Neu: Außer-Haus-Konsum, Markt- und Strukturdaten 2013

April 24, 2013

Quelle: cafe-future.net, 24. April 2013

Alle zwei Jahre veröffentlichen die gastronomischen Fachzeitschriften der Verlagsgruppe Deutscher Fachverlag das Nachschlagewerk „Der Außer-Haus-Konsum“. Die aktualisierte Ausgabe 2013 liegt seit kurzem vor. Die Dokumentation gibt anhand neuester verfügbarer Daten aus Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung einen Überblick über diesen Wachstumsmarkt.

Außer Haus Konsum - Marktdaten 2013

Das umfangreiche Zahlenmaterial informiert über Situation und Entwicklung des Wirtschaftszweiges und zeigt die vielfältigen Einflussfaktoren auf, die künftige Branchentrends erkennen lassen. Basis sind die wichtigsten Sekundärstatistiken sowie Ergebnisse von Untersuchungen, Umfragen und Fallbeispielen der Fachpublikationen gv-praxis (Gemeinschaftsverpflegung), food-service (Profigastronomie), FoodService Europe & Middle East (multinationaler Außer-Haus-Markt) sowie AHGZ (Hotellerie) und einschlägiger Marktforschungsinstitute. Leistungskennziffern einzelner Unternehmensgruppen, Verbraucher- und Absatzpotenziale geben den Planern und Praktikern in Marketing und Vertrieb Ausgangspunkte für individuelle Berechnungen über Marktvolumina der verschiedenen Bereiche.

Erhältlich ist der Außer-Haus-Konsum 2013 mit über 400 Seiten Fachinformation inkl. CD für 219 Euro zzgl. MwSt. und Versand per Fax oder E-Mail bei:

Frau Petra Petrasch
Tel. 069.7595-1973
Fax: 069.7595-1970
Petra.Petrasch@dfv.de


Entwicklung Wasser im Außer-Haus Markt 2012

April 22, 2013

Quelle: cafe-future.net, 22. April 2013

Das Jahr 2012 war für den Außer-Haus-Wassermarkt ein relativ gutes. So konnte das Wasservolumen (bezogen auf die Zielgruppe der 16-49 Jährigen) 2012 leicht wachsen und zeigt trotz geringerer Durchschnittstemperaturen als im Jahr 2011 eine Entwicklung von 0,4 % gegenüber dem Vorjahr. Die LEH-Volumina hingegen hielten sich 2012 lediglich stabil (+0,0 %).

Mineralwasser - Frau mit Wasserglas - trinkt

Vor allem das Segment „Stilles Wasser“ verbuchte 2012 analog zu den Entwicklungen im LEH deutliche Zuwächse (Außer-Haus-Markt: +12%). Verlierer sind dagegen die karbonisierten Wässer, die zwar mit rund 66 % noch den größten Volumenanteil ausmachen, diesen aber zugunsten der stillen Varianten zunehmend einbüßen mussten (2012: -5 %). Der Treiber ist eindeutig stilles Wasser, welches seine Position im AfG-Ranking deutlich verbessert hat und im Absatz-Ranking nun zu den Top 5 AfG-Segmenten zählt. Trotz Mengenverlusten bleibt Sparkling Wasser aber weiterhin das Nr. 2-AfG-Getränk nach den colahaltigen Getränken.

Im monatlichen Verlauf zeigt sich, dass der Getränkekonsum Außer-Haus fast durchgängig unter Vorjahresniveau liegt (negative Spitzen im April/Juli). Der Rückgang ist durch einen Frequenzrückgang und einen niedrigeren Bon geprägt; v.a. Jüngere reduzierten ihre Weggehtage und gaben weniger Geld pro Getränk aus.

Der Trend im Außer-Haus-Markt, den Konsum von hochpreisigen Locations wie Restaurants hin zu preiswerteren Locations wie die Vereinsgastronomie zu verlegen, zeigt sich dabei überregional, auch in Großstädten.

Bei alkoholfreien Getränken zeigt das Restaurant Umsatzzuwächse. Das gilt aber nicht für Wasser. In diesem Segment kommt das Wachstum am stärksten über sportnahe Locations, während in Restaurants weniger Wasser konsumiert wurde (-8 %). Hier haben sich die italienischen Restaurants jedoch stabilisiert.

