Küchentrends im GV Barometer 2013: Personalabbau in Großküchen geht weiter – Kleinere Verpackungsgrößen sollen Wegwerfen von Lebensmitteln reduzieren

Januar 10, 2013

Januar 2013 – Die Großküchen setzten deutlich Trends: weniger Küchenpersonal allgemein, Abbau von ausgebildeten Köchen, angelernte Köche sollen Convenience-Produkte zubereiten. Was sich seit Jahren in den Profiköchen abspielt, wird auch 2013 anhalten. Dies geht aus dem aktuellen GV-Barometer 2013, einer repräsentativen Befragung von 309 GV-Betrieben (Betriebsrestaurants und Kantinen im Care-Bereich) hervor. Der GV-Barometer wird jährlich anlässlich der Internorga Hamburg (8. bis 13. März) erstellt.

GV Barometer 2013 - Chart 4

Personalumbau und –abbau ist ein Trend, der sich längst nicht nur in GV-Betrieben ablesen lässt. Bei gleichzeitig immer verbesserten Convenience-Produkten und zunehmender Automatisierung in der Gartechnologie lassen sich etliche Speisen auch mit angelernten Kräften kreieren. Im GV-Barometer lässt sich noch ein weiterer für alle Gastbetriebe bedeutender Trend ablesen: Die Food-Zulieferindustrie soll nach Wunsch der Küchenleiter kleinere Verpackungsgrößen anbieten und damit helfen, Lebensmittel wegwerfen zu müssen.

GV Barometer 2013

GV Barometer 2013

Ein Drittel der GV-Betriebe muss täglich Lebensmittel wegwerfen. Am häufigsten handelt es sich um Restbestände, also zum Beispiel um gekochtes Essen, das nicht mehr ausgegeben werden kann (63%). An zweiter Stelle folgen Frischeprodukte, die nicht mehr verarbeitet werden können (38%). Daneben spielen Produkte, deren Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist oder angebrochene Packungen eine Rolle. Dabei werden häufiger täglich Lebensmittel bei kleineren Betrieben (unter 500 warme Essen pro Tag) weggeworfen als bei größeren Betrieben mit 1.000 warmen Essen pro Tag.

GV Barometer 2013

GV Barometer 2013

Wichtigster Hebel aus Sicht der GV-Betriebe, um das Wegwerfen von Lebensmitteln zu vermeiden, ist die exakte Planung der Essensmengen. Oder man setzt auf die chargenweise Zubereitung des Essens sowie die Wiederverwendung von zubereiteten aber nicht ausgegebenen Essen. An die Industrie richtet sich die Forderung nach (zusätzlichen) kleineren Verpackungsgrößen, um das Wegwerfen von Lebensmittel noch weiter zu reduzieren.

Lesen Sie dazu auch:
“Wir retten Lebensmittel!” – Verbraucherministerium, Slow Food und Bundesverband Deutsche Tafel starten Aktionstage gegen Lebensmittelverschwendung

GV Barometer 2013 - Chart 9

GV Barometer 2013

Über die Hälfte der GV-Betriebe will 2013 investieren
Insgesamt 51 Prozent der befragten GV-Betriebe wollen 2013 investieren. Haben 2011 die Betriebe noch deutlich mehr Investitionspläne angegeben, sind in der erneuten Abfrage viele schon ein großes Stück weiter und haben teilweise Investitionen bereits getätigt. Größere Anschaffungen (u.a. Kochanlage, Kassensysteme, Spültechnik) planen immer noch 44 Prozent (2011: 51%). Sowohl bei den Betriebsrestaurants (Business-Bereich) als auch bei den Kliniken und Heimen (Care-Bereich) stehen Ausstattungen zum Kochen und allgemeine Ausstattungen (Bestecke, Geschirr) an erster Stelle. Bei den Betriebsrestaurants liegen die Anschaffungspläne in mehreren Bereichen unter denen für 2012, das betrifft unter anderem Ausstattungen zur Warenpräsentation, Spülmaschinen, Bestecke sowie Kassensysteme und Datenverarbeitung. In der Klinik- und Heimverpflegung ist eine Zurückhaltung bei Neuanschaffungen von Speisentransport- und Serviersystemen festzustellen.

