Saftschorle im Außer-Haus Markt 2009

Mai 19, 2010

Quelle: cafe-future.net, 19. Mai 2010

Für die alkoholfreien Getränke verlief das Jahr 2009 insgesamt eher durchwachsen. Zum Jahresende stand ein Minus von 21% zu Buche (Basis: 16-39-jährige Privatpersonen).

Die Entwicklung des Saftschorlesegmentes innerhalb der alkoholfreien Getränke wird, gegensätzlich zum Süßgetränkesegment, stärker durch die älteren Konsumenten (30-39 Jahre) geprägt. 15% der AfG-Umsätze außer Haus tätigen diese im Schorlesegment (16-29-jährige 11%).

¾ davon entfallen auf Apfelsaftschorle, welche sich allerdings in Ausgaben und Menge im Jahr 2009 überproportional rückläufig entwickelt hat. Die Tertiale in der Zeitreihe betrachtet, weisen im Jahr 2009 zwar denselben Trend auf wie im Vorjahr: von Sommer- zu Wintertertial findet ein saisonal bedingter Absatzrückgang statt, die Getränkegröße wird reduziert, die Durchschnittspreise je Getränk bleiben dabei aber relativ konstant.

Im Vergleich zum Vorjahr lässt sich aber ein zweiter, den Tertialszyklus überlagernder Trend im Schorlesegment ausmachen: es findet eine Mengenverschiebung von Apfelsaft- in Richtung der restlichen Schorlesorten statt. Diese verloren zwar auch in Menge und Wert, in Summe aber unterproportional. Als Beispiel lässt sich die positive Entwicklung der Johannisbeersaftschorle anbringen und das nicht nur in Trend-Locations wie z.B. der Bar/Lounge, sondern auch im traditionell Apfelsaftschorle geprägten Restaurant.

Die Datenbasis ist das Online-Consumerpanel „GfK TrinkTrends“ der GfK Panel Services in Nürnberg. Basis: 32,9 Mio. Privatpersonen in der Altersklasse 16-49 Jahre; Außer-Haus-Konsum Getränke im Bereich Gastronomie und On-the-go (ohne Arbeitsplatz, Kantine, Schule)


Horeca Niederlande 2009: McDonald’s baut Führung in Top 100 aus

Mai 19, 2010

Quelle: cafe-future.net, 19. Mai 2010

Die 100 umsatzstärksten Horeca-Unternehmen/-Marken Hollands haben 2009 zusammen rd. eine halbe Milliarde EUR umgesetzt. Spitzenreiter McDonald’s konnte seine im Jahr zuvor erlangte Führungsposition mit plus 5,5 % auf 558 Mio. EUR (Vorjahr 529 Mio.) bei 221 Outlets weiter ausbauen. Dies berichtet die holländische Fachzeitschrift Misset Horeca.

2008 hatte der Quickservice-Weltmarktführer seinen Kontrahenten Van der Valk in Holland erstmals auf Rang 2 verwiesen. Wichtig zu wissen: Die holländische Horeca-Liste ist kein reines Foodservice- Ranking, sondern bezieht auch Übernachtungsumsätze mit ein.

Und die Hotellerie der Niederlande hatte 2009 wahrlich kein leichtes Jahr – im Gegenteil, manche Unternehmen/Marken mussten Umsatzeinbrüche im deutlich zweistelligen Prozentbereich hinnehmen. So büßte das Hotel De l’Europe in Amsterdam gut 48 % ein, Leverde Starwood Hotels & Resorts gut 32 %. Als erfolgreichstes Hotelunternehmen Hollands verzeichnete Van der Valk immerhin einen kleinen Zuwachs von 513 auf 518 Mio. EUR.

Der auf Verkehrsstandorte spezialisierte Contract Caterer Servex legte mit 324 Mio. EUR (2008: 310 Mio.) um knapp 5 % zu und rangiert nun unter den Top 3, die in Insolvenz geratene Hotelkette Golden Tulip büßte 57 % Umsatz ein und rutschte vom 3. auf den 9. Rang.

NL: Top 20 Horeca 2010*

Rang (2009) Unternehmen Umsatz in EUR
2009 2008
1 (1) McDonald’s 558 529
2 (2) Van der Valk 518 513
3 (4) Servex 324 310
4 (5) Center Parcs Europe 280 295
5 (8) Landal Green Parks 249 237
6 (6) Maxeda 225 252,7
7 (7) NH Hotels 222,5 252,4
8 (9) Accor Hospitality 180,9 228
9 (3) Golden Tulip 158,6 370
10 (11) Kooistra,Sjoerd 123 117
11 (10) Best Western Nederland 110 120
12 (13) Hampshire Hospitality & Leisure 95 97
13 (12) Bilderberg Hotels & Restaurants 91 110
14 (15) Intercontinental Hotels Group 80 86,3
15 (14) HMS Host 80 86,3
16 (19) Burger King 79 75
17 (18) Hema 78 76,5
18 (16) Eden Hotel Group 76 82,2
19 (23) Hotel Management Group 65 52
20 (21) Most, Henni van der 64 64

