Tiefkühlmarkt wächst überdurchschnittlich: Positive Halbjahresbilanz verspricht gutes Jahresergebnis

September 25, 2013

Quelle: Deutsches Tiefkühlinstitut, 25. September 2013

Tiefkühlkost wächst stärker als andere Lebensmittelwarengruppen im deutschen Markt – die Halbjahreszahlen bestätigen: Die Angebotsform Tiefkühlkost ist auch 2013 ein Wachstumsmarkt. Das Deutsche Tiefkühlinstitut (dti) – der Branchenverband der deutschen Tiefkühlwirtschaft – rechnet für das Jahr 2013 wieder mit einem mengen- und wertmäßigen Zuwachs im Tiefkühlmarkt.

Tiefkühlkost ist weiterhin stark gefragt

Tiefkühlkost ist weiterhin stark gefragt

Für das Gesamtjahr 2013 prognostiziert das dti einen Anstieg der Absatzmenge von Tiefkühlkost im Lebensmittelhandel von rund einem Prozent. Im Außer-Haus-Markt hingegen setzt sich der leicht rückläufige Trend aus dem vergangenen Jahr mit einem Minus von einem halben Prozent fort. Der Tiefkühlmarkt in Deutschland präsentiert sich damit insgesamt sehr stabil. In 2012 betrug der Gesamtabsatz 3,317 Millionen Tonnen.

Nach dti-Einschätzung wird der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch von TK-Produkten von bisher 41,0 Kilogramm in 2012 auf 41,1 Kilogramm in 2013 leicht ansteigen. Jeder Bundesbürger würde demnach 100 g mehr Tiefkühlprodukte verzehren. Verläuft das Jahr 2013 weiterhin so positiv, darf die Branche auch beim Umsatz ein respektables Wachstum erwarten: Nach dti-Einschätzung könnte der Gesamtumsatz mit Tiefkühlkost wie schon im Vorjahr um weitere 2 bis 2,5 Prozent auf ca. 12,3 Mrd. Euro wachsen.

Das mengenmäßige Wachstum wird hauptsächlich durch starke Produktkategorien wie Fleisch, Fisch und Gemüse generiert. Die Produktgruppe Fleisch legt nach vorübergehender Schwäche wieder deutlich zu. Etwas schlechter als der Durchschnitt entwickeln sich einige Bereiche bei Backwaren – Torten und Kuchen sind aber weiterhin sehr gefragt. Die Fertiggerichte haben nach schwierigem Jahresbeginn fast wieder das Vorjahresniveau erreicht. Der Aufwärtstrend bei TK-Pizza hält weiter an.

Die Abschwächung im GV-Markt resultiert aus einer rückläufigen Besucherfrequenz und dem nach wie vor anhaltenden Strukturwandel im Gastronomiemarkt zulasten der Fullservice-Gastronomie. Die Warenkategorie Tiefkühlkost ist auch bei den Profis weiterhin sehr beliebt. Die Tiefkühlkosthersteller stellen sich darauf mit veränderten Produktangeboten ein.

Der Verbraucher weiß die Vorzüge der Tiefkühlkost sehr zu schätzen. Die Branche hat also allen Grund, optimistisch in die Zukunft zu blicken!

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Tiefkühlmarkt 2013 weiter im Aufwärtstrend

Juli 4, 2013

Quelle: Deutsches Tiefkühl-Institut, 04. Juli 2013

Das Jahr 2013 begann für die Tiefkühlwirtschaft insgesamt sehr gut. Bis April 2013 lag der Umsatz mit TKK im Lebensmitteleinzelhandel um rund 3,5% über dem Vorjahreszeitraum, der Absatz stieg um 2%. Wachstum verzeichneten vor allem die Warengruppen Fisch, Gemüse, Fleisch und Früchte. Aber auch Backwaren, Pizza und Kartoffeln konnten zulegen.

TK-Fertiggericht sind immer stärker gefragt

TK-Fertiggericht sind immer stärker gefragt

Einen Dämpfer musste die Branche zwar – ebenso wie der gesamte Lebensmittelmarkt – zunächst im Frühjahr hinnehmen. Zwar hatte der betrügerische „Pferdefleischskandal“ nicht ursächlich mit Tiefkühlkost zu tun, dennoch wurde die positive Absatzentwicklung aus 2012 bei Fertiggerichten zunächst gestoppt. Mittlerweile konnten die Absatzrückgänge aber wieder kompensiert werden, Fertiggerichte erreichten im 1. Tertial laut GfK Verbraucherpanel bereits wieder ein Plus von 2,6%. Angesichts der umfangreichen, verstärkten Qualitätskontrollen können die Verbraucher mit gutem Gewissen einkaufen.

