lebensmittelklarheit.de – Neues Internetportal stellt auch Gastronomie an den Pranger

Juli 21, 2011

(Berlin, 21. Juli 2011) Ob das wirklich „Klarheit“ bringt? Mit dem neuen Aufklärungsportal lebensmittelklarheit.de wollen die Verbraucherzentralen und das Verbraucherministerium in Berlin die Wahrheit über Essen und Getränke verbreiten. Die Webserver waren allerdings dem ersten Ansturm nicht gewachsen – die Seite war zuletzt nur schwer aufrufbar. Kurz nach dem Start seien bis zu 20.000 Anfragen je Sekunde zusammen gekommen. Auf lebensmittelklarheit.de wird auch die Gastronomie an den Pranger gestellt, zum Beispiel beim beliebten Feta in Sommersalaten. Viele verwendete Feta-Käse seien aus Kuhmilch und nicht aus Schafsmilch hergestellt, moniert die NRW-Verbraucherzentrale. In 15 Gaststätten und Schnellrestaurants in Köln und Bonn habe man „Tricksereien“ festgestellt – aber der Test stammt von 2009.

Unter lebensmittelklarheit.de  können Verbraucher nun Produkte melden, bei denen Sie sich durch die Aufmachung oder Kennzeichnung getäuscht fühlen. Mitarbeiter der Verbraucherzentrale Hessen prüfen die Kritik. Die Hersteller haben die Möglichkeit Stellung zu beziehen, beides wird dann auf der Seite veröffentlicht. Allerdings gibt es bereits seit vier Jahren das Portal abgespeist.de von Foodwatch; hier werden jeden Monat neue „Täuschungsfälle“ angeprangert.

Doch hier setzt die vielfältige Kritik an: Wie wird „sich getäuscht fühlen“ definiert? Das EU-Lebensmittelrecht gilt als sehr kompliziert und lässt tatsächlich viele Hintertürchen offen. So ist es legal, wenn im Erdbeerjoghurt keine Erdbeeren zu finden wären. Oder Fischsticks ohne Fisch, Bananenschokolade ohne Banane, Zuckersirup statt Honig – „Vollmundige Werbeversprechen oder wohlklingende Bezeichnungen auf Lebensmittelverpackungen suggerieren Qualität, Naturbelassenheit oder Preisvorteile. Gesundheitsversprechen verlocken zum Kauf. Wer sich aber die Zutatenliste genauer ansieht, muss oft erkennen, dass es mit den Versprechen und Werbeaussagen nicht weit her ist. Oftmals ist der Ärger beim Verbraucher groß, weil er sich von der Aufmachung einer Verpackung, der Kennzeichnung oder der Werbung getäuscht fühlt“, heißt es bei lebensmittelklarheit.de

Rund 750.000 Euro an Steuernmitteln werden für das neue Infoportal ausgegeben – im Rahmen der Initiative „Mehr Klarheit und Wahrheit bei der Kennzeichnung und Aufmachung von Lebensmitteln.“

Von der Lebensmittelindustrie gibt es Contra: „Wir lehnen nach wie vor den Teil des Internetportals ab, in dem konkrete Produkte mit Marke und Firma genannt werden, weil sich Verbraucher subjektiv irregeführt fühlen; es handelt sich nämlich um Lebensmittel, die entsprechend den gesetzlichen Anforderungen gekennzeichnet und aufgemacht, die also völlig legal sind“, sagte Jürgen Abraham, Vorsitzender des Spitzenverbandes der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE).  „Niemand darf durch eine öffentliche Zurschaustellung bestraft werden, wenn er sich an Recht und Gesetz hält; ob dies der Fall ist, entscheiden die Kontrollbehörden und letztlich die Gerichte.“ Daher sei es, so der BVE-Vorsitzende, nicht akzeptabel, wenn eine andere, nicht legitimierte Instanz darüber befindet, ob ein Produkt quasi mit amtlichem Anstrich öffentlich abgewertet wird – mit allen negativen Folgen, bis hin zur Existenzbedrohung für das Unternehmen und seine Arbeitsplätze.

Ob mit einem öffentlichen Beschwerdeportal den Fakten genüge getan wird, muss sich noch erweisen. In der Werbewirtschaft erteilt der Werberat gemeinsam mit der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs offiziell Rügen bei überzogener Werbung; und diese Mahnungen werden auch veröffentlicht – welche Folgen sie haben, ist unklar.

