Bund zahlt Mittagessen für Schüler nur bis 2013

September 2, 2011

Quelle: Deutscher Bundestag, 02. September 2011

Die Bundesregierung hat klargestellt, dass sie die Länder und Kommunen nur bis 2013 bei der Finanzierung von außerschulischen Mittagessen für Schüler in Hortbetreuung und von Schulsozialarbeit unterstützt. 400 Millionen Euro seien dafür eingeplant, schreibt sie in ihrer Antwort (17/6831) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17/6759). Es sei „nicht vorgesehen und nicht erforderlich“, über eine Verlängerung dieser Maßnahme nachzudenken. Denn durch die stufenweise Übernahme der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung durch den Bund entstünden den Ländern und Kommunen genügend finanzielle Freiräume, ein solches Mittagessen und Schulsozialarbeit selber zu finanzieren, heißt es in der Antwort weiter.

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Konsumenten-Trends: Regional ist das neue Bio

August 9, 2011

(Frankfurt/Main, 09. August 2011) Für Verbraucher zählt zunehmend eines: Essen sie außer Haus, wollen sie genau wissen, woher ihr Essen stammt. Dies zeigt die aktuelle Exklusivumfrage unter Profis der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung, die jährlich von den zwei Wirtschaftsfachzeitschriften food-service und gv-praxis (Deutscher Fachverlag GmbH, Frankfurt am Main) durchgeführt wird. Demnach hat die Nachfrage nach regionaler Küche im letzten Jahr stark zugenommen. Transparenz wird mehr und mehr zum Schlüsselfaktor, sogar Bio-Produkte werden an dieser Stelle in die Nebenrolle verdrängt.

Auch das Thema Sicherheit spielt laut Umfrage bei gastronomischen Offerten eine immer größere Rolle. So finden bekannte Spezialitäten, wie es sie schon bei der Großmutter gab, einen deutlich höheren Zuspruch als in früheren Jahren. Die „alte Küche“ erlebt eine Renaissance, denn die Gerichte sind vertraut und wecken Kindheitserinnerungen.

Darüber hinaus trägt das „Gesundheitsgewissen“ maßgeblich zur Entscheidung bei, was auf den Teller kommt. Ganz nach dem Motto „grün, grüner, am grünsten“ bestellen Verbraucher zunehmend Salate und vegetarisches Essen. Dies sind laut Umfrage die wachstumsstärksten Gerichte im Außer-Haus-Markt. Leicht, fettarm, frisch – damit können Gastronomen punkten.

Wachstumssieger bei den Getränken
Als Gewinner 2010 gehen bei den alkoholischen Getränken Cocktails/Longdrinks hervor: Mit ihrem Sprung von Platz 5 auf 1 verdrängen sie den bisherigen Spitzenreiter Weizenbier, der im aktuellen Ranking nur noch die Vize-Position ergattert. Dieses überraschende Wachstum alkoholischer Mischgetränke dürfte zu großen Teilen dem neuen In-Produkt zu verdanken sein: Aperol-Spritz.

Die promillefreie Plusmacher-Liste dokumentiert, dass alkoholfreies Bier seine Beliebtheit bei den Konsumenten klar steigern konnte: Es rückt von Position 6 auf 4 vor. Stilles Wasser bleibt in dieser Kategorie die unangefochtene Nummer 1.

Die gesamten Ergebnisse der Online-Befragung von Profis in der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung sind in den aktuellen Ausgaben von food-service und gv-praxis veröffentlicht. Insgesamt wurden über 250 Rückläufe ausgewertet.


Mittagspause: Absage an den Schnellimbiss

November 11, 2009

Quelle: cafe-future.net, 11. November 2009

Trotz zunehmendem Stress und Hektik in der Arbeitswelt hat die Mittagspause bei den deutschen Arbeitnehmern einen hohen Stellenwert. Beim Schnellimbiss um die Ecke versorgen sich 23 Prozent. Die Mehrheit bringt vorgekochtes Essen mit ins Büro (39 Prozent) oder nimmt die Hauptmahlzeit in Kantine oder Restaurant ein (38 Prozent).

Das geht aus einer Online-Befragung des deutschen Karriereportals Monster hervor. „Die Umfrage zeigt eindrucksvoll, welchen hohen Stellenwert die Mittagspause für die deutschen Arbeitnehmer hat“, kommentiert Marco Bertoli, Geschäftsführer Central Europe bei Monster Worldwide das Ergebnis der Untersuchung, die vom 9. bis 22. Oktober bei 3691 Arbeitnehmern in Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgeführt worden war. Bei der Gestaltung der Mittagspause spielten offensichtlich sowohl gesundheitliche als auch kollegiale Aspekte eine wichtige Rolle, „da Arbeitnehmer eine gute Möglichkeit haben, den täglichen Bürostress zu unterbrechen und gleichzeitig den Kontakt mit den Kollegen in lockerer Atmosphäre zu stärken. Die verbreitete Absage an den Schnellimbiss ist für das Online-Karriereportal ein Beleg dafür, dass deutsche Arbeitnehmer nicht nur auf  gesunde Ernährung , sondern auch auf ihren Geldbeutel achtet.

Im Vergleich zu Deutschland spielen in den Nachbarländern finanzielle Aspekte beim Mittagessen eine geringere Rolle. So verbringen 41 Prozent der befragten Österreicher und sogar 44 Prozent der Schweizer ihre Mittagspause in Restaurant oder Kantine. Mit vorgekochtem Essen versorgen sich nur 30 Prozent der österreichischen und 35 Prozent der Schweizer Arbeitnehmer. Im Gegenzug geben sich 29  Prozent der Österreicher und ein Viertel der befragten Schweizer mit einem Schnellimbiss in der Mittagspause zufrieden.