Entwicklung Außer-Haus Markt im 1.Tertial 2013 – Es kann nur besser werden

Juni 21, 2013

Quelle: cafe-future.net, 21. Juni 2013

Es kann nur besser werden: der lange Winter und besonders der verregnete Frühling haben nicht nur in den Hochwassergebieten ihre Spuren hinterlassen. Das schlechte Wetter hat auch den Getränkebedarf im Außer-Haus-Markt negativ beeinflusst. Die Weggehfrequenz ist im 1.Tertial 2013 im Vergleich zum Vorjahr mit nahezu -5% noch einmal deutlich gesunken. Dabei sind es weiterhin die jungen Konsumenten (16-29 Jahre), die immer öfter daheim bleiben, anstatt sich mit Freunden auswärts in Kneipen, Bars und Clubs zu treffen.

Aber wenn schon, denn schon: Wenn einmal weggegangen wird, steigt die Ausgabenbereitschaft pro Tag (ca. 5%) und die Anzahl der Getränke (+3%) deutlich an. Dies kann jedoch den Einfluss der rückläufigen Weggehtage nicht vollständig auffangen, so dass sowohl die Getränkemenge, als auch der Getränkeumsatz im Außer-Haus-Bereich insgesamt mit durchschnittlich -2% weiter abnimmt.

Von dem schlechten Wetter ist natürlich besonders die Gastronomie mit Freisitzflächen betroffen. Die Biergärten, sowie Cafés, Coffeshops und Eisdielen verzeichnen im 1. Tertial 2013 ein zweistelliges Minus. Im Gegensatz dazu kommt das klassische Restaurant mit einem wertmäßigen Rückgang von nur -2,7% noch gut davon.

Eine stabile Umsatzentwicklung im rückläufigen Getränke-Außer-Haus-Markt weisen aktuell nur die Convenience orientierten Quick Service Restaurants sowie Bäckereien und Stehcafés auf.

Bleibt zu hoffen, dass der Sommer hält, was er verspricht und sich die Getränkebranche auf Besserung freuen kann.

Die Datenbasis ist das Online-Consumerpanel „GfK TrinkTrends“ der GfK Panel Services in Nürnberg.
Basis: 31,7 Mio. Privatpersonen in der Altersklasse 16-49 Jahre; Außer-Haus Konsum Getränke im Bereich Gastronomie und On-the-go (ohne Arbeitsplatz, Kantine, Schule).


Locationentwicklung im Außer Haus Markt für Getränke 2012

März 20, 2013

März 2013 – Im Jahr 2012 war der Außer-Haus Markt für Getränke neben teils widrigen Witterungsbedingungen auch weiterhin geprägt von einer Veränderung im Weggehverhalten der privaten Verbraucher. Hier ist der Umsatz in der Altersgruppe der 16-49-Jährigen um 3% gegenüber Vorjahr gesunken, insbesondere die unter 30-Jährigen haben gegenüber Vorjahr deutlich weniger Geld für Getränke Außer-Haus ausgegeben.

Barkeeper (Foto: Dehoga/Alois Müller)

Barkeeper (Foto: Dehoga/Alois Müller)

Gerade Locations, die eher ein junges Publikum anziehen, haben daher – beinahe traditionell – überproportional verloren. Als anhaltender Trend 2012 war auch weiterhin zu beobachten, dass sich die Essensgastronomie besser entwickelt hat als Formate mit einem Getränkeschwerpunkt. So verzeichneten sowohl Quick Service Restaurants (+1,5%) als auch die Vereinsgastronomie (+13%) ein Plus, während Locations, die eher abends aufgesucht werden wie Kneipen oder Discos/Clubs herbe Verluste hinnehmen mussten.

Auch die teils sehr kalten und niederschlagsreichen Monate April und September haben ihre Spuren bei den Lokalitäten hinterlassen, die von guter Witterung profitieren. So sind sowohl Cafés/Coffeeshops/Eisdielen deutlich unter Vorjahr geblieben. Aber auch der Biergartenbesuch ist in 2012 trotz Sondereffekt Fußball EM deutlich zurückgegangen (-7%).

Abgesehen von solchen externen Faktoren stehen die Betreiber der unterschiedlichen Gastronomieformate weiterhin vor der Herausforderung, mit attraktiven Konzepten und einem gut abgestimmten Angebot neue Nachfrageimpulse für den Außer-Haus Markt zu setzen.

