American Express Trendbarometer 2007: „Grünes“ Gastgewerbe – Deutsche Hotels und Restaurants setzen am stärksten in Europa auf Energieeffizienz

Oktober 25, 2007

Quelle: Pressemitteilung

Umweltengagement und Energiebewusstsein von Hotels und Restaurants wachsen

Die Klimaschutzdebatte ist angekommen in Hotellerie und Gastronomie: Innerhalb der vergangenen zwölf Monate haben 39 Prozent aller Hotels und Restaurants in Europa Energie-Einsparungen als ein Unternehmensziel definiert. Dennoch wird Umweltschutz längst nicht überall in Europa mit dem gleichen Nachdruck betrieben. Deutschlands Hotel- und Restaurantmanager sind im europäischen Vergleich deutlich sensibilisierter in punkto Energie- und Umweltbewusstsein: Bei 47 Prozent von ihnen steht effizienter Energieeinsatz ganz oben auf der Prioritätenliste. Die deutsche Hotellerie (63 Prozent) sticht im europäischen Vergleich besonders hervor (Restaurants: 30 Prozent), wie der American Express Hospitality Monitor 2007 zeigt.

Umweltengagement folgt wirtschaftlichem Kalkül

Frei von wirtschaftlichem Kalkül ist das Umweltengagement freilich nicht: Europaweit begründen 79 Prozent der Hotel- und Restaurantmanager ihre Nachhaltigkeitsstrategie mit Kostenreduzierung, während 21 Prozent ihr Image stärken möchten. Von den Hoteliers zielen 88 Prozent auf Kosteneinsparungen im Energiebereich, bei den Gastronomen sind es 69 Prozent. Dass umweltfreundliches Engagement nicht nur Kosten senken, sondern gleichzeitig das Image steigern kann, haben vor allem die Restaurantmanager in Europa erkannt: 31 Prozent der befragten Gastronomen versprechen sich ein Plus fürs Image. In der Hotellerie sind dies bislang erst 12 Prozent.

Der „grüne“ Weg führt über den Kunden

„Umweltschonend wirtschaften und auf die individuellen Wünsche der Kunden eingehen, muss kein Widerspruch sein“, so Carola Paschola, Vice President bei American Express. „Der ,grüne‘ Weg der Gastronomie und Hotellerie zielt direkt auf die Wünsche des Gastes“, so Paschola weiter. Das setzen vor allem europäische Hotelmanager um. Ihr umweltbewusstes Engagement mündet in drei Angebote an den Gast: Verzicht auf die tägliche Wäschereinigung (93 Prozent), Einsatz energiesparender Lampen (75 Prozent) sowie Vermeidung von Einzelpackungen zugunsten von Seifenspendern (59 Prozent). Ganz anders Europas Restaurantbranche: Ihre Bemühungen konzentrieren sich in erster Linie auf ein umweltgerechtes Abfallmanagement (72 Prozent).

Transparenz auf der Speisekarte

Auch in punkto Speisenangebot stellt sich die Branche immer mehr auf den umweltbewussten Konsumenten ein, der zunehmend wissen will, was er isst und woher die Produkte kommen. Transparenz und Offenheit haben daher Hochkonjunktur in Europas Gastronomie. Informationen über Inhaltsstoffe, Nährwert, Herkunft und Zubereitung der Speisen gehören immer öfter zum Standard. Sechs von zehn befragten Managern in europäischen Hotels und Restaurants informieren ihren Gast zudem über allergene Inhaltsstoffe.

Auch „Bio“ ist im Gastgewerbe auf dem Vormarsch: 40 Prozent der europäischen Restaurants und 24 Prozent der Hotels bieten ihren Gästen inzwischen mehr biologische Artikel an als noch vor zwölf Monaten. Schwach ist das Ergebnis allerdings noch in Deutschland: Hier liegt die Verwendung biologischer Produkte derzeit bei 17 (Hotels) bzw. 27 Prozent (Restaurants).

Mehr über die Studie: Das American Express Trendbarometer 2007 ist die zweite internationale Befragung von Hotel- und Restaurantmanagern. Insgesamt wurden 300 verantwortliche Manager aus dem Hotel- und Restaurantgewerbe aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien zu den Trends und Entwicklungen befragt. In die Studie einbezogen wurden Hotels, deren Jahresumsatz mindestens 1 Million Euro beträgt und Restaurants, die 200.000 Euro und mehr pro Jahr umsetzen. Durchgeführt wurde die jährliche Studie von Loudhouse Research im Auftrag von American Express.