Inwiefern sich Wasser in 2013 vor allem auch in seinem bedeutendsten Channel „Restaurant“ weiterentwickeln kann, bleibt daher spannend.

Autor: Julian Sukowski
Die Datenbasis ist das Online-Consumerpanel „GfK TrinkTrends“ der GfK Panel Services in Nürnberg.
Quelle – Basis: 31,7 Mio. Privatpersonen in der Altersklasse 16-49 Jahre; Außer-Haus Konsum Getränke im Bereich Gastronomie und On-the-go (ohne Arbeitsplatz, Kantine, Schule).


Deutsches Bäckerhandwerk stabil im Markt – Position als Marktführer im Außer-Haus-Verzehr gefestigt

April 10, 2013

April 2013 – Auch in 2012 erwies sich das Deutsche Bäckerhandwerk als stabile Säule des deutschen Mittelstandes. Steigende Umsatz- und Beschäftigtenzahlen je Betrieb zeichnen ein positives Bild der aktuellen Wirtschaftslage. Trotz des verstärkten Wettbewerbs auf dem Backwarenmarkt konnte sich das Bäckerhandwerk als unangefochtener Marktführer im Außer-Haus-Markt (991,1 Mio. Besucher) behaupten. Und auch kulturell blickt das Bäckerhandwerk optimistisch ins Jahr 2013: Mit dem „1. Tag des Deutschen Brotes“ begeht das Bäckerhandwerk am 12. Juni die feierliche Premiere des in Zukunft alljährlich stattfindenden Festtages und untermauert die Bedeutung des traditionsreichen Gewerbes sowie der deutschen Brotvielfalt.

Bäcker (Foto Darius Ramazani - Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks)

Bäcker (Foto Darius Ramazani – Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks)

„Angesichts der Krise sind wir mit den Wirtschaftszahlen des vergangenen Jahres zufrieden, allerdings stellen die sinkenden Auszubildendenzahlen nach wie vor eine Herausforderung für uns dar“, betont Präsident Peter Becker. Die Anzahl der Auszubildenden ist zwischen 2005 und 2011 um 14,2% auf 29.808 zurückgegangen. Um mehr Jugendliche für das Traditionshandwerk zu begeistern, setzt der Zentralverband seit 2011 auf schlagkräftige Nachwuchskampagnen. Mit mehr als 50.000 Fans gilt „Back Dir Deine Zukunft“ als erfolgreichste Nachwuchskampagne, die je von einem deutschen Verband gestartet wurde.

Der Brotkorb der Deutschen
Die deutsche Brotlandschaft ist einzigartig: Mehr als 3.000 Brotspezialitäten zählt das weltweit erste Brotregister, das zur Anerkennung der deutschen Brotkultur als immaterielles Kulturerbe durch die UNESCO beitragen soll. Welches Brot dem Deutschen das Liebste ist, darüber geben die Verkaufszahlen des Jahres 2012 Aufschluss: Mit 31,8 % ist das Mischbrot auf Platz 1, gefolgt von Toastbrot und Broten mit Körnern und Saaten. Unter dem Kleingebäck geht das Weizenbrötchen mit 51,4% als klarer Sieger hervor. „Kleinbackwaren gewinnen zunehmend an Bedeutung“, betont Präsident Peter Becker und verweist auf die Spitzenposition von Backwaren im Außer-Haus-Markt.

Energiewende: Steuerfinanzierung statt EEG-Umlage
Eine endgültige Abkehr von der EEG-Umlage, das ist die Forderung des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks e.V.: „Die Umlage-Finanzierung stellt eine existenzielle Bedrohung für unsere stromintensiven Handwerksbetriebe dar. Wenn sich nicht bald etwas ändert, stehen uns Kündigungen und Betriebsschließungen bevor“, mahnt Präsident Peter Becker. Der Zentralverband befürwortet eine Steuerfinanzierung der Energiewende. Mit ihr könnte die Energiewende gerecht, nachhaltig und für alle bezahlbar finanziert werden. Dabei sollte allerdings eine zusätzliche Belastung der Verbraucher und Unternehmen vermieden werden.