Nun wird von Experten erwartet, dass sich der Unmut der Verbraucher insbesondere über die Kennzeichnungen von Lebensmitteln entlädt. Doch dieses komplexe und auch für fachverständige Juristen kaum durchschaubare Regelwerk („Die Suppe lügt“) wird wohl nicht mit Volkes Meinung geändert werden. Inwieweit öffentlicher Druck die Lebensmittelproduzenten zu mehr „Klarheit“ und in kritischen Fällen zur „Wahrheit“ verleiten, bleibt abzuwarten.

Brauchen Lebensmittel bald Beipackzettel? Diese Diskussion erfasst auch die Gastronomie. Thilo Bode, Chef der Berliner Lebensmittel-Verbraucherorganisation Foodwatch, fordert eine Kennzeichnung aller Zutaten auf Speisekarten in der Gastronomie. „Die ungekennzeichnete Verwendung von Fertigprodukten in der Gastronomie halten wir für eine grobe Verbrauchertäuschung. Besonders weil die Kennzeichnungsregeln für die Gastronomie extrem lasch sind“, heißt es in einem aktuellen Rundschreiben von Foodwatch. So fordert man bei Foodwatch, die Kennzeichnungsvorschriften für Lebensmittel in der Gastronomie an die Vorgaben für verpackte Lebensmittel anzupassen und dass in Restaurants und Kantinen eine vollständige Zutatenliste aller Gerichte inklusive aller verwendeten Zusatzstoffe gut sichtbar aushängt oder auf Nachfrage für den Gast einsehbar sind. Werden in der Gastronomie Convenience-Produkte verwendet, muss die komplette Zutatenliste in der Speisekarte wiedergegeben werden, heißt es in dem Mailing. Bei der Aktion „Klarheit auf Speisekarten“ haben bislang 6.800 Menschen mitgemacht.

Die kürzlich im Europaparlament beschlossenen Kennzeichnungspflichten für Lebensmittel haben kaum Auswirkungen auf Speisekarten in Gastbetrieben. Nicht vorverpackte Lebensmittel (sog. lose Ware), wie sie typischerweisein gastronomischen Betrieben zum Einsatz kommen, sind im Wesentlichen von den neuen Kennzeichnungspflichten ausgenommen. Eine Ausnahme bildet allerdings die Allergie-Kennzeichnung. Über Allergien oder Unverträglichkeit auslösende Zutaten muss der Verbraucher auch bei unverpackter Ware informiert werden. In welcher Art und Weise die Informationen bereitgestellt werden müssen, liegt in der Verantwortung der Mitgliedstaaten. Sonderregelungen trifft die neue Verordnung zu Lebensmitteln, die „durch Einsatz von Fernkommunikationsmitteln zum Verkauf angeboten werden.“ In der Gastronomie geht es hierbei insbesondere um das Internet-Angebot von Lieferdiensten (Stichwort Home-Delivery).

Über die neue Verordnung muss formal nun noch der Ministerrat entscheiden. Da die Linie aber zuvor mit den EU-Mitgliedsstaaten abgestimmt war, ist von seiner Zustimmung sicher auszugehen. Die Verordnung kann damit noch in diesem Jahr in Kraft treten. Für die Umsetzung in den Unternehmen gelten jedoch Übergangsfristen von drei bzw. fünf Jahren.


Außer-Haus-Markt für Getränke: Talsohle durchschritten

Juni 16, 2011

Quelle: cafe-future.net, 16. Juni 2011

Von Grit Robe

Das Jahr 2010 war alles andere als einfach für den Außer-Haus-Konsum. Der anhaltende Homing-Trend machte der Gastronomie schwer zu schaffen. Erste positive Impulse scheinen jedoch in den ersten vier Monaten des Jahres 2011 durchzuklingen: Vergleicht man die durchschnittlichen Ausgaben je Weggehtag des 1. Tertials 2011 mit dem entsprechenden Vorjahres-Tertial, so haben sich diese stabilisiert bzw. sind leicht angestiegen. Die Konsumenten gönnten sich das ein oder andere Getränk zusätzlich, wobei sie pro Getränk durchschnittlich etwa den gleichen Preis wie im Vorjahreszeitraum bezahlt haben.

