Tiefkühlmarkt 2013 weiter im Aufwärtstrend

Juli 4, 2013

Quelle: Deutsches Tiefkühl-Institut, 04. Juli 2013

Das Jahr 2013 begann für die Tiefkühlwirtschaft insgesamt sehr gut. Bis April 2013 lag der Umsatz mit TKK im Lebensmitteleinzelhandel um rund 3,5% über dem Vorjahreszeitraum, der Absatz stieg um 2%. Wachstum verzeichneten vor allem die Warengruppen Fisch, Gemüse, Fleisch und Früchte. Aber auch Backwaren, Pizza und Kartoffeln konnten zulegen.

TK-Fertiggericht sind immer stärker gefragt

TK-Fertiggericht sind immer stärker gefragt

Einen Dämpfer musste die Branche zwar – ebenso wie der gesamte Lebensmittelmarkt – zunächst im Frühjahr hinnehmen. Zwar hatte der betrügerische „Pferdefleischskandal“ nicht ursächlich mit Tiefkühlkost zu tun, dennoch wurde die positive Absatzentwicklung aus 2012 bei Fertiggerichten zunächst gestoppt. Mittlerweile konnten die Absatzrückgänge aber wieder kompensiert werden, Fertiggerichte erreichten im 1. Tertial laut GfK Verbraucherpanel bereits wieder ein Plus von 2,6%. Angesichts der umfangreichen, verstärkten Qualitätskontrollen können die Verbraucher mit gutem Gewissen einkaufen.

Die Trends aus 2012 setzen sich auch in diesem Jahr fort: wenig Zeit für die Mahlzeitenzubereitung und eine steigende Zahl an Single-Haushalten fördern den Absatz von „bequemen“ TK-Produkten, die teilweise oder ganz fertig zubereitet sind. Fisch und Gemüse werden als Teil einer gesunden und ausgewogenen Ernährung verstärkt nachgefragt.

Die Bedeutung von Tiefkühlkost steigt weiter, der Absatz der Branche im Gesamtmarkt einschließlich Außer-Haus-Markt legte in 2012 um 0,2% auf 3,32 Millionen Tonnen zu und erreichte so einen Umsatz von
12,017 Milliarden Euro.

Tiefkühlprodukte sind auf den Einkaufszetteln der Deutschen unverzichtbar, sie gehören zu den wichtigsten Warenkategorien im Lebensmitteleinzel-handel. Als Frequenzbringer für den Handel ist Tiefkühlkost fast genauso wichtig wie die Güter des täglichen Bedarfs.

Noch mehr Informationen über den Markt für Tiefkühlkost bieten die „cool facts 2012“, die den Verbrauch von TK im Langzeitvergleich und nach Warengruppen detailliert beschreiben. Die „cool facts 2012“ stehen hier zum kostenlosen Download zur Verfügung: http://www.tiefkuehlkost.de/info-center/broschueren/cool-facts-2012.


Jeder zweite Herd in Deutschland bleibt kalt – Essen außer Haus wächst weiter

Februar 22, 2013

Februar 2013 – Der Außer-Haus-Markt bekommt weiter Auftrieb: Die mobile Gesellschaft fordert auch bei der Ernährung ihren Tribut. Das zeigt die Ernährungsstudie „Iss was, Deutschland?“ der Techniker Krankenkasse (TK). Gerade junge Menschen sind beim Essen kaum noch bei der Sache. Vier von zehn jungen Erwachsenen essen mit der Gabel in der einen und dem Smartphone in der anderen Hand – und nebenbei läuft der Fernseher. Unterwegs gibt’s dann auf dem Weg zur S-Bahn noch eine Pizzazunge, bei jedem dritten unter 25-Jährigen sogar mindestens dreimal die Woche.

Currywurst mit Pommes frites (Quade - Fotolia.com)

Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK: „Ernährung muss in unserem Alltag wieder mehr Raum bekommen. Dabei geht es nicht um stundenlange Zeitfenster, sondern darum, dass man in dem Moment bei der Sache ist“, so Baas bei der Vorstellung der Studie in Berlin. Der 38-seitige Studienband mit allen Ergebnissen steht ab sofort frei zugänglich bei der TK im Internet (Webcode: 498466).

Die Studie im Detail: Bei den Berufstätigen fällt es immer mehr Menschen schwer, eine gesunde Ernährung mit ihrer Arbeit zu vereinbaren. Nur jeder Zweite kann in seinen Arbeitspausen tatsächlich in Ruhe essen. „Ein Drittel aller Berufstätigen beklagt, dass eine gesunde Ernährung bei seiner Arbeit schlichtweg nicht möglich ist“, sagt Professor Manfred Güllner, Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstituts Forsa, das für die TK bevölkerungsrepräsentativ 1.000 Erwachsene zu ihrem Essverhalten befragt hat. Die Hauptprobleme mit dem Essen bei der Arbeit: die begrenzte Auswahl und fehlende Zeit. Statt „Fünf am Tag“ ist der Ausweg für viele: „Vier von zehn befragten Berufstätigen geben an, dass sie bei der Arbeit nicht viel essen, dafür dann aber abends zu Hause reichlich“, so Güllner.

