Gäste geben mehr aus – Sattes Plus im Außer-Haus-Markt

Januar 20, 2016

Januar 2016
Jochen Pinsker - Foto: privatDas war ein gutes Jahr: Die Gästeausgaben im Außer-Haus-Markt steigen um satte 3,3 Prozent auf rund 73 Milliarden Euro. Dies gab Marktforscher Jochen Pinsker von der npdgroup im Interview mit HOTELIER TV & RADIO bekannt.

Zu dem Zuwachs führten vor allem höhere Ausgaben pro Besuch und – zu einem geringeren Anteil – nur leicht gestiegene Anzahl an Gastronomiebesuchen. „Die Gäste essen nicht viel häufiger außer Haus, geben dann aber mehr aus“, so Pinsker. Das sog. Trading-up ist auf eine gestiegene Qualitätsnachfrage bei F&B zurückzuführen. Nur teilweise basiere der Umsatzzuwachs auf Preiserhöhungen.

Für das kommende Jahr erwartet der versierte Marktforscher abermals um drei bis vier Prozent steigende Ausgaben der Gäste und eine leicht steigende Zahl an Besuchen. Jedoch die Höhe der Ausgaben je Gast werde weniger stark wachsen. Lieferdienste von Lebensmitteleinzelhändler werde der klassischer Gastronomie einige Marktanteuile abjagen.


Deutsches Bäckerhandwerk stabil im Markt – Position als Marktführer im Außer-Haus-Verzehr gefestigt

April 10, 2013

April 2013 – Auch in 2012 erwies sich das Deutsche Bäckerhandwerk als stabile Säule des deutschen Mittelstandes. Steigende Umsatz- und Beschäftigtenzahlen je Betrieb zeichnen ein positives Bild der aktuellen Wirtschaftslage. Trotz des verstärkten Wettbewerbs auf dem Backwarenmarkt konnte sich das Bäckerhandwerk als unangefochtener Marktführer im Außer-Haus-Markt (991,1 Mio. Besucher) behaupten. Und auch kulturell blickt das Bäckerhandwerk optimistisch ins Jahr 2013: Mit dem „1. Tag des Deutschen Brotes“ begeht das Bäckerhandwerk am 12. Juni die feierliche Premiere des in Zukunft alljährlich stattfindenden Festtages und untermauert die Bedeutung des traditionsreichen Gewerbes sowie der deutschen Brotvielfalt.

Bäcker (Foto Darius Ramazani - Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks)

Bäcker (Foto Darius Ramazani – Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks)

„Angesichts der Krise sind wir mit den Wirtschaftszahlen des vergangenen Jahres zufrieden, allerdings stellen die sinkenden Auszubildendenzahlen nach wie vor eine Herausforderung für uns dar“, betont Präsident Peter Becker. Die Anzahl der Auszubildenden ist zwischen 2005 und 2011 um 14,2% auf 29.808 zurückgegangen. Um mehr Jugendliche für das Traditionshandwerk zu begeistern, setzt der Zentralverband seit 2011 auf schlagkräftige Nachwuchskampagnen. Mit mehr als 50.000 Fans gilt „Back Dir Deine Zukunft“ als erfolgreichste Nachwuchskampagne, die je von einem deutschen Verband gestartet wurde.

Der Brotkorb der Deutschen
Die deutsche Brotlandschaft ist einzigartig: Mehr als 3.000 Brotspezialitäten zählt das weltweit erste Brotregister, das zur Anerkennung der deutschen Brotkultur als immaterielles Kulturerbe durch die UNESCO beitragen soll. Welches Brot dem Deutschen das Liebste ist, darüber geben die Verkaufszahlen des Jahres 2012 Aufschluss: Mit 31,8 % ist das Mischbrot auf Platz 1, gefolgt von Toastbrot und Broten mit Körnern und Saaten. Unter dem Kleingebäck geht das Weizenbrötchen mit 51,4% als klarer Sieger hervor. „Kleinbackwaren gewinnen zunehmend an Bedeutung“, betont Präsident Peter Becker und verweist auf die Spitzenposition von Backwaren im Außer-Haus-Markt.

