Gäste geben mehr aus – Sattes Plus im Außer-Haus-Markt

Januar 20, 2016

Januar 2016
Jochen Pinsker - Foto: privatDas war ein gutes Jahr: Die Gästeausgaben im Außer-Haus-Markt steigen um satte 3,3 Prozent auf rund 73 Milliarden Euro. Dies gab Marktforscher Jochen Pinsker von der npdgroup im Interview mit HOTELIER TV & RADIO bekannt.

Zu dem Zuwachs führten vor allem höhere Ausgaben pro Besuch und – zu einem geringeren Anteil – nur leicht gestiegene Anzahl an Gastronomiebesuchen. „Die Gäste essen nicht viel häufiger außer Haus, geben dann aber mehr aus“, so Pinsker. Das sog. Trading-up ist auf eine gestiegene Qualitätsnachfrage bei F&B zurückzuführen. Nur teilweise basiere der Umsatzzuwachs auf Preiserhöhungen.

Für das kommende Jahr erwartet der versierte Marktforscher abermals um drei bis vier Prozent steigende Ausgaben der Gäste und eine leicht steigende Zahl an Besuchen. Jedoch die Höhe der Ausgaben je Gast werde weniger stark wachsen. Lieferdienste von Lebensmitteleinzelhändler werde der klassischer Gastronomie einige Marktanteuile abjagen.


Steigender Außer-Haus-Verzehr bei Schweinefleisch

Mai 24, 2013

Quelle: topagrar.com, 24. Mai 2013

Schweinefleisch steht beim deutschen Verbraucher weiterhin hoch im Kurs und stellt mit einem Mengenanteil von 62 Prozent auch im vergangenen Jahr das wichtigste Segment des Fleischmarktes dar. Die Einkaufsmenge der von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) erfassten Haushalte an Schweinefleisch musste jedoch im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von 2,8 Prozent verzeichnen.

Steigender Außer-Haus-Verzehr bei Schweinefleisch

Steigender Außer-Haus-Verzehr bei Schweinefleisch

Die Gründe für die gesunkene Nachfrage nach Schweinefleisch dürften vielfältiger Natur sein. Neben einem deutlich gestiegenen Verbraucherpreis für Schweinefleisch (+6,8 Prozent) kann die zunehmende Bedeutung des Außer-Haus-Verzehrs als Ursache des Nachfragerückgangs angeführt werden. Das Segment Fleischer-Imbiss konnte sein Marktvolumen von 2000 bis 2012 um gut 70 Prozent ausbauen. Die jährliche Zuwachsrate lag bei 4,6 Prozent.

Ferner zeigt die aktuelle afz-Investitionsbefragung, dass Imbiss und Heiße Theke den betriebswirtschaftlichen Erfolg verstärken. Der Außer-Haus-Markt mit Snackgeschäften, Mittagstisch, Partyservice und Catering macht mittlerweile ein Viertel des Umsatzes der Metzgereien aus.


Restaurantbesuche in Griechenland durch die Krise stark gefallen

Januar 6, 2011

Erheblicher Umsatzrückgang sowie Geschäftsschließungen sind wohl die beiden Hauptthemen auf dem Gastronomiemarkt in Griechenland für den Zweijahreszeitraum 2009-10

Quelle: INTZEIDIS Consulting, 06. Januar 2011

Erheblicher Umsatzrückgang sowie Geschäftsschließungen sind wohl die beiden Hauptthemen auf dem Gastronomiemarkt in Griechenland für den Zweijahreszeitraum 2009-10. Außerdem erwartet man für das laufende Jahr eine weitere Zuspitzung der Geschäftslage.

Charakteristisch ist, dass die Griechen nach einer ICAP-Studie im Jahr 2009 13% weniger Geld für Essen außer Haus ausgegeben haben – das bedeutet in Zahlen 5,6 Milliarden Euro gegenüber 6,64 Milliarden im Jahr 2008. Für das Jahr 2010 wird ein Rückgang um bis zu 20% nicht ausgeschlossen und mit besonderer Spannung und Besorgnis wird die weitere Marktentwicklung im Laufe des Jahres 2011 erwartet. In der Folge müssen zahlreiche Lokale schließen, während andere Unternehmer der in den letzten Jahren so beliebten Branche ihre Investitionspläne nicht verwirklichen können.

