Entwicklung Wasser im Außer-Haus Markt 2012

April 22, 2013

Quelle: cafe-future.net, 22. April 2013

Das Jahr 2012 war für den Außer-Haus-Wassermarkt ein relativ gutes. So konnte das Wasservolumen (bezogen auf die Zielgruppe der 16-49 Jährigen) 2012 leicht wachsen und zeigt trotz geringerer Durchschnittstemperaturen als im Jahr 2011 eine Entwicklung von 0,4 % gegenüber dem Vorjahr. Die LEH-Volumina hingegen hielten sich 2012 lediglich stabil (+0,0 %).

Mineralwasser - Frau mit Wasserglas - trinkt

Vor allem das Segment „Stilles Wasser“ verbuchte 2012 analog zu den Entwicklungen im LEH deutliche Zuwächse (Außer-Haus-Markt: +12%). Verlierer sind dagegen die karbonisierten Wässer, die zwar mit rund 66 % noch den größten Volumenanteil ausmachen, diesen aber zugunsten der stillen Varianten zunehmend einbüßen mussten (2012: -5 %). Der Treiber ist eindeutig stilles Wasser, welches seine Position im AfG-Ranking deutlich verbessert hat und im Absatz-Ranking nun zu den Top 5 AfG-Segmenten zählt. Trotz Mengenverlusten bleibt Sparkling Wasser aber weiterhin das Nr. 2-AfG-Getränk nach den colahaltigen Getränken.

Im monatlichen Verlauf zeigt sich, dass der Getränkekonsum Außer-Haus fast durchgängig unter Vorjahresniveau liegt (negative Spitzen im April/Juli). Der Rückgang ist durch einen Frequenzrückgang und einen niedrigeren Bon geprägt; v.a. Jüngere reduzierten ihre Weggehtage und gaben weniger Geld pro Getränk aus.

Der Trend im Außer-Haus-Markt, den Konsum von hochpreisigen Locations wie Restaurants hin zu preiswerteren Locations wie die Vereinsgastronomie zu verlegen, zeigt sich dabei überregional, auch in Großstädten.

Bei alkoholfreien Getränken zeigt das Restaurant Umsatzzuwächse. Das gilt aber nicht für Wasser. In diesem Segment kommt das Wachstum am stärksten über sportnahe Locations, während in Restaurants weniger Wasser konsumiert wurde (-8 %). Hier haben sich die italienischen Restaurants jedoch stabilisiert.

Inwiefern sich Wasser in 2013 vor allem auch in seinem bedeutendsten Channel „Restaurant“ weiterentwickeln kann, bleibt daher spannend.

Autor: Julian Sukowski
Die Datenbasis ist das Online-Consumerpanel „GfK TrinkTrends“ der GfK Panel Services in Nürnberg.
Quelle – Basis: 31,7 Mio. Privatpersonen in der Altersklasse 16-49 Jahre; Außer-Haus Konsum Getränke im Bereich Gastronomie und On-the-go (ohne Arbeitsplatz, Kantine, Schule).

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Schwieriges Jahr für die Mineralbrunnen

Januar 6, 2009

Quelle: Pressemitteilung, 06. Januar 2009

Die deutschen Mineralbrunnen blicken trotz einer Absatzsteigerung von über zwei Prozent auf ein schwieriges Jahr zurück. Denn das Absatzwachstum kam nur wenigen Betrieben zugute.

Nach den am Montag veröffentlichten vorläufigen Zahlen des Verbands Deutscher Mineralbrunnen (VDM) stiegen im vergangenen Jahr sowohl der Absatz von Mineral- und Heilwasser als auch der Absatz von Mineralbrunnen-Erfrischungsgetränken jeweils um 2,2 Prozent. Für das Absatzplus war vor allem der Discount verantwortlich, wovon nur wenige große Mineralbrunnen profitierten. Die meisten regionalen bzw. mittelständischen Mineralwasserabfüller verzeichneten dagegen einen rückläufigen Absatz.

Die Absatzsteigerung bei Mineral- und Heilwasser kam am deutlichsten dem Mineralwasser ohne Kohlensäure zugute. Diese Sorte wird immer beliebter und hat bei einem Zuwachs von knapp 23 Prozent einen Marktanteil von 9,5 Prozent erreicht. Der Absatz des klassischen, stark kohlensäure-haltigen Mineralwassers ist dagegen um 1,8 Prozent zurück gegangen. Mit einem Marktanteil von 45 Prozent bleibt der Sprudel aber die beliebteste Mineralwasser-Variante. Ihm folgt mit 43 Prozent Anteil das Mineralwasser mit geringem Kohlensäure-Gehalt, das um 3,5 Prozent zulegte. Heilwasser erlitt Einbußen von 10,6 Prozent.

In Deutschland ist 2008 mehr Mineralwasser getrunken worden als jemals zuvor. Mit einer Steigerung des Pro-Kopf-Verbrauchs auf 138 Liter bleibt natürliches Mineralwasser damit das beliebteste alkoholfreie Getränk der Deutschen. VDM-Geschäftsführer Wolfgang Stubbe wertete dies positiv. „Die erneute Steigerung des Pro-Kopf-Verbrauchs zeigt die Beliebtheit dieses Getränks, das für die meisten längst mehr als ein Durstlöscher ist. Für viele gehört natürliches Mineralwasser zum gepflegten Essen wie ein guter Wein. Die Verbraucher wissen zu schätzen, dass deutsche Mineralwässer mit ihrem unterschiedlichen Gehalt an Mineralstoffen einen natürlichen Zusatznutzen haben und zu den verschiedensten Anlässen getrunken werden können.“

Stubbe verwies darauf, dass auch Gesundheitsexperten und die Bundesregierung Mineralwasser zu den empfehlenswerten Lebensmitteln zählten. „Umso ärgerlicher ist es, dass die Politiker auch in dieser Legislaturperiode nicht in der Lage waren, die Mehrwertsteuer für Mineralwasser von 19 Prozent auf den Satz von sieben Prozent zu verringern, der für alle anderen Grundnahrungsmittel gilt“, kritisierte er.

Der Verband Deutscher Mineralbrunnen vertritt national und international die Interessen von rund 220 deutschen Mineralbrunnenbetrieben, welche Mineral-, Heilwasser und Mineralbrunnen-Erfrischungsgetränke abfüllen. Eines seiner wichtigsten Ziele ist es, einheitliche Standards für die Qualität von natürlichem Mineralwasser zu schaffen. Zu diesem Zweck pflegt er unter anderem den Austausch wissenschaftlicher, wirtschaftlicher sowie technischer Informationen und berät seine Mitgliedsunternehmen sowie alle, die beruflich mit Mineralwasser zu tun haben. Darüber hinaus ist der VDM gesuchter Gesprächspartner von Behörden und Institutionen im In- und Ausland.