GV Barometer 2013

GV Barometer 2013

Rund die Hälfte der investitionsbereiten GV-Betriebe rechnen für 2013 mit Anschaffungen in Höhe von 50.000 Euro und mehr. Damit bewegen sich die Betriebsrestaurants deutlich über Vorjahresniveau (2012: 33%). Der Anteil der investitionsbereiten Betriebsrestaurants ist also leicht zurückgegangen, die Investitionsbudgets sind aber deutlich gestiegen. Ähnlich verhält es sich im Care-Bereich. Hier wird der Rückgang allerdings nicht mit einem höheren Budget ausgeglichen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Investitionsklima verbessert. 56 Prozent der GV-Betriebe bewerten das Investitionsklima als gut (2012: 48%). Positiv ist hier ein besonders günstiges Investitionsklima bei den Alten- und Seniorenheimen. Insgesamt bewerten 64 Prozent der Heime das Klima als gut (2012: 48%).

GV Barometer 2013

Unverändert gut ist die Ausgangssituation für die Einführung neuer Produkte in der Gemeinschaftsverpflegung. So bekundet über die Hälfte der Befragten ein großes Interesse an Produktinnovationen der Nahrungs- und Genussmittelindustrie. Bei allen GV-Betrieben stehen die Aspekte Qualität, Gesundheitsorientierung, Geschmack und Optik im Vordergrund. Nachgefragt werden vor allem Fischgerichte, Gemüse, Teigwaren als Hauptgericht, Geflügel sowie Fleischgerichte.

Für die repräsentative Umfrage hat Marktforscher Prof. Wolfgang Irrgang zwischen dem 5. und 16. November 2012 in insgesamt 309 GV-Betrieben die Entscheidungsträger im Verpflegungsbereich (in der Regel die Küchenleiter) befragt. Dazu zählten 147 Betriebsrestaurants sowie 162 Betriebe aus dem Care-Bereich, davon 86 Krankenhäuser, Sanatorien und Reha-Kliniken sowie 76 Seniorenheime.

Die Gemeinschaftsverpflegung in Deutschland umfasst nach Informationen des Dehoga mehr als 30.000 Betriebsrestaurants, die pro Woche rund 30 Millionen Mahlzeiten servieren, sowie mehr als 16.000 Kliniken, Heime und Reha-Einrichtungen mit täglich rund 1,2 Millionen Mahlzeiten. Die Branche setzt in Deutschland im Jahr geschätzte 15 Milliarden Euro um.


Topentscheider aus dem Gastgewerbe gesucht: Business Target Group ruft zu Teilnahme an Marktforschungsumfragen zu Produkten und Fragestellungen des Außer-Haus-Marktes auf

Dezember 14, 2012

Dezember 2012 – Das im Gastgewerbe führende Marktforschungsunternehmen Business Target Group sucht neue Panel-Teilnehmer. Topentscheider im Gastgewerbe werden aufgerufen, an Marktforschungsumfragen zu Produkten und Fragestellungen des Außer-Haus-Marktes teilzunehmen. Für jede vollständig abgeschlossene Online-Umfrage bekommen die Teilnehmer jeweils einen Amazon-Einkaufsgutschein im Wert von bis zu zehn Euro.

Außer Haus Markt Deutschland in der Übersicht

Teilnehmen können Geschäftsführer, Inhaber, Einkäufer und Köche aus Betrieben der Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung. Die Registrierung erfolgt unter http://btg-gastropanel.com/?ID=16. Die ersten Befragungen starten Anfang 2013.


Nach Schulessen-Seuche bei 11.000 Kindern: Catering-Riese Sodexo kündigt Lieferanten-Audit – 50-Euro-Lernmittel-Gutschein als Entschädigung

Oktober 9, 2012

Logo SodexoOktober 2012 – Sodexo in Verteidigungshaltung: Der Catering-Riese kündigte nun nach der selbst ausgelösten Schulessen-Seuche mit über 11.000 erkrankten Kindern und Jugendlichen in Ostdeutschland ein Lieferanten-Audit an. Der Zulieferer der mit Noroviren verunreinigten Charge tiefgekühlter Erdbeeren muss nun umfassende Informationen über Herkunft, Transport und Verarbeitung vorlegen. „Wir setzen die Zusammenarbeit mit unserem Lieferanten aus und veranlassen eine Prüfung durch einen unabhängigen Gutachter. Eine mögliche weitere Zusammenarbeit mit diesem Lieferanten werden wir von dem Ergebnis dieser Prüfung abhängig machen“, so eine offizielle Stellungnahme von Sodexo.

