Tiefkühlmarkt wächst überdurchschnittlich: Positive Halbjahresbilanz verspricht gutes Jahresergebnis

September 25, 2013

Quelle: Deutsches Tiefkühlinstitut, 25. September 2013

Tiefkühlkost wächst stärker als andere Lebensmittelwarengruppen im deutschen Markt – die Halbjahreszahlen bestätigen: Die Angebotsform Tiefkühlkost ist auch 2013 ein Wachstumsmarkt. Das Deutsche Tiefkühlinstitut (dti) – der Branchenverband der deutschen Tiefkühlwirtschaft – rechnet für das Jahr 2013 wieder mit einem mengen- und wertmäßigen Zuwachs im Tiefkühlmarkt.

Tiefkühlkost ist weiterhin stark gefragt

Tiefkühlkost ist weiterhin stark gefragt

Für das Gesamtjahr 2013 prognostiziert das dti einen Anstieg der Absatzmenge von Tiefkühlkost im Lebensmittelhandel von rund einem Prozent. Im Außer-Haus-Markt hingegen setzt sich der leicht rückläufige Trend aus dem vergangenen Jahr mit einem Minus von einem halben Prozent fort. Der Tiefkühlmarkt in Deutschland präsentiert sich damit insgesamt sehr stabil. In 2012 betrug der Gesamtabsatz 3,317 Millionen Tonnen.

Nach dti-Einschätzung wird der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch von TK-Produkten von bisher 41,0 Kilogramm in 2012 auf 41,1 Kilogramm in 2013 leicht ansteigen. Jeder Bundesbürger würde demnach 100 g mehr Tiefkühlprodukte verzehren. Verläuft das Jahr 2013 weiterhin so positiv, darf die Branche auch beim Umsatz ein respektables Wachstum erwarten: Nach dti-Einschätzung könnte der Gesamtumsatz mit Tiefkühlkost wie schon im Vorjahr um weitere 2 bis 2,5 Prozent auf ca. 12,3 Mrd. Euro wachsen.

Das mengenmäßige Wachstum wird hauptsächlich durch starke Produktkategorien wie Fleisch, Fisch und Gemüse generiert. Die Produktgruppe Fleisch legt nach vorübergehender Schwäche wieder deutlich zu. Etwas schlechter als der Durchschnitt entwickeln sich einige Bereiche bei Backwaren – Torten und Kuchen sind aber weiterhin sehr gefragt. Die Fertiggerichte haben nach schwierigem Jahresbeginn fast wieder das Vorjahresniveau erreicht. Der Aufwärtstrend bei TK-Pizza hält weiter an.

Die Abschwächung im GV-Markt resultiert aus einer rückläufigen Besucherfrequenz und dem nach wie vor anhaltenden Strukturwandel im Gastronomiemarkt zulasten der Fullservice-Gastronomie. Die Warenkategorie Tiefkühlkost ist auch bei den Profis weiterhin sehr beliebt. Die Tiefkühlkosthersteller stellen sich darauf mit veränderten Produktangeboten ein.

Der Verbraucher weiß die Vorzüge der Tiefkühlkost sehr zu schätzen. Die Branche hat also allen Grund, optimistisch in die Zukunft zu blicken!

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Immer mehr Deutsche kochen selbst: So isst die Bundesrepublik

August 12, 2013

Deutsche geben wöchentlich 113 Euro für Essen aus, das macht 5.876 Euro im Jahr – 27 Prozent der Deutschen gehen seltener essen als früher – Clever: Frauen kochen um zu sparen

August 2013 – Schnell etwas kochen, zum Asiaten nebenan gehen oder lieber beim Lieferservice bestellen: Vor dieser Entscheidung stand wohl jeder schon mal. Doch in Zeiten, in denen bewusste Ernährung voll im Trend liegt, gibt jeder vierte Deutsche an, seltener auswärts zu essen oder zu bestellen als früher. Das hat jetzt www.deals.com in einer aktuellen Umfrage herausgefunden. Warum und wie oft entscheiden sich die Deutschen für selbstgemachten Pizzateig oder lieber den Italiener um die Ecke? Und wie viel Geld geben Sie im Durchschnitt dafür aus?

