GfK: Bier im Außer-Haus-Markt 2010

April 21, 2011

(Nürnberg, 21. April 2011) 2010 war für Bier und Biermischgetränke ein schwieriges Jahr im Außer-Haus Markt. Während sich der Gesamtmarkt der Getränke bei den 16 bis 49-Jährigen im Umsatz um -5,9% rückläufig entwickelte, konnten sich auch Bier und Biermischgetränke dieser Tendenz nicht entziehen.

Die Biermischgetränke hatten dabei mit einem Umsatzminus von fast 4% zu kämpfen, was im Wesentlichen aus dem zu kurzem Sommer (nur Juni und Juli) und der generellen Konsumzurückhaltung junger Zielgruppen im Außer-Haus Markt resultiert.

Der Bierumsatz war mit einem Minus von 7,8% stärker rückläufig als der gesamte Getränkemarkt. Im Monat Juni und Juli hat zwar die Fußball-WM vor allem. der Gastronomie mit der Möglichkeit zum „Public Viewing“ Umsatzzuwächse gebracht. So konnten beispielsweise die Biergärten in diesem Zeitraum deutlich zulegen. Allerdings reichte dieser Sondereffekt nicht aus um das Jahr zu retten.

Insgesamt haben sich die langfristigen Trends fortgesetzt. Die Ursachen für den Rückgang im Außer-Haus-Bereich sind vielfältig, wobei insbesondere der Faktor „Homing“ eine wichtige Rolle spielt. Die momentane aggressive Preis- und Promotionspolitik im Handel unterstützt diesen Trend zusätzlich. So muss der Konsument aktuell für die „Halbe“ Pils in der Gastronomie im Durchschnitt fast 3 Euro zahlen und im LEH dagegen nur etwa 60 Cent. Nicht nur, dass dieser Preisunterschied den „Homing-Trend“ unterstützt, so wird es für die Brauer auch zunehmend schwieriger, den Preisunterschied zu rechtfertigen.

Die klassische Kneipe hat dadurch weitere Rückläufe und entsprechende Marktanteilsverluste zu verzeichnen. Jedoch ist sie mit 22,4% der Bierumsätze in der Zielgruppe bis 49 Jahre immer noch der zweitstärkste Absatzkanal für Bier.

Die Restaurants waren hingegen vom rückläufigen Biermarkt weniger stark betroffen, sodass diese anteilig im Biermarkt zulegen konnten.

Autor: Horst Zocher
Die Datenbasis ist das Online-Consumerpanel „GfK TrinkTrends“ der GfK Panel Services in Nürnberg.
Quelle:
Basis: 32,6 Mio. Privatpersonen in der Altersklasse 16-49 Jahre; Außer-Haus Konsum Getränke im Bereich Gastronomie und On-the-go (ohne Arbeitsplatz, Kantine, Schule).


Umfrage zeigt eingeschränktes Spektrum an Genuss-Erfahrungen der Deutschen

April 21, 2011

(Bonn, 21. April 2011) Was ist für die Bundesbürger ein Genuss? Eine aktuelle repräsentative Umfrage des Arbeitskreises Ernährung des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie e. V. (BDSI) hat dies herausgefunden: Für Männer und Frauen stehen Genüsse, die mit Essen und Trinken verbunden sind, ganz weit oben. Weitere Nennungen folgen erst mit großem Abstand. Es zeigt sich, dass das Genuss-Spektrum der Deutschen sehr eingeschränkt ist. Genussfähigkeit sollte sich aber nach Ansicht von Psychologen auf alle Lebensbereiche beziehen. Denn: Genießen steigert das Wohlbefinden und ist gut für die Gesundheit.

Genussversprechen begegnen uns tagtäglich und überall. Interessant ist, was denn eigentlich die Adressaten sagen, was für sie Genuss ist. Diese Frage stellte TNS Emnid im Auftrag des BDSI telefonisch 1.003 Männern und Frauen über 14 Jahren in Deutschland. Das Ergebnis: 68 Prozent der Antworten haben mit Essen und Trinken zu tun, sowohl im Allgemeinen als auch bezogen auf spezielle Lebensmittel wie Süßigkeiten, Kaffee oder Wein.

An zweiter Stelle – mit beträchtlichem Abstand – folgt die Freizeit mit 14 Prozent der Antworten. Alle weiteren Angaben wie beispielsweise Urlaub, Freunde treffen, Ruhe, Entspannen, Partnerschaft, Familie, Natur und Gesundheit erreichten nur neun Prozent und weniger.

Dr. Rainer Lutz, Psychologe und Genussforscher an der Philipps-Universität Marburg, hat eine mögliche Erklärung für die Dominanz des „leiblichen Wohls“ als Genussfaktor: „Jeder von uns beschäftigt sich tagtäglich mit Essen und Trinken – mindestens drei Mal täglich. Und durch die Auswahl von schönen Lebensmitteln oder eine ansprechende Dekoration des Esstisches können einfach und schnell kleine Genussmomente geschaffen werden. Genießen wird jedoch fälschlicherweise oft mit Konsumieren verwechselt.“

Genießen ist laut Lutz ein Lebensprinzip: Wer sich das Genießen erlaubt, nimmt sich Zeit für sich, lässt das Schöne in seinem Leben zu, lebt bewusster und sorgt sich um sich selbst und seine Bedürfnisse. Und das in allen Lebensbereichen: im Kulturellen und Sozialen, bei Bewegung und Entspannung, bei Essen und Trinken. Der Genießer gestaltet seine Umgebung so, wie sie gut für ihn ist. Er wählt gezielt Genussobjekte aus, geht sowohl sinnlich als auch sinnvoll mit ihnen um – er weiß, wann es genug ist. Dabei ist es wichtig, aus einem großen Genuss-Erfahrungsspektrum schöpfen zu können. „Wer sich Genuss erlaubt und seine Genussfähigkeit trainiert, tut etwas für seine Gesundheit“, so das Fazit von Lutz.


Rekord bei Tiefkühlkost: Der Bundesbürger verzehrt mehr als 40 kg pro Jahr – Die Lust auf tiefgekühlte Produkte setzt sich damit weiter fort

April 21, 2011

(Hamburg, 21. April 2011) Die aktuellen Zahlen der Tiefkühlbranche belegen: Die Deutschen sind wahre Tiefkühlkost-Fans. Erstmalig wurde im Jahr 2010 die magische 40-Kilogramm-Schallmauer im Pro-Kopf-Verbrauch von tiefgekühlten Produkten durchbrochen: Der durchschnittliche Verbrauch eines jeden Bundesbürgers stieg von 39,3 Kilogramm (2009) auf 40,2 Kilogramm (2010) und damit um 0,9 Kilogramm pro Kopf (plus 2,3 Prozent).

Der Gesamtmarkt für Tiefkühlkost (Lebensmitteleinzelhandel und Großverbraucherbereich, inklusive Heimdiensten und Discountern) stieg in 2010 um 1,9 Prozent auf ein Absatz-gesamtvolumen von 3,28 Millionen Tonnen (3,22 Mio. t in 2009). Auch der Gesamtumsatz legte um 1,3 Prozent zu und wuchs von 11,275 Milliarden Euro (2009) auf 11,421 Milliarden Euro in 2010. Die Tiefkühlwirtschaft stellt damit ihre hohe Bedeutung in der deutschen Lebensmittelwirtschaft einmal mehr unter Beweis. Schon im Krisenjahr 2009 hatte sich die Branche über einen sehr stabilen Markt freuen können. Und ebenso beachtlich ist die Entwicklung des Tiefkühlmarktes im Jahr 2010, denn der Lebensmittelgesamtmarkt wächst nur leicht. Die Zuwächse im vergangenen Jahr unterstreichen einmal mehr die hohe Akzeptanz der Produkte aus der Kälte beim Verbraucher. Dies spiegelt auch der Verbrauch pro Haushalt wieder, der in 2010 von 81,2 Kilogramm (2009) auf 82 Kilogramm anstieg (plus 1 Prozent).

Convenience für den Hausgebrauch sehr gefragt
Die Entwicklung von Tiefkühlkost im Lebensmittelhandel (LEH) zeigt: die Branche kann sich über einen konstanten und mengenmäßig sogar leicht wachsenden Markt freuen. Mit 1,75 Millionen Tonnen Absatzmenge konnte dieser Bereich um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (1,74 Mio. t) zulegen. Auf Umsatzseite musste der Lebensmittelhandel allerdings leichte Einbußen hinnehmen: Der Umsatz ging um 0,3 Prozent von 6,74 Milliarden Euro (2009) auf 6,72 Milliarden Euro zurück. Ursachen dafür waren u.a. erhöhte Aktionsaktivitäten im LEH sowie eine angespannte Preissituation in einigen Segmenten.

Die Sieger unter den Produktgruppen im LEH sind ganz klar auszumachen: Pizza mit einem mengenmäßigen Wachstum von 5,1 Prozent und Backwaren mit 3,3 Prozent. Während die Tiefkühlpizza im Großverbraucherbereich nur eine untergeordnete Rolle spielt, ist sie im LEH ein echter Top-Seller. Die Backwaren wachsen hier maßgeblich in den Bereichen Premiumtorten und portionierbare Produkte (z.B. geschnittene Sahne- und Backkuchen) – man erkennt den Trend zu noch mehr Genuss und zur Individualisierung in Kleinhaushalten.

Im Segment Kartoffeln sind die Pommes frites nach wie vor der meistgefragte und -gekaufte Artikel. Die Spezialitäten erfreuten sich aber insgesamt eines stärkeren Wachstums. Innovative Neuheiten kommen beim Verbraucher sehr gut an, er freut sich über neue Geschmackserlebnisse und mehr Abwechslung im Kartoffelbereich.

Im Bereich der Fleischprodukte erfuhren Wild- und Wildgeflügel einen enormen Anstieg von über 10 Prozent. Der Verbraucher zeigt eine deutlich höhere Akzeptanz dieses speziellen Segmentes und unterstreicht damit den generellen Trend hin zu innovativen ausgefallenen Produktangeboten. Rohe Fleischprodukte entwickelten sich hingegen eher rückläufig, viele Menschen bevorzugen inzwischen eher vorgegarte und fertige Fleischgerichte.

Auch das Fisch-Segment erfuhr in 2010 erneut Wachstum, beeinflusst sicherlich durch den nach wie vor anhaltenden Trend zu gesunden Lebensmitteln, auch wenn komplettere Produkte wie Fischgerichte und panierter Fisch stärker gefragt sind als beispielsweise Naturfilets. Und den größten Zuwachs verzeichneten die guten, bewährten Fischstäbchen.

Der Gemüsebereich erlebte sein stärkstes Wachstum im LEH bei Einzel- und Mischgemüse sowie Kräutern – auch dies ein Indiz für den anhaltenden Gesundheitstrend. Die Gerichte erfuhren insgesamt einen leichten Rückgang im LEH und konnten damit nicht vom allgemein anhaltenden Convenience-Trend profitieren, wie es bei Pizza und Snacks der Fall war. Suppen und Eintöpfe aus der Tiefkühlung gelang allerdings ein ordentliches Wachstum.

Hervorragende Stimmung im Außer-Haus-Markt hält an
Die allgemeine Stimmung im Außer-Haus-Markt ist nach dem krisengebeutelten Jahr 2009 wieder hervorragend. Erhöhte Investitionsbereitschaft und der Trend zu innovativen Produkten schlagen sich bereits in den Zahlen 2010 nieder: Der Großverbraucherbereich (GV) konnte insgesamt um 3,2 Prozent zulegen und wuchs auf 1,53 Millionen Tonnen an (1,49 Mio. t in 2009). Wertmäßig erfuhr dieser Bereich ein Wachstum um 3,7 Prozent von 4, 54 Milliarden Euro in 2009 auf 4,71 Milliarden Euro in 2010. Vor allem im zweiten Halbjahr 2010 zog das Wachstum merklich an.

Die größten Zuwächse generierten die Backwaren mit insgesamt plus 7 Prozent, getrieben von der erhöhten Nachfrage nach Brot und Brötchen. Und auch hier verhalten sich die Verbraucher zunehmend gesundheitsbewusst: Kernige und kräftige Brötchen werden immer stärker nachgefragt. Ein ebenfalls erfreuliches Wachstum im GV-Bereich konnten die Produktgruppen Fisch, Kartoffeln und Gemüse verzeichnen.

Im Fisch-Segment rechnet die Branche für das GV-Segment auch mit nach wie vor steigendem Zuwachs.

Die Kartoffeln wachsen im GV-Bereich noch stärker als im LEH. Gründe u.a.: die Absätze in Quick-Service-Restaurants und Kantinen ziehen wieder an – hier spielen insbesondere die Pommes frites eine wichtige Rolle.

Bei Gemüse wuchs vor allem der Bereich Gemüsezubereitungen: Die Köche in Gastronomie und vor allem Kantinen und Anstalten haben erkannt, wie einfach und unkompliziert der Umgang mit tiefgekühltem Gemüse ist – Convenience heißt das Zauberwort.

Auch Fleischprodukte aus der Kälte erfreuen sich im GV-Bereich wachsender Beliebtheit: Sie legten um 1,4 Prozent zu, ebenso wie die Gerichte im Außer-Haus-Bereich. Besonders erfolgreich: die Teilgerichte mit plus 3,8%. Offensichtlich werden damit verbundene Vorteile wie Flexibilität und Veredelungsmöglichkeiten zunehmend von den Köchen geschätzt.

Die Branche blickt optimistisch in die Zukunft
Der bisher äußerst stabile Tiefkühlkostmarkt lässt erfreulicherweise immer noch ein Wachstum zu. Die Branche blickt also entspannt und positiv in die Zukunft. Dabei ist sie aber alles andere als tatenlos: Die Innovationskraft der Tiefkühlbranche ist unbestritten und gilt übergreifend für alle Produktkategorien. Kreativität und Ideenreichtum und zudem ein „guter Geschmack“ zeichnen die Produktentwickler der Branche aus – die Zahlen bestätigen dies immer wieder. Und die Verbraucher lernen zunehmend, dass Tiefkühlkost „frischer als frisch“ ist, was mit der gleichnamigen Branchenkampagne glaubwürdig unterstützt wird.

Die Tiefkühlbranche ist zudem sehr aktiv in einem weiteren Thema: so läuft derzeit unter Federführung des Deutschen Tiefkühlinstituts (dti) eine groß angelegte Studie rund um die Klimabilanz von Tiefkühlkost, deren Ergebnisse noch in diesem Jahr veröffentlicht werden. Eine erste wichtige Erkenntnis aus der Vorstudie: Eine pauschale Verurteilung der Tiefkühlkost als Klimakiller ist unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten nicht haltbar. Der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Tiefkühlinstituts, Udo Perenz, ist deshalb überzeugt: „Die Hauptstudie wird die Erkenntnisse aus der Vorstudie noch untermauern und damit zur Versachlichung der öffentlichen Diskussion beitragen.“


Schallmauer durchbrochen: Der Bundesbürger verzehrt mehr als 40 kg Tiefkühlkost pro Jahr/ Die Lust auf tiefgekühlte Produkte setzt sich damit weiter fort

April 15, 2011

Berlin, 15. April 2011 – Die aktuellen Zahlen der Tiefkühlbranche belegen: Die Deutschen sind wahre Tiefkühlkost-Fans. Erstmalig wurde im Jahr 2010 die magische 40-Kilogramm-Schallmauer im Pro-Kopf-Verbrauch von tiefgekühlten Produkten durchbrochen: Der durchschnittliche Verbrauch eines jeden Bundesbürgers stieg von 39,3 Kilogramm (2009) auf 40,2 Kilogramm (2010) und damit um 0,9 Kilogramm pro Kopf (plus 2,3 Prozent). Der Gesamtmarkt für Tiefkühlkost (Lebensmitteleinzelhandel und Großverbraucherbereich, inklusive Heimdiensten und Discountern) stieg in 2010 um 1,9 Prozent auf ein Absatzgesamtvolumen von 3,28 Millionen Tonnen (3,22 Mio. t in 2009). Auch der Gesamtumsatz legte um 1,3 Prozent zu und wuchs von 11,275 Milliarden Euro (2009) auf 11,421 Milliarden Euro in 2010. Die Tiefkühlwirtschaft stellt damit ihre hohe Bedeutung in der deutschen Lebensmittelwirtschaft einmal mehr unter Beweis. Schon im Krisenjahr 2009 hatte sich die Branche über einen sehr stabilen Markt freuen können. Und ebenso beachtlich ist die Entwicklung des Tiefkühlmarktes im Jahr 2010, denn der Lebensmittelgesamtmarkt wächst nur leicht. Die Zuwächse im vergangenen Jahr unterstreichen einmal mehr die hohe Akzeptanz der Produkte aus der Kälte beim Verbraucher. Dies spiegelt auch der Verbrauch pro Haushalt wieder, der in 2010 von 81,2 Kilogramm (2009) auf 82 Kilogramm anstieg (plus 1 Prozent).

Convenience für den Hausgebrauch sehr gefragt
Die Entwicklung von Tiefkühlkost im Lebensmittelhandel (LEH) zeigt: die Branche kann sich über einen konstanten und mengenmäßig sogar leicht wachsenden Markt freuen. Mit 1,75 Millionen Tonnen Absatzmenge konnte dieser Bereich um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (1,74 Mio. t) zulegen. Auf Umsatzseite musste der Lebensmittelhandel allerdings leichte Einbußen hinnehmen: Der Umsatz ging um 0,3 Prozent von 6,74 Milliarden Euro (2009) auf 6,72 Milliarden Euro zurück. Ursachen dafür waren u.a. erhöhte Aktionsaktivitäten im LEH sowie eine angespannte Preissituation in einigen Segmenten.

Die Sieger unter den Produktgruppen im LEH sind ganz klar auszumachen: Pizza mit einem mengenmäßigen Wachstum von 5,1 Prozent und Backwaren mit 3,3 Prozent. Während die Tiefkühlpizza im Großverbraucherbereich nur eine untergeordnete Rolle spielt, ist sie im LEH ein echter Top-Seller. Die Backwaren wachsen hier maßgeblich in den Bereichen Premiumtorten und portionierbare Produkte (z.B. geschnittene Sahne- und Backkuchen) – man erkennt den Trend zu noch mehr Genuss und zur Individualisierung in Kleinhaushalten.

Im Segment Kartoffeln sind die Pommes frites nach wie vor der meistgefragte und -gekaufte Artikel. Die Spezialitäten erfreuten sich aber insgesamt eines stärkeren Wachstums. Innovative Neuheiten kommen beim Verbraucher sehr gut an, er freut sich über neue Geschmackserlebnisse und mehr Abwechslung im Kartoffelbereich. Im Bereich der Fleischprodukte erfuhren Wild- und Wildgeflügel einen enormen Anstieg von über 10 Prozent. Der Verbraucher zeigt eine deutlich höhere Akzeptanz dieses speziellen Segmentes und unterstreicht damit den generellen Trend hin zu innovativen ausgefallenen Produktangeboten. Rohe Fleischprodukte entwickelten sich hingegen eher rückläufig, viele Menschen bevorzugen inzwischen eher vorgegarte und fertige Fleischgerichte.

Auch das Fisch-Segment erfuhr in 2010 erneut Wachstum, beeinflusst sicherlich durch den nach wie vor anhaltenden Trend zu gesunden Lebensmitteln, auch wenn komplettere Produkte wie Fischgerichte und panierter Fisch stärker gefragt sind als beispielsweise Naturfilets. Und den größten Zuwachs verzeichneten die guten, bewährten Fischstäbchen.

Der Gemüsebereich erlebte sein stärkstes Wachstum im LEH bei Einzel- und Mischgemüse sowie Kräutern – auch dies ein Indiz für den anhaltenden Gesundheitstrend.

Die Gerichte erfuhren insgesamt einen leichten Rückgang im LEH und konnten damit nicht vom allgemein anhaltenden Convenience-Trend profitieren, wie es bei Pizza und Snacks der Fall war. Suppen und Eintöpfe aus der Tiefkühlung gelang allerdings ein ordentliches Wachstum.

Hervorragende Stimmung im Außer-Haus-Markt hält an
Die allgemeine Stimmung im Außer-Haus-Markt ist nach dem krisengebeutelten Jahr 2009 wieder hervorragend. Erhöhte Investitionsbereitschaft und der Trend zu innovativen Produkten schlagen sich bereits in den Zahlen 2010 nieder: Der Großverbraucherbereich (GV) konnte insgesamt um 3,2 Prozent zulegen und wuchs auf 1,53 Millionen Tonnen an (1,49 Mio. t in 2009). Wertmäßig erfuhr dieser Bereich ein Wachstum um 3,7 Prozent von 4, 54 Milliarden Euro in 2009 auf 4,71 Milliarden Euro in 2010. Vor allem im zweiten Halbjahr 2010 zog das Wachstum merklich an.

Die größten Zuwächse generierten die Backwaren mit insgesamt plus 7 Prozent, getrieben von der erhöhten Nachfrage nach Brot und Brötchen. Und auch hier verhalten sich die Verbraucher zunehmend gesundheitsbewusst: Kernige und kräftige Brötchen werden immer stärker nachgefragt.

Ein ebenfalls erfreuliches Wachstum im GV-Bereich konnten die Produktgruppen Fisch, Kartoffeln und Gemüse verzeichnen.

Im Fisch-Segment rechnet die Branche für das GV-Segment auch mit nach wie vor steigendem Zuwachs.

Die Kartoffeln wachsen im GV-Bereich noch stärker als im LEH. Gründe u.a.: die Absätze in Quick-Service-Restaurants und Kantinen ziehen wieder an – hier spielen insbesondere die Pommes frites eine wichtige Rolle.

Bei Gemüse wuchs vor allem der Bereich Gemüsezubereitungen: Die Köche in Gastronomie und vor allem Kantinen und Anstalten haben erkannt, wie einfach und unkompliziert der Umgang mit tiefgekühltem Gemüse ist – Convenience heißt das Zauberwort.

Auch Fleischprodukte aus der Kälte erfreuen sich im GV-Bereich wachsender Beliebtheit: Sie legten um 1,4 Prozent zu, ebenso wie die Gerichte im Außer-Haus-Bereich. Besonders erfolgreich: die Teilgerichte mit plus 3,8%. Offensichtlich werden damit verbundene Vorteile wie Flexibilität und Veredelungsmöglichkeiten zunehmend von den Köchen geschätzt.

Die Branche blickt optimistisch in die Zukunft
Der bisher äußerst stabile Tiefkühlkostmarkt lässt erfreulicherweise immer noch ein Wachstum zu. Die Branche blickt also entspannt und positiv in die Zukunft. Dabei ist sie aber alles andere als tatenlos: Die Innovationskraft der Tiefkühlbranche ist unbestritten und gilt übergreifend für alle Produktkategorien. Kreativität und Ideenreichtum und zudem ein „guter Geschmack“ zeichnen die Produktentwickler der Branche aus – die Zahlen bestätigen dies immer wieder. Und die Verbraucher lernen zunehmend, dass Tiefkühlkost „frischer als frisch“ ist, was mit der gleichnamigen Branchenkampagne glaubwürdig unterstützt wird.

Die Tiefkühlbranche ist zudem sehr aktiv in einem weiteren Thema: so läuft derzeit unter Federführung des Deutschen Tiefkühlinstituts (dti) eine groß angelegte Studie rund um die Klimabilanz von Tiefkühlkost, deren Ergebnisse noch in diesem Jahr veröffentlicht werden. Eine erste wichtige Erkenntnis aus der Vorstudie: Eine pauschale Verurteilung der Tiefkühlkost als Klimakiller ist unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten nicht haltbar. Der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Tiefkühlinstituts, Udo Perenz, ist deshalb überzeugt: „Die Hauptstudie wird die Erkenntnisse aus der Vorstudie noch untermauern und damit zur Versachlichung der öffentlichen Diskussion beitragen.“


Umsatz im Außer-Haus-Markt stabilisiert sich im 1. Halbjahr 2010

September 25, 2010

Quelle: Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie, 24. September 2010

Der private Konsum im deutschen Außer-Haus-Markt ist im ersten Halbjahr 2010 relativ stabil. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 sanken laut Angaben der npdgroup Deutschland die Umsätze zwar erneut um 0,5%, das Minus in 2009 betrug jedoch im Vergleich zu 2008 noch fast 2%. Insgesamt belaufen sich die Halbjahresumsätze im Außer-Haus-Markt in 2010 auf insgesamt 30 Mrd. Euro*.

Der leichte Umsatzrückgang ergibt sich aus einer weiterhin sinkenden Zahl der Besucher um 1,1%. Dagegen sind die Durchschnittsausgaben pro Gast um 0,7% auf 5,61 Euro angestiegen.

Mit Zuwächsen um 1,3% bzw. um 0,6% entwickelten sich die Umsätze in der Arbeitsplatzverpflegung und im Quickservicebereich mit Abstand am besten. Die beiden Teilbereiche Erlebnisgastronomie sowie Hotellerie und Fullservice liegen hingegen bei den Umsätzen mit 1,8% bzw. 1,4% im Minus.

Das leicht negative Gesamtergebnis sowie die unterschiedlichen Entwicklungen in den einzelnen Segmenten sind unter anderem auf zwei Faktoren zurückzuführen. Zum einen auf den kalten Winter in Deutschland, zum anderen auf die Nachwirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise und die damit verbundene Verlagerung des Konsum hin zu preiswerteren Alternativen. Dank der wieder zunehmenden Beschäftigung stiegen auch die Gästezahlen in den Firmenkantinen wieder an.

* Werte ohne institutionelle oder geschäftliche Verpflegung. Die Daten stammen von der npdroup Deutschland und CREST

Weitere Informationen:
Olivier Kölsch
Tel.: +49 30 200786-157
Fax.: +49 30 200786-257
okoelsch@bve-online.de


1. Hj. 2010: Heißgetränkekonsum im Außer-Haus-Markt

September 15, 2010

Quelle: cafe-future.net, 15. September 2010

Obwohl die Ausgabenentwicklung für Getränke Außer-Haus (Gesamt) im 1. Halbjahr 2010 weiter rückläufig ist (-9,0 %; Altersklasse 16-49 Jahre), zeichnet sich im Vergleich zum Vorjahr zunehmend eine Normalisierung ab. Hier zeigt sich zudem, dass sich das Weggehverhalten stärker normalisiert je älter die Zielgruppen sind: So liegt der Ausgabenrückgang für die 40-49-Jährigen bei nur noch -4,8 %.

Wie im Vorjahr entwickeln sich dabei die Ausgaben für Heißgetränke Außer-Haus mit -9,4 % nahezu proportional zum Gesamtmarkt. Allerdings gibt es hier noch deutlichere Unterschiede in der Altersstruktur: Während jüngere Konsumenten nach wie vor stark beim Konsum von Heißgetränken einsparen, ist das Segment bei den 40-49-Jährigen mit
-0,8% nahezu stabil. Gleichzeitig ist diese Altersgruppe für das Segment die wichtigste. Rund jeder vierte Euro für Getränke Außer-Haus wird hier für das Kännchen Kaffee oder die Tasse Tee ausgegeben.

Für Kaffee Außer-Haus setzt sich der Trend zurück zu traditionellem Filterkaffee fort: Der Ausgaben-Anteil steigt von 42,6 % auf
44,4 % bezogen auf die Gesamtausgaben für Kaffee Außer-Haus. An Bedeutung verlieren dementsprechend Varianten mit Milch, wie z. B. Cappuccino und Latte Macchiato. Hierbei wird insbesondere seltener zu Varianten mit Flavour gegriffen.

Der Trend weg von milchigem Kaffee zeigt sich auch bei der Entwicklung des kleinsten Segments im Kaffeemarkt, dem Espresso: Der einzige Bereich mit Umsatzwachstum (+ 10,0 %) steigert den Ausgabenanteil auf
3,9 %.

Neben der weiteren Entwicklung des konsumativen Umfelds werden für die Entwicklung der Heißgetränke Außer-Haus sicherlich die Temperaturen im Herbst/Winter, der Hauptsaison für Heißgetränke, einen entscheidenden Einfluss auf das Gesamtjahresergebnis haben.

(Autor: Frank Reichert / Die Datenbasis ist das Online-Consumerpanel „GfK TrinkTrends“ der GfK Panel Services in Nürnberg. Quelle: Basis: 32,9 Mio. Privatpersonen in der Altersklasse 16-49 Jahre; Außer-Haus-Konsum Getränke im Bereich Gastronomie und On-the-go (ohne Arbeitsplatz, Kantine, Schule). ulrike.singer@gfk.com)


2008 wurden 45 Gläser Schaumwein pro Kopf konsumiert

November 11, 2009

(München, 11. November 2009)
Im Jahr 2008 ist der Absatz von Schaumwein in Deutschland gegenüber 2007 auf 319,0 Millionen Liter gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich der Internationalen Weinmesse in München mitteilte, waren das 8,6 Millionen Liter oder 2,8 Prozent mehr als im Vorjahr.

Champagner
Umgerechnet entspricht der Absatz im Jahr 2008 einer Menge von rund 425 Millionen handelsüblichen 0,75 Liter Flaschen. Das sind rechnerisch 45 Gläser (0,1 Liter) je potenziellen Verbraucher (Personen im Alter von 15 Jahren und älter).

Der Schaumweinabsatz wird in Deutschland durch die Schaumweinsteuerstatistik ermittelt. Sie erfasst alle zu versteuernden Schaumweinsorten, auch Obst- und Fruchtschaumweine sowie Champagner.