Gäste geben mehr aus – Sattes Plus im Außer-Haus-Markt

Januar 20, 2016

Januar 2016
Jochen Pinsker - Foto: privatDas war ein gutes Jahr: Die Gästeausgaben im Außer-Haus-Markt steigen um satte 3,3 Prozent auf rund 73 Milliarden Euro. Dies gab Marktforscher Jochen Pinsker von der npdgroup im Interview mit HOTELIER TV & RADIO bekannt.

Zu dem Zuwachs führten vor allem höhere Ausgaben pro Besuch und – zu einem geringeren Anteil – nur leicht gestiegene Anzahl an Gastronomiebesuchen. „Die Gäste essen nicht viel häufiger außer Haus, geben dann aber mehr aus“, so Pinsker. Das sog. Trading-up ist auf eine gestiegene Qualitätsnachfrage bei F&B zurückzuführen. Nur teilweise basiere der Umsatzzuwachs auf Preiserhöhungen.

Für das kommende Jahr erwartet der versierte Marktforscher abermals um drei bis vier Prozent steigende Ausgaben der Gäste und eine leicht steigende Zahl an Besuchen. Jedoch die Höhe der Ausgaben je Gast werde weniger stark wachsen. Lieferdienste von Lebensmitteleinzelhändler werde der klassischer Gastronomie einige Marktanteuile abjagen.

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Gastgewerbe: 10-Jahres-Entwicklung im Überblick

September 2, 2013

Quelle: cafe-future.net, 02. September 2013

Im 1. Halbjahr 2013 gelang der Gastronomie (Statistisches Bundesamt) ein Plus von 1,5 %. Die Hotellerie dagegen verlor in der Nominal-Betrachtung 0,3 % – verglichen mit demselben Vorjahreszeitraum.

Gastgewerbe - 10-Jahres-Entwicklung im Überblick

Diese Konstellation, dass Essen & Trinken eine bessere Entwicklung nimmt als Schlafen, war in der letzten Dekade äußerst selten so. Typischerweise verhalten sich die beiden Teilmärkte umgekehrt.

Der Blick auf die einzelnen Jahrgänge ab 2002 ist aufschlussreich. Zeigt er doch, in welch schlechter Verfassung sich das Geschäft 2002/03 und auch 2009 befand. Am besten die Hotel-Daten 2010 und 2006, am besten die Gastro-Daten in der Entwicklung im Jahr 2011 mit plus 4,1 %.

Die Übersicht zeigt natürlich auch, dass in der Breite der Branche das jüngste Jahrzehnt keine Vorwärtsentwicklung gebracht hat – im Gegenteil.

Die Übersicht entstammt dem Dehoga-Zahlenspiegel II/2013.


Immer mehr Deutsche kochen selbst: So isst die Bundesrepublik

August 12, 2013

Deutsche geben wöchentlich 113 Euro für Essen aus, das macht 5.876 Euro im Jahr – 27 Prozent der Deutschen gehen seltener essen als früher – Clever: Frauen kochen um zu sparen

August 2013 – Schnell etwas kochen, zum Asiaten nebenan gehen oder lieber beim Lieferservice bestellen: Vor dieser Entscheidung stand wohl jeder schon mal. Doch in Zeiten, in denen bewusste Ernährung voll im Trend liegt, gibt jeder vierte Deutsche an, seltener auswärts zu essen oder zu bestellen als früher. Das hat jetzt www.deals.com in einer aktuellen Umfrage herausgefunden. Warum und wie oft entscheiden sich die Deutschen für selbstgemachten Pizzateig oder lieber den Italiener um die Ecke? Und wie viel Geld geben Sie im Durchschnitt dafür aus?

Empty glasses set in restaurant

Ostdeutsche beim Supermarkteinkauf sparsamer als Westdeutsche
Bezugsquelle Nummer eins für Nahrung ist und bleibt der Supermarkt. Von insgesamt 113 Euro, die der Deutsche im Durchschnitt wöchentlich in Essen investiert, gibt er 77 Euro (87 Prozent) bei durchschnittlich rund zwei Supermarkt-Besuchen aus. Die Herren der Schöpfung scheinen den Lebensmitteleinkauf dabei eher den Frauen zu überlassen, denn jeder sechste Mann betritt weniger als einmal pro Woche einen Supermarkt. 75 Prozent aller Frauen tun dies am liebsten ein bis drei Mal pro Woche und geben dabei ganze 4.129 Euro im Jahr für ihre Einkäufe aus – 213 Euro mehr als die Männer. Im Ländervergleich erweisen sich die Anwohner der neuen Bundesländer als echte Sparfüchse: Ganze 10,60 Euro geben sie in der Woche weniger für Lebensmittel aus als die Bürger der alten Bundesländer – das macht eine Ersparnis von 551,20 Euro im Jahr.

