Entwicklung Heißgetränke im Außer-Haus Markt 2012

Juni 8, 2013

Quelle: cafe-future.net, 23. Mai 2013 – Von Jan-Philipp Bartz/GfK

In einem in 2012 generell rückläufigen Außer-Haus-Markt für Getränke (bezogen auf die Zielgruppe der 16-49 Jährigen), konnten sich Heißgetränke mit einem fast unveränderten Ergebnis relativ gut behaupten. Dem stabilen Umsatz stand dabei ein deutlicher Mengenzuwachs von 7% gegenüber. Ergo waren die Preise für Heißgetränke in 2012 im Sinkflug.

Kaffeeduft zum Frühstück

Kaffeeduft zum Frühstück

Das galt auch und insbesondere für Kaffee, der noch stärker als im stationären Handel das bedeutendste Heißgetränke-Segment im Außer-Haus-Markt ist. Hier sind die Durchschnittspreise pro 200 ml um zehn Cent auf 1,35 € gefallen. Traditioneller Kaffee als aktueller Wachstumstreiber der Kategorie ist sogar bei nur noch 1,15 € angekommen. Nicht ganz unschuldig an dieser Entwicklung waren als eher preisgünstiger Channel die Bäckereien/Stehcafés, die mit einem Plus von 13 % weiter an Bedeutung zulegten. Wer kennt nicht die in diesem Channel ausgehängten Plakate, auf denen ein Kaffee zum 1-Euro-Mitnahmepreis angepriesen wird? Dabei fügt es sich ins Bild ein, dass der On-the-go-Konsum bei den Heißgetränken nochmals deutlich stieg: Über 31 % der außer Haus gekauften Heißgetränke wurden 2012 unterwegs konsumiert.

Innerhalb der Kaffeespezialitäten, die etwas weniger als die Hälfte des Kaffee-Volumens ausmachten, gab es in 2012 deutliche Unterschiede. Latte Macchiato kam in der Menge prozentual knapp zweistellig voran, während Milchkaffee/Café au lait 15 % einbüßte. Auch die Kaffeespezialitäten mit Flavour setzten ihre Mengengewinne aus dem Vorjahr fort. Kaffeespezialitäten stießen außer Haus vor allem bei weiblichen Konsumenten auf Resonanz: Mehr als 2/3 aller Frauen zwischen 16-49 Jahren haben sich 2012 ein solches Getränk gegönnt. Nicht zuletzt für die sich wieder rückläufig entwickelnden Coffee Bars/Coffee Shops könnte sich zukünftig jedoch eine verstärkte Ansprache männlichen Publikums lohnen, da diese im Kaffee-Markt einen deutlich intensiveren Außer-Haus-Konsum aufweisen.

Die Datenbasis ist das Online-Consumerpanel „GfK TrinkTrends“ der GfK Panel Services in Nürnberg.
Basis: 31,7 Mio. Privatpersonen in der Altersklasse 16-49 Jahre; Außer-Haus Konsum Getränke im Bereich Gastronomie und On-the-go (ohne Arbeitsplatz, Kantine, Schule).

Werbeanzeigen

Heißgetränke Außer-Haus profitieren von kälteren Temperaturen und Preiserhöhungen im LEH

September 11, 2012

Quelle: cafe-future.net, 11. September 2012

Während die Nachfrage nach Getränken im Außer-Haus Markt im 1. Halbjahr 2012 nach positiven Signalen im Vorjahr insgesamt wieder an Dynamik einbüßt, entwickeln sich die Heißgetränke nach leichten Verlusten in den Vorjahren mit +6,6% Menge wieder deutlich positiv. Anders als bei Kaltgetränken haben hier die kälteren Temperaturen einen positiven Effekt. In diesem Zusammenhang konnte sicherlich insbesondere Tee nach starkem Rückgang im Vorjahr deutlich profitieren, der kalte April hat die Tee-Saison im Ergebnis um einen Monat verlängert.

Aber auch der Kaffeekonsum nimmt mit +6,6% Menge nach Stagnation im Vorjahr deutlich zu. Treiber ist hier insbesondere der traditionelle Kaffee. Milchvarianten wachsen allenfalls im Nischen-Segment „mit Flavour“ stärker. Gekauft wird der Kaffee verstärkt in Bäckereien / Stehcafés und wird dann unterwegs getrunken.

Gerade für Kaffee ist anzunehmen, dass aktuell eine Verlagerung vom Konsum zuhause in den Außer-Haus-Bereich stattfindet.

Der im LEH im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegene Kaffeepreis spiegelt sich im Außer-Haus Markt nicht wieder: Bäckereien / Stehcafés bieten eine vergleichsweise günstige und Zeit sparende Alternative zum Kaffeekonsum zuhause z. B. auf dem Weg zur Arbeit.
Wie jedoch die Nachhaltigkeit dieser Verlagerung zu bewerten ist, wird sich in den kommenden Monaten zeigen: der Kaffeepreis im LEH hat sich mittlerweile im Vergleich zum Vorjahr stabilisiert, sodass hier keine weiteren positiven Effekte für den Außer-Haus Markt zu erwarten sind.

Autor: Frank Reichert
Die Datenbasis ist das Online-Consumerpanel „GfK TrinkTrends“ der GfK Panel Services in Nürnberg.
Quelle: Basis: 32,6 Mio. Privatpersonen in der Altersklasse 16-49 Jahre; Außer-Haus Konsum Getränke im Bereich Gastronomie und On-the-go (ohne Arbeitsplatz, Kantine, Schule).


1. Hj. 2010: Heißgetränkekonsum im Außer-Haus-Markt

September 15, 2010

Quelle: cafe-future.net, 15. September 2010

Obwohl die Ausgabenentwicklung für Getränke Außer-Haus (Gesamt) im 1. Halbjahr 2010 weiter rückläufig ist (-9,0 %; Altersklasse 16-49 Jahre), zeichnet sich im Vergleich zum Vorjahr zunehmend eine Normalisierung ab. Hier zeigt sich zudem, dass sich das Weggehverhalten stärker normalisiert je älter die Zielgruppen sind: So liegt der Ausgabenrückgang für die 40-49-Jährigen bei nur noch -4,8 %.

Wie im Vorjahr entwickeln sich dabei die Ausgaben für Heißgetränke Außer-Haus mit -9,4 % nahezu proportional zum Gesamtmarkt. Allerdings gibt es hier noch deutlichere Unterschiede in der Altersstruktur: Während jüngere Konsumenten nach wie vor stark beim Konsum von Heißgetränken einsparen, ist das Segment bei den 40-49-Jährigen mit
-0,8% nahezu stabil. Gleichzeitig ist diese Altersgruppe für das Segment die wichtigste. Rund jeder vierte Euro für Getränke Außer-Haus wird hier für das Kännchen Kaffee oder die Tasse Tee ausgegeben.

Für Kaffee Außer-Haus setzt sich der Trend zurück zu traditionellem Filterkaffee fort: Der Ausgaben-Anteil steigt von 42,6 % auf
44,4 % bezogen auf die Gesamtausgaben für Kaffee Außer-Haus. An Bedeutung verlieren dementsprechend Varianten mit Milch, wie z. B. Cappuccino und Latte Macchiato. Hierbei wird insbesondere seltener zu Varianten mit Flavour gegriffen.

Der Trend weg von milchigem Kaffee zeigt sich auch bei der Entwicklung des kleinsten Segments im Kaffeemarkt, dem Espresso: Der einzige Bereich mit Umsatzwachstum (+ 10,0 %) steigert den Ausgabenanteil auf
3,9 %.

Neben der weiteren Entwicklung des konsumativen Umfelds werden für die Entwicklung der Heißgetränke Außer-Haus sicherlich die Temperaturen im Herbst/Winter, der Hauptsaison für Heißgetränke, einen entscheidenden Einfluss auf das Gesamtjahresergebnis haben.

(Autor: Frank Reichert / Die Datenbasis ist das Online-Consumerpanel „GfK TrinkTrends“ der GfK Panel Services in Nürnberg. Quelle: Basis: 32,9 Mio. Privatpersonen in der Altersklasse 16-49 Jahre; Außer-Haus-Konsum Getränke im Bereich Gastronomie und On-the-go (ohne Arbeitsplatz, Kantine, Schule). ulrike.singer@gfk.com)