Restaurantbesuche in Griechenland durch die Krise stark gefallen

Januar 6, 2011

Erheblicher Umsatzrückgang sowie Geschäftsschließungen sind wohl die beiden Hauptthemen auf dem Gastronomiemarkt in Griechenland für den Zweijahreszeitraum 2009-10

Quelle: INTZEIDIS Consulting, 06. Januar 2011

Erheblicher Umsatzrückgang sowie Geschäftsschließungen sind wohl die beiden Hauptthemen auf dem Gastronomiemarkt in Griechenland für den Zweijahreszeitraum 2009-10. Außerdem erwartet man für das laufende Jahr eine weitere Zuspitzung der Geschäftslage.

Charakteristisch ist, dass die Griechen nach einer ICAP-Studie im Jahr 2009 13% weniger Geld für Essen außer Haus ausgegeben haben – das bedeutet in Zahlen 5,6 Milliarden Euro gegenüber 6,64 Milliarden im Jahr 2008. Für das Jahr 2010 wird ein Rückgang um bis zu 20% nicht ausgeschlossen und mit besonderer Spannung und Besorgnis wird die weitere Marktentwicklung im Laufe des Jahres 2011 erwartet. In der Folge müssen zahlreiche Lokale schließen, während andere Unternehmer der in den letzten Jahren so beliebten Branche ihre Investitionspläne nicht verwirklichen können.

Der Abschwung zieht sich durch den gesamten Gastronomiebereich, durch die verschiedensten Vorlieben der Verbraucher. Es lohnt jedoch die Anmerkung, dass sich auf dem ersten Platz die Restaurants mit Mittelmeerküche, internationalem Speiseangebot und Ethnolokale befinden, auf sie entfielen im Jahr 2009 30,9% des Gesamtumsatzes des Gastronomiemarktes, d.h. 1,7 Milliarden Euro. Darauf folgten Bistros, all day Bar-Restaurants und Café-Restaurants mit einem Umsatz von 1,57 Milliarden Euro im Jahr 2009 gegenüber 2,8 Milliarden im vorhergehenden Jahr.

Schließlich bleibt festzustellen, dass entgegen der landläufigen Meinung der Umsatzanteil von Tavernen, Grillrestaurants und griechischen Vorspeiselokalen (Mezedopoleio) der geringste ist. Er belief sich im Jahr 2009 auf 9,2% gegenüber 10,7% im Jahr 2008, wobei hier ein stetiger Abschwung seit 2006, dem Jahr, in dem diese Kategorie mit 12,1% Anteil am Gesamtumsatz ihre besten Ergebnisse erzielte, zu beobachten ist.

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Griechenlands Markt für Brot- und Backwaren wächst stabil

Januar 11, 2008

Quelle: bfai

Konzentration nimmt zu / Importe von Maschinen zur Herstellung von Backwaren steigen

Der griechische Markt für Brot- und Backwaren zeichnet sich seit Jahren durch ein stabiles Wachstum von rund 6% pro Jahr aus. Dieser Trend dürfte sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Die Branche weist eine hohe Konzentration und infolgedessen einen intensiven Wettbewerb auf, was sich vor allem auf die Preispolitik der Anbieter auswirkt. Eine Verschärfung der Konsolidierung wird von einem neuen Gesetz erwartet, das den Vertrieb von Waren aus Bake-Off-Stationen ermöglicht.

Der griechische Markt für handelsübliche Brot- und Backwaren verzeichnete im Zeitraum 1995 bis 2006 ein jährliches Wachstum von 5,5%. Die wichtigste Produktkategorie war Toastbrot mit einem Marktanteil von rund 59%. Es folgten Brotlaibe mit 29% sowie Sandwichbrote und Brot deutschen Typs mit jeweils rund 6%. Das Absatzvolumen von Zwieback blieb im vorgenannten Zeitraum relativ unverändert, während Crisp-Artikel schwedischen Typs einen Absatzrückgang von rund 5% pro Jahr verzeichneten. Dagegen erhöhte sich die Nachfrage nach Zwieback-Artikeln traditionellen griechischen Typs sowie nach italienischen Grissini deutlich. Schätzungen beziehungsweise Prognosen der Marktforscher von Icap S.A. zufolge dürfte der Markt für Brot- und Backwaren im Zeitraum 2007 bis 2009 mit jährlichen Wachstumsraten um 5% weiter zulegen.

