Immer mehr Deutsche kochen selbst: So isst die Bundesrepublik

August 12, 2013

Deutsche geben wöchentlich 113 Euro für Essen aus, das macht 5.876 Euro im Jahr – 27 Prozent der Deutschen gehen seltener essen als früher – Clever: Frauen kochen um zu sparen

August 2013 – Schnell etwas kochen, zum Asiaten nebenan gehen oder lieber beim Lieferservice bestellen: Vor dieser Entscheidung stand wohl jeder schon mal. Doch in Zeiten, in denen bewusste Ernährung voll im Trend liegt, gibt jeder vierte Deutsche an, seltener auswärts zu essen oder zu bestellen als früher. Das hat jetzt www.deals.com in einer aktuellen Umfrage herausgefunden. Warum und wie oft entscheiden sich die Deutschen für selbstgemachten Pizzateig oder lieber den Italiener um die Ecke? Und wie viel Geld geben Sie im Durchschnitt dafür aus?

Empty glasses set in restaurant

Ostdeutsche beim Supermarkteinkauf sparsamer als Westdeutsche
Bezugsquelle Nummer eins für Nahrung ist und bleibt der Supermarkt. Von insgesamt 113 Euro, die der Deutsche im Durchschnitt wöchentlich in Essen investiert, gibt er 77 Euro (87 Prozent) bei durchschnittlich rund zwei Supermarkt-Besuchen aus. Die Herren der Schöpfung scheinen den Lebensmitteleinkauf dabei eher den Frauen zu überlassen, denn jeder sechste Mann betritt weniger als einmal pro Woche einen Supermarkt. 75 Prozent aller Frauen tun dies am liebsten ein bis drei Mal pro Woche und geben dabei ganze 4.129 Euro im Jahr für ihre Einkäufe aus – 213 Euro mehr als die Männer. Im Ländervergleich erweisen sich die Anwohner der neuen Bundesländer als echte Sparfüchse: Ganze 10,60 Euro geben sie in der Woche weniger für Lebensmittel aus als die Bürger der alten Bundesländer – das macht eine Ersparnis von 551,20 Euro im Jahr.

Männer sind Kochmuffel, Frauen sind Sparfüchse
Sind Nudeln, Gemüse und Fleisch erst mal zu Hause angekommen, wird in deutschen Haushalten im Schnitt drei Mal pro Woche gekocht. Dabei werden sämtliche Klischees bestätigt: Mehr als jeder zweite Mann (52 Prozent) kocht maximal einmal die Woche für Familie und Freunde. 38 Prozent der Frauen tun dies hingegen sechs Mal die Woche oder täglich. Dies sei einfach günstiger – das finden zumindest 62 Prozent der Frauen. Immerhin jeder zweite Mann (52 Prozent) stimmt dem zu. Etwa die Hälfte der Deutschen (48 Prozent) sagt „zu Hause schmeckt’s am besten“ und entscheidet sich für das Kochen am heimischen Herd. Dass sich Frauen bewusster ernähren, bestätigen 57 Prozent der Befragten: Sie entscheiden sich fürs Kochen in den eigenen vier Wänden, weil es gesünder ist – allerdings nur 40 Prozent der Männer sehen dies als Argument.

Singles, denen häufig mangelnde Kochkunst nachgesagt wird, geben übrigens seltener an zu kochen, weil es dann besser schmeckt. Nur 39 Prozent der Singles geben das als Kochgrund an im Gegensatz zu 51 Prozent der Befragten in Beziehungen.

Zum Kochen fehlt die Zeit – und die Lust
Es ist aber durchaus legitim, sich einfach mal eine Pizza nach Hause kommen zu lassen oder auswärts essen zu gehen. Als Hauptgrund dafür gab ein Drittel (33 Prozent) der Befragten an, einfach keine Lust auf Kochen zu haben. 22 Prozent der Männer und Frauen haben zudem keine Zeit, sich selbst etwas zu kochen. Ist dies der Fall und fehlt die Muße zum selber kochen, so weiß sich der Bundebürger zu helfen: Die Deutschen geben jährlich im Durchschnitt 1.139 Euro für Restaurantbesuche und 728 Euro für Lieferservice oder Take-away aus.