Nur für jeden zweiten Menschen in Deutschland hat das Essen einen hohen Stellenwert. Und nur jeder Vierte gibt an, dass er sich konsequent gesund ernährt. Die Folge: Nur in der Hälfte aller Haushalte gibt es noch täglich ein selbstzubereitetes Mahl. Dafür kommen immer öfter schnelle Fertiggerichte auf den Tisch: Im Bevöl-kerungsschnitt greifen vier von zehn Menschen mindestens ein- bis zweimal die Woche zu Tütensuppe oder Tiefkühlpizza.

Die größte Hürde auf dem Weg zu einer gesünderen Ernährung ist die tickende Uhr: Die Hälfte der Bevölkerung nennt fehlende Zeit und Ruhe als Hauptgrund – von den unter 25-Jährigen sogar fast drei Viertel. Daneben siegt auch der innere Schweinehund oft gegen die guten Vorsätze. Von den Geringverdienern gibt zudem mehr als jeder dritte fehlendes Geld als Hindernis an. Ernährungsmedizinerin Dr. Ute Gola ist überzeugt: „Gesund zu essen, ist nicht allein Frage des Geldbeutels. Es geht darum, Verantwortung für die Gesundheit des eigenen Körpers zu übernehmen.“ Deshalb setzt die Leiterin des Berliner Instituts für Ernährung und Prävention in Kooperation mit der TK darauf, möglichst früh und direkt auf die Lebenssituation der Menschen einzuwirken – in den Kitas und Schulen, in den Familien und vor allem in den Betrieben.

TK-Chef Dr. Jens Baas: „Wenn wir eine Gesellschaft wollen, die länger und gesünder lebt, müssen wir uns stärker darum kümmern, was wir essen und wie wir essen. An beiden Punkten können und müssen wir ansetzen.“ Er sieht dabei alle gefordert: den Staat, die Krankenkassen und -versicherungen, Unternehmen, Schulen, Länder und Gemeinden, Ärzte ‒ aber auch jeden Einzelnen. „Denn Bewusstsein kann man vermitteln, aber nicht verordnen“, so Baas.

Im Auftrag der TK hat Forsa im Januar 2013 bevölkerungsrepräsentativ 1.000 Erwachsene in Deutschland zu ihrem Ernährungsverhalten befragt. Der 38-seitige Studienband mit den Ergebnissen steht unter http://www.presse.tk.de (Webcode: 498466) zum kostenlosen Download bereit.


Rekord bei Tiefkühlkost: Der Bundesbürger verzehrt mehr als 40 kg pro Jahr – Die Lust auf tiefgekühlte Produkte setzt sich damit weiter fort

April 21, 2011

(Hamburg, 21. April 2011) Die aktuellen Zahlen der Tiefkühlbranche belegen: Die Deutschen sind wahre Tiefkühlkost-Fans. Erstmalig wurde im Jahr 2010 die magische 40-Kilogramm-Schallmauer im Pro-Kopf-Verbrauch von tiefgekühlten Produkten durchbrochen: Der durchschnittliche Verbrauch eines jeden Bundesbürgers stieg von 39,3 Kilogramm (2009) auf 40,2 Kilogramm (2010) und damit um 0,9 Kilogramm pro Kopf (plus 2,3 Prozent).

Der Gesamtmarkt für Tiefkühlkost (Lebensmitteleinzelhandel und Großverbraucherbereich, inklusive Heimdiensten und Discountern) stieg in 2010 um 1,9 Prozent auf ein Absatz-gesamtvolumen von 3,28 Millionen Tonnen (3,22 Mio. t in 2009). Auch der Gesamtumsatz legte um 1,3 Prozent zu und wuchs von 11,275 Milliarden Euro (2009) auf 11,421 Milliarden Euro in 2010. Die Tiefkühlwirtschaft stellt damit ihre hohe Bedeutung in der deutschen Lebensmittelwirtschaft einmal mehr unter Beweis. Schon im Krisenjahr 2009 hatte sich die Branche über einen sehr stabilen Markt freuen können. Und ebenso beachtlich ist die Entwicklung des Tiefkühlmarktes im Jahr 2010, denn der Lebensmittelgesamtmarkt wächst nur leicht. Die Zuwächse im vergangenen Jahr unterstreichen einmal mehr die hohe Akzeptanz der Produkte aus der Kälte beim Verbraucher. Dies spiegelt auch der Verbrauch pro Haushalt wieder, der in 2010 von 81,2 Kilogramm (2009) auf 82 Kilogramm anstieg (plus 1 Prozent).

Convenience für den Hausgebrauch sehr gefragt
Die Entwicklung von Tiefkühlkost im Lebensmittelhandel (LEH) zeigt: die Branche kann sich über einen konstanten und mengenmäßig sogar leicht wachsenden Markt freuen. Mit 1,75 Millionen Tonnen Absatzmenge konnte dieser Bereich um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (1,74 Mio. t) zulegen. Auf Umsatzseite musste der Lebensmittelhandel allerdings leichte Einbußen hinnehmen: Der Umsatz ging um 0,3 Prozent von 6,74 Milliarden Euro (2009) auf 6,72 Milliarden Euro zurück. Ursachen dafür waren u.a. erhöhte Aktionsaktivitäten im LEH sowie eine angespannte Preissituation in einigen Segmenten.