Zudem will man bei Sodexo eine Nachbesprechung mit allen beteiligten Behörden durchführen, „um künftig eine noch bessere Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Zulieferern, den Gesundheitsbehörden und Kunden für eine optimale Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten.“

Sodexo will allen betroffenen Kinder erhalten „in Kürze“ einen Verlags-Gutschein zusenden. Medienberichten zufolge hat dieser Gutschein einen Wert von 50 Euro. „Dieser Gutschein kann zum Beispiel zum Kauf von Lernmitteln, Büchern oder für Nachhilfeangebote genutzt werden“, so Sodexo.

Mit dem schwersten Gastroenteritis-Ausbruch seit Jahren in Deutschland hat das Vertrauen in GV-Schulessen gelitten. Fragen nach steigendem Kostendruck wurden in der Politik laut. Während in bayerischen Kitas und Schulen eine Mittagsmahlzeit für über fünf Euro bereit gestellt wird, sind dies in Teilen der östlichen Bundesländer weit weniger. Bedenklich stimmt auch die Tatsache, dass viele Kita- und Schulküchen vor Ort das verunreinigte Erdbeerkompott nicht ausreichend erhitzt hatten – die Gründe dafür sind unbekannt.

Lesen Sie dazu auch:
KOCHWELT-Fachinformationen: GV-Küchen in der Krise
Schulessen-Seuche: Eine Charge Erdbeeren wahrscheinlich Ursache für Brechdurchfall bei Kinder und Jugendlichen
Weitere Beiträge in dieser Ausgabe: Checkliste Tiefkühlkost im Außer-Haus-Markt – Interview mit Hygienexperte Ulrich Jander: „Nicht an Vorschriften gehalten“ 
PDF Download: http://www.kochwelt.de/fileadmin/user_upload/KOCHWELT-Fachinformationen/KOCHWELT_Fachinfo_-_GV-Krise_-_Hintergrundinfos_zu_Schulessen-Seuche_-_Oktober_2012.pdf


1. Halbjahr 2012: 3,5 % mehr Verbraucherausgaben außer Haus

September 10, 2012

Quelle: cafe-future.net, 10. September 2012

Die ersten sechs Monate 2012 lassen sich erneut mit folgender Entwicklungskonstellation definieren: leicht fallende Frequenzen in der Gastronomie, aber signifikant höhere Eater Checks/Durchschnittsbons im kompletten Außer-Haus-Markt, als auch in der Gemeinschaftsverpflegung.

Daraus ergeben sich Verbraucherausgaben, die in allen Teilbereichen der Branche schön im Plus liegen. Gemessen am 1. Halbjahr 2011. So das Ergebnis von CRESTonline Deutschland (Verbrauchermarktforschung per Panel/weltweit vergleichbare Daten, dahinter steht die npdgroup (Nürnberg/Chicago).

Besuche: Im Gesamtmarkt 0,5 % weniger Besuche, am stärksten der Rückgang bei Fullservice/Hotelfrühstücken, nämlich 1,6 %. Ein minikleines Plus von 0,3 % in der Gemeinschaftsverpflegung (Arbeitsplatz und Ausbildung).

Durchschnittlicher Eater Check: Im Gesamtmarkt ein Plus von 4,0 %. Am höchsten der Zuwachs in der Erlebnisgastronomie (+5,6 %), am flachsten die Entwicklung in der Gemeinschaftsverpflegung mit 3,6 %. Seit einiger Zeit schon vermelden die Crest-Marktforscher bei dieser Kennziffer Pluszahlen. Dahinter stehen gleich zwei Entwicklungen: etwas höhere Werte pro gekauftem Artikel sowie im Durchschnitt etwas mehr Artikel pro Bon. Ein wunderschönes Trading up.

Ausgaben: Der Gesamtmarkt ist um 3,5 % gewachsen. Am stärksten in der Erlebnisgastronomie (+4,6 %), am schwächsten die Entwicklung bei Fullservice/Hotelfrühstück mit 2,6 % plus.

Insgesamt also ein absolut positives Ergebnis. Wohlgemerkt, das 2. Quartal war etwas volatil. Und zu den Überraschungen im 1. Halbjahr 2012 zählte, dass die Kategorie Fullservice die schwächste Entwicklung präsentiert – anders als 2011.

Auch hat sich einmal mehr bestätigt: Fußball Europa- und Weltmeisterschaften kosten die meisten gastronomischen Marktsegmente Frequenzeinbrüche an den Spielabenden. Auch hat die Sexyness von Public Viewing etwas nachgelassen. Ganz anders bei Olympischen Spielen – ein Gastro-neutraler TV-Event.