Basis: GfK-Studie, 31,7 Mio. Privatpersonen in der Altersklasse 16-49 Jahre; Außer-Haus Konsum Getränke im Bereich Gastronomie und On-the-go (ohne Arbeitsplatz, Kantine, Schule)


Der Außer-Haus Markt für Getränke im Jahr 2012

Februar 15, 2013

Quelle: GfK, 15. Februar 2013

Das Jahr 2012 war geprägt von Turbulenzen und Unruhen rund um das Thema „Europa und seine Finanzen“. Ganz anders als bei den Haushalts-Getränkeeinkäufen (=LEH-Umsätze), die um ein Prozent stiegen, machte sich eine Verunsicherung der Verbraucher eher im Außer-Haus-Konsum bemerkbar. Hier ist der privat veranlasste Getränkeumsatz insgesamt um 2,7 Prozent auf ca. 13,9 Milliarden Euro gesunken; in der Altersgruppe der 16-49-Jährigen sogar um drei Prozent.

Der Getrönkeumsatz ging 2012 um 2,7% zurück

Der Getrönkeumsatz ging 2012 um 2,7% zurück

Leidtragende dieser Entwicklung war vor allem die Abend- bzw. Nachtgastronomie: Locations wie Bars, Discos oder Clubs verloren überproportional stark. Immer stärker hingegen wächst der Sektor „Vereinsgastronomie“ (+ 12%), aber auch der Convenience-Bereich (+4%). Hier weniger die klassische Tankstelle als vielmehr z.B. die Reisegastronomie und/oder auf den „To-Go“-Konsum spezialisierte Formate. Damit verlagert sich der Umsatz zum einen von einer eher höher- zu eher niedrigpreisigeren Gastronomie, zum anderen von eher getränke-orientierten zu food-orientierten Formaten.

Entsprechend verzeichneten Getränke wie Spirituosen, Cocktails, Longdrinks sowie Wein und Sekt, die die primäre Umsatzbasis in den getränkege-prägten Nacht-Lokalitäten bilden, Rückgänge. Heißgetränke und hier vor allem Kaffee, die stärker Thema im Convenience/To-Go-Bereich sind, zeigten sich dagegen stabil bis wachsend.

Neben den klassischen Getränken darf das Thema Trendgetränke nicht außer Acht gelassen werden.

Das allerorts diskutierte Szenegetränk „Bubble Tea“ auf Tee- und leider auch Kalorien-Basis, hatte vor allem bei den jungen Konsumenten zunächst rasant Anklang gefunden. Bubble Tea zeigte bis in die Sommermonate hinein eine starke Performance; bis Jahresende blieb von dem Hype jedoch nicht mehr viel übrig. Ganz anders verhält sich dies augenblicklich im auflebenden Segment der „Fass-brausen“. Neue Sorten und Anbieter treiben den Umsatz!

Es bleibt mit Spannung abzuwarten, welche neuen Trends das Jahr 2013 für den Außer-Haus Markt der Getränke bereithält. Wichtig ist jedenfalls, dass die Gastronomie dem Konsumenten ein ansprechendes Angebot in adäquater Atmosphäre bietet.

Die Datenbasis ist das Online-Consumerpanel „GfK TrinkTrends“ der GfK Panel Services in Nürnberg.
Basis: 31,7 Mio. Privatpersonen in der Altersklasse 16-49 Jahre; Außer-Haus Konsum Getränke im Bereich Gastronomie und On-the-go (ohne Arbeitsplatz, Kantine, Schule).


Bier im Außer-Haus-Markt 2011

Mai 22, 2012

Quelle: cafe-future.net, 22. Mai 2012

In 2011 hat sich der Umsatz mit Getränken im Außer-Haus-Markt stabilisiert und liegt mit 0,2% über dem Vorjahr. Umso erfreulicher ist es, das sich Bier mit +1,4% deutlich besser entwickelt hat und damit einer der Wachstumstreiber in der Gastronomie ist.

Dabei hat vorrangig das 2. Halbjahr deutliche Zuwächse gebracht. Ein schöner und auch sehr sonniger Herbst und das im Vergleich zum Vorjahr milde Klima im November und Dezember haben dem Biermarkt zusätzliche Impulse gegeben.

Die wichtigsten Absatzkanäle für Bier sind weiterhin das Restaurant und die Kneipe. Beide Bereiche entwickeln sich leicht positiv. Deutlich stärker im Wachstum und damit hauptverantwortlich für die gute Bierentwicklung ist die Sport- und Vereinsgastronomie.

