Der Außer-Haus-Markt für Getränke im Jahr 2009

Februar 18, 2010

Quelle: cafe-future.net, 17. Februar 2010

GfK: Das Jahr 2009 war für den Getränkemarkt im Außer-Haus-Konsum kein sehr erfreuliches Jahr. Der Umsatz ging um insgesamt 12% zurück. Dem gegenüber zeigte sich der Umsatz im Haushaltskonsum relativ stabil (-2,5%). Die Ursachen für den Rückgang im Außer-Haus-Bereich sind vielfältig, wobei insbesondere die Faktoren „Homing“, Abwrackprämie sowie begrenzte finanzielle Ressourcen als Hauptursachen zu nennen sind.

Die Detailbetrachtung der einzelnen Altersklassen zeigt stärkere Rückgänge bei den jüngeren Altersgruppen, die mit überproportional -17,6% verloren. Dem gegenüber zeigten sich die Älteren in ihrem Ausgabeverhalten stabiler.

Der Hauptgrund für den Rückgang liegt in einer deutlich niedrigeren Weggehfrequenz, die fast ein Fünftel unter der des Vorjahres liegt. Wohingegen die Ausgaben pro Getränke eher ansteigen gemäß dem Motto: „Wenn schon Außer-Haus, dann etwas Besonderes“.

In den Getränkekategorien Wein & Co., Biermischgetränke sowie alkoholfreie Getränke zeigen sich überproportionale Umsatzverluste gegenüber dem Gesamtmarkt  Rückgang. Eine deutlich bessere Performance verzeichnen die frischen Mixgetränke (Cocktails und Longdrinks) sowie Bier. Bier liegt damit in der Umsatzbedeutung  wieder leicht vor den alkoholfreien Getränken.

Die Heißgetränke konnten in der Vergangenheit durch die Sortenvielfalt und das gestiegene On-the-go-Angebot im Außer-Haus- Markt deutlich zulegen. Auch im Jahr 2009 hat sich dieses Segment besser entwickelt als der Durchschnitt. Mit 30% Umsatzanteil führen die Heißgetränke das On-the-go-Geschäft an.

Eine ähnlich differenzierte Entwicklung zeigt sich bei den Location-Entwicklungen im Außer-Haus-Markt: Bar/Lounge, Quickservice und die Tankstelle entwickeln sich besser als der Durchschnitt und setzen damit ihren Erfolgsweg aus den vergangenen Jahren fort.

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Außer Haus Markt Zahl des Monats – Februar 2010: 50% der Luxushotels mit Umsatzeinbrüchen im Geschäftsjahr 2009

Februar 2, 2010

(Hamburg, 02. Februar 2010) Das Geschäftsjahr 2009 ist bei der Mehrheit der rund 220 Luxushotels in Deutschland enttäuschend verlaufen. 50 Prozent vermeldeten Umsatzrückgänge bis zu zweistelligen Prozentpunkten. Rund ein Viertel der Fünf-Sterne-Häuser (26%) konnte den Umsatz auf Vorjahresniveau stabilisieren und lediglich ein Viertel (24%) konnte dem Trend widerstehen und ihre Umsätze steigern. Dies ist Teilergebnis der Jahresanalyse im Gastgewerbe („Gastrodynamik 2009“) von CHD Expert. Bei den First-Class-Hotels ist die Geschäftslage nicht gar so ernüchternd: Lediglich 26 Prozent der insgesamt 2.660 Vier-Sterne-Häuser verzeichneten Umsatzrückgänge im vergangenen Jahr. Fast die Hälfte (46%) stabilisierte das Ergebnis auf 2008-Niveau und wiederum ein Viertel aller Betriebe freuten sich über einen Zuwachs. (Quelle: CHD Expert Deutschland – „Gastrodynamik 2009“)

Es kann nur besser werden – die deutschen Tophotels hoffen auf Umsatzzuwächse nach zum Teil erheblichen Verlusten in 2009
Es kann nur besser werden – die deutschen Tophotels hoffen auf Umsatzzuwächse nach zum Teil erheblichen Verlusten in 2009

Weitere interessante Zahlen zum Außer-Haus-Markt:

  • Januar 2010: Deutsche Hoteliers investieren 9,5 Milliarden Euro
  • Dezember 2009: Kneipendichte in der Schweiz am höchsten
  • November 2009: Umsatzvolumen deutscher Beherbergungsbetriebe beträgt 16,59 Mrd. Euro
  • Oktober 2009: 42% der Gastronomen und Hoteliers gewähren Sonderkonditionen für Gruppen
  • September 2009: Über 50% der Weinangebote auf deutschen Speisekarten stammen aus dem Inland
  • August 2009: Anzahl der Hotels in Deutschland wächst um 2,6%
  • Juli 2009: 14,67 Mrd. Euro für Catering in Deutschland
  • Juni 2009: Europavergleich – Deutschland hat mit 44.812 die meisten Beherbergungsbetriebe
  • Mai 2009: 35 neue Tophotels in Rumänien, Bulgarien und der Türkei
  • April 2009: F&B-Umsatz in Italiens Hotels mit 8,0 Mrd. Euro am höchsten unter den „Europe Big 5“
  • März 2009: 26 Milliarden Euro Gastronomie-Umsatz im deutschsprachigen Raum
  • Februar 2009 – 11,5 Mrd. Euro für Betriebsverpflegung in Deutschland/Frankreich/UK
  • Januar 2009 – 1,5 Billionen Euro Weltumsatz in Außer-Haus-Märkten