Gäste geben mehr aus – Sattes Plus im Außer-Haus-Markt

Januar 20, 2016

Januar 2016
Jochen Pinsker - Foto: privatDas war ein gutes Jahr: Die Gästeausgaben im Außer-Haus-Markt steigen um satte 3,3 Prozent auf rund 73 Milliarden Euro. Dies gab Marktforscher Jochen Pinsker von der npdgroup im Interview mit HOTELIER TV & RADIO bekannt.

Zu dem Zuwachs führten vor allem höhere Ausgaben pro Besuch und – zu einem geringeren Anteil – nur leicht gestiegene Anzahl an Gastronomiebesuchen. „Die Gäste essen nicht viel häufiger außer Haus, geben dann aber mehr aus“, so Pinsker. Das sog. Trading-up ist auf eine gestiegene Qualitätsnachfrage bei F&B zurückzuführen. Nur teilweise basiere der Umsatzzuwachs auf Preiserhöhungen.

Für das kommende Jahr erwartet der versierte Marktforscher abermals um drei bis vier Prozent steigende Ausgaben der Gäste und eine leicht steigende Zahl an Besuchen. Jedoch die Höhe der Ausgaben je Gast werde weniger stark wachsen. Lieferdienste von Lebensmitteleinzelhändler werde der klassischer Gastronomie einige Marktanteuile abjagen.


Deutliches Ausgabenwachstum in der Gastronomie in 2011

Januar 10, 2013

Januar 2013 – Der Außer-Haus-Markt in Deutschland konnte dank der positiven gesamtökonomischen Voraussetzungen im Jahr 2011 wieder deutliches Wachstum verzeichnen. Nach Ergebnissen aus dem CREST Verbraucherpanel gaben die Konsumenten in Deutschland mit 66,4 Milliarden Euro 3,4% mehr aus als im Vorjahr. Das berichtet die npdgroup deutschland GmbH auf Basis des CREST Verbraucherpanels. Dies bedeutet das stärkste Ausgaben-Wachstum der Branche in den letzten fünf Jahren. Rein rechnerisch gab jeder Bundesbürger im vergangenen Jahr 808 Euro für Essen-außer-Haus aus – bei durchschnittlich 142 Besuchen.

Deutliches Ausgabenwachstum in der Gastronomie in 2011 - Ausgabenveränderung nach Segment 2011 vs 2010 in %

Deutliches Ausgabenwachstum in der Gastronomie in 2011 – Ausgabenveränderung nach Segment 2011 vs 2010 in %

Vom Wachstum konnten alle großen Marktsegmente profitieren, mit den größten Zuwachsraten für die Erlebnis- und Bediengastronomie. Diese profitierten vor allem von einem ‚Trading-Up’ der Verbraucher. Die Gäste waren bereit, bei ihren Besuchen wieder etwas mehr Geld auszugeben um höherpreisige Segmente zu besuchen sowie höherwertige oder zusätzliche Produkte zu bestellen. Besonders alkoholfreie Getränke profitierten von dieser Bereitschaft, sich den Gastronomiebesuch wieder etwas mehr kosten zu lassen.

Dennoch bleibt das Preis-Leistungsverhältnis ein wichtiger Aspekt für die Wahl eines Restaurants. Während 2007 nur bei 12% aller Gastronomiebesuche der Preis entscheidend dafür war, welchen Anbieter man wählte, waren es 2011 bereits 21% aller Verzehrsfälle bei denen die Restaurantwahl aufgrund des Preises entschieden wurde. „Trotzdem die Gäste bereit sind, mehr auszugeben, suchen sie bewusst nach Angeboten mit gutem Preis-Leistungsverhältnis und das in allen Segmenten der Gastronomie“ kommentierte Jochen Pinsker, Senior Vice President Foodservice Europe von npdgroup die aktuellsten Entwicklungen.

Besuchszahlen nur stabil
Das Ausgabenwachstum resultierte allerdings nicht aus einer gestiegenen Anzahl an Gastronomiebesuchen sondern ergab sich durch deutlich gewachsene Ausgaben pro Besuch. Die Besuchszahlen blieben lediglich stabil bei 11,7 Milliarden oder 32 Millionen pro Tag. Das Ausgabenplus repräsentierte somit kein echtes Nachfragewachstum, jedoch wurden die Besuchsrückgange der vergangenen zwei Jahre in Deutschland zumindest gestoppt.