Zwischen den einzelnen Getränkekategorien gab es jedoch deutliche Unterschiede: Während für Wasser, Spirituosen und Wein/Sekt/Champagner/Prosecco pro Getränk weniger ausgegeben wurde, stiegen die Preise für die Fruchthaltigen Getränke sowie für Cola & Co. Anders als im LEH konnte Bier/Biermisch im Außer-Haus Markt ebenfalls höhere Preise generieren.

Diese positive Entwicklung wurde allerdings dadurch geschmälert, dass die Konsumenten insgesamt weniger häufig weggingen. Alles in allem lagen deshalb die Getränkeumsätze im Außer-Haus-Markt noch leicht unter Vorjahr. Lediglich die Alkoholfreien Getränke erzielten – getrieben durch das größte AfG-Segment der Süßgetränke – höhere Umsätze.

Auch wenn die Alkoholischen Getränke im ersten Tertial noch keine Umsatzzuwächse generieren konnten, sind diese bei den Konsumenten alles andere als „out“. Fragt man nämlich die Gastronomie-Besucher, was besonders angesagt ist, werden die Top Positionen von internationalen Rum-Marken belegt, die damit den langjährigen Trendsetter Wodka überflügeln.

Für positive Impulse sorgte ebenfalls das „Spritz-Segment“. Gerade in den deutlich wärmeren Monaten März und April waren die orangen Gläser in den Straßencafés, Bars und Restaurants nicht zu übersehen. Dies wird nur ein Vorbote für einen vielversprechenden Sommer der Getränkenachfrage in der Gastronomie sein.

Die Datenbasis ist das Online-Consumerpanel „GfK TrinkTrends“ der GfK Panel Services in Nürnberg.
Basis: 32,6 Mio. Privatpersonen in der Altersklasse 16-49 Jahre; Außer-Haus-Konsum Getränke im Bereich Gastronomie und On-the-go (ohne Arbeitsplatz, Kantine, Schule).


GfK: Bier im Außer-Haus-Markt 2010

April 21, 2011

(Nürnberg, 21. April 2011) 2010 war für Bier und Biermischgetränke ein schwieriges Jahr im Außer-Haus Markt. Während sich der Gesamtmarkt der Getränke bei den 16 bis 49-Jährigen im Umsatz um -5,9% rückläufig entwickelte, konnten sich auch Bier und Biermischgetränke dieser Tendenz nicht entziehen.

Die Biermischgetränke hatten dabei mit einem Umsatzminus von fast 4% zu kämpfen, was im Wesentlichen aus dem zu kurzem Sommer (nur Juni und Juli) und der generellen Konsumzurückhaltung junger Zielgruppen im Außer-Haus Markt resultiert.

Der Bierumsatz war mit einem Minus von 7,8% stärker rückläufig als der gesamte Getränkemarkt. Im Monat Juni und Juli hat zwar die Fußball-WM vor allem. der Gastronomie mit der Möglichkeit zum „Public Viewing“ Umsatzzuwächse gebracht. So konnten beispielsweise die Biergärten in diesem Zeitraum deutlich zulegen. Allerdings reichte dieser Sondereffekt nicht aus um das Jahr zu retten.

Insgesamt haben sich die langfristigen Trends fortgesetzt. Die Ursachen für den Rückgang im Außer-Haus-Bereich sind vielfältig, wobei insbesondere der Faktor „Homing“ eine wichtige Rolle spielt. Die momentane aggressive Preis- und Promotionspolitik im Handel unterstützt diesen Trend zusätzlich. So muss der Konsument aktuell für die „Halbe“ Pils in der Gastronomie im Durchschnitt fast 3 Euro zahlen und im LEH dagegen nur etwa 60 Cent. Nicht nur, dass dieser Preisunterschied den „Homing-Trend“ unterstützt, so wird es für die Brauer auch zunehmend schwieriger, den Preisunterschied zu rechtfertigen.

Die klassische Kneipe hat dadurch weitere Rückläufe und entsprechende Marktanteilsverluste zu verzeichnen. Jedoch ist sie mit 22,4% der Bierumsätze in der Zielgruppe bis 49 Jahre immer noch der zweitstärkste Absatzkanal für Bier.