Die Sieger unter den Produktgruppen im LEH sind ganz klar auszumachen: Pizza mit einem mengenmäßigen Wachstum von 5,1 Prozent und Backwaren mit 3,3 Prozent. Während die Tiefkühlpizza im Großverbraucherbereich nur eine untergeordnete Rolle spielt, ist sie im LEH ein echter Top-Seller. Die Backwaren wachsen hier maßgeblich in den Bereichen Premiumtorten und portionierbare Produkte (z.B. geschnittene Sahne- und Backkuchen) – man erkennt den Trend zu noch mehr Genuss und zur Individualisierung in Kleinhaushalten.

Im Segment Kartoffeln sind die Pommes frites nach wie vor der meistgefragte und -gekaufte Artikel. Die Spezialitäten erfreuten sich aber insgesamt eines stärkeren Wachstums. Innovative Neuheiten kommen beim Verbraucher sehr gut an, er freut sich über neue Geschmackserlebnisse und mehr Abwechslung im Kartoffelbereich.

Im Bereich der Fleischprodukte erfuhren Wild- und Wildgeflügel einen enormen Anstieg von über 10 Prozent. Der Verbraucher zeigt eine deutlich höhere Akzeptanz dieses speziellen Segmentes und unterstreicht damit den generellen Trend hin zu innovativen ausgefallenen Produktangeboten. Rohe Fleischprodukte entwickelten sich hingegen eher rückläufig, viele Menschen bevorzugen inzwischen eher vorgegarte und fertige Fleischgerichte.

Auch das Fisch-Segment erfuhr in 2010 erneut Wachstum, beeinflusst sicherlich durch den nach wie vor anhaltenden Trend zu gesunden Lebensmitteln, auch wenn komplettere Produkte wie Fischgerichte und panierter Fisch stärker gefragt sind als beispielsweise Naturfilets. Und den größten Zuwachs verzeichneten die guten, bewährten Fischstäbchen.

Der Gemüsebereich erlebte sein stärkstes Wachstum im LEH bei Einzel- und Mischgemüse sowie Kräutern – auch dies ein Indiz für den anhaltenden Gesundheitstrend. Die Gerichte erfuhren insgesamt einen leichten Rückgang im LEH und konnten damit nicht vom allgemein anhaltenden Convenience-Trend profitieren, wie es bei Pizza und Snacks der Fall war. Suppen und Eintöpfe aus der Tiefkühlung gelang allerdings ein ordentliches Wachstum.

Hervorragende Stimmung im Außer-Haus-Markt hält an
Die allgemeine Stimmung im Außer-Haus-Markt ist nach dem krisengebeutelten Jahr 2009 wieder hervorragend. Erhöhte Investitionsbereitschaft und der Trend zu innovativen Produkten schlagen sich bereits in den Zahlen 2010 nieder: Der Großverbraucherbereich (GV) konnte insgesamt um 3,2 Prozent zulegen und wuchs auf 1,53 Millionen Tonnen an (1,49 Mio. t in 2009). Wertmäßig erfuhr dieser Bereich ein Wachstum um 3,7 Prozent von 4, 54 Milliarden Euro in 2009 auf 4,71 Milliarden Euro in 2010. Vor allem im zweiten Halbjahr 2010 zog das Wachstum merklich an.

Die größten Zuwächse generierten die Backwaren mit insgesamt plus 7 Prozent, getrieben von der erhöhten Nachfrage nach Brot und Brötchen. Und auch hier verhalten sich die Verbraucher zunehmend gesundheitsbewusst: Kernige und kräftige Brötchen werden immer stärker nachgefragt. Ein ebenfalls erfreuliches Wachstum im GV-Bereich konnten die Produktgruppen Fisch, Kartoffeln und Gemüse verzeichnen.

Im Fisch-Segment rechnet die Branche für das GV-Segment auch mit nach wie vor steigendem Zuwachs.

Die Kartoffeln wachsen im GV-Bereich noch stärker als im LEH. Gründe u.a.: die Absätze in Quick-Service-Restaurants und Kantinen ziehen wieder an – hier spielen insbesondere die Pommes frites eine wichtige Rolle.

Bei Gemüse wuchs vor allem der Bereich Gemüsezubereitungen: Die Köche in Gastronomie und vor allem Kantinen und Anstalten haben erkannt, wie einfach und unkompliziert der Umgang mit tiefgekühltem Gemüse ist – Convenience heißt das Zauberwort.

Auch Fleischprodukte aus der Kälte erfreuen sich im GV-Bereich wachsender Beliebtheit: Sie legten um 1,4 Prozent zu, ebenso wie die Gerichte im Außer-Haus-Bereich. Besonders erfolgreich: die Teilgerichte mit plus 3,8%. Offensichtlich werden damit verbundene Vorteile wie Flexibilität und Veredelungsmöglichkeiten zunehmend von den Köchen geschätzt.

Die Branche blickt optimistisch in die Zukunft
Der bisher äußerst stabile Tiefkühlkostmarkt lässt erfreulicherweise immer noch ein Wachstum zu. Die Branche blickt also entspannt und positiv in die Zukunft. Dabei ist sie aber alles andere als tatenlos: Die Innovationskraft der Tiefkühlbranche ist unbestritten und gilt übergreifend für alle Produktkategorien. Kreativität und Ideenreichtum und zudem ein „guter Geschmack“ zeichnen die Produktentwickler der Branche aus – die Zahlen bestätigen dies immer wieder. Und die Verbraucher lernen zunehmend, dass Tiefkühlkost „frischer als frisch“ ist, was mit der gleichnamigen Branchenkampagne glaubwürdig unterstützt wird.