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American Express: Weltweit deutlich höhere Hotel- und Flugpreise in 2008

Oktober 23, 2007

Quelle: Pressemitteilung

In Deutschland ist mit weitaus höheren Preisanstiegen als in den Jahren zuvor zu rechnen – Hotelpreissteigerung zwischen 7 und 12 Prozent, Flugtariferhöhung zwischen 3 und 8 Prozent 
 
Nach einem Anstieg der Hotel- und Flugpreise im Jahr 2007 werden sich die Tarife auch im Jahr 2008 weltweit weiter verteuern, so das zentrale Ergebnis des Global Business Travel Forecast 2008 von American Express, dem weltweit führenden Anbieter von Geschäftsreisen. Im Hotelsektor ist mit Teuerungsraten bis zu 14 Prozent zu rechnen. Vor allem in Europa und Nordamerika ziehen die Preise für Kurz- und Langstrecke mit bis 5 bzw. 10 Prozent an. In Deutschland werden die Preise für Inlandsflüge moderater steigen, die Kosten für Hotelübernachtungen dagegen deutlich zulegen.
 
„Wir erwarten, dass im weltweiten Durchschnitt die Kosten für eine Inlandsreise inklusive Flug, Mietwagen und Hotelübernachtung um sechs Prozent oder 63 US-Dollar zunehmen werden. Dadurch erhöhen sich die Durchschnittsreisekosten auf rund 1.110 US-Dollar. Für eine internationale Reise rechnen wir mit einem Zuwachs um annähernd sieben Prozent oder rund 205 US-Dollar. Der Gesamtpreis steigt dadurch auf 3.171 US-Dollar“, so Marc Hildebrand, Vice President und General Manager American Express für Mitteleuropa.
 
Nachfrage-Boom bei Flügen
2008 werden die Inlands- und Kurzstreckenflüge in der Economy Class weltweit zwischen einem und vier Prozent anziehen. Bei den Langstreckentarifen in der Business Class werden Steigerungsraten zwischen fünf und acht Prozent erwartet. In Nordamerika und Europa fallen die Preissteigerungen am stärksten aus. Zu den wichtigsten preistreibenden Faktoren zählen das verbesserte Leistungsangebot der Fluggesellschaften, die hohen Treibstoffpreise sowie die Konsolidierung in der Luftfahrtbranche. Demgegenüber stehen preissenkende Faktoren wie effizientere Flugzeuge mit höheren Kapazitäten und optimierte Arbeitsprozesse der Fluggesellschaften, das Wachstum der Billigflieger, der stärkere Wettbewerb und die größere Freiheit durch das „USA-EU Open Skies“-Abkommen.

Im europäischen Raum wird dennoch von einer spürbaren Erhöhung der Flugtarife 2008 ausgegangen. Die starke Wirtschaft und die hohe Nachfrage nach Reisen in die Regionen Osteuropa, Fernost, Südasien sowie nach transatlantischen Reiserouten tragen wesentlich zu den Preiserhöhungen bei. Größere Erweiterungen der Kapazitäten auf den bedeutenden Reiserouten werden nicht erwartet – von daher wird das Angebot an Flügen weiterhin begrenzt bleiben. Die Einführung des neuen Airbus A380 wird sich kurzfristig nicht bemerkbar machen.
 
Gebremst wird der Preisanstieg jedoch durch die weiterhin wachsende Bedeutung von Billigflug-Anbietern, die ihre Marktanteile im Segment der Kurzstreckenflüge ausbauen. Dies gilt insbesondere für die klassischen Billigflieger-Standorte Großbritannien und Deutschland. In Großbritannien werden aufgrund dieser Entwicklung sogar sinkende Tarife um bis zu zehn Prozent für Kurzstrecken erwartet. In Deutschland dürfte sich der Preisanstieg für Kurzstrecken bei bis zu vier Prozent bewegen. In Frankreich bleiben die Preise für Inlandsflüge aufgrund mangelnder Konkurrenz der nationalen Fluggesellschaft und durch die Zunahme an Hochgeschwindigkeitszügen nahezu unverändert. 
 
Stark wachsende Hotelpreise
Nach den Ergebnissen des Global Business Travel Forecast wird der internationale Hotelmarkt auch 2008 ein Verkäufermarkt bleiben. Die weiterhin hohe Nachfrage nach Hotelübernachtungen und das nur gering wachsende Angebot an verfügbaren Zimmern werden – mit Ausnahme von Nordamerika – die Hoteltarife weltweit um zweistellige Zuwachsraten steigen lassen. So sind in den Regionen Asien-Pazifik und Lateinamerika & Karibik Preissteigerungen zwischen 18 und 22 Prozent in der mittleren und Premium-Kategorie zu erwarten.
 
Insbesondere Hotels der gehobenen Kategorie konnten in der Vergangenheit hohes Wachstum verbuchen – es ist deshalb davon auszugehen, dass gerade die Hotelketten der unteren Kategorien ihre Häuser künftig ausbauen und renovieren werden. Die Reisenden profitieren von den neuen Annehmlichkeiten, werden hierfür jedoch auch höhere Preise zahlen müssen. 
 
In Europa sind infolge der steigenden Nachfrage nach Geschäftsreisen und der hohen Belegungsrate der Hotels ebenfalls hohe Preissteigerungen zwischen 12 und 14 Prozent in der mittleren und Premium-Kategorie zu erwarten. In Deutschland wird mit Preiserhöhungen zwischen sieben und neun Prozent in der mittleren Kategorie gerechnet; in der Premium-Kategorie zwischen zehn bis zwölf Prozent. Damit werden die Preise aber weniger stark steigen als 2007, als die Mehrwertsteuer erhöht wurde. Die Hoteltarife in den größten deutschen Städten werden um bis zu vier Prozent teurer. Berlin bildet die Ausnahme – hier können die Tarife wegen Überkapazitäten um bis zu zehn Prozent zurückgehen. 
 
