Russland 2013: 7% Wachstum bei Foodservice

Februar 17, 2014

Quelle: cafe-future.net, 17. Februar 2014

Der Foodservice-Markt in Russland ist aktuell in Europa der wahrscheinlich wachstumsstärkste. Getrieben wird die Entwicklung durch Burger-, Coffee- und Sandwich-Ketten, so die NPD Group mit ihrer jüngsten Marktanalyse (Crest).

Dabei gilt, dass Quickservice-Restaurants 60 % des zusätzlichen Traffics von 98 Mio. Konsumenten in Restaurants im letzten Jahr generierten.

Burger-Konzepte verzeichneten die stärkste Entwicklung im Quickservice-Feld mit 15 % Traffic-Wachstum von April bis September. Stets verglichen mit demselben Vorjahreszeitraum.

Mit wachsendem, frei verfügbaren Einkommen verändere sich das Konsumverhalten im Außer-Haus-Markt, so Maria Bertoch, die Russland-Expertin der NPD Group. Auszugehen und mit Familie und Freunden in der Gastronomie etwas zu erleben, sei einer der großen Trends in Osteuropa. Statt Einladungen nach Hause.

Außerdem muss man wissen, dass Restaurantketten in Russland den Foodservice-Markt dominieren. Einzelbetriebe repräsentieren das kleinere Marktsegment. Sieben von zehn Foodservice-Besuchen in den größten Städten Russlands erfolgen in Ketten-Konzepten, so NPD.

Der russische Markt dürfte langfristig einer der wachstumsstärksten in Europa bleiben, denn er ist nach wie vor weit von Sättigung entfernt. Trotzdem, alles hängt natürlich auch von den ökonomischen Rahmenbedingungen 2014 bis 2020 ab.


Entwicklung Außer-Haus Markt im 1.Tertial 2013 – Es kann nur besser werden

Juni 21, 2013

Quelle: cafe-future.net, 21. Juni 2013

Es kann nur besser werden: der lange Winter und besonders der verregnete Frühling haben nicht nur in den Hochwassergebieten ihre Spuren hinterlassen. Das schlechte Wetter hat auch den Getränkebedarf im Außer-Haus-Markt negativ beeinflusst. Die Weggehfrequenz ist im 1.Tertial 2013 im Vergleich zum Vorjahr mit nahezu -5% noch einmal deutlich gesunken. Dabei sind es weiterhin die jungen Konsumenten (16-29 Jahre), die immer öfter daheim bleiben, anstatt sich mit Freunden auswärts in Kneipen, Bars und Clubs zu treffen.

Aber wenn schon, denn schon: Wenn einmal weggegangen wird, steigt die Ausgabenbereitschaft pro Tag (ca. 5%) und die Anzahl der Getränke (+3%) deutlich an. Dies kann jedoch den Einfluss der rückläufigen Weggehtage nicht vollständig auffangen, so dass sowohl die Getränkemenge, als auch der Getränkeumsatz im Außer-Haus-Bereich insgesamt mit durchschnittlich -2% weiter abnimmt.

Von dem schlechten Wetter ist natürlich besonders die Gastronomie mit Freisitzflächen betroffen. Die Biergärten, sowie Cafés, Coffeshops und Eisdielen verzeichnen im 1. Tertial 2013 ein zweistelliges Minus. Im Gegensatz dazu kommt das klassische Restaurant mit einem wertmäßigen Rückgang von nur -2,7% noch gut davon.

Eine stabile Umsatzentwicklung im rückläufigen Getränke-Außer-Haus-Markt weisen aktuell nur die Convenience orientierten Quick Service Restaurants sowie Bäckereien und Stehcafés auf.

Bleibt zu hoffen, dass der Sommer hält, was er verspricht und sich die Getränkebranche auf Besserung freuen kann.

Die Datenbasis ist das Online-Consumerpanel „GfK TrinkTrends“ der GfK Panel Services in Nürnberg.
Basis: 31,7 Mio. Privatpersonen in der Altersklasse 16-49 Jahre; Außer-Haus Konsum Getränke im Bereich Gastronomie und On-the-go (ohne Arbeitsplatz, Kantine, Schule).


