Stärkere Nachfrage nach Speisen aus der Region

Mai 26, 2009

Studie von CHD Expert: F&B mit lokalem Bezug immer wichtiger – Bio-Anteil gering

Hamburg, 26. Mai 2009
Dream global, eat local: Regionale Speisen werden in der Gastronomie immer wichtiger. Über die Hälfte der Stammgäste fragen vermehrt nach Speisen mit lokalem Bezug. Bei jedem fünften Gastbetrieb hat die Nachfrage nach regionalem F&B-Angebot (F&B = Speisen & Getränke) stark zugenommen. Und bei rund 30 Prozent der Gastronomien nimmt die Nachfrage nach „local food“ mindestens noch „etwas“ zu. Dies geht aus einer aktuellen Untersuchung des internationalen Marktforschungsinstitutes für den Außer-Haus-Markt CHD Expert, Scheeßel bei Hamburg, hervor. Für die Studie wurden im Frühjahr 273 Betriebe aus Hotellerie und Gastronomie befragt.

CHD Expert Grafik - F&B-Rohwaren in der Gastronomie aus regionalem Anbau (Befragung Frühjahr 2009)
CHD Expert Grafik – F&B-Rohwaren in der Gastronomie aus regionalem Anbau (Befragung Frühjahr 2009)

„Wir trinken zwar gern Rotwein aus Chile und Kaffee aus Äthiopien, aber bleiben bei der Hauptmahlzeit gerne auf heimischen Boden“, erläutert Thilo Lambracht, Geschäfts-führender Gesellschafter der CHD Expert (Deutschland) GmbH. Der Foodexperte verweist auf das Wiedererstarken der Direktvermarktung heimischer Landwirte und die gestiegene Sensibilität beim Thema Lebensmittelsicherheit. „Bei Spargel oder Erdbeeren aus deutschen Landen vertraut man mehr auf pflegliche Anbaumethoden als bei Discountangeboten aus Südeuropa.“

Das F&B-Angebot mit Rohwaren aus der eigenen Region hat bereits ein beachtliches Niveau erreicht. Rund 30 Prozent der Profiküchen gaben bei der Befragung an, die Gästenachfrage habe sich nicht verändert. „Hier ist eine gewisse Sättigung mit dem aktuellen Speisenangebot erreicht“, so Lambracht. „In diesen Betrieben stehen Nischen wie zum Beispiel vegetarisch ausgefeilte Foodideen zur Disposition.“ Bei rund 18 Prozent der Gastbetriebe liegt der Fokus der Speisekarte auf internationalen Gerichten ohne einen speziellen Bezug zur eigenen Region.

Allerdings ist der Anteil regionaler Produkte am Speisenmix noch begrenzt. Nur bei 17 Prozent der Gastronomien bestehen die Speisen überwiegend (mehr als 50%) aus lokalen Zulieferungen. Nahezu die Hälfte der Gastbetriebe (45,6%) verwenden maximal ein Viertel der Rohwaren aus der Region für ihr Foodangebot. „Damit wird deutlich, dass ein Gutteil der verwendeten Produkte von internationalen Lieferanten stammt – oder eben auch Premium-Convenience ist“, sagt Lambracht.

Bio nicht überschätzen
„Dabei darf man nicht die Bedeutung von Bio-Rohwaren überschätzen“, erläutert Lambracht. Zwar wachse der Anteil ökologisch „sauberer“ Produkte stetig, doch verweilt noch auf recht niedrigem Niveau. Mehr als die Hälfte der befragten Gastbetriebe (55,9%) verlangen selten oder nie nach Bioqualität beim Einkauf von regionalen Rohwaren. „Bio ist meist immer noch viel zu teuer für den Einkauf“, analysiert Lambracht. Und die Nachfrage nach „Bio“ sei bei den meisten Restaurants auch noch längst nicht alltäglich.