Zum einen spielt sicher der deutliche Preisvorteil gegenüber den restlichen Gastronomiebetrieben eine entscheidende Rolle: Oftmals werden die Sport- und Vereinsgaststätten nicht von Gastronomen in Pacht betrieben, sondern von Vereinsmitgliedern in ehrenamtlicher Funktion. Dies erklärt auch den Preisvorteil gegenüber der restlichen Gastronomie.

Zum anderen übernimmt die Sport- und Vereinsgaststätte gerade in ländlichen Regionen zunehmend die Funktion der klassischen Dorfkneipe. Diese findet man in vielen kleinen Ortschaften mittlerweile immer seltener, weil meist kein Pächter mehr bereit ist diese zu betreiben.

Bei der Sortenbetrachtung im Biermarkt dominiert die Sorte Pils mit 49% den Markt gefolgt von Weizenbier mit 21%.

Die höchsten Zuwachsraten verzeichnet allerdings das Alkoholfreie Bier. Anders als beim Heimkonsum, bei dem alkoholfreies Bier zunehmend als Alternative zu Wasser, Schorle und Limo getrunken wird, dominiert im Außer-Haus Markt immer noch der klassische Konsumanlass als Ersatz zum alkoholhaltigen Bier.

Großes Potential für den Gastronom zeigt sich also darin, dem Gast alkoholfreies Bier als Alternativgetränk schmackhaft zu machen.

Autor: Horst Zocher
Die Datenbasis ist das Online-Consumerpanel „GfK TrinkTrends“ der GfK Panel Services in Nürnberg. Basis: 32,6 Mio. Privatpersonen in der Altersklasse 16-49 Jahre; Außer-Haus Konsum Getränke im Bereich Gastronomie und On-the-go (ohne Arbeitsplatz, Kantine, Schule).


Der Außer-Haus Markt für Getränke im Jahr 2011

Februar 22, 2012

Quelle: cafe-future.net, 22. Februar 2012 – Von Simone Peiker

Die Gesellschaft für deutsche Sprache ernannte unlängst „Stresstest“ zum Wort des Jahres 2011. Grund dafür war, dass sich sehr viele Bereiche wie beispielsweise das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21, deutsche Atomkraftwerke, Banken und sogar Länder in diesem Jahr einem solchen unterzogen sahen.

Umso erfreulicher ist es, dass entgegen diesen kritischen Faktoren der Außer-Haus Markt für Getränke seinen Stresstest im Jahr 2011 bestanden hat: Mit einer Umsatzentwicklung von +0,2% hat sich der Außer-Haus Getränkemarkt stabilisiert. Zwar hat sich der Haushaltskonsum mit +3,6% besser entwickelt, profitiert aber auch von günstigeren Einflussfaktoren.

Nach wie vor verhindert jedoch eine rückläufige Ausgehfrequenz von -3% im Vergleich zum Vorjahr (Altersgruppe 16-49 Jahre) eine bessere Entwicklung. Vor allem die junge Zielgruppe der 16-29-Jährigen ist hierfür verantwortlich. Der Trend zum „Homing“ und/oder auch verstärktes Feiern im Privaten, bei denen Getränke konsumiert werden, sind hier als Gründe zu nennen.

Wieder einmal zeigte sich in 2011, dass das Wetter und saisonale Gegebenheiten den Außer-Haus Konsum ebenfalls beeinflussen. So war der starke Monat Juni nicht nur durch die relativ guten Wetterbedingungen sondern auch kalendarischen Verlagerungen einiger Feiertage zu erklären. Positiv verlief vor allem das letzte Tertial des Jahres; für das Umsatzplus von mehr als 2% zum Vorjahrestertial sorgten die für diese Jahreszeit eher unüblichen milden und trockenen Klimabedingungen.

Alles in allem wurde die Markt-stabilisierung getragen von einer erhöhten Ausgabebereitschaft was Getränke betrifft, d.h. es wurden bei den insgesamt selteneren Ausgehtagen wertigere Getränke getrunken.

In den Getränkekategorien verloren einzig die Biermischgetränke und Cocktails & Longdrinks überproportional zum Gesamtmarkt. Übrige Getränkekategorien zeigten sich relativ stabil (Heißgetränke) oder leicht ansteigend (Spirituosen, Bier und Wein, Sekt &Co).