Mehrere Geschäftsfelder, die in den schwierigen ökonomischen Zeiten in 2008 und 2009 stärker unter Besuchsrückgängen zu leiden hatten, befanden sich wieder im Aufwind. So nutzten Familiengruppen die Gastronomie wieder häufiger, ebenso wurden wieder mehr sogenannte ‚Socializing’-Besuche (Treffen mit Freunden, mit dem Partner oder der Familie) registriert. Allerdings scheinen die Verbraucher in den letzten Jahren gelernt zu haben auf Zwischenmahlzeiten zu verzichten, weiterhin hat der Gastronomiemarkt an sogenannten ‚Snacking’-Besuchen verloren.

Gewachsene Nachfrage nach gesunden Produkten
Auch in der Gastronomie wächst der Wunsch nach gesunden und leichten Produkten. Mit einem Besuchsanstieg um 5% hat sich die Nachfrage sehr positiv im insgesamt stabilen Markt entwickelt. Dies wurde insbesondere in den Segmenten deutlich, in denen die Konsumenten häufig und regelmäßig konsumieren, wie zum Beispiel in der Arbeits- und Ausbildungsplatzgastronomie, in der die Suche nach gesunden Produkten um rund ein Viertel zunahm. Aufgrund der EHEC-Krise in Deutschland konnten Salate davon allerdings nicht profitieren. Insgesamt ging die Nachfrage nach Salat im Gesamtjahr um 2% im Vergleich zu 2010 zurück, jedoch wuchs die Salatnachfrage vor und nach EHEC deutlich, konnte aber die Negativentwicklung von -20% von Mai bis Juli 2011 nicht ausgleichen.


1. Halbjahr 2012: 3,5 % mehr Verbraucherausgaben außer Haus

September 10, 2012

Quelle: cafe-future.net, 10. September 2012

Die ersten sechs Monate 2012 lassen sich erneut mit folgender Entwicklungskonstellation definieren: leicht fallende Frequenzen in der Gastronomie, aber signifikant höhere Eater Checks/Durchschnittsbons im kompletten Außer-Haus-Markt, als auch in der Gemeinschaftsverpflegung.

Daraus ergeben sich Verbraucherausgaben, die in allen Teilbereichen der Branche schön im Plus liegen. Gemessen am 1. Halbjahr 2011. So das Ergebnis von CRESTonline Deutschland (Verbrauchermarktforschung per Panel/weltweit vergleichbare Daten, dahinter steht die npdgroup (Nürnberg/Chicago).

Besuche: Im Gesamtmarkt 0,5 % weniger Besuche, am stärksten der Rückgang bei Fullservice/Hotelfrühstücken, nämlich 1,6 %. Ein minikleines Plus von 0,3 % in der Gemeinschaftsverpflegung (Arbeitsplatz und Ausbildung).

Durchschnittlicher Eater Check: Im Gesamtmarkt ein Plus von 4,0 %. Am höchsten der Zuwachs in der Erlebnisgastronomie (+5,6 %), am flachsten die Entwicklung in der Gemeinschaftsverpflegung mit 3,6 %. Seit einiger Zeit schon vermelden die Crest-Marktforscher bei dieser Kennziffer Pluszahlen. Dahinter stehen gleich zwei Entwicklungen: etwas höhere Werte pro gekauftem Artikel sowie im Durchschnitt etwas mehr Artikel pro Bon. Ein wunderschönes Trading up.

Ausgaben: Der Gesamtmarkt ist um 3,5 % gewachsen. Am stärksten in der Erlebnisgastronomie (+4,6 %), am schwächsten die Entwicklung bei Fullservice/Hotelfrühstück mit 2,6 % plus.

Insgesamt also ein absolut positives Ergebnis. Wohlgemerkt, das 2. Quartal war etwas volatil. Und zu den Überraschungen im 1. Halbjahr 2012 zählte, dass die Kategorie Fullservice die schwächste Entwicklung präsentiert – anders als 2011.