Die Umfrage wurde von deals.com im Juli 2013 gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Ipsos unter 1.000 Teilnehmern durchgeführt. Alle Ergebnisse der Umfrage sind unter folgendem Link einzusehen: www.deals.com/kochen-bestellen-umfrage-ergebnisse.

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Dehoga stellt Branchenbericht vor: Hoteliers und Gastronomen erwarten gutes Jahr: Aber politische Begleitmusik muss stimmen

Juni 28, 2012

Quelle: Dehoga-Bundesverband, 28. Juni 2012

Nach einem erfreulichen Winterhalbjahr bleibt das Gastgewerbe auch für den Sommer 2012 optimistisch. Zu diesem Ergebnis kommt der jüngste Branchenbericht des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga-Bundesverband). „Der allgemeine Wirtschaftsaufschwung, sinkende Arbeitslosenzahlen und die Ankurbelung der Binnennachfrage sorgen für bessere Zahlen in Gastronomie und Hotellerie. Die Branche ist gestärkt aus der Wirtschaftskrise hervorgegangen“, erklärte Dehoga-Präsident Ernst Fischer bei der Vorstellung des Berichts in Berlin.

Gastgewerbe bleibt auch für den Sommer 2012 optimistisch
Gastgewerbe bleibt auch für den Sommer 2012 optimistisch

Konjunktur: Deutschlandurlaub weiterhin im Trend
Nach einem Rekordwert in 2011 stieg die Zahl der Übernachtungen in der Hotellerie von Januar bis März 2012 laut Statistischem Bundesamt um sechs Prozent auf 96,2 Millionen. „Deutschland als Reiseland liegt in der Gunst der Gäste aus nah und fern ganz vorne“, so Fischer.

34,7 Prozent der Hoteliers bezeichnen ihre Geschäftslage im Winterhalbjahr als gut, 44,8 Prozent als befriedigend. Die Stimmung hat sich damit noch einmal verbessert. Dementsprechend positiv entwickelten sich auch die Umsätze in der Branche. Zwei Drittel der Unternehmen (68,0 Prozent) konnten ihren Umsatz von Oktober 2011 bis März 2012 stabilisieren bzw. erhöhen. Dennoch bleibt die Ertragslage weiter angespannt. Steigende Betriebskosten und wenig Spielraum bei der Preisgestaltung führten bei 42,7 Prozent der Unternehmen zu sinkenden Erträgen. Erfreulich ist die anhaltend hohe Investitionsbereitschaft der Betriebe, es wird vor allem modernisiert. Als Gründe dafür nannte Fischer die gute Konjunktur und insbesondere die Mehrwertsteuersenkung für Übernachtungen.

Der Dehoga-Präsident verwies in diesem Zusammenhang auf eine aktuelle wissenschaftliche Studie. Das Institut für Management und Tourismus (IMT) der Fachhochschule Westküste hatte die durch die Mehrwertsteuersenkung ausgelösten Investitionsmaßnahmen von knapp 5.200 Gasthöfen, Pensionen und Hotels aus der gesamten Bundesrepublik ausgewertet und addiert.

Zusammen haben diese Unternehmer in den Jahren 2010 und 2011 fast eine Milliarde Euro zusätzlich in Neuanschaffungen, Renovierungen, Energieeffizienzmaßnahmen sowie An- und Umbauten investiert und mehr als 11.000 neue Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen.

