Deutsches Bäckerhandwerk stabil im Markt – Position als Marktführer im Außer-Haus-Verzehr gefestigt

April 10, 2013

April 2013 – Auch in 2012 erwies sich das Deutsche Bäckerhandwerk als stabile Säule des deutschen Mittelstandes. Steigende Umsatz- und Beschäftigtenzahlen je Betrieb zeichnen ein positives Bild der aktuellen Wirtschaftslage. Trotz des verstärkten Wettbewerbs auf dem Backwarenmarkt konnte sich das Bäckerhandwerk als unangefochtener Marktführer im Außer-Haus-Markt (991,1 Mio. Besucher) behaupten. Und auch kulturell blickt das Bäckerhandwerk optimistisch ins Jahr 2013: Mit dem „1. Tag des Deutschen Brotes“ begeht das Bäckerhandwerk am 12. Juni die feierliche Premiere des in Zukunft alljährlich stattfindenden Festtages und untermauert die Bedeutung des traditionsreichen Gewerbes sowie der deutschen Brotvielfalt.

Bäcker (Foto Darius Ramazani - Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks)

Bäcker (Foto Darius Ramazani – Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks)

„Angesichts der Krise sind wir mit den Wirtschaftszahlen des vergangenen Jahres zufrieden, allerdings stellen die sinkenden Auszubildendenzahlen nach wie vor eine Herausforderung für uns dar“, betont Präsident Peter Becker. Die Anzahl der Auszubildenden ist zwischen 2005 und 2011 um 14,2% auf 29.808 zurückgegangen. Um mehr Jugendliche für das Traditionshandwerk zu begeistern, setzt der Zentralverband seit 2011 auf schlagkräftige Nachwuchskampagnen. Mit mehr als 50.000 Fans gilt „Back Dir Deine Zukunft“ als erfolgreichste Nachwuchskampagne, die je von einem deutschen Verband gestartet wurde.

Der Brotkorb der Deutschen
Die deutsche Brotlandschaft ist einzigartig: Mehr als 3.000 Brotspezialitäten zählt das weltweit erste Brotregister, das zur Anerkennung der deutschen Brotkultur als immaterielles Kulturerbe durch die UNESCO beitragen soll. Welches Brot dem Deutschen das Liebste ist, darüber geben die Verkaufszahlen des Jahres 2012 Aufschluss: Mit 31,8 % ist das Mischbrot auf Platz 1, gefolgt von Toastbrot und Broten mit Körnern und Saaten. Unter dem Kleingebäck geht das Weizenbrötchen mit 51,4% als klarer Sieger hervor. „Kleinbackwaren gewinnen zunehmend an Bedeutung“, betont Präsident Peter Becker und verweist auf die Spitzenposition von Backwaren im Außer-Haus-Markt.

Energiewende: Steuerfinanzierung statt EEG-Umlage
Eine endgültige Abkehr von der EEG-Umlage, das ist die Forderung des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks e.V.: „Die Umlage-Finanzierung stellt eine existenzielle Bedrohung für unsere stromintensiven Handwerksbetriebe dar. Wenn sich nicht bald etwas ändert, stehen uns Kündigungen und Betriebsschließungen bevor“, mahnt Präsident Peter Becker. Der Zentralverband befürwortet eine Steuerfinanzierung der Energiewende. Mit ihr könnte die Energiewende gerecht, nachhaltig und für alle bezahlbar finanziert werden. Dabei sollte allerdings eine zusätzliche Belastung der Verbraucher und Unternehmen vermieden werden.

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Butterbrezeln und Pizza-Snacks stark im Kommen bei Bäckereien

März 4, 2010

CHD-Expert-Studie über F&B-Trends: Noch dominiert das belegte Brötchen

(Hamburg, 04. März 2010) Pizza „to go“ ist ein Renner in Bäckereien. Fast drei Viertel aller Bäckerfachgeschäfte mit heißen Snacks im Sortiment führen dieses bei Jung und Alt beliebte Produkt. Bei den kalten Speisen zum Mitnehmen dominieren das (klassische) belegte halbe Brötchen und – das ist neu in ganz Deutschland – Butterbrezeln. Das Snackangebot in den deutschen Bäckerfilialen wächst stetig und ist neben dem Verkauf von Brot und Backwaren zu einem stabilen Umsatzfaktor geworden. Dies geht aus der Studie „Backgewerbe 2009“ des internationalen, auf den Außer-Haus-Markt spezialisierten Marktforschungsinstituts CHD Expert hervor. Für den aktuellen Branchenreport wurden knapp 700 Bäckereifachgeschäfte in ganz Deutschland befragt.