Gleichzeitig dürften auch die Importe von Lebensmittelverarbeitungsmaschinen steigen, da im Inland kaum entsprechende Maschinen produziert werden. Wachstumsimpulse werden auch für die Verpackungsindustrie erwartet. Seit 1996 und insbesondere seit 2000 investiert die Lebensmittelbranche kräftig in neue Technologien, um ihre Produktionskapazitäten zu erhöhen. Anreize lieferten das Entwicklungsgesetz und europäische Förderprogramme. Ein wichtiger Teil der Investitionen ging zudem in die Entwicklung von neuen Produkten und die Anschaffung von Qualitätssicherungssystemen für alle Produktionsphasen. Auch der Nachfrageanstieg, den die Supermärkte verzeichneten, belegt das Wachstumspotenzial der Branche: Der Umsatz der 65 existierenden Supermarktketten erhöhte sich 2006 um 6,5% auf 8,4 Mrd. Euro, so die Marktforschungsgesellschaft Hellastat S.A.

Griechenlands Markt für Brot- und Backwaren ist durch intensiven Wettbewerb zwischen den größten Industrieanbietern, die den Markt im Wesentlichen kontrollieren, gekennzeichnet. Beim Kampf um Marktanteile variieren die Anbieter ihre Produkte beziehungsweise entwickeln neue. Impulse werden von einem im Januar 2007 verabschiedeten Gesetz erwartet, das dem Lebensmitteleinzelhandel die Produktion und den Verkauf von Produkten nach der sogenannten Bake-off-Methode gestattet, das heißt das Ausbacken vorgebackener, tiefgekühlter Brote und Backwaren direkt an der Verkaufsstelle. Diese Entwicklung schafft einen neuen Markt, der nach Ansicht von Branchenvertretern den Wettbewerb in den kommenden Jahren weiter verschärfen wird. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach entsprechenden Öfen, mit denen die Brotabteilungen der Supermärkte ausgerüstet werden können.

Mit einer geringen Anzahl großer Industrieunternehmen und nur wenigen KMU weist der Markt eine hohe Konzentration auf. Folglich verfügen die meisten Akteure über ein gut ausgebautes, landesweites Vertriebsnetz und moderne Produktionsmethoden, die ihnen ein wettbewerbsfähiges Preisangebot ermöglichen. Angesichts der Wachstumsperspektiven der Supermärkte ist davon auszugehen, dass die Konzentration weiter voranschreiten wird. Zudem kommen die Eigenmarkenprodukte der großen Lebensmittelhandelsketten zum Angebot hinzu.

Während die neun größten Brot- und Backwaren-Produzenten 2006 ihren Umsatz um 4,5% erhöhen konnten, ging ihre Nettogewinnspanne um 27% zurück, so die Ergebnisse einer Untersuchung der Marktforscher von Icap S.A. Backöfen für Brot und Backwaren aus Inlandsproduktion wurden 2005 laut dem Statistischen Amt ESYE im Wert von 3,0 Mio. Euro abgesetzt, während andere Brotmaschinen (Teigknetmaschinen etc.) ein Absatzvolumen von 2,2 Mio. Euro erreichten.

Bei den Importen von entsprechenden Maschinen konnte 2006 nur bei Apparaten der Zolltarifposition 8438.10.10 (Maschinen und Apparate zum Herstellen von Backwaren) ein Anstieg um 24,2% auf 26,9 Mio. Euro verzeichnet werden. Von dieser Entwicklung konnten die deutschen Anbieter mit +61,4% auf 4,6 Mio. Euro überproportional profitieren.

Griechenlands Importe von Brot- und Backmaschinen (Volumen in 1.000 Euro, Veränderungen in %)

ZT-Pos. Warenbezeichnung Hauptlieferländer 2005 2006 Veränd. 2006/05 1. Hj. 2007
8417.20 Backöfen        
  Gesamt 3.929,2 3.514,2 -10,6 1.983,2
  Deutschland 1.926,5 841,6 -56,3 662,8
8438.10.10 Maschinen und Apparate z. Herstellen von Backwaren        
  Gesamt 21.640,1 26.884,6 24,2 11.932,8
  Deutschland 2.864,2 4.623,7 61,4 2.146,6
8438.10.90 Maschinen und Apparate z. Herstellen von Teigwaren        
  Gesamt 13.613,4 11.901,4 -12,6 611,4
  Deutschland 0,4 0,0 -100 0,0
8438.20.00 Maschinen und Apparate z. Herstellen von Süßwaren, Kakao oder Schokolade        
  Gesamt 5.684,3 3.428,0 -39,7 1.160,6
  Deutschland 2.994,5 1.250,5 -58,2 29,7