Entwicklung Heißgetränke im Außer-Haus Markt 2012

Juni 8, 2013

Quelle: cafe-future.net, 23. Mai 2013 – Von Jan-Philipp Bartz/GfK

In einem in 2012 generell rückläufigen Außer-Haus-Markt für Getränke (bezogen auf die Zielgruppe der 16-49 Jährigen), konnten sich Heißgetränke mit einem fast unveränderten Ergebnis relativ gut behaupten. Dem stabilen Umsatz stand dabei ein deutlicher Mengenzuwachs von 7% gegenüber. Ergo waren die Preise für Heißgetränke in 2012 im Sinkflug.

Kaffeeduft zum Frühstück

Kaffeeduft zum Frühstück

Das galt auch und insbesondere für Kaffee, der noch stärker als im stationären Handel das bedeutendste Heißgetränke-Segment im Außer-Haus-Markt ist. Hier sind die Durchschnittspreise pro 200 ml um zehn Cent auf 1,35 € gefallen. Traditioneller Kaffee als aktueller Wachstumstreiber der Kategorie ist sogar bei nur noch 1,15 € angekommen. Nicht ganz unschuldig an dieser Entwicklung waren als eher preisgünstiger Channel die Bäckereien/Stehcafés, die mit einem Plus von 13 % weiter an Bedeutung zulegten. Wer kennt nicht die in diesem Channel ausgehängten Plakate, auf denen ein Kaffee zum 1-Euro-Mitnahmepreis angepriesen wird? Dabei fügt es sich ins Bild ein, dass der On-the-go-Konsum bei den Heißgetränken nochmals deutlich stieg: Über 31 % der außer Haus gekauften Heißgetränke wurden 2012 unterwegs konsumiert.

Innerhalb der Kaffeespezialitäten, die etwas weniger als die Hälfte des Kaffee-Volumens ausmachten, gab es in 2012 deutliche Unterschiede. Latte Macchiato kam in der Menge prozentual knapp zweistellig voran, während Milchkaffee/Café au lait 15 % einbüßte. Auch die Kaffeespezialitäten mit Flavour setzten ihre Mengengewinne aus dem Vorjahr fort. Kaffeespezialitäten stießen außer Haus vor allem bei weiblichen Konsumenten auf Resonanz: Mehr als 2/3 aller Frauen zwischen 16-49 Jahren haben sich 2012 ein solches Getränk gegönnt. Nicht zuletzt für die sich wieder rückläufig entwickelnden Coffee Bars/Coffee Shops könnte sich zukünftig jedoch eine verstärkte Ansprache männlichen Publikums lohnen, da diese im Kaffee-Markt einen deutlich intensiveren Außer-Haus-Konsum aufweisen.

Die Datenbasis ist das Online-Consumerpanel „GfK TrinkTrends“ der GfK Panel Services in Nürnberg.
Basis: 31,7 Mio. Privatpersonen in der Altersklasse 16-49 Jahre; Außer-Haus Konsum Getränke im Bereich Gastronomie und On-the-go (ohne Arbeitsplatz, Kantine, Schule).


Steigender Außer-Haus-Verzehr bei Schweinefleisch

Mai 24, 2013

Quelle: topagrar.com, 24. Mai 2013

Schweinefleisch steht beim deutschen Verbraucher weiterhin hoch im Kurs und stellt mit einem Mengenanteil von 62 Prozent auch im vergangenen Jahr das wichtigste Segment des Fleischmarktes dar. Die Einkaufsmenge der von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) erfassten Haushalte an Schweinefleisch musste jedoch im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von 2,8 Prozent verzeichnen.