Männer sind Kochmuffel, Frauen sind Sparfüchse
Sind Nudeln, Gemüse und Fleisch erst mal zu Hause angekommen, wird in deutschen Haushalten im Schnitt drei Mal pro Woche gekocht. Dabei werden sämtliche Klischees bestätigt: Mehr als jeder zweite Mann (52 Prozent) kocht maximal einmal die Woche für Familie und Freunde. 38 Prozent der Frauen tun dies hingegen sechs Mal die Woche oder täglich. Dies sei einfach günstiger – das finden zumindest 62 Prozent der Frauen. Immerhin jeder zweite Mann (52 Prozent) stimmt dem zu. Etwa die Hälfte der Deutschen (48 Prozent) sagt „zu Hause schmeckt’s am besten“ und entscheidet sich für das Kochen am heimischen Herd. Dass sich Frauen bewusster ernähren, bestätigen 57 Prozent der Befragten: Sie entscheiden sich fürs Kochen in den eigenen vier Wänden, weil es gesünder ist – allerdings nur 40 Prozent der Männer sehen dies als Argument.

Singles, denen häufig mangelnde Kochkunst nachgesagt wird, geben übrigens seltener an zu kochen, weil es dann besser schmeckt. Nur 39 Prozent der Singles geben das als Kochgrund an im Gegensatz zu 51 Prozent der Befragten in Beziehungen.

Zum Kochen fehlt die Zeit – und die Lust
Es ist aber durchaus legitim, sich einfach mal eine Pizza nach Hause kommen zu lassen oder auswärts essen zu gehen. Als Hauptgrund dafür gab ein Drittel (33 Prozent) der Befragten an, einfach keine Lust auf Kochen zu haben. 22 Prozent der Männer und Frauen haben zudem keine Zeit, sich selbst etwas zu kochen. Ist dies der Fall und fehlt die Muße zum selber kochen, so weiß sich der Bundebürger zu helfen: Die Deutschen geben jährlich im Durchschnitt 1.139 Euro für Restaurantbesuche und 728 Euro für Lieferservice oder Take-away aus.

Die Umfrage wurde von deals.com im Juli 2013 gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Ipsos unter 1.000 Teilnehmern durchgeführt. Alle Ergebnisse der Umfrage sind unter folgendem Link einzusehen: www.deals.com/kochen-bestellen-umfrage-ergebnisse.


Holland Ranking: Top 500 der Food- und Foodservice-Anbieter in den Niederlanden

Juli 5, 2013

Quelle: cafe-future.net, 05. Juli 2013

Im Rahmen einer aktuellen Studie hat das Dutch FoodService Institute (FSIN) erstmals eine Rangliste der 500 größten Food- und Foodservice-Anbieter (Retail und Gastronomie) in den Niederlanden veröffentlicht. Auf Basis ihres Jahresumsatzes sind darin Supermärkte und Lebensmittelhändler gelistet ebenso wie Restaurants und Caterer. Der stärkste Foodservice-Vertreter des Rankings ist McDonald’s (Platz 11).

Holland Ranking - Top 500 der Food- und Foodservice-Anbieter in den Niederlanden

56,6 Mrd. € geben die niederländischen Verbraucher jährlich für Lebensmittel aus. 70 % davon kommen bei den FSIN Food 500-Vetretern an. Zusammen stehen die Top 500 für Konsumausgaben in Höhe von 40 Mrd. €. Gemeinsam kommen sie auf etwa 27.000 Outlets und damit bestreiten sie laut dem niederländischen Institut nur ein Bruchteil der Gesamtzahl der food-verkaufenden Shops in Holland.

Die Top 10 wird angeführt von Albert Heijn und komplettiert durch neun weitere Supermarkt-Brands. Erst auf Rang 11 findet sich mit McDonald‘s das erste Foodservice-Unternehmen.

Mehr: http://www.fsin.nl


Top 100 Ketten USA: die Top 10 Plusmacher 2012

Juni 28, 2013

Quelle: cafe-future.net, 28. Juni 2013

Foodservice-Markt USA: Die Ketten mit dem stärksten prozentualen Umsatzplus im vergangenen Jahr sind fast ausnahmslos dem so genannten Limited Service-Sektor zuzurechnen. Nur zwei der Top 10 Plusmacher-Namen repräsentieren das Fullservice-Feld, nämlich die beiden Casual-Dining-Marken Cheddar’s und Buffalo Wild Wings Grill & Bar. So die neuesten Marktdaten des US-Fachblattes „Nation’s Restaurant News“.