Die Restaurants waren hingegen vom rückläufigen Biermarkt weniger stark betroffen, sodass diese anteilig im Biermarkt zulegen konnten.

Autor: Horst Zocher
Die Datenbasis ist das Online-Consumerpanel „GfK TrinkTrends“ der GfK Panel Services in Nürnberg.
Quelle:
Basis: 32,6 Mio. Privatpersonen in der Altersklasse 16-49 Jahre; Außer-Haus Konsum Getränke im Bereich Gastronomie und On-the-go (ohne Arbeitsplatz, Kantine, Schule).


Herr und Frau Schweizer verpflegen sich gerne ausser Haus

April 20, 2011

(Zürich, 20. April 2011) Herr und Frau Schweizer haben im vergangenen Jahr für Essen und Trinken ausser Haus über 26 Mia. Schweizer Franken ausgegeben, rund 3,3 Mia. mehr als im Vorjahr. Der Stellenwert der schnellen, preisgünstigen Verpflegung hat insbesondere bei den jüngsten Gästen weiter zugenommen, während die herkömmliche Gastronomie insgesamt leichte Umsatzeinbussen verzeichnete. Des Schweizers liebstes Gericht bestand 2010 aus Rindfleisch mit Pommes Frites und Salat, wobei die Romands mehr Fisch konsumierten als die Deutschschweizer. Diese und andere Konsumtrends hat der Branchenverband GastroSuisse anlässlich seiner Jahresmedienkonferenz am 19. April 2011 im Restaurant „Giesserei“ in Zürich-Oerlikon präsentiert.

Die Ausgaben von Herrn und Frau Schweizer für Essen und Trinken ausser Haus sind im Jahr 2010 weiter gestiegen. Diese Zunahme beruht auf verschiedenen Faktoren: der Zunahme der Beschäftigung (+0,8% im Vorjahresvergleich), einer leichten Teuerung (+0,9%) und der Zunahme der ständigen Wohnbevölkerung (+1%) auf 7,8 Millionen. Sie widerspiegelt aber auch die gute Konsumentenstimmung, die sich nach den überwiegend pessimistischen Einschätzungen in den vergangenen zwei Jahren wieder erholt hat und sich im Jahre 2010 erfreulich entwickelte.

Wie GastroSuisse-Direktor Dr. Bernhard Kuster ausführte, hat das Alter einen grossen Einfluss auf die Verpflegungsgewohnheiten. Bei den jüngsten Gästen stehen jedoch nicht etwa die Fast-food-Restaurants an erster Stelle, sondern die Betriebs- und die Gemeinschaftsverpflegung. Das ändert sich mit zunehmendem Alter. Bereits ab 25 Jahren sind die meisten erwerbstätig, verfügen also über mehr Geld und kehren am häufigsten in der herkömmlichen Gastronomie ein. Über die Hälfte des Umsatzes in der Gastronomie wird in der Mittagszeit, zwischen 11 und 15 Uhr, getätigt, verpflegt sich doch der Grossteil der berufstätigen Bevölkerung tagsüber ausser Haus. Umso stossender ist die steuerliche Benachteiligung des Gastgewerbes gegen-über dem Detailhandel.

Im Vergleich mit dem letzten Jahr zeigt sich, dass die Infrastruktur im Gastgewerbe namhaft ausgebaut wurde. Die überwiegende Mehrheit der Beherbergungsbetriebe verfügt heute über Nichtraucherzimmer und Fernseher im Zimmer. Auch in Internetzugänge wurde investiert. In das Wohlbefinden der Gäste haben auch die Restaurationsbetriebe investiert: So verfügen immer mehr Betriebe über Kinderangebote, eine Terrasse, einen separaten Saal und sind behindertengerecht ausgebaut. Besonders interessant zu sehen ist, wie sich die Betriebe auf die neue Rauchergesetzgebung eingestellt haben. Gesamtschweizerisch sind 4,6 Prozent der Betriebe Raucherlokale. 10,9 Prozent verfügen über ein bedientes und 5,7 Prozent über ein unbedientes Fumoir.