Auch hat sich einmal mehr bestätigt: Fußball Europa- und Weltmeisterschaften kosten die meisten gastronomischen Marktsegmente Frequenzeinbrüche an den Spielabenden. Auch hat die Sexyness von Public Viewing etwas nachgelassen. Ganz anders bei Olympischen Spielen – ein Gastro-neutraler TV-Event.


1. Halbjahr 2012: 3,5 % mehr Verbraucherausgaben außer Haus

August 14, 2012

Quelle: cafe-future.net, 14. August 2012

Die ersten sechs Monate 2012 lassen sich erneut mit folgender Entwicklungskonstellation definieren: leicht fallende Frequenzen in der Gastronomie, aber signifikant höhere Eater Checks/Durchschnittsbons im kompletten Außer-Haus-Markt, als auch in der Gemeinschaftsverpflegung.

Daraus ergeben sich Verbraucherausgaben, die in allen Teilbereichen der Branche schön im Plus liegen. Gemessen am 1. Halbjahr 2011. So das Ergebnis von CRESTonline Deutschland (Verbrauchermarktforschung per Panel/weltweit vergleichbare Daten, dahinter steht die npdgroup (Nürnberg/Chicago).

Besuche: Im Gesamtmarkt 0,5 % weniger Besuche, am stärksten der Rückgang bei Fullservice/Hotelfrühstücken, nämlich 1,6 %. Ein minikleines Plus von 0,3 % in der Gemeinschaftsverpflegung (Arbeitsplatz und Ausbildung).

Durchschnittlicher Eater Check: Im Gesamtmarkt ein Plus von 4,0 %. Am höchsten der Zuwachs in der Erlebnisgastronomie (+5,6 %), am flachsten die Entwicklung in der Gemeinschaftsverpflegung mit 3,6 %. Seit einiger Zeit schon vermelden die Crest-Marktforscher bei dieser Kennziffer Pluszahlen. Dahinter stehen gleich zwei Entwicklungen: etwas höhere Werte pro gekauftem Artikel sowie im Durchschnitt etwas mehr Artikel pro Bon. Ein wunderschönes Trading up.

Ausgaben: Der Gesamtmarkt ist um 3,5 % gewachsen. Am stärksten in der Erlebnisgastronomie (+4,6 %), am schwächsten die Entwicklung bei Fullservice/Hotelfrühstück mit 2,6 % plus.

Insgesamt also ein absolut positives Ergebnis. Wohlgemerkt, das 2. Quartal war etwas volatil. Und zu den Überraschungen im 1. Halbjahr 2012 zählte, dass die Kategorie Fullservice die schwächste Entwicklung präsentiert – anders als 2011.

Auch hat sich einmal mehr bestätigt: Fußball Europa- und Weltmeisterschaften kosten die meisten gastronomischen Marktsegmente Frequenzeinbrüche an den Spielabenden. Auch hat die Sexyness von Public Viewing etwas nachgelassen. Ganz anders bei Olympischen Spielen – ein Gastro-neutraler TV-Event.


Krisenangst trifft Gastronomie – Restaurant, Kneipe, Kino: 66 Prozent der Deutschen wollen kürzer treten

Oktober 5, 2011

(Hamburg, 05. Oktober 2011) Die Euro-Krise führt bei vielen Deutschen zur Verunsicherung und das wirkt sich offenbar doch auf das Konsumverhalten aus: Zwei von drei Bundesbürgern (66%) wollen in den nächsten Monaten verstärkt auf ihre Ausgaben schauen. Dafür verzichten sie vor allem auf Freizeitaktivitäten. An erster Stelle der Sparvorhaben stehen Restaurantbesuche. 46 Prozent derjenigen, die künftig intensiver auf ihr Geld achten, planen seltener Essen zu gehen. Auf den Plätzen zwei und drei folgen der Gang in die Kneipe und ins Kino (40 bzw. 35%). Das ergibt eine repräsentative Umfrage der Beratungsgesellschaft Faktenkontor und des Marktforschers Toluna unter 1.000 Bundesbürgern.