Die Trends aus 2012 setzen sich auch in diesem Jahr fort: wenig Zeit für die Mahlzeitenzubereitung und eine steigende Zahl an Single-Haushalten fördern den Absatz von „bequemen“ TK-Produkten, die teilweise oder ganz fertig zubereitet sind. Fisch und Gemüse werden als Teil einer gesunden und ausgewogenen Ernährung verstärkt nachgefragt.

Die Bedeutung von Tiefkühlkost steigt weiter, der Absatz der Branche im Gesamtmarkt einschließlich Außer-Haus-Markt legte in 2012 um 0,2% auf 3,32 Millionen Tonnen zu und erreichte so einen Umsatz von
12,017 Milliarden Euro.

Tiefkühlprodukte sind auf den Einkaufszetteln der Deutschen unverzichtbar, sie gehören zu den wichtigsten Warenkategorien im Lebensmitteleinzel-handel. Als Frequenzbringer für den Handel ist Tiefkühlkost fast genauso wichtig wie die Güter des täglichen Bedarfs.

Noch mehr Informationen über den Markt für Tiefkühlkost bieten die „cool facts 2012“, die den Verbrauch von TK im Langzeitvergleich und nach Warengruppen detailliert beschreiben. Die „cool facts 2012“ stehen hier zum kostenlosen Download zur Verfügung: http://www.tiefkuehlkost.de/info-center/broschueren/cool-facts-2012.


Tiefkühlkost steht bei den Deutschen hoch im Kurs – Tiefkühlwirtschaft erwartet positive Jahresentwicklung 2012

September 18, 2012

Quelle: Deutsches Tiefkühlinstitut e.V., 18. September 2012

Nach der erfolgreichen Marktentwicklung im Jahr 2011 freut sich die deutsche Tiefkühlwirtschaft auch in 2012 über einen nach wie vor sehr stabilen Tiefkühlkostmarkt. Aufgrund der aktuellen Situation in den Unternehmen – und begründet durch die grundsätzlich positive Stimmung in der Tiefkühlwirtschaft im bisherigen Jahresverlauf – rechnet der Branchenverband, das Deutsche Tiefkühlinstitut (DTI) mit Sitz in Berlin, für das Jahr 2012 mit einer weiteren Zunahme des Volumens über alle Absatzgruppen hinweg.

TK Backwaren sind hoch im Kurs

TK Backwaren sind hoch im Kurs

Das DTI prognostiziert für das Gesamtjahr 2012 ein mengenmäßiges Wachstum des Tiefkühlkostmarktes von gut einem Prozent. Die Branche präsentiert sich damit äußerst stabil. Der Gesamtabsatz würde damit bei circa 3,35 Millionen Tonnen liegen. Im Vorjahr waren es 3,31 Millionen Tonnen. Daraus würde auch ein Anstieg des jährlichen Pro-Kopf-Verbrauchs an TK-Produkten resultieren von bisher 40,4 Kilogramm in 2011 auf voraussichtlich 40,8 Kilogramm in 2012. Jeder Deutsche würde somit 400 g mehr Produkte aus der Kälte konsumieren. Bei weiterhin positivem Jahresverlauf wird die Branche auch ein überproportionales wertmäßiges Wachstum verzeichnen können: Der Umsatz wird nach dti-Einschätzung um zwei Prozent wachsen und damit erstmals die 12 Milliarden Euro Marke übersteigen.

Der Verbraucher weiß die Vorteile dieser Angebotsform mehr und mehr zu schätzen und greift dadurch häufiger zu tiefgekühlten Produkten. Der Gesamtmarkt legt daher auch übergreifend über fast alle Warengruppen hinweg zu. Die größten Zuwächse werden aber auch in 2012 wieder durch den Großverbraucherbereich generiert.

Tiefkühlkost steht beim Verbraucher nach wie vor hoch im Kurs ein Grund mehr also für die Branche, optimistisch in die Zukunft zu blicken!