Besonders die Alkoholfreien Kaltgetränke zeigten eine starke Performance und konnten um 4,1% im Wert wachsen und auch anteilig am Markt einen Prozentpunkt zugewinnen.

Mehr als jeder fünfte Euro wird Außer-Haus mittlerweile in dieses Segment investiert. Süßgetränke, insbesondere der stark wachsende Markt der Energydrinks sowie fruchthaltige Getränke und Schorlen waren hier die Haupttreiber!

Mit Spannung darf man den Entwicklungen in 2012 hinsichtlich neuer Herausforderungen und Stresstests entgegenschauen und hoffen, dass der Getränkekonsum Außer-Haus weiter erstarkt.

Die Datenbasis ist das Online-Consumerpanel „GfK TrinkTrends“ der GfK Panel Services in Nürnberg.
Basis: 32,2 Mio. Privatpersonen in der Altersklasse 16-49 Jahre; Außer-Haus Konsum Getränke im Bereich Gastronomie und On-the-go (ohne Arbeitsplatz, Kantine, Schule).


Konsumenten-Trends: Regional ist das neue Bio

August 9, 2011

(Frankfurt/Main, 09. August 2011) Für Verbraucher zählt zunehmend eines: Essen sie außer Haus, wollen sie genau wissen, woher ihr Essen stammt. Dies zeigt die aktuelle Exklusivumfrage unter Profis der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung, die jährlich von den zwei Wirtschaftsfachzeitschriften food-service und gv-praxis (Deutscher Fachverlag GmbH, Frankfurt am Main) durchgeführt wird. Demnach hat die Nachfrage nach regionaler Küche im letzten Jahr stark zugenommen. Transparenz wird mehr und mehr zum Schlüsselfaktor, sogar Bio-Produkte werden an dieser Stelle in die Nebenrolle verdrängt.

Auch das Thema Sicherheit spielt laut Umfrage bei gastronomischen Offerten eine immer größere Rolle. So finden bekannte Spezialitäten, wie es sie schon bei der Großmutter gab, einen deutlich höheren Zuspruch als in früheren Jahren. Die „alte Küche“ erlebt eine Renaissance, denn die Gerichte sind vertraut und wecken Kindheitserinnerungen.

Darüber hinaus trägt das „Gesundheitsgewissen“ maßgeblich zur Entscheidung bei, was auf den Teller kommt. Ganz nach dem Motto „grün, grüner, am grünsten“ bestellen Verbraucher zunehmend Salate und vegetarisches Essen. Dies sind laut Umfrage die wachstumsstärksten Gerichte im Außer-Haus-Markt. Leicht, fettarm, frisch – damit können Gastronomen punkten.

Wachstumssieger bei den Getränken
Als Gewinner 2010 gehen bei den alkoholischen Getränken Cocktails/Longdrinks hervor: Mit ihrem Sprung von Platz 5 auf 1 verdrängen sie den bisherigen Spitzenreiter Weizenbier, der im aktuellen Ranking nur noch die Vize-Position ergattert. Dieses überraschende Wachstum alkoholischer Mischgetränke dürfte zu großen Teilen dem neuen In-Produkt zu verdanken sein: Aperol-Spritz.

Die promillefreie Plusmacher-Liste dokumentiert, dass alkoholfreies Bier seine Beliebtheit bei den Konsumenten klar steigern konnte: Es rückt von Position 6 auf 4 vor. Stilles Wasser bleibt in dieser Kategorie die unangefochtene Nummer 1.

Die gesamten Ergebnisse der Online-Befragung von Profis in der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung sind in den aktuellen Ausgaben von food-service und gv-praxis veröffentlicht. Insgesamt wurden über 250 Rückläufe ausgewertet.


Außer-Haus-Markt Deutschland 2011: Convenience auf dem Vormarsch – Gastgewerbe weiterhin im Wachstum

Juli 26, 2011

(Hamburg, 26. Juli 2011) Das Gastgewerbe setzt weiterhin stark auf Convenience-Produkte in der Küche. 41 Prozent der Hotels und Restaurants in Deutschland setzen vorgefertigte Lebensmittel und Food-Grundprodukte regelmäßig ein. Dies ist Ergebnis einer neuen Erhebung des auf den Außer-Haus-Markt spezialisierten Marktforschungsinstituts The Business Target Group, Scheeßel bei Hamburg. Besonders in Restaurants (auch Hotelrestaurants) wird besonders häufig Convenience verwendet, vorrangig tiefgekühlte Rohrwaren (TK): Bei Gemüse sind 83 Prozent der Rohwaren aus TK-Lieferungen, bei Fisch 80 Prozent und bei Fleisch rund 35 Prozent.