Quelle: Statistisches Amt ESYE in Athen

Es gibt zahlreiche Fachmessen für die Lebensmittelbranche, von denen die Detrop in Thessaloniki die wichtigste ist. Veranstalter ist Helexpo S.A.; nächster Ausstellungstermin ist im März 2009. Die Infacoma (ebenfalls von Helexpo S.A.) präsentiert unter anderem Kühltechnik für die Lebensmittelbranche und wird das nächste Mal vom 21. bis 24. Februar 2008 stattfinden. Auf der Syskeasia (14. bis 18. März 2008, Ort: Gelände von Expoathens in Athen) werden neben Verpackungsmaterialien auch die entsprechenden Maschinen ausgestellt; die Messe ist nur gewerblichen Kunden zugänglich.


Griechische Verbraucher greifen häufiger zu Fertiggerichten

November 8, 2007

Quelle: bfai, November 2007

Steigender Nachfrage bei Lebensmittel- und Verpackungstechnik / Deutschland wichtigstes Lieferland 

Athen (bfai) – Der griechische Markt für Fertiggerichte soll nach Angaben der Marktforschungsgesellschaft Foundation for Economic and Industrial Research (IOBE) auch 2007 und 2008 um rund 6% jährlich wachsen. Vom Aufwärtstrend profitieren nicht nur die Produzenten von Lebensmitteln, sondern auch verwandte und abhängige Branchen wie die Verpackungsindustrie und der Maschinenbau. Die meisten Maschinen stammten 2005 aus Deutschland und Italien. Bei Fertigmahlzeiten war Deutschland mit einem Anteil von 20% (2005) wichtigstes Lieferland.

Bereits seit 1998 wächst der Fertiggerichtesektor in Griechenland um rund 6,5% jährlich und die Ausgaben der Haushalte für diese Produkte betrugen rund 1,7% der Gesamtaufwendungen für Nahrungsmittel. Wenn die Bedenken der Verbraucher bezüglich Gesundheitsverträglichkeit und Qualität ausgeräumt würden, wären weitere Steigerungen denkbar. Zudem finden viele Kunden das Preis-Leistungsverhältnis nicht überzeugend. Der Absatz von Fertiggerichten profitiert von dem veränderten Lebensstil der Stadtbevölkerung, dem Anstieg der Einpersonenhaushalte und der zunehmenden Erwerbstätigkeit der Frauen.

Nach IOBE nehmen die Importe von Fertiggerichten in den kommenden Jahren weiter zu. Im Zeitraum 1999 bis 2005 erhöhten sich die Einfuhren um rund 6% jährlich auf 39.881 t im Jahr 2005; wertmäßig sogar um 7,3% auf rund 90 Mio. Euro. Wichtigstes Lieferland war Deutschland, das 2005 rund 20% der Einfuhren bestritt, gefolgt von Italien mit rund 18%. Die Exporte erhöhten sich um 2,2% jährlich (2005: 24.131 t), wichtigstes Abnehmerland mit rund 26% der Ausfuhren war Deutschland, gefolgt von Frankreich (23%) und Zypern (8%).

Auch für den Import von Lebensmittelverarbeitungsmaschinen, Lebensmittel-Kühltechnik und für die Verpackungsindustrie bestehen gute Aussichten. Seit 2000 investierte die Branche verstärkt in neue Technologien zur Erhöhung der Produktionskapazitäten sowie in die Entwicklung neuer Produkte und die Anschaffung von Qualitätssicherungssystemen für alle Produktionsphasen. Anreize gaben das Investitionsförderungsgesetz und europäische Förderprogramme.

Die Einfuhren von Kühl- und Gefrierschränken und entsprechenden Truhen (Position 8418) beliefen sich 2006 auf 239,4 Mio. Euro (+13%). Wichtigstes Lieferland war Italien mit 66,2 Mio. Euro (+16%), gefolgt von Deutschland mit 28,3 Mio. Euro (+8%). Für das erste Halbjahr 2007 (142 Mio. Euro) lässt sich ein weiterer Anstieg der Importe von rund 15% abschätzen. Die deutschen Einfuhren lagen in diesem Zeitraum bei 17 Mio. Euro.

