USA: Frühstücksmarkt ist 50 Mrd. Dollar groß

Juni 10, 2013

Quelle: cafe-future.net, 10. Juni 2013

Jüngste Schlagzeile: „Wendy won’t be serving your breakfast, but Ronald might offer it all day.“ – Will heißen, McDonald’s überlegt, sein Frühstücksangebot auf den ganzen Tag auszuweiten, während Wendy’s kürzlich sein nationales Frühstücksexperiment beendet hat.

Breakfast - McDonald's

Beim Marktführer steht die erste Mahlzeit des Tages für 25 % seiner Erlöse. Und ganz generell wird Frühstück als die größte Chance der Restaurant-Branche betrachtet – der einzige Sektor mit echtem Wachstum in den letzten zehn Jahren, so die Marktforscher der NPD Group. Alle großen Namen von Denny’s bis Pinkberry wollen in den Morgenstunden verstärkt mitspielen. Und natürlich haben auch Marken wie Starbucks ihr Frühstücksprogramm in den letzten Jahren immens ausgeweitet. Dass Wendy‘s sich an dieser Stelle wieder zurückzieht, wird wie folgt kommentiert: „They just moved too little, too late.“

McDonald’s dominiert das Frühstücks-Business seit der Einführung vom Egg McMuffin vor 40 Jahren. Und die Company selbst: „The morning consumer is very driven by habit.“

Taco Bell, Burger King und Subway fokussieren ebenfalls diese Tageszeit. Subway beispielsweise hat 2010 sein Frühstücksangebot professionalisiert und kürzlich eine All-Day-Breakfast-Offerte eingeführt – und zwar als monatliche 5-Dollar Footlong-Promotion.

Nach jüngsten NPD-Forschungsergebnissen implizieren heute 46 % aller Frühstücke in Restaurants den Burger. Das war vor gut 20 Jahren exakt die Hälfte.

Aktuell versuchen immer mehr Marken, an dem schneller werdenden Frühstücksgeschäft zu partizipieren. Der Durchschnittsverbraucher verwendet exakt 13 Minuten für diese erste Mahlzeit des Tages und immer häufiger handelt es sich dabei um Food/Drinks to go.

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Umfrage: QSR-Gäste sind produkttreu

September 25, 2009

Knapp 60 % der Gäste in Quick-Service-Restaurants bestellen immer das Gleiche. Das hat eine Umfrage der Zeitschrift acquisa in Zusammenarbeit mit der Agentur ‚Die Gefährten‘ ergeben.

Die Kölner Agentur hatte 400 Kunden der Marken McDonald’s, Burger King, Kentucky Fried Chicken und Subway befragt.

23 % der Fast-Food-Esser sind experimentierfreudiger und bestellen die Angebote aus aktuellen Aktionen. 19 % wählen, wonach ihnen gerade ist.

In punkto ‚gesundes Fast-Food‘ zeigen sich die befragten Verbraucher durchaus aufgeschlossen. 89 % finden entsprechende Angebote der Quick-Service-Player gut.

Mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer gab an, zwar unregelmäßig aber doch ein paar Mal im Monat in einem Fast-Food-Restaurant zu essen. 25 % schaut ein bis zwei Mal pro Woche, 14 % sogar öfter als zwei Mal wöchentlich auf einen schnellen Imbiss vorbei.

Zeitdruck ist der Hauptgrund, den die Befragten für Ihre Entscheidung, bei McDonald’s & Co. zu essen, nennen. Insofern spielt die Lage des Anbieters eine entscheidende Rolle (61 %).

37 % entscheiden sich aufgrund von Qualität und Geschmack für ihren favorisierten Anbieter, für 36 % ist des Gewohnheit. 21 % wurden durch einen Coupon oder eine Bonuskarte angelockt.