Convenience wird im Gastgewerbe immer häufiger eingesetzt, gerade Premiumprodukte (Foto: Perlhuhn-Törtchen von Achenbach Delikatessen)
Convenience wird im Gastgewerbe immer häufiger eingesetzt, gerade Premiumprodukte (Foto: Perlhuhn-Törtchen von Achenbach Delikatessen)

Bei den TK-Halbfertigprodukten sind Desserts und Kuchen mit knapp 56 Prozent die Nummer eins. Aber auch bei Fleisch und Fisch liegen halbfertige TK-Produkte bereits über der 40-Prozent-Marke. Damit wird deutlich, dass Convenienceprodukte – in ihrer unterschiedlichen Conveniencegraden – im Gastgewerbe weiterhin stark auf dem Vormarsch sind. Weitere Details zu Verwendung von Convenience-Produkten, Küchentrends und vielen weiteren Fakten zum F&B-Management ist der nun neu aufgelegten Dokumentation „Außer-Haus-Markt Deutschland 2011“ zu entnehmen.

Außer-Haus-Markt wächst weiter
Das Konsumverhalten der Menschen verändert sich rapide.Stulle, Thermoskanne und Henkelmann sind als Exoten in der Verpflegung unterwegs. Man geht – auch konjunkturbereinigt – immer öfter aus und verpflegt sich direkt bei einem der zahlreichen Außer-Haus-Anbieter. Laut einer GfK-Studie aus acht europäischen Ländern gehen 15 Prozent der Deutschen mindestens drei Mal pro Monat im Restaurant essen. Weitere 27 Prozent tun dies ein- bis zweimal im Monat und 38 Prozent zumindest immer noch einmal pro Monat. Allerdings betritt auch ein Fünftel aller Deutschen niemals ein Restaurant.

Mittag- und Abendessen bilden jeweils 35 Prozent der gesamten Anlässe für den Außer-Haus-Verzehr. 16 Prozent der Verzehranlässe teilen sich auf die Einnahme von Zwischenmahlzeiten auf. Das Frühstück nimmt mit 14 Prozent den geringsten Anteil ein.

Der durchschnittliche Erwachsene besucht außer Haus am liebsten einen Imbiss (oder McDonald´s). Obwohl es viel mehr Restaurants mit deutscher Küche gibt, wird gerne „der Italiener“ oder „der Grieche“ besucht, zumindest in der Stadt. Jeder zehnte Besuch einer gastronomischen Einrichtung findet im Rahmen von Ausbildung und Arbeit statt.

15 Prozent gehen gerne in die Kantine oder ins Restaurant (oder nach dem Kino zum Burgerbrater). Die Mehrheit gibt an, höchstens einmal im Monat außer Haus zu speisen. Jeder fünfte geht niemals außer Haus essen, aus Sparsamkeit oder Prinzip.

Durchschnittlich gibt jeder Besucher im Außer-Haus-Markt 5,72 Euro aus. Je nach Segment fällt dieser Durchschnittswert sehr unterschiedlich aus: In Quick-Service-Restaurants / Lebensmitteleinzelhandel / Convenience-Stores sind dies 3,71 Euro, in Full-Service-Restaurants und Hotels satte 11,94 Euro und in Freizeiteinrichtungen noch 8,05 Euro. In Kantinen und Mensen gibt jeder Gast durchschnittlich nur 2,50 Euro aus.

Die günstige Konjunkturentwicklung führte im Gastgewerbe zur Schaffung neuen Arbeitsstellen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigten im Gastgewerbe hat sich von 2007 bis 2010 von 619.000 auf 639.000, die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Teilzeitbeschäftigten von 170.000 auf 207.000 und die Zahl der geringfügig Beschäftigten von 720.000 auf 835.000 erhöht. Gleichzeitig sank die Zahl der Auszubildenden von 76.000 auf 69.000.