Die Tiefkühlbranche ist zudem sehr aktiv in einem weiteren Thema: so läuft derzeit unter Federführung des Deutschen Tiefkühlinstituts (dti) eine groß angelegte Studie rund um die Klimabilanz von Tiefkühlkost, deren Ergebnisse noch in diesem Jahr veröffentlicht werden. Eine erste wichtige Erkenntnis aus der Vorstudie: Eine pauschale Verurteilung der Tiefkühlkost als Klimakiller ist unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten nicht haltbar. Der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Tiefkühlinstituts, Udo Perenz, ist deshalb überzeugt: „Die Hauptstudie wird die Erkenntnisse aus der Vorstudie noch untermauern und damit zur Versachlichung der öffentlichen Diskussion beitragen.“


Tiefkühlwirtschaft verzeichnet Umsatz- und Absatzplus

September 18, 2009

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung rechnet das dti für das Gesamtjahr mit einem weiteren Wachstum des Gesamtmarktes im Vergleich zu 2008 um 0,8 Prozent auf rund 3,23 Millionen Tonnen. Die Verkäufe im Lebensmittelhandel dürften um 1,0 Prozent und im Großverbraucherbereich um 0,5 Prozent zulegen. Insgesamt dürften damit Tiefkühlwaren im Wert von 11,2 Milliarden Euro abgesetzt werden, 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Gegenüber dem Vorjahr fallen die Zuwachsraten allerdings geringer aus.

Wie das Institut weiter mitteilte, wird der Pro-Kopf-Verbrauch leicht auf voraussichtlich 39,2 Kilogramm steigen. Auf einen Durchschnittshaushalt entfielen damit etwa 81,1 Kilogramm, nach 80,5 Kilogramm im vergangenen Jahr.

Das dti ist nach eigenen Angaben die Kommunikations- und Informationsplattform der deutschen Tiefkühlwirtschaft. Zu den 161 Mitgliedern gehörten unter anderen Tiefkühlkost-Produzenten, Betreiber von Kühlhäusern, Kältetechnikunternehmen, Transport-, Fahrzeugbau- und Verpackungsfirmen sowie Groß- und Einzelhandelsbetriebe.

Quelle: ad-hocnews.de, 18. September 2009


Backwaren und Gemüse führend – aber: Verbraucher greifen immer häufiger zu Tiefkühlkost

Mai 7, 2008

Quelle: fruchtportal.de, 05. Mai 2008

Schnell ein leckeres Menü zaubern oder Obst auch außerhalb der Saison genießen – variantenreiche Tiefkühlkost kommt vielen Verbraucherwünschen entgegen. Dafür spricht der enorme Anstieg des Konsums in den vergangenen 30 Jahren, berichtet der Landvolk-Pressedienst. 1977 verbrauchte nach einer Berechnung des Deutschen Tiefkühlinstituts jeder Bundesbürger statistisch gesehen erst 19,0 Kilogramm (kg) Tiefkühlkost. In den folgenden zehn Jahren kletterte der Pro-Kopf-Verbrauch auf 20,5 kg. Die neunziger Jahre bescherten der Tiefkühlbranche einen regelrechten Boom: Frische, Qualität und Geschmack der tiefge-kühlten Lebensmittel überzeugten immer mehr Verbraucher, so dass 1997 jeder Bundesbür-ger bereits 26,6 kg Gefrorenes aus dem Truhen des Handels kaufte. Das waren 29,76 Pro-zent mehr als zehn Jahre zuvor. Auch danach verbuchte der Absatz von Tiefkühlkost starke Zuwachsraten. Bis 2007 stieg der Pro-Kopf-Verbrauch um weitere 11,5 kg oder 43,2 Pro-zent auf 38,1 kg. Damit hat jeder Bundesbürger im vergangenen Jahr doppelt so viel tiefge-kühlte Ware konsumiert wie in 1977. Gegenüber 2006 griffen die Verbraucher im vergan-genen Jahr ebenfalls häufiger in die Tiefkühltruhen, der Pro-Kopf-Verbrauch wuchs um 400 Gramm. Dabei ist der Absatz von Speiseeis noch gar nicht in den Zahlen enthalten.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 3,14 Mio. Tonnen (t) Tiefkühlware (ohne Speiseeis) verbraucht, das waren 28.900 t oder 0,9 Prozent mehr Prozent mehr als 2006. Überdurch-schnittlich stark wuchs dabei der Absatz bei den „Klassikern“ im Tiefkühlsortiment. Wäh-rend die Nachfrage nach Fisch um 5,4 Prozent auf 299.902 t stieg, kletterte die Nachfrage nach Pizzas um 3,2 Prozent auf 252.588 t und die nach Backwaren um 2,8 Prozent auf 568.219 t. Damit beanspruchten die Backwaren auch im vergangenen Jahr den „Löwenan-teil“ am gesamten Tiefkühlsortiment für sich. Außerordentlich beliebt war außerdem das Gemüse mit 463.664 t, gefolgt von Kartoffelerzeugnissen mit 409.477 t und Hauptspeisen beziehungsweise Tiefkühlmenüs mit 406.803 t. Bei den privaten Verbrauchern stand dabei neben den Fischangeboten aus dem Eis auch Gemüse hoch im Kurs, beliebt waren vor allem Spinat und Kräuter. Im Lebensmitteleinzelhandel einschließlich Heimdienste und Discoun-ter wurden 2007 mit 1,71 Mio. t rund 0,5 Prozent mehr abgesetzt als im Jahr zuvor. Der zweite wichtige Absatzkanal für Tiefkühlprodukte ist der Außer-Haus-Markt. Hier stieg der Verbrauch gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Prozent auf 1,42 Mio. t. Ob in der Hotellerie, der Gastronomie oder in Mensen: Die Küchenchefs setzten ebenfalls auf Tiefkühlfisch in allen Variationen. In den Profiküchen waren außerdem Gemüsemischungen und Snackangebote „die Renner“.