Empty glasses set in restaurant

Ostdeutsche beim Supermarkteinkauf sparsamer als Westdeutsche
Bezugsquelle Nummer eins für Nahrung ist und bleibt der Supermarkt. Von insgesamt 113 Euro, die der Deutsche im Durchschnitt wöchentlich in Essen investiert, gibt er 77 Euro (87 Prozent) bei durchschnittlich rund zwei Supermarkt-Besuchen aus. Die Herren der Schöpfung scheinen den Lebensmitteleinkauf dabei eher den Frauen zu überlassen, denn jeder sechste Mann betritt weniger als einmal pro Woche einen Supermarkt. 75 Prozent aller Frauen tun dies am liebsten ein bis drei Mal pro Woche und geben dabei ganze 4.129 Euro im Jahr für ihre Einkäufe aus – 213 Euro mehr als die Männer. Im Ländervergleich erweisen sich die Anwohner der neuen Bundesländer als echte Sparfüchse: Ganze 10,60 Euro geben sie in der Woche weniger für Lebensmittel aus als die Bürger der alten Bundesländer – das macht eine Ersparnis von 551,20 Euro im Jahr.

Männer sind Kochmuffel, Frauen sind Sparfüchse
Sind Nudeln, Gemüse und Fleisch erst mal zu Hause angekommen, wird in deutschen Haushalten im Schnitt drei Mal pro Woche gekocht. Dabei werden sämtliche Klischees bestätigt: Mehr als jeder zweite Mann (52 Prozent) kocht maximal einmal die Woche für Familie und Freunde. 38 Prozent der Frauen tun dies hingegen sechs Mal die Woche oder täglich. Dies sei einfach günstiger – das finden zumindest 62 Prozent der Frauen. Immerhin jeder zweite Mann (52 Prozent) stimmt dem zu. Etwa die Hälfte der Deutschen (48 Prozent) sagt „zu Hause schmeckt’s am besten“ und entscheidet sich für das Kochen am heimischen Herd. Dass sich Frauen bewusster ernähren, bestätigen 57 Prozent der Befragten: Sie entscheiden sich fürs Kochen in den eigenen vier Wänden, weil es gesünder ist – allerdings nur 40 Prozent der Männer sehen dies als Argument.

Singles, denen häufig mangelnde Kochkunst nachgesagt wird, geben übrigens seltener an zu kochen, weil es dann besser schmeckt. Nur 39 Prozent der Singles geben das als Kochgrund an im Gegensatz zu 51 Prozent der Befragten in Beziehungen.

Zum Kochen fehlt die Zeit – und die Lust
Es ist aber durchaus legitim, sich einfach mal eine Pizza nach Hause kommen zu lassen oder auswärts essen zu gehen. Als Hauptgrund dafür gab ein Drittel (33 Prozent) der Befragten an, einfach keine Lust auf Kochen zu haben. 22 Prozent der Männer und Frauen haben zudem keine Zeit, sich selbst etwas zu kochen. Ist dies der Fall und fehlt die Muße zum selber kochen, so weiß sich der Bundebürger zu helfen: Die Deutschen geben jährlich im Durchschnitt 1.139 Euro für Restaurantbesuche und 728 Euro für Lieferservice oder Take-away aus.

Die Umfrage wurde von deals.com im Juli 2013 gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Ipsos unter 1.000 Teilnehmern durchgeführt. Alle Ergebnisse der Umfrage sind unter folgendem Link einzusehen: www.deals.com/kochen-bestellen-umfrage-ergebnisse.


Mehr „faire“ Gastronomie

März 3, 2012

Auf der Gastronomie-Messe Internorga ist Fairtrade mit 20 Partnern stark vertreten. Der Absatz im Außer-Haus-Markt stieg 2011 um rund 27 Prozent.