Auch in der Gastronomie ist der Aufschwung angekommen. Die robuste Binnennachfrage und die insgesamt günstigen Witterungsverhältnisse sorgen dafür, dass 75,6 Prozent der Unternehmen ihre Lage als gut bzw. befriedigend beurteilen. Hinsichtlich der Umsatzentwicklung kann die Gastronomie wieder mit der Hotellerie aufschließen. So hielten gut zwei Drittel der Unternehmer (64,0 Prozent) ihre Umsätze stabil oder bauten sie sogar aus. Das ist der beste Wert seit dem Winterhalbjahr 2006/07. Steigende Kosten bei Lebensmitteln und im Energiebereich haben jedoch auch hier dafür gesorgt, dass die Erträge bei fast der Hälfte der Unternehmen gesunken sind. Vor diesem Hintergrund ist es äußerst positiv zu sehen, dass die Investi-tionsneigung und die Beschäftigungsentwicklung nahezu stabil blieben.

Für die Sommermonate geben sich Gastronomen und Hoteliers optimistischer als vor einem Jahr. 85,5 Prozent der Hoteliers und 82,5 Prozent der Gastronomen erwarten für die Zeit von April bis September 2012 stabile oder sogar bessere Geschäfte als in der Vorjahressaison. Angesichts dieser positiven Ergebnisse prognostiziert der Dehoga für das Gesamtjahr 2012 für das Gastgewerbe ein Umsatzplus von 3,0 Prozent.

Arbeitsmarkt: Mindestlöhne und Einschränkungen bei den Minijobsverringern Beschäftigung
„So positiv die konjunkturelle Entwicklung ist, so groß sind die aktuellen politischen Herausforderungen für die Branche“ berichtete Dehoga-Präsident Fischer. Die Politik sei aufgerufen, den Aufschwung zu stabilisieren, zu fördern und nicht abzuwürgen. „In den letzten zehn Jahren haben Gastronomie und Hotellerie fast einhunderttausend sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen“, hob Fischer hervor. Ein Plus von gut zwölf Prozent, während die Zahl in der Gesamtwirtschaft nur um rund zwei Prozent gestiegen sei.

„Diese hervorragende Arbeitsmarktbilanz darf nun allerdings nicht durch ein starres, unflexibles Arbeitsrecht, Einschnitte bei den Minijobs oder durch die Einführung von Mindestlöhnen gefährdet werden“, machte Fischer deutlich. Die Entwicklung in den letzten Jahren habe gezeigt: Minijobs verdrängen keine sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze. Im Gegenteil: Sie stützten sie.

Das klare Nein zu den Mindestlöhnen begründete Fischer mit den Worten: „Die Tarifautonomie ist in Deutschland ein hohes Gut. Es darf nicht sein, dass durch Mindestlöhne oder politische Lohnuntergrenzen die zwischen der Gewerkschaft NGG und den Dehoga-Landesverbänden fair ausgehandelten Entgelte in Frage gestellt werden. Lohnfindung ist Aufgabe der Tarifvertragsparteien und nicht Sache der Politik.“

Unternehmer benötigen Planungssicherheit – Nein zu Bettensteuern
Als „absolut kontraproduktiv“ bezeichnete Fischer die Diskussion um eine Rücknahme der Mehrwertsteuersenkung für Hotels sowie die Einführung kommunaler Bettensteuern. Sie seien verfassungswidrig.

Der Dehoga geht deshalb gegen diese „politische Wegelagerei“ sowohl politisch als juristisch vor. Für den 11. Juli 2012 ist die mündliche Verhandlung der vom Dehoga unterstützten Klagen gegen die Bettensteuer vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig angesetzt.

Mehrwertsteuer: Dehoga fordert Gleichbehandlung gastronomischer Umsätze
Dringenden Handlungsbedarf sieht der Dehoga Bundesverband auch bei der Mehrwertsteuerregelung für Speisen. So wird das Essen im Gehen und Stehen mit sieben Prozent belegt, während für das frisch zubereitete, liebevoll servierte Gericht im Restaurant 19 Prozent fällig werden. Hier forderte der Dehoga den Gesetzgeber auf, endlich zu handeln. Aktuelle Urteile würden die Widersprüche weiter verstärken. „Nur ein einheitlicher reduzierter Mehrwertsteuersatz für Speisen ist aus steuersystematischen, arbeitsmarktpolitischen und sozialen Gründen sowie insbesondere aus Gründen der Gleichbehandlung logisch, sinnvoll und längst überfällig“, so Fischer.