Internorga 2012 – GV-Barometer: Leichter Anstieg bei größeren Investitionen – Große Mehrheit für Kennzeichnung von Lebensmitteln

Januar 19, 2012

(Hamburg, 19. Januar 2012) Mehr Betriebe der Gemeinschaftsverpflegung (GV) in Deutschland planen für 2012 größere Investitionen als im Vorjahr. Immer stärker in den Fokus rückt das Thema „Lebensmittel-Kennzeichnung“. Zu diesen Ergebnissen kommt das „GV-Barometer 2012“. Die repräsentative Studie untersucht anlässlich der Internorga Hamburg (9. bis 14. März) das Innovations- und Investitionsklima in der deutschen GV. Die Leitmesse für den Außer-Haus-Markt öffnet vom 9. bis 14. März auf dem Hamburger Messegelände.

Insgesamt 57 Prozent der befragten GV-Betriebe wollen 2012 investieren. Größere Anschaffungen planen 51 Prozent (2011: 47%). Sowohl bei den Betriebsrestaurants (Business-Bereich) als auch bei den Kliniken und Heimen (Care-Bereich) stehen Ausstattungen zum Kochen und allgemeine Ausstattungen an erster Stelle. Bei den Betriebsrestaurants liegen die Anschaffungspläne in mehreren Bereichen deutlich über denen für 2011, das betrifft unter anderem Ausstattungen zur Warenpräsentation, Spülmaschinen, Klimatechnik sowie Kassensysteme und Datenverarbeitung. In der Klinik- und Heimverpflegung werden häufiger Neuanschaffungen bei Speisentransportsystemen und Serviersystemen geplant.

Ein Drittel der investitionsbereiten Betriebe rechnen für 2012 mit Anschaffungen in Höhe von 50.000 Euro und mehr. Damit bewegen sich die Betriebsrestaurants in etwa auf Vorjahresniveau (2011: 35%), die Kliniken und Heime liegen etwas darunter (2011: 42%).

Bei Umstrukturierungen greifen GV-Betriebe vor allem auf Maßnahmen zum Personalabbau und zur Zentralisierung der Essenzubereitung zurück. Das gilt für den Care-Bereich stärker als für den Business-Bereich. Während 45 Prozent der Kliniken und Heime in letzter Zeit Personal abgebaut haben, dies planen oder darüber nachdenken, liegt dieser Wert bei den Betriebsrestaurants nur bei 32 Prozent. Unmittelbar daraus ableiten lässt sich der zu beobachtende Trend zur Zentralisierung der Essenszubereitung (Business: 35%, Care: 41%).

Unverändert gut ist die Ausgangssituation für die Einführung neuer Produkte in der GV. So bekundet die Hälfte der Befragten ein großes Interesse an Produktinnovationen der Nahrungs- und Genussmittelindustrie. Bei allen GV-Betrieben stehen die Aspekte Qualität, Gesundheitsorientierung, Geschmack und Optik im Vordergrund. Nachgefragt werden vor allem Fischgerichte, Gemüse, Teigwaren als Hauptgericht sowie Geflügel.

Große Bedeutung für alle GV-Betriebe hat das Thema „Kennzeichnung von Lebensmitteln“. So ist einer deutlichen Mehrheit die Aufführung von Zusatzstoffen und Allergenen sehr wichtig. Mehr als zwei Drittel der Betriebsrestaurants und Krankenhäuser/Kliniken erwarten ein großes bis sehr großes Interesse ihrer Kunden an Lebensmittelinformationen zu den angebotenen Speisen. Seniorenheime rechnen mit einem geringeren Interesse ihrer Tischgäste. Dabei wünschen sich fast alle GV-Betriebe, dass die Informationen zur Kennzeichnung der Lebensmittel auf der Verpackung angegeben werden und nicht nur im Internet. Hier sehen sie die Hersteller in der Pflicht. Eine Kennzeichnung der Herkunft ist den GV-Betrieben wichtiger als eine Kennzeichnung als Bioprodukt.

Für die repräsentative Umfrage GV-Barometer 2012 hat Marktforscher Prof. Wolfgang Irrgang zwischen dem 7. und 17. November 2011 in insgesamt 310 GV-Betrieben die Entscheidungsträger im Verpflegungsbereich (in der Regel die Küchenleiter) befragt. Dazu zählten 155 Betriebsrestaurants sowie 155 Betriebe aus dem Care-Bereich, davon 82 Krankenhäuser, Sanatorien und Reha-Kliniken sowie 73 Seniorenheime.