Das Thema Passivrauchschutz hat das Jahr 2010 geprägt und stellte vor allem kleine und getränkegeprägte Betriebe vor grosse Probleme. „Die drohende Veränderung weiterer Rahmenbedingungen für das Gastgewerbe bereitet uns Sorgen“, stellte GastroSuisse-Zentralpräsident Klaus Künzli fest. Die Revision des Alkoholgesetzes und jene des Lebens-mittelgesetzes haben beide gemeinsam, dass sie dem Bürger die Selbstverantwortung immer mehr absprechen. „Diesem verstärkten Drang zur Bevormundung und damit zur Regulierung und Normierung dürfen wir nicht Raum geben“, so Klaus Künzli.

Im Zentrum des Kampfs um bessere Rahmenbedingungen für die Branche und für gleiche Spiesse gegenüber Mitbewerbern steht die erste eidgenössische Volksinitiative von Gastro-Suisse „Schluss mit der MwSt-Diskriminierung des Gastgewerbes!“. „Bei diesem wichtigen politischen Geschäft sind die Weichen momentan richtig gestellt“, verkündete GastroSuisse-Vizepräsident Ernst Bachmann. Die nötigen Unterschriften für die Volksinitiative wurden in Rekordzeit gesammelt. Es liegen derzeit knapp 115’000 bescheinigte Unterschriften vor. Die Chancen stehen gut, dass die steuerliche Benachteiligung des Gastgewerbes aufgehoben wird. Sowohl das vom Nationalrat anvisierte Zweisatzmodell als auch der vom Ständerat favorisierte Einheitssatz würden das Problem lösen.

Ebenfalls gut unterwegs ist GastroSuisse mit ihrer Hotelklassifikation. Seit Bekanntgabe des richtungweisenden Bundesgerichtsurteil im Januar 2011 steht fest: GastroSuisse darf ebenfalls Sterne verwenden. Das Sterne-Monopol der hotelleriesuisse ist gefallen. Der Gast profitiert in der Folge von mehr Wettbewerb und einer deutlich grösseren Angebotstransparenz und Vielfalt. „Nach dem Wegfall der mehrjährigen juristischen Blockade haben unsere über 3000 Hotel-Mitglieder nun endlich auch die Möglichkeit, sich entsprechend im Markt zu präsentieren“, stellte Daniel C. Jung, Leiter Berufsbildung und Dienstleistungen, fest. „Unser Sterne-Logo, das ganz auf Swissness, Zuverlässigkeit und Qualität setzt, kommt sehr gut an. Es gibt dem Gast eine wichtige Orientierung; dieser weiss, was ihn erwartet.“ Stern ist Stern. Auch wenn es zwei Anbieter gibt, die Unterschiede sind nicht relevant. Beide Systeme basieren auf den gleichen europäischen Standards, den Normen des europäischen Hotel- und Restaurantverbandes HOTREC.

Die Referate und weitere Dokumente stehen auf der Internetseite www.gastrosuisse.ch zum Download zur Verfügung (Rubrik Politik und Medien).


90% der Haushalte essen auswärts

Januar 15, 2011

(Wiesbaden, 15. Januar 2011) Im Jahr 2008 gaben 90% der privaten Haushalte in Deutschland Geld in Restaurants, Cafés, Kantinen und an Imbissständen aus. Durchschnittlich 97 Euro im Monat zahlten diese Haushalte dafür, im Jahr 2003 waren es 89 Euro monatlich. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis, Wiesbaden) auf Basis der Ergebnisse der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe weiter mitteilt, gaben 22 Prozent der Privathaushalte im Jahr 2008 Geld für Übernachtungen aus und zwar durchschnittlich 115 Euro im Monat. Im Jahr 2003 waren es 101 Euro im Monat.

Der Anteil der Haushalte, die Ausgaben für Restaurant- oder Hotelbesuche hatten, variiert je nach Haushaltstyp: Mit 94 Prozent gaben Paarhaushalte mit Kind am häufigsten Geld für Essen außer Haus aus und zwar durchschnittlich 113 Euro im Monat. Am seltensten aßen Alleinlebende auswärts: 86 Prozent gaben im Durchschnitt 64 Euro monatlich dafür aus. Für auswärtige Übernachtungen hatten kinderlose Paare mit 28 Prozent am häufigsten Ausgaben und zwar im Durchschnitt 138 Euro monatlich. Am seltensten übernachteten Alleinerziehende mit 13 Prozent aller entsprechenden Haushalte auswärts für durchschnittlich 74 Euro im Monat.