Neue GEMA-Tarife: Massive Erhöhungen sind existenzgefährdend
Darüber hinaus sorgen die extremen Tariferhöhungen der Verwertungsgesellschaft GEMA für Verunsicherung und Verärgerung bei den gastgewerblichen Unternehmern. Der Dehoga wird alle juristischen und politischen Möglichkeiten ausschöpfen, um diese GEMA-Tarifreform zu stoppen.

Verbraucherschutz: Qualifizierung statt Stigmatisierung
Im Fokus der Jahrespressekonferenz des Dehoga stand zudem die Diskussion um die Veröffentlichung der Ergebnisse der Lebensmittelkontrollen. Der Dehoga bekennt sich kompromisslos zur Einhaltung der zu Recht strengen gesetzlichen Regelungen in Deutschland. Dabei setzt der Verband auf „Qualifizierung statt Stigmatisierung.“

Der Dehoga-Branchenbericht „Gastgewerbe Winter 2011/12 – Ausblick Sommer 2012“ steht hier kostenfrei zum Download zur Verfügung: http://www.Dehoga-bundesverband.de/fileadmin/Inhaltsbilder/Daten_Fakten_Trends/Zahlespiegel_und_Branchenberichte/Branchenbericht/Dehoga-Branchenbericht_Winter_2011_2012_Final.pdf


CHD Expert Studie über Gastro-Nachhaltigkeit: „Green Hospitality“ gewinnt an Bedeutung

Dezember 15, 2009

Gastgewerbe nutzt Umweltorientierung noch nicht als Marketinginstrument

Hamburg, 15. Dezember 2009
Umwelt spielt eine große Rolle: Das Gastgewerbe denkt längst „grün“. Fast 80 Prozent der Entscheider bezeichnen ihren Gastbetrieb als „umweltorientiert“. Und: In über der Hälfte der Hotels und Restaurants gehört Nachhaltigkeit zum Geschäftskonzept. Dies ist Ergebnis einer neuen Studie von CHD Expert Deutschland, Scheeßel bei Hamburg. Für die Untersuchung „Green Hospitality 2010“, die im Januar erscheint, wurden von dem internationalen Marktforschungsinstitut für den Außer-Haus-Markt 221 Gastbetriebe in Deutschland befragt.

CHD Expert Grafik - Green Hospitality 2010 - Studie über Umweltorientierung im Gastgewerbe
„Umweltorientierung ist in den Managementetagen der deutschen Gastronomie und Hotellerie längst etabliert, aber im Marketing spielt dies bislang nur eine untergeordnete Rolle“, berichtet Thilo Lambracht, Geschäftsführender Gesellschafter von CHD Expert, die Studienergebnisse. Lediglich jeder dritte Gastbetrieb setzt seine strategische Orientierung zur Nachhaltigkeit auch in der Gästewerbung ein. „Imagewerbung ist sehr teuer und steht auch beim Thema Umwelt hinter abverkaufsorientierter Kommunikation nach“, erläutert der Gastroexperte.

Gerade in der Hotellerie gehört Nachhaltigkeit zum strategischen Konzept – Über 54 Prozent der Beherbergungsbetriebe haben Teile oder alle Abteilungen streng auf Umweltschutzorientierung getrimmt – nicht zuletzt, um Kosten zu sparen. „Umweltschutz gehört zum Costcutting und spielt damit in allen Segmenten der Hotellerie – vom null bis fünf Sterne, von groß bis klein – eine Rolle“, so Lambracht.
Gerade bei der Energieversorgung spielt Umweltschutz eine sehr gewichtige Rolle. Über 91 Prozent der Betriebe stellen bei Investitionsentscheidungen in Elektroanlagen Nachhaltigkeit vor andere Faktoren. Bei der Heiztechnik ist dies ähnlich. Bei Investitionen in neue Küchentechnik bewerten noch immerhin 64 Prozent der Befragten Umwelttechnologie sehr hoch. Dagegen spielt Umweltschutz bei neuen Schankanlagen nur eine untergeordnete Rolle; lediglich 29 Prozent achten darauf.