Tiefkühlkost weiter auf Erfolgskurs: Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei 38,1 Kilogramm

April 13, 2008

Quelle: Deutsches Tiefkühlinstitut, 08. April 2008

Immer mehr Verbraucher in Deutschland entscheiden sich für tiefgekühlte Lebensmittel. Auch 2007 verzeichnete die Branche sowohl Absatz- als auch Umsatzrekorde, meldet das Deutsche Tiefkühlinstitut (dti) in Köln. Der Verbrauch von Tiefkühlkost (ohne Speiseeis) im Lebensmittelhandel sowie im Außer-Haus-Markt kletterte um 0,9 Prozent auf insgesamt 3,14 Millionen Tonnen (plus 28.251 Tonnen).

Der Pro-Kopf-Verbrauch stieg erstmals über die 38-Kilogramm-Marke auf 38,1 Kilogramm und lag damit um 400 Gramm höher im Vergleich zum Vorjahr. Der Gesamtumsatz lag bei 10,5 Milliarden Euro, was einer wertmäßigen Steigerung von 4,5 Prozent entspricht. Überdurchschnittliche Nachfrage herrschte vor allem bei Tiefkühlfisch, Backwaren und Pizzas, dem Klassiker aus der Tiefkühlung.

Privatverbraucher lieben Tiefkühlfisch
Im Lebensmittelhandel (einschließlich Heimdienste und Discounter) wurden 1,71 Millionen Tonnen Tiefkühlkost im vergangenen Jahr verkauft. Dies entspricht einem Mengenplus von 0,5 Prozent. Der Umsatz wuchs auf 6,25 Milliarden Euro – eine Wertsteigerung von 4,6 Prozent. Besonders beliebt bei den Privatverbrauchern waren neben den Fischangeboten aus der Tiefkühlung auch tiefkühlfrisches Gemüse und hier vor allem Spinat und Kräuter.

Frische, Qualität und Vielfalt für Küchenprofis
Die Küchenchefs in den verschiedenen Bereichen des Außer-Haus-Marktes setzen ebenfalls verstärkt auf die tiefkühlfrischen Lebensmittel. Der Verbrauch von Tiefkühlkost in der Hotellerie und Gastronomie, der Betriebs- und Schulverpflegung sowie den Krankenhäusern und Senioreneinrichtungen stieg um 1,4 Prozent auf 1,42 Millionen Tonnen. Das wertmäßige Plus lag bei 4,5 Prozent und erreichte 4,25 Milliarden Euro. Frische, Qualität und Vielfalt wünschen die Tischgäste in der Außer-Haus-Verpflegung. Entsprechend kauften die Entscheider ein: Tiefkühlfisch in allen Variationen – von naturbelassen bis fertig zubereitet. Gemüsemischungen und Snackangebote waren die Renner.

Tiefkühlkost ist frisch, weil tiefgefroren
„Das Tiefkühlkostsortiment wird auch zukünftig weiter seine Marktposition ausbauen“, schätzt dti-Geschäftsführer Manfred Sassen. Keine andere Angebotsform in der Ernährungswirtschaft garantiere die Frische der Lebensmittel in einer derart hohen Qualität über einen längeren Zeitraum. Dies sei nur aufgrund des ausschließlichen Einsatzes von Kälte beim Produktionsprozess möglich: „Tiefkühlkost kommt bei der Haltbarmachung ohne den Zusatz von Konservierungsstoffen aus. Ein Kaufargument, das für Konsumenten und Tischgäste immer wichtiger wird.“


Tiefkühlkost in Deutschland weiter gut gefragt

Oktober 30, 2007

Quelle: meat-n-more.info

Situationsbericht von Manfred Sassen, Geschäftsführer Deutsches Tiefkühlinstitut anlässlich der Anuga

Das Deutsche Tiefkühlinstitut rechnet für den mengenmäßigen Verbrauch vorsichtig geschätzt für das gesamte Jahr 2007 im Bereich der privaten Haushalte mit einem Anstieg von einem Prozent. Für den Großverbraucherbereich, also bei den Restaurants, Kantinen, Schulen, Krankenhäusern und anderen Einrichtungen der Außer-Haus-Restauration, geht es von einer Mengensteigerung von 2,7 Prozent aus.

Konjunkturelle Situation in der Ernährungswirtschaft
Sie werden alle die Statements der großen Verbände der Ernährungswirtschaft aus der Wirtschaftspressekonferenz vom 26. September hier in Köln kennen. Die deutsche Ernährungsindustrie meldet zwar für die erste Jahreshälfte eine Umsatzsteigerung um 5,2 Prozent; preisbereinigt immerhin noch 2,8 Prozent. Für den deutschen Markt ergibt sich aber ein Nullwachstum, denn das nominale Wachstum von drei Prozent geht nach Aussagen der Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie hauptsächlich auf Preissteigerungen zurück.