Die Gemeinschaftsverpflegung in Deutschland umfasst nach Informationen des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga mehr als 30.000 Betriebsrestaurants, die pro Woche rund 30 Millionen Mahlzeiten servieren, sowie mehr als 16.000 Kliniken, Heime und Reha-Einrichtungen mit täglich rund 1,2 Millionen Mahlzeiten. Die Branche setzt in Deutschland im Jahr geschätzte 15 Milliarden Euro um.


Europa: Außer-Haus-Markt in Zahlen

Oktober 27, 2011

Quelle: Café Future, 27. Oktober 2011

Das neue Poster ist da: der europäische Außer-Haus-Markt 2010/11.

Das D-Poster gibt’s schon seit Ende September. Auch das Europa-Poster bietet wieder umfassende Daten an. Dazu gehören die 5 wichtigsten europäischen Foodservice-Märkte (DE, F, UK, I, E), sowie eine Kurzübersicht der größten Gastronomie- und Gemeinschaftsverpflegungs-Unternehmen in Europa.

Strukturen und Zahlen der Branche sind auf dem Poster in einer grafisch anspruchsvollen Übersicht leicht erfassbar dargestellt. Die Neuauflage, Oktober 2011 (ca. 70x100cm), ist gegen eine Schutzgebühr von 25,- € (zzgl. MwSt. und Versand) ab dieser Woche im Shop von http://www.cafe-future.net oder über E-Mail (olga.fomitschow@cafe-future.net) erhältlich (Das D-Poster kostet 20,- €).


Europa: Halbjahreszahlen der Big 5

August 26, 2011

(Nürnberg, 26. August 2011) Der private Außer-Haus-Konsum im 1. Halbjahr 2011 entwickelte sich gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum wie folgt:
Deutschland +3,15 %
Frankreich +1,79 %
Italien +1,44 %
Großbritannien +0,71 % und
Spanien -6,80 %

Die Zahlen aus dem Crest Verbraucherpanel der npdgroup bestätigen, was erwartet wurde: Deutschland präsentiert die besten Entwicklungszahlen, Spanien mit Abstand die schlechtesten.

Dahinter stehen in Deutschland, Frankreich und Italien leicht verbesserte Frequenzen und in Deutschland, Frankreich und Großbritannien etwas deutlicher gesteigerte Durchschnittsbons.

Die Zahlen implizieren die komplette private Nachfrage im Außer-Haus-Markt in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung. Nicht enthalten: der Care-Bereich mit Krankenhäusern und Heimen sowie die Geschäftsnachfrage, und da speziell Event-Catering.


Top 35 Betriebsgastronomen mit +10,9 %

Juni 17, 2011

Quelle: cafe-future.net, 17. Juni 2011

Von -5,1 auf 10,9 % Umsatzplus! Die Top 35 Verpflegungsbetriebe in Eigenregie sind ein exaktes Spiegelbild des konjunkturellen Aufschwungs. Die Riege der 35 befragten Betriebsgastronomen erzielte einen Nettoumsatz (ohne Subventionen) von 626,9 Mio. €, das ist ein Wachstum von 10,9 Prozent. Erfasst wurden 401 Standorte mit 75 Mio. Gästen im Jahr 2010.

Nur ein Jahr nach der Krise melden 23 Unternehmen Pluswerte beim Umsatz, davon 13 im zweistelligen Bereich. Umsatzgewinner ist das Drittgeschäft – von Hotels bis Stadien – mit +18,3 Prozent (Vj. -4,6 %). Bayer und Cultina (Bertelsmann) sind hier die Umsatz-matadore mit 15,9 Mio. € und 12,4 Mio. €. Zwischenverpflegung/Shops+Co. schlagen beim Umsatzwachstum mit +12,4 Prozent (Vj. -9,0 %) die Hauptverpflegung, die auf +9,9 Prozent (Vj. +1,9 %) kommt. Und auch der Bereich Gästebewirtung/Events im Unternehmen steigt von -5,6 Prozent in 2009 auf stattliche +10,3 Prozent auf. Pluszahlen in allen Disziplinen!

Die 35 Unternehmen bewirteten insgesamt 75,3 Mio. Gäste in 2010. Im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 5,9 Mio. Gästen oder 8,5 Prozent. 2009 verlor die Branche noch 900.000 Gäste. Die meisten Kunden bedienten die Daimler- (11,1 Mio.) und Siemens-Gastronomen (11,0 Mio.). Die Steigerungen der Gästezahlen ist bei beiden Konzernen mit +18,5 Prozent (1,74 Mio. Gäste) und +16,7 Prozent (1,58 Mio.) fast identisch.

