

Januar 9, 2009

Kaffee ist unangefochten das Lieblingsgetränk der Deutschen. Vor allem der Konsum außerhalb der eigenen vier Wände steigt seit Jahren kontinuierlich an. Kaffeespezialitäten sind in aller Munde, Coffee-Shops boomen weiterhin und auch in der Gastronomie gewinnt das Heißgetränk als Umsatzbringer immer mehr an Gewicht. Neuheiten und Trends rund um die schwarze Bohne zeigt die Internorga als Leitmesse für den Außer-Haus-Markt vom 13. bis 18. März auf dem Hamburger Messegelände. Dabei werden neue Geschmacksvariationen ebenso vorgestellt wie technische Innovationen und verkaufsfördernde Konzepte für die Gastronomie.

Dt. Kaffeeverband)

Coffee Bar (Foto: Dt. Kaffeeverband)

Nach Angaben des Deutschen Kaffeeverbandes e.V. betrug hierzulande der durchschnittliche Pro-Kopf-Konsum von Kaffee 2007 rund 146 Liter. Kaffee hat damit seine Spitzenposition vor Mineral- und Heilwasser (130,4 Liter, Konsum 2007) sowie Bier (116 Liter, Konsum 2006) verteidigt. Auch für 2008 fällt das Fazit von Hauptgeschäftsführer Holger Preibisch positiv aus: „Das Jahr 2008 ist zufriedenstellend verlaufen und wir können mit einem leichten Wachstum im Konsum rechnen. Für 2009 erwarten wir eine weitere Steigerung.“ Die moderne Kaffeekultur in Deutschland sieht Preibisch maßgeblich von den rund 1.500 Coffee-Shops hierzulande geprägt: „Deren Zahl wird weiter steigen, auch wenn in einigen Top-Lagen eine Sättigung zu erkennen ist. Potenzial für neue Geschäfte bieten deswegen vor allem kleinere und mittlere Städte.“

Kaffeespezialitäten zählen im Außer-Haus-Markt seit Jahren zu den wachstumsstärksten Bereichen. Dabei stellen sich vor allem Gastronomen nach Beobachtung von Preibisch immer besser auf den anhaltenden Kaffee-Trend und die Wünsche der Gäste ein: „In der Gastronomie ist zunehmend die bewusste Entscheidung des Betreibers zwischen Vollautomat und Siebträger festzustellen, also zwischen hohem Komfort und handwerklicher Kunst in der Zubereitung. Außerdem nimmt die Vielfalt auf der Kaffee-Getränkekarte immer stärker zu. Das können sortenreine Kaffees oder auch ein wechselndes Angebot etwa mit dem ,Kaffee des Tages‘ sein.“

Auch Katja Radünz aus dem Marketing Management von Franke bremer, einem der führenden Anbieter vollautomatischer Kaffeemaschinen, äußert sich beim Blick auf die Gastronomie optimistisch und sieht einen weiter anhaltenden Trend: „Das Bewusstsein der Konsumenten für Kaffeespezialitäten wächst und dies wirkt sich auch positiv auf das gastronomische Kaffeegeschäft aus. Dafür bieten wir innovative Lösungen, die wir auf der Internorga in verschiedenen Themen-Stationen präsentieren werden.“ Außerdem wird Franke bremer anlässlich seines 100-jährigen Bestehens 2009 auf der Fachmesse in Hamburg ein altes Kaffeegerät aus den Anfangsjahren des Unternehmens zeigen.

Mit individuellen und maßgeschneiderten Konzepten für die Gastronomie und Hotellerie reagiert Azul Kaffee auf die immer anspruchsvoller werdenden Verbraucher. Heiko Lochner, Vertriebs- und Marketingleiter: „Die Konsumenten erwarten Vielfalt, Abwechslung und Ansprache und dies auf der Basis eines gestiegenen Qualitätsbewusstseins und einer gestiegenen Qualitätserwartung.“ Auf der Internorga wird das Bremer Unternehmen zwei Schwerpunkte setzen: sein 60-jähriges Jubiläum sowie einen umfassenden Relaunch der Produktmarke Azul. Heiko Lochner: „In diesem Zusammenhang werden wir zahlreiche neue Produkte und Ideen vorstellen, darunter auch Artikel um den Kaffee herum, die unsere Kunden dabei unterstützen, ihr Angebot attraktiv zu gestalten und dies zu kommunizieren.”

Stärker in den Vordergrund rückt nach Ansicht von Melanie Nolte, Leitung Marketing Kaffeemaschinen bei WMF das Gesamtpaket: „Sowohl im Kaffeemaschinenbereich als auch bei den Cromargan-, Silber- und Edelstahl-Artikeln für die Profi-Anwendung wollen die Kunden nicht nur ein Produkt kaufen, sondern von einem Gesamtkonzept überzeugt werden. Sie sind offen für neue und kreative Ideen, die ihr Geschäft von anderen unterscheiden, und erwarten Serviceleistungen, die über das Produkt hinausgehen. Darum wird sich der Anbieter durchsetzen, der dem Kunden das beste Gesamtpaket liefern kann.” Das Geislinger Unternehmen bietet mit seiner breiten Produktpalette eine Rundum-Betreuung angefangen bei der Kaffeemaschine bis zum gedeckten Tisch. Auf der Internorga will WMF die Fachbesucher mit einem neuen Standkonzept und Produktneuheiten überraschen.