GfK: Außer-Haus-Anteil im Schnitt rund 28 %

Dezember 16, 2009

Quelle: cafe-future.net, 16. Dezember 2009

Die Ernährungsgewohnheiten der Deutschen sind mehrheitlich noch immer traditionell, wie die neue Studie ‚Essen & Trinken in Deutschland‘ der GfK Panel Services zeigt. Doch: Die jüngere Generation tendiert zu unregelmäßigeren Essenszeiten und stärkerem Außer-Haus Verzehr.

Die 20- bis 24-Jährigen essen und trinken am häufigsten unterwegs. Rund 40 % ihrer Mahlzeiten nehmen sie außerhalb der eigenen Wohnung zu sich. Im Schnitt über alle Altersklassen liegt der Außer-Haus-Anteil bei rund 28 %.
Zwischen acht und neun Uhr ist für knapp 40 % der Deutschen Zeit für das Frühstuck. Am Wochenende schlafen die Deutschen gerne aus und das Frühstück beginnt rund anderthalb Stunden später als an Arbeitstagen.

Das Mittagessen ist für die große Mehrheit der Deutschen eine warme Mahlzeit. Weniger als ein Viertel begnügt sich mit kalten Speisen, oft sind dies berufstätige Frauen. Überraschend häufig wird zu Hause Mittag gegessen. Abgesehen von den 20- bis 29-Jährigen überwiegt in allen Altersklassen das Mittagessen zu Hause. Neben den traditionellen Hauptmahlzeiten ist auch die Nachmittagsstärkung beliebt. Bei den Älteren vor allem klassisch mit Kaffee und Kuchen. Die Jüngeren greifen gerne zur modernen Variante wie Donut, Muffin oder Brownie, die zusammen mit dem Coffee-to-go unterwegs verzehrt werden können. Das Abendessen wird am häufigsten zwischen 19 und 20 Uhr eingenommen, am Wochenende gerne auch etwas später. Mit 52 % überwiegt noch knapp die kalte Brotzeit.

Für die Mehrheit der Deutschen sind drei Hauptmahlzeiten und eine Stärkung am Nachmittag noch immer die Norm. Weniger regelmäßig ernähren sich jedoch jüngere Menschen. Gegessen und getrunken wird bei ihnen oftmals, wenn Hunger und Durst sich einstellen und gerade Zeit ist. Ob dieser deutliche Trend zu einer Verschiebung der klassischen Ernährungsstrukturen führt, werden die nächsten Jahre zeigen.

Die Studie ‚Essen & Trinken in Deutschland‘ der GfK Panel Services basiert auf dem neuen ganzjährig online geführten Ernährungstagebuch INTO. „Wer isst und trinkt was, wann und wo, warum und wie?“ Daheim und außer Haus.


Salziges vor dem Fernseher – Süßes vorm PC

Dezember 11, 2009

(Nürnberg, 11. Dezember 2009) Drei Hauptmahlzeiten täglich, nachmittags Kaffee und Kuchen. Das Mittagessen ist im Regelfall warm und wird bei den meisten zuhause serviert. Die Ernährungsgewohnheiten der Deutschen sind mehrheitlich noch immer traditionell, wie die neue Studie „Essen & Trinken in Deutschland“ der GfK Panel Services zeigt. Eine Trendwende zeichnet sich jedoch ab: Die jüngere Generation tendiert zu unregelmäßigeren Essenszeiten und stärkerem Außer-Haus Verzehr.

Gegen halb fünf morgens beginnt für eine kleine Gruppe von Frühaufstehern der Tag mit einer ersten Mahlzeit. Die Mehrheit folgt deutlich später: zwischen acht und neun Uhr ist für knapp 40 Prozent der Deutschen Zeit für das Frühstuck. In der Stunde danach greifen sogar noch mehr zu, für viele ist dies aber schon die zweite Stärkung. Am Wochenende schlafen die Deutschen gerne aus und das Frühstück beginnt rund anderthalb Stunden später als an Arbeitstagen. Beliebt sind morgens vor allem Brot und Brötchen sowie Aufstriche in Form von Marmelade, Honig oder Schokocreme. Bei rund zehn Prozent kommen auch Käse, Wurst oder Cerealien auf den Tisch, Obst bei knapp neun Prozent.

Das Mittagessen ist für die große Mehrheit der Deutschen eine warme Mahlzeit. Weniger als ein Viertel begnügt sich mit kalten Speisen, oft sind dies berufstätige Frauen. Überraschend häufig wird zu Hause Mittag gegessen. Abgesehen von den 20- bis 29-Jährigen überwiegt in allen Altersklassen das Mittagessen zu Hause. Neben den traditionellen Hauptmahlzeiten ist auch die Nachmittagsstärkung beliebt. Bei den Älteren vor allem klassisch mit Kaffee und Kuchen. Die Jüngeren greifen gerne zur modernen Variante wie Donut, Muffin oder Brownie, die zusammen mit dem Coffee-to-go unterwegs verzehrt werden können. Oft reicht ihnen auch ein Schokoriegel. Das Abendessen wird am häufigsten zwischen 19 und 20 Uhr eingenommen, am Wochenende gerne auch etwas später. Mit 52 Prozent überwiegt noch knapp die kalte Brotzeit. Den Trend zum warmen Abendessen fördern die Berufstätigen, für die es teilweise die zweite warme Mahlzeit des Tages ist.
Jüngere tendieren zu unregelmäßigeren Mahlzeiten

Für die Mehrheit der Deutschen sind drei Hauptmahlzeiten und eine Stärkung am Nachmittag noch immer die Norm. Weniger regelmäßig ernähren sich jedoch jüngere Menschen. Gegessen und getrunken wird bei ihnen oftmals, wenn Hunger und Durst sich einstellen und gerade Zeit ist. Ob dieser deutliche Trend zu einer Verschiebung der klassischen Ernährungsstrukturen führt, werden die nächsten Jahre zeigen. Die 20- bis 24-Jährigen essen und trinken zudem auch am häufigsten unterwegs. Rund 40 Prozent ihrer Mahlzeiten nehmen sie außerhalb der eigenen Wohnung zu sich. Im Schnitt über alle Altersklassen sinkt der Außer-Haus-Anteil deutlich auf rund 28 Prozent.

Salat fördert die Kommunikation
Bei knapp 19 Prozent aller Mahlzeiten widmen sich die Deutschen ausschließlich und ohne Ablenkung der Nahrungsaufnahme. Viel häufiger aber unterhalten sich die Menschen beim Essen (27 Prozent). Ebenfalls beliebt ist die Mahlzeit beim Fernsehen (19 Prozent), am Computer (13 Prozent), während der Arbeit (12 Prozent), beim Radiohören (10 Prozent) oder Lesen (8 Prozent).

Lesen und Radiohören sind die klassischen Begleiter beim Frühstück. Mit  Zeitung und Hörfunknachrichten informieren sich die Bundesbürger bei Brot, Müsli und Ei über das Tagesgeschehen. Sich mit jemandem zu unterhalten ist morgens nur bei einem Drittel angesagt. Während Mittag- und Abendessen hingegen redet fast die Hälfte der Deutschen. Am kommunikativsten macht scheinbar der Verzehr von Salat, bei dem sich rund 58 Prozent unterhalten.

Während des Abendessens läuft bei mehr als einem Drittel der Deutschen der Fernseher. Auch in den Stunden danach wird gerne vor dem TV gesündigt. Am liebsten greifen die Deutschen hier zu salzigen Knabbereien und Schokolade. In 60 Prozent aller Fälle, in denen Salziges geknabbert wird, läuft auch der Fernseher. Bei Schokolade sind es 36 Prozent und bei Pizza immer noch 32 Prozent. Diese entpuppt sich damit als der große TV-Renner unter den warmen Speisen. Vor dem Computer dominieren mit Schokolade und Zuckerwaren hingegen die süßen Genüsse.
Zur Studie

Die Studie „Essen & Trinken in Deutschland“ der GfK Panel Services basiert auf dem neuen ganzjährig online geführten Ernährungstagebuch INTO. Es geht sechs grundlegenden Fragestellungen nach: „Wer isst und trinkt was, wann und wo, warum und wie?“ Mit mehr als 4.500 repräsentativ ausgewählten Konsumenten im Alter von 16-69 Jahren und über 400.000 Verzehrssituationen deckt INTO alle Tage des Jahres, alle Arten von Essen und Trinken und sämtliche Verzehrssituationen rund um die Uhr, daheim und außer Haus ab.