Für 2011 erwarten 58 Prozent der Befragten bessere Gästezahlen als in 2010, 90,9 Prozent einen etwas besseren Durchschnitts-Bon. Stichwort größte Einzelstandorte: Hier landet bundesweit das Team von Volkswagen am Standort Wolfsburg mit 5,3 Mio. auf Platz 1, auf Rang 2 folgt BMW am Standort München mit 4,9 Mio., Daimler in Sindelfingen ist mit 4,5 Mio. Dritter. Die Exklusiv-Untersuchung der gv-praxis erscheint im Juniheft.


Internorga 2011 – GV-Barometer: Fast die Hälfte der Küchenchefs planen wieder größere Technik-Anschaffungen

Januar 20, 2011

(Hamburg, 20. Januar 2011) Die Zeichen stehen weiterhin auf Aufschwung: Einer der wichtigsten Gradmesser für Investitionen im Gastgewerbe, der zur Internorga vorgestellte 10. GV-Barometer, prognostiziert wiederholt zahlreiche Technik-Anschaffungen in den Großküchen. Die 85. Internorga Hamburg (18. bis 23. März) ist mit über 1.100 Ausstellern so ausgebucht, so dass erstmals eine Leichtbauhalle für das Segment Bäckerei/Konditorei aufgebaut werden muss. Erstmals wird auch ein „Zukunftspreis“ verliehen – für Topkonzepte zur Nachhaltigkeit von Ausstattern & Zulieferern und Gastbetrieben. Erneut wird es eine „Newcomer’s Area“ geben: Ein Highlight wird hier die Servietten-Facltmaschine „Rofobox“ sein.

Bio ist nicht im Fokus: GV-Küchenchefs setzen aber auf regionale Produkte (Foto: Alois Müller/Dehoga)
Bio ist nicht im Fokus: GV-Küchenchefs setzen aber auf regionale Produkte (Foto: Alois Müller/Dehoga)

Der GV-Barometer spiegelt den neuen Optimismus wider: 47 Prozent der GV-Küchenchefs (in Betrieben und Anstalten mit mindestens 300 warmen Essen pro Tag) wollen in Kochanlagen, Herde, Kassensysteme, Spülmaschinen und anderes investieren. Allerdings gehen die Planungen zum Kauf von allgemeinen Ausstattungen (Besteck, Geschirr etc.) zurück – nach 16 Prozent im Vorjahr wollen nun lediglich zehn Prozent der Küchenchefs hier Geld ausgeben. Nach erheblichen Neuanschaffungen im vergangenen Jahr ebbt der Investitionsboom ab: 43 Prozent der GV-Betriebe planen zunächst keinerlei Neuanschaffungen. Im Vorjahr waren dies noch 37 Prozent gewesen.

Die Aussagen der 306 befragten Betriebsrestaurants, Kliniken und Heime zu den Investitionsvorhaben sind allerdings mit gewisser Zurückhaltung zu sehen. Erfahrungsgemäß wird ein Gutteil der geplanten Anschaffungen storniert oder verschoben. Im vergangenen Jahr äußerten zwar 63 Prozent der Küchenchefs guten Willen zu Neuanschaffungen. Allerdings wurde dies bei 23 Prozent wieder storniert, zahlreiche Projekte verschoben oder erst einmal gar nicht terminiert.

Mehr Investitionen mit großen Budgets
Gleichzeitig sollen die Einkaufsbudgets steigen. 35 Prozent der investitionsbereiten Betriebsrestaurants planen Anschaffungen für mehr als 50.000 Euro. Im Vorjahr waren dies 25 Prozent. Bei den Heimen sind dies 42 Prozent (Vorjahr: 30%). Von wirtschaftlichem Aufschwung zeugen auch die positiven Aussagen zum Investitionsklima: 58 Prozent der GV-Betriebe bezeichnen dies als „gut“ (Vorjahr: 56%) und lediglich neun Prozent als „nicht so gut“ (Vorjahr: 23%!).