Energiewende: Steuerfinanzierung statt EEG-Umlage
Eine endgültige Abkehr von der EEG-Umlage, das ist die Forderung des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks e.V.: „Die Umlage-Finanzierung stellt eine existenzielle Bedrohung für unsere stromintensiven Handwerksbetriebe dar. Wenn sich nicht bald etwas ändert, stehen uns Kündigungen und Betriebsschließungen bevor“, mahnt Präsident Peter Becker. Der Zentralverband befürwortet eine Steuerfinanzierung der Energiewende. Mit ihr könnte die Energiewende gerecht, nachhaltig und für alle bezahlbar finanziert werden. Dabei sollte allerdings eine zusätzliche Belastung der Verbraucher und Unternehmen vermieden werden.


Der Außer-Haus Markt für Getränke im Jahr 2012

Februar 15, 2013

Quelle: GfK, 15. Februar 2013

Das Jahr 2012 war geprägt von Turbulenzen und Unruhen rund um das Thema „Europa und seine Finanzen“. Ganz anders als bei den Haushalts-Getränkeeinkäufen (=LEH-Umsätze), die um ein Prozent stiegen, machte sich eine Verunsicherung der Verbraucher eher im Außer-Haus-Konsum bemerkbar. Hier ist der privat veranlasste Getränkeumsatz insgesamt um 2,7 Prozent auf ca. 13,9 Milliarden Euro gesunken; in der Altersgruppe der 16-49-Jährigen sogar um drei Prozent.

Der Getrönkeumsatz ging 2012 um 2,7% zurück

Der Getrönkeumsatz ging 2012 um 2,7% zurück

Leidtragende dieser Entwicklung war vor allem die Abend- bzw. Nachtgastronomie: Locations wie Bars, Discos oder Clubs verloren überproportional stark. Immer stärker hingegen wächst der Sektor „Vereinsgastronomie“ (+ 12%), aber auch der Convenience-Bereich (+4%). Hier weniger die klassische Tankstelle als vielmehr z.B. die Reisegastronomie und/oder auf den „To-Go“-Konsum spezialisierte Formate. Damit verlagert sich der Umsatz zum einen von einer eher höher- zu eher niedrigpreisigeren Gastronomie, zum anderen von eher getränke-orientierten zu food-orientierten Formaten.

Entsprechend verzeichneten Getränke wie Spirituosen, Cocktails, Longdrinks sowie Wein und Sekt, die die primäre Umsatzbasis in den getränkege-prägten Nacht-Lokalitäten bilden, Rückgänge. Heißgetränke und hier vor allem Kaffee, die stärker Thema im Convenience/To-Go-Bereich sind, zeigten sich dagegen stabil bis wachsend.

Neben den klassischen Getränken darf das Thema Trendgetränke nicht außer Acht gelassen werden.

Das allerorts diskutierte Szenegetränk „Bubble Tea“ auf Tee- und leider auch Kalorien-Basis, hatte vor allem bei den jungen Konsumenten zunächst rasant Anklang gefunden. Bubble Tea zeigte bis in die Sommermonate hinein eine starke Performance; bis Jahresende blieb von dem Hype jedoch nicht mehr viel übrig. Ganz anders verhält sich dies augenblicklich im auflebenden Segment der „Fass-brausen“. Neue Sorten und Anbieter treiben den Umsatz!

Es bleibt mit Spannung abzuwarten, welche neuen Trends das Jahr 2013 für den Außer-Haus Markt der Getränke bereithält. Wichtig ist jedenfalls, dass die Gastronomie dem Konsumenten ein ansprechendes Angebot in adäquater Atmosphäre bietet.

Die Datenbasis ist das Online-Consumerpanel „GfK TrinkTrends“ der GfK Panel Services in Nürnberg.
Basis: 31,7 Mio. Privatpersonen in der Altersklasse 16-49 Jahre; Außer-Haus Konsum Getränke im Bereich Gastronomie und On-the-go (ohne Arbeitsplatz, Kantine, Schule).


Der Außer-Haus Markt für Alkoholfreie Getränke im 1. Halbjahr 2012

September 25, 2012

Quelle: cafe-future.net, 25. September 2012

Zum Abschluss der ersten Jahreshälfte 2012 zeigt sich im Außer-Haus Markt mit Fokus auf die Altersgruppe der 16-49-Jährigen eine leicht negative Entwicklung des Marktes mit -1,4% im Umsatz. Faktoren sind unter anderem der zum Vorjahr kältere Juni aber auch der April, welcher 3,4 Grad unter Vorjahr lag.