(Hamburg, 04. März 2012) Ob Café, Bäckerei, Mensa oder Hotel – immer mehr gastronomische Betriebe in Deutschland nehmen Fairtrade-Produkte in ihr Sortiment auf. Über 18.000 sind es bereits, die Kaffee mit dem Fairtrade-Siegel ausschenken oder weitere fair gehandelte Produkte auf dem Menü anbieten. „Die Gastronomie ist der Motor des Fairen Handels“, sagte TransFair-Geschäftsführer Dieter Overath im Vorfeld der Gastronomie-Messe Internorga in Hamburg. Der Außer-Haus-Markt ist der Fairtrade-Bereich mit dem stärksten Wachstum. Im vergangenen Jahr stieg der Absatz um 27 Prozent auf 4.000 Tonnen. Wichtigstes Fairtrade-Produkt in der Gastronomie ist Kaffee: 2.600 Tonnen wurden 2011 verkauft, das entspricht rund 371 Millionen Tassen. Und die Zahl der Verkaufsstellen steigt weiter: Ab sofort ist Fairtrade-zertifizierter Kaffee der Marke ‚Afro-Kaffee‘ auch in 131 OMV-Tankstellen in Süddeutschland erhältlich.

Pünktlich zur Gastronomie-Messe Internorga erscheint die neue Ausgabe des TransFair Gastronomie-Einkaufsführers:
http://www.fairtrade-deutschland.de/fuer-unternehmen/ausser-haus-markt/einkaufsfuehrer/?PHPSESSID=393733089077648150426e5240e7f3ca
TransFair Gastronomie-Einkaufsführer

Sortiment-Vielfalt wächst
„Der Außer-Haus-Markt kommt an der aktuellen Nachhaltigkeitsdebatte nicht vorbei. Hier ist eine klare Positionierung gefragt“, so Dieter Overath. „Fairtrade macht eine Nachhaltigkeitsstrategie konkret sichtbar.“ Die Vielfalt fair gehandelter Produkte nimmt in der Gastronomie kontinuierlich zu: Neu erhältlich sind unter anderem Fruchtsäfte von Dietz, Erdnuss-Öl der Ölmühle Moog GmbH, Nüsse von Fru’Cha, ‚Das Eis‘ von Healthy Planet sowie Mini-Pralinen von Maestrani.

Fairtrade-Partner auf der Internorga
Auf der führenden Fachmesse für Hotellerie und Gastronomie ist Fairtrade mit 20 Partnerfirmen stark vertreten. Pünktlich zur Internorga erscheint die neue Ausgabe des TransFair Gastronomie-Einkaufsführers. Die Publikation umfasst Informationen zum gesamten Fairtrade-Sortiment für den gastronomischen Bereich in Deutschland und liefert eine Übersicht über die Partnerunternehmen. Neben fair gehandeltem Kaffee umfasst das Angebot Tee, Kakao, Saft, Limonade, Wein, Zucker, Eis, Gebäck, Schokolade und Reis. Für Fairness über die Speisekarte hinaus sorgen Tischdecken, Schürzen und Handtücher aus Fairtrade-zertifizierter Baumwolle.

Hohe Qualität mit Mehrwert
Verbraucher fragen verstärkt Produkte nach, die nicht nur hohen Qualitätsstandards entsprechen, sondern zudem ökologisch nachhaltig und sozial gerecht hergestellt wurden. Der Faire Handel verbindet diese Kriterien. Fairtrade strebt langfristige Partnerschaften auf Augenhöhe an, um die Arbeits- und Lebensbedingungen der Produzenten nachhaltig zu verbessern. Um eine ressourcenschonende Produktionsweise zu sichern, beinhalten die Fairtrade-Standards strenge Umweltkriterien. Neben garantierten Mindestpreisen, erhalten die Produzenten eine zusätzliche Fairtrade-Prämie, die Gemeinschaftsprojekten zugute kommt. Die Produzentenorganisationen entscheiden demokratisch, wie das Geld investiert wird, beispielsweise in Bildungs- oder Gesundheitsmaßnahmen.

Eine besondere Regelung gilt im Kaffee-Anbau: Hier sind die Qualitätsanforderungen des internationalen Marktes in den letzten Jahren stark gestiegen. Um diesen Ansprüchen auch zukünftig zu entsprechen, müssen 25 Prozent der Fairtrade-Prämie für Projekte zur Steigerung von Produktivität und Qualität verwendet werden.

