Neue Food-Studie ermittelt Ernährungstypen

März 26, 2012

(Köln, 26. März 2012) Ernährung ist Typsache. Ob Bioware, Hausmannskost oder Delikatessen: Kulinarische Vorlieben spiegeln den Lebensstil der Verbraucher wider – gemäß der Devise ’Du bist, was Du isst’. Insgesamt zehn Ernährungsstile ermittelte eine psychologische Studie zu Ernährungsverhalten, Einstellungen und Bedürfnissen der Verbraucher, die Gruner + Jahr Media Sales Linie Style, „Brigitte“, „Essen & Trinken“ und die „Lebensmittel Zeitung“ (Deutscher Fachverlag) jetzt gemeinsam vorlegen. Durchgeführt wurde die Untersuchung vom Kölner Rheingold-Institut. Obwohl auf den Lebensmittelhandel ausgerichtet, auch für den Außer-Haus-Markt interessant.

"Du bist, was du isst" - Ernährung ist eine Typsache. Mit der aktuellen Studie, die in Kooperation und im Auftrag der "Lebensmittel Zeitung" und des Verlages Gruner + Jahr (Brigitte, Essen&Trinken u.a.), erstellt wurde, zeigt der Rheingold Salon, welche Trends Einfluss auf unser Ernährungsverhalten haben und welche Ernährungstypen es eigentlich gibt.

"Du bist, was du isst" - Ernährung ist eine Typsache. Mit der aktuellen Studie, die in Kooperation und im Auftrag der "Lebensmittel Zeitung" und des Verlages Gruner + Jahr (Brigitte, Essen&Trinken u.a.), erstellt wurde, zeigt der Rheingold Salon, welche Trends Einfluss auf unser Ernährungsverhalten haben und welche Ernährungstypen es eigentlich gibt.

Die zehn Ernährungstypen sind jeweils mit einer bestimmten Lebenshaltung verknüpft:

’Mr. und Mrs. Right’ verbinden ihre Ernährungsweise mit einer moralisch anspruchsvollen Ideologie. Bio-Qualität spielt in ihrem Wertesystem eine tragende Rolle. Curry-Wurst & Co stehen auf der Verbotsliste. Mit diesem hohen Anspruch an sich und ihre Ernährung signalisieren Mr. und Mrs. Right gleichzeitig auch einen gewissen sozialen Status.

’Naturisten’ mögen das Ursprüngliche, ziehen Energie aus dessen Kraft und suchen bodenständigen Genuss, am liebsten in geselliger Runde. Bei selbst gemachten Produkten kommen ’Naturisten’ ins Schwärmen. Sie vertrauen einer sandigen Kartoffel vom Wochenmarkt mehr als einer gewaschenen aus dem Supermarkt.

’Wild Boys’ inszenieren ihre Männlichkeit und zeigen dies auch in ihrem Ernährungsstil. In ursprünglichen Bildern spüren sie die ersehnte Echtheit und eine Art ’Urkraft’. Ihr Symbol für Hochgenuss: Fleisch.

’Salatsingles’, vorwiegend Frauen, leben allein, unternehmen viel mit Freundinnen und suchen insgeheim nach dem Traumprinzen. Über eine ’gute Figur’ versuchen sie ihre Form zu wahren und darüber Halt zu gewinnen. Für ’Salatsingles’ ist Ernährung kaum mit Leidenschaft verbunden. Ihre zentrale Devise: Essen soll nicht dick machen.

’Tafelfreudige’ halten klassische Familienwerte hoch und pflegen einen gehobenen, kultivierten Lebensstil – sie kommen ’aus gutem Hause’. Sie verstehen sich als gute Versorger und gute Gastgeber. Es gehört zum Selbstverständnis, dass die Dinge auch mal etwas mehr kosten. Gäste und Familie werden kulinarisch verwöhnt. Wird etwa eine Salami gekauft – bestenfalls im Delikatessengeschäft – dann ist es die luftgetrocknete aus der Toskana.

’Traditionalisten’ sind bodenständig und familiär. Entsprechend lieben sie herzhafte Hausmannskost. Traditionalisten machen sich wenig aus Trends, sondern orientieren sich an Bewährtem. So sind sie beispielsweise Profis in der Zubereitung des klassischen Sonntagsbratens.

’Physiologen’ interessieren sich für die Vorgänge innerhalb des Körpers und gehen der Frage nach, was Inhaltsstoffe von Lebensmitteln bewirken. Für sie ist Ernährung eine mikrobiologische Angelegenheit. Sie achten auf abwechslungsreiche, vollwertige Ernährung und wollen ihren Körper maximal aufbauen und stärken.

’Maschinen’, vorwiegend Männer, sind körperlich und beruflich ambitioniert sowie überdurchschnittlich leistungsorientiert. Essen und Kochen muss bei ihnen funktionalen Anforderungen genügen. Sich mit Kochen und aufwendigen Zubereitungen zu beschäftigen, ist unter der Würde einer ’Maschine’. ’Maschinen’ sind sehr kontrolliert und verzichten (fast) ganz auf Süßigkeiten.

’Große Kinder’ machen es sich gern zu Hause gemütlich. Mahlzeiten werden nicht gemeinsam zelebriert, der Teller auf dem Sofa tut es auch. Im Vordergrund steht der schnelle, lustvolle Genuss, vollwertige Ernährung gerät selten in den Blick. Snacks, Fast Food und Fertiggerichte sind die Leckerbissen der ’Großen Kinder’.