Erstaunlich ist, dass nur 51 Prozent der GV-Küchenchefs Interesse an neuen (Convenience-)Produkten bekunden; Vorjahr: 52 Prozent. Jeder fünfte Chef hat geringes Interesse an Neuheiten von F&B-Zulieferern. Bei den Produkten wird Gesundheitsorientierung und stärkere Berücksichtigung der Nachhaltigkeit ebenso erwartet wie guter Geschmack, Top-Qualität und entsprechende Optik. Bei neuen Produkten sind vor allem neue Speiseideen bei Fisch, Gemüse und Geflügel gefragt. Innovationen bei Suppen und Saucen geraten aus dem Fokus. Grundsätzlich sind die GV-Küchenchefs an eigenen Variationen interessiert – die Chance zu haben, Convenienve-Produkte zu verfeinern. Branchenbeobachter Irrgang bezeichnet dies als „Convenience minus zehn Prozent“.

Regionale Herkunft wichtiger als Bio
Für die meisten GV-Küchenchefs (57%) ist der Einkauf von Rohwaren aus regionaler Herkunft weitaus wichtiger als Bio-Lebensmittel (19%). Bei Fisch achten 44 Prozent der Chefs von Betriebsrestaurants auf den nachhaltigen Fang (MSC-Fisch). Fair gehandelte Produkte (Fairtrade) sind für nur 26 Prozent der Chefs bedeutend, Produkte mit niedriger CO2-Bilanz für nur 14 Prozent.

Bio-Qualitäten werden überwiegend (58% der Betriebsrestaurants) bei Gemüse und Salat eingesetzt. Fleisch (42%) und Fisch (32%) aus Bio-Herkunft steht aufgrund der Preisentwicklung nicht an oberster Stelle. Bio-Einkauf ist noch bei Kartoffeln (42%) und Obst (41%) ein Thema. Interessant: Bei Milch und Milchprodukten setzen nur 31 Prozent der GV-Betriebe auf Bio, bei Teigwaren gar nur 19 Prozent.

Die Erhebungen zum zehnten GV-Barometer fanden im November telefonisch unter Projektleitung von Prof. Wolfgang Irrgang (ehemals Synovate, München) im Auftrag des Internorga-Veranstalters Hamburg Messe und Congress statt. Mit der Vorstellung der Ergebnisse im Januar wird auf die jeweilige Messe eingestimmt – als PR-Instrument ein Paradebeispiel. (car.)


Internorga Hamburg – Kaffee verantwortungsvoll genießen: Qualität und Nachhaltigkeit als Mega-Trends

Januar 4, 2011

(Hamburg, 04. Januar 2011) Er ist und bleibt Spitze. Durchschnittlich 150 Liter Kaffee tranken die Bundesbürger pro Person im Jahr 2009. Damit ist Kaffee weiterhin das am meisten konsumierte Getränk in Deutschland und er legt noch zu. So hat sich der Konsum seit dem Jahr 2005 um durchschnittlich sechs Liter pro Kopf gesteigert. Auch im Außer-Haus-Markt ist Kaffee eines der dynamischsten Segmente. Holger Preibisch, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kaffeeverbandes mit Sitz in Hamburg. „Dabei stehen Espresso basierte Getränke wie Latte Macchiato, Cappuccino und Cafe Latte besonders hoch im Kurs.“ Die Trends rund um die schwarze Bohne und die Neuheiten der Röster und Technikhersteller zeigt die Hamburger Außer-Haus-Fachmesse Internorga (18. bis 23. März).

Internorga Hamburg: Kaffee wieder einmal im Fokus (Foto: Romanus Fuhrmann/Hamburg Messe)

Internorga Hamburg: Kaffee wieder einmal im Fokus (Foto: Romanus Fuhrmann/Hamburg Messe)

Nach den aktuellen Trends befragt, äußern sich führende Unternehmen, die alle auf der Internorga ausstellen, unisono: „Qualität“ und „Nachhaltigkeit“ sind die Mega-Themen. Katja Radünz, Marketing Management, Franke bremer: „Der Gast hat ein hohes Qualitätsbewusstsein für Kaffeespezialitäten entwickelt. Damit wächst auch der Anspruch des Außer-Haus-Marktes an die Rohstoffe und technischen Produkte.“ Guido Civati, Geschäftsführer und Marketing Director Luigi Lavazza Deutschland: „Gastronomen und Konsumenten legen bei der Auswahl ihres Kaffees Wert auf durchgehend hohe Qualität. Außerdem steigt die Nachfrage nach Bio- und nachhaltig produzierten Produkten seit Jahren stetig, da Verbraucher zunehmend auf die Herkunft ihrer Produkte achten.“