Völlig unzufrieden ist der Bundesverband des deutschen Lebensmittelhandels. Der Umsatz lag nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes in den ersten sieben Monaten des Jahres nominal minus 0,8 Prozent unter dem Vorjahr. Preisbereinigt ergibt sich sogar ein Minus von 2,8 Prozent.

Auch der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband spricht beim Gastgewerbe-Umsatz im ersten Halbjahr 2007 von einer Stagnation auf niedrigem Niveau. In Zahlen heißt das: Umsatzsteigerung nominal um 0,4 Prozent, real jedoch

2,1 Prozent weniger. Besser entwickelten sich die Kantinen und Caterer mit einem nominalen Umsatzplus von 1,9 Prozent und einem leichten realen Umsatzminus von 0,7 Prozent. Sie sehen, der Aufschwung hat die großen Bereiche der Ernährungswirtschaft noch nicht erreicht.

Im Nachfolgenden die wichtigsten Eckpunkte der nach wie vor positiven Branchenentwicklung im Tiefkühlmarkt: Diese Einschätzung der Marktentwicklung beruht auf den Daten und Trends, wie sie uns bis Ende August vorliegen. Daraus leiten wir eine vorsichtige Hochrechnung auf das Gesamtjahr ab.

Tiefkühlkost weiter auf Wachstumskurs
Der Verbrauch von tiefgefrorenen Lebensmitteln wird auch in diesem Jahr weiter ansteigen. Die Nachfrage nach tiefgefrorenen Lebensmitteln ist nach wie vor ungebrochen und die Produkte aus der Tiefkühlkette stehen nach wie vor ganz oben auf der Einkaufsliste der privaten Verbraucher und der Verwender in der Außer-Haus-Verpflegung.

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland pro Kopf der Bevölkerung 37,7 Kilogramm Tiefkühlkost verbraucht. Dieser Wert dürfte nach unseren Schätzungen am Ende dieses Jahres bei ca. 38,4 Kilogramm liegen.

Für den mengenmäßigen Verbrauch rechnen wir nach vorsichtiger Schätzung für das gesamte Jahr 2007 im Bereich der privaten Haushalte mit einem Anstieg von einem Prozent. Für den Großverbraucherbereich, also bei den Restaurants, Kantinen, Schulen, Krankenhäusern und anderen Einrichtungen der Außer-Haus-Restauration, gehen wir von einer Mengensteigerung von 2,7 Prozent aus.

Nach diesen Annahmen erwarten wir für beide Teilmärkte zusammen bis zum Jahresende für die Tiefkühlkost einen Mengenzuwachs von etwa 1,8 Prozent. Das ist ein Wachstum auf höchstem Niveau, denn ein Prozent Mengensteigerung im Lebensmittelhandel bedeutet einen Mehrverbrauch von fast 16.700 Tonnen und die 2,7 Prozent Mengensteigerung im Großverbraucherbereich stehen für ein Plus von 38.800 Tonnen. Das ist im Vergleich zu den meisten anderen Segmenten der Ernährungswirtschaft ein sehr gutes Ergebnis. Auf die Daten der Ernährungsindustrie, des Lebensmittelhandels und des Gaststättenbereiches habe ich schon hingewiesen.

Hinter dieser Entwicklung steht für das Jahr 2007 insgesamt ein geschätzter Tiefkühlverbrauch von über 3,1 Millionen Tonnen mit einem Plus von 1,8 Prozent. Das sind immerhin 55.500 Tonnen mehr als im Jahr 2006.

Der Gesamtumsatz mit tiefgekühlten Lebensmitteln erreichte im vergangenen Jahr insgesamt 10,05 Milliarden Euro. Unter Fortschreibung der Entwicklung im ersten Halbjahr dürfte der Umsatz für das aktuelle Jahr 2007 am Jahresende einen Wert von 10,41 Milliarden Euro erreichen. Dies würde einer Steigerungsrate von 3,6 Prozent entsprechen. Ich setze hier bewusst den Konjunktiv, denn wir werden ja praktisch im Wochenrhythmus mit Preiserhöhungen im Rohwarensegment konfrontiert. Beispiel Milch, Sahne, Getreide, Butter und Öl. Dazu kommen die Preisausschläge im Energiesektor.

Diese Eckdaten gelten für den Gesamtmarkt, also den Absatz an private Verbraucher und an Abnehmer in der Außer-Haus-Verpflegung.

Der Tiefkühlmarkt in Deutschland bewegt sich auf zwei fast gleichgewichtigen Feldern: Einmal geht es um den privaten Verbrauch. Nach den vorliegenden Daten und Trends werden zirka 54 Prozent der Gesamtverbrauchsmenge von den privaten Haushalten gekauft.

Zum anderen geht es um den Bereich des Großverbrauchs, also die einzelnen Segmente der Außer-Haus-Restauration von der allgemeinen Gastronomie über die Systemgastronomie, die Kantinen, die Schulen bis hin zum Sozialbereich der Krankenhäuser und Heime. In diese Kanäle gehen 46 Prozent des Gesamtverbrauchs.