Steigender Außer-Haus-Verzehr bei Schweinefleisch

Steigender Außer-Haus-Verzehr bei Schweinefleisch

Die Gründe für die gesunkene Nachfrage nach Schweinefleisch dürften vielfältiger Natur sein. Neben einem deutlich gestiegenen Verbraucherpreis für Schweinefleisch (+6,8 Prozent) kann die zunehmende Bedeutung des Außer-Haus-Verzehrs als Ursache des Nachfragerückgangs angeführt werden. Das Segment Fleischer-Imbiss konnte sein Marktvolumen von 2000 bis 2012 um gut 70 Prozent ausbauen. Die jährliche Zuwachsrate lag bei 4,6 Prozent.

Ferner zeigt die aktuelle afz-Investitionsbefragung, dass Imbiss und Heiße Theke den betriebswirtschaftlichen Erfolg verstärken. Der Außer-Haus-Markt mit Snackgeschäften, Mittagstisch, Partyservice und Catering macht mittlerweile ein Viertel des Umsatzes der Metzgereien aus.


Neu: Außer-Haus-Konsum, Markt- und Strukturdaten 2013

April 24, 2013

Quelle: cafe-future.net, 24. April 2013

Alle zwei Jahre veröffentlichen die gastronomischen Fachzeitschriften der Verlagsgruppe Deutscher Fachverlag das Nachschlagewerk „Der Außer-Haus-Konsum“. Die aktualisierte Ausgabe 2013 liegt seit kurzem vor. Die Dokumentation gibt anhand neuester verfügbarer Daten aus Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung einen Überblick über diesen Wachstumsmarkt.

Außer Haus Konsum - Marktdaten 2013

Das umfangreiche Zahlenmaterial informiert über Situation und Entwicklung des Wirtschaftszweiges und zeigt die vielfältigen Einflussfaktoren auf, die künftige Branchentrends erkennen lassen. Basis sind die wichtigsten Sekundärstatistiken sowie Ergebnisse von Untersuchungen, Umfragen und Fallbeispielen der Fachpublikationen gv-praxis (Gemeinschaftsverpflegung), food-service (Profigastronomie), FoodService Europe & Middle East (multinationaler Außer-Haus-Markt) sowie AHGZ (Hotellerie) und einschlägiger Marktforschungsinstitute. Leistungskennziffern einzelner Unternehmensgruppen, Verbraucher- und Absatzpotenziale geben den Planern und Praktikern in Marketing und Vertrieb Ausgangspunkte für individuelle Berechnungen über Marktvolumina der verschiedenen Bereiche.

Erhältlich ist der Außer-Haus-Konsum 2013 mit über 400 Seiten Fachinformation inkl. CD für 219 Euro zzgl. MwSt. und Versand per Fax oder E-Mail bei:

Frau Petra Petrasch
Tel. 069.7595-1973
Fax: 069.7595-1970
Petra.Petrasch@dfv.de


Entwicklung Wasser im Außer-Haus Markt 2012

April 22, 2013

Quelle: cafe-future.net, 22. April 2013

Das Jahr 2012 war für den Außer-Haus-Wassermarkt ein relativ gutes. So konnte das Wasservolumen (bezogen auf die Zielgruppe der 16-49 Jährigen) 2012 leicht wachsen und zeigt trotz geringerer Durchschnittstemperaturen als im Jahr 2011 eine Entwicklung von 0,4 % gegenüber dem Vorjahr. Die LEH-Volumina hingegen hielten sich 2012 lediglich stabil (+0,0 %).

Mineralwasser - Frau mit Wasserglas - trinkt

Vor allem das Segment „Stilles Wasser“ verbuchte 2012 analog zu den Entwicklungen im LEH deutliche Zuwächse (Außer-Haus-Markt: +12%). Verlierer sind dagegen die karbonisierten Wässer, die zwar mit rund 66 % noch den größten Volumenanteil ausmachen, diesen aber zugunsten der stillen Varianten zunehmend einbüßen mussten (2012: -5 %). Der Treiber ist eindeutig stilles Wasser, welches seine Position im AfG-Ranking deutlich verbessert hat und im Absatz-Ranking nun zu den Top 5 AfG-Segmenten zählt. Trotz Mengenverlusten bleibt Sparkling Wasser aber weiterhin das Nr. 2-AfG-Getränk nach den colahaltigen Getränken.