„Kalte Snacks auf dem Web von oder zur Arbeitsstelle sind für viele Bäcker ein wichtiger Faktor zur Kundenbindung geworden“, erläutert Thilo Lambracht, Geschäftsführender Gesellschafter der CHD Expert (Deutschland) GmbH. Dagegen bieten derzeit nur 36 Prozent der Bäckerfilialen auch warme bzw. heiße Snacks an. Entsprechend geringer ist der Anteil der Stammkäufer.

Im Snackangebot dominiert das klassische, belegt halbe Brötchen. „Die Käse- oder Salamistulle trifft eben den allgemeinen Geschmack immer noch am Besten“, konstatiert Lambracht. Im Trend liegen Butterbrezeln – der herzhafte Snack aus Süddeutschland ist mittlerweile in ganz Deutschland zu haben. 43 Prozent der Bäcker haben Butterbrezeln ständig im Angebot. Der oft hervor gehobene Boom von gemischtem Salat findet in den Bäckereien nicht statt. Lediglich ein Viertel der Betriebe bieten verzehrfertige Salate.

Beim Getränkeangebot vertrauen die Bäcker auf etablierte Standards wie Mineralwasser, Säfte, Schorlen und Milch. Lediglich elf Prozent haben auch moderne Wellnessgetränke oder Bio-Limonaden im Sortiment. Auch beim Kaffee wird auf das Normalangebot eines Vollautomaten vertraut. Nur vier Prozent der Bäckereifilialen setzen auch auf Espresso aus speziellen Siebträgermaschinen.

Bäckereien setzten auf Snacks – allerdings dominieren belegte Brötchen und Pizza das Angebot; ausgefallene Speiseideen sind noch nicht in ganz Deutschland etabliert

Bäckereien setzten auf Snacks – allerdings dominieren belegte Brötchen und Pizza das Angebot; ausgefallene Speiseideen sind noch nicht in ganz Deutschland etabliert

„Wichtig für den Bäcker ist die breite Akzeptanz bei seiner Zielgruppe. Trendige Neuheiten werden mit Zurückhaltung betrachtet“, analysiert Lambracht. Bei neuen F&B-Ideen komme es darauf an, ob eine Mindestmenge abverkauft werden könne. Aufwendige Speisen in geringer Stückzahl seien nicht interessant.

Über die Publikation: Der Branchenreport „Backgewerbe 2009“ erschien im Februar und beinhaltet die Ergebnisse aus einer umfassenden Befragung unter 683 Bäckereifachgeschäften in Deutschland. Umfang: 81 Seiten. Kosten: 750 Euro. Bestellbar unter www.foodservice-shop.com


Griechenlands Markt für Brot- und Backwaren wächst stabil

Januar 11, 2008

Quelle: bfai

Konzentration nimmt zu / Importe von Maschinen zur Herstellung von Backwaren steigen

Der griechische Markt für Brot- und Backwaren zeichnet sich seit Jahren durch ein stabiles Wachstum von rund 6% pro Jahr aus. Dieser Trend dürfte sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Die Branche weist eine hohe Konzentration und infolgedessen einen intensiven Wettbewerb auf, was sich vor allem auf die Preispolitik der Anbieter auswirkt. Eine Verschärfung der Konsolidierung wird von einem neuen Gesetz erwartet, das den Vertrieb von Waren aus Bake-Off-Stationen ermöglicht.

Der griechische Markt für handelsübliche Brot- und Backwaren verzeichnete im Zeitraum 1995 bis 2006 ein jährliches Wachstum von 5,5%. Die wichtigste Produktkategorie war Toastbrot mit einem Marktanteil von rund 59%. Es folgten Brotlaibe mit 29% sowie Sandwichbrote und Brot deutschen Typs mit jeweils rund 6%. Das Absatzvolumen von Zwieback blieb im vorgenannten Zeitraum relativ unverändert, während Crisp-Artikel schwedischen Typs einen Absatzrückgang von rund 5% pro Jahr verzeichneten. Dagegen erhöhte sich die Nachfrage nach Zwieback-Artikeln traditionellen griechischen Typs sowie nach italienischen Grissini deutlich. Schätzungen beziehungsweise Prognosen der Marktforscher von Icap S.A. zufolge dürfte der Markt für Brot- und Backwaren im Zeitraum 2007 bis 2009 mit jährlichen Wachstumsraten um 5% weiter zulegen.

Gleichzeitig dürften auch die Importe von Lebensmittelverarbeitungsmaschinen steigen, da im Inland kaum entsprechende Maschinen produziert werden. Wachstumsimpulse werden auch für die Verpackungsindustrie erwartet. Seit 1996 und insbesondere seit 2000 investiert die Lebensmittelbranche kräftig in neue Technologien, um ihre Produktionskapazitäten zu erhöhen. Anreize lieferten das Entwicklungsgesetz und europäische Förderprogramme. Ein wichtiger Teil der Investitionen ging zudem in die Entwicklung von neuen Produkten und die Anschaffung von Qualitätssicherungssystemen für alle Produktionsphasen. Auch der Nachfrageanstieg, den die Supermärkte verzeichneten, belegt das Wachstumspotenzial der Branche: Der Umsatz der 65 existierenden Supermarktketten erhöhte sich 2006 um 6,5% auf 8,4 Mrd. Euro, so die Marktforschungsgesellschaft Hellastat S.A.