Die Dokumentation „Außer-Haus-Markt Deutschland 2011“ umfasst über 250 Seiten mit zahlreichen Grafiken, Schaubildern und detaillierten Erläuterungen. Zu beziehen bei: The Business Target Group, www.businesstargetgroup.com


lebensmittelklarheit.de – Neues Internetportal stellt auch Gastronomie an den Pranger

Juli 21, 2011

(Berlin, 21. Juli 2011) Ob das wirklich „Klarheit“ bringt? Mit dem neuen Aufklärungsportal lebensmittelklarheit.de wollen die Verbraucherzentralen und das Verbraucherministerium in Berlin die Wahrheit über Essen und Getränke verbreiten. Die Webserver waren allerdings dem ersten Ansturm nicht gewachsen – die Seite war zuletzt nur schwer aufrufbar. Kurz nach dem Start seien bis zu 20.000 Anfragen je Sekunde zusammen gekommen. Auf lebensmittelklarheit.de wird auch die Gastronomie an den Pranger gestellt, zum Beispiel beim beliebten Feta in Sommersalaten. Viele verwendete Feta-Käse seien aus Kuhmilch und nicht aus Schafsmilch hergestellt, moniert die NRW-Verbraucherzentrale. In 15 Gaststätten und Schnellrestaurants in Köln und Bonn habe man „Tricksereien“ festgestellt – aber der Test stammt von 2009.

Unter lebensmittelklarheit.de  können Verbraucher nun Produkte melden, bei denen Sie sich durch die Aufmachung oder Kennzeichnung getäuscht fühlen. Mitarbeiter der Verbraucherzentrale Hessen prüfen die Kritik. Die Hersteller haben die Möglichkeit Stellung zu beziehen, beides wird dann auf der Seite veröffentlicht. Allerdings gibt es bereits seit vier Jahren das Portal abgespeist.de von Foodwatch; hier werden jeden Monat neue „Täuschungsfälle“ angeprangert.

Doch hier setzt die vielfältige Kritik an: Wie wird „sich getäuscht fühlen“ definiert? Das EU-Lebensmittelrecht gilt als sehr kompliziert und lässt tatsächlich viele Hintertürchen offen. So ist es legal, wenn im Erdbeerjoghurt keine Erdbeeren zu finden wären. Oder Fischsticks ohne Fisch, Bananenschokolade ohne Banane, Zuckersirup statt Honig – „Vollmundige Werbeversprechen oder wohlklingende Bezeichnungen auf Lebensmittelverpackungen suggerieren Qualität, Naturbelassenheit oder Preisvorteile. Gesundheitsversprechen verlocken zum Kauf. Wer sich aber die Zutatenliste genauer ansieht, muss oft erkennen, dass es mit den Versprechen und Werbeaussagen nicht weit her ist. Oftmals ist der Ärger beim Verbraucher groß, weil er sich von der Aufmachung einer Verpackung, der Kennzeichnung oder der Werbung getäuscht fühlt“, heißt es bei lebensmittelklarheit.de

Rund 750.000 Euro an Steuernmitteln werden für das neue Infoportal ausgegeben – im Rahmen der Initiative „Mehr Klarheit und Wahrheit bei der Kennzeichnung und Aufmachung von Lebensmitteln.“

Von der Lebensmittelindustrie gibt es Contra: „Wir lehnen nach wie vor den Teil des Internetportals ab, in dem konkrete Produkte mit Marke und Firma genannt werden, weil sich Verbraucher subjektiv irregeführt fühlen; es handelt sich nämlich um Lebensmittel, die entsprechend den gesetzlichen Anforderungen gekennzeichnet und aufgemacht, die also völlig legal sind“, sagte Jürgen Abraham, Vorsitzender des Spitzenverbandes der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE).  „Niemand darf durch eine öffentliche Zurschaustellung bestraft werden, wenn er sich an Recht und Gesetz hält; ob dies der Fall ist, entscheiden die Kontrollbehörden und letztlich die Gerichte.“ Daher sei es, so der BVE-Vorsitzende, nicht akzeptabel, wenn eine andere, nicht legitimierte Instanz darüber befindet, ob ein Produkt quasi mit amtlichem Anstrich öffentlich abgewertet wird – mit allen negativen Folgen, bis hin zur Existenzbedrohung für das Unternehmen und seine Arbeitsplätze.

Ob mit einem öffentlichen Beschwerdeportal den Fakten genüge getan wird, muss sich noch erweisen. In der Werbewirtschaft erteilt der Werberat gemeinsam mit der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs offiziell Rügen bei überzogener Werbung; und diese Mahnungen werden auch veröffentlicht – welche Folgen sie haben, ist unklar.