Im monatlichen Verlauf zeigt sich, dass der Getränkekonsum Außer-Haus fast durchgängig unter Vorjahresniveau liegt (negative Spitzen im April/Juli). Der Rückgang ist durch einen Frequenzrückgang und einen niedrigeren Bon geprägt; v.a. Jüngere reduzierten ihre Weggehtage und gaben weniger Geld pro Getränk aus.

Der Trend im Außer-Haus-Markt, den Konsum von hochpreisigen Locations wie Restaurants hin zu preiswerteren Locations wie die Vereinsgastronomie zu verlegen, zeigt sich dabei überregional, auch in Großstädten.

Bei alkoholfreien Getränken zeigt das Restaurant Umsatzzuwächse. Das gilt aber nicht für Wasser. In diesem Segment kommt das Wachstum am stärksten über sportnahe Locations, während in Restaurants weniger Wasser konsumiert wurde (-8 %). Hier haben sich die italienischen Restaurants jedoch stabilisiert.

Inwiefern sich Wasser in 2013 vor allem auch in seinem bedeutendsten Channel „Restaurant“ weiterentwickeln kann, bleibt daher spannend.

Autor: Julian Sukowski
Die Datenbasis ist das Online-Consumerpanel „GfK TrinkTrends“ der GfK Panel Services in Nürnberg.
Quelle – Basis: 31,7 Mio. Privatpersonen in der Altersklasse 16-49 Jahre; Außer-Haus Konsum Getränke im Bereich Gastronomie und On-the-go (ohne Arbeitsplatz, Kantine, Schule).


Locationentwicklung im Außer Haus Markt für Getränke 2012

März 20, 2013

März 2013 – Im Jahr 2012 war der Außer-Haus Markt für Getränke neben teils widrigen Witterungsbedingungen auch weiterhin geprägt von einer Veränderung im Weggehverhalten der privaten Verbraucher. Hier ist der Umsatz in der Altersgruppe der 16-49-Jährigen um 3% gegenüber Vorjahr gesunken, insbesondere die unter 30-Jährigen haben gegenüber Vorjahr deutlich weniger Geld für Getränke Außer-Haus ausgegeben.

Barkeeper (Foto: Dehoga/Alois Müller)

Barkeeper (Foto: Dehoga/Alois Müller)

Gerade Locations, die eher ein junges Publikum anziehen, haben daher – beinahe traditionell – überproportional verloren. Als anhaltender Trend 2012 war auch weiterhin zu beobachten, dass sich die Essensgastronomie besser entwickelt hat als Formate mit einem Getränkeschwerpunkt. So verzeichneten sowohl Quick Service Restaurants (+1,5%) als auch die Vereinsgastronomie (+13%) ein Plus, während Locations, die eher abends aufgesucht werden wie Kneipen oder Discos/Clubs herbe Verluste hinnehmen mussten.

Auch die teils sehr kalten und niederschlagsreichen Monate April und September haben ihre Spuren bei den Lokalitäten hinterlassen, die von guter Witterung profitieren. So sind sowohl Cafés/Coffeeshops/Eisdielen deutlich unter Vorjahr geblieben. Aber auch der Biergartenbesuch ist in 2012 trotz Sondereffekt Fußball EM deutlich zurückgegangen (-7%).

Abgesehen von solchen externen Faktoren stehen die Betreiber der unterschiedlichen Gastronomieformate weiterhin vor der Herausforderung, mit attraktiven Konzepten und einem gut abgestimmten Angebot neue Nachfrageimpulse für den Außer-Haus Markt zu setzen.

Basis: GfK-Studie, 31,7 Mio. Privatpersonen in der Altersklasse 16-49 Jahre; Außer-Haus Konsum Getränke im Bereich Gastronomie und On-the-go (ohne Arbeitsplatz, Kantine, Schule)