’Food Poser’ verstehen sich als moderne Menschen – stets im Zentrum des aktuellen Lifestyles. Sie essen eigentlich nicht, sondern inszenieren Essen und mögen stilvolle Arrangements. ’Food Poser’ gehen gerne gut und exquisit essen, während die eigene Design-Küche häufig kalt bleibt.

Insgesamt ist Ernährung heute emotional besetzt und individuell – vom Frühstücksei bis hin zum Abendbrot. Essen und Trinken als Bestandteil des persönlichen ’Gesamt-Lifestyles’ wird immer wichtiger. Mit einer Nebenwirkung: Es ist nicht mehr alles erlaubt. Konformitätsmuster legen die Ernährung fest, etwa ’nur Bio’. Doch die weiteren Ergebnisse der Studie lassen aufatmen: Die Muster sind nur das ’Standbein’ der Ernährung. Mit dem ’Spielbein’ werden immer wieder Ausflüge in andere Stile unternommen. So genießt die experimentierfreudige Gewürzexpertin auch mal eine einfache Kartoffelsuppe.

Weitere Informationen zur Studie: http://www.rheingold-online.de/grafik/veroeffentlichungen/Vernunft%20und%20Versuchung%20rheingold%20Februar%202012.pdf

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Ranking: Top 30 im Lebensmittelhandel 2012 – Edeka bleibt Maß aller Dinge – dm überholt Schlecker

März 16, 2012

(Fankfurt/Main, 16. März 2012) Der Lebensmittelhandel in Deutschland kann mit dem Jahr 2011 zufrieden sein. Die Branche meldet ein Umsatzplus, das mit unter 2 Prozent allerdings nicht ganz so hoch ausfällt wie 2010. Zu diesem Ergebnis kommt die Lebensmittel Zeitung (Deutscher Fachverlag, Frankfurt) in ihrem exklusiven Ranking der größten Lebensmittelhandels-Unternehmen in Deutschland, das von dem Marktforschungs-Unternehmen TradeDimensions erstellt wurde.

Der Lebensmittelhandel, berichtet die Lebensmittel Zeitung in ihrer aktuellen Ausgabe, ist 2011 um 1,8 Prozent auf insgesamt 227,891 Mrd. Euro gewachsen. Es ist nach 2009 das zweite Jahr in Folge, dass die Branche zulegen kann, auch wenn das Plus nicht so hoch ausfällt wie 2010. Seinerzeit schlug ein Zuwachs von 2,3 Prozent zu Buche.

97,5 Prozent des Umsatzes – rund 222 Mrd. Euro – gehen laut Lebensmittel Zeitung auf die Konten der Top 30. Wie im Vorjahr wird die Tabelle von Edeka angeführt und endet auf Position 30 mit Feneberg. Beide trennen Welten: Feneberg schafft es auf 318 Mio. Euro, Edeka erreicht einen Umsatz von 47,2 Mrd. Euro, mehr als das 148-fache. Mit dieser Leistung bleiben die Hamburger die unumstrittene Nummer eins der nationalen Hitliste. Gegenüber dem Vorjahr legt Edeka um 4,1 Prozent zu.

Weiter absetzen kann sich Edeka vom Branchenzweiten Rewe. Die Kölner weisen ein Umsatzminus von 5,3 Prozent auf nur noch 35,5 Mrd. Euro aus. Geschuldet ist die Einbuße dem Verkauf der C+C-Sparte an die Schweizer Coop, der die Rewe-Umsatzbilanz um 2,8 Mrd. Euro verkürzt.

Die Düsseldorfer Metro Group, inklusive des internationalen Geschäfts noch immer umsatzstärkster deutscher Einzelhändler, erwirtschafte 2011 hierzulande abermals weniger als im Jahr zuvor (30,1 Mrd. Euro*, minus 0,6 Prozent), bleibt aber unverändert auf dem dritten Platz.

Auch die Schwarz-Gruppe mit Lidl und Kaufland (Platz 4, 28,7 Mrd. Euro*) und die Aldi-Gruppe mit Aldi Süd und Aldi Nord (Platz 5, 24,7 Mrd. Euro*) können bei einem leichten Umsatzplus von 2,1 respektive 1,2 Prozent ihre Vorjahresplatzierungen halten.

Anders bei Schlecker: Die Ehinger (4,0 Mrd. Euro*) büßen 2011 rund 7 Prozent ein und rutschen von Position acht auf zehn, noch hinter Globus (4,4 Mrd. Euro). In der Riege der Drogeriemärkte ist dm mittlerweile die Messlatte. Mit 10,1 Prozent wuchs das Unternehmen mit Sitz in Karlsruhe im Jahr 2011 zweistellig und steigert sich in der aktuellen Rangliste von Platz zehn auf den achten Platz.

Auch die Drogeriemärkte Rossmann und Müller zählen im Ranking 2012 mit Zuwächsen von 12,2 Prozent auf 3,84 Mrd. Euro und 7,1 Prozent auf 2,46 Mrd. Euro neben den Bio-Spezialisten Dennree und Alnatura zu den erfolgreichsten der Top 30 in Deutschland.

Die kompletten Ergebnisse und das gesamte Ranking sind in der Lebensmittel Zeitung vom 16. März 2012 nachzulesen.

* Schätzungen von TradeDimensions