Das bestätigt auch Frank Hilgenberg, Marketingleiter J.J.Darboven: „Vielen Verbrauchern ist die Verbindung von Genuss und nachhaltigem Handeln zunehmend wichtiger, denn das Bewusstsein der Konsumenten für einen verantwortungsvollen Umgang mit ihrer Umwelt ist deutlich gewachsen.“ Udo Leunissen, Geschäftsführer Sara Lee Deutschland: „Der Trend zu nachhaltig produziertem Kaffee ist ungebrochen. Die Nachfrage steigt sowohl bei unseren Gastronomie-Kunden als auch bei den Endverbrauchern.“ Für Hendrik Schütze, Leiter Werbung und PR Melitta SystemService, liegt darin eine Chance für Gastronomen: „Angebote von nachhaltigen Produkten werden in der Gastronomie immer mehr zu einem Profilierungspunkt und zum Qualitätsmerkmal. Hier wächst die Gastronomie in eine Vorreiterrolle.“

Wenn es um die Getränkespezialitäten geht, ist Vielfalt von entscheidender Bedeutung. Frank Hilgenberg von J.J.Darboven: „Die Kunden wünschen eine große Auswahl und mehr Abwechslung: Wir beobachten einen Trend hin zu speziellen Röstungen und Kaffee-Kompositionen.“ Katja Radünz von Franke bremer: „Innovative Getränke sind gefragt: Milchschaum mit Flavour, ob heiß oder kalt, Schoko mit Frischmilch oder Irish Coffee.“ Ähnlich äußert sich Guido Civati von Luigi Lavazza: „Angesagt sind Kaffeegetränke mit Milch. Zudem wird Kaffee gern mit Aromen oder Sirupen getrunken. Im Sommer ist die Nachfrage nach kühlen Kreationen wie Shakes und Frappés hoch.“ Hendrik Schütze von Melitta SystemService: „Ein Wachstumstreiber bei den Heißgetränken ist Schoko in verschiedenen Sorten von weiß bis dunkel, pur oder in Verbindung mit Kaffee als besondere Spezialität.“

Im Technik-Bereich steht nach Ansicht von Udo Leunissen von Sara Lee die Funktionalität im Fokus: „Selbsterklärende, leistungsfähige Kaffeevollautomaten mit automatischen Reinigungsprogrammen werden immer beliebter – besonders dann, wenn in kurzer Zeit eine große Menge Kaffee benötigt wird, wie beim Frühstück oder im Tagungsbereich. Kaffeevollautomaten, die automatisch Milchschaum zubereiten, der mit separat aufgeschäumter Milch vergleichbar ist, liegen voll im Trend.“

Auch für Hendrik Schütze von Melitta SystemService spielt die „einfache, intuitive Bedienung“ eine zentrale Rolle: „Vielfalt der Kaffeeprodukte bei geringem Platzbedarf, Schnelligkeit und einfache automatische Reinigung sind weitere immer wichtigere Nachfrage-Kriterien, genauso wie Beratung und Service vor Ort für den reibungslosen, sicheren Betrieb über die gesamte Nutzungsdauer.“ Nach Ansicht von Melanie Nolte, Leitung Marketing Kaffeemaschinen WMF wird von den Technik-Herstellern ein immer höheres Qualitätsniveau verlangt: „Der Kunde setzt verstärkt auf Qualität und Kompetenz und fordert eine Rundum-Betreuung auch beim Service und Kundendienst. Im Bereich der Getränkevielfalt ist die komplette Produktpalette gefragt – immer in Top-Qualität und bei einfacher Bedienbarkeit der Kaffeemaschine.“

Mit welchen neuen Produkten und innovativen Konzepten die Unternehmen auf die Trends reagieren, zeigen sie auf der Internorga. Frank Hilgenberg, Darboven: „Wir stellen unser neues Modulsystem für die Gastronomie vor. Das Servicesystem umfasst individuell zusammenstellbare Heißgetränke-Module die sich auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Gastronomen zuschneiden lassen.“ Katja Radünz, Franke bremer: „Dem Trend folgend zeigen wir auf, wie Getränkevielfalt durch Technik funktioniert.“ Udo Leunissen, Sara Lee: „wir präsentieren die Weiterentwicklung unseres Cafitesse Konzeptes, einen neuen Blend und eine neue Kaffeemaschine als Komplett-Konzept.“ Auch WMF und Melitta SystemService werden auf der Fachmesse neue Produkten und Konzepten vorstellen.