Rekord bei Tiefkühlkost: Der Bundesbürger verzehrt mehr als 40 kg pro Jahr – Die Lust auf tiefgekühlte Produkte setzt sich damit weiter fort

April 21, 2011

(Hamburg, 21. April 2011) Die aktuellen Zahlen der Tiefkühlbranche belegen: Die Deutschen sind wahre Tiefkühlkost-Fans. Erstmalig wurde im Jahr 2010 die magische 40-Kilogramm-Schallmauer im Pro-Kopf-Verbrauch von tiefgekühlten Produkten durchbrochen: Der durchschnittliche Verbrauch eines jeden Bundesbürgers stieg von 39,3 Kilogramm (2009) auf 40,2 Kilogramm (2010) und damit um 0,9 Kilogramm pro Kopf (plus 2,3 Prozent).

Der Gesamtmarkt für Tiefkühlkost (Lebensmitteleinzelhandel und Großverbraucherbereich, inklusive Heimdiensten und Discountern) stieg in 2010 um 1,9 Prozent auf ein Absatz-gesamtvolumen von 3,28 Millionen Tonnen (3,22 Mio. t in 2009). Auch der Gesamtumsatz legte um 1,3 Prozent zu und wuchs von 11,275 Milliarden Euro (2009) auf 11,421 Milliarden Euro in 2010. Die Tiefkühlwirtschaft stellt damit ihre hohe Bedeutung in der deutschen Lebensmittelwirtschaft einmal mehr unter Beweis. Schon im Krisenjahr 2009 hatte sich die Branche über einen sehr stabilen Markt freuen können. Und ebenso beachtlich ist die Entwicklung des Tiefkühlmarktes im Jahr 2010, denn der Lebensmittelgesamtmarkt wächst nur leicht. Die Zuwächse im vergangenen Jahr unterstreichen einmal mehr die hohe Akzeptanz der Produkte aus der Kälte beim Verbraucher. Dies spiegelt auch der Verbrauch pro Haushalt wieder, der in 2010 von 81,2 Kilogramm (2009) auf 82 Kilogramm anstieg (plus 1 Prozent).

Convenience für den Hausgebrauch sehr gefragt
Die Entwicklung von Tiefkühlkost im Lebensmittelhandel (LEH) zeigt: die Branche kann sich über einen konstanten und mengenmäßig sogar leicht wachsenden Markt freuen. Mit 1,75 Millionen Tonnen Absatzmenge konnte dieser Bereich um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (1,74 Mio. t) zulegen. Auf Umsatzseite musste der Lebensmittelhandel allerdings leichte Einbußen hinnehmen: Der Umsatz ging um 0,3 Prozent von 6,74 Milliarden Euro (2009) auf 6,72 Milliarden Euro zurück. Ursachen dafür waren u.a. erhöhte Aktionsaktivitäten im LEH sowie eine angespannte Preissituation in einigen Segmenten.

Die Sieger unter den Produktgruppen im LEH sind ganz klar auszumachen: Pizza mit einem mengenmäßigen Wachstum von 5,1 Prozent und Backwaren mit 3,3 Prozent. Während die Tiefkühlpizza im Großverbraucherbereich nur eine untergeordnete Rolle spielt, ist sie im LEH ein echter Top-Seller. Die Backwaren wachsen hier maßgeblich in den Bereichen Premiumtorten und portionierbare Produkte (z.B. geschnittene Sahne- und Backkuchen) – man erkennt den Trend zu noch mehr Genuss und zur Individualisierung in Kleinhaushalten.

Im Segment Kartoffeln sind die Pommes frites nach wie vor der meistgefragte und -gekaufte Artikel. Die Spezialitäten erfreuten sich aber insgesamt eines stärkeren Wachstums. Innovative Neuheiten kommen beim Verbraucher sehr gut an, er freut sich über neue Geschmackserlebnisse und mehr Abwechslung im Kartoffelbereich.

Im Bereich der Fleischprodukte erfuhren Wild- und Wildgeflügel einen enormen Anstieg von über 10 Prozent. Der Verbraucher zeigt eine deutlich höhere Akzeptanz dieses speziellen Segmentes und unterstreicht damit den generellen Trend hin zu innovativen ausgefallenen Produktangeboten. Rohe Fleischprodukte entwickelten sich hingegen eher rückläufig, viele Menschen bevorzugen inzwischen eher vorgegarte und fertige Fleischgerichte.