Krisenangst macht sich breit: 46% der Deutschen wollen weniger Essen gehen (Foto: Contrastwerkstatt/fotolia.com)

Krisenangst macht sich breit: 46% der Deutschen wollen weniger Essen gehen (Foto: Contrastwerkstatt/fotolia.com)

Bücher und Zigaretten selten auf der Sparliste
Weniger Bereitschaft besteht in der Bevölkerung hingegen, auf den Kauf von Büchern und Zigaretten zu verzichten. Nur knapp 18 Prozent der Befragten beabsichtigen, sich beim Bücherkauf künftig zurückzuhalten. Ein gutes Viertel (knapp 27 Prozent) möchte sich beim Rauchen einschränken und Zigarettenschachteln häufiger aus dem Einkaufswagen verbannen.

Jeder Vierte verschiebt größere Investitionen
Doch es sind nicht nur die kleineren Anschaffungen, die aufgrund der angespannten Situation auf den Finanzmärkten kritisch hinterfragt werden. Knapp 27 Prozent derjenigen Deutschen, die in den nächsten Monaten kürzer treten wollen, hatten ursprünglich eine größere Investition geplant, die sie nun aufgrund der angespannten Lage erst mal auf Eis legen.

Deutsche haben Angst vor Rezession
Danach gefragt, ob sie Angst vor einer Rezession haben, zeigen sich die Deutschen beunruhigt. Die Mehrheit der Befragten fürchtet sich vor einem wirtschaftlichen Abschwung. 56 Prozent geben an, etwas Angst vor einer Rezession zu haben, weitere 13 Prozent fürchten sich sogar stark davor. Ganz genau scheinen die Deutschen allerdings nicht zu wissen, was sich hinter dem Begriff verbirgt. 37 Prozent der Befragten könnten nach eigenen Angaben aus dem Stehgreif nicht erklären, was eine Rezession überhaupt ist.

Die Top 10 Sparvorhaben der Deutschen
1. Restaurantbesuche (46,1%)
2. Kneipenbesuche (40,5%)
3. Kinobesuche (34,8%)
4. Wellness (33,9%)
5. Reisen (33,6%)
6. Unterhaltungselektronik (32,2%)
7. Anziehsachen (31,4%)
8. Autokauf (28,6%)
9. Zigaretten (26,7%)
10. Bücher (17,8%)

GfK: Konsumklima in Deutschland trotzt den Rezessionsängsten
Das uneinheitliche Stimmungsbild der Verbraucher setzt sich im September fort. Die Einkommenserwartung verbessert sich auf gutem Niveau, während die Konjunkturerwartung wie auch die Anschaffungsneigung Einbußen hinnehmen müssen. Der Gesamtindikator prognostiziert nach 5,2 Punkten im September für Oktober ebenfalls einen Wert von 5,2 Punkten. Dies teilte die Nürnberger GfK mit.

Trotz steigender Rezessionsängste kann sich das Konsumklima in Deutschland im Herbst dieses Jahres behaupten. Die nach wie vor guten Beschäftigungsaussichten lassen die Erwartungen hinsichtlich zunehmender Einkommen wieder ansteigen. Dagegen muss die Anschaffungsneigung im September Verluste hinnehmen, verzeichnet aber nach wie vor ein sehr gutes Niveau. Unter dem Einfluss der steigenden Krisenstimmung an den internationalen Finanzmärkten verliert die Konjunkturerwartung weiter an Wert.

Rezession in Deutschland unwahrscheinlich
In den vergangenen Wochen haben sich die Diskussionen um den richtigen Weg aus der internationalen Schuldenkrise verschäft; eine politische Lösung zeichnet sich bislang nicht ab. Inzwischen befürchten auch die Konsumenten, dass der Krisenvirus von den Finanzmärkten auf die Realwirtschaft übergreifen könnte. Als stark exportorientiertes Land kann sich die Bundesrepublik auf Dauer den Rezessionstendenzen in wichtigen Abnehmerländern, wie beispielsweise den USA, nicht vollständig entziehen. Eine nachlassende Dynamik der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland wird inzwischen auch von einer Reihe von Wirtschaftsforschungsinstituten gesehen, die ihre Wachstumsprognosen für dieses und das kommende Jahr kürzlich nach unten revidiert haben. Dennoch gilt eine Rezession in Deutschland derzeit als unwahrscheinlich. Dafür soll vor allem der stabile Arbeitsmarkt sorgen. Aktuell bewerten laut ifo-Geschäftsklimaindex die Unternehmen in Deutschland ihre Geschäftslage weiterhin gut, allerdings habe sich ihre Zukunftsaussichten im September erneut deutlich eingetrübt.