Griechenlands Markt für Brot- und Backwaren ist durch intensiven Wettbewerb zwischen den größten Industrieanbietern, die den Markt im Wesentlichen kontrollieren, gekennzeichnet. Beim Kampf um Marktanteile variieren die Anbieter ihre Produkte beziehungsweise entwickeln neue. Impulse werden von einem im Januar 2007 verabschiedeten Gesetz erwartet, das dem Lebensmitteleinzelhandel die Produktion und den Verkauf von Produkten nach der sogenannten Bake-off-Methode gestattet, das heißt das Ausbacken vorgebackener, tiefgekühlter Brote und Backwaren direkt an der Verkaufsstelle. Diese Entwicklung schafft einen neuen Markt, der nach Ansicht von Branchenvertretern den Wettbewerb in den kommenden Jahren weiter verschärfen wird. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach entsprechenden Öfen, mit denen die Brotabteilungen der Supermärkte ausgerüstet werden können.

Mit einer geringen Anzahl großer Industrieunternehmen und nur wenigen KMU weist der Markt eine hohe Konzentration auf. Folglich verfügen die meisten Akteure über ein gut ausgebautes, landesweites Vertriebsnetz und moderne Produktionsmethoden, die ihnen ein wettbewerbsfähiges Preisangebot ermöglichen. Angesichts der Wachstumsperspektiven der Supermärkte ist davon auszugehen, dass die Konzentration weiter voranschreiten wird. Zudem kommen die Eigenmarkenprodukte der großen Lebensmittelhandelsketten zum Angebot hinzu.

Während die neun größten Brot- und Backwaren-Produzenten 2006 ihren Umsatz um 4,5% erhöhen konnten, ging ihre Nettogewinnspanne um 27% zurück, so die Ergebnisse einer Untersuchung der Marktforscher von Icap S.A. Backöfen für Brot und Backwaren aus Inlandsproduktion wurden 2005 laut dem Statistischen Amt ESYE im Wert von 3,0 Mio. Euro abgesetzt, während andere Brotmaschinen (Teigknetmaschinen etc.) ein Absatzvolumen von 2,2 Mio. Euro erreichten.

Bei den Importen von entsprechenden Maschinen konnte 2006 nur bei Apparaten der Zolltarifposition 8438.10.10 (Maschinen und Apparate zum Herstellen von Backwaren) ein Anstieg um 24,2% auf 26,9 Mio. Euro verzeichnet werden. Von dieser Entwicklung konnten die deutschen Anbieter mit +61,4% auf 4,6 Mio. Euro überproportional profitieren.

Griechenlands Importe von Brot- und Backmaschinen (Volumen in 1.000 Euro, Veränderungen in %)

ZT-Pos. Warenbezeichnung Hauptlieferländer 2005 2006 Veränd. 2006/05 1. Hj. 2007
8417.20 Backöfen        
  Gesamt 3.929,2 3.514,2 -10,6 1.983,2
  Deutschland 1.926,5 841,6 -56,3 662,8
8438.10.10 Maschinen und Apparate z. Herstellen von Backwaren        
  Gesamt 21.640,1 26.884,6 24,2 11.932,8
  Deutschland 2.864,2 4.623,7 61,4 2.146,6
8438.10.90 Maschinen und Apparate z. Herstellen von Teigwaren        
  Gesamt 13.613,4 11.901,4 -12,6 611,4
  Deutschland 0,4 0,0 -100 0,0
8438.20.00 Maschinen und Apparate z. Herstellen von Süßwaren, Kakao oder Schokolade        
  Gesamt 5.684,3 3.428,0 -39,7 1.160,6
  Deutschland 2.994,5 1.250,5 -58,2 29,7

Quelle: Statistisches Amt ESYE in Athen

Es gibt zahlreiche Fachmessen für die Lebensmittelbranche, von denen die Detrop in Thessaloniki die wichtigste ist. Veranstalter ist Helexpo S.A.; nächster Ausstellungstermin ist im März 2009. Die Infacoma (ebenfalls von Helexpo S.A.) präsentiert unter anderem Kühltechnik für die Lebensmittelbranche und wird das nächste Mal vom 21. bis 24. Februar 2008 stattfinden. Auf der Syskeasia (14. bis 18. März 2008, Ort: Gelände von Expoathens in Athen) werden neben Verpackungsmaterialien auch die entsprechenden Maschinen ausgestellt; die Messe ist nur gewerblichen Kunden zugänglich.