Quelle: cafe-future.net, 25. September 2009


Fast-Food-Ketten überrumpeln Gastronomen: Konkurrenzdruck verschärft sich – Krise als zweischneidiges Schwert

Februar 16, 2009

Der Konkurrenzdruck auf die traditionelle Gastronomie durch Fast-Food-Ketten wie McDonald’s oder Burger King ist in den vergangenen Jahren beständig gewachsen. Die Auswirkungen der konjunkturellen Krise setzen Einzelrestaurants und herkömmlichen Gastronomiebetrieben nun jedoch in verschärftem Tempo zu. „Das Gastgewerbe spürt die Rezession sehr deutlich“, meint Andreas Jörg Scheuerle, Leiter Sachgebiet Europäische Konjunktur und Branchenanalysen bei der DekaBank, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Pressetext. Zwar geht die Krise an standardisierten Versorgern nicht spurlos vorüber, wie etwa die Turbulenzen der Kaffeehauskette Starbucks verdeutlichen (Pressetext berichtete). Im Gegensatz zu Einzelunternehmen profitiert die Systemgastronomie angesichts ihres vermeintlich günstigen Angebots hingegen vom wachsenden Sparwillen der Verbraucher. Branchenkenner orten daher einen beschleunigten Verdrängungsprozess der traditionellen Gastwirte.

Dem Wirtschaftsexperten zufolge wägen Konsumenten ihre Ausgaben in finanziell schwierigen Situationen „sehr genau“ ab. Im Gastronomiesektor sei daher ein generell rückläufiges Geschäft zu verzeichnen. Dabei äußert sich die Konjunkturkrise als zweischneidiges Schwert. Während die Einzelgastronomie deutlich schrumpft, Marktanteile verliert und Arbeitsplätze abbauen muss, weist das Segment Systemgastronomie auch in Zeiten der Wirtschaftskrise Wachstumstendenzen vor. Mit bundesweit bereits über 100.000 Beschäftigten zeigt sich der Sektor als starker Arbeitgeber und verzeichnet einen jährlichen Umsatz von über zehn Mrd. Euro. Wie die Welt berichtet, entfällt auf den Marktführer McDonald’s davon ein gutes Viertel. Angesichts des Wachstums der standardisierten Ketten etabliert sich zudem eine rasant steigende Zahl neuer Anbieter mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen und Restaurant-Konzepten.

Branchenexperten zufolge liegt der Marktanteil der Gastronomieketten in Ländern wie den USA, Großbritannien oder auch Russland bereits bei bis zu 80 Prozent. Ihnen kommt besonders die zunehmende Schnelllebigkeit im Alltag zugute, der einen möglichst geringen Zeitaufwand der Konsumenten voraussetzt. Nach Zahlen des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) liegt der Anteil der Systemgastronomen hierzulande mit kontinuierlich steigender Tendenz bereits bei 25 Prozent. Mittelfristig werde dieser auch abseits des urbanen Bereichs auf über 50 Prozent klettern. Die wachsenden Umsätze und die Ausbreitung der Ketten gehen jedoch zu Lasten der Einzelgastronomen, deren Geschäft angesichts des starken Konkurrenzdrucks massiv leidet. Besonders kleinere Restaurants und Individualgastronomen seien in ihrer Existenz daher akut gefährdet. (Quelle: Manuel Haglmüller/Pressetext)