Tiefkühlkost: Starke Sortimente für den privaten Verbraucher
Überdurchschnittlich im Interesse der privaten Verbraucher liegt einmal mehr das vielfältige Pizzaangebot. Hier rechnen wir wiederum mit einem Mengenzuwachs von zwei Prozent. Hier ist es die Vielfalt, die den Verbraucher reizt: Neben der traditionellen Pizza, der amerikanischen Pizza kommt die Steinofenpizza in immer neuen Varianten. Die Bio-Pizza erobert sich einen ähnlich starken Marktanteil im Bio-Sortiment des Handels, wie das im konventionellen Pizzabereich schon lange der Fall ist. Daneben kommt der nach wie vor erfolgreiche Siegeszug der miniaturisierten Pizzaangebote als Snack für zwischendurch.

Ähnlich stark entwickelt sich das Sortiment der tiefgefrorenen Backwaren im Endverbraucherbereich. Auch hier gehen wir von einer Mengensteigerung von über zwei Prozent zum Jahresende aus. Getrieben wird das Wachstum durch das immer breitere Sortiment der Brötchen, die Innovationen im Tortenbereich und die Teiglinge.

Tiefgefrorenes pfannenfertiges Bratfleisch legt ebenfalls um zwei Prozent zu. Hier steht das Vertrauen in Qualität und insbesondere in hygienische Sicherheit im Vordergrund.

Eine herausragende Entwicklung verzeichnet auch in diesem Jahr das Sortiment der tiefgefrorenen Fische und Fischerzeugnisse. Wir rechnen im Endverbraucherbereich mit einem Mengenwachstum von 2,6 Prozent. Tiefkühlfischprodukte werden damit wie in den Vorjahren den Gesamtmarkt beim Fischverzehr bestimmen. Der Anteil von Tiefkühlfisch am Fischkonsum im Privathaushalt und in der Außer-Haus-Verpflegung in Deutschland lag 2006 mit 36 Prozent weit an der Spitze. Auf Frischfisch entfallen lediglich noch zehn Prozent. Bei den Haushaltseinkäufen für Fisch liegen Tiefkühlprodukte am häufigsten in den Warenkörben der Verbraucher und machen hier fast ein Drittel des Einkaufsvolumens aus.

Die Verbraucher schätzen die Vielfalt des Tiefkühlangebotes im Handel. Sie sind nicht mehr – wie in den vergangenen Jahren – so stark auf den Discount fixiert, sondern sie suchen verstärkt die Auswahl, die ihnen der Lebensmittelhandel mit seinem Vollsortiment bietet. Das trägt auch in diesem Jahr dazu bei, dass sich die Umsätze noch besser als die Mengensteigerungen entwickeln werden. Profilierung durch Sortimentspflege und Kompetenz durch Sortimentsvielfalt zahlen sich offensichtlich zunehmend aus. Durch diese Vielfalt erschließt sich erst die typische Vorteilskombination von Tiefkühlkost für den Verbraucher: Das sind unter anderem die Punkte Wellness, Convenience, Produktsicherheit, Qualitäts- und Gelinggarantie.

Diese Vielfalt fördert auch eine Entwicklung, die wir in der Branche seit Jahren beobachten: Alles Selberkochen ist out – Convenience ist in. Und das in der großen Bandbreite von Bio, exotischen Rezepturen (zum Beispiel indische Küche), vegetarischen Produkten und ethnischen Angeboten (zum Beispiel halal).

Und tiefgefrorene Convenience-Produkte liegen voll im Trend. Dies belegt die im vergangenen Jahr vorgelegte VerbraucherAnalyse der Bauer-Verlagsgruppe und der Axel Springer AG. 64,1 Prozent der Verbraucher sehen in Fertigprodukten eine sinnvolle Erleichterung und 50,8 Prozent kochen am liebsten Gerichte, die schnell gehen.

Auch die KommunikationsAnalyse 2006 der Zeitschrift „Brigitte“ unterstreicht diesen Trend. 80 Prozent der Frauen in Deutschland finden „es gut, dass es ein immer abwechslungsreicheres Angebot an Tiefkühlprodukten gibt.“ Und 75 Prozent stimmen der Aussage zu: „Tiefkühlkost ermöglicht es mir, jederzeit etwas Frisches auf den Tisch zu bringen.“

Tiefkühlkost hat mittlerweile bei den Privatverbrauchern eine sehr hohe Käuferreichweite mit 96,7 Prozent erreicht. Für Gemüse liegt dieser Wert bei 76,6 Prozent, für Fisch bei 73,8 Prozent und für Pizza bei 54,1 Prozent.

Tiefkühlkost als Qualitätsbasis für den Außer-Haus-Markt
Die Angebotsform Tiefkühlkost wird mit einer Mengensteigerung von geschätzten 2,7 Prozent ihren Marktanteil in der Außer-Haus-Restauration weiter ausbauen. Tiefkühlkost bedient hier alle Segmente. Das gilt für das Angebot der immer populärer werdenden deutschen regionalen Küche. Das gilt für den Bereich der Systemgastronomie, also Unternehmen, die über

ein standardisiertes und multipliziertes Konzept verfügen, das zentral gesteuert wird. Gerade der Erfolg der Systemgastronomie basiert auf einem starken Tiefkühl-Fundament. Einfacher gesagt: Ohne Tiefkühlkost gäbe es McDonald’s & Co. in der heutigen Form überhaupt nicht.