Der Abschwung zieht sich durch den gesamten Gastronomiebereich, durch die verschiedensten Vorlieben der Verbraucher. Es lohnt jedoch die Anmerkung, dass sich auf dem ersten Platz die Restaurants mit Mittelmeerküche, internationalem Speiseangebot und Ethnolokale befinden, auf sie entfielen im Jahr 2009 30,9% des Gesamtumsatzes des Gastronomiemarktes, d.h. 1,7 Milliarden Euro. Darauf folgten Bistros, all day Bar-Restaurants und Café-Restaurants mit einem Umsatz von 1,57 Milliarden Euro im Jahr 2009 gegenüber 2,8 Milliarden im vorhergehenden Jahr.

Schließlich bleibt festzustellen, dass entgegen der landläufigen Meinung der Umsatzanteil von Tavernen, Grillrestaurants und griechischen Vorspeiselokalen (Mezedopoleio) der geringste ist. Er belief sich im Jahr 2009 auf 9,2% gegenüber 10,7% im Jahr 2008, wobei hier ein stetiger Abschwung seit 2006, dem Jahr, in dem diese Kategorie mit 12,1% Anteil am Gesamtumsatz ihre besten Ergebnisse erzielte, zu beobachten ist.


Deutsche Restaurants & Co. – mittags minus, abends plus

Januar 5, 2011

Quelle: cafe-future-net, 05. Januar 2011

Die ersten neun Monate des Jahres 2010 zeigten für Deutsche eine negative Gästeentwicklung. Allerdings verlor das Segment zumindest nicht überdurchschnittlich – verglichen mit dem gesamten Fullservice-Bereich. Rückläufig war das Mittagsgeschäft, während der Abend an Frequenz gewann.

Die Daten stammen aus dem CREST (Consumer Reports On Eating Share Trends) Verbraucherpanel der npdgroup deutschland GmbH in Nürnberg.


1. Hj. 2010: 0,5 % minus bei AHM-Privatnachfrage

August 4, 2010

Quelle: cafe-future.net, 03. August 2010

Deutschlands Verbraucher gaben im 1. Halbjahr 2010 im Außer-Haus-Markt 0,5 % weniger aus als im 1. Hj. ’09 (damals betrug das Minus 1,9 %). So die jüngsten Daten der npdgroup in Nürnberg (CREST Online Panel/Stichprobe 8.000/Monat).

Und wieder kommt der Rückgang komplett aus 1,3 % weniger Frequenz, denn die Durchschnittsausgaben pro Gast sind um 0,6 % gestiegen.

Charakteristisch fürs 1. Quartal war der bitterkalte Winter, im 2. Quartal präsentierte sich der Mai überragend erfreulich.

Nach Segmenten geschaut gilt: Gemeinschaftsverpflegung (Workplace, Education) schneidet mit Abstand am besten ab. Will heißen, zwar 0,6 % weniger Besuche, jedoch 1.8 % höhere Durchschnittsausgaben pro Gast und daraus ergibt sich dann 1,3 % mehr Ausgaben. Die Zahlen sind das Spiegelbild der Entwicklung am Arbeitsmarkt. Mehr Beschäftigung.

In der Gastronomie schneidet wie erwartet der komplette Quickservice-Sektor (QSR, Retail, Convenience) am besten ab. Ein Ausgabenplus von 0,6 % bei 0,8 % weniger Besuchen aber 1,3 % höheren Durchschnittsbons.

Die beiden anderen Sektoren, nämlich Fullservice (FSR, Hotels) und Kommunikationsgastronomie (Leisure/Entertainment) liegen bei den Ausgaben mit 1,4 % bzw. 1,8 % im Minus. In beiden Fällen über 2 % Frequenzminus, aber ein leichtes Bon-Plus.

Die hier gezeigten Verbraucher-Ausgaben addieren sich republikweit zu Bruttoumsätzen von 30 Mrd. € fürs 1. Hj. 2010. Sie implizieren nur die private Nachfrage – nicht die institutionelle Verpflegung (Krankenhaus, Altenheim usw.) oder die Geschäftsnachfrage (Firmenfeiern usw.).