2008: Privater Konsum im Außer-Haus-Markt gestiegen

Quelle: NPD Group

In Deutschland konnte der private Konsum im Außer-Haus-Markt für das Gesamtjahr 2008 ein nominales Wachstum von +1,0% auf Gesamtausgaben von insgesamt 64,2 Milliarden Euro verbuchen. Die Anzahl der Besuche sank allerdings im Vergleich zum Jahr 2007 um -0,9% auf 11,8 Milliarden.

Damit registrierten Restaurants, Imbisse, Kantinen und Co. gut 32 Millionen ‚Verzehrsfälle‘ pro Tag. Das Ausgabenwachstum resultierte somit aus höheren Durchschnittsausgaben pro Besuch und Gast.

Im Jahresverlauf hat sich die Entwicklung von Quartal zu Quartal verschlechtert. Mit einem Ausgabenwachstum im ersten Quartal in Höhe von +3% gab besonders der Jahresbeginn – auch unterstützt durch den 29. Februar als zusätzlichem Handelstag – Grund für sehr zuversichtliche Prognosen. Jedoch schwächte sich die Entwicklung langsam ab, das Wachstum betrug im zweiten Quartal +2% und im dritten Quartal nur noch +0,5%. In den letzten drei Monaten des Jahres gaben die Konsumenten schließlich -1% weniger aus als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im Wesentlichen liegt dieser Abschwung in den negativeren Zukunftsaussichten der Verbraucher begründet. Insbesondere zeigt sich die ‚Konjunktur-Empfindsamkeit’ der Gastronomie-Branche.

Im Jahresvergleich konnten – mit Ausnahme der Erlebnisgastronomie – alle Marktsegmente Zuwächse der Konsumentenausgaben verzeichnen. Das deutlichste Plus in Höhe von +2,8% realisierte dabei wieder die Quick Service-Gastronomie. Das einzige Minus im Jahresvergleich steht für die Erlebnisgastronomie, die vor allem aufgrund der Nichtraucher-schutzgesetze -3,8% weniger Gäste begrüßen konnte. Über das Gesamtjahr konnte für die Full Service-Gastronomie (inkl. Hotelgastronomie) noch ein kleines Plus gemessen werden, jedoch hat sich die Unsicherheit der Verbraucher und Unternehmen im vierten Quartal dort besonders bemerkbar gemacht, die Gästezahlen lagen im letzten Viertel des Jahres -5% unter dem Vorjahr.

Die Trends im vierten Quartal unterstreichen die starke Abhängigkeit des Marktes von der Stimmung im Land. Allerdings bleibt Essen & Trinken weit weniger skalierbar als viele andere Konsumgüter, was den Markt relativ rezessions-resistent macht. Positives wie negatives Klima trifft den Gesamtmarkt zwar schnell, jedoch sind die Schwankungen weniger stark.

Die Verbraucher zeigten bereits in früheren Rezessionen in Deutschland wie auch aktuell in anderen Ländern ähnliche Verhaltensänderungen wie sie jetzt zu beobachten sind: Ausweichen auf günstigere Marktsegmente und der Verzicht auf Vor- oder Nachspeisen sollen die Ausgaben für den einzelnen Verzehrsfall verringern und somit Geld sparen. Außerdem werden besonders Preisangebote verstärkt genutzt. Familien sind die Zielgruppe, die ihre Besuche in der Gastronomie früher und stärker einschränkt als andere Zielgruppen, da das frei verfügbare Einkommen im Durchschnitt geringer ist und sich die Kosten des Gastro-Besuches durch die größere Gruppe multiplizieren.

Die npdgroup deutschland GmbH ist die deutsche Tochter von The NPD Group Inc., Port Washington, NY, dem führenden Marktforschungsunternehmen in der Foodservice Branche weltweit.

CRESTonline ist ein Verbraucherpanel zur Nutzung des Außer-Haus-Marktes. Eine repräsentative Stichprobe der deutschen Wohnbevölkerung berichtet im Rahmen einer Online-Befragung über das gesamte Jahr alle Gastronomie-Verzehrsakte des Vortages. CREST wird derzeit neben Deutschland auch in Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, USA, Kanada, Japan und China betrieben.

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