Nachhaltigkeit in der Gästewerbung wird nur in größeren Hotels mit Nachdruck verfolgt. „Je größer das Hotel, desto wichtiger die ‚grüne‘ Werbung“, bringt es Lambracht auf den Punkt. Gerade bei Konferenzhotels gehören „grüne Meeting“ zum guten Ton. Und auch in Luxus- und Wellnesshotels positioniert man sich gern als „Green Hotelier“. Dagegen sieht nicht einmal jeder vierte Restaurateur Sinn in „grüner“ Werbung. „Feine Speisen und exzellente Getränke haben nichts mit Umweltorientierung zu tun und entwickeln sich auch vom Bio-Thema deutlich abgekoppelt“, so Lambracht.

Die Studie „Green Hospitality 2010“ erscheint Ende Januar und kostet 499 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer.


CHD Expert Studie über Firmen-Weihnachtsfeiern: Weitere Umsatzverluste in der Gastronomie

Dezember 11, 2009

Nur rund neun Prozent der Gastwirte erwartet mehr Bankette – Weniger Teilnehmer und weniger Pro-Kopf-Ausgaben

Hamburg, 11. Dezember 2009
Gespart wird nicht nur bei Geschäftsreisen – auch bei den Weihnachtsfeiern kürzen die Unternehmen die Budgets. 50 Prozent der Gastronomen in Deutschland berichten von weniger Banketten zum Jahresabschluss. Nur rund neun Prozent der Gastbetriebe richten in diesem Jahr mehr Weihnachtsfeiern als im Vorjahr. Dies ist Ergebnis einer repräsentativen Befragung von CHD Expert Deutschland. Das internationale Marktforschungsunternehmen für den Außer-Haus-Markt (Hotellerie, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung, Catering) befragte dazu im November 184 Gastronomieentscheider.

CHD Expert Grafik - Weihnachtsfeiern 2009

„Die Lage im wichtigen Weihnachtsgeschäft hat sich für die gehobene Gastronomie merklich verschlechtert – im vergangenen Jahr konnten noch 14 Prozent der Betriebe eine steigende Zahl an Firmenfeiern verzeichnen“, analysiert Thilo Lambracht, Geschäftsführender Gesellschafter von CHD Expert. 2007 hatten sogar rund 30 Prozent der Betriebe einen Zuwachs bei den Firmenevents verzeichnet. „Die Budgetbegrenzungen und Kostenreduktionen bei den Unternehmen machen sich längst nicht nur bei den Ausgaben für Geschäftsreisen und bei den zutage tretenden Streichungen von Weihnachtsfeiern bemerkbar“, so der Gastronomieexperte. Auch könne man seit vielen Monaten eine allgemeine Zurückhaltung bei Cateringausgaben für Unternehmensevents beobachten. Allerdings fällt die Entwicklung in den Gastronomiesegmenten unterschiedlich aus: Von den speisegeprägten Gastbetrieben konnten immerhin 14 Prozent von einer steigenden Zahl an Weihnachtsfeiern berichten. Unter Hotelrestaurants sind es nur acht Prozent, die einen Zuwachs verzeichnen.

Deutlich werden die zugeknöpften Taschen der Firmenentscheider auch bei der Zahl der Teilnehmer. Über 64 Prozent der Gastronomen müssen in diesem Jahr weniger Plätze je Firmenfeier eindecken. „Auf die großzügige Einladung von externen Dienstleistern und anderen Firmenpartner wird eher verzichtet“, so Lambracht. Lediglich knapp sechs Prozent der Gastbetriebe (Gastronomie 8,2%, Hotelrestaurants 5,2%) berichtet von steigenden Teilnehmerzahlen.