Auch das Fisch-Segment erfuhr in 2010 erneut Wachstum, beeinflusst sicherlich durch den nach wie vor anhaltenden Trend zu gesunden Lebensmitteln, auch wenn komplettere Produkte wie Fischgerichte und panierter Fisch stärker gefragt sind als beispielsweise Naturfilets. Und den größten Zuwachs verzeichneten die guten, bewährten Fischstäbchen.

Der Gemüsebereich erlebte sein stärkstes Wachstum im LEH bei Einzel- und Mischgemüse sowie Kräutern – auch dies ein Indiz für den anhaltenden Gesundheitstrend. Die Gerichte erfuhren insgesamt einen leichten Rückgang im LEH und konnten damit nicht vom allgemein anhaltenden Convenience-Trend profitieren, wie es bei Pizza und Snacks der Fall war. Suppen und Eintöpfe aus der Tiefkühlung gelang allerdings ein ordentliches Wachstum.

Hervorragende Stimmung im Außer-Haus-Markt hält an
Die allgemeine Stimmung im Außer-Haus-Markt ist nach dem krisengebeutelten Jahr 2009 wieder hervorragend. Erhöhte Investitionsbereitschaft und der Trend zu innovativen Produkten schlagen sich bereits in den Zahlen 2010 nieder: Der Großverbraucherbereich (GV) konnte insgesamt um 3,2 Prozent zulegen und wuchs auf 1,53 Millionen Tonnen an (1,49 Mio. t in 2009). Wertmäßig erfuhr dieser Bereich ein Wachstum um 3,7 Prozent von 4, 54 Milliarden Euro in 2009 auf 4,71 Milliarden Euro in 2010. Vor allem im zweiten Halbjahr 2010 zog das Wachstum merklich an.

Die größten Zuwächse generierten die Backwaren mit insgesamt plus 7 Prozent, getrieben von der erhöhten Nachfrage nach Brot und Brötchen. Und auch hier verhalten sich die Verbraucher zunehmend gesundheitsbewusst: Kernige und kräftige Brötchen werden immer stärker nachgefragt. Ein ebenfalls erfreuliches Wachstum im GV-Bereich konnten die Produktgruppen Fisch, Kartoffeln und Gemüse verzeichnen.

Im Fisch-Segment rechnet die Branche für das GV-Segment auch mit nach wie vor steigendem Zuwachs.

Die Kartoffeln wachsen im GV-Bereich noch stärker als im LEH. Gründe u.a.: die Absätze in Quick-Service-Restaurants und Kantinen ziehen wieder an – hier spielen insbesondere die Pommes frites eine wichtige Rolle.

Bei Gemüse wuchs vor allem der Bereich Gemüsezubereitungen: Die Köche in Gastronomie und vor allem Kantinen und Anstalten haben erkannt, wie einfach und unkompliziert der Umgang mit tiefgekühltem Gemüse ist – Convenience heißt das Zauberwort.

Auch Fleischprodukte aus der Kälte erfreuen sich im GV-Bereich wachsender Beliebtheit: Sie legten um 1,4 Prozent zu, ebenso wie die Gerichte im Außer-Haus-Bereich. Besonders erfolgreich: die Teilgerichte mit plus 3,8%. Offensichtlich werden damit verbundene Vorteile wie Flexibilität und Veredelungsmöglichkeiten zunehmend von den Köchen geschätzt.

Die Branche blickt optimistisch in die Zukunft
Der bisher äußerst stabile Tiefkühlkostmarkt lässt erfreulicherweise immer noch ein Wachstum zu. Die Branche blickt also entspannt und positiv in die Zukunft. Dabei ist sie aber alles andere als tatenlos: Die Innovationskraft der Tiefkühlbranche ist unbestritten und gilt übergreifend für alle Produktkategorien. Kreativität und Ideenreichtum und zudem ein „guter Geschmack“ zeichnen die Produktentwickler der Branche aus – die Zahlen bestätigen dies immer wieder. Und die Verbraucher lernen zunehmend, dass Tiefkühlkost „frischer als frisch“ ist, was mit der gleichnamigen Branchenkampagne glaubwürdig unterstützt wird.