Top 10 Foodservice Ketten USA

An der Spitze der Skala rangieren mit Firehouse Subs und Jimmy John’s Gourmet Sandwiches zwei Sandwichformeln, ansonsten eine bunte Mischung von Fast Casual- und QSR-Konzepten.

Die Auflistung basiert auf den in den USA erzielten systemweiten Umsätzen.

Insgesamt erzielten die Top 100 Restaurantketten der USA nach den Erhebungen von NRN im Jahr 2012 213,7 Mrd. $ Umsatz, ein gemeinsames Plus zum Vorjahr von 5 %. Damit repräsentierten die Top 100 dem Fachblatt zufolge rd. 34 % des gesamten in den USA 2012 erwirtschafteten Foodservice-Volumens von 631,8 Mrd. $.


Oktoberfest: Bierpreise 2013 – 9,40 – 9,85 Euro pro Maß

Juni 26, 2013

Quelle: cafe-future.net, 26. Juni 2013

Mit durchschnittlich 3,61 % haben die Wirte des Münchner Oktoberfestes den Preis für 1 Maß Wiesn-Bier angehoben. Der begehrte Gerstensaft kostet im September/Oktober 2013 zwischen 9,40 und 9,85 € (2012: 9,10 – 9,50).

Oktoberfest München 2013

Die günstigste Maß bekommt der Besucher für 9,40 € im Ammer-Zelt, in der Vinzenz Murr Metzgerstubn und im Museumszelt. Höchstpreise von 9,85 € im Armbrustschützen-Festzelt, im Löwenbräu-Festzelt und in der Schottenhamel-Festhalle.

Die Stadt legt Wert darauf, dass die Getränkepreise nicht von ihr ausgelegt werden. Auf der Wiesn herrsche der freie Markt, so der zuständige Wirtschaftsreferent Dieter Reiter. Die Preise werden lediglich auf ihre Angemessenheit überprüft. Als Vergleich werden die Werte der Münchner Großgastronomie herangezogen. Allein bei Wucher könne die Stadt eingreifen, heißt es.

Im nächsten bzw. übernächsten Jahr dürfte die magische Grenze von 10 € überschritten werden, das zeigt ein Blick auf die Entwicklung der Maximalpreise in den letzten zehn Jahren:

2013: 9,85 €
2011: 9,20 €
2009: 8,60 €
2007: 7,90 €
2005: 7,25 €
2003: 6,80 €

Im Schnitt werden pro Oktoberfest 6 Mio. Liter Bier verkauft.


USA: Frühstücksmarkt ist 50 Mrd. Dollar groß

Juni 10, 2013

Quelle: cafe-future.net, 10. Juni 2013

Jüngste Schlagzeile: „Wendy won’t be serving your breakfast, but Ronald might offer it all day.“ – Will heißen, McDonald’s überlegt, sein Frühstücksangebot auf den ganzen Tag auszuweiten, während Wendy’s kürzlich sein nationales Frühstücksexperiment beendet hat.

Breakfast - McDonald's

Beim Marktführer steht die erste Mahlzeit des Tages für 25 % seiner Erlöse. Und ganz generell wird Frühstück als die größte Chance der Restaurant-Branche betrachtet – der einzige Sektor mit echtem Wachstum in den letzten zehn Jahren, so die Marktforscher der NPD Group. Alle großen Namen von Denny’s bis Pinkberry wollen in den Morgenstunden verstärkt mitspielen. Und natürlich haben auch Marken wie Starbucks ihr Frühstücksprogramm in den letzten Jahren immens ausgeweitet. Dass Wendy‘s sich an dieser Stelle wieder zurückzieht, wird wie folgt kommentiert: „They just moved too little, too late.“

McDonald’s dominiert das Frühstücks-Business seit der Einführung vom Egg McMuffin vor 40 Jahren. Und die Company selbst: „The morning consumer is very driven by habit.“

Taco Bell, Burger King und Subway fokussieren ebenfalls diese Tageszeit. Subway beispielsweise hat 2010 sein Frühstücksangebot professionalisiert und kürzlich eine All-Day-Breakfast-Offerte eingeführt – und zwar als monatliche 5-Dollar Footlong-Promotion.

Nach jüngsten NPD-Forschungsergebnissen implizieren heute 46 % aller Frühstücke in Restaurants den Burger. Das war vor gut 20 Jahren exakt die Hälfte.

Aktuell versuchen immer mehr Marken, an dem schneller werdenden Frühstücksgeschäft zu partizipieren. Der Durchschnittsverbraucher verwendet exakt 13 Minuten für diese erste Mahlzeit des Tages und immer häufiger handelt es sich dabei um Food/Drinks to go.