Auch bei den Pro-Kopf-Ausgaben sind die Folgen der Wirtschaftskrise spürbar. Über 56 Prozent der Befragten bedauern Kürzungen beim Durchschnittsbon. Lediglich 6,2 Prozent der Profi-Gastgeber (Gastronomie 11,1%, Hotelrestaurants 4,4%) freuen sich über Steigerungen bei den F&B-Ausgaben (F&B = Food & Beverages). „Gespart wird an Kleinigkeiten, wie zum Beispiel am Dessert oder der Weinauswahl“, bemerkt Lambracht. Der Durchschnittsbon je Weihnachtsfeiern betrug im vergangenen Jahr 34 Euro – mit Tendenz: abnehmend.


Zahl des Monats – November 2008: Über 220.000 Betriebe im Commercial Foodservice

November 5, 2008

Quelle: CHD Expert Deutschland, 04. November 2008

In Deutschland gibt es im Gastgewerbe (Commercial Foodservice) 221.132 Betriebe, davon sind 82 Prozent in der Gastronomie und 18 Prozent in der Beherbergung. Zahlenmäßig die stärksten Segmente in der Gastronomie sind Restaurants (rund 61.000), Kneipen/Pubs (rund 34.200), Gaststätten (rund 31.200), Imbisse (rund 21.100) und Cafés/Eiscafés (rund 18.500). Hauptsegmente in der Beherbergung sind Full-Service-Hotels (ein bis fünf Sterne, rund 13.400), gefolgt von Gasthöfen (rund 8.400) und Hotels garni (rund 7.600).

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Über CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien.


CHD Expert-Studie: Ohne Raucherräume geht der Gastroumsatz weiter zurück

Oktober 16, 2008

Quelle: Pressemitteilung CHD Expert, 16. Oktober 2008

37 Prozent der Speisebetriebe haben abgetrennte Zimmer für qualmende Gäste

Raucher sind nachwievor eine wichtige Zielgruppe für Gastronomen. 37 Prozent der Inhaber von speiseorientierten Betrieben bieten einen abgetrennten Raucherraum an. Nahezu alle Gastwirte (99%) haben auch bestuhlten Außenbereich für Raucher reserviert, 50 Prozent davon mit Wetterschutz und Heizmöglichkeiten. Dies geht aus einer Befragung des internationalen Marktforschungsunternehmens CHD Expert, Scheeßel bei Hamburg, von 5.567 speiseorientierten Gastbetrieben in Deutschland hervor.

„Selbst in Restaurants ist die Möglichkeit zu Rauchen immer noch nachgefragt – 41 Prozent der Chefköche servieren auch in abgetrennten Raucherräumen“, erläutert Thilo Lambracht, Geschäftsführer von CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH. „In Gaststätten ist das Thema Rauchen noch wichtiger – fast die Hälfte der Betriebe können abgetrennte Raucherzimmer anbieten und so die Stammgäste halten.“

Zusätzlich ist ein separater Außenbereich für Raucher das A und O in der Gastronomie. Fast alle (99,4%) stellen auch draußen Aschenbecher auf, 44 Prozent davon auch Zelte oder Pavillons mit Heizstrahlern oder –pilzen. Nahezu 100 Prozent der Betriebe haben auch immer noch einen Zigarettenautomaten in Betrieb. „Außenbestuhlung für die Raucher ist sogar noch im Herbst ein Muß – rund 90 Prozent der Gastbetriebe mit Raucher-Außenbereich pflegen die Outdoor-Möbel regelmäßig“, so Lambracht.