Mietwagen-Markt durch Konkurrenzkampf geprägt
Trotz höherer Fahrzeugkosten, zusätzlichen lokalen Verbrauchssteuern und Abgaben wird für 2008 nur mit moderat steigenden Mietwagentarifen gerechnet. In Europa steigen die Mietwagenpreise zwischen einem und drei Prozent. Der Grund hierfür ist der weiterhin sehr intensiv geführte Wettbewerb auf dem Mietwagen-Markt.
 
Insbesondere in den großen US-Städten wird mit Hoteltarifsteigerungen von bis zu 14 Prozent gerechnet. Preistreibend wirkt hier insbesondere die hohe Nachfrage gegenüber den begrenzten Kapazitäten. Darüber hinaus haben die Hotels ihre Methoden zum Ertragsmanage­ment verbessert, um ihren Profit zu maximieren. 
 
Die Tariferhöhungen sind auch hier auf die hohe Nachfrage und die hohen Treibstoffpreise zurückzuführen. Preissenkend wirken sich hingegen die wachsenden Kapazitäten bei Flügen, die Expansion der Billig-Airlines und die für Ende 2008 geplanten neuen Hotelanlagen der mittleren Kategorie aus.  

Zu erwarten ist, dass die Olympischen Spiele in China die Preise und das Wirtschaftswachstum in der Region ankurbeln werden. Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass die Bevölkerung selbst zunehmend mobiler wird. Im Luftfahrtbereich werden vor allem die hohen Treibstoff­kosten, die verbesserte Ausstattung der Flugzeuge, die rapide zunehmende Nachfrage sowie die Konsolidierung der Fluggesellschaften für Preissteigerungen sorgen. Abhilfe bei den Kapazitätsproblemen soll insbesondere der Airbus A380 schaffen. Dem entgegen steht die Expansion der Billigflieger. Die hohen Grundstück- und Baukosten gepaart mit dem Wettkampf zwischen Freizeit- und Geschäftsreisenden sorgen für steigende Preise im Hotelsektor.
 
Weitere Trends für das Jahr 2008
 
Änderungen bei Prozessen und Unternehmensrichtlinien
„Um steigende Kosten besser in den Griff zu bekommen, sollten Unternehmen ihre Geschäftsabläufe im Reisemanagement überdenken, und bei der Implementierung von neuen Prozessen insbesondere das Top-Management stärker involvieren“, sagt Marc Hildebrand. Details einer neuen Geschäftsreise-Politik müssten in Zukunft noch besser kommuniziert werden.
 
Mögliche Maßnahmen zur Kontrolle von Kosten und Compliance 
–         Weniger Nutzung von erstattungsfähigen Flugtarifen
–         Verstärkte Nutzung von Frühbucherrabatten
–         Konkretere Bestimmung, wann First- bzw. Business-Class Raten genutzt werden können
–         Stärkerer Fokus auf Online-Buchungen
–         Verstärkte Zusammenarbeit mit bevorzugten Dienstleistern, insbesondere im Hotelbereich
 
Von Öko-Initiativen zur „nachhaltigen Geschäftsreise“
Von Unternehmen wird erwartet, dass sie sich stärker für Nachhaltigkeit auch auf dem Sektor Geschäftsreisen engagieren. Dazu zählt nicht nur umweltbewussteres Reisen, sondern auch die Sicherheit der Reisenden.
 
Vor allen Dingen werden Unternehmen zunehmend berücksichtigen müssen, welche Schadstoffemissionen bei einer Geschäftsreise anfallen. Zwar wird diese Gegenrechnung von Reisen und Klimaschutzbeiträgen kurzfristig ein bestimmender Faktor bleiben, doch ist davon auszugehen, dass dies zukünftig stärker mit langfristigen Unternehmensstrategien kombiniert wird.
 
Methodik
Die Prognosen des Global Business Travel Forecast beruhen auf einer Kombination aus statistischen Vorhersagen, einer genauen Untersuchung der Branchen und der Beobachtung regionaler Wirtschafts­entwicklungen. Hinzu kommen Interviews mit Branchenanalysten von American Express sowie die Auswertung interner und externer Daten. Darüber hinaus wurde die Firma Smith Travel Research für Untersuchungen der Hotelbranche und spezielle Märkte und Trends beauftragt.
 
Die Voraussagen dieses Reports basieren auf einer Vielzahl interner und externer Informationen – es kann keine Garantie für den Eintritt der Prognosen gegeben werden. Die tatsächliche Entwicklung der Geschäftsreisepreise kann darüber hinaus auf Grund von unerwarteten politischen, wirtschaftlichen und / oder Umweltereignissen von den prognostizierten Zahlen abweichen.