Fairtrade-Partner auf der Internorga:
Alois Dallmayr Gastro-Service GmbH & Co., Azul-Kaffee GmbH & Co. KG, Barry Callebaut Deutschland GmbH, Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG, CUP&CINO, Gebr. Westhoff GmbH & Co. KG, GEPA – The Fair Trade Company, Hanseatic Fine Food GmbH, J.J. Darboven GmbH & Co. KG, Jakob Gerhard Automatische Verkaufsanlagen GmbH, Heimbs Kaffee GmbH & Co. KG, Lemonaid + ChariTea, Melitta SystemService GmbH & Co. KG, Nestlé Professional GmbH, Ostfriesische Tee Gesellschaft, Seeberger KG, Tchibo Coffee Service GmbH, Teekanne GmbH & Co. KG, Unilever Deutschland GmbH Eis & AHM, Unilever Deutschland GmbH Food Solutions Deutschland.

Partner-Firmen von Fairtrade auf der Internorga:
http://www.fairtrade-deutschland.de/fuer-unternehmen/events-und-veranstaltungen/messe-special/internorga/?PHPSESSID=393733089077648150426e5240e7f3ca


Fischerzeugnisse: Seit 2012 oft in Latein

März 2, 2012

(Berlin, 02. März 2012) Seit dem 1. Januar 2012 ist die Kennzeichnung von Fischerzeugnissen neu geregelt. Viele Produkte müssen sowohl mit dem deutschen als auch mit dem lateinischen Namen ausgezeichnet werden, meldet das Fisch-Informationszentrum (FIZ). Das gilt beispielsweise für Fisch an der Frischfischtheke, Räucherfisch und viele Tiefkühlprodukte.

Von Heike Kreutz/AID

Der Hinweis kann auf dem Preisschild, aber auch auf Plakaten oder Postern stehen. Theragra chalcogramma ist beispielsweise der Alaska-Seelachs, Salmo salar der Lachs und Clupea harengus der Hering. In einigen Fällen endet der wissenschaftliche Name mit dem Kürzel „spec.“ (Mehrzahl: „spp.“) für Art beziehungsweise Spezies. So ist Gadus spp. ein Fisch der Gattung Kabeljau, die Art ist aber nicht genau benannt. Wer es genau wissen will, fragt nach, ob es sich etwa um einen Atlantischen Kabeljau (Gadus morhua) oder Pazifischen Kabeljau (Gadus macrocephalus) handelt.

Das Jahr 2012 bringt noch weitere Änderungen mit sich: So müssen beispielsweise Tiefkühlprodukte, die vor dem Verkauf aufgetaut und als frische Ware an der Bedientheke gehandelt werden, ab sofort mit dem Hinweis „aufgetaut“ gekennzeichnet sein. Das gilt aber nicht für roh verzehrte Fischereierzeugnisse und solche, die nach dem Auftauen geräuchert, gesalzen, gegart oder mariniert wurden.

Alles über Fisch erfahren Sie auf www.was-wir-essen.de in der Rubrik „Lebensmittel von A-Z“


Der Außer-Haus Markt für Getränke im Jahr 2011

Februar 22, 2012

Quelle: cafe-future.net, 22. Februar 2012 – Von Simone Peiker

Die Gesellschaft für deutsche Sprache ernannte unlängst „Stresstest“ zum Wort des Jahres 2011. Grund dafür war, dass sich sehr viele Bereiche wie beispielsweise das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21, deutsche Atomkraftwerke, Banken und sogar Länder in diesem Jahr einem solchen unterzogen sahen.

Umso erfreulicher ist es, dass entgegen diesen kritischen Faktoren der Außer-Haus Markt für Getränke seinen Stresstest im Jahr 2011 bestanden hat: Mit einer Umsatzentwicklung von +0,2% hat sich der Außer-Haus Getränkemarkt stabilisiert. Zwar hat sich der Haushaltskonsum mit +3,6% besser entwickelt, profitiert aber auch von günstigeren Einflussfaktoren.

