Gastrojahr 2009 mit Umsatzverlust von bis zu -10%

Januar 28, 2010

(Hamburg, 28. Januar 2010) Das vergangene Jahr war von anhaltenden Umsatzrückgängen geprägt. Die Verluste in Hotellerie und bei Top-Restaurants in Deutschland betrugen bis zu zehn Prozent. Der Abwärtstrend begann bereits im Herbst 2008 und entwickelte sich stetig weiter. Eine Erholung der Konjunktur im führenden Gastgewerbe ist erst gegen Ende dieses Jahres zu erwarten. Dies ist Ergebnis der aktuellen Analyse „Gastrodynamik 2009“ des auf den Außer-Markt-Markt spezialisierten Marktforschungsunternehmens CHD Expert, Scheeßel bei Hamburg.

„In der Hotellerie macht sich insbesondere die starke Zurückhaltung der Geschäftskunden bemerkbar“, berichtet Thilo Lambracht, Geschäftsführender Gesellschafter der CHD Expert (Deutschland) GmbH. In Einzelfällen sei es zu Umsatzrückgängen von bis zu 25 Prozent gekommen. Viele Hotelbetreiber mussten notgedrungen ihre Preise erheblich senken und sehen sich nun einem neuem Preisdruck ausgesetzt. „Mit der Senkung der Mehrwertsteuer auf Hotelübernachtungen kam eine neue Erwartungshaltung der Gäste auf“, so der Hotelexperte. Doch die Spielräume für neue Senkungen bei der Zimmerrate seien oftmals nicht mehr gegeben.

In den führenden Restaurants sieht die wirtschaftliche Lage ebenfalls nicht rosig aus. „Der Kostendruck aufgrund steigender Energiepreise und teurem Einkauf von F&B-Rohwaren schwächt die Betriebe“, analysiert Lambracht. Zudem habe sich der Außer-Haus-Verzehr der Deutschen vom stabil gebliebenen Konsum abgekoppelt. Von Steigerungsraten bei Gästeanzahl und Durchschnittsbon können nur wenige Gastbetriebe berichten. Deutlich wurde der branchenweite Umsatzrückgang zuletzt bei der sinkenden Zahl der Weihnachtsfeiern. Die Hälfte der Gastbetriebe mussten Rückgängen bei den Buchungen verzeichnen.

„Für 2010 ist nur eine allmähliche Erholung der Konjunktur im führenden Gastgewerbe zu erwarten“, prognostiziert Lambracht. Spätfolgen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf dem Arbeitsmarkt und allgemeine Zurückhaltung bei den Ausgaben im Außer-Haus-Markt machen Hoffnungen auf eine rasche Erholung zunichte. „Führende Hoteliers und Gastronomen kalkulieren erst gegen Jahresende oder Anfang 2011 wieder mit nennenswerten Zuwachsraten bei Gästezahl und Durchschnittsraten“, sagt Lambracht.

Dagegen bleibt die Investitionsbereitschaft in der Hotellerie ermutigend: Jeder vierte Betrieb will in die Modernisierung seiner Gästezimmer investieren. Knapp unter zehn Prozent wollen bereits jetzt Restaurant und Küche modernisieren bzw. auffrischen. „Die meisten Beherbergungsbetriebe nutzen die Gunst der Steuersenkung für verzögerte Modernisierungen“, so Lambracht.


Die GV-Branche gibt ihre Zahlen preis

Januar 22, 2010

Große Studie des GVmanager über das Markt- und Einkaufsverhalten der Gemeinschaftsverpflegung 2010 erschienen

(München, 22. Januar 2010) Wie hoch sind die jährlichen Ausgaben von Verpflegungsverantwortlichen der Gemeinschaftsverpflegung für Nahrungsmittel? Welche Neuinvestitionen planen sie? Wie werden sich ihre Kosten weiterentwickeln? Wie beurteilen sie Preis-Leistungs-Verhältnis, Qualität und Service des Technikherstellers XY? Derartige Fragen rund um Kaufentscheidungen standen im Fokus der großen Studie des GVmanager über das Markt- und Einkaufs-verhalten der Gemeinschaftsverpflegung 2010. Repräsentative 1.217 Verpflegungs- und Einkaufsverantwortliche der Gemeinschaftsverpflegung beteiligten sich im Frühjahr und Sommer 2009 an der Befragung. Das entspricht einer sehr guten Rücklaufquote von 8,1 %.

