Koch ohne Herd: Wird „Raw Food“ zum neuen Gastro-Trend?

Von Carsten Hennig

(Berlin, 12. April 2011) Vegane Rohkost – das klingt für viele nach Salatbuffet und Karottenfetischisten. Doch das in den USA und in Asien bekannte „Raw Food“ könnten nun zu einem neuen Mikrotrend in der Gastronomie werden. Ein Berliner lädt zu Gourmet-Menüs ab 45 Euro ein und serviert nur Obst, Gemüse, Nüsse, Sprossen und kaltgepresste Öle – ohn dies zu braten, grillen oder zu sieden.

 

Boris Lauser
Boris Lauser

 

Nichts dürfe über 42 Grad Celsius erhitzt werden, berichtet Boris Lauser dem Magazin „Cicero“. Dies zerstöre die Enzyme in der Nahrung, die dem Körper bei der Verdauung helfen sollen. So bleibt nur, die Rohwaren gegebenenfalls zu marinieren, trocknen, entsaften, fermentieren und mixen. Da gibt es im „Raw Food“-Dinner-Club zum Beispiel „Spaghetti al dente“ (dünne Zucchinistreifen) mit einem „Hack“ aus Mandeln und Nüssen. Oder als Amuse bouche wird ein grüner Smoothie aus Gurke, Sellerie, Fenchel, Blutorange und fermentiertem Weizen serviert. Als nächsten Gänge folgen eine cremige Topinambur-Suppe und „Rawvioli“ in einer Granatapfelrosmarinsauce, gefüllt mit Radicchio und einem aus Nüssen hergestellten Käse. Andere Foodideen sind Gnocci aus Pastinaken und Cashew-Nüssen, die im Dehydrator getrocknet werden.

„Raw Food“ soll in den USA bereits ein neuer Restaurant-Trend sein, berichtet „Cicero“. Kinostar Demi Moore oder Modedesignerin Donna Karan seien bekennende „Raw Foodies“, heißt es.

Nach neuen Fleischskandalen sind ja reine Gemüsemenüs in Deutschlands Topküchen durchaus salonfähig geworden. Es gibt bereits mehrere „Roh-Gourmet-Restaurants„.

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