Die Entwicklung der Außer-Haus-Locations zeigt, dass die Quick-Service-Gastronomie (+2%) und vor allem die Sport- und Vereinsgastronomie (+14%) ihren Umsatz gegenüber Vorjahr steigern konnte. Über diese Gastronomiekanäle wurde nahezu jeder vierte bis fünfte Getränke-Euro im privaten Außer-Haus-Bereich ausgegeben. Als Treiber der Entwicklung der Sport-/ Vereinsgastronomie steht unter anderem der Sondereffekt der Fußball EM 2012. Die Biergärten hinkten dennoch mit -9% aufgrund des eher schlechten Wetters hinterher. Aber auch die Restaurants und Disco/ Clubs verzeichnen umsatzmäßig ein Minus.

Ein Blick auf die verschiedenen Getränkesortimente zeigt größtenteils negative Entwicklungen. Stabilisierendes Element war in der ersten Jahreshälfte das Bier mit 0,6%. Das einzige Wachstumssegment stellten die „Restlichen Getränke“ (z.B. Eis-/ Milchgetränk/ Bubble Tea) dar, die zwar wertmäßig nur einen Anteil von 3% am Außer-Haus Markt aufweisen, aber vor allem über Bubble Tea mit 6,6% wachsen konnten. Die größten Verluste zum Vorjahr zeigen sich bei Wein/Sekt/Champagner/Prosecco, den puren Spirituosen und den Cocktails & Longdrinks.

Die alkoholfreien Getränke liegen im Umsatz mit -1,0% und in der Menge mit -0,7% knapp unter Vorjahr. Diese Entwicklung wird mengenmäßig beeinflusst von den rückläufigen Fruchthaltigen Getränken und Schorlen. Wachsende Segmente in diesem Bereich sind der Eistee, die Sportgetränke und die Wässer mit Geschmack die sich deutlich größerer Beliebtheit erfreuen.

Die Datenbasis ist das Online-Consumerpanel „GfK TrinkTrends“ der GfK Panel Services in Nürnberg.
Basis: 32,6 Mio. Privatpersonen in der Altersklasse 16-49 Jahre; Außer-Haus Konsum Getränke im Bereich Gastronomie und On-the-go (ohne Arbeitsplatz, Kantine, Schule).


Dokumentation „Außer Haus Markt 2012“ jetzt erhältlich

Juli 26, 2012

Juli 2012 – Seit fünf Jahren veröffentlicht The Business Target Group jedes Jahr eine Neuauflage der Dokumentation „Außer-Haus-Markt-Deutschland“. Die Ausgabe 2012 gibt erneut einen ausführlichen Einblick in das äußerst heterogene Gemenge der gewerblichen Anbieter von Verpflegungs- und Übernachtungsleistungen.

Außer Haus Markt 2012In einer umfangreichen Sammlung von Betriebstypenbeschreibungen, Statistiken, Rankings und Studienergebnissen wird das Universum der Beherbergungstypen, vom Hostel bis zum Luxushotel oder der freizeitorientierten Gastronomie, in seine Subsegmente differenziert und durch die wichtigsten Kennziffern beschrieben.

So wird in einer umfassenden Beschreibung von Angebotsorten (Einkauf, Reise, Freizeit, Übernachtung und Veranstaltung) und der darauf spezialisierten Gastro-Typen die Umsatzbedeutung neuer Angebotsformen dargestellt.

Im Foodhandwerk (Metzger und Bäcker) wird das Snackangebot immer wichtiger für den wirtschaftlichen Erfolg. Wir zeigen die Top-Snacks auf und beleuchten die Unterschiede von Einzelbäckern und Kettenbetrieben.

Die Ausgeh-Gewohnheiten der Altersklassen unterscheiden sich stark und zwar nach Gastro-Typ, Häufigkeit und bevorzugtem Getränk. In der Dokumentation wird es ebenso eingehend beschrieben wie Verweilzeiten und die geschlechtsspezifische Affinität der Gäste für bestimmte Gastro-Typen.

Die Dokumentation „Außer-Haus-Markt Deutschland 2012“ enthält auf über 250 Seiten zahlreiche kommentierte Grafiken, Tabellen und Rankings aus der Marktforschung von The Business Target Group GmbH und ausgewählten weiteren nationalen und internationalen Quellen.
Preis: 940 Euro

Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.businesstargetgroup.com/marktforschung/studien-reports/au%C3%9Fer-haus-markt/

The Business Target Group GmbH ist ein Informationsdienstleister für Marktforschung, Adressenrecherche und –bereitstellung, Datenbankmanagement, Business Intelligence sowie Telemarketing. Das Unternehmen verfügt über langjährige Erfahrung im Gastgewerbe (Commercial Foodservice) und der Gemeinschaftsverpflegung (Non Commercial/Social Foodservice). Zu den Kunden zählen nahezu alle namhaften Hersteller und Lieferanten aus F&B und Ausrüstung/Ausstattung.