Immerhin 34,5 Prozent der Küchenchefs kaufen bis zu einem Viertel der lokalen F&B-Waren aus Bio-Produktion ein. Doch nur knapp fünf Prozent der Betriebe budgetiert für bis zu 50 Prozent der lokalen Rohwaren für das hochpreisige Bio-Angebot – und nur 4,5 Prozent bevorzugen bei über der Hälfte der lokalen Produkte das Bio-Sortiment. „Der geringe Anteil von ‚Bio‘ an der lokalen Rohwarenbeschaffung liegt auch an der begrenzten Verfügbarkeit“, sagt Gastroexperte Lambracht. „Wenn es ‚Bio‘ sein soll, dann auch in der Premiumqualität von einem bekannten Lieferanten.“

Über CHD Expert (Deutschland) GmbH: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und ist heute als CHD Expert (Deutschland) GmbH international tätig mit Partnern in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA, Kanada und Asien. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien. Mehr unter: www.chd-expert.de.

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Gastronomen setzen auf Open-Air-Angebot

Mai 20, 2009

Studie von CHD Expert: Zwei Drittel investieren in neue Außenmöbel

Hoffnung auf einen Traumsommer: Die deutschen Gastronomen setzen auf ein gutes Außer-Haus-Geschäft. Zwei Drittel der Profi-Gastgeber investieren in neues Mobiliar für die Open-Air-Saison. Dies geht aus einer aktuellen Untersuchung des internationalen Marktforschungsinstitutes für den Außer-Haus-Markt CHD Expert, Scheeßel bei Hamburg, hervor. Rund die Hälfte der Wirte wollen zudem weitere Ausstattungsgegenstände anschaffen, um einladende Freiluftgastronomie bieten zu können.

CHD Expert Grafik - Außengastronomie 2009
„Die Investitionstätigkeit fällt trotz Wirtschafts- und Finanzkrise beträchtlich aus, da alle auf ein Sommerfest wie 2006 wieder hoffen“, erläutert Thilo Lambracht, Geschäftsführender Gesellschafter der CHD Expert (Deutschland) GmbH. 82 Prozent der rund 38.000 Beherbergungsbetriebe und etwa 182.000 Gastronomien verfügen über ein Freiluftangebot. Die meisten Gastbetriebe (88%) konzentrieren sich beim Open-Air-Geschäft auf die Sommersaison, die in diesem Jahr bereits im April mit einer Reihe an warmen Tagen begann. Nur knapp acht Prozent der Betriebe öffnen auch fallweise oder für Bankette außerhalb der Schönwetter-Saison ihre Freiluftareale. Und lediglich rund vier Prozent der Gastronomen bieten ganzjährig Außenplätze an.

Alles schöner, alles moderner: Zwei Drittel der Gastwirte investieren in neues Möbiliar für den Außenbereich. „Plastikstühle sind out, schöne Holzsitze oder –bänke sind in“, so Lambracht. „Und immer mehr Gastronomen setzen auf Loungemöbel wie flache Lederkissen oder Liegen.“ Auch in die übrige Ausstattung (Blumenkübel, Heizpilze, formschöne Aschenbecher etc.) wird von rund der Hälfte der Betriebe investiert. Dagegen stehen Technikinvestitionen nur bei einem geringen Teil der Gastronomien an. Ein Funk-Ordersystem, das dem Servicemitarbeiter etliche Wege an den Tresen erspart, wird nur von knapp zehn Prozent der Profi-Gastgeber angeschafft. Auch die Erneuerungen von Schanktechnik (9,7%), Küchentechnik (6,8%) und Soundanlage (8,7%) sind nur bei kapitalstarken Betrieben konkret. Eine finanzielle Absicherung wie zum Beispiel eine Wetterversicherung ist nur bei rund vier Prozent der Unternehmen geplant. Und nur knapp zwei Prozent setzen auf innovative Serviceruf-System für die Tische.

Allerdings sind die Gastronomen auch Realisten: 54,2% sehen die Risiken einer ungünstigen Witterung (54,2%). Nur  ein Viertel der Unternehmen (28,1%) befürchten Umsatzeinbußen durch eine allgemeine Konsumzurückhaltung. Ärgernisse wie Überbürokratie und Wettbewerbsdruck werden von den meisten Betrieben als weniger bedeutsam eingestuft.