Nun wird von Experten erwartet, dass sich der Unmut der Verbraucher insbesondere über die Kennzeichnungen von Lebensmitteln entlädt. Doch dieses komplexe und auch für fachverständige Juristen kaum durchschaubare Regelwerk („Die Suppe lügt“) wird wohl nicht mit Volkes Meinung geändert werden. Inwieweit öffentlicher Druck die Lebensmittelproduzenten zu mehr „Klarheit“ und in kritischen Fällen zur „Wahrheit“ verleiten, bleibt abzuwarten.

Brauchen Lebensmittel bald Beipackzettel? Diese Diskussion erfasst auch die Gastronomie. Thilo Bode, Chef der Berliner Lebensmittel-Verbraucherorganisation Foodwatch, fordert eine Kennzeichnung aller Zutaten auf Speisekarten in der Gastronomie. „Die ungekennzeichnete Verwendung von Fertigprodukten in der Gastronomie halten wir für eine grobe Verbrauchertäuschung. Besonders weil die Kennzeichnungsregeln für die Gastronomie extrem lasch sind“, heißt es in einem aktuellen Rundschreiben von Foodwatch. So fordert man bei Foodwatch, die Kennzeichnungsvorschriften für Lebensmittel in der Gastronomie an die Vorgaben für verpackte Lebensmittel anzupassen und dass in Restaurants und Kantinen eine vollständige Zutatenliste aller Gerichte inklusive aller verwendeten Zusatzstoffe gut sichtbar aushängt oder auf Nachfrage für den Gast einsehbar sind. Werden in der Gastronomie Convenience-Produkte verwendet, muss die komplette Zutatenliste in der Speisekarte wiedergegeben werden, heißt es in dem Mailing. Bei der Aktion „Klarheit auf Speisekarten“ haben bislang 6.800 Menschen mitgemacht.

Die kürzlich im Europaparlament beschlossenen Kennzeichnungspflichten für Lebensmittel haben kaum Auswirkungen auf Speisekarten in Gastbetrieben. Nicht vorverpackte Lebensmittel (sog. lose Ware), wie sie typischerweisein gastronomischen Betrieben zum Einsatz kommen, sind im Wesentlichen von den neuen Kennzeichnungspflichten ausgenommen. Eine Ausnahme bildet allerdings die Allergie-Kennzeichnung. Über Allergien oder Unverträglichkeit auslösende Zutaten muss der Verbraucher auch bei unverpackter Ware informiert werden. In welcher Art und Weise die Informationen bereitgestellt werden müssen, liegt in der Verantwortung der Mitgliedstaaten. Sonderregelungen trifft die neue Verordnung zu Lebensmitteln, die „durch Einsatz von Fernkommunikationsmitteln zum Verkauf angeboten werden.“ In der Gastronomie geht es hierbei insbesondere um das Internet-Angebot von Lieferdiensten (Stichwort Home-Delivery).

Über die neue Verordnung muss formal nun noch der Ministerrat entscheiden. Da die Linie aber zuvor mit den EU-Mitgliedsstaaten abgestimmt war, ist von seiner Zustimmung sicher auszugehen. Die Verordnung kann damit noch in diesem Jahr in Kraft treten. Für die Umsetzung in den Unternehmen gelten jedoch Übergangsfristen von drei bzw. fünf Jahren.


Außer-Haus-Markt für Getränke: Talsohle durchschritten

Juni 16, 2011

Quelle: cafe-future.net, 16. Juni 2011

Von Grit Robe

Das Jahr 2010 war alles andere als einfach für den Außer-Haus-Konsum. Der anhaltende Homing-Trend machte der Gastronomie schwer zu schaffen. Erste positive Impulse scheinen jedoch in den ersten vier Monaten des Jahres 2011 durchzuklingen: Vergleicht man die durchschnittlichen Ausgaben je Weggehtag des 1. Tertials 2011 mit dem entsprechenden Vorjahres-Tertial, so haben sich diese stabilisiert bzw. sind leicht angestiegen. Die Konsumenten gönnten sich das ein oder andere Getränk zusätzlich, wobei sie pro Getränk durchschnittlich etwa den gleichen Preis wie im Vorjahreszeitraum bezahlt haben.