Die Nachhaltigkeit ist ein weiterer Aspekt, auf den Konsumenten immer stärker achten und der auch auf der Internorga aufgegriffen wird. So berichtet Johanna Prescher aus dem Marketing der Hamburger Kaffee-Rösterei J. J. Darboven: „Nachhaltigkeit ist in der Branche immer mehr ein Thema. Aktuelle Trends wie Fairtrade und Bio werden weiter an Bedeutung gewinnen.“ Tchibo zeigt auf der Internorga unter anderem die Fairtrade-zertifizierten Produkte der Marke Vista, zu der Café Crème, Filterkaffee, Espresso sowie eine Trinkschokolade gehören.

Die Internorga gibt einen Überblick über aktuelle Trends und Entwicklungen im Außer-Haus-Markt. Die 83. Internationale Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung, Bäckereien und Konditoreien, ist täglich vom 13. bis 18. März von 10 bis 18 Uhr auf dem Hamburger Messegelände geöffnet. Eintritt: 26 Euro (Zweitageskarte 36 Euro), Fachschüler: 12,50 Euro. Der Einlass erfolgt nur nach Legitimation als Fachbesucher.


Schwieriges Jahr für die Mineralbrunnen

Januar 6, 2009

Quelle: Pressemitteilung, 06. Januar 2009

Die deutschen Mineralbrunnen blicken trotz einer Absatzsteigerung von über zwei Prozent auf ein schwieriges Jahr zurück. Denn das Absatzwachstum kam nur wenigen Betrieben zugute.

Nach den am Montag veröffentlichten vorläufigen Zahlen des Verbands Deutscher Mineralbrunnen (VDM) stiegen im vergangenen Jahr sowohl der Absatz von Mineral- und Heilwasser als auch der Absatz von Mineralbrunnen-Erfrischungsgetränken jeweils um 2,2 Prozent. Für das Absatzplus war vor allem der Discount verantwortlich, wovon nur wenige große Mineralbrunnen profitierten. Die meisten regionalen bzw. mittelständischen Mineralwasserabfüller verzeichneten dagegen einen rückläufigen Absatz.

Die Absatzsteigerung bei Mineral- und Heilwasser kam am deutlichsten dem Mineralwasser ohne Kohlensäure zugute. Diese Sorte wird immer beliebter und hat bei einem Zuwachs von knapp 23 Prozent einen Marktanteil von 9,5 Prozent erreicht. Der Absatz des klassischen, stark kohlensäure-haltigen Mineralwassers ist dagegen um 1,8 Prozent zurück gegangen. Mit einem Marktanteil von 45 Prozent bleibt der Sprudel aber die beliebteste Mineralwasser-Variante. Ihm folgt mit 43 Prozent Anteil das Mineralwasser mit geringem Kohlensäure-Gehalt, das um 3,5 Prozent zulegte. Heilwasser erlitt Einbußen von 10,6 Prozent.

In Deutschland ist 2008 mehr Mineralwasser getrunken worden als jemals zuvor. Mit einer Steigerung des Pro-Kopf-Verbrauchs auf 138 Liter bleibt natürliches Mineralwasser damit das beliebteste alkoholfreie Getränk der Deutschen. VDM-Geschäftsführer Wolfgang Stubbe wertete dies positiv. „Die erneute Steigerung des Pro-Kopf-Verbrauchs zeigt die Beliebtheit dieses Getränks, das für die meisten längst mehr als ein Durstlöscher ist. Für viele gehört natürliches Mineralwasser zum gepflegten Essen wie ein guter Wein. Die Verbraucher wissen zu schätzen, dass deutsche Mineralwässer mit ihrem unterschiedlichen Gehalt an Mineralstoffen einen natürlichen Zusatznutzen haben und zu den verschiedensten Anlässen getrunken werden können.“

Stubbe verwies darauf, dass auch Gesundheitsexperten und die Bundesregierung Mineralwasser zu den empfehlenswerten Lebensmitteln zählten. „Umso ärgerlicher ist es, dass die Politiker auch in dieser Legislaturperiode nicht in der Lage waren, die Mehrwertsteuer für Mineralwasser von 19 Prozent auf den Satz von sieben Prozent zu verringern, der für alle anderen Grundnahrungsmittel gilt“, kritisierte er.

Der Verband Deutscher Mineralbrunnen vertritt national und international die Interessen von rund 220 deutschen Mineralbrunnenbetrieben, welche Mineral-, Heilwasser und Mineralbrunnen-Erfrischungsgetränke abfüllen. Eines seiner wichtigsten Ziele ist es, einheitliche Standards für die Qualität von natürlichem Mineralwasser zu schaffen. Zu diesem Zweck pflegt er unter anderem den Austausch wissenschaftlicher, wirtschaftlicher sowie technischer Informationen und berät seine Mitgliedsunternehmen sowie alle, die beruflich mit Mineralwasser zu tun haben. Darüber hinaus ist der VDM gesuchter Gesprächspartner von Behörden und Institutionen im In- und Ausland.