Über CHD Expert (Deutschland) GmbH: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und ist heute als CHD Expert (Deutschland) GmbH international tätig mit Partnern in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA, Kanada und Asien. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien. Mehr unter: www.chd-expert.de.


CHD Expert-Studie: Ohne Raucherräume geht der Gastroumsatz weiter zurück

Oktober 16, 2008

Quelle: Pressemitteilung CHD Expert, 16. Oktober 2008

37 Prozent der Speisebetriebe haben abgetrennte Zimmer für qualmende Gäste

Raucher sind nachwievor eine wichtige Zielgruppe für Gastronomen. 37 Prozent der Inhaber von speiseorientierten Betrieben bieten einen abgetrennten Raucherraum an. Nahezu alle Gastwirte (99%) haben auch bestuhlten Außenbereich für Raucher reserviert, 50 Prozent davon mit Wetterschutz und Heizmöglichkeiten. Dies geht aus einer Befragung des internationalen Marktforschungsunternehmens CHD Expert, Scheeßel bei Hamburg, von 5.567 speiseorientierten Gastbetrieben in Deutschland hervor.

„Selbst in Restaurants ist die Möglichkeit zu Rauchen immer noch nachgefragt – 41 Prozent der Chefköche servieren auch in abgetrennten Raucherräumen“, erläutert Thilo Lambracht, Geschäftsführer von CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH. „In Gaststätten ist das Thema Rauchen noch wichtiger – fast die Hälfte der Betriebe können abgetrennte Raucherzimmer anbieten und so die Stammgäste halten.“

Zusätzlich ist ein separater Außenbereich für Raucher das A und O in der Gastronomie. Fast alle (99,4%) stellen auch draußen Aschenbecher auf, 44 Prozent davon auch Zelte oder Pavillons mit Heizstrahlern oder –pilzen. Nahezu 100 Prozent der Betriebe haben auch immer noch einen Zigarettenautomaten in Betrieb. „Außenbestuhlung für die Raucher ist sogar noch im Herbst ein Muß – rund 90 Prozent der Gastbetriebe mit Raucher-Außenbereich pflegen die Outdoor-Möbel regelmäßig“, so Lambracht.

„Die Strukturanalyse der Speisegastronomie zeigt, dass viele Gäste weiterhin bei ihrem Lieblingskoch rauchen wollen“, analysiert Lambracht. „Ist ein abgetrennter Raucherraum vorhanden, fällt der Umsatzrückgang infolge des Rauchverbot nicht ganz so stark aus. Gibt es dagegen keine Raucherzimmer, sind in diesen Gastrounternehmen erhebliche und zum Teil existenzbedrohende Rückgänge bei der Anzahl der Gäste und beim Konsum zu verzeichnen.“ Bei einer Befragung von Gastronomie-Betrieben in Niedersachsen und Baden-Württemberg im Frühjahr dieses Jahres von CHD Expert kam heraus, dass 58 Prozent der Betriebe Umsatzrückgänge verzeichneten und rund 42 Prozent sogar von über zehn Prozent.

Der Gastroexperte weist darauf hin, dass die ungewissen Aussichten bei der rechtlichen Lage die Gastronomen vor schwierige Entscheidungen stellen. „Viele Unternehmer stellen sich die Frage, ob sie weiter in Raucherräume investieren sollen, oder ihre Landesregierung am Ende nicht doch ein ausnahmsloses Rauchverbot ausspricht.“ Nach einem Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts (BVG) von Ende Juli müssen die Länder ihre Nichtraucherschutzgesetze bis Ende 2009 überarbeiten. Sie können dabei zwischen einem generellen Verbot und Ausnahmen z.B. für inhabergeführte Eckkneipen und Diskotheken wählen.

Für die Studie „Angebot Raucherplätze und Bestand Zigarettenautomaten“ wurden zwischen Juni und Oktober 2008 insgesamt 5.567 speiseorientierte Betriebe (48% Restaurants, 18% Gaststätten, 29% Cafés und 5% Bistros) befragt. Die Studie ist bei CHD Expert Deutschland (www.chd-expert.de, Tel. 04263 301 300) erhältlich.

Über CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien. Mehr unter: www.chd-expert.de.