Zwischen den einzelnen Getränkekategorien gab es jedoch deutliche Unterschiede: Während für Wasser, Spirituosen und Wein/Sekt/Champagner/Prosecco pro Getränk weniger ausgegeben wurde, stiegen die Preise für die Fruchthaltigen Getränke sowie für Cola & Co. Anders als im LEH konnte Bier/Biermisch im Außer-Haus Markt ebenfalls höhere Preise generieren.

Diese positive Entwicklung wurde allerdings dadurch geschmälert, dass die Konsumenten insgesamt weniger häufig weggingen. Alles in allem lagen deshalb die Getränkeumsätze im Außer-Haus-Markt noch leicht unter Vorjahr. Lediglich die Alkoholfreien Getränke erzielten – getrieben durch das größte AfG-Segment der Süßgetränke – höhere Umsätze.

Auch wenn die Alkoholischen Getränke im ersten Tertial noch keine Umsatzzuwächse generieren konnten, sind diese bei den Konsumenten alles andere als „out“. Fragt man nämlich die Gastronomie-Besucher, was besonders angesagt ist, werden die Top Positionen von internationalen Rum-Marken belegt, die damit den langjährigen Trendsetter Wodka überflügeln.

Für positive Impulse sorgte ebenfalls das „Spritz-Segment“. Gerade in den deutlich wärmeren Monaten März und April waren die orangen Gläser in den Straßencafés, Bars und Restaurants nicht zu übersehen. Dies wird nur ein Vorbote für einen vielversprechenden Sommer der Getränkenachfrage in der Gastronomie sein.

Die Datenbasis ist das Online-Consumerpanel „GfK TrinkTrends“ der GfK Panel Services in Nürnberg.
Basis: 32,6 Mio. Privatpersonen in der Altersklasse 16-49 Jahre; Außer-Haus-Konsum Getränke im Bereich Gastronomie und On-the-go (ohne Arbeitsplatz, Kantine, Schule).


Restaurantbesuche in Griechenland durch die Krise stark gefallen

Januar 6, 2011

Erheblicher Umsatzrückgang sowie Geschäftsschließungen sind wohl die beiden Hauptthemen auf dem Gastronomiemarkt in Griechenland für den Zweijahreszeitraum 2009-10

Quelle: INTZEIDIS Consulting, 06. Januar 2011

Erheblicher Umsatzrückgang sowie Geschäftsschließungen sind wohl die beiden Hauptthemen auf dem Gastronomiemarkt in Griechenland für den Zweijahreszeitraum 2009-10. Außerdem erwartet man für das laufende Jahr eine weitere Zuspitzung der Geschäftslage.

Charakteristisch ist, dass die Griechen nach einer ICAP-Studie im Jahr 2009 13% weniger Geld für Essen außer Haus ausgegeben haben – das bedeutet in Zahlen 5,6 Milliarden Euro gegenüber 6,64 Milliarden im Jahr 2008. Für das Jahr 2010 wird ein Rückgang um bis zu 20% nicht ausgeschlossen und mit besonderer Spannung und Besorgnis wird die weitere Marktentwicklung im Laufe des Jahres 2011 erwartet. In der Folge müssen zahlreiche Lokale schließen, während andere Unternehmer der in den letzten Jahren so beliebten Branche ihre Investitionspläne nicht verwirklichen können.

Der Abschwung zieht sich durch den gesamten Gastronomiebereich, durch die verschiedensten Vorlieben der Verbraucher. Es lohnt jedoch die Anmerkung, dass sich auf dem ersten Platz die Restaurants mit Mittelmeerküche, internationalem Speiseangebot und Ethnolokale befinden, auf sie entfielen im Jahr 2009 30,9% des Gesamtumsatzes des Gastronomiemarktes, d.h. 1,7 Milliarden Euro. Darauf folgten Bistros, all day Bar-Restaurants und Café-Restaurants mit einem Umsatz von 1,57 Milliarden Euro im Jahr 2009 gegenüber 2,8 Milliarden im vorhergehenden Jahr.

Schließlich bleibt festzustellen, dass entgegen der landläufigen Meinung der Umsatzanteil von Tavernen, Grillrestaurants und griechischen Vorspeiselokalen (Mezedopoleio) der geringste ist. Er belief sich im Jahr 2009 auf 9,2% gegenüber 10,7% im Jahr 2008, wobei hier ein stetiger Abschwung seit 2006, dem Jahr, in dem diese Kategorie mit 12,1% Anteil am Gesamtumsatz ihre besten Ergebnisse erzielte, zu beobachten ist.