Nach wie vor verhindert jedoch eine rückläufige Ausgehfrequenz von -3% im Vergleich zum Vorjahr (Altersgruppe 16-49 Jahre) eine bessere Entwicklung. Vor allem die junge Zielgruppe der 16-29-Jährigen ist hierfür verantwortlich. Der Trend zum „Homing“ und/oder auch verstärktes Feiern im Privaten, bei denen Getränke konsumiert werden, sind hier als Gründe zu nennen.

Wieder einmal zeigte sich in 2011, dass das Wetter und saisonale Gegebenheiten den Außer-Haus Konsum ebenfalls beeinflussen. So war der starke Monat Juni nicht nur durch die relativ guten Wetterbedingungen sondern auch kalendarischen Verlagerungen einiger Feiertage zu erklären. Positiv verlief vor allem das letzte Tertial des Jahres; für das Umsatzplus von mehr als 2% zum Vorjahrestertial sorgten die für diese Jahreszeit eher unüblichen milden und trockenen Klimabedingungen.

Alles in allem wurde die Markt-stabilisierung getragen von einer erhöhten Ausgabebereitschaft was Getränke betrifft, d.h. es wurden bei den insgesamt selteneren Ausgehtagen wertigere Getränke getrunken.

In den Getränkekategorien verloren einzig die Biermischgetränke und Cocktails & Longdrinks überproportional zum Gesamtmarkt. Übrige Getränkekategorien zeigten sich relativ stabil (Heißgetränke) oder leicht ansteigend (Spirituosen, Bier und Wein, Sekt &Co).

Besonders die Alkoholfreien Kaltgetränke zeigten eine starke Performance und konnten um 4,1% im Wert wachsen und auch anteilig am Markt einen Prozentpunkt zugewinnen.

Mehr als jeder fünfte Euro wird Außer-Haus mittlerweile in dieses Segment investiert. Süßgetränke, insbesondere der stark wachsende Markt der Energydrinks sowie fruchthaltige Getränke und Schorlen waren hier die Haupttreiber!

Mit Spannung darf man den Entwicklungen in 2012 hinsichtlich neuer Herausforderungen und Stresstests entgegenschauen und hoffen, dass der Getränkekonsum Außer-Haus weiter erstarkt.

Die Datenbasis ist das Online-Consumerpanel „GfK TrinkTrends“ der GfK Panel Services in Nürnberg.
Basis: 32,2 Mio. Privatpersonen in der Altersklasse 16-49 Jahre; Außer-Haus Konsum Getränke im Bereich Gastronomie und On-the-go (ohne Arbeitsplatz, Kantine, Schule).


Lebensmittelabfälle vermeiden: Verantwortlicher Umgang mit Ressourcen ist für die Ernährungsindustrie oberstes Gebot

September 2, 2011

Quelle: Bundesvereinigung der Deutschen Ernährtungsindustrie, 02. September 2011

Die Unternehmen der Ernährungsindustrie gehen verantwortungsvoll mit landwirtschaftlichen Rohstoffen um und arbeiten ständig daran, weitere Effizienzpotenziale bei der Lebensmittelproduktion zu erschließen. Es gehört zum Selbstverständnis der Hersteller ressourcenschonend mit Lebensmitteln umzugehen, denn das betriebliche Kostenmanagement ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen.

Die Ernährungsindustrie unterstützt das Vorhaben des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), die Datengrundlage zu verbessern, um belastbare Zahlen über Menge und Art der Nahrungsmittel zu erfassen, die jährlich in Deutschland auf dem Müll landen.

Eine aktuelle, im Auftrag des BMELV durchgeführte Forsa-Umfrage belegt, dass der größte Teil der weggeworfenen Lebensmittel aus Privathaushalten stammt. Gründe hierfür liegen unter anderem darin, das die Konsumenten über den bestehenden Bedarf hinaus einkaufen sowie der falschen Interpretation des Mindesthaltbarkeitsdatums. Hier kann eine bessere Verbraucheraufklärung ansetzen.

Ansätze für weitere Verbesserungen in ihrem Verantwortungsbereich sieht die Ernährungsindustrie in einer Verstärkung der Zusammenarbeit mit dem Handel, z.B. über die Optimierung der Warenwirtschaftssysteme, die eine noch bedarfsgenauere Steuerung des Lebensmittelangebotes ermöglichen.