Die gute und weiterhin stabile Beschäftigungslage in Deutschland ist der wesentliche Grund für den gestiegenen Einkommensoptimismus. Ein beträchtlicher Teil der Arbeitnehmer kann in diesem Jahr reale Einkommenszuwächse verzeichnen. Das belegen auch die Zahlen des Statistischen Bundesamtes für das zweite Quartal, wonach die Reallöhne durchschnittlich bereits um 1,9 Prozent angestiegen sind. Hinzu kommt, dass durch die steigende Beschäftigung die Angst vor Jobverlust, und damit vor möglichen Einkommenseinbußen, schwindet.

Hinzu kommt, dass aufgrund der konjunkturellen Abschwächung der Preisdruck vor allem bei Energie und Rohstoffen voraussichtlich etwas nachlassen und die Inflationsrate nicht weiter steigen wird. Dies wirkt stabilisierend auf die Kaufkraft der Einkommen und stützt die Stimmung. 

Anschaffungsneigung: mit moderaten Verlusten
Nachdem sie im Vormonat noch leicht zulegen konnte, muss die Anschaffungsneigung im September Einbußen hinnehmen. Der Indikator verliert 7,2 Zähler und weist nun 29,7 Punkte auf. Das entspricht in etwa dem Vorjahresniveau. Trotz der aktuellen Verluste ist das Niveau des Indikators noch immer ausgesprochen gut. Dafür sorgt auch die stabile Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt.

Damit werden die positiven Effekte der Schuldenkrise auf die Anschaffungsneigung überlagert. Zuletzt hatte der Glaube an die Stabilität in die Währung im Euro-Raum abgenommen. Folglich tendierten viele Konsumenten dazu, ihr Geld eher in werthaltige Anschaffungen zu investieren als es auf die hohe Kante zu legen. Die heftigen und zum Teil sehr konträren Diskussionen zum Umgang mit der Staatsschuldenkrise, die bislang noch keinen einheitlichen und abgestimmten Lösungsansatz erkennen lassen, haben das Vertrauen der Konsumenten in die Handlungsfähigkeit der Politik jedoch erschüttert. Dieser Vertrauensverlust macht sich nun offenbar auch bei der Konsumneigung bemerkbar und steigert die Verunsicherung.

Konsumklima: stabile Entwicklung
Der Gesamtindikator prognostiziert für Oktober einen Wert von 5,2 Punkten nach ebenfalls 5,2 Zählern im September. Damit trotzt das Konsumklima im Moment der Verschärfung der Schuldenkrise und einem drohenden Übergriff von den Finanzmärkten auf die reale Wirtschaft in Deutschland.

Die Zuspitzung der Schuldenkrise, vor allem in Griechenland, sowie die heftigen und konträren Diskussionen um deren Lösung, haben nicht das Vertrauen der Bundesbürger gestärkt, dass die Politik zu einer nachhaltigen und einvernehmlichen Lösung in der Lage ist. Für eine stabile und solide Entwicklung der Konsumstimmung ist es jedoch erforderlich, dass das Vertrauen der Bundesbürger in die politischen Entscheidungsträger wieder gestärkt wird. Denn nur Vertrauen sorgt für Planungssicherheit bei den Verbrauchern, und dies ist wiederum eine wesentliche Grundlage für die Stärkung des Konsums.

Angesichts der absehbaren Abschwächung der deutschen Exportentwicklung ist eine stabile zweite Säule in Form der Binnenkonjunktur für die weitere konjunkturelle Entwicklung überaus wichtig.


