Kundenbefragung zu Biermarken: Deutschland liebt seine Biere – Radeberger ist die beliebteste Biermarke vor Erdinger und Holsten

März 13, 2013

März 2013 – Bier gehört zu den Lieblingsgetränken der Deutschen. Doch die Branche musste auch 2012 Absatzrückschläge in Kauf nehmen. Viele Unternehmen reagieren mit großangelegten Werbekampagnen oder der Platzierung neuer Biersorten auf dem hart umkämpften Getränkemarkt. Wie zufrieden die Kunden mit den Biermarken sind hat eine aktuelle Befragung des Deutschen Instituts für Service-Qualität im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv untersucht.

Radeberger Pilsener

Ergebnis: Über alle Leistungsbereiche hinweg erreichten alle Biermarken hohe Zufriedenheitswerte. „Insbesondere die Qualität und der Geschmack der Biere überzeugten die Konsumenten“, erläutert Markus Hamer, Geschäftsführer des Instituts. Die Zufriedenheit der Kunden mit der Produktqualität kristallisierte sich als Stärke der Branche heraus. So gaben über 97 Prozent der Befragungsteilnehmer an, mit der Produktqualität ihres am häufigsten getrunkenen Bieres zufrieden zu sein. Alle 19 bewerteten Biermarken erreichten im Gesamturteil der Kundenzufriedenheit die Note sehr gut.

Eindeutig am häufigsten griffen die Konsumenten im Verkaufsregal zur Biersorte Pils, gefolgt von Biermix-Getränken. Am seltensten gaben die Befragten an Lagerbier zu trinken. Als Grund für die Auswahl der Biermarke gaben die Befragten am häufigsten den guten Geschmack des Bieres an. Eine wichtige Rolle spielte zudem das Preis-Leistungs-Verhältnis, das im Durchschnitt die geringste Kundenzufriedenheit erfuhr. „Insgesamt wählten zwar rund 90 Prozent der Kunden eine positive Antwortoption, jedoch waren lediglich 36,5 Prozent aller Konsumenten mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis sehr zufrieden“, so Experte Markus Hamer.

Radeberger erzielte das beste Gesamtergebnis und wurde damit „Beliebteste Biermarke 2013“. Besonders mit der Qualität der angebotenen Biere punktete die Marke bei ihren Kunden. Radeberger erreichte für den Geschmack und den Frischefaktor seiner Biere jeweils die höchsten Zufriedenheitswerte. Erdinger platzierte sich auf dem zweiten Rang und punktete insbesondere mit der Frische und dem Aroma. Des Weiteren überzeugte die Marke mit sehr guten Zufriedenheitswerten im Hinblick auf die Verpackung. Holsten belegte den dritten Rang. Die Biermarke zeichnete vor allem eine sehr gute Bewertung beim Preis-Leistungs-Verhältnis aus. Zudem überzeugte der hohe Frischefaktor der Biere.

Im Rahmen einer Online-Befragung wurden insgesamt 2.409 Personen zu der Biermarke befragt, die sie in den letzten zwölf Monaten am häufigsten getrunken haben. Im Mittelpunkt der Panel-Befragung standen die Kundenmeinungen zu den Leistungsbereichen Produktqualität, Preis-Leistungs-Verhältnis, Produktsortiment und Image. Darüber hinaus floss die Weiterempfehlungsbereitschaft mit in die Gesamtbewertung ein. Zusätzlich wurden auch noch Ärgernisse analysiert. In der Auswertung wurden alle Biermarken berücksichtigt, zu denen sich jeweils mindestens 80 Personen geäußert hatten. Dies traf auf 19 Unternehmen zu.

Mehr dazu: n-tv Ratgeber – Test, Donnerstag, 14.03.2013, 18:35 Uhr.

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Biermischgetränke unter Druck

November 25, 2011

Quelle: cafe-future.net, 25. November 2011

An einem lauen Sommerabend ein kühles Radler im Biergarten oder im Außenbereich der Stammkneipe – im durchwachsenen Sommer 2011 ein eher seltenes Bild. Es verwundert daher nicht, dass die Biermischgetränke nach den ersten 8 Monaten beim Außer-Haus Umsatz ein Minus von fast 14% gegenüber dem Vorjahr aufweisen (Altersklasse 16-49 Jahre). Für die Umsatzbedeutung am gesamten Getränkemarkt bedeutet dies einen Marktanteil von lediglich 6,6% für die Biermixes.