Der Fachverband der Verpackungsindustrie (Association of Greek Manufacturers of Packaging Materials, www.pac.gr) schätzt den Absatzwert von Verpackungsmaterial im Jahr 2006 auf rund 1.145 Mio. Euro. Die Wachstumsrate der vergangenen Jahre von rund 5% soll auch 2008 realisiert werden. Rund 75% der Verpackungsmaterialien gehen an Einzelhandelsketten, und mehr als zwei Drittel dieser Produkte werden von der Lebensmittel- und Getränkeindustrie benötigt. Die Einfuhren von Kunststoffverpackungen stiegen 2006 um 3,5 % auf 113,4 Mio. Euro (Deutschland: +3,3% auf 17 Mio. Euro). Die Importe von Verpackungsmaschinen (Position 8422.00.00) erhöhten sich 2006 um rund 5% auf 34,9 Mio. Euro (Deutschland: 670.000 Mio. Euro).

Die wichtigste Messe im Lebensmittelbereich ist die Detrop (Thessaloniki, nächste: März 2009). Die Infacoma präsentiert unter anderem Kühltechnik für die Lebensmittelbranche (Thessaloniki, 21. bis 24.2.08). Für die Verpackungsbranche besteht die Syskeasia (nur für gewerbliche Kunden). Hier werden alle Verpackungsmaterialien sowie die von der Branche eingesetzten Maschinen präsentiert (Athen, 14. bis 18.3.08). (A. C.)


Steigender Bierkonsum in Griechenland

November 8, 2007

Quelle: bfai, 2005

Deutlich mehr Importe aus Deutschland / Maschinenbedarf der Getränkeindustrie wächst 

Athen (bfai) – Um mehr als 20% hat sich der Pro-Kopf-Bierverbrauch in Griechenland im Zeitraum zwischen 1996 und 2004 erhöht. Beobachter rechnen damit, dass sich dieses Wachstum weiterhin fortsetzt, vor allem da die Griechen – verglichen mit anderen Europäern – noch immer recht selten zum Gerstensaft greifen. Ausländische Anbieter, die einen Markteintritt planen, müssen jedoch mit einem hohen Wettbewerb aufgrund der starken Konzentration rechnen und die lokalen Verbrauchsgewohnheiten beachten.

In dem Zeitraum 1996 bis 2004 hat sich der Bierkonsum in Griechenland kontinuierlich von 384 Mio. l auf 470 Mio. l erhöht. Dies entspricht einer Wachstumsrate von rd. 3% im Jahresdurchschnitt. Mit +6,5% p.a. wuchs im genannten Zeitraum das wertmäßige Marktvolumen weitaus schneller auf rd. 500 Mio. Euro im Jahr 2004. Verglichen mit dem europäischen Durchschnitt von 80 l Bier im Jahr 2003, ist der Pro-Kopf-Verbrauch hierzulande mit 40 l bedeutend geringer.

Die Nachfrage für Bier ist in Griechenland deutlich saisonabhängig: Bis zu 78% des Konsums wird im Sommerhalbjahr von April bis September realisiert. Darüber hinaus spielen für den Absatz die Preisgestaltung, das touristische Aufkommen, das Ausmaß der Werbekampagnen und schließlich die Trends auf dem allgemeinen Getränkemarkt eine entscheidende Rolle. Im Jahr 2004 ließ sich feststellen, dass sich die Konsumenten mehr den bekannten Lagerbiermarken zuwandten und mehr Bier zu Hause konsumierten. Eine direkte Konkurrenz für Bier stellen Getränke mit geringem Alkoholgehalt – hier vor allem die Ready-to-drink-Produkte – sowie alkoholfreie Fruchtsäfte und Erfrischungsgetränke dar.

In Griechenland waren 2004 sieben Brauereien mit rd. 1.800 Beschäftigten tätig; dies entspricht 0,42% der Brauereien in der EU und 1,7% der Beschäftigten. Die Betriebe sind überwiegend groß bis sehr groß (im Hinblick auf die Beschäftigtenzahlen), während im übrigen Verarbeitungssektor des Landes kleine und mittelständische Unternehmen vorherrschen. Was die Inlandsproduktion von Bier angeht, so wurde nach Angaben des Statistischen Amtes ESYE in Athen 2003 ein Rückgang des wertmäßigen Volumens von 2,1% auf 398,2 Mio. Euro verzeichnet.

Der Struktur nach weist die Branche Merkmale eines Oligopols auf. Marktführer mit einem Anteil von rd. 70% im Jahr 2004 ist das Unternehmen Athenian Brewery S.A.. Die Dominanz von Athenian Brewery war in den Jahren zuvor sogar noch deutlicher: 2001 hatte sich der Marktanteil der Gesellschaft auf rd. 90% belaufen. Hier fand mittlerweile eine Verschiebung zugunsten des zweitwichtigsten Unternehmens der Branche statt, der Mythos Brewery S.A. (eine Tochter des Boutari-Konzerns), die ihren Anteil bis 2004 auf 15% nahezu verdoppeln konnte. Mythos produziert neben den eigenen Biermarken auch zwei deutschen Marken, Henninger Lager und Henninger Kaiser Pilsner der Radeberger Gruppe.