Die Tiefkühlbranche ist zudem sehr aktiv in einem weiteren Thema: so läuft derzeit unter Federführung des Deutschen Tiefkühlinstituts (dti) eine groß angelegte Studie rund um die Klimabilanz von Tiefkühlkost, deren Ergebnisse noch in diesem Jahr veröffentlicht werden. Eine erste wichtige Erkenntnis aus der Vorstudie: Eine pauschale Verurteilung der Tiefkühlkost als Klimakiller ist unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten nicht haltbar. Der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Tiefkühlinstituts, Udo Perenz, ist deshalb überzeugt: „Die Hauptstudie wird die Erkenntnisse aus der Vorstudie noch untermauern und damit zur Versachlichung der öffentlichen Diskussion beitragen.“


Schallmauer durchbrochen: Der Bundesbürger verzehrt mehr als 40 kg Tiefkühlkost pro Jahr/ Die Lust auf tiefgekühlte Produkte setzt sich damit weiter fort

April 15, 2011

Berlin, 15. April 2011 – Die aktuellen Zahlen der Tiefkühlbranche belegen: Die Deutschen sind wahre Tiefkühlkost-Fans. Erstmalig wurde im Jahr 2010 die magische 40-Kilogramm-Schallmauer im Pro-Kopf-Verbrauch von tiefgekühlten Produkten durchbrochen: Der durchschnittliche Verbrauch eines jeden Bundesbürgers stieg von 39,3 Kilogramm (2009) auf 40,2 Kilogramm (2010) und damit um 0,9 Kilogramm pro Kopf (plus 2,3 Prozent). Der Gesamtmarkt für Tiefkühlkost (Lebensmitteleinzelhandel und Großverbraucherbereich, inklusive Heimdiensten und Discountern) stieg in 2010 um 1,9 Prozent auf ein Absatzgesamtvolumen von 3,28 Millionen Tonnen (3,22 Mio. t in 2009). Auch der Gesamtumsatz legte um 1,3 Prozent zu und wuchs von 11,275 Milliarden Euro (2009) auf 11,421 Milliarden Euro in 2010. Die Tiefkühlwirtschaft stellt damit ihre hohe Bedeutung in der deutschen Lebensmittelwirtschaft einmal mehr unter Beweis. Schon im Krisenjahr 2009 hatte sich die Branche über einen sehr stabilen Markt freuen können. Und ebenso beachtlich ist die Entwicklung des Tiefkühlmarktes im Jahr 2010, denn der Lebensmittelgesamtmarkt wächst nur leicht. Die Zuwächse im vergangenen Jahr unterstreichen einmal mehr die hohe Akzeptanz der Produkte aus der Kälte beim Verbraucher. Dies spiegelt auch der Verbrauch pro Haushalt wieder, der in 2010 von 81,2 Kilogramm (2009) auf 82 Kilogramm anstieg (plus 1 Prozent).

Convenience für den Hausgebrauch sehr gefragt
Die Entwicklung von Tiefkühlkost im Lebensmittelhandel (LEH) zeigt: die Branche kann sich über einen konstanten und mengenmäßig sogar leicht wachsenden Markt freuen. Mit 1,75 Millionen Tonnen Absatzmenge konnte dieser Bereich um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (1,74 Mio. t) zulegen. Auf Umsatzseite musste der Lebensmittelhandel allerdings leichte Einbußen hinnehmen: Der Umsatz ging um 0,3 Prozent von 6,74 Milliarden Euro (2009) auf 6,72 Milliarden Euro zurück. Ursachen dafür waren u.a. erhöhte Aktionsaktivitäten im LEH sowie eine angespannte Preissituation in einigen Segmenten.

Die Sieger unter den Produktgruppen im LEH sind ganz klar auszumachen: Pizza mit einem mengenmäßigen Wachstum von 5,1 Prozent und Backwaren mit 3,3 Prozent. Während die Tiefkühlpizza im Großverbraucherbereich nur eine untergeordnete Rolle spielt, ist sie im LEH ein echter Top-Seller. Die Backwaren wachsen hier maßgeblich in den Bereichen Premiumtorten und portionierbare Produkte (z.B. geschnittene Sahne- und Backkuchen) – man erkennt den Trend zu noch mehr Genuss und zur Individualisierung in Kleinhaushalten.