90% der Haushalte essen auswärts

Januar 15, 2011

(Wiesbaden, 15. Januar 2011) Im Jahr 2008 gaben 90% der privaten Haushalte in Deutschland Geld in Restaurants, Cafés, Kantinen und an Imbissständen aus. Durchschnittlich 97 Euro im Monat zahlten diese Haushalte dafür, im Jahr 2003 waren es 89 Euro monatlich. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis, Wiesbaden) auf Basis der Ergebnisse der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe weiter mitteilt, gaben 22 Prozent der Privathaushalte im Jahr 2008 Geld für Übernachtungen aus und zwar durchschnittlich 115 Euro im Monat. Im Jahr 2003 waren es 101 Euro im Monat.

Der Anteil der Haushalte, die Ausgaben für Restaurant- oder Hotelbesuche hatten, variiert je nach Haushaltstyp: Mit 94 Prozent gaben Paarhaushalte mit Kind am häufigsten Geld für Essen außer Haus aus und zwar durchschnittlich 113 Euro im Monat. Am seltensten aßen Alleinlebende auswärts: 86 Prozent gaben im Durchschnitt 64 Euro monatlich dafür aus. Für auswärtige Übernachtungen hatten kinderlose Paare mit 28 Prozent am häufigsten Ausgaben und zwar im Durchschnitt 138 Euro monatlich. Am seltensten übernachteten Alleinerziehende mit 13 Prozent aller entsprechenden Haushalte auswärts für durchschnittlich 74 Euro im Monat.


Restaurantbesuche in Griechenland durch die Krise stark gefallen

Januar 6, 2011

Erheblicher Umsatzrückgang sowie Geschäftsschließungen sind wohl die beiden Hauptthemen auf dem Gastronomiemarkt in Griechenland für den Zweijahreszeitraum 2009-10

Quelle: INTZEIDIS Consulting, 06. Januar 2011

Erheblicher Umsatzrückgang sowie Geschäftsschließungen sind wohl die beiden Hauptthemen auf dem Gastronomiemarkt in Griechenland für den Zweijahreszeitraum 2009-10. Außerdem erwartet man für das laufende Jahr eine weitere Zuspitzung der Geschäftslage.

Charakteristisch ist, dass die Griechen nach einer ICAP-Studie im Jahr 2009 13% weniger Geld für Essen außer Haus ausgegeben haben – das bedeutet in Zahlen 5,6 Milliarden Euro gegenüber 6,64 Milliarden im Jahr 2008. Für das Jahr 2010 wird ein Rückgang um bis zu 20% nicht ausgeschlossen und mit besonderer Spannung und Besorgnis wird die weitere Marktentwicklung im Laufe des Jahres 2011 erwartet. In der Folge müssen zahlreiche Lokale schließen, während andere Unternehmer der in den letzten Jahren so beliebten Branche ihre Investitionspläne nicht verwirklichen können.

Der Abschwung zieht sich durch den gesamten Gastronomiebereich, durch die verschiedensten Vorlieben der Verbraucher. Es lohnt jedoch die Anmerkung, dass sich auf dem ersten Platz die Restaurants mit Mittelmeerküche, internationalem Speiseangebot und Ethnolokale befinden, auf sie entfielen im Jahr 2009 30,9% des Gesamtumsatzes des Gastronomiemarktes, d.h. 1,7 Milliarden Euro. Darauf folgten Bistros, all day Bar-Restaurants und Café-Restaurants mit einem Umsatz von 1,57 Milliarden Euro im Jahr 2009 gegenüber 2,8 Milliarden im vorhergehenden Jahr.

Schließlich bleibt festzustellen, dass entgegen der landläufigen Meinung der Umsatzanteil von Tavernen, Grillrestaurants und griechischen Vorspeiselokalen (Mezedopoleio) der geringste ist. Er belief sich im Jahr 2009 auf 9,2% gegenüber 10,7% im Jahr 2008, wobei hier ein stetiger Abschwung seit 2006, dem Jahr, in dem diese Kategorie mit 12,1% Anteil am Gesamtumsatz ihre besten Ergebnisse erzielte, zu beobachten ist.