Auch in der Optimierung der Verpackungsgrößen und mit Hilfe der Portionierbarkeit von Gebinden lassen sich weitere Fortschritte erzielen, an denen die Industrie konsequent arbeitet und die den Konsumenten den Umgang mit ihren Lebensmitteln erleichtern.

Trotz vielfältiger Anstrengungen für eine weitere Verringerung von Ausschussproduktion, wird es aber immer wieder Situationen geben, in denen qualitativ einwandfreie Produkte von den Spezifikationen abweichen und deshalb im Wirtschaftsprozess nicht mehr verwendet werden können. In diesen Fällen arbeitet die Ernährungsindustrie eng mit „Den Tafeln“ und der „Lebensmittelbank“ zusammen, die dafür sorgen, dass einwandfreie Nahrungsmittel kostenlos an sozial bedürftige Menschen verteilt werden.

Darüber hinaus zielen die Bestrebungen der Ernährungsindustrie darauf ab, Rohstoffe möglichst über mehrere Nutzungsphasen einzusetzen und dadurch den Ressourcenverbrauch zu reduzieren. Dies erfolgt insbesondere dadurch, indem Reststoffe aus der Nahrungsmittelproduktion zur Herstellung von Futtermitteln oder zur energetischen Verwertung genutzt werden.


Konsumenten-Trends: Regional ist das neue Bio

August 9, 2011

(Frankfurt/Main, 09. August 2011) Für Verbraucher zählt zunehmend eines: Essen sie außer Haus, wollen sie genau wissen, woher ihr Essen stammt. Dies zeigt die aktuelle Exklusivumfrage unter Profis der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung, die jährlich von den zwei Wirtschaftsfachzeitschriften food-service und gv-praxis (Deutscher Fachverlag GmbH, Frankfurt am Main) durchgeführt wird. Demnach hat die Nachfrage nach regionaler Küche im letzten Jahr stark zugenommen. Transparenz wird mehr und mehr zum Schlüsselfaktor, sogar Bio-Produkte werden an dieser Stelle in die Nebenrolle verdrängt.

Auch das Thema Sicherheit spielt laut Umfrage bei gastronomischen Offerten eine immer größere Rolle. So finden bekannte Spezialitäten, wie es sie schon bei der Großmutter gab, einen deutlich höheren Zuspruch als in früheren Jahren. Die „alte Küche“ erlebt eine Renaissance, denn die Gerichte sind vertraut und wecken Kindheitserinnerungen.

Darüber hinaus trägt das „Gesundheitsgewissen“ maßgeblich zur Entscheidung bei, was auf den Teller kommt. Ganz nach dem Motto „grün, grüner, am grünsten“ bestellen Verbraucher zunehmend Salate und vegetarisches Essen. Dies sind laut Umfrage die wachstumsstärksten Gerichte im Außer-Haus-Markt. Leicht, fettarm, frisch – damit können Gastronomen punkten.

Wachstumssieger bei den Getränken
Als Gewinner 2010 gehen bei den alkoholischen Getränken Cocktails/Longdrinks hervor: Mit ihrem Sprung von Platz 5 auf 1 verdrängen sie den bisherigen Spitzenreiter Weizenbier, der im aktuellen Ranking nur noch die Vize-Position ergattert. Dieses überraschende Wachstum alkoholischer Mischgetränke dürfte zu großen Teilen dem neuen In-Produkt zu verdanken sein: Aperol-Spritz.

Die promillefreie Plusmacher-Liste dokumentiert, dass alkoholfreies Bier seine Beliebtheit bei den Konsumenten klar steigern konnte: Es rückt von Position 6 auf 4 vor. Stilles Wasser bleibt in dieser Kategorie die unangefochtene Nummer 1.

Die gesamten Ergebnisse der Online-Befragung von Profis in der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung sind in den aktuellen Ausgaben von food-service und gv-praxis veröffentlicht. Insgesamt wurden über 250 Rückläufe ausgewertet.