Institut für Demoskopie Allensbach/Statista – Getränketrends: Altbier und Südweine sind die großen Verlierer

März 4, 2010

(Allensbach/Hamburg, 04. März 2010) Neue Leute, neue Geschmäcker: Der deutsche Getränkemarkt hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Deutliche Gewinner des vergangenen Jahrzehnts sind Energy Drinks (+55,6%), Wodka (+48,4%) und fertige Biermixgetränke (+36,9%). Dies ist Ergebnis einer Studie des Institutes für Demoskopie Allensbach und des Hamburger Datenportals Statista, für die 20.000 Konsumenten in den vergangenen acht Jahren befragt wurden. Die Auswertung ergab klare Verlierer: Erhebliche Rückgänge musste Altbier (-39,7%), Südweine (-37,6%) sowie halbtrockener Weißwein (-30,2%) verzeichnen.

Wodka gehört zu den Gewinnern im Getränkemarkt, ebenso Energy Drinks und Biermixgetränke. Dagegen sind Altbier, Südweine und halbtrockene Weißweine out.

Wodka gehört zu den Gewinnern im Getränkemarkt, ebenso Energy Drinks und Biermixgetränke. Dagegen sind Altbier, Südweine und halbtrockene Weißweine out.

Besonders auffällig sind die zum Teil sehr unterschiedlichen demografischen Profile der Konsumenten einzelner Getränkesorten. Besonders stark variiert hierbei das Durchschnittsalter. Es reicht von 25 Jahren bei sogenannten Alcopops bis zu 60 Jahren bei koffeinfreiem Kaffee. Deshalb beeinflusst der demografische Wandel den Konsum der Getränkesorten unterschiedlich.

Cola bleibt stark, Limonade verliert langfristig
Weil zukünftig der Anteil junger Bevölkerungssegmente abnimmt und der Anteil älterer Bevölkerungssegmente zunimmt, können einzelne Kundenentwicklungen gebremst oder gefördert werden. Ein Beispiel aus der Studie: Cola-Getränke haben zwischen 2001 und 2009 bei jüngeren Konsumenten stark verloren, konnten jedoch bei Konsumenten höheren Alters deutlich hinzugewinnen. In Summe ist die Zahl der Konsumenten nahezu konstant geblieben. Dieser Entwicklung ist es zu verdanken, dass Cola-Getränke in den nächsten Jahren voraussichtlich nur rund drei Prozent ihrer Konsumenten verlieren werden. Limonaden hingegen haben in allen Altersgruppen Konsumenten verloren, so dass bis 2015 Verluste im zweistelligen Bereich zu erwarten sind.
Die Analyse zeigt, dass die Mehrzahl der Sorten Nutzer aufgrund des demografischen Wandels verlieren wird. Produkttrend und demografischer Trend verstärken sich – bis auf wenige Ausnahmen, etwa bei Energy Drinks – negativ. Die Studie weist die detaillierte Entwicklung der Konsumenten einschließlich des demografischen Profils für die 43 Getränkesorten von 2001 – 2015 aus. Die Studie „Sekt oder Selters – Entwicklung der Deutschen Getränkemärkte 2001 – 2015“ ist beim Institut für Demoskopie Allensbach als PDF-Dokument (96 Seiten, 285 Euro netto) erhältlich. Kontakt: Andrea Kirsch, akirsch@ifd-allensbach.de, Tel. 07533-805276.

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Der Außer-Haus-Markt für Getränke im Jahr 2009

Februar 18, 2010

Quelle: cafe-future.net, 17. Februar 2010

GfK: Das Jahr 2009 war für den Getränkemarkt im Außer-Haus-Konsum kein sehr erfreuliches Jahr. Der Umsatz ging um insgesamt 12% zurück. Dem gegenüber zeigte sich der Umsatz im Haushaltskonsum relativ stabil (-2,5%). Die Ursachen für den Rückgang im Außer-Haus-Bereich sind vielfältig, wobei insbesondere die Faktoren „Homing“, Abwrackprämie sowie begrenzte finanzielle Ressourcen als Hauptursachen zu nennen sind.

Die Detailbetrachtung der einzelnen Altersklassen zeigt stärkere Rückgänge bei den jüngeren Altersgruppen, die mit überproportional -17,6% verloren. Dem gegenüber zeigten sich die Älteren in ihrem Ausgabeverhalten stabiler.

Der Hauptgrund für den Rückgang liegt in einer deutlich niedrigeren Weggehfrequenz, die fast ein Fünftel unter der des Vorjahres liegt. Wohingegen die Ausgaben pro Getränke eher ansteigen gemäß dem Motto: „Wenn schon Außer-Haus, dann etwas Besonderes“.

In den Getränkekategorien Wein & Co., Biermischgetränke sowie alkoholfreie Getränke zeigen sich überproportionale Umsatzverluste gegenüber dem Gesamtmarkt  Rückgang. Eine deutlich bessere Performance verzeichnen die frischen Mixgetränke (Cocktails und Longdrinks) sowie Bier. Bier liegt damit in der Umsatzbedeutung  wieder leicht vor den alkoholfreien Getränken.

Die Heißgetränke konnten in der Vergangenheit durch die Sortenvielfalt und das gestiegene On-the-go-Angebot im Außer-Haus- Markt deutlich zulegen. Auch im Jahr 2009 hat sich dieses Segment besser entwickelt als der Durchschnitt. Mit 30% Umsatzanteil führen die Heißgetränke das On-the-go-Geschäft an.

Eine ähnlich differenzierte Entwicklung zeigt sich bei den Location-Entwicklungen im Außer-Haus-Markt: Bar/Lounge, Quickservice und die Tankstelle entwickeln sich besser als der Durchschnitt und setzen damit ihren Erfolgsweg aus den vergangenen Jahren fort.