Aber auch in der gehobenen Gastronomie hilft die Tiefkühlkost bei der wirtschaftlichen Produktion hochwertiger Qualitäten. Die Tiefkühlbausteine haben höchste Qualität erreicht, die Zubereitungsarten werden immer raffinierter, das Angebot wird immer größer. Und die Tiefkühlkost wirkt durch ihre kalkulatorischen Vorteile zunehmend als Kostenbremse in der Gastronomie.

Eine hochwertige Tagungs- und Bankettgastronomie baut ebenfalls stark auf die Bausteine aus der Tiefkühlung. Angebote für große Kongresse beispielsweise sind ohne Tiefkühlung nicht darstellbar. Das zieht sich durch alle Produktkategorien. Auch hier möchte ich den Fisch herausheben: Das Fischangebot auf den Speisekarten der Gastronomie steigt, denn Fischereierzeugnisse stehen in der Gunst der Gäste weit oben. Auch hier bilden tiefgefrorene Seafood-Erzeugnisse mehr und mehr die Basis für ein vielfältiges und gesundes Angebot an Fischgerichten.

Die Konjunkturbelebung hat den Arbeitsmarkt erreicht. Das bringt mehr Frequenz in Kantinen. Dadurch steigt die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Verpflegungslösungen in einem stimmigen Preis-Leistungs-Verhältnis. Und hier kommen vermehrt Tiefkühlsysteme zum Zuge mit Dienstleistungskomponenten bis hin zum Vollcatering.

Tiefkühlkost ist also auch im Jahr 2007 erfolgreich. In der langfristigen Entwicklung der letzten zehn Jahre konnte der Verbrauch in Deutschland um fast 50 Prozent gesteigert werden. Dieses beträchtliche Mengenwachstum wurde mit knapp 51 Prozent Zuwachs im Lebensmittelhandel und mit einem Plus von fast 49 Prozent bei den Großverbrauchern erreicht.

Dass diese Entwicklung entscheidend mit der Qualität der Produkte zusammenhängt, beweist Jahr für Jahr das Ergebnis der Qualitätsprüfung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft.

Beim aktuellen „Tiefkühlkost“-Qualitätstest aus diesem Jahr wurden 94 Prozent aller eingereichten Produkte mit einem Preis ausgezeichnet. Mit fast 54 Prozent erhielten noch nie so viele Produkte die Medaille in Gold im Vergleich zu den Vorjahren. Der wissenschaftliche Leiter des DLG-Wettbewerbes Tiefkühlkost, Professor Dr. Jörg Oehlenschläger, sieht diese Entwicklung als logisch an: „Es ist nicht nur die steigende Zahl der Produkte auf dem Markt, wichtiger ist mir, dass sich bei wachsendem Angebot die Breite der Spitzenqualität vergrößert hat. Tiefgefrorene Produkte haben sich während der letzten 20 Jahre laufend in der Qualität verbessert und haben heute einen häufig vollkommen fehlerfreien Qualitätsstandard erreicht, der deshalb zwangsläufig zu Prämierungen führt. Ausgesuchte Qualität der verwendeten Rohwaren und Ausgangsstoffe zusammen mit der eingesetzten richtigen produktspezifischen Technologie sowie sachgerechte Lagerung und Transport garantieren diese hohe Medaillenausbeute.“

Interessant finde ich eine weitere Aussage in diesem Zusammenhang von Professor Oehlenschläger: „Viele Gerichte aus der Tiefkühltruhe sind heute nach der Zubereitung nicht mehr von frisch zubereiteten Gerichten zu unterscheiden. Sachverständige der DLG bestätigen dies immer wieder beim Qualitätswettbewerb.“

Das bestätigt auch eine aktuelle Studie der Universität Hamburg gemeinsam mit der Hochschule für angewandte Wissenschaften, Hamburg, am Beispiel von Tiefkühlgemüse. Ob Bohnen, Erbsen oder Rosenkohl: Gemüse aus der Tiefkühlung bewahrt über einen längeren Zeitraum optimal die für den Menschen wichtigen Vitamine und Nährstoffe. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass der Vitamin C-Gehalt beispielsweise von tiefgekühlten Bohnen bei minus 18 Grad Celsius nach einem Jahr noch bei 80 Prozent des Ausgangsgehaltes liegt. Werden Bohnen hingegen im Kühlschrank aufbewahrt, gehen bereits nach wenigen Tagen über 60 Prozent Vitamin C verloren.

Mit diesen positiven Vorzeichen präsentiert sich die internationale Tiefkühlwirtschaft außerordentlich selbstbewusst auf der Anuga 2007. Eine abermalige Mengensteigerung in diesem Jahr von voraussichtlich 1,8 Prozent auf einen Pro-Kopf-Verbrauch von 38,4 Kilogramm ist eine gute Basis für weiteren Erfolg. Insofern steht die Angebotsform Tiefkühlkost vergleichsweise und insbesondere angesichts der immer noch nicht befriedigenden Konjunktur in Handel und Gastronomie sehr gut da. Die Branche wird auch in diesem Jahr in vielen Produktsegmenten ihren Marktanteil ausbauen können.

Positive Verbrauchereinstellung, prämierte Produktqualität und ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis mit Gelinggarantie sprechen nach wie vor für Tiefkühlkost.