Konsumenten-Trends: Regional ist das neue Bio

August 9, 2011

(Frankfurt/Main, 09. August 2011) Für Verbraucher zählt zunehmend eines: Essen sie außer Haus, wollen sie genau wissen, woher ihr Essen stammt. Dies zeigt die aktuelle Exklusivumfrage unter Profis der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung, die jährlich von den zwei Wirtschaftsfachzeitschriften food-service und gv-praxis (Deutscher Fachverlag GmbH, Frankfurt am Main) durchgeführt wird. Demnach hat die Nachfrage nach regionaler Küche im letzten Jahr stark zugenommen. Transparenz wird mehr und mehr zum Schlüsselfaktor, sogar Bio-Produkte werden an dieser Stelle in die Nebenrolle verdrängt.

Auch das Thema Sicherheit spielt laut Umfrage bei gastronomischen Offerten eine immer größere Rolle. So finden bekannte Spezialitäten, wie es sie schon bei der Großmutter gab, einen deutlich höheren Zuspruch als in früheren Jahren. Die „alte Küche“ erlebt eine Renaissance, denn die Gerichte sind vertraut und wecken Kindheitserinnerungen.

Darüber hinaus trägt das „Gesundheitsgewissen“ maßgeblich zur Entscheidung bei, was auf den Teller kommt. Ganz nach dem Motto „grün, grüner, am grünsten“ bestellen Verbraucher zunehmend Salate und vegetarisches Essen. Dies sind laut Umfrage die wachstumsstärksten Gerichte im Außer-Haus-Markt. Leicht, fettarm, frisch – damit können Gastronomen punkten.

Wachstumssieger bei den Getränken
Als Gewinner 2010 gehen bei den alkoholischen Getränken Cocktails/Longdrinks hervor: Mit ihrem Sprung von Platz 5 auf 1 verdrängen sie den bisherigen Spitzenreiter Weizenbier, der im aktuellen Ranking nur noch die Vize-Position ergattert. Dieses überraschende Wachstum alkoholischer Mischgetränke dürfte zu großen Teilen dem neuen In-Produkt zu verdanken sein: Aperol-Spritz.

Die promillefreie Plusmacher-Liste dokumentiert, dass alkoholfreies Bier seine Beliebtheit bei den Konsumenten klar steigern konnte: Es rückt von Position 6 auf 4 vor. Stilles Wasser bleibt in dieser Kategorie die unangefochtene Nummer 1.

Die gesamten Ergebnisse der Online-Befragung von Profis in der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung sind in den aktuellen Ausgaben von food-service und gv-praxis veröffentlicht. Insgesamt wurden über 250 Rückläufe ausgewertet.

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Fairtrade erobert den Mainstream – 33 Prozent plus

Mai 7, 2008

Quelle: csr-news.net, 07. Mai 2008

Vor 16 Jahren ist die Siegel-Initiative TRANSFAIR e.V. angetreten, um den fairen Handel in den Mainstream zu tragen. Über 90 Prozent der Deutschen kaufen in Discountmärkten ein. Dort sollen sie die Möglichkeit haben, sich für fair gehandelte Produkte zu entscheiden. Mit deutlichen Umsatzzuwächsen und vielen Produktneuheiten hat die Initiative Erfolg:

2007 kauften Verbraucherinnen und Verbraucher Fairtrade-gesiegelte Waren im Wert von rund 142 Millionen Euro, das sind 32 Millionen mehr gegenüber dem Vorjahr. Etwa 20 Millionen entfielen dabei auf Umsätze in den Weltläden, die ihren Anteil damit halten konnten. Die deutlichen Zuwächse stammen aus dem kommerziellen Handel. Nach dem positiven Ergebnis im ersten Quartal 2008 erwartet TRANSFAIR auch für 2008 weitere Zuwächse. Dafür sprechen weitere neue Projekte und Kooperationen:

So nehmen die Penny-Märkte seit Anfang des Jahres alle vier bis sechs Wochen ein neues fair gehandeltes Produkt in ihr Sortiment auf. Bisher sind es Kaffee, Orangensaft und Schokolade. Im Weinhandel entstand eine Kooperation mit fünf umsatzstarken Partnern. Bei den Südfrüchten laufen Bemühungen, um neben den fair gehandelten Bananen auch Ananas und Mangos anbieten zu können. Und Baumwoll-Textilien werden bald auch das Fairtrade-Siegel tragen.

Seit Januar 2007 hat TRANSFAIR seine Kontrollfunktionen an die international tätige Zertifizierungsgesellschaft FLO-CERT GmbH übergeben. Fairtrade-zertifizierte Waren erbrachten weltweit einen Umsatz von 2,4 Milliarden Euro, dies bedeutet ein Plus von 48 Prozent. England und die USA sind die umsatzstärksten Fairtrade-Märkte mit jeweils 700.000.000 Euro. Starke Wachstumsmärkte sind neben Deutschland auch Frankreich und die skandinavischen Länder.

“Fairtrade bietet für alle Vertriebsschienen ein passendes Konzept, vom klassischen Lebensmitteleinzelhandel über die Naturkostläden bis hin zum Außer-Haus Markt”, ist TRANSFAIR-Geschäftsführer Dieter Overath überzeugt. Die Zertifizierung geschieht nicht auf Unternehmens-, sondern auf Produktebene. Damit können Unternehmen auf der Ebene ihrer Produktauswahl ihre Corporate Social Responsibility unter Beweis stellen. Fairtrade-Produkte brauchen einen angemessenen Preis, eine gute Information und eine ansprechende Präsentation. Und dann ist es am Kunden, durch seine Kaufentscheidungen dem fairen Handel weiter zum Durchbruch zu verhelfen.