„Die Strukturanalyse der Speisegastronomie zeigt, dass viele Gäste weiterhin bei ihrem Lieblingskoch rauchen wollen“, analysiert Lambracht. „Ist ein abgetrennter Raucherraum vorhanden, fällt der Umsatzrückgang infolge des Rauchverbot nicht ganz so stark aus. Gibt es dagegen keine Raucherzimmer, sind in diesen Gastrounternehmen erhebliche und zum Teil existenzbedrohende Rückgänge bei der Anzahl der Gäste und beim Konsum zu verzeichnen.“ Bei einer Befragung von Gastronomie-Betrieben in Niedersachsen und Baden-Württemberg im Frühjahr dieses Jahres von CHD Expert kam heraus, dass 58 Prozent der Betriebe Umsatzrückgänge verzeichneten und rund 42 Prozent sogar von über zehn Prozent.

Der Gastroexperte weist darauf hin, dass die ungewissen Aussichten bei der rechtlichen Lage die Gastronomen vor schwierige Entscheidungen stellen. „Viele Unternehmer stellen sich die Frage, ob sie weiter in Raucherräume investieren sollen, oder ihre Landesregierung am Ende nicht doch ein ausnahmsloses Rauchverbot ausspricht.“ Nach einem Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts (BVG) von Ende Juli müssen die Länder ihre Nichtraucherschutzgesetze bis Ende 2009 überarbeiten. Sie können dabei zwischen einem generellen Verbot und Ausnahmen z.B. für inhabergeführte Eckkneipen und Diskotheken wählen.

Für die Studie „Angebot Raucherplätze und Bestand Zigarettenautomaten“ wurden zwischen Juni und Oktober 2008 insgesamt 5.567 speiseorientierte Betriebe (48% Restaurants, 18% Gaststätten, 29% Cafés und 5% Bistros) befragt. Die Studie ist bei CHD Expert Deutschland (www.chd-expert.de, Tel. 04263 301 300) erhältlich.

Über CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien. Mehr unter: www.chd-expert.de.


Neue deutsche Küche im Trend

Oktober 24, 2007

Quelle: Pressemitteilung

Leichte und pfiffige Kreationen aus heimischen Lebensmitteln mit Top-Qualität – die sogenannte „neue deutsche Küche“ liegt voll im Trend. Mittlerweile jeder vierte Gastronomiebetrieb in Deutschland bietet Geschmacksüberraschungen aus Rohwaren regionaler Herkunft an. Dies geht aus einer Studie des internationalen Marktforschungsinstitutes CHD Expert hervor. Deutsche Küche – sowohl traditionell/gut-bürgerlich als auch neu/jung – ist damit die mit Abstand beliebteste Geschmacksrichtung im deutschen Gastgewerbe. Internationale Küchenrichtungen, darunter Italienisch oder Asiatisch, stehen hinter den heimischen Rezepten im Gastronomieangebot weit zurück.
„Deutsche Profi-Küchen bieten heute eine Geschmacksvielfalt aus beliebten Klassikern. Da werden heimische Fleisch- und Fischsorten raffiniert gewürzt und mariniert, regionales Gemüse pfiffig mit Kräutern aus dem Garten angerichtet“, fasst Thilo Lambracht, Geschäftsführer von CHD Expert, zusammen. Eine weitere Beobachtung des Gastromarkt-Experten: Neue deutsche Küche begeistere sowohl Männer als auch Frauen und über alle Altersgrenzen hinweg.
Der deutsche Gastromarkt ist stark mittelständisch geprägt. Der Durchschnitt der Restaurants, Gaststätten und Kneipen erwirtschaftet einen Jahresumsatz von bis zu 250.000 Euro (maximal 50 Sitzplätze) und beschäftigt nicht mehr als vier Mitarbeiter. Im Großteil der Betriebe beträgt der Durchschnittsbon zwischen 12 und 17 Euro. Interessant dabei: Der Durchschnittsbon im Hauptteil der italienischen Gastronomie ist mit acht bis zwölf Euro vergleichsweise niedrig, im Großteil der asiatischen Restaurants mit 12 bis 17 Euro vergleichsweise hoch.
Die „Gesamtmarktbefragung Hotellerie-Gastronomie 2007“ kann zum Einzelpreis von €590 zzgl. MwSt. bezogen werden bei: CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH, Tel. (04263) 301300, info@chd-expert.de.