Die deutsche Gemeinschaftsverpflegung ist längst nicht so homogen, wie oft vermutet wird. Die täglichen Essenszahlen reichen beispielsweise von 50 Essen, die als Zusatzgeschäft außer Haus an Kindertagesstätten gehen, bis zu 7.000 hochwertigen Mittagessen, die vor den Augen des Gasts im modernen Betriebsrestaurant gefinisht werden. Ebenso breit gefächert sind die Anforderungen an die Speisenplanung:

Während in Krankenhäusern diverse Diäten zu berücksichtigen sind, kommen in Senioreneinrichtungen noch Probleme wie Appetitmangel sowie Kau- und Schluck-beschwerden hinzu. In Betriebsrestaurants sind sowohl die deftigen Ansprüche schwer körperlich arbeitender Männer als auch die Vorliebe von Frauen für eine leichte Küche zu befriedigen.

Diese vielfältigen Anforderungen schlagen sich auch im Markt- und Einkaufsverhalten der Verpflegungsverantwortlichen nieder. Daher war es Ziel der großen Studie des GVmanager über das Markt- und Einkaufsverhalten der Gemeinschaftsverpflegung 2010, die Beweggründe zu Kaufentscheidungen umfassend und – wo sinnvoll – auch unterteilt in die verschiedenen GV-Bereiche wie Betriebs-, Patienten-, Seniorenverpflegung sowie Kita- und Schulverpflegung widerzuspiegeln.

Marktforschungen im Außer-Haus-Markt gibt es viele – was ist das Besondere an dieser?
Bisherige Studien fokussieren sich fast immer auf die Gastronomie und Hotellerie. Das ist darauf zurückzuführen, dass diese Teilbereiche des Markts homogen und somit leicht adressierbar sind. Die Gemeinschaftsverpflegung dagegen, vor allem der Bereich der Eigenregie, kann nicht öffentlich erfasst werden. Lediglich das Segment der Patienten- und Seniorenverpflegung ist teiltransparent – ebenso wie der Cateringmarkt. Über Adressmaterial der in Eigenregie betriebenen Betriebsverpflegung verfügen nur Unternehmen wie das unsere – aufgrund der über 60jährigen Tradition unserer Fachzeitschrift GVmanager und der damit verbundenen langjährigen Branchenkompetenz.

Zum ersten Mal in der Reihe der Marktforschungen wurden die Verpflegungsverant-wortlichen gezielt um ihre Meinung über 250 Unternehmen befragt, die die GV-Branche beliefern. Dabei wurden das Preis-Leistungs-Verhältnis, die Qualität und die Service-bereitschaft von Food-, Beverage-, Ausstattungs- und Technik-Herstellern abgefragt.

Darüber hinaus hat die Redaktion des GVmanager anhand eines sechsseitigen, standardisierten Fragebogens mit über 500 überwiegend geschlossenen Fragen von
1.217 Führungskräften der Gemeinschaftsverpflegung und Großgastronomie soziodemografische Daten, Kennzahlen der Speisenproduktion, das Verpflegungsangebot, das Informations- und Einkaufsverhalten sowie Zukunftsprognosen abgefragt. Die Ergebnisse sind auf 365 Seiten in rund 400 Grafiken und Tabellen dargestellt.

Bestellung
Die Marktforschung ist exklusiv bei der B&L MedienGesellschaft mbH & Co. KG am Verlagsstandort München zu beziehen. Die Schutzgebühr für das 365-Seiten-Werk inkl. CD-ROM beträgt 1.250 Euro.
Bestell-Hotline: (089) 370 60-256, Ansprechpartner: Bernd Moeser

Der GVmanager ist ein Fachmagazin für Führungskräfte in Großgastronomie und Gemeinschaftsverpflegung, das mittlerweile im 61. Jahr erscheint. Damit stellt der GVmanager die älteste (ivw-geprüfte) Fachzeitschrift in diesem Bereich dar. Er richtet sich an Verpflegungsverantwortliche in den Bereichen Betriebs-, Senioren-, Patienten- und Studentenverpflegung aber auch der Kita- und Schulverpflegung. Darüber hinaus lesen Entscheider aus Zentral- und Sozialküchen sowie von Cateringunternehmen das Fachmagazin. Es erscheint zehnmal jährlich und wird durch zahlreiche Themenpubli-kationen z. B. über Getränke und die Kita- und Schulverpflegung ergänzt. Herausgeber ist die Münchner Verlagsniederlassung der B&L MedienGesellschaft mbH & Co. KG. Mit der großen Marktforschung über das Markt- und Einkaufsverhalten der Gemeinschaftsverpflegung 2010 hat die Redaktion des GVmanager eine langjährige Tradition fortgesetzt – diesmal mit einem Schwerpunkt auf dem Einkaufsverhalten und der Investitionsbereitschaft der GV-Branche.


Regionalität schlägt Bio-Siegel – Die Herkunft von Lebensmitteln ein immer wichtiger werdender Faktor.