* aus dem Top 100-Ranking von Misset Horeca


Top 40 Contract Caterer mit Umsatzplus

Mai 11, 2010

Kurzarbeit wirkt sich auf Betriebsgastronomie aus – erstmals mit Minuswert / Zweistelliges Wachstum im Gesundheits- und Seniorenmarkt

(Frankfurt/Main, 11. Mai 2010) Die 40 führenden Cateringunternehmen Deutschlands erwirtschafteten 3,1 Mrd. Euro (ohne Mwst.) mit 5.498 Verträgen. Trotz schwieriger Rahmenbindungen in Unternehmen, Krankenhäusern, Heimen und Schulen ein Umsatzplus von 5,9 Prozent. Markant ist der Absturz im Segment Business + Industry, erstmals gibt es ein Minus von 1,2 Prozent. Hier hat die massive Kurzarbeit ihre Spuren hinterlassen – Knapp zweistellig dagegen die Zuwächse im Caremarkt. Zu diesem Ergebnis gelangt die Wirtschaftsfachzeitschrift „gv-praxis“ (Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main) in ihrer aktuellen und exklusiven Branchenerhebung für das Jahr 2009.

Das Ranking der 10 umsatzstärksten Cateringunternehmen 2009 steht hier zum Download zur Verfügung.

Vom wertmäßigen Wachstum der Top 40, die über 60.000 Mitarbeiter beschäftigen, entfällt der größte Teil auf zwei multinationale Dienstleistungs-konzerne mit Sodexo (+ 63,4 Mio. Euro) und Compass Group (+ 35 Mio. Euro). Beide Unternehmen haben in Deutschland 2009 wichtige Fusionen getätigt. Compass Group präsentiert 5,7 Prozent Erlösplus (2008: +2,0 %). Der Marktführer übernahm die ehemalige Lufthansatochter LPS und den Dienstleister Plural, Sodexo die Zehnacker-Gruppe und die GA-tec GmbH. Ohne diese Fusionsumsätze liegt das Wachstum nur bei 2,2 Prozent, der schwächste Wert seit 20 Jahren.

Insgesamt melden 14 Unternehmen zweistellige Pluszahlen, 23 einstellige und drei ein Umsatzminus. Die Mehrerlöse der Top 40 betragen 176,3 Mio. Euro. Insgesamt wurden 524 neue Verträge mit Auftraggebern abgeschlossen.

Allein die Top 4 generierten fast 1,7 Mrd. Euro Umsatz 2009, das entspricht einem Anteil am Gesamtumsatz von 54 Prozent. So deutlich wie in 2009 konnte sich das Spitzen-Quartett (Compass, Aramark, Dussmann, Sodexo) noch nie vom Verfolgerfeld absetzen. Generell war das Jahr 2009 auf Cateringseite geprägt durch mehr Wettbewerbs-, Preis- und Kostendruck. Steigende Qualitätsanforderungen und zunehmende Preissensibilität auf Kunden- und Gästeseite mussten in Einklang gebracht werden.

Der Gesamtumsatz der Contract Caterer (Top 40) setzt sich wertmäßig wie folgt zusammen: 47 Prozent Betriebsrestaurants, 24,9 Prozent Kliniken/Krankenhäuser, 15,5 Prozent Seniorenheime, 7,6 Prozent Neue Märkte (z.B. Event-Catering), 5,0 Prozent Schulen, Mensen, Kitas.

Knapp die Hälfte der Erlöse entfällt auf die Personalverpflegung, ein Viertel auf den Krankenhaussektor. Die größten Zuwächse verbuchte das Segment Neue Märkte (+ 35,6 %), der Seniorenmarkt (+ 11,0 %) und Krankenhäuser/Kliniken (+ 10,1 %). Eher verhalten dagegen – trotz des Neubaus vieler Schulmensen – der Schulmarkt mit + 7,1 %. Hier zeigt sich, dass die niedrigen Abgabepreise von 1,80 Euro bis 3,50 Euro für Profi-Caterer kaum Geschäftschancen bieten.

Für das Jahr 2010 erwarten 86,0 Prozent (Vorjahr 45,9 %) der befragten Manager wieder deutlich bessere Wachstumschancen als vor zwölf Monaten (Befragungszeitpunkt: März). Auch Gästezahlen und Umsätze werden deutlich besser bewertet als Anfang 2008. Allerdings befürchten immer noch fast 20 Prozent eine schlechtere Kostensituation (Vorjahr: 24 %).

Die größten Wachstums-Chancen werden wie schon im vergangenen Jahr Café-Bars prognostiziert. Größte Herausforderung ist das Thema Personalentwicklung.