Was ist die „neue deutsche Küche“?
Heinz Horrmann, Deutschlands meistgedruckter Hoteljournalist und Gastrokritiker definiert die Fachbegriffe:
• „Neue deutsche Küche“ steht für neue Einflüsse, Kreativität und baut auf alte Rezepte auf. Vorreiter der „neuen deutschen Küche“ war Gerhard Gartner, ehemaliger Starkoch mit zwei Michelin-Sternen, der Großmutters Regionalküche wieder entdeckte, aber leichter, gesünder, aromastärker und kalorienärmer gestaltete. Vorbild der „neuen deutschen Küche“ ist die Nouvelle Cuisine, die mit deutschen Regionalelementen neu umgesetzt wurde.

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„Traditionelle deutsche Küche“ steht für zweierlei: Positiv für die Basisküche, wie sie einst Karl Walterspiel und Lorenz Adlon pflegten und daher zu einem Begriff in ganz Europa wurde. Negativ für Mehlpampe und Eisbein oder Schweinebraten mit brauner Soße. Wie aus der „traditionellen deutschen Küche“ die „neue deutsche Küche“ wurde, beschreibt ein feiner Spott auf die gute alte Currywurst, die als „Boudin vom Landschwein an Curry-Tomaten-Coulis“ auf die Tageskarte kam. Aus der Currywurst wurde eine Création, aus der traditionellen Küche die neue deutsche Küche.
• Fusion Food / Crossover ist die Vermengung von verschiedensten Geschmacks- und Küchenrichtungen, oft mit Elementen aus japanischen, chinesischen oder Thai-Küchen, aber auch mit speziellen Grillmarinaden z.B. aus Australien. Prominentes Beispiel für Fusion Food ist der japanische Koch Nobu, der in Südamerika aufwuchs, von dort Einflüsse in die traditionelle japanische Küche importierte und in New York ein Star wurde. Die „Nobus“, trendige Restaurants u.a. in Tokio, New York City, London oder Mailand, stehen als Synonym für Fusion Food par excellence.
Heinz Horrmann ist einer der besten Hotelautoren und Gastrokritiker mit internationaler Reputation. Mit seinen Kolumnen u.a. für „Welt“, „Welt am Sonntag“ und „Berliner Morgenpost“ bewegt er Gourmands und Gourmets. Seine Rezensionen genießen im Top-Management höchste Priorität und üben entsprechenden Einfluss aus. Gerade veröffentlichte der meistverbreitete Hotelautor Deutschlands sein 30. Buch: „In fremden Betten – Hotelgeschichten von Heinz Horrmann, Band III“ (erschienen im Klocke Verlag, 240 Seiten, ISBN 978-3-934170-40-7).

Gutes Essen mehr denn je gefragt
Die Anzahl der neuen TV-Kochshows weist darauf hin: Genuss und gesunde Ernährung sind ein Megatrend. Über die Hälfte der Deutschen legen Wert auf „gutes Essen“ und die Qualität der Lebensmittel. Dies geht aus der aktuellen Apollinaris-Studie „Geschmack 2007“ (Stand: September 2007 / Quelle: Coco Cola GmbH, Berlin) hervor. Der Untersuchung zufolge gehen 61 Prozent der Deutschen mindestens einmal im Monat in ein Restaurant, dabei liegt der Anteil der berufstätigen Männer mit 69 Prozent etwas höher.
Für nahezu Jeden (91%) stehen die Frische der Zutaten sowie eine frische Zubereitung beim Restaurantbesuch an erster Stelle. Und rund 83 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass guter Service und freundliche Bedienung fast genauso wichtig sind, wie das Essen selbst. 68 Prozent schätzen vor allem ein schönes Ambiente. Auf eine gute Beratung bei der Speisen- und Weinauswahl legen etwa 40 Prozent Wert.
Über CHD Expert: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien.

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