McDonald’s greift Starbucks an

Januar 8, 2008

Gelesen in „Die Welt„, 08. Januar 2007

Der Schnellrestaurantkonzern McDonald’s wagt in den USA einen Frontalangriff auf die Kaffeehauskette Starbucks. Nach Tests von hochwertigen Kaffeegetränken in etwa 800 Restaurants weitet McDonald’s das Angebot in diesem und dem kommenden Jahr auf sämtliche 14 000 US-Filialen aus, meldet das „Wall Street Journal“. Dadurch solle der Jahresumsatz in Höhe von 21,6 Mrd. Dollar (14,7 Mrd. Euro) 2006 um eine Mrd. Dollar steigen. Einzelne Produkte werden dem Starbucks-Angebot ähneln: Latte, Cappuccino und Kaffee mit zerstoßenem Eis. Die Preise sollen dabei weiterhin unter denen des Wettbewerbers liegen.
Die Ankündigung kommt zu einer Zeit, in der es Starbucks schwerfällt, das Wachstum der Vorjahre auf dem Heimatmarkt aufrechtzuerhalten. Das Unternehmen startete unter anderem deswegen die erste Fernsehwerbekampagne seiner mehr als 20-jährigen Geschichte. Starbucks habe in den vergangenen Jahren seine Kundschaft auf „weniger wohlhabende“ Gruppen ausgeweitet, so Joseph Buckley von Bear Stearns. Dadurch sei die Kette anfälliger für die wirtschaftliche Flaute in den USA geworden. Zudem sehe sich Starbucks mit gestiegenen Milchpreisen konfrontiert.
Der Wettbewerb mit McDonald’s dürfte die Lage verschärfen, da sich möglicherweise gerade weniger finanzstarke Kunden von Starbucks abwenden könnten. In der Vergangenheit hat Starbucks sich jedoch stets gelassen gezeigt gegenüber Wettbewerbern, da der US-Markt für Spezialitätenkaffee in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen sei und es somit Platz für weitere Anbieter gebe. Auch einen Preiswettkampf fürchtet die Firma nicht. „Wir glauben, dass die Kunden sich für einen Anbieter vor allem auf Basis von Produktqualität, Service und Verbraucherfreundlichkeit entscheiden und zu geringerem Ausmaß wegen des Preises“, heißt es im kürzlich veröffentlichten Jahresbericht. Allerdings betreibt McDonald’s in den USA doppelt so viele Filialen, sodass sich Kaffeekäufer aus Bequemlichkeit für den Fast-Food-Riesen entscheiden, wenn dessen Restaurants näher liegen als Starbucks-Filialen.
Anders als in Deutschland setzt McDonald’s nicht auf Kaffeebars (McCafé) mit eigens gestalteten Sitzecken. Der Versuch, das 1993 in Australien entwickelte Konzept in die USA zu bringen, war vor wenigen Jahren gescheitert, weil das Unternehmen in den Vereinigten Staaten einen Großteil seiner Umsätze am Autoschalter erzielt. McCafé-Produkte werden dort jedoch nicht angeboten. Anders als Hamburger und Pommes frites will McDonald’s seine neuen Kaffeeprodukte in den USA vor den Augen der Kunden zubereiten.

Neues Fast-Food: McFischstäbchen mit Pflaume

November 1, 2007

Quelle: „Die Welt„, 31. Oktober 2007

Die Restaurantkette McDonald’s holt Käpt’n Iglo ins Boot. Der Hersteller von Tiefkühlkost liefert den in Quader gepressten Fisch zum passenden Softbrötchen. Als Gesicht einer neuen Werbekampagne soll TV-Moderator Kai Pflaume herhalten.

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McDonald’s in Deutschland setzt seit kurzem auf Regionalisierung. In einigen der Schnellrestaurants ließ das Unternehmen neue Gerichte auftischen. Unter anderem gab es Soljanka, eine Suppe nach russischem Rezept, die sich früher vor allem in Ostdeutschland großer Beliebheit erfreut. Der Westen Deutschlands wächst seit Jahrzehnten mit einem bärtigen Fernsehonkel auf, der sich Käpt’n Iglo nennt und angeblich von weit her über das Meer reist, um den Kindern Tiefkühlfisch zu bringen.

Für eine neue Speise-Kampagne haben sich Fischstäbchen-Produzent Iglo und McDonald’s zusammengetan. Ergebnis: Eine Art Fischstäbchenbrötchen. Der Brotanteil ist in Form eines Fisches gebacken. Die Stäbchen – je zwei pro McFischstäbchen – liegen zwischen den Hälften. Mit einer Soße wird das Mahl verfeinert.

Zielgruppe sind eindeutig Eltern in Deutschland, die ihren jüngsten nebst McFischstäbchen am liebsten ein ganzes Happy Meal kaufen sollen: Das sind außer Fisch die obligatorischen Pommes und eine Apfelschorle. Sogar Bio-Milch bietet die Fast-Food-Kette inzwischen zum Auschank an: Die neuen Produkte gibt es ab 1. November.

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In einer Werbekampagne gibt Herzschmerz-Moderator Kai Pflaume („Nur die Liebe zählt“) sein Fernsehgesicht her. Er soll das McFischstäbchen auf den reichweitenstärksten TV-Sendern präsentieren. Pflaume arbeitet bisher schon für die McDonald’s Kinderhilfe Stiftung. Die Restaurantkette jedenfalls rechnet mit einem Erfolg des gemeinsamen Produkts mit Iglo: „Unsere Marken passen wunderbar zusammen“, sagt Gerhard R. Schöps, Marketingvorstand des Fast-Food-Giganten in Deutschland.