Zu den größeren Brauereien zählen ferner Hellenic Brewery of Atalanti S.A., Brewery Thraki S.A. und Olympic Brewery S.A. Die finanzielle Situation der Branche stellt sich positiv dar. Im Zeitraum 1998 bis 2002 stiegen die Einnahmen aller tätigen Unternehmen, was sich in dem Rückgang der langfristigen Verbindlichkeiten um rd. 16% und dem Anstieg der Forderungen um rd. 43% widerspiegelt. Die meisten griechischen Brauereien betätigen sich zugleich als Importeure: Mythos führt das australische Fosters ein, das dänische Carlsberg und die irischen Biere Guiness und Kilkenny. Die Brauerei Atalanti importiert Franziskaner, Leffe, Hoegaarden und Boddington’s.

Branchenkenner rechnen damit, dass in den nächsten Jahren der Markt mit vielen neuen Marken überschwemmt wird. Der Anteil der neuen Produkte dürfte allerdings mittelfristig nicht mehr als 6% erreichen. Aufgrund der hohen Konzentration in der Branche schätzen die existierenden Brauereien die Gefahr, die von neuen Marken ausgeht, als relativ gering ein.

Um einen gelungenen Markteintritt sicherzustellen, muss beachtet werden, dass die griechischen Verbraucher verhalten auf neue Marken reagieren und eine relativ hohe Loyalität zu bisherigen Anbietern zeigen. Infolgedessen setzt die Platzierung eines neuen Produktes eine entsprechend langfristige Strategie voraus. Rund 90% des Bierabsatzes wird von den drei führenden Namen Heineken, Amstel und Mythos umgesetzt, während die mehr als 160 Importbiere nur etwa 5 bis 6% des Marktes auf sich vereinen.

Angesichts der stabilen Branchenkonjunktur wird sich in den nächsten Jahren ein zusätzlicher Maschinen- und Ausrüstungsbedarf ergeben, der deutschen Anbietern entsprechender Ausrüstungen zugute kommen kann. Die Gesamtimporte von Maschinen beliefen sich 2004 auf 57,7 Mio. Euro nach 54 Mio. Euro im Vorjahr (+6,8%). Höher noch wuchsen die Einfuhren aus der EU, nämlich um rd. 18% auf 48,9 Mio. Euro. Die höchste Nachfrage verzeichnete die Pos. 4822.40 (andere Verpackungsmaschinen) mit 32,7 Mio. Euro (+5,9%). Es folgten die Position 8422.30 (Maschinen zum Füllen, Verschließen oder Etikettieren von Flaschen, Dosen) mit 23,5 Mio. Euro 2004 gegenüber 22,5 Mio. Euro im Jahr 2003 und die Pos. 8422.20 (Maschinen zum Reinigen o. Trocken von Flaschen u.ä.), wo sich die Importe 2004 auf 1,5 Mio. Euro beliefen (+156,5%).

Die Importe entsprechender Abfüll- und Verpackungsmaschinen aus Deutschland wiesen im Jahr 2004 ein Volumen von 7,8 Mio. Euro auf. Auch die Biereinfuhren wuchsen. Der Anstieg bewegte sich zwischen 16 und 21%. Mindestens ein knappes Drittel bis zur Hälfte der Gesamtimporte stammten aus Deutschland.

  2003 2004 2004/03
2203.00.01/ Bier aus Malz in Behältnissen mit einem Inhalt von 10 l oder weniger, in Flaschen      
Insgesamt 7.784 8.586 10,3
EU 7.723 8.372 8,4
Deutschland 2.063 2.450 18,8
Niederlande 2.211 2.124 -3,9
Frankreich 1.090 1.561 43,2
Italien 2.103 820 -61,0
2203.00.09/ Anderes Bier aus Malz      
Insgesamt 15.074 20.021 32,8
EU 13.668 18.359 34,3
Deutschland 9.297 11.234 20,8
Niederlande 2.876 4.935 71,6
Italien 732 851 16,3
Großbritannien 189 115 -39,2
2203.00.10/ Bier aus Malz in Behältnissen mit einem Inhalt von mehr als 10 l      
Insgesamt 2.099 2.164 3,1
EU 1.812 1.963 8,3
Deutschland 998 1.156 15,8
Großbritannien 358 260 -27,4
Niederlande 216 260 20,4
Italien 240 163 -32,1