Biermischgetränke unter Druck

November 25, 2011

Quelle: cafe-future.net, 25. November 2011

An einem lauen Sommerabend ein kühles Radler im Biergarten oder im Außenbereich der Stammkneipe – im durchwachsenen Sommer 2011 ein eher seltenes Bild. Es verwundert daher nicht, dass die Biermischgetränke nach den ersten 8 Monaten beim Außer-Haus Umsatz ein Minus von fast 14% gegenüber dem Vorjahr aufweisen (Altersklasse 16-49 Jahre). Für die Umsatzbedeutung am gesamten Getränkemarkt bedeutet dies einen Marktanteil von lediglich 6,6% für die Biermixes.

Ein genauerer Blick auf Altersgruppen und Sorten liefert interessante Erkenntnisse: Gerade bei der, für die Gattung der Biermischgetränke strategisch so wichtigen, Altersgruppe der 16-29-Jährigen war der Wertrückgang deutlich höher als bei den bis 49-Jährigen. Der Umsatzanteil am gesamten Getränkemarkt, vormals bei den jüngeren Konsumenten noch bei 8,6%, liegt nun einheitlich bei jeweils 6,6%.

Die Vermutung, der mäßige Sommer habe den Anteil der Bier+Limonade Getränke verringert, lässt sich aber nicht bestätigen. Die Verluste der Radlermischungen liegen mit 11% deutlich unter denen der anderen Sorten. Mit nun 55,3% der Biermischumsätze ist der Anteil sogar – getrieben durch einen Zuwachs bei den bis 29-Jährigen – angestiegen. Ein Trend der sich so auch im Haushaltskonsum feststellen lässt.

Durch neue Innovationen beflügelt, konnten auch die Bier+Flavour Mischungen bei den Umsatzanteilen leicht zulegen. Ein weiteres Indiz dafür, dass der Konsument gerade im Ready-to-drink-Bereich stetig nach neuen Produkten verlangt. Klarer Verlierer sind die Bier+Lemon Getränke. Hier zeichnet sich ein Ende des Trends ab, ähnlich wie dies bei den Bier+Cola Getränken vor einigen Jahren der Fall war.

Autor: Christian Waßmuth
Die Datenbasis ist das Online-Consumerpanel „GfK TrinkTrends“ der GfK Panel Services in Nürnberg.
Quelle:
Basis: 32,9 Mio. Privatpersonen in der Altersklasse 16-49 Jahre; Außer-Haus Konsum Getränke im Bereich Gastronomie und On-the-go (ohne Arbeitsplatz, Kantine, Schule).

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