Ein genauerer Blick auf Altersgruppen und Sorten liefert interessante Erkenntnisse: Gerade bei der, für die Gattung der Biermischgetränke strategisch so wichtigen, Altersgruppe der 16-29-Jährigen war der Wertrückgang deutlich höher als bei den bis 49-Jährigen. Der Umsatzanteil am gesamten Getränkemarkt, vormals bei den jüngeren Konsumenten noch bei 8,6%, liegt nun einheitlich bei jeweils 6,6%.

Die Vermutung, der mäßige Sommer habe den Anteil der Bier+Limonade Getränke verringert, lässt sich aber nicht bestätigen. Die Verluste der Radlermischungen liegen mit 11% deutlich unter denen der anderen Sorten. Mit nun 55,3% der Biermischumsätze ist der Anteil sogar – getrieben durch einen Zuwachs bei den bis 29-Jährigen – angestiegen. Ein Trend der sich so auch im Haushaltskonsum feststellen lässt.

Durch neue Innovationen beflügelt, konnten auch die Bier+Flavour Mischungen bei den Umsatzanteilen leicht zulegen. Ein weiteres Indiz dafür, dass der Konsument gerade im Ready-to-drink-Bereich stetig nach neuen Produkten verlangt. Klarer Verlierer sind die Bier+Lemon Getränke. Hier zeichnet sich ein Ende des Trends ab, ähnlich wie dies bei den Bier+Cola Getränken vor einigen Jahren der Fall war.

Autor: Christian Waßmuth
Die Datenbasis ist das Online-Consumerpanel „GfK TrinkTrends“ der GfK Panel Services in Nürnberg.
Quelle:
Basis: 32,9 Mio. Privatpersonen in der Altersklasse 16-49 Jahre; Außer-Haus Konsum Getränke im Bereich Gastronomie und On-the-go (ohne Arbeitsplatz, Kantine, Schule).


GfK: Bier im Außer-Haus-Markt 2010

April 21, 2011

(Nürnberg, 21. April 2011) 2010 war für Bier und Biermischgetränke ein schwieriges Jahr im Außer-Haus Markt. Während sich der Gesamtmarkt der Getränke bei den 16 bis 49-Jährigen im Umsatz um -5,9% rückläufig entwickelte, konnten sich auch Bier und Biermischgetränke dieser Tendenz nicht entziehen.

Die Biermischgetränke hatten dabei mit einem Umsatzminus von fast 4% zu kämpfen, was im Wesentlichen aus dem zu kurzem Sommer (nur Juni und Juli) und der generellen Konsumzurückhaltung junger Zielgruppen im Außer-Haus Markt resultiert.

Der Bierumsatz war mit einem Minus von 7,8% stärker rückläufig als der gesamte Getränkemarkt. Im Monat Juni und Juli hat zwar die Fußball-WM vor allem. der Gastronomie mit der Möglichkeit zum „Public Viewing“ Umsatzzuwächse gebracht. So konnten beispielsweise die Biergärten in diesem Zeitraum deutlich zulegen. Allerdings reichte dieser Sondereffekt nicht aus um das Jahr zu retten.

Insgesamt haben sich die langfristigen Trends fortgesetzt. Die Ursachen für den Rückgang im Außer-Haus-Bereich sind vielfältig, wobei insbesondere der Faktor „Homing“ eine wichtige Rolle spielt. Die momentane aggressive Preis- und Promotionspolitik im Handel unterstützt diesen Trend zusätzlich. So muss der Konsument aktuell für die „Halbe“ Pils in der Gastronomie im Durchschnitt fast 3 Euro zahlen und im LEH dagegen nur etwa 60 Cent. Nicht nur, dass dieser Preisunterschied den „Homing-Trend“ unterstützt, so wird es für die Brauer auch zunehmend schwieriger, den Preisunterschied zu rechtfertigen.

Die klassische Kneipe hat dadurch weitere Rückläufe und entsprechende Marktanteilsverluste zu verzeichnen. Jedoch ist sie mit 22,4% der Bierumsätze in der Zielgruppe bis 49 Jahre immer noch der zweitstärkste Absatzkanal für Bier.

Die Restaurants waren hingegen vom rückläufigen Biermarkt weniger stark betroffen, sodass diese anteilig im Biermarkt zulegen konnten.

Autor: Horst Zocher
Die Datenbasis ist das Online-Consumerpanel „GfK TrinkTrends“ der GfK Panel Services in Nürnberg.
Quelle:
Basis: 32,6 Mio. Privatpersonen in der Altersklasse 16-49 Jahre; Außer-Haus Konsum Getränke im Bereich Gastronomie und On-the-go (ohne Arbeitsplatz, Kantine, Schule).