Hotellerie & Gastronomie: Preislevels ausgewählter Länder

Juli 20, 2012

Quelle: cafe-future.net, 20. Juli 2012

Im Jahr 2011 unterscheiden sich die Preisniveaus für Verbrauchsgüter und Dienstleistungen deutlich zwischen den Mitgliedsländern. Dänemark hatte das höchste Preisniveau (142 % des EU27-Durchschnitts) gefolgt von Schweden (128 %), Finnland (125 %) und Luxemburg (122 %). Deutlich geringer waren die Werte in Deutschland und Italien (je 103 %). Die niedrigsten Werte wurden in Bulgarien verzeichnet (51 %). Betrachtet man die Kategorie Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen waren die Preisunterschiede noch deutlicher.

Hotellerie & Gastronomie: Preislevels ausgewählter Länder

So variierten die Niveaus von 45 % des Durchschnitts in Bulgarien bis 184 % in Norwegen. In Deutschland lag der Wert bei 103 %, in Italien hingegen bei 108 %. In dieser Kategorie enthalten sind die Offerten von Restaurants, Cafés, Bars, Kantinen, Hotels und Jugendherbergen.

In die Berechnung der Preisniveauindizes insgesamt gehen die Bereiche ’Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke’, ’Alkoholische Getränke und Tabakwaren’, ’Bekleidung’, ’Unterhaltungselektronik’, ’Privatfahrzeuge’ sowie ’Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen’ ein.


Bier im Außer-Haus-Markt 2011

Mai 22, 2012

Quelle: cafe-future.net, 22. Mai 2012

In 2011 hat sich der Umsatz mit Getränken im Außer-Haus-Markt stabilisiert und liegt mit 0,2% über dem Vorjahr. Umso erfreulicher ist es, das sich Bier mit +1,4% deutlich besser entwickelt hat und damit einer der Wachstumstreiber in der Gastronomie ist.

Dabei hat vorrangig das 2. Halbjahr deutliche Zuwächse gebracht. Ein schöner und auch sehr sonniger Herbst und das im Vergleich zum Vorjahr milde Klima im November und Dezember haben dem Biermarkt zusätzliche Impulse gegeben.

Die wichtigsten Absatzkanäle für Bier sind weiterhin das Restaurant und die Kneipe. Beide Bereiche entwickeln sich leicht positiv. Deutlich stärker im Wachstum und damit hauptverantwortlich für die gute Bierentwicklung ist die Sport- und Vereinsgastronomie.

Zum einen spielt sicher der deutliche Preisvorteil gegenüber den restlichen Gastronomiebetrieben eine entscheidende Rolle: Oftmals werden die Sport- und Vereinsgaststätten nicht von Gastronomen in Pacht betrieben, sondern von Vereinsmitgliedern in ehrenamtlicher Funktion. Dies erklärt auch den Preisvorteil gegenüber der restlichen Gastronomie.

Zum anderen übernimmt die Sport- und Vereinsgaststätte gerade in ländlichen Regionen zunehmend die Funktion der klassischen Dorfkneipe. Diese findet man in vielen kleinen Ortschaften mittlerweile immer seltener, weil meist kein Pächter mehr bereit ist diese zu betreiben.

Bei der Sortenbetrachtung im Biermarkt dominiert die Sorte Pils mit 49% den Markt gefolgt von Weizenbier mit 21%.

Die höchsten Zuwachsraten verzeichnet allerdings das Alkoholfreie Bier. Anders als beim Heimkonsum, bei dem alkoholfreies Bier zunehmend als Alternative zu Wasser, Schorle und Limo getrunken wird, dominiert im Außer-Haus Markt immer noch der klassische Konsumanlass als Ersatz zum alkoholhaltigen Bier.

Großes Potential für den Gastronom zeigt sich also darin, dem Gast alkoholfreies Bier als Alternativgetränk schmackhaft zu machen.

Autor: Horst Zocher
Die Datenbasis ist das Online-Consumerpanel „GfK TrinkTrends“ der GfK Panel Services in Nürnberg. Basis: 32,6 Mio. Privatpersonen in der Altersklasse 16-49 Jahre; Außer-Haus Konsum Getränke im Bereich Gastronomie und On-the-go (ohne Arbeitsplatz, Kantine, Schule).