Januar 19, 2010

Gelesen bei cafe-future.net, 19. Januar 2010

Bio-Gütesiegel tragen eher zur Verwirrung als zur Kaufentscheidung bei. Die Herkunft aus der Region ist dagegen eines der wichtigsten Kriterien der Lebensmitteln.

„Da zertifizierte Produkte meist mit einem höheren Preis einhergehen, stellen Lebensmittel aus der Region für viele Verbraucher eine günstige Alternative dar, um eine subjektiv höhere Kontrolle über die Produktbedingungen zu erlangen“, so zu den ersten Studienergebnissen.

Unter dem Titel „Bio, Öko, fairer Handel – was zählt und wer zählt?“ sollten LEH-Kunden darüber Auskunft geben, welche Gütesiegel für sie kaufentscheidend sind.

85 % der Befragten haben nach eigenen Angaben durch die Vielzahl der Gütesiegel den Überblick verloren. 58 % zweifeln ohnehin an deren Glaubwürdigkeit, immerhin 20 %  halten sie für völlig unglaubwürdig.

Die Untersuchung bezieht sich auf den Lebensmitteleinzelhandel. Doch natürlich sind die selben Menschen auch in der Gastronomie Nachfrager und ändern hier ihre Haltung nicht komplett. Die Untersuchungs-ergebnisse haben also durchaus auch Aussagekraft im Außer-Haus-Markt.

Dennoch legen immer mehr Kunden Wert auf biologisch kontrollierte Ware. Knapp jeder zehnte Befragte hat Bio-Produkte bei jedem Einkauf im Wagen.


Schnelle Hilfe für Haiti

Januar 15, 2010

CHD Expert spendet 10% von aktuellen Umsätzen für Erdbebenopfer

(Hamburg, 14. Januar 2010) CHD Expert unterstützt die Aktion „Deutschland hilft“ – Das internationale Marktforschungsinstitut aus Scheeßel bei Hamburg spendet ab sofort zehn Prozent der Umsätze bis Ende Januar für die Erbebenopfer in Haiti. „Wir sind bestürzt und tief betroffen von der Naturkatastrophe und dem Leid vieler Menschen in dem sowieso stark gebeutelten und bitterarmen Karibikstaat – es ist ein Anliegen aller Mitarbeiter, sofort ein wenig zu helfen“, so Rolf W. Schmidt, Geschäftsführender Gesellschafter des auf Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung spezialisierten Unternehmens.

Rolf W. Schmidt: Spende aus allen Umsätze bis Ende Januar für Erdbebenopfer in Haiti
Rolf W. Schmidt: Spende aus allen Umsätze bis Ende Januar für Erdbebenopfer in Haiti

Die Regel gilt für alle Umsätze, die vom 14. bis einschließlich 31. Januar 2010 getätigt werden: Zehn Prozent gehen an das Aktionsbündnis der führenden deutschen Hilfsorganisationen. „Unterstützen Sie unsere Hilfsaktion mit, indem Sie Ihre Kaufentscheidung für Marktstudien und Branchenadressen aus unserem foodservice-shop.com vorziehen“, appelliert Schmidt.

Mitarbeiter und Geschäftsführung selbst haben parallel bereits eine Sammlung gestartet, die dann zusammen mit den Zehn-Prozent-Senden an „Deutschland hilft“ Ende des Monats überwiesen werden.

CHD Expert bietet für alle Segmente in Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung in ganz Europa detaillierte Marktreports, Detailstudien, Übersichten von Marktkennzahlen und Adressdaten.


Ausser Haus Markt Zahl des Monats – Januar 2010: Deutsche Hotels investieren 9,5 Milliarden Euro

Januar 8, 2010
Deutsche Hoteliers investieren kräftig in Neubauten, Modernisierungen und Anbauten – insgesamt über 9,5 Milliarden Euro (Foto: Platzl Hotel München)

Deutsche Hoteliers investieren kräftig in Neubauten, Modernisierungen und Anbauten – insgesamt über 9,5 Milliarden Euro (Foto: Platzl Hotel München)

452 Hotelbau-Projekte mit über 70.000 Zimmern werden derzeit in Deutschland voran getrieben, davon 335 Neubauten. Insgesamt werden über 9,5 Milliarden Euro investiert. Im Durchschnitt kostet jedes neu errichtete Hotel etwa 25,4 Millionen Euro. Die meisten Hotelprojekte sind in Bayern (65) und Baden-Württemberg (59) zu finden. Über die Hälfte der Projekte sind im Luxussegment (fünf Sterne) angesiedelt.

(Quelle: CHD Expert Deutschland – Studie “HOTEL UPGRADE 2010”)