Top 10 Hotelketten und Hotelmarken: IHG bleibt auf Platz 1

April 5, 2013

April 2013 – Keine Änderung im Top-Ranking der Hotelketten und Hotelmarken: Die InterContinental Hotels Group (IHG) führt mit weltweit 675.982 Zimmern die Hitliste der Hotelketten an. Bei der Auswertung der größten Hotelmarken führen die IHG-Ketten Holiday Inn und Holiday Inn Express mit international 424.612 Zimmern. Dies teilt MKG Hospitality mit. Das Pariser Beratungsunternehmen erstellt jährlich ein Ranking der größten Hotelketten und -marken.

Hotelketten Top 10 - 2013

Das Ranking der größten Hotelbetreiber bleibt zum Stichtag 1.1.2013 unverändert: Nach IHG folgen Hilton Worldwide auf Platz 2 (652.378 Zimmer) und Marriott International (638.793 Zimmer) auf Rang 3. Dichtauf rangiert die Wyndham Hotel Group auf Platz 4 (627.437 Zimmer). Das Ranking der Hotelketten wird nach der Anzahl der Hotelzimmer – nicht nach Anzahl betriebener Hotels – erstellt. Es fällt auf, dass die Abstände auf den ersten vier Plätzen weiterhin sehr kurz ausfallen – das Rennen, wer die größte Hotelkette bleibt oder wird, bleibt also spannend. Die übrigen sechs Plätze der Top 10 Hotelketten sind dagegen deutlicher verteilt.

Hotelmarken Top 10 - 2013

Bewegung gab es dagegen im vergangenen Jahr bei den am weitest verbreiteten Hotelmarken. Auf Platz drei hochgeschossen ist die Hotelmarke Marriott mit nunmehr 204.917 Zimmern. Auf Platz 1 rangiert weiterhin Holiday Inn/Holiday Inn Express (424.612 Zimmer). Auf Platz zwei liegt die Marke Best Western (311.611 Zimmer).

Auffällig ist der Aufstieg der chinesischen Hotelkette und -marke Home Inns: Im Ranking der Hotelketten liegt das Unternehmen auf Platz 9, bei den Hotelmarken nun auf Rang 8 noch vor Sheraton (eine Hotelmarke der Starwood Hotels). Die Home Inns Group betreibt in China Economy-Hotels und übernahm vor zwei Jahren Motel 168, eine weitere Economy-Hotelkette im Reich der Mitte.


Deutscher Kaffeemarkt 2012: Kaffeetrinker kaufen verstärkt ganze Bohnen und Kapseln

April 4, 2013

Quelle: Deutscher Kaffee-Verband, April 2013

Der Kaffeekonsum ist im vergangenen Jahr auf hohem Niveau stabil geblieben. 149 Liter Kaffee hat jeder Deutsche im Durchschnitt im Jahr 2012 getrunken und damit deutlich mehr Kaffee als Wasser oder Bier konsumiert. „Deutschland ist ein Kaffeeland. Kaffee ist das meist getrunkene Getränk in der Bundesrepublik“, so Holger Preibisch, Hauptgeschäftsführer vom Deutschen Kaffeeverband in Hamburg. Dabei legen die Deutschen vermehrt Wert auf eine unkomplizierte und schnelle Zubereitung sowie auf Frische und Qualität. Ganze Kaffeebohnen, die vor der Zubereitung frisch gemahlen werden, liegen im Trend: Das Segment legte im Jahr 2012 zwölf Prozent zu. Der Konsum von Kaffeekapseln ist im vergangenen Jahr um 16 Prozent gestiegen. Löslicher Kaffee erfreut sich seit Jahren wachsender Beliebtheit und konnte im vergangenen Jahr erneut ein leichtes Plus von 1,2 Prozent verzeichnen.

Insgesamt wurden im Jahr 2012 in Deutschland 402.000 Tonnen Röstkaffee und 12.800 Tonnen purer löslicher Kaffee konsumiert.

Kaffeekonsum in Deutschland

Kaffeekapseln weiterhin im Trend
„Viele Konsumenten achten auf eine unkomplizierte Zubereitung von qualitativ hochwertigem Kaffee. Gerade Single-Haushalte, Gelegenheitskaffeetrinker und Lifestyle-Konsumenten kaufen daher verstärkt Kaffee in Einzelportionen“, sagt Holger Preibisch. Vor allem der Markt für Kapseln ist erneut gewachsen und lag 2012 bei 10.000 Tonnen und damit 16 Prozent über dem Vorjahresniveau. Der Konsum von Pads ist um 2,6 Prozent auf 31.800 Tonnen gestiegen. „Nachdem in den letzten Jahren Pads deutlich gewachsen sind, erfreut sich jetzt das Kapselsegment deutlicher Steigungsraten. Es scheint, dass Kapseln ein Lifestyle-Gefühl vermitteln“, so Preibisch.

Immer mehr Konsumenten mahlen die Kaffeebohnen frisch
Für die Zubereitung von Kaffee und Kaffeespezialitäten wie Espresso, Cappuccino und Latte Macchiato setzen viele Kaffeegenießer auf ganze Bohnen. Preibisch: „Vollautomaten, die mit ganzen Bohnen gefüllt werden und diese frisch mahlen, sind stark im Trend. So lassen sich auf Knopfdruck Kaffeespezialitäten zaubern, die die meisten nur aus der besseren Gastronomie kennen.“ Das Segment lag im vergangenen Jahr bei einem Volumen von 66.100 Tonnen. Dies entspricht einem Wachstum von 7.100 Tonnen im Vergleich zum Vorjahr.

Kaffeekonsum Ländervergleich

Konsum von purem löslichen Kaffee steigt kontinuierlich
Wie bereits in den Vorjahren konnte der Konsum von purem löslichen Kaffee um gut 1,2 Prozent auf 12.800 Tonnen zulegen. Im Bereich der löslichen Kaffeegetränke sind Einzelportionen-Mixes mit Kaffee, Milchpulver und Zucker, so genannte „X in 1“, das am meisten wachsende Segment: Allein im vergangenen Jahr wuchs der Konsum um 25 Prozent auf 3.000 Tonnen.

Zertifizierte Produkte legen zu Im Jahr 2012 erhöhte sich der Anteil nachhaltig zertifizierter Kaffees am Gesamtmarkt erneut und lag nach Schätzungen des Deutschen Kaffeeverbandes bei vier Prozent. „Seit etwa zehn Jahren steigt das Angebot an nachhaltigen Kaffees deutlich. Ob an Tankstellen, im Discount-Supermarkt oder in der gehobenen Gastronomie – nachhaltiger Kaffee wird zunehmend präsenter und erreicht immer größere Bevölkerungsteile. Konnte früher die Nachfrage nach zertifizierten Kaffees nur mühsam gestillt werden, so hat heutzutage jeder Konsument die Möglichkeit, sich aus einem großen Angebot zwischen nachhaltigen und konventionellen Produkten zu entscheiden“, so Preibisch.

Verschiebung im Röstkaffeemarkt
Laut Verbandsgeschäftsführer Preibisch verändern sich die Segmente innerhalb des deutschen Kaffeemarktes: Auch wenn der Anteil des Filterkaffees am Gesamtmarkt rückläufig ist, so sei dieser mit 294.100 Tonnen weiterhin der Klassiker der Kaffeezubereitung in deutschen Küchen und Büros. Zugleich würden immer mehr Filterkaffeekonsumenten ihren Kaffee aus Vollautomaten oder Kapsel-/Padmaschinen zubereiten. „Im Ergebnis erleben wir eine deutliche Veränderung der Kaffeesegmente, hin zu ‚Espresso und Co‘ sowie zur einfachen Zubereitung. Die getrunkene Menge Kaffee ist dabei jedoch auf sehr hohem Niveau stabil. Wir Deutschen trinken 30 Prozent mehr als die EU-Bürger im Durchschnitt. Wir trinken sogar pro Kopf gerechnet mehr Kaffee als die Italiener“, so Preibisch.

Der Deutsche Kaffeemarkt ist der drittgrößte der Welt. Lediglich in den USA und in Brasilien wird mehr Kaffee verkauft als in Deutschland.