Im Segment Kartoffeln sind die Pommes frites nach wie vor der meistgefragte und -gekaufte Artikel. Die Spezialitäten erfreuten sich aber insgesamt eines stärkeren Wachstums. Innovative Neuheiten kommen beim Verbraucher sehr gut an, er freut sich über neue Geschmackserlebnisse und mehr Abwechslung im Kartoffelbereich. Im Bereich der Fleischprodukte erfuhren Wild- und Wildgeflügel einen enormen Anstieg von über 10 Prozent. Der Verbraucher zeigt eine deutlich höhere Akzeptanz dieses speziellen Segmentes und unterstreicht damit den generellen Trend hin zu innovativen ausgefallenen Produktangeboten. Rohe Fleischprodukte entwickelten sich hingegen eher rückläufig, viele Menschen bevorzugen inzwischen eher vorgegarte und fertige Fleischgerichte.

Auch das Fisch-Segment erfuhr in 2010 erneut Wachstum, beeinflusst sicherlich durch den nach wie vor anhaltenden Trend zu gesunden Lebensmitteln, auch wenn komplettere Produkte wie Fischgerichte und panierter Fisch stärker gefragt sind als beispielsweise Naturfilets. Und den größten Zuwachs verzeichneten die guten, bewährten Fischstäbchen.

Der Gemüsebereich erlebte sein stärkstes Wachstum im LEH bei Einzel- und Mischgemüse sowie Kräutern – auch dies ein Indiz für den anhaltenden Gesundheitstrend.

Die Gerichte erfuhren insgesamt einen leichten Rückgang im LEH und konnten damit nicht vom allgemein anhaltenden Convenience-Trend profitieren, wie es bei Pizza und Snacks der Fall war. Suppen und Eintöpfe aus der Tiefkühlung gelang allerdings ein ordentliches Wachstum.

Hervorragende Stimmung im Außer-Haus-Markt hält an
Die allgemeine Stimmung im Außer-Haus-Markt ist nach dem krisengebeutelten Jahr 2009 wieder hervorragend. Erhöhte Investitionsbereitschaft und der Trend zu innovativen Produkten schlagen sich bereits in den Zahlen 2010 nieder: Der Großverbraucherbereich (GV) konnte insgesamt um 3,2 Prozent zulegen und wuchs auf 1,53 Millionen Tonnen an (1,49 Mio. t in 2009). Wertmäßig erfuhr dieser Bereich ein Wachstum um 3,7 Prozent von 4, 54 Milliarden Euro in 2009 auf 4,71 Milliarden Euro in 2010. Vor allem im zweiten Halbjahr 2010 zog das Wachstum merklich an.

Die größten Zuwächse generierten die Backwaren mit insgesamt plus 7 Prozent, getrieben von der erhöhten Nachfrage nach Brot und Brötchen. Und auch hier verhalten sich die Verbraucher zunehmend gesundheitsbewusst: Kernige und kräftige Brötchen werden immer stärker nachgefragt.

Ein ebenfalls erfreuliches Wachstum im GV-Bereich konnten die Produktgruppen Fisch, Kartoffeln und Gemüse verzeichnen.

Im Fisch-Segment rechnet die Branche für das GV-Segment auch mit nach wie vor steigendem Zuwachs.

Die Kartoffeln wachsen im GV-Bereich noch stärker als im LEH. Gründe u.a.: die Absätze in Quick-Service-Restaurants und Kantinen ziehen wieder an – hier spielen insbesondere die Pommes frites eine wichtige Rolle.

Bei Gemüse wuchs vor allem der Bereich Gemüsezubereitungen: Die Köche in Gastronomie und vor allem Kantinen und Anstalten haben erkannt, wie einfach und unkompliziert der Umgang mit tiefgekühltem Gemüse ist – Convenience heißt das Zauberwort.

Auch Fleischprodukte aus der Kälte erfreuen sich im GV-Bereich wachsender Beliebtheit: Sie legten um 1,4 Prozent zu, ebenso wie die Gerichte im Außer-Haus-Bereich. Besonders erfolgreich: die Teilgerichte mit plus 3,8%. Offensichtlich werden damit verbundene Vorteile wie Flexibilität und Veredelungsmöglichkeiten zunehmend von den Köchen geschätzt.

Die Branche blickt optimistisch in die Zukunft
Der bisher äußerst stabile Tiefkühlkostmarkt lässt erfreulicherweise immer noch ein Wachstum zu. Die Branche blickt also entspannt und positiv in die Zukunft. Dabei ist sie aber alles andere als tatenlos: Die Innovationskraft der Tiefkühlbranche ist unbestritten und gilt übergreifend für alle Produktkategorien. Kreativität und Ideenreichtum und zudem ein „guter Geschmack“ zeichnen die Produktentwickler der Branche aus – die Zahlen bestätigen dies immer wieder. Und die Verbraucher lernen zunehmend, dass Tiefkühlkost „frischer als frisch“ ist, was mit der gleichnamigen Branchenkampagne glaubwürdig unterstützt wird.

Die Tiefkühlbranche ist zudem sehr aktiv in einem weiteren Thema: so läuft derzeit unter Federführung des Deutschen Tiefkühlinstituts (dti) eine groß angelegte Studie rund um die Klimabilanz von Tiefkühlkost, deren Ergebnisse noch in diesem Jahr veröffentlicht werden. Eine erste wichtige Erkenntnis aus der Vorstudie: Eine pauschale Verurteilung der Tiefkühlkost als Klimakiller ist unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten nicht haltbar. Der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Tiefkühlinstituts, Udo Perenz, ist deshalb überzeugt: „Die Hauptstudie wird die Erkenntnisse aus der Vorstudie noch untermauern und damit zur Versachlichung der öffentlichen Diskussion beitragen.“


Lust auf Tiefkühlkost ungebrochen

April 22, 2010

Quelle: Pressemitteilung Tiefkühlinstitut, 22. April 2010

Der deutsche Tiefkühlmarkt verzeichnete 2009 ein weiteres Wachstum. Die Gesamtabsatzmenge für Tiefkühlkost lag bei 3,22 Millionen Tonnen und damit um 0,7 Prozent über dem Vorjahresergebnis (3,20 Mio. t). Der Gesamtumsatz belief sich auf 11,275 Milliarden Euro und stieg damit im Vergleich zu 2008 (11,160 Mrd. €) um 1 Prozentpunkt.


Somit konnte die Angebotsform ihre Stabilität am Markt und die hohe Bedeutung in der Lebensmittelwirtschaft einmal mehr bestätigen, und das trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Die Beliebtheit tiefgekühlter Produkte beim Verbraucher war ungebrochen: Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch  wuchs um 300 Gramm auf 39,3 kg und nahm damit um 0,8 Prozent zu. Der Verbrauch pro Haushalt lag im vergangenen Jahr bei 81,2 kg. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies ein Wachstum um 0,9 Prozent – bei gleich bleibender Haushaltsgröße. Hier zeichnete sich also eine deutliche Verbrauchsintensivierung ab.

Die Tiefkühlkost – eine tragende Säule im LEH
Die Gesamtentwicklung von Tiefkühlkost im Lebensmittelhandel ist äußerst stabil. Mit 1,74 Millionen Tonnen konnte der LEH (inkl. Heimdienste und Discounter) ein Absatzplus von 0,7 Prozent erreichen. Wertmäßig erzielte die Branche mit 6,738 Milliarden Euro eine Umsatzsteigerung um 1,2 Prozent. Leichte Schwankungen gab es lediglich in Bezug auf die einzelnen Produktgruppen. TK-Fisch und TK-Gemüse verzeichneten im vergangenen Jahr einen geringen Absatzrückgang. Dahingegen durften sich die TKSegmente Backwaren und Snacks über ein leichtes Wachstum freuen. Auf der Beliebtheitsskala ganz oben waren TK-Pizza und TK-Gerichte zu finden. Das beliebteste Segment im Lebensmittelhandel stellten die TK-Gerichte dar.

Hier in erster Linie die Teilgerichte, die erst am heimischen Herd – durch Zugabe weiterer Komponenten oder Beilagen – zu einem kompletten Gericht werden.

Marken- und Premiumprodukte nehmen wieder spürbar an Bedeutung zu. Als „Homing“ wird der neue Trend zum Kochen in den eigenen vier Wänden bezeichnet – man isst weniger auswärts. Dabei werden conveniente Produkte aufgrund ihrer einfachen Handhabung und vielfältigen Einsetzbarkeit klar bevorzugt. Zudem profiliert sich das „Frische-Image“ von Tiefkühlkost zunehmend.

Ohne Tiefkühlprodukte geht im GV-Bereich gar nichts
Die erfreuliche Entwicklung des Tiefkühlmarktes schlug sich auch im GVBereich nieder: Mit einer Gesamtabsatzmenge von 1,49 Millionen Tonnen wuchs dieser Bereich um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Beim Umsatz schlug eine Steigerung um 0,8 Prozent auf 4,538 Milliarden Euro zu Buche. Das stärkste Wachstum im GV-Bereich erzielte die Produktgruppe Backwaren – allen voran generierten die TK-Brötchen die größten Zugewinne. Leichte Einbußen verzeichneten die Segmente Fisch und Kartoffelerzeugnisse. Auffallend war, dass Teilgerichte, wie beispielsweise Soßen, durch ihren hohen Conveniencegrad auch im Großverbrauchersegment immer mehr Verwender fanden.

Das leichte Wachstum im Bereich der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung ist umso positiver zu bewerten, da der Verbraucher im vergangenen Jahr wesentlich zurückhaltender in Bezug auf den Außer-Haus-Verzehr war. Zudem haben viele Kantinen im Zuge der zunehmenden Kurzarbeit eine spürbare Reduktion der Kantinenbesuche verzeichnet.Dahingegen wuchsen die Besucherzahlen in Quick-Service-Restaurants und in einigen Bereichen der Gemeinschaftsverpflegung – wie beispielsweise in Schulen – letzteres nicht zuletzt durch die aktuelle Gesetzgebung beeinflusst.

Coole Aussichten für die Branche
Die Tiefkühlwirtschaft blickt auch weiterhin positiv in die Zukunft: Die Märkte werden sich erholen und eine Stabilisierung des Marktes sowie weiteres Wachstum – sowohl im LEH als auch im GV-Bereich – ermöglichen.

Angesichts limitierter Truhenflächen im Handel und eingeschränkter Lagerkapazitäten in den Haushalten muss die Branche daran arbeiten, die Umschlagsgeschwindigkeit der Tiefkühlprodukte zu erhöhen.

Die Hersteller stellen sich dieser Herausforderung mit ihrer uneingeschränkten Innovationskraft und -vielfalt, indem sie kontinuierlich neue, spannende, conveniente Produkte auf den Markt bringen und dabei auch zunehmend Aspekte einer gesunden Ernährung berücksichtigen. Hinzu kommt ein Vorteil, der für die Tiefkühlkost spricht: Die Frische!


Speisekarten blieben ohne Tiefkühlkost dürftig

Dezember 19, 2008

Quelle: Deutsches Tiefkühlinstitut, 18. Dezember 2008

Profi-Köche schätzen tiefkühlfrisches Angebot

Die Essensauswahl auf Deutschlands Speisekarten wäre ohne Tiefkühlkost ziemlich mager. „Tiefgekühlte Zutaten ermöglichen mir ein vielfältiges Speisenangebot“: Dieser Aussage stimmen die Chefköche in Hotels und Restaurants uneingeschränkt zu. Das hundertprozentige Bekenntnis zu Tiefkühlkost betrifft die gesamte Speisekarte von der Vorspeise über das Hauptgericht bis hin zum Dessert, so ein weiteres Ergebnis einer Branchenumfrage der Allgemeinen Hotel- und Gastronomiezeitung.

Bei den Beilagen ist besonders der Tiefkühlklassiker Pommes frites beliebt. Über 85 Prozent der Befragten setzen die Kartoffelstäbchen auf die Speisekarte. Weitere Beilagen auf Kartoffelbasis, wie Kroketten oder Bratkartoffeln, werden von fast 60 Prozent tiefgekühlt eingesetzt. Auch Tiefkühlgemüse ist aus der Gastronomie nicht mehr wegzudenken. 71 Prozent wollen auf das erntefrische Angebot nicht verzichten.

Beim Hauptgericht stehen insbesondere Fischgerichte hoch im Kurs: 42 Prozent der Chefköche vertrauen der Qualität und der Fangfrische von Tiefkühlfisch. Ebenfalls bei Desserts und Backwaren läuft ohne Tiefkühlkost – fast – nichts. Backfrische Kuchen und Torten gehören neben Brötchen aus der Tiefkühlung für über 42 Prozent zu einer Selbstverständlichkeit in der Profi-Küche.

Die hohe Akzeptanz von Tiefkühlkost in der Gastronomie spiegelt sich ebenfalls in der steigenden Nachfrage wider. Nach Markterhebungen des Deutschen Tiefkühlinstitutes liegt der Absatz tiefgekühlter Lebensmittel im Außer-Haus-Markt bei über 1,42 Millionen Tonnen und